ZMS Monitoring Services: Mit Marktforschung aufs internationale Parkett

Die Angebotserweiterung des Schweizer Medienbeobachters ZMS mit Marktforschungs-Dienstleistungen zeitigt Erfolge. Jetzt holen sich die Medienbeobachtungs- und Marktforschungsprofis mit Richard Blatter und Adrian Bach weitere Verstärkung.

ZMS Analytics ist eine Geschäftseinheit der seit Juni 2010 frisch strukturierten und unter dem neuen Namen ZMS Monitoring Services auftretenden Medienbeobachtungsfirma aus Aettenschwil AG. (Aus ZMS/PMA Medienbeobachtung wird ZMS Monitoring Services). Geleitet wird die auf Medienanalysen und Sponsoring-Erfolgskontrollen spezialisierte Division Analytics von Stephan Wyss. Die Nachfrage nach Medienanalysen und Sponsoring-Erfolgskontrollen von in- und ausländischen Firmen nimmt stark zu, wie es in einer Mitteilung der ZMS heisst. Daher stellt die Firma zwei neue Marktforschungs- und Analysespezialisten an.

Ab August 2011 wird Richard Blatter Forschungsleiter bei ZMS Analytics. Der 42-jährige Betriebsökonom war stellvertretender Geschäftsleiter bei Publica Data in Bern und bringt sein Fachwissen im Bereich der Nutzungsforschung von elektronischen Radio- und Fernsehmedien mit. Frühere Stationen in seinem Berufsleben waren Publisuisse Bern, Radio Kanal K, Aarau, und Radio 3fach, Luzern. Als Forschungsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung wird Richard Blatter für die Bereitstellung und Qualitätssicherung der Analytics-Produkte verantwortlich sein und zusammen mit einem versierten Team neue Forschungs- und Analyseprodukte entwickeln.

Mit Adrian Bach, dem bisherigen Vertriebs- und Marketingmanager bei der IFM International Sportanalysen GmbH in Karlsruhe, verpflichtet ZMS eine zweite international anerkannte Fachperson. Der 46-jährige Diplomstudienabsolvent der Universität Tübingen übernimmt bei ZMS Analytics ab Juni 2011 die Funktion eines Senior Key Account Managers. Adrian Bach wird für die Vermarktung der Medienanalysen- und Marktforschungs-Dienstleistungen sowie für datengestützte Beratungen im Bereich Sponsoring verantwortlich sein.
 

Neue Zeitung für die Nordwestschweiz

Auf das Ende des Jahres erhält die Nordwestschweiz eine neue Zeitung. Sie wird täglich online und einmal wöchentlich in gedruckter Form erscheinen.

Zwei Journalisten aus der Region Basel werden die Redaktionsleitung übernehmen: Urs Buess und Remo Leupin. Die neue Zeitung soll parteipolitisch unabhängig sein und sich für eine offene und tolerante Gesellschaft einsetzen, wie es in einer Mitteilung der Bachmann Medien heisst. Die neue Zeitung folge einer neuartigen Konzeption, die die Entwicklung der Medien und den Wandel des Medienkonsums berücksichtige: den vermehrten Bezug von Informationen über Online-Plattformen und Mobiles, die starke Zunahme bei der Nutzung sozialer Medien und Netzwerke, aber auch das breite Bedürfnis nach vertiefenden Inhalten in gedruckter Form.

Geplant ist eine rund 30-köpfige Redaktion. Geleitet wird sie durch die beiden Journalisten Urs Buess und Remo Leupin. Buess war zuletzt stellvertretender Chefredaktor der Basler Zeitung, Leupin Mitglied der Beobachter-Chefredaktion und Redaktionsleiter von Beobachter Natur.

Die neue Zeitung basiert auf einem von Bachmann Medien ausgearbeiteten Konzept. Herausgeberin wird die neu gegründete Neue Medien Basel sein, deren Verwaltungsrat Ivo Bachmann angehört. Sein Beratungsunternehmen wird das Projekt auch bis zur Übergabe der operativen Verantwortung an Redaktion und Geschäftsleitung begleiten. Das Beratungsunternehmen des früheren BaZ-Chefredaktors Ivo Bachmann war im Zuge des Wirbels um ein BaZ-Beratermandat von Christoph Blocher vergangenes Jahr mit Abklärungen über eine Online-Zeitung beauftragt worden.

Eigentümerin der Neue Medien Basel wird die neu gegründete Stiftung für Medienvielfalt in Basel sein. Als erste Stiftungsräte zeichnen der Basler Advokat und Notar Andreas Miescher und Franz-Xaver Leonhardt, Mitglied der Geschäftsleitung des Hotels Krafft in Basel. Diese Stiftung setzt sich für ein vielfältiges Medienangebot zugunsten einer offenen und toleranten Gesellschaft ein. Die Finanzierung der neuen Zeitung wird sichergestellt durch die von Beatrice Oeri errichtete Stiftung Levedo in Basel.

