Westschweizer RTS erlässt Richtlinien für das Tragen von Symbolen

Journalisten, die vor Ort für das Westschweizer Radio und Fernsehen (RTS) berichten, dürfen persönliche Überzeugungen nicht mit ihrer Kleidung zeigen. Die RTS hat nach der Bewerbung einer Frau, die mit Kopftuch beim Radio arbeiten wollte, Regeln erlassen.

Journalistinnen und Journalisten, die vor Ort recherchieren, Interviews führen, Medienkonferenzen besuchen oder am Bildschirm auftreten, dürfen demnach persönliche Überzeugungen grundsätzlich nicht mit Kleidungsstücken zeigen. Dabei geht es aber nicht nur um die Religion. Auch politische Symbole oder Zeichen der Zugehörigkeit zu Vereinigungen sind vom Verbot betroffen. RTS-Kommunikationschefin Manon Romerio bestätigte Berichte der Westschweizer Zeitungen 24 Heures und Tribune de Genève vom Freitag.

 
Getragen werden dürfen aber Symbole wie das rote Band, das als Zeichen der Solidarität mit Aids-Kranken gilt. Es stehe für eine Gesundheitsangelegenheit von öffentlichem Interesse, begründete dies die Sprecherin. Die RTS hatte zunächst nationale Leitlinien der SRG abwarten wollen. Deren neuer Generaldirektor Roger de Weck bezeichnete eine solche Regelung in einem Interview mit der NZZ am Sonntag als unnötig, solange bei 6‘100 Beschäftigten alle Schaltjahre einmal ein Fall zu klären ist. Solange es um seltene Einzelfälle gehe, liege es an den Vorgesetzten, mit gesundem Menschenverstand zu entscheiden.
 
Die muslimische Bewerberin bekam die Stelle beim Westschweizer Radio nicht, weil gemäss de Weck andere Kandidaten besser qualifiziert waren.
 

Basel West: Neue Website und Newsletter für Möbelschweiz

Der Verband Schweizer Möbelindustrie hat im vergangenen Jahr sein Corporate Design erneuert und tritt nun mit der Marke Möbelschweiz auf. Die Corporate-Publishing-Agentur Basel West wurde mit der Umsetzung für die Verbandsmedien betraut.

Der Newsletter «Antenne» für Mitglieder und Abonnenten informiert über aktuelle Entwicklungen der Möbelbranche. Die neue Website präsentiert die Leistungen des Verbandes als Branchenorganisation und in der Berufsbildung. Die Mitglieder finden in einem geschützten Bereich vertiefte Informationen und einen Downloadbereich mit neuen Marktstudien. Die Einstiegsseite schmückt ein wechselndes Möbel des Monats.
 
Verantwortlich bei Möbelschweiz, Lotzwil: Kurt Frischknecht, Franziska Marending. Verantwortlich bei Basel West Unternehmenskommunikation: Markus Siegenthaler (Beratung, Redaktion), Thomas Aerni (Kreation).

Ägypten: Journalisten vor der Rückkehr in die Schweiz

Für Journalisten in Ägypten wird die Arbeit immer gefährlicher. Ausländische Reporter werden in Kairo verfolgt, angegriffen und verhaftet. Von einem Korrespondenten der Freiburger Zeitung La Liberté fehlt seit Mittwoch jede Spur.

Es gebe keine neuen Informationen zum Verbleib des Journalisten, der seit Sonntag in Kairo weilt, schrieb die Zeitung am Donnerstagabend auf ihrer Internetseite. Er habe am Mittwoch kurz seine Familie über die Verhaftung informieren können, seither sei er nicht mehr zu erreichen. La Liberté hat die Schweizer Botschaft in Kairo, das Eidg. Departement für Auswärtige Angelegenheiten sowie Organisationen zum Schutz von Journalisten benachrichtigt. Der Korrespondent sollte ursprünglich schon am Freitagnachmittag wieder freikommen.

Der stellvertretende Chefredaktor von La Liberté, Sébastien Julan, sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA, er sei zuversichtlich, dass die Sache ein glückliches Ende nehmen würde. Weitere Angaben wollte er nicht machen. Man sei angesichts der anhaltend unübersichtlichen Lage in Kairo zurückhaltend, sagte Julan weiter. Unklar sei, ob der Journalist von der Armee festgenommen worden sei, um ihn zu schützen oder um ihn an seiner Arbeit zu hindern.

