Bauernverband: Zum dritten Mal Medienpreis vergeben

Der Schweizerische Bauernverband (SBV) hat am Donnerstag zum dritten Mal journalistische Arbeiten ausgezeichnet. Die zwei mit je 3'000 Franken dotierten SBV-Medienpreise gehen an einen Journalisten des Westschweizer Fernsehens und an Redakteure des Beobachters.

Die Beobachter-Journalisten Martin Müller, Susanne Loacker (Text) und Stefan Kubli (Fotos) hätten in ihrem Beitrag «Die Bio-Illusion» kurzweilig beschrieben, welche wirtschaftlichen Auswirkungen der biologische Anbau für Bauern habe, teilte der SBV am Donnerstag mit.

Den Westschweizer Preis erhielt Jean-Bernard Menoud für seine Sendung im Westschweizer Fernsehen «Oh la vache!». In der Sendung werden fünf Milchbauern porträtiert und an ihrem Beispiel die problematische Situation auf dem Milchmarkt erklärt. (SDA)
 

Wer kleine Eier legt, sollte nicht laut gackern!

An der Tagung des Vereins Medienkritik «Welche Medienpolitik braucht die Schweiz?» erklärte FDP-Nationalrat Filippo Leutenegger: «Die Verleger kümmerten sich in den letzten Jahren nicht um die Publizistik.» Er bedaure das. Gastkommentar von Hans Stutz, freier Journalist.

Der Vorwurf kam von unerwarteter Seite, wäre ein Verleger anwesend gewesen, er hätte wohl einen Schuss in den Rücken verspürt. In der Tat: Für einen SRG-Kritiker, der deren Service-public- Auftrag einengen will, eine niederschmetternde Feststellung. Wie kann er das angestrebte Online- Werbeverbot für die SRG – und auch weitergehende SRG-Einschränkungen – noch rechtfertigen, wenn die privatrechtlichen Medienanbieter nur redaktionelle Schmalkost bieten?

Zwar kann man sich fragen: Gibt es in Helvetien noch Verleger? Die Verlage sind ja zu Medienunternehmen umgebaut worden, geleitet von Rappenspaltern, selbst wenn die Unternehmen nicht an der Börse kotiert sind. Fakt aber ist auch: Die fünf grossen Schweizer Medienkonzerne bestimmen in der Zwischenzeit über rund 90 Prozent des Zeitungsund Zeitschriftenmarktes, daneben noch über lokale Radio- und Fernsehstationen. Eine Frage drängt sich auf: Ist das noch Marktkonzentration oder doch schon Oligarchie? Und wo gibt es – lokal und regional – noch andere publizistische Stimmen? Und gewährleisten die privaten Medienanbieter die notwendigen Grundlagen «zur freien Meinungsbildung » – wie es die Bundesverfassung von «Radio und Fernsehen» verlangt – und wie man sie auch von den Printmedien verlangen sollte? In den Privatmedien haben zurzeit allerdings die SRG-Kritiker die Stammtischhoheit.

Rolf Probala, einst Liedermacher mit Gitarre, dann SRG-Mitarbeiter, später Leiter Hochschulkommunikation ETH, nun «Berater», behauptete unlängst: Die SRG könne «den Ansprüchen eines Service public» allein nicht mehr genügen. Er zielte auf «an sich gut gemachte Sendungen», denen es aber an «Kontinuität und Relevanz» fehle. Er konkretisierte seine Kritik zwar nicht, wusste aber Abhilfe. Die SRG solle massiv abspecken: nur noch «Nachrichten- und Informationssendungen, die für die politische Meinungsbildung und den Zusammenhalt der Schweiz bedeutsam» seien. Den Rest will er auslagern, «an Verlage wie auch kleine Medienunternehmen, die von Institutionen speziell dafür gegründet werden». Man kann das natürlich auch anders lesen: Die SRG-Redaktionen machen ihre Arbeit gut und deshalb sollen sie nun ausgebootet werden, damit Unternehmen und andere Institutionen sich einen direkteren Zugang zu den Anbietern redaktioneller Gefässe verschaffen können.