 

Baselland: Plakatwerbung für sexuelle Dienstleistungen soll nicht verboten werden

Bordell- und andere Plakatwerbung für sexuelle Dienstleistungen auf öffentlichem Grund soll nicht verboten werden. Dies hat der Landrat am Donnerstag entschieden.

Er hat eine EVP-Motion mit diesem Ziel knapp abgelehnt. Der Vorstoss scheiterte mit 37 gegen 39 Stimmen bei zwei grünen Enthaltungen. Die Linke und die Mitte waren nicht geschlossen für den Vorstoss. Die Regierung warnte, die Abgrenzung würde äusserst heikel, wie die SDA vermeldete.

Als unverhältnismässig bezeichnete die Sicherheitsdirektorin Sabine Pegoraro ein Plakat-Verbot. Sie verwies auf ähnliche Werbung auf Privatgrund, in der Presse oder im Internet. Die Branchen-Selbstregulierung via Lauterkeitskommission funktioniere gut. Und Gemeinden könnten in ihrem Gebiet Reglemente erlassen.

Gegen den Vorstoss argumentierten die SVP und die Grünen. Das älteste Gewerbe liesse sich so nicht unterbinden. Die FDP pochte auf der Meinungsfreiheit auch in der Werbung. Zudem arbeiteten manche Frauen freiwillig im Milieu, würden also nicht ausgebeutet. Man solle besser die Ausbeutung bekämpfen, nicht die Werbung.

Die EVP warb für das Verbot damit, dass nicht alle solche Bilder sehen wollten, sowie mit dem Kinderschutz. Frauen würden mit solcher Werbung zu Gebrauchsartikeln degradiert. Der Kanton fördere auch Auswüchse, wenn er für Werbung seinen Boden zur Verfügung stellt. Die SP stellte sich hinter das Anliegen.
 

Lifestyle und Wohlbefinden

Nach einer Neupositionierung und dem Redesign der Marken Badewelten und Klimawelten erstrahlen auch die gleichnamigen Kundenmagazine konzertiert in neuem Glanz. Durch eine suggestive Bildsprache und einen klaren zeitgemässen Stil.

Längst hat sich das Bad von der einfachen Nasszelle zur Wohlfühloase gewandelt: Das Bad als Entspannungs-, Erholungs- und Erfrischungsraum. Grenzenlos scheinen die Ausstattungsmöglichkeiten und Einrichtungsstile zu sein.

Auch wenn es um die Erzeugung eines idealen Raumklimas geht, gilt es heute bei der Auswahl von Heizung, Lüftung, Klimageräten usw. eine Vielzahl von Aspekten zu berücksichtigen: Energieeffizienz, Wärmebilanz und alternative Energien sind nur ei¬nige der Themen.

Die Badarchitekten und die Energieberater

Wo aber lässt sich eine kompetente Beratung finden, wenn es um Badgestaltung und Energiesysteme geht? Hier kommen «die Badarchitekten» von Bade¬welten und «die Energieberater» von Klimawelten ins Spiel. Diese treten gemeinsam unter dem Dach der Genossenschaft Badewelten auf. Es sind profes¬sionelle Sanitärfirmen der Deutschschweiz, welche Fachkompetenz mit Kreativität verbinden. Sie sind nah am Marktgeschehen und spüren den Puls der Zeit. Sie konzipieren, planen und realisieren Bäder und entwickeln Energiekonzepte von A bis Z.

Klarheit und Suggestion

Die Neupositionierung und das Redesign der Marken Badewelten und Klimawelten vermitteln Werte wie Individualität, Qualität, Designanspruch und Kreativität. Die zwei Kundenmagazine der Genossenschaft wurden im Zuge dieses Redesigns von Grund auf neu gestaltet.

Während in der Zeitschrift «Badewelten» das individuelle Bad im Zentrum steht, präsentiert «Kli¬mawelten» massgeschneiderte Lösungen und Innovationen für ein ideales Wohnklima. Die suggestive Bildsprache sowie dezente, differenzierende Farben unterstreichen den klaren und zeitgemässen neuen Auftritt. Die Magazine strahlen Ruhe, häusliche Ge¬mütlichkeit und Lifestyle aus.

Badewelten und Klimawelten erscheinen zweimal im Jahr – im Frühjahr und im Herbst – in einer Auflage von 650'000 bzw. 350'000 Exemplaren. Sie werden von den Genossenschaftsmitgliedern an Kunden versandt und liegen in Ausstellungsräumen und Ladenlokalen auf.