Ein Journalist des Westschweizer Magazins L'Hebdo sowie ein Journalist und Fotograf des Magazins L'Illustré wurden am Donnerstag in Kairo verhört. Die drei Journalisten hätten den Flughafen in Kairo erreicht und würden am späten Nachmittag in der Schweiz erwartet, sagte der Chefredaktor von L'Hebdo, Alain Jeannet.

Impressum, die grösste Schweizer Journalistenorganisation, verurteilte am Freitag die neuesten Übergriffe auf Medienschaffende in Ägypten. Die Organisation sei in Kontakt mit Schweizer Korrespondenten in Kairo. Wichtig sei, dass die Journalisten auf Wunsch Zuflucht in der Botschaft finden und in ständigem Kontakt mit dieser bleiben könnten.
 

Jahrbuch der Werbung: Die Megaphone sind vergeben

Gestern Abend fand im Moskau in Berlin die Preisverleihung «Jahrbuch der Werbung» statt. Die erste große Veranstaltung für Werbungtreibende des Jahres lockte mehr als 300 Besucher und wurde von Kulturjournalist Dieter Moor moderiert.

Höhepunkt war die Übergabe der Megaphone, der höchsten Auszeichnung des Jahrbuchs der Werbung. Unter den Laudatoren waren Karina Tietje (Geschäftsführerin KTI Multimedia und Vorsitzende der Jury Digitale Medien), Arno Lindemann (Geschäftsführer Lukas Lindemann Rosinski und Newcomer-Agentur 2009), Dr. Jochen Kalka (Chefredakteur w&v Werben & Verkaufen) und die drei Herausgeber des Jahrbuchs der Werbung Willi Schalk, Helmut Thoma und Peter Strahlendorf.
 
Die Megaphonsieger sind: Leo Burnett Frankfurt mit «Fiat Punto Evo Challenge» in der Kategorie Digitale Medien. Eine Trophäe bekamen DDB Tribal Hamburg und Saatchi & Saatchi für die integrierte Kampagne «Grenzen gab’s Gestern» (Kunde: Deutsche Telekom). Doppelt punkten konnte der Senkrechtstarter elbkind. Ihr interaktives Viral «Chef für einen Tag» für die Otto Group im Bereich Recruiting- und Mitarbeiterkommunikation ist die B2B-Kommunikation des Jahres. Außerdem ist elbkind die Newcomer-Agentur des Jahres 2010. Heimat, Berlin gelingt ein vierfacher Erfolg. Die Agentur erhielt ein Megaphon für den Kino-Spot des Jahres «Das grenzenlose Haus» (Kunde: Hornbach), ein Megaphon für die Ambient-Media-Aktion für CNN «Go Beyond Borders» und eines für die Kampagne des Jahres «Wie viel Wahnsinn steckt in Dir?» (Kunde: Hornbach). Damit wurde Heimat, Berlin zum zweiten Mal in Folge Agentur des Jahres.

Bakom: Kein Ende der Zeitung und der Zeitschrift zu erwarten

Das Bakom hat sechs Studien zu den Medien in der Schweiz publiziert und kommt zu folgendem Schluss: Die Kauftitel der Schweizer Tages- und Wochenpresse dürften in  den kommenden Jahren allgemein Mühe haben, sich in einem breiten und vielfältigen Lesermarkt weiterhin zu behaupten. Ein Ende der Zeitung oder der Zeitschrift ist aber nicht zu erwarten.

Dies geht aus einer vom Bundesamt für Kommunikation (Bakom) in Auftrag  gegebenen und am Freitag publizierten Studie hervor – einer von sechs zur Zukunft der Medien in der Schweiz. Die Untersuchungen stammen hauptsächlich von der Universität Zürich sowie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und von Ecoplan.