Probala ist mit seinem Vorschlag nicht weit entfernt von Gerhard Schwarz, einst NZZ-Wirtschaftsredaktor, nun Direktor der Unternehmer-Denkstube Avenir Suisse. Als «konsequenteste Lösung» will Schwarz «auf eine öffentliche Fernsehanstalt ganz verzichten, die SRG also zu einem privaten Unternehmen machen». Und der Service public? Der Staat müsste «über eine entsprechende Agentur all das, was man als Service public gerne dem Volk bieten möchte, bei privaten Produzenten von Programminhalten bestellen und es dann den Stationen gratis oder besonders günstig abgeben.» Eine Art Perpetuum mobile für die Verlage und die Rechtsbürgerlichen, die Verlage wären einen Konkurrenten los und würden kostengünstige Inhalte erhalten, die Rechtsbürgerlichen könnten die Inhalte als «Staatspropaganda » diffamieren.

Bereits jetzt lassen sich Medien ja gerne kostengünstig mit redaktionellen Inhalten bedienen. An der Tagung berichtete ein Greenpeace-Vertreter: Früher hätten NGOs Medienschaffende auf Missstände aufmerksam machen können. Diese hätten dann weiter recherchiert. Heute müssten NGOs die Recherchen selber durchführen. Die Ressourcenverknappung auf den Redaktionen können Interessenverbände auch mit selber produzierten Sendungen ausnützen. Gerade in diesen Tagen sucht der Schweizerische Drogistenverband eine «Radio-Journalist/in». Die Drogisten wollen ab Frühjahr 2012 in verschiedenen Lokalradios der Deutsch- und der Westschweiz eine «wöchentliche Gesundheitssendung» verbreiten, die sie selbst planen und produzieren. Nicht Service public, sondern Service commercial.

Woher nehmen die Schweizer Medienunternehmen überhaupt noch die Chuzpe, soviel Lärm um den Online-Auftritt der SRG zu machen. (Ein Huhn, das nur kleine Eier liefert, sollte nicht auch noch laut gackern!) Und weiter: Brauchte es nicht auch öffentlichrechtlich organisierte Print-Titel, finanziert durch Gebührengelder – damit auch Print-Titel «zur Bildung und zur kulturellen Entfaltung, zur freien Meinungsbildung » (Bundesverfassung) kompetent beitragen können?
 

Zürcher Regionalzeitungen und Zürcher Oberland Medien gründen gemeinsam Glattaler

Die Zürcher Regionalzeitungen und die Zürcher Oberland Medien gründen gemeinsam die Glattaler AG. Die Zürcher Oberland Medien werden 20 Prozent und Tamedia als Mutterhaus der Zürcher Regionalzeitungen 80 Prozent der Aktien an der neuen Heraus¬geberin der Wochenzeitung Glattaler halten.

Die Wochenzeitung ist das amtliche Publikationsorgan der Stadt Dübendorf sowie der Gemeinden Fällanden, Schwerzenbach und Volketswil und erreicht mit einer Auflage von 26'990 Exemplaren jede Woche 28'000 Leserinnen und Leser. Die Glattaler AG wird in Zukunft gemeinsam von beiden Medienhäusern geführt. Das Potenzial im Wachstumsmarkt Glatttal soll besser genutzt und die Reichweite gesteigert werden, wie es in einer Mitteilung von Zürcher Oberland Medien und Zürcher Regionalzeitungen heisst. Von Fall zu Fall sei zudem eine Zusammenarbeit denkbar mit der Wochen-zeitung Regio.ch, die von den Zürcher Oberland Medien verlegt wird und mit fünf Ausgaben in den Bezirken Hinwil, Pfäffikon und Uster erscheint, sowie mit dem Furttaler, der zu den Zürcher Regionalzeitungen gehört.

Die Verträge der neun Mitarbeitenden in Redaktion und Verlag gehen auf den 1. Januar 2012 unverändert an die neue Gesellschaft Glattaler AG über. Personelle Konsequenzen sind weder für die neun Mitarbeitenden des «Glattalers» noch für die Belegschaft der ZO Medien zu erwarten, wie der Zürcher Oberländer schreibt. Über die Einzelheiten der Übertragung haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.
 