Die Macher

Process verantwortet Gestaltungskonzept, Bildre¬daktion und Umsetzung. In enger Zusammenarbeit mit dem Redaktionsteam der Genossenschaft Bade¬welten werden Trends, Ideen und Innovationen rund um Bad und Raumklima in eine ansprechende Form gebracht und zu attraktivem Lesestoff verarbeitet. Susana Lamas

ÜBER PROCESS

Process wurde vor 16 Jahren in Zürich gegründet und gehört zu den führenden Branding-Agenturen in der Schweiz und in Asien. Vernetzt und interdisziplinär entwickeln rund 40 Spezia- listinnen und Spezialisten in Zürich, Luzern und Taipeh ganzheitliche Marken und Designkonzepte. Process betreut Kunden in den unterschiedlichsten Branchen und Märkten (Credit Suisse, Die Post, Kaba, Lufthansa, Feldschlösschen, Siemens u. v. m.). www.process.ch

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Bücher als neues Territorium für Werber und Sponsoren

Packen Verleger und Werber die Chance, die sich ihnen zur Stunde null des E-Book-Handels auftut? Oder werden branchenfremde Neuankömmlinge das Geschäft machen?

Bislang hat Werbung in Büchern kaum Sinn gemacht: Auflagen und somit Reichweiten sind oft viel zu gering und vor allem bleibt unklar, wann eine Werbebotschaft einen oftmals wohl arg verspäteten Impact hervorruft. Mit dem Aufkommen der E-Reader und E-Books wird nun auch das Buch als Werbeträger interessant. Werbebotschaften können beim Kauf aktuell in ein E-Book eingefügt werden und sind auf den Käufer zugeschnitten. Der Börsen¬verein des deutschen Buchhandels hat das Jahr 2011 zur Stunde null für das E-Book erklärt und dessen Geschäftsführer lässt sich mit den Worten «2011 wird auf dem Markt der eigentliche Durchbruch für das E-Book kommen» zitieren. Wie die Digitalisierung des Buchmarktes, der bislang von den Veränderungswirbeln des Internets weitgehend verschont geblieben ist, voranschreiten wird, ist tatsächlich eine der derzeit spannendsten Fragen im Medienbereich. Viele Auguren verweisen auf die USA, wo grosse Buchhändler wie Amazon oder Bar¬nes & Noble bereits mehr elektronische Bücher absetzen als solche auf Papier. Der amerikanische Buchverlegerverband AAP rapportierte für 2010 bei den E-Books einen Zuwachs um 164,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, womit E-Book-Verkäufe 8,32 Prozent der Buchumsätze ausmachten. Wichtige Treiber dieser Entwicklung sind sinkende Preise bei den E-Readern und die zunehmende Verbreitung von Smartphones und Tablet-PCs.

So wird sich bei der bevorstehenden Transformation die Buchbranche in vielem an der Musikbranche orientieren können, die das Digitalisierungsschicksal schon vor rund zehn Jahren ereilt hat. Die Verkaufsumsätze bei Musikaufnahmen sind rapid eingebrochen, haufenweise kursieren digitale Raubkopien in den dunklen Winkeln des Netzes. Doch wird auch immer mehr Musik legal online erworben – allerdings oft nur einzelne Stücke und nicht ganze Alben. Und es haben sich neue Online-Vertriebskanäle etabliert, allen vorab Apples iTunes. Aber die Musikbranche liegt nicht in Trümmern – sie hat sich allerdings profund verändert. Wichtige neue Einnahmequellen sind Live-Konzerte, die heute we¬sentlich mehr Show-Elemente bieten als früher. So sind Ticketpreise, vor allem bei bekannten Namen, deutlich gestiegen. Stark ausgebaut wurde der Merchandising-Bereich, wo heute längst nicht mehr nur ein paar schwarze T-Shirts angeboten werden. Dafür machen clevere Marketer mit teuren limitierten Sammlerstücken genauso gutes Geld wie mit billige¬ren massengängigen Fan-Artikeln aller Art. So geht es denn längst nicht mehr darum, vor allem Musik zu verkaufen, sondern einen bestimmten Lebensstil – und dies in der Absicht, potenten Sponsoren eine entsprechend attraktive Plattform zu bieten.

So wie heute immer noch ordentliche Umsätze mit Tonträgern, CD oder Vinyl, gemacht werden, wird es auch längerfristig Bücher aus Papier mit zwei Buchdeckeln geben. Und die heutigen E-Book-Formate, vorab E-PUB, Mobipocket und PDF, sind erst der Anfang der Entwicklung. Die künftige Premiumausgabe wird nicht mehr nur die Hardcover-Ausgabe sein, sondern die Buch-App, die nebst dem Text mit zahlreichen hochwertigen multimedialen Ergänzungen aufwartet. Doch solche kreativen und gestalterischen Feuerwerke werden nur bei potenziellen Bestsellern in Frage kommen. Für das Gros der Bücher wird es schwierig bleiben, genügend Leser zu finden, um auch nur ansatzweise in die Ge¬winnzone zu kommen. Deshalb werden selbst Autoren und Verleger solche neuen Finanzierungsfor¬men wie Werbung und Sponsoring akzeptieren, die das Buch als hehres Kulturgut betrachten und es lieber von solchen Praktiken unbefleckt sähen. Gleich wie die Musikindustrie wird die Buchbranche einen weiten Weg zurücklegen und sich profund ändern müssen:

Verlage: Neue branchenfremde Player, denn E-Books können mit entsprechenden Werkzeugen alle einfach herstellen, insbesondere auch Werbeagenturen, die E-Books in Kampagnen einbauen werden.
Vertrieb: Schwergewichte wie Amazon, Apple, Google und Konsorten haben sich längst eingerictet, um den elektronischen Buchmarkt unter sich aufzuteilen.
Autoren: Wer multimedial denkt und produziert, hat entscheidende Vorteile. Ebenso nützlich ist ein Talent zur Selbstinszenierung, etwa um Lesungen zu einem Live-Erlebnis werden zu lassen.
Konsumenten: Wer die Hardware zum Lesen selber berappt, hat die Erwartung an deutlich günstigere Preise für E-Books. Kleine Preise fördern dafür das spontane Einkaufen über das Netz.