Die Interessenorganisationen der Medienbranche können bis 11. März zu den sechs Studien Stellung nehmen, die aufgrund eines Postulats von Nationalrat Hans-Jürg Fehr (SP/SH) in Auftrag gegeben worden waren. Das Postulat verlangt einen bundesrätlichen Bericht, der sich mit den Zukunftschancen der Printmedien befasst. Vor dem Hintergrund des Trends zu vermehrter Medienkonvergenz hat das Bakom die von Nationalrat Fehr formulierte Frage erweitert und medienwissenschaftliche  Studien zur Lage der Presse und der elektronischen Medien in Auftrag gegeben. Auf der Basis dieser Forschungsergebnisse wird das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) einen Bericht verfassen. Diesen  Bericht wird der Bundesrat voraussichtlich vor den Sommerferien 2011 behandeln.
 
Radio und Fernsehen können sich halten
Die Prognose der Publikumsnachfrage bis zum Jahr 2015 ergebe ein differenziertes Bild für die Gattungen Print, Radio, Fernsehen und Online, heisst es in einer der teils mehrhundertseitigen Studien. Der Titelschwund bei den Kaufzeitungen werde anhalten, und  auch die durchschnittliche tägliche Auflage werde weiter zurückgehen. Über den Prognose-Zeitraum sei dagegen mit einem relativ konstanten Niveau bei der Rundfunknutzung zu rechnen. Die Unterschiede zwischen den Landesteilen mit höherer Radionutzung in der Deutschschweiz und höherer Fernsehnutzung in der lateinischen Schweiz würden bestehen bleiben.
 
Bei den Printmedien seien bei knappen Ressourcen noch mehr Konzentrationsprozesse und Erweiterungen der Mantelzeitungs- und Kopfblattsysteme zu erwarten. Insbesondere die Abonnementspresse leide unter dem Einbruch von Auflagezahlen, Reichweiten und Werbeeinnahmen.
 
Zögerlicher Anstieg bei der Werbung
Immerhin könne bis zum Jahr 2015 für die Werbeeinnahmen nach den Krisenjahren 2008 und 2009 eine etwas positivere Entwicklung erwartet werden. Dies gilt laut den Autoren insbesondere für den Rundfunk, der die Krise besser überstanden habe als die Presse. In der Summe könnten eine allmähliche Erholung und ein zögerlicher Anstieg prognostiziert werden. Die positive Entwicklung sei zum Gutteil jedoch eher der erwarteten konjunkturellen Erholung zu verdanken als strukturellen Einflüssen.

Für die Presse sei trotz Konjunkturerholung mit weiter sinkenden Werbeeinnahmen zu rechnen. Die aktuellste Inserate-Statistik stimme jedoch optimistisch, und die Vergangenheit habe gezeigt, dass sich Werbeeinnahmen von Print und Rundfunk in der Tendenz gleichgerichtet verhalten. Es sei somit denkbar, dass die rechnerische Prognose für den Printbereich ein zu pessimistisches Bild der Werbeeinnahmen-Entwicklung zeichne.

Draft FCB/Lowe Group: Mit BMW den Thron bestiegen

In der Kategorie «Obere Mittelklasse» wurde die BMW 5er Limousine zum besten Fahrzeug gewählt. Um dies zu feiern und sich bei den Lesern für die vielen Stimmen zu bedanken, liess BMW bei den Werbern der DRAFTFCB Lowe Group ein besonderes Dankes-Sujet für die Leser der «Auto Illustrierten» kreieren.

Mit der Robe eines Königs spielt die Agentur darauf an, dass diese Limousine die Königsklasse gewonnen hat.

Verantwortlich bei BMW (Schweiz): Roger Calisi (Leiter Marketing Kommunikation). Verantwortlich bei Lowe: Daniel Comte (ECD), Tizian Walti, Max Kortmann (Text, Konzept), Christoff Strukamp (AD), Jean-Marc Grubenmann (Grafik); Rolf Jeger, Christina Koch (Beratung).

Corporate Films

Eine Kernkompetenz der Corporate Publisher.  

Corporate Filme gehören wie Kundenmagazine und weitere Storytelling-Formen zur Kernkompetenz der Corporate-Publishing-Spezialisten. Das soeben erschienene «Jahrbuch der Unternehmenskommunikation», herausgegeben von Econ Verlag Berlin und Handelsblatt, enthält einen Fachbeitrag mit dem Titel: «Corporate Film & Corporate Trailer; journalistisch und dramaturgisch einprägsam – und richtig distribuiert». Verfasserin ist Viviane Egli von Primafila AG. Der Beitrag basiert auf der Überzeugung und der langjährigen Erfahrung, dass das Storytelling als Bewegtbild im authentischen Sinne, der Corporate Film in seinen verschiedenen Ausprägungen also, im Spezialistenbereich Corporate Publishing besonders richtig und lohnend angesiedelt ist. Das voluminöse und farbig bebilderte Jahrbuch der Unternehmenskommunikation Band 04 mit allen Themen der Unternehmenskommunikation ist über www.econ-awards.de zu beziehen (CHF 216.‒, ISBN: 978-3-430-20104-5).