Ein Prinz mit Ambitionen für den Thron

Onlinewerbung gewinnt in der Schweiz stetig an Bedeutung. Eine wichtige Rolle bei dieser Entwicklung spielen die Digitalagentur Serranetga, der Vermarkter Stailamedia und das Werbenetzwerk Adwebster. In nur drei Jahren konnten die drei Firmen von Remo Prinz und seinen Partnern mehr als 50 Arbeitsplätze schaffen. Und jetzt ist bei Serranetga auch noch eine Krea-Abteilung dazugekommen.

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Es tut sich was bei Serranetga. In diesen Tagen hat sich der Schweizer Pionier in Sachen Online- Marketing einem kompletten Rebranding unterzogen. Neue Website, neues Logo, neue Mitarbeiter. «Wir haben uns entschieden, auch noch eine Kreationsabteilung in unsere Gruppe einzufügen», verkündet Remo Prinz. Ein CD sowie ein AD sind bereits engagiert, ebenso ein Beratungsgruppenleiter und weitere Web-Software-Developer. Für die neue Abteilung sind 300 m² Bürofläche dazugemietet. «Damit wir für die nächsten Jahre gerüstet sind und im Kreis 4 bleiben können, wo wir uns zu Hause fühlen.» Sinnvoll wurde der Ausbau, weil Prinz überzeugt ist, «dass im Onlinebereich Kreation, Media und Technologie immer mehr aus einer Hand kommen müssen, damit wir alle Chancen der neuen Entwicklungen nutzen können». Nach drei Jahren auf dem Markt sieht man, wohin der Hase läuft. Viele Ideen werden geboren aus der Überlegung heraus, was technisch überhaupt möglich ist. «Weil wir bei Serranetga das Technische genau kennen, wissen wir auch, welche neuen Möglichkeiten wir kreativ einsetzen können.»

Beweisen will er diese Kreativität mit einem raffinierten Marketing-Gag. Alle Besucher der neuen Website werden nach ihrem Verweilen früher oder später auf ein Banner von Serranetga stossen, wenn sie im Netz weiter auf einer der grossen Newssites oder bei den Fachmedien surfen. Eine Kompetenzdemonstration in Form einer überraschenden Retargeting- Kampagne. Die Idee ist typisch für den Stil von Prinz, der zum Beispiel beim letztjährigen Voting zum «Werber des Jahres» mit einem königlichen Onlinegame mehr als 4'000 inoffizielle «Wahlstimmen » generieren konnte.

Remo Prinz ist buchstäblich «mit der Werbung aufgewachsen». Sein Vater arbeitete von zu Hause aus als freischaffender Grafiker in der Ostschweiz. Remo durfte beim Setzen der Typos zuschauen und beim Kleben der Bilder helfen. «Schon als Kind bin ich um meine Meinung zu Ideen und Layouts gefragt worden.» Später hat er im väterlichen Atelier von Hollenstein & Prinz am damals brandneuen Mac 2 «gespielt». Das Interesse war geweckt. Remo Prinz studierte in Zürich Publizistik. Neben der Uni jobbte er «als Texter und Allrounder» bei einer Dialog- Marketing-Agentur. Noch näher in Berührung mit «Neuen Medien» ist er bei Jippii gekommen. Die Konkurrenz zu Jamba handelte mit Handy-Logos und Klingeltönen. Nach dem Abschluss des Studiums ergänzte Remo Prinz sein Wissen um einen weiteren Bereich, den der Corporate bei Swisscom. Richtig los mit seiner heutigen Kernkompetenz Online ging es schliesslich 2007 bei Zattoo. Prinz musste die Werbeumfelder definieren und verkaufen. «Zattoo war schon sehr weit fortgeschritten mit dem Produkt. Aber die Strategie der Monetarisierung musste erst noch entwickelt werden.» Bei dieser Pionierarbeit rund um die Vermarktung von Zattoo lernte Remo Prinz auch seine heutigen Partner Raphael Oppenheim und Martin Widmer kennen.