Damit werden im Buchbereich bei der Produktgestaltung, der Promotion und beim Pricing künftig etwa diese Spielarten denkbar:

Muster: Gratiskapitel sind bei Online-Buch-Shops gängig. Bei diesen mit Werbung immerhin etwas Einnahmen zu generieren, wird bei Konsumenten kaum auf Ablehnung stossen.
Freemium: Selbst ganze Bücher (zum Beispiel nur die Hörbuchfassung) können werbefinanziert gratis verteilt werden, wenn damit die Aussichten auf weitere Erlöse steigen. Ein solches Up-Selling kann die Premiumausgabe betreffen, die mit begehrenswerten Angeboten (von Autoreninterviews über Gewinnspiele bis hin zu einzigartigen Memorabilia) lockt. Innovativen Marketingfachleuten eröffnet sich hier ein wahres Eldorado.
Billigausgabe: Im E-Book-Markt entfällt die Möglichkeit einer Zweitvermarktung im billigen Taschenbuchformat. Dafür kann nach dem gleichen Prinzip die ursprüngliche Premiumausgabe mit Werbebotschaften versetzt zu einem günstigen Preise in den Markt gebracht werden.
Premium: Selbst im Hardcover- und Hochglanz-Bereich wird Werbung akzeptiert, wenn sie hochwertig gestaltet ist und einen klaren Mehrwert offe¬riert. Insbesondere Sponsoren können sich bei geeigneten Büchern (etwa mit Sonderausgaben) in ein gutes Licht setzen.

Dabei ist die ganzseitige Anzeige am Anfang oder am Ende des Buches noch die offensichtlichste Werbeform, zumal viele Verlage dies schon heute für die Eigenwerbung so einsetzen. Im E-Book-Bereich werden künftig zum Beispiel auch Video-Trailer zum Kauf der Verfilmung oder von Dokumentarfilmen animieren. Wer für ein E-Book nichts oder nur we-nig bezahlt, wird auch akzeptieren, dass es Werbeseiten zwischen den Kapiteln hat, die auf Drittangebote hinweisen. Gerade hier bieten sich Chancen für hochwertige Angebote, die einen engen und passenden Bezug zum Inhalt haben. Etwa ein Reiseangebot an den Ort der Handlung oder für ein passendes Weinangebot. Gerade Ratgeber-Bücher eignen sich besonders gut für Werbung, da hier die Zielgruppe sehr genau definiert ist. Wer «Blasenschwäche für Dummies» liest, wird dies kaum ohne konkreten Anlass oder einfach so zum Vergnügen tun und wird an Hinweisen auf entsprechende Angebote interessiert sein. Selbst Werbebotschaften auf jeder Buchseite sind möglich, sofern sie passend gestaltet am Rand platziert werden und so den Lesefluss nicht behindern.

Heikel wird es hingegen, wenn solche Anzeigen automatisiert eingeschoben werden, wie dies vor allem von Suchmaschinenanbietern praktiziert wird. Dabei wird das Textumfeld analysiert, um so möglichst passende Anzeigen auszuwählen. Das klappt oft gut, kann mitunter zu abstrusen, wenn nicht gar makabren Ergebnissen führen, die bei einem flüchtigen Webseiten-Besuch weit besser ignoriert werden können als in einem Buch. Genau sol¬che Vorgehensweisen werden zum Zuge kommen, wenn Buchverlage das Geschäft mit der Werbung nicht selber in die Hand nehmen. Und dies ist das wahrscheinlichste Zukunftsszenario: Weil E-Books vorderhand mit mehr Aufwand denn Ertrag verbunden sind, werden alsbald Drittverwerter (wie Apple, Amazon, Google) zum Zug kommen, die immerhin einen Zuschuss versprechen. Selbst wenn die so erzielten Zusatzerträge mit der Zeit steigen sollten, wird das Buch bei der Werbebranche kaum noch als hochwertiger Werbeträger positioniert werden können.

