Bewegende Story mit 6 Millionen Haaren

Hauert ersetzt den bewährten Düngekegel für Balkonpflanzen durch eine neuartige Kugel. In Flagranti konzipierte den Relaunch vom Naming bis zur TV-Kampagne. Boutiq hat dazu einen verblüffenden 3-D-Film realisiert.

Neue Formel – neue Form: mit diesem Slogan auf den Packungen will Hauert bestehende Kunden bei der Stange halten. Doch die Nummer 1 für Gartenbaudünger will mit der Lancierung noch mehr: neue, vor allem junge Kunden in den Städten ansprechen. Denn Urban Gardening respektive Pflege des Balkongartens liegt gerade bei ihnen im Trend. Für die neuen Balkongärtner ist die Hauertkugel das perfekte Produkt: Man vergräbt sie zu Beginn der Saison und kann das Düngen vergessen. Beworben wird dieses Convenience-Produkt von der Agentur In Flagranti in Lyss. Leitmedium ist ein TV-Spot. Abgerundet wird die Kampagne mit Online- und POS-Massnahmen. Held des Spots ist ein Eichhörnchen, denn diese Tiere neigen dazu, nussförmige Nährstoffe zu vergraben und zu vergessen. Um diese Idee möglichst überzeugend in einen attraktiven Film zu verpflanzen, haben die Spezialisten von Boutiq ein komplett am Computer animiertes Eichhörnchen geschaffen. Eine Schweizer Premiere.

Als Supervisor des Spots war Adrian Suter verantwortlich. Der Animationschef bei Boutiq hat vor acht Jahren an der Luzerner Hochschule den damals ersten Lehrgang für Animation besucht. Später wirkte er bei Frame Eleven und gründete eine eigene Firma, bevor er ins Team von Boutiq wechselte. Hauert wollte ein fotorealistisches Eichhörnchen, möglichst natürlich und keine Comic-Figur. Das bedeutete auch eine reale Animation und keine Cartoon-Animation. «Wir hatten den Anspruch, dass ein gewöhnlicher Zuschauer nicht auf die Idee kommt, dass wir mit einem animierten Eichhörnchen arbeiten», erklärt Mike Huber, der für die Regie verantwortlich zeichnet.

Um den Effekt des echten Lebens auf das grossflächige Plakat zu bringen, hat Sermir Saleh vom Boutiq-3-D-Team dem putzigen Tierchen ein Fell mit 6 Millionen einzelnen Härchen verpasst. Für den animierten Film sind diese auf 1,5 Millionen runtergestutzt worden. Das brauchte natürlich eine entsprechende Rechenzeit. Insgesamt wurde bei Boutiq für den 22-Sekunden-Spot zwei Wochen an der Animation des Eichhörnchens gearbeitet. Dazu kamen zehn Tage für die Pflanzen. Diese sind im fertigen Film in einem Compositing aus echten Blumen und fotorealistischen 3-D-Objekten zu sehen. Weil zum Schluss des Films der Balkon in einer herrlichen Blumenpracht erblühen soll, hat Boutiq sich für einen realen Hintergrund entschieden. An der Goldküste wurde eine passende Villa mit Terrasse gescoutet. Diese wurde von Hauert zusammen mit einem Gärtner und einer Stylistin mit auserlesenen Pflanzen in grossen Töpfen dekoriert. Dann wurde das Set nach einem präzisen Storyboard auf realen Film gebannt. Die Ironie für den beigezogenen Gärtnermeister: Er musste mit all seinem Können darauf achten, dass in den ersten Einstellungen nur verwelkte Pflanzen ins Bild kommen. Erst für das «Happy End» durften die Blumen ihre volle Pracht entfalten.