Jahrbuch_Ukommunikation

Etats der Woche

KSB, Contexta, Euro RSCG, Numéro 10 und  By Heart.  

KSB neu für Mobilezone
Seit Ende 2010 zählt Mobilezone zu den Kunden der KSB Werbeagentur. Der Entscheid fiel im Rahmen eines Pitches.

Contexta für BAT
Im Rahmen einer Konkurrenzpräsentation hat Contexta British American Tobacco mit Sitz in Lausanne als Neukunden gewonnen. Contexta ist ab sofort für die Zigarettenmarken Gauloises und Davidoff Cigarettes im Schweizer Markt verantwortlich.

Euro RSCG Zürich für Swiss Post International
Die Agentur Euro RSCG hat Swiss Post International in einem Pitch überzeugt und wird künftig für die internationale Branchenkommunikation des Unternehmens verantwortlich zeichnen.

Numéro 10 mit Energie
Numéro 10 ist die neue Agentur von Groupe E, der Energieproduzenten und -lieferanten für die Kantone Fribourg, Neuenburg und Waadt.

Annabelle geht an By Heart
Die Frauenzeitschrift Annabelle hat sich nach einem Pitch für die Zürcher Agentur By Heart entschieden.

BSSM Werbeagentur um zwei Budgets stärker

Die BSSM Werbeagentur hat zwei neue Budgets erhalten:  Das Nahrungsergänzungsmittel Pernaton und das Produkt Omega-life.  

Für beide Produkte, die in Apotheken und Drogerien verkauft werden, entwickelt BSSM das gesamte Kommunikationskonzept mit allen dazugehörenden Massnahmen von POS bis Publikum.

Gewalttätige Übergriffe auf Journalisten in Ägypten

Am Mittwoch sind bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen in Ägypten zahlreiche ausländische Journalisten von Anhängern des Präsidenten Husni Mubarak bedroht oder geschlagen worden.  

Auf der Internetseite der belgischen Tageszeitung Le Soir wurde berichtet, dass deren Reporter Serge Dumont am Mittwoch während der Berichterstattung über eine Pro-Mubarak-Demonstration geschlagen und von Unbekannten in einen Militärposten gebracht wurde. Es sei ihm von dort gelungen, seine Redaktion zu informieren. Er würde beschuldigt, ein Spion zu sein, zitierte in die Zeitung im Internet.

Opfer eines gewalttätigen Übergriffs wurden auch der CNN-Reporter Anderson Cooper sowie dessen Producer und Kameramann. Dabei wurden sie nicht nur geschlagen, die Angreifer versuchten auch, die Kamera zu zerstören. Auch der ZDF-Koresspondent Dietmar Ossenberg hatte am späten Mittwochabend eine Live-Schaltung während der «heute»-Sendung vom Balkon eines Kairoer Hotels abgebrochen, nachdem er und sein Kameramann von einem Laserstrahl erfasst worden waren.

Zwei Journalisten des kanadischen CBC-Netzwerks berichteten, dass sie von einem Mob eingekreist und verprügelt worden seien, bis die ägyptischen Streitkräfte sie in Sicherheit gebracht hätten. «Ohne sie wären wir vermutlich totgeschlagen worden», sagte der Reporter Jean-Francois Lepine.

Die Behauptung, wonach der Staat an den Zusammenstössen auf den Strassen sowie an Angriffen auf Reporter beteiligt sei, nannte Regierungssprecher Magdy Rady eine Erfindung. Die ägyptische Regierung begrüsse eine objektive Berichterstattung. Allerdings seien nicht alle Medien unvoreingenommen und einige würden gegen Ägypten Partei ergreifen, sagte Rady der Nachrichtenagentur AP.

Taschentiere

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