2008 entschied sich das Trio zur Gründung einer eigenen Agentur. Als Agenturname wählten sie Serranetga. Das rätoromanische Wort bedeutet «Reissverschluss» und umschreibt damit das Business- Modell: Media und Kreation müssen miteinander verzahnt werden, «damit der Werbefranken optimierter ist im Onlinebereich». Das exotisch wirkende Rätoromanisch schien zudem passend für ihre Rolle als Quereinsteiger. Man wollte nicht einfach eine weitere Agentur mit «Ad» oder «Web» sein. Noch im Gründungsjahr ist ein «spektakulärer Coup» gelungen mit dem Gewinn von Facebook. «Wir waren die ersten, die im deutschsprachigen Raum überhaupt direkt bei Facebook gebucht und geschaltet haben», erinnert sich Prinz. Das erste Ad war für die Swiss International Air Lines. Weil es beim amerikanisch organisierten Facebook bisher aber noch nie eine deutschsprachige Anzeige gegeben hat, wurde der Text in Paolo Alto automatisch mit Kleinbuchstaben aufgenommen. Der Kunde zeigte wenig Freude – und Serranetga hat in der Folge den Betreibern von Facebook «die notwendige Lektion in Deutsch erteilt».

Weil Serranetga mit ihren Dienstleistungen als «Innovation-Lab» schnell in die Agenturschiene reingekommen ist, haben sich Prinz und seine Partner entschieden, neben ihrer Agentur für Media, Technologie und Kreation auch noch einen dezidierten Vermarkter zu gründen. So folgte als zweite Firma Stailamedia – was wiederum rätoromanisch «Stern» bedeutet. Sternförmig werden hier die Portfolios diverser Websites verwaltet. Heute ist Stailamedia «der grösste unabhängige Onlinevermarkter in der Schweiz» – ohne Verlagshaus im Hintergrund. Trotzdem – oder gerade deswegen – werden auch Partnerschaften mit grossen Medienunternehmen eingegangen, Ringier zum Beispiel mit Blick und Betty Bossi sowie Bild.de oder Weltwoche. Seit Ende Oktober vermarktet Stailamedia exklusiv auch die Websites von TF1 und des französischen Medienverlages Figaro Medias sowie Le Monde in der Schweiz und bündelt die Websites in einem attraktiven Romandie-Pool. Stailamedia hat inzwischen die Marktführerschaft bei Online-Video-Werbung mit dem «Swiss Video Network». Und Bewegtbildwerbung im Internet «gilt als Mercedes der Onlinewerbeformen », ist Remo Prinz überzeugt.

Mit der Beteiligung an einer dritten Firma, Adwebster, bietet die Gruppe ein Premium-Werbenetzwerk, welches pro Monat «Hunderte Millionen Ad- Impressions» generiert. Die Firma implementiert bei den Websites einen so genannten Meta-TAG, welche alle involvierten Netzwerke wie zum Beispiel Google sichtbar macht. Auf diese Weise optimiert Adwebster für die Publisher diverse Kampagnen von unterschiedlichen Netzwerken untereinander. Im Fachjargon wird das «Yield-Management» genannt. «So schaffen wir eine Win-win-Situation zwischen der Werbewirtschaft und den Websites. Die Werbewirtschaft erhält in Zielgruppen gebündelte Reichweiten zu günstigen Preisen und die Websites erzielen höhere Umsätze», erklärt Prinz das Modell.

Mit diesen drei Firmen konnten Remo Prinz und seine Partner in nur drei Jahren mehr als 50 attraktive Arbeitsplätze in Zürich schaffen. Alle drei Firmen sind komplett eigenfinanziert. «Die meisten haben gedacht, wir seien verrückt, als wir 2008 mitten in der Wirtschaftskrise mit dem Aufbau begonnen haben.» Ansonsten sind sein noch grösserer Stolz inzwischen zwei einjährige Mädchen. Ein bisschen weniger fordernd in seiner Freizeit geniesst Remo Prinz die Abende beim Jassen. Jeden Donnerstag trifft er seine Kumpels, «zu denen für einmal keine Werber gehören». Und wieso interessiert sich ein Internet-Pionier für so etwas? «Jassen ist wie das Leben. Man muss immer das Beste rausholen aus seinen Karten – sowohl offensiv wie defensiv. Man muss manchmal die richtige Karte noch zurückhalten, damit die anderen nicht den Match machen. Oder die Chance packen, wenn man die entscheidende Karte hat. Das finde ich spannend. Wer mehr aus seinen Karten rausholt, der gewinnt halt», erklärt Remo Prinz. Und er ist auf der Hut: «Es wird immer wieder neu gemischt.» Andreas Panzeri