Um auch den Hintergrund realistisch wirken zu lassen, wurden an den Stängeln der Pflanzen unsichtbare Fäden befestigt. Mit diesen wurde das Grünzeug entsprechend bewegt, um die Interaktion des Tiers mit der Umwelt zu simulieren. Um die Bewegungen des Eichhörnchens richtig animieren zu können, hat Suter unzählige Tierfilme auf Youtube studiert. «Ein bisschen geholfen hat auch der Hund meiner Freundin. An ihm habe ich die Mechanik des Gehens auf vier Beinen analysiert », meint Suter. Der Hund ist die meiste Zeit rund um den Computer bei Boutiq in Erlenbach geschlichen. Eine wichtige Rolle bei der Gestaltung spielte auch das Licht. Dazu haben die Spezialisten bei Boutiq ein ausgestopftes Eichhörnchen als «Stand in» verwendet. Andreas Panzeri

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Euro RSCG Zürich und Scholz & Friends Zürich lassen CS Sparguthaben wachsen

Die Credit Suisse hat eine neue Kampagne für ihr Premium Zins-Sparkonto gestartet. Euro RSCG Zürich hat dazu eine crossmediale Kampagne mit umfeldbezogenen Sujets entwickelt.

Die Aussage basiert auf der Kampagnenidee: Egal was der Betrachter gerade erlebt – das Premium Zins-Sparkonto der Credit Suisse lässt das Sparguthaben sicher wachsen. Die drei TV-Kurzspots verfolgen das gleiche Prinzip. Sie sollen den Zuschauer mit kleinen charmanten Geschichten beim Fernsehen abholen. So frisst ein Hund seinem Herrchen das Brot weg, eine Mutter und ihre Tochter schauen mit Gesichtsmasken einen Gruselfilm an und ein Paar hat unterschiedliche Vorstellungen bei der abendlichen Programmgestaltung.

Scholz & Friends Zürich hat die BTL-Kampagne realisiert: Dabei wurden die Vorteile von Online-Medien genutzt, um den Kampagnengedanken umfeldbezogen in Szene zu setzen. So erfolgt ein Hinweis auf das Wachstum des Guthabens, während der User ein Video lädt, auf einer Website nach unten scrollt oder sich über das Wetter informiert.

Die situationsbezogene Mechanik kommt auch am POS zum Einsatz: Aufeinander abgestimmte Werbemittel – vom Plakat am Eingang «Hier wächst …» bis hin zum Schaltersteller «Eröffnen Sie …» – verlängern den Kampagnengedanken bis in die Geschäftsstelle hinein. Die Kampagne umfasst insgesamt über 40 Werbemittel von TV-Spots über Anzeigen, Plakate und Radio bis hin zu Online- und POS-Massnahmen. Sie ist ab sofort und bis am 30 Juni schweizweit im Einsatz.

Verantwortlich bei Credit Suisse: Tarkan Özküp (Gesamtverantwortung), Daniel Fischer (Leiter Marketing Private Clients and Investment Products), Alexandra Rödner (Marketing Investment Services & Products), Anja Hermann, Alessandra Ira (Advertising). Verantwortlich bei Euro RSCG Zürich: Frank Bodin (Gesamtverantwortung), Alexander Holtz (Creative Director), Suzanne Friedli, Grit Wolany (Art Direction), Florian Birkner (Text/Konzept), Laurie Morard, Ricco Pachera (Grafik), Walter Tagliaferri, Rolf Hunziker, Sandra Willi (Beratung), Constantine Wrage (Agency Producer). Filmproduktion: Bubbles Film, Hamburg. Regisseur: Lewi. Verantwortlich bei Scholz & Friends Zürich: Alexander Ardelean (Online Creative Director), Florian Ammann (Konzept Online), Gregor Fitz (Art Direction), Sören Schröder (Text/Konzept), Andreas Sedmak, Carmen Köll, Holger Schicke (Beratung).
 

Rückenschmerzen? Nein danke!

Wie alle Menschen haben auch Fach- und Führungskräfte im Bereich Marketing und Verkauf nicht selten mit Rückenschmerzen zu kämpfen. Neben der richtigen Körperhaltung beim Arbeiten ist daher ein vernünftiges Ausgleichstraining sinnvoll. Helsana, Verbandspartner von Swiss Marketing, zeigt, wie.