Nur wenn Verleger jetzt zur Überzeugung kommen, die Werbefinanzierung sei für sie ein neues Geschäftsmodell, und jetzt tatkräftig in dessen Realisierung investieren, werden sie die sich nun bietende Chance nutzen können. Auch die Werbebranche ist aufgerufen, offen und konstruktiv auf die Neuankömmlinge zuzugehen. So eröffnen sich ganz neue Perspektiven, vieles wird möglich und neue Kooperationen werden denkbar. Gerade im kleinen Schweizer Markt können günstige E-Books, die von Dritten mitgetragen werden, den Buchmarkt weit besser in die Zukunft führen als die derzeit anbegehrten rückwärts orientierten Preisbindungsmodelle.
Christoph J. Walther

Nicht von einem Tag auf den anderen

«Dieser Gedanke ist verlockend», sagt Dani Landolf, Geschäftsführer beim Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband (SBVV), zur Finanzierung von Büchern über Werbung. Er hält dies für ein «durchaus bedenkenswertes Modell» und kann sich gut vorstellen, dass es «bei gewissen Verlagen in gewissen Bereichen» angewandt werden wird. Doch könne die Werbefinanzierung in einem breiten Rahmen kein Ziel sein und noch sei ihm im Publikumsmarkt kein solches Beispiel bekannt. In der Schweiz gebe es viele kleine Verlage, die zwar die Entwicklung interessiert beobachten, doch kaum als Erste auf den E-Book-Zug aufspringen werden. Denn es sei nicht möglich, neue Produktionsabläufe, neue Distributionskanäle und neue Abrechnungssysteme von einem Tag auf den anderen einzuführen und auch noch entsprechende Rechteverhandlungen mit Autoren zu führen. Man dürfe den Hype um E-Books und E-Reader auch nicht überschätzen, warnt Landolf und verweist auf eine kürzlich vorgestellte Studie des Börsenvereins des deutschen Buchhandels. Danach gehen die Verlage für das Jahr 2015 davon aus, im eigenen Verlag 16,2 Prozent des Umsatzes mit E-Books zu machen. Und der Buchhandel erwartet, 9,2 Prozent seines Umsatzes mit E-Books zu machen.

 

«Quotendenken ist mir fremd»

Premiere bei Swiss Marketing: Erstmals ist eine Frau an der Spitze einer SMC-Prüfung tätig. Nicole Beck amtet neu als Prüfungsleiterin bei den Verkaufsfachleuten. Wie die Pharma-Expertin dafür sorgt dass die Chemie geschäftlich, privat und in der Weiterbildung zu stimmen kommt, erzählt Nicole Beck im Interview.

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Frau Beck, was umfasst die Aufgabe als Prüfungsleiterin eigentlich so alles?
Nicole Beck: Im Vordergrund stehen Aufgaben im Kontext der Organisation des Ablaufes der Prüfung und der Koordination der einzelnen Schritte. Das heisst Sicherstellen – in Zusammenarbeit mit dem Sekretariat und den Fachvorständen unserer einzelnen Prüfungsfächer – dass die folgenden Prozesse reibungslos stattfinden: die Anmeldung der Kandidaten, die Ausarbeitung der Fälle für die schriftliche Prüfung, die Durchführung der schriftlichen Prüfung, sowie das Zusammenstellen von in jeder Hinsicht kompetenten Experten-Teams für die mündliche Prüfung, zudem natürlich die Durchführung der selbigen. Es geht darum, sicherzustellen, dass wir eine fachlich korrekte, niveau-gerechte und organisatorisch einwandfreie Prüfung anbieten. Dies ist im Sinn des BBT und des SMC, und beide repräsentieren wir als Team.

Wann im Jahr fallen welche Aufgaben an?
Unser Jahr beginnt im Herbst, anfangs Oktober mit den Vorbereitungen zur Ausschreibung der Prüfung und Redaktion der Fälle für die schriftliche Prüfung; zu letzteren müssen Themen und Anforderungen im Fachteam diskutiert und bestimmt werden. Parallel zur Anmeldungsphase nach der Ausschreibung werden die Fälle erarbeitet und alles in die Wege geleitet, damit die erste Prüfung – die schriftliche – dann im Frühjahr durchgeführt werden kann. Wenn die defi-nitive Anzahl Kandidaten ca. im Februar bekannt ist, werden die Teams für die mündliche Prüfung, welche anfangs Sommer stattfindet, zusammengestellt. Die¬se Teams werden noch geschult und auf ihren Einsatz optimal vorbereitet. Auch hier wieder die parallel laufende Arbeit des Organisierens der Räumlichkeiten und des ganzen Ablaufes durch das Sekretariat, unter meinem Mitwirken. Es ist Teamarbeit pur, und ohne Teamgeist und Freude an der Zusammenarbeit funktioniert es nicht.

Was macht eigentlich eine gute Verkaufsfachfrau, einen guten Verkaufsfachmann aus?
Verkaufen alleine wäre ja viel zu einfach! Spass beiseite, heute müssen Verkaufsfachleute Menschen mit breitem Horizont und vernetztem Denken sein! Sie müssen verstehen, wer ihre Firma ist, und was sie strategisch bezweckt; und dann ihre Kompetenzen einsetzen, damit die Ziele erreicht werden können. Dabei muss nicht nur die Firma verinnerlicht werden, der Kunde muss natürlich auch verstanden werden, damit Angebot und Nachfrage aufeinander treffen können. Das ist eine Herausforderung und bedingt fachliches Know-how und soziale Kompetenz.

