Ausländische Medien berichten mit wenig Interesse über Schweizer Wahlen
Ausländische Medien haben mit wenig Interesse über eidgenössischen Wahlen vom Sonntag berichtet. Wo längere Beiträge erschienen, standen die Verluste der SVP im Fokus.
«Schweizer stoppen den Vormarsch der Rechtspopulisten», titelte Sueddeutsche.de. «Der jahrelang unaufhaltsam scheinende Vormarsch der rechtspopulistischen Schweizerischen Volkspartei (SVP) ist fürs Erste gestoppt. Ihr Einfluss auf die Tagespolitik dürfte nach Überzeugung politischer Beobachter schwinden.» Auch Zeit Online sieht «die Populisten gebremst». Im Nachbarland Frankreich berichtete einzig die linke Libération ausführlich über die Wahlen: «Die Rechte hat einen Rückschlag hinnehmen müssen», schrieb das Blatt. Dennoch habe der Urnengang keine Umwerfungen gebracht. In der von Wirtschaftsproblemen weitgehend verschonten Schweiz würden noch immer rund zwei Drittel rechts wählen, schrieb der Libération-Korrespondenz von Genf aus. Die Financial Times berichtet in ihrer Internetausgabe, dass die Parteien rechts des Zentrums die grossen Verliererinnen der Wahlen seien – profitiert hätten die Mitteparteien. Die Wahlen seien eine «rare Schmach» gewesen für die SVP, die seit einem knappen Vierteljahrhundert stets gewachsen sei. (SDA)