Rückenschmerzen sind einer der häufigsten Gründe, einen Arzt aufzusuchen. Vielfach können sie mit gezielten Übungen verhindert oder gebessert gebracht werden. Viktor Röthlin, Botschafter der «Gesunden Ideen » von Helsana: «In meinem physiotherapeutischen Alltag begegnete ich so manchem Menschen mit Rückenschmerzen. Im Folgenden werde ich Ihnen zeigen, welche Übungen Sie zur Kräftigung Ihres Rückens und Rumpfs ausführen können. Am besten führen Sie dieses Programm dreimal pro Woche in den verschiedenen Positionen durch.» Die leichten Grundübungen fordern den Körper ganzheitlich. Zuerst wird die vordere, dann die seitliche und zum Schluss die hintere Rumpfmuskulatur trainiert. Versuchen Sie, die Ausgangslage während 10 Sekunden zu halten. Führen Sie dann die kontrollierte Bewegung während weiterer 10 Sekunden aus. Sobald Sie kräftig genug sind, können Sie die Bewegungszeit bis auf eine Minute ausdehnen.

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«Sich auf die eigenen Stärken besinnen»

Einmal im Jahr bietet Swiss Marketing Schaffhausen allen Verkaufs- und Marketing-Interessierten aus dem Grossraum Schaffhausen eine attraktive Plattform – mit grossem Erfolg. Das Parkcasino war auch dieses Jahr bis auf den letzten Platz ausverkauft.

Die beiden Hauptreferenten, Roger Köppel, Verleger und Chefredaktor Die Weltwoche, und Gabriele Burn, Mitglied der Geschäftsleitung Raiffeisen Schweiz, beleuchteten das diesjährige Thema «Erfolgreich anders sein – umdenken» auf eindrückliche und spannende Weise. Köppel rief dazu auf, sich auf seine eigenen Stärken zu besinnen und sich nicht zwingend die Spielregeln der Grossen aufdrängen zu lassen. Burn schilderte, wie Raiffeisen die Nähe zum Kunden durch bodenständige Anlässe sucht.

Die Workshops fanden ebenfalls grossen Anklang. Themen waren «Braintraining für Ihren Gedächtnisspeicher » mit André Huber («The Brainman »), «Social Media, ein Muss im Marketing-Mix?» mit Philipp Sauber, CEO und Partner INM AG, und «Mit pragmatischem Ansatz zu weltweitem Erfolg mit Micro Scooter» mit Hans-Peter Bolliger, CEO/ Inhaber Micro Mobility AG.

Lebhafte Podiumsdiskussion

Höhepunkt und gleichzeitig Abschluss bildete die Podiumsdiskussion. Moderator Stephan Klapproth forderte Hauptreferenten und Workshop-Leiter in gewohnt pointierter Art heraus. Die ständigen Sticheleien zwischen Klapproth und Köppel entlockten dem Publikum immer wieder Lacher. Trotzdem blieb die Diskussion im sachlichen Rahmen. Köppel konstatierte, dass der Glaube an sich und der Wille ausschlaggebend seien für Erfolg. Sauber fügte Emotionen hinzu. Burn plädierte dafür, Werte authentisch vorzuleben. Bolliger ermutigte, seinen eigenen Weg zu wählen. «The Brainman» Huber empfahl: «Lernen Sie neue Dinge. Dadurch bilden sich stetig neue Hirnzellen, und das Gehirn wird leistungsfähig bleiben.»

2013: Kleines Jubiläum

Sehr zufrieden mit dem Verlauf des 4. Schaffhauser Marketing-Tags zeigte sich der Präsident von Swiss Marketing Schaffhausen und Organisator des An lasses, Eugen Da Pra. «Ich bin überwältigt, wie wir immer wieder mit Anmeldungen überrannt werden. Das zeigt mir, dass wir mit der Art des Anlasses auf dem richtigen Weg sind.» Der nächste Schaffhauser Marketing-Tag am 9. April 2013 ist der fünfte – ein kleines Jubiläum. Da Pra tönte an, dass er sich etwas Besonderes einfallen lassen wird.