Wird man mit einem «Verkäufer-Gen» geboren – oder kann man perfekte Salesmanship von der Pike auf lernen?
Vieles ist erlernbar, ich beobachte aber oft, dass es doch diesen geboren Verkäufer gibt, der sich dann nochmals von den anderen gut ausgebildeten und engagierten Kollegen abheben kann. Es gibt einfach Menschen, bei denen spürt man eine besondere Freude, einen besonderen Instinkt, ganz einfach Talent! Sicher sind Sie auch schon Leuten begegnet, die dieses Talent haben…

Ist es für Sie ein Problem, die einzige Frau im Führungsgremium einer der vier grossen Swiss-Marketing-Prüfungen zu sein?
Da muss ich gestehen, dass mir dies nicht per se aufgefallen war, meinen Kollegen wahrscheinlich auch nicht. Mit anderen Worten, das Geschlecht spielt in unserem Gremium vermutlich keine Rolle. Ich könnte mir vorstellen, dass das Thema des Geschlechtes und der geschlechtsspezifischen Besetzung von Rollen und Positionen im Bildungswesen weniger Realität ist, als in der Wirtschaft. Aber vielleicht bin ich ja doch die Quotenfrau?

Gehen Frauen anders ans Thema Verkauf heran als Männer?
Ja, das denke ich schon! Ein Grundsatz ist es nicht, aber einen Unterschied kann man sicher immer wieder beobachten: Ich würde annehmen, dass Frauen etwas mehr als Männer im «wir» denken als im «ich». Aber wie gesagt, Ausnahmen gibt es da zweifelsohne! Ist es eine Frage der generellen Rolle in der Biologie, in der Gesellschaft? Ein Soziologe und ein Psychologe wurde da wohl eine schlüssigere Antwort geben….

Welches nationale oder internationale Unternehmen bewundern Sie in Bezug auf die Verkaufs- und Marketing-Strategie?
Bewundern ist ein starkes Wort. Ich «bewundere» Firmen mit einem nachhaltigen und ganzheitlichen Denken, das berührt mich auch, wenn es nicht nur um den Gewinn geht. Aber von diesen gibt es wenig, vielleicht gerade mal Max Havelaar… Bezüglich Verkaufs- und Marketingstrategie im Spezifischen, da muss ich gestehen, dass ich keine Firma bewundern kann. Es sind schlussendlich nicht die Strategien, die ich bewundere, sondern die Menschen, in Ihrem Engagement für ihre Firma, in ihrer Freude, das zu verkaufen wohinter sie stehen. Eine Firma macht also gute Arbeit wenn ich an der Front im Verkauf den Käufer beobachte wie er sich mit Leib und Seele enga¬giert. Dann zeichnet sich die Firma, Ihre Strategie und Philosophie aus.

Aus Ihrer eigenen Tätigkeit kennen Sie natürlich die Pharmabranche detaillierter. Wer sticht da hinaus?
Hier möchte ich keine Namen nennen – nur so viel: mir imponieren Firmen, die nicht nur über den Aussendienst und die Marketing-Massnahmen den Umsatz pushen, sondern sich wirklich in den von ihnen verantworteten Indikationsbereichen für die Patienten, aber auch die Ärzte und andere Stakeholder engagieren. Jede Firma, mit der ich zu tun habe, versucht diesen Spagat zwischen Ethik und Kommerz irgendwie zu bewältigen, aber es bleibt ein Spagat, wenn man gleichzeitig die Bedürfnisse der Aktionäre und die der Öffentlichkeit, beziehungsweise der Patienten bedienen muss.

Sind Sie für eine Frauenquote in den VRs und GLs grosser Unternehmen?
Das Quotendenken ist mir fremd. Ich bin aufgewachsen in einem familiären Kontext, sich in der Berufswelt zu engagieren, war und ist eine Selbstverständlichkeit. Wenn man genau hinschaut, ist es gesellschaftlich gesehen sicher gesund, wenn beide Geschlechter möglichst gleichwertig vertreten sind und vor allem gleich geschätzt werden! Und da braucht es vielleicht in gewissen Ländern noch den «Zustupf» der Quote.

Was tun Sie, wenn Sie nicht für Swiss Marketing oder geschäftlich unterwegs sind?
Ich führe mit meinem Mann eine Agentur für Marketing-Forschung und Marketingberatung im Gesundheitswesen, welche wir selbst aufgebaut haben. Unsere Kunden sind vor allem grosse Pharma-Firmen, welche wir im Marketing unterstützen. Die Projekte sind sehr vielseitig, und es wird uns nie langweilig. Die Kraft holen wir aus der Wertschätzung unserer Kompetenzen und aus den engen Zusammenarbeiten mit unseren Kunden. Daneben steht unsere neunjährige Tochter im Mittelpunkt. Ich liebe alle Aufgaben, welche in der Begleitung ihres Erwachsenenwerdens anfallen, von den Hausaufgaben bis zur Vorbereitung der Osterdekoration, aktuell in der Saison… Und wie Bryan Adams so schön singt «Everything I do, I do it for you» (or her…). Natürlich vergesse ich nicht meinen Mann, und auch nicht meine Freunde und Freundinnen, für die dann oft die Zeit kaum reicht…