 

Wunderman: Kommunikation für Pediatric Produkt-Linie von Phonak kreiert

Wunderman hat für das jüngste Gerät des Phonak Junior-Portfolios in Anlehnung an die bestehende Phonak Spice-Kampagne diverse Launchtools entwickelt. Im Zentrum steht dabei die Figur «Plush».

Kinder mit Hörverlust sind in ihrer Sprachentwicklung besonders herausgefordert, wie die Agentur in einer Mitteilung schreibt. Die Kommunikation für das pädiatrische Hörgeräte-Portfolio von Phonak versucht dem Rechnung zu tragen und will Eltern und Spezialisten mit entsprechendem Fingerspitzengefühl ansprechen.

Neben den Launchtools wurden Slice-of-life-Bilder kreiert, welche mithilfe von Projektionen die Bedeutung eines guten Gehörs darstellen. Die Massnahmen erscheinen im Verlauf des Oktobers und kommen international zum Einsatz.

Verantwortlich bei Phonak: Ora Bürkli (VP Product Marketing), Marc Menendez (Pediatric Marketing Manager), Sonia Torre (Marketing Communication Manager). Verantwortlich bei Wunderman: Markus Gut (Gesamtverantwortung), Daniel Bieri (CD) Silke Heinzelmann, Michael Gallmann (AD), Florian Tillmann (Text), Nora Angstmann (Grafik), Tom Schwarzenbach (Grafik und DTP), Rahel Güttler (Beratung).

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Renzen Communications: Weihnachtslinie für Chocolat Frey ausgebaut

Chocolat Frey baut die Linie «Christmas Tales» aus und beauftragte Renzen Commuications mit der Kreation der Verpackungen.

Renzen Communications hat verschiedene neue «Christmas Tales»-Verpackungen von der klassischen 100g-Tafel über eine Praliné-Schachtel bis hin zu einem Schatzkistchen gestaltet. Ein Highlight sei dabei sicher der Adventskalender mit aufklappbarem 3D-Tannenbaum und feinen Schokolade-Spezialitäten, die sich hinter den 24 Türchen verbergen, so die Aarauer Agentur in einer Mitteilung.

Verantwortlich bei Chocolat Frey, Buchs: Daniel Hunziker. Verantwortlich bei Renzen Communications: Achim Kaufmann (AD), Hans Furrer (Illustrationen), Marc Prell, Beat Wyss (Bildbearbeitung), Frédéric Renzen (Beratung).

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Benetton: Wenn der Sarkozy die Merkel küsst

United Colors of Benetton lanciert eine neue, internationale und wie gewohnt provokante Kommunikationskampagne. Damit will das Unternehmen dazu einladen, die «Hasskultur» zu bekämpfen.

Die Kampagne Unhate, die erste Initiative der soeben gegründeten Stiftung gleichen Namens, wurde am Mittwoch von Benetton in Paris erstmals vorgestellt. Zum Projekt gehören koordinierte Initiativen und Events, die am 16. November weltweit anlaufen, wie es in einer Mitteilung heisst. Zentrales Thema ist der Kuss – allgemein anerkanntes Symbol der Liebe – zwischen politischen und religiösen  Führungspersönlichkeiten auf globaler Ebene. Es sind symbolische Bilder der Versöhnung mit einem Hauch ironischer Hoffnung und konstruktiver Provokation.

 

Facebook-Sperre für Bundesangestellte gelockert

Facebook ist für Bundesangestellte während der Arbeit nicht mehr grundsätzlich tabu. Die seit 2009 geltende Sperre in der Verwaltung wird gelockert: Jedes Departement entscheidet heute selber, ob es seinen Angestellten Facebook erlauben will oder nicht.