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Eugen Da Pra, Philipp Sauber, Stephan Klapproth, André Huber,
Hans-Peter Bolliger, Gabriele Burn, Roger Köppel (v. l.).
 

«Es ging nie um einen Hype»

Mit einer Ausstellung in Zürich sind Freitag-Taschen derzeit in den Medien. Wofür die Marke steht und weshalb der Taschenfabrikant kommunikationstechnisch auf Medienarbeit und Online setzt, erklärt Brand Manager Pascal Dulex im Interview.

WW: Viele Firmen stellen Taschen aus LKW-Planen her. Was macht Freitag speziell?
Freitag macht speziell, dass die Produktion nicht einfach eine modische Idee ist, sondern ein tief verankerter Gedanke in der Firma: Wir nehmen etwas Bestehendes und machen etwas Neues daraus. Wir schenken Dingen, die andere als Müll betrachten, ein nächstes Leben.

Ist Freitag Vorreiter auf dem Gebiet?
Ob die Freitag-Brüder 1993 wirklich die ersten waren, spielt keine grosse Rolle. Entscheidend ist, dass sich die Vorstellung vom «zweiten Leben von Dingen» stringent durchs Unternehmen zieht. Es hört nicht damit auf, dass wir eine Tasche aus alten LKW-Planen fertigen, wir verarbeiten auch Veloschläuche, Autogurte, sogar Airbags. Und als Brand Manager versuche ich, diesen Gedanken auf alle Spielwiesen zu transportieren.

Wie tun Sie dies?
Beim Produzieren eines Schaufensters überlegen wir zum Beispiel im Voraus, was anschliessend aus den Dingen passiert, und auch, ob man bereits Bestehendes verwenden könnte. Oder im Fall der Reference- Kollektion ist der Hangtag – das Informationszettelchen, das an der Tasche baumelt – aus Altpapier.

In Zürich sieht man die Freitag-Taschen überall. Keine Angst vor einem Overkill?
Schon vor zehn Jahren gab es Berichte, in denen behauptet wurde, der Hype um die Taschen sei vorbei, es gehe nur noch bergab. Freitag konnte sich aber nicht nur bis heute behaupten. Wir wachsen noch immer zweistellig, was beweist, dass es nie um einen Hype ging. Die Taschen sind langlebig und werden von Personen getragen, die an unsere Philosophie glauben.

Sind Ihre Kunden dieselben, die vor 10, 15 Jahren Freitag-Taschen kauften?
Ich würde sagen: auch. Gerade in Zürich gibt es viele Leute, die ihre erste Tasche seit 15 Jahren oder noch länger tragen.

Ist dies nicht schlecht fürs Unternehmen? So verkaufen Sie nichts…
Unser Ziel ist es gerade, Taschen herzustellen, die langlebig sind. Wir sind froh um jeden, der seine Tasche 20 Jahre lang trägt. Das schliesst natürlich nicht aus, dass Kunden irgendwann Lust auf eine zweite Tasche bekommen…

Altert Freitag mit der Zielgruppe?
Ein Stück weit schon. Neue Produkte entstehen aus veränderten Bedürfnissen. So sind wir auch auf die Idee einer zweiten Kollektion gekommen. Die Reference- Linie ist mit unifarbenen Taschen etwas schlichter, aber etwas modischer als die Fundamentals. Gleichzeitig bleibt Freitag jung. Letztes Jahr haben wir einen Rucksack auf den Markt gebracht, der auf jüngere Leute abzielt und für Schüler geeignet ist.