IN KÜRZE
Nicole Beck, 47, stammt aus dem Kanton Neuenburg, wo sie Primar- und Sekundarschule sowie das Gymnasium absolvierte. Nach der Uni Bern (zwei Jahre Zahnmedizin, fünf Jahre Wirtschaftswissenschaften) erlangte sie in einem Nachdiplomstudium einen Master in Health Administration. Nach Berufsjahren bei Sandoz-Wander Pharma und Glaxo Wellcome baute sie 1997 ein eigenes Unternehmen für Marktforschung und Marketingberatung im Gesundheitswesen auf; seit 2007 ist ihr Ehemann Mitinhaber. Nicole Beck, die heute in Aeugst am Albis lebt, ist seit 1995 SMC-Prüfungsexpertin im Fach Marktforschung (mündlich) bei den Verkaufsfachleuten.
 

Werbung, die immer klebt

Die Thaler Agentur Business + Design reduziert die Kommunikationsbotschaft für Uncle Ben's aufs Wesentlichste und hat jetzt nach dem Messeauftritt auch noch den Etat für eine Image-Kampagne gewonnen.

Sell global, communicate local. – So könnte das Konzept der Vermarktung für Uncle Ben's Reis formuliert werden. Bereits vor zwei Jahren wurde die Marketing und Werbeagentur Business + Design im solothurnischen Laupersdorf von Mars Schweiz mit dem Etat für einen Messeauftritt von Uncle Ben's betraut. Den Zuschlag erhielt die Fullservice-Agentur mit 10 Leuten damals aufgrund einer Agentur-Evaluation. Seither sorgt Business + Design für einen imagegerechten Auftritt an Messen wie der IGEHO in Basel oder der ZAGG in Luzern. Die erfolgreiche Zusammenarbeit wird inzwischen mit einer Print-Imagekampagne fortgesetzt. Ihr Ziel ist es, Uncle Ben's trotz hohem Bekanntheitsgrad als den Reis-Spezialisten und Garanten für Qualität und Vielfalt in Erinnerung zu rufen. Dieser Kommunikationsauftritt kann mit seiner Reduktion aufs Wesentlichste auf sämtliche Reis-Varietäten angewendet und bei Be-darf sofort abgerufen werden. Herausgekommen ist eine stark gebrandete Kampagne mit viel Potenzial und einer hohen Produktpositionierung. pan

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Seed/Boutiq: Gold an den New York Festivals

Der Präventionsfilm «Der Moment der Wahrheit», den Boutiq und Seed im Auftrag der Suva realisiert haben, ist an den New York Festivals mit einer Goldmedaille in der Kategorie Public Information ausgezeichnet worden.

Mit dem Film will die Suva Führungskräfte und Mitarbeitende dazu motivieren, ihre Verantwortung für die Arbeitssicherheit wahrzunehmen und entsprechend zu handeln. In der Geschichte kehrt der Vorarbeiter Dario Di Pietro zu jenem Augenblick zurück, in dem ein junger Arbeitskollege sein Leben verliert. Er geht noch einmal durch die Baustelle des Altstadtgebäudes, das sie damals renovierten. Die Zeit ist eingefroren. Alles ist erstarrt. Dario Di Pietro trifft auf verschiedene Beteiligte, die es alle in der Hand gehabt hätten, den Unfall zu verhindern. Letztlich muss er sich aber eingestehen, dass er als Vorarbeiter die Hauptverantwortung trägt.

Eingesetzt wird der Film im Rahmen der betrieblichen Schulung sowie in der Aus- und Weiterbildung.

Verantwortlich bei Seed/Boutiq: Alexandra Fisher (Konzept, Buch, Regie), Michael Saxer (Kamera), Seb Harms (Visual Effects), Daniel Wyss (Schnitt & Postproduktion), Aiko Fukushima (Musik), Bettina Frymerman (Produktionsleitung), Felix Courvoisier, Philipp Zünd (Produzenten).

Direktzugriff auf den Film

Fantasy-Burger

Die Werbeanstalt hat für Bell eine Kampagne entwickelt, die Fast Food zu Kunstwerken stilisiert und den Burger zur Chefsache macht.

