Die SRG, die in allen Regionen der Schweiz mit ihren Radio- und Fernsehprogrammen ein breites Angebot von grossem Nutzen für die ganze Bevölkerung des Landes erbringe, müsse sich Kritik anhören und auch gefallen lassen, sagte der Präsident der SRG Bern Freiburg Wallis, Andreas Schefer, an der Mitgliederversammlung in Magglingen. Nicht jede Kritik an der SRG ist sei Angriff auf die SRG. Seit Anfang Jahr würden jedoch rechtsbürgerliche Kreise, Printmedien, Zeitungsverleger sowie Teile der Kommunikationswirtschaft in der Deutschschweiz eine Kampagne gegen die SRG führen. «Diese diskreditiert die SRG als ‚Gebührenmonster’ und als ‚linken Laden’, wo Programmschaffende einseitig und tendenziös berichten», stellte Schefer fest. Teil der Kampagne sei auch die Petition für die Senkung der Radio- und Fernsehgebühren. «Die Umsetzung der Petition würde nur Verliererinnen und Verlierer schaffen. Zudem droht die Petition das föderalistische Netz, das unsere Schweiz zusammenhält, zu zerreissen», hielt Andreas Schefer fest. Die SRG sei durch diese Kampagne und Angriffe infrage gestellt und in ihrer Existenz bedroht. Die SRG Bern Freiburg Wallis als Mitbegründerin des Vereins SRG wehre sich gegen diese Bestrebungen. «Wir tragen die SRG mit und treten ein für einen kompetenten, qualitativ starken, vielfältigen und unabhängigen Service public.»
Gastreferentin Lis Borner, Chefredaktorin Radio, richtete den Fokus in ihrem Kurzreferat auf die Regionaljournale von Radio DRS. Die «Regis» seien wichtig für die Meinungsvielfalt in den Regionen, denn die privaten Radios deckten das Geschehen in Politik und Wirtschaft nicht wirklich ab. Die Regionaljournale seien ein Markenzeichen und ein unverzichtbarer Teil von DRS 1, so Borner.
Zwei neue Vorstandsmitglieder
Neu in den Vorstand wählte die Generalversammlung Kathy Gerber Widmer (Kirchlindach) und Walter Langenegger (Zollikofen). Gerber Widmer ist Berufsschullehrerin in Bern, Langenegger ist Informationschef der Stadt Bern. Sie ersetzen Lisa Humbert-Droz (Lugnorre) und Erich Friedli (Bern).