Wie sieht Ihre Zielgruppe aus?
Bei der klassischen Linie, den Fundamentals, haben wir stellvertretend den Velokurier vor Augen. Bei der Reference-Linie ist es der Journalist. Aber eigentlich richten wir uns an alle, die in einem urbanen Kontext unterwegs sind und eine Tasche benötigen, die sie umhängen können, um von A nach B zu fahren. Menschen mit Designaffinität, Architekten oder solche aus dem Kreativbereich.

Haben Sie als Brand Manager keine Bedenken, dass durch die Reference-Kollektion, die etwas edler daherkommt, die Marke verwässert wird?
Nein, gar nicht. Für die Reference-Linie haben wir gezielt einen anderen Auftritt gewählt, da wir mit dieser auf ein anderes Segment abzielen. Die Wiederverkäufer, die Reference-Taschen anbieten, sind hoch positioniert. Dass wir Taschen in Läden wie 10 Corso Como in Milano, einem internationalen Mode- Flaggschiff, verkaufen können, ist aus Sicht des Brands erfreulich. Wir erhalten damit die Bestätigung, dass unsere Taschen in einem Kontext bestehen können, der ansonsten nicht an dieselben Dinge glaubt wie wir.

Sie sprechen wieder die Nachhaltigkeit an?
Ja. Natürlich sind wir in einem grossen Fashion- Kontext mit unserem Gedanken Exoten. Zentral ist nur, dass wir glaubwürdig kommunizieren, was unsere Basis ist: Wir glauben an das nächste Leben von Dingen, an Design und Funktionalität. Solange wir das transportieren, habe ich keine Angst vor einer Verwässerung des Brands.

Stichwort Kommunikation: Daniel Freitag sagte, Apple sei ein Vorbild, was Design und Kommunikation anbelangt. Was schaut Freitag bei Apple ab?
Es geht um den Kern des Unternehmens. Die Apple- Produkte sind so stark, dass sie bestehen, ohne eine aufwändige Kampagne drum herum machen zu müssen. Die Fähigkeit, etwas herzustellen, das nicht nur funktional ist, sondern auch super aussieht und extrem einfach zu bedienen ist, bewundern wir. Alles ist schön, du willst es haben. Die Einheit von Design und Funktionalität ist unglaublich, das sollte sich jeder zum Vorbild nehmen.

Apple verzichtet weitgehend auf klassische Werbung, genauso Freitag. Habt Ihr das nicht nötig?
Wir versuchen unsere Produkte so stark zu machen, dass sie für sich selber werben und Publizität erhalten. Anders gesagt: Der ganze Werbe-Etat fliesst in die Produktentwicklung.

Der Verkauf läuft von allein?
Wir verzichten zwar auf Werbung, aber von der Kommunikation sind wir deshalb keineswegs befreit. Im Gegenteil, wir verwenden sehr viel Zeit darauf, überzeugendes Kommunikationsmaterial aufzubereiten, das Medien im redaktionellen Umfeld brauchen können und wollen.

Nehmen wir als Beispiel den Umzug, mit dem Freitag in den Medien sehr präsent war…
Dort haben wir uns überlegt, wie wir das neue Gebäude in Szene setzen können, damit man das Gefühl bekommt, es sei einen Bericht wert. Wir versuchen jeweils, sehr sorgfältig unsere Geschichte zu erzählen. Zur Eröffnung der Freitag-Fabrik im Gewerbehaus «Noerd» kamen 250 Leute aus der ganzen Welt, Journalisten und Händler.

Wie sieht bei Freitag die Online-Kommunikation aus?
Online ist sowohl Kommunikations- als auch Verkaufskanal, dort betreiben wir einen riesigen Aufwand. Auf Freitag.ch wollen wir einen Einblick in die Freitag-Welt geben. Nutzer, die aus einer Kontextsuche auf die Seite gelangen, werden zu den Produkten geleitet, und umgekehrt, wenn ein Nutzer auf ein Produkt los geht, erhält er automatisch Informationen aus einem breiteren Kontext. Ausserdem betreiben wir eine Facebook-Seite, einen Vimeo-Kanal sowie weitere Social-Media-Kanäle.