Selber Kochen liegt im Trend. Es macht Spass, schmeckt mit der entsprechenden Liebe zubereitet meistens auch besser und bedient auch noch die Lust nach kreativer Betätigung. «Mach deinen Burger selber», steht deshalb als Aufforderung über den neuen Sujets für eine Kommunikationsoffensive von Bell. Die Werbeanstalt Schweiz bewirbt die Burger und Meatballs mit fantasievollen Anregungen für «homemade» Kreationen mit Zutaten, die einem ganz persönlichen Geschmack entsprechen. Die Kampagne mit vier verschiedenen «Menüvorschlägen» kommt schweizweit zum Einsatz mit Anhängern im ÖV sowie Printanzeigen. Ein On-Pack-Leporello auf allen Burger- und Meatball-Produkten weist auf den Wettbewerb auf Facebook hin. Über diesen Kanal kann jeder selbst ernannte Spitzenkoch seine eigene Burger-Kreation fotografieren und ins Netz stellen. Auch bei Bell selber hat das Entwickeln neuer Rezepte im Vorfeld der Kampagne eine sehr begeisterte Eigendynamik entwickelt. Die professionellen Sujets sind von Eugen Leu & Partner fotografiert und von Felix Schregenberger bearbeitet worden. «Natürlich könnte man diese Foodfotografie nicht mehr essen. Es stecken zu viele Zahnstocher im Fleisch», erklärt Sarah Hiltebrand bei der Werbeanstalt. Für die tatsächlich essbaren Vorschläge beim Wettbewerb gibt es passend eine Reise nach Hamburg zu gewinnen sowie diverse Utensilien für professionelle Hobbyköche. pan

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Contcept mit Neukunden und zwei neuen Beraterinnen

Die Kommunikationsagentur Contcept betreut das PR-Mandat der Cosentino Swiss. Ausserdem hat die Agentur mit Katja Richard und Tanja Bulatovic zwei neue Beraterinnen an Bord.

Die Agentur ist bei Cosentino Swiss für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Zudem hat Contcept expandiert und ist in Büroräumlichkeiten an der Hardturmstrasse gezogen. Neu im Team sind Senior-Beraterin Katja Richard und Junior-Beraterin Tanja Bulatovic.

Katja Richard war zuletzt für die Pressearbeit beim Zurich Film Festival verantwortlich. Bei der PR-Agentur Contract Media betreute sie vorher als Beraterin Mandate aus dem Konsumgüter- und Luxusbereich wie Vichy, Dim, Phonak, oder Parship.ch. Sie war als Journalistin im Bereich Lifestyle und Gesellschaft, unter anderem bei Blick und Schweizer Illustrierte tätig.

Tanja Bulatovic hat an der Sorbonne in Paris Medien und Kommunikation studiert. Sie bringt internationale Erfahrungen aus der Mode- und Filmbranche mit, unter anderem aus ihren Engagements bei dem globalen Magazin «WeAr» oder dem Zurich Film Festival. Ausserdem war sie bei der Talentagentur Untitled Entertainment in L.A. tätig.
 

Tribune de Genève: Neuer Redaktor

Tristan Cerf ist der neue stellvertretende Redaktor für die Tribune de Genève. In seiner neuen Position ist er verantwortlich für die Publikation aller mobiler und multimedialer Inhalte sowie Veröffentlichungen im Web.

Wer ihn in seiner Position als Journalist beim Le Matin Dimanche ersetzen wird, wurde bisher noch nicht bekannt gegeben.
 

Spitzenkommunikation

Die Agentur Alltag hat für das St. Galler Textilmuseum an einer edlen Ausstellung über Spitzen mit geklöppelt.

Nach dem internationalen Erfolg der Ausstellung «Schnittpunkt – Kunst und Kleid» und «Secrets – Dessous ziehen an», präsentiert das Textilmuseum St. Gallen erneut eine Sonderausstellung von Bedeutung: «St.Gall – Die Spitzengeschichte» widmet sich den textilen Schätzen der Vergangenheit – denn das Museum beherbergt eine der weltweit bedeutendsten Spitzensammlungen. Zu finden sind dort auch faszinierende Visionen, die in ein neues Zeitalter führen.

Kommunikativ begleitet wird die Ausstellung von der St. Galler Agentur Alltag. Diese war von Beginn weg in die Projektentwicklung involviert und auch bei der Namensgebung federführend. Zu den Aufgaben gehörten – in enger Zusammenarbeit mit dem Kuratorenteam – die Budgetierung, Sponsorensuche, Umsetzungsplanung, Auftragsvergabe sowie Unterstützung des Ausstellungsaufbaus.

Alte Farbe und Handschriften

Rund um die Ausstellung hat Alltag auch ein neues Café und einen Shop im Museum eingerichtet. Das Erscheinungsbild von «St.Gall» basiert auf vier Kernelementen. Neben dem einprägsamen Namen gehört dazu auch die Farbe «Mauve». Diese war die erste künstliche Farbe für Textilien und wurde 1856 per Zufall entdeckt. Mit ihr wurden gefärbte Stoffe günstig und Mauve damit die erste populäre Modefarbe. Ein drittes Element der Kommunikation der Ausstellung ist das edle Spitzentuch. Hier hat Alltag echte Spitze aus dem Fundus computertomografiert und mit hoch auflösenden Scanns überlagert. Die Spitze wurde auch zur Grundlage eines Logos. Als Viertes sind die Handschriften aus 1200 alten Mus-terbüchern der St. Galler Sticker für zahlreiche Informationen übernommen worden. Andreas Panzeri

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