Nebst dem Aussendepartement EDA, das die Facebook-Sperre gar nie eingeführt hat, ist das Soziale Netzwerk nun auch in Doris Leuthards Uvek wieder zugänglich, wie Claudio Frigerio vom Bundesamt für Informatik (BIT) der Nachrichtenagentur SDA sagte. Er bestätigte auf Anfrage einen Bericht der Online-Plattform Blick.ch. Ende November erlaubt laut Frigerio auch das Volkswirtschaftsdepartement EVD Facebook wieder. Das BIT ist für die technische Sperrung von Internetseiten zuständig.

In Kraft war die Sperre in den Departementen seit Herbst 2009, als die Departements Generalsekretäre die Sperrung gemeinsam empfohlen hatten. Trotz eines Appells an die Eigenverantwortung verstopfte Facebook als eine der meistbesuchten Internetseiten zuvor die Bundesleitungen. Lediglich in Ausnahmefällen wurde der Zugang freigeschaltet. Von dieser Empfehlung sind die Generalsekretäre nun abgerückt und überlassen den Entscheid jedem einzelnen Departement. Viele Bundestellen nutzen heute selbst Social Media zur Kommunikation. Statt der Sperre sollen die Mitarbeiter für die Möglichkeiten und Risiken der Plattform sensibilisiert werden.

Dazu formulierte das Eidgenössische Personalamt zusammen mit der Bundeskanzlei und dem Informatikstrategieorgan Bund einen Leitfaden zu den Möglichkeiten und Risiken von Social Media. Plattformen wie Facebook, Twitter und Youtube seien «noch öffentlicher als ein Tram oder ein Stammtisch», heisst es darin. Deshalb sollten die Beamten keine geheimen oder internen Informationen preisgeben.

Fragen von anderen Nutzern – beispielsweise Journalisten – sollen Bundesangestellte an ihre Kommunikationsstelle weiterweisen. Die private Nutzung sei zudem auf ein Minimum zu beschränken. Kein Problem mehr sei das Datenvolumen, das der Facebook-Gebrauch mit sich bringt, sagte Frigerio. Die Infrastruktur werde laufend überprüft und sei heute leistungsfähig genug. (SDA)
 

Previon lanciert Cloud-Lösungen für Medienkunden

Mit von Previon lancierten Nachrichtensystem «Previon MacEntur» können Journalisten, Redaktionen und Corporate Communication neu ihre Dienstleistungen für Agenturmeldungen aus der Wolke beziehen.

«Mit der Möglichkeit, MacEntur aus der Cloud zu beziehen, erweitern wir das Einsatzgebiet für unsere Kunden und helfen, Kosten zu sparen» lässt sich Roger Wernli, Leiter Innovation und Geschäftsentwicklung bei Previon, in einer Mitteilung zitieren. «Wir haben erkannt, dass heutzutage auch kleinere Verlage, PR- und Kommunikationsstellen sowie Redaktionen mit Agenturmeldungen arbeiten. Mit MacEntur bieten wir erstmals eine unserer Medienlösungen auch für jene Kunden an, die selber keine oder nur wenig IT-Infrastruktur betreiben wollen.»

Auch mittlere und grössere Verlagshäuser sollen von der Cloud-Lösung profitieren können. «Der Weg einer Agenturmeldung durch die IT-Infrastruktur eines Medienunternehmens ist lang und komplex. Insbesondere bei Fehlfunktionen ist es für den Kunden aufwändig, die Ursache einzugrenzen und den richtigen Ansprechpartner zur Problemlösung zu finden.» so Wernli. Mit der zentralen Architektur von MacEntur in der Cloud können mehrere Architekturkomponenten aus diesem Prozess herausgenommen und damit die Zuverlässigkeit der Kommunikation erhöht werden. Die Nachricht landet direkt auf dem Desktop des Redaktors. Ferner erlaubt die Meldungsdatenbank neu die thematische Gruppierung von Artikeln, auch auf historischen Datenbeständen.