Dafür produziert Freitag sehr aufwändige Produktfilme…
Das ist die Konsequenz, wenn man keine Werbung schaltet. Die Videos müssen so reinknallen, dass man sie sehen will. Die Stop-Motion-Produkt-Videos setzen wir teilweise auch für den Launch von neuen Produkten ein.

Aber wie gelangen potenzielle Kunden zu Freitag, auf die Website?
Hierzu sind die redaktionellen Beiträge in Blogs, aber auch offline in Magazinen und Zeitungen sehr wichtig. Um eine möglichst hohe Publizität zu generieren, haben wir intern eine Spezialistin, die ganz auf Medienarbeit fokussiert und in wichtigen Märkten mit lokalen PR-Agenturen zusammenarbeitet.

In der Schweiz ist Freitag sehr bekannt. Müssen Sie im Ausland mehr investieren, um den Brand bekannt zu machen?
Freitag funktioniert einerseits sehr zentralistisch, wir stellen in Zürich das Kommunikationsmaterial für die gesamte Welt bereit. Die Agenturen erhalten von uns pfannenfertiges Material für die Medienarbeit in ihrer Sprache. Anderseits führen wir im Ausland zum Beispiel lokale Events durch. Momentan läuft etwa die Reihe «Freitag am Donnerstag», die im Zweimonatsrhythmus in allen deutschsprachigen Freitag- Stores Halt macht, eine Kooperation mit dem neu lancierten Schweizer Magazin Reportagen. An den Veranstaltungen, die öffentlich zugänglich sind, referiert jeweils eine Autorin oder ein Autor aus dem Heft.

Wie ist die Kooperation mit Reportagen entstanden?
«Freitag am Donnerstag» haben wir ursprünglich zum Launch der Reference-Kollektion lanciert, damals mit dem Design-Blog Swiss-miss.com. Nachdem das Projekt eingeschlafen ist, wollten wir die Reihe wiederbeleben und haben mit Reportagen einen glaubwürdigen Partner gefunden, um journalistische Anlässe zu organisieren.

Wie geht es bei Freitag weiter? Es wird gemunkelt, man stelle bald Möbel her…
Na ja, wir entwickelten für unseren Bürobedarf selber Möbel, die unseren Bedürfnissen entsprechen. Das ist jedoch nichts, womit wir raus wollen.

Kein Interesse, diese zu verkaufen?
Man sollte nichts ausschliessen, aber das ist sicherlich kein Plan für die nähere Zukunft. Neben den Möbeln gibt es auch andere Projekte, die in der Pipeline sind. Aber noch nichts, das spruchreif ist.

Nächstes Jahr feiert Freitag das 20-jährige Jubiläum. Plant Ihr etwas Spezielles?
Bislang sind wir durch den Umzug noch nicht gross dazu gekommen, uns damit auseinanderzusetzen. Mit Reference haben wir zudem eine neue Linie, ein Küken, das viele Ressourcen beansprucht und weiterentwickelt sein will. Sicherlich werden wir uns aber bald an die Planung machen…

Welches sind Ihre persönlichen Ziele als Brand Manager?
Dass wir über die alle Kommunikations- und Verkaufskanäle konsistent kommunizieren und niemals langweilig sind. Mir macht es Spass, unkonventionell an Dinge heranzugehen. Ich sage gern: die Welt ist eine Scheibe. Es geht darum, möglichst nahe am Abgrund zu wandeln. Manchmal macht man einen Schritt zu viel und fällt runter, manchmal ist man zu weit weg, dann wird es langweilig. Isabel Imper

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Pascal Dulex (35) ist verheiratet, Vater von drei Töchtern und arbeitet seit April 2010 als Brand Manager bei der Freitag lab.ag. Zuvor war Dulex, der in Zürich und Hamburg Publizistik und Journalistik studierte, bei Farner Consulting tätig, zuletzt als Senior Consultant. Zu seinen früheren Stationen zählt das Montreux Jazz Festival.
 