Previon führt zur Zeit aktive Gespräche mit Schweizer Partnern über den flächen¬deckenden Einsatz von Cloudangeboten. Man sei am Feedback von Kunden verschiedener Grösse interessiert, meint Roger Wernli. «Unsere Kunden haben sehr heterogene Systemlandschaften und individuelle Anforderungen. Deshalb sind wir an Pilotprojekten mit kleinen Regionalverlagen ebenso interessiert wie an Effizienzsteigerungen in grossen, nationalen Redaktionen».
 

Spotify in der Schweiz gestartet

Spotify ist am Mittwoch in der Schweiz gestartet. Die Schweiz ist der zwölfte Markt weltweit, in dem der Musik-Service aus Schweden verfügbar ist.

Nutzbar ist der Musik-Streaming-Dienst auf Computer, Mobiltelefon und weiteren Endgeräten, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Songs sind On-Demand zugänglich und können damit direkt, ohne Wartezeit und ohne Puffern gehört werden. Nutzer können Playlists zusammenstellen und die Musik über die Integration in Facebook mit ihren Freuden teilen. Zudem können die Spotify-User MP3s, die sie bereits besitzen, mit nur einem Klick importieren und damit einen umfassenden Musikgenuss schaffen.

Spotify wurde 2008 von den Schweden Daniel Ek und Martin Lorentzon gegründet. Ihr Wunsch war, eine praktische, einfache und legale Alternative zur Musikpiraterie anzubieten. Heute schaffe Spotify beträchtliche Einnahmen für Rechteinhaber, heisst es in der Mitteilung weiter. Seit der Einführung des Dienstes vor drei Jahren habe Spotify bereits mehr als 100 Millionen Euro an Plattenfirmen und Musikverlage überwiesen, die diese wiederum an die von ihnen repräsentieren Künstler, Komponisten und Autoren weitergeben.

Lizenzvertrag mit Suisa

10 Millionen registrierte Nutzer in zehn Märkten in Europa und den USA nutzen Spotify. Mehr als zwei Millionen davon haben einen der Bezahl-Services, die Spotify anbietet, gewählt. Spotify startet heute in der Schweiz und Belgien. Damit ist der Dienst nun in zwölf Ländern vertreten. Über 15 Prozent der User haben einen «Unlimited» oder «Premium»-Account und zahlen damit für die Musik und die zusätzlichen Services. Spotify hat einen Lizenzvertrag mit der Suisa und Vereinbarungen mit allen vier grossen Plattenfirmen sowie mit Merlin und einer ganzen Reihe an Independent Labels getroffen. Der exklusive Launch-Partner von Spotify in der Schweiz ist Bose. Spotify wird gemeinsam mit Bose in den nächsten Wochen und Monaten innovative Kampagnen starten.

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Axel Springer verkauft Programmzeitschrift TV Guide

Axel Springer hat die14-täglich erscheinende Programmzeitschrift TV Guide an den Münchner Gong-Verlag verkauft.

Mit diesem Schritt verstärke der Bereich Programmzeitschriften von Axel Springer seine Konzentration auf die großen Medienmarken Hörzu, TV Digital und Funk Uhr, schreibt der Verlag in einer Mitteilung vom Mittwoch. Ein Abbau von Arbeitsplätzen sei mit dem Verkauf nicht verbunden. Der Verkauf stehte unter dem Vorbehalt einer Zustimmung durch das Bundeskartellamt.
 

Carat: Red Bull Schweiz neu im Kundenportfolio

Red Bull Schweiz setzt ab 2012 für die Erarbeitung der Media-Strategie, Mediaplanung und die Media-Einkaufs-Aufgaben in der Schweiz auf Carat Schweiz.

Zum Aufgabenpacket gehört auch die Mediatätigkeit für die Marke Carpe Diem, wie die Agentur in einer Mitteilung schreibt. Oscar Ferrer, Head of Marketing, begründet seine Entscheidung: «Schlussendlich hat uns das Gesamtpacket der Aegis Media Group Schweiz mit Ihren Fachdisziplinen Electronic Media und Digital überzeugt. Der interdisziplinäre Ansatz der Gruppe, alles aus einer Hand und unter einem Dach, hat für uns den Ausschlag gegeben.»
 

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