Schalter&Walter verstärkt sich

Schalter& Walter bekommt Verstärkung: Am 1. Juli 2012 wird Flo Brunner als Teilhaber und Gestalter beginnen und das bisherige Vier-Frauen-Team ergänzen.

Flo Brunner verfügt über langjährige Agentur-Erfahrung und ist auch als Fotograf unterwegs. Er war zuletzt über 8 Jahre bei der Agentur «Die Gestalter» in St.Gallen tätig, Nach gestalterischem Vorkurs und Grafiker-Lehre bei Dachcom bildete er sich zum diplomierten Gestalter HF weiter und arbeitete als Art Director und Fotograf für Magazine, Bücher, Geschäftsberichte, Künstler und Museen. Er beteiligt sich an der Agentur und wird damit zum Mitinhaber und Gesellschafter.
 

Grosse Differenzen

Anfang April hat die Wemf die zweite Auflage der Pilotstudie Total Audience publiziert. Neu weist sie erstmals die Gesamtnutzung von Print- und Online-Medien auf der Basis der täglichen Nutzung aus. Von Ueli Custer.

Über 5,8 Millionen Menschen im Alter ab 15 Jahren informieren sich täglich über das aktuelle Zeitgeschehen. Dies weiss die KommTech-Studie von Publica Data und IGEM. Knapp 75 Prozent nutzen dazu eine abonnierte Tageszeitung. Ein Wert, der seit drei Jahren praktisch unverändert bleibt. Gestiegen ist dagegen der Anteil derjenigen, die zu diesem Zweck das Internet nutzen. Nämlich von rund 49 auf fast 63 Prozent. Offen bleibt, über welche Websites sie das tun. Und genau dazu vermittelt die Total Audience 1.1 genauere Informationen als die vor einem Jahr publizierte Auswertung.

> Lesen Sie den ganzen Artikel aus der aktuellen Werbewoche-Printausgabe hier.

Clear Channel neu in Meyrin präsent

Clear Channel hat die Ausschreibung für die Plakatierung auf öffentlichem Grund der Gemeinde Meyrin (Genf) gewonnen. Es ist das erste Mal, dass das Schweizer Aussenwerbeunternehmen Clear Channel in Genf auf öffentlichem Grund präsent ist.

Meyrin sei eine politisch selbständige Gemeinde, aber eigentlich ein Teil von Genf, so Clear Channel in einer Mitteilung. Für Aussenwerbekunden sei Meyrin besonders interessant, weil es auf dem Weg vom Flughafen Genf in die Innenstadt liege und weil es in rund 1‘000 Firmen mehr Arbeitsplätze gebe als die Gemeinde Einwohner habe.

 

Zu guter Letzt: Vorsicht Werbeaktion

Im Rahmen einer Werbeaktion für Parfüms sind in verschiedenen Geschäften in der Schweiz Plüsch-Hasen abgegeben worden. Nun hat das Bundesamt für Gesundheit BAG eine Warnung herausgegeben:

Metallspitzen im Bereich der Hasenohren könnten vor allem für kleine Kinder ein Verletzungsrisiko darstellen. Zudem könnten sich die Knopfaugen lösen. Es bestehe vor allem für Kleinkinder die Gefahr, diese zu verschlucken, wie das BAG am Mittwoch mitteilte. Das Bundesamt rät Konsumentinnen und Konsumenten sicherzustellen, dass das Plüschtier nicht in die Hände von Kindern gelangt. Mit Plüschhasen an Ostern für Parfüm werben? Diese Idee war ohnehin schon defekt – vor den Hasen. 
 

BT-Chefredaktor kündigt Demission an

Das Bündner Tagblatt wird im ersten Quartal 2013 eine neue Chefredaktion erhalten. Christian Buxhofer, der die Redaktion seit 1995 leitet, hat auf diesen Zeitpunkt seine Demission angekündigt.

Als Journalist wird Buxhofer über diesen Zeitpunkt hinaus für das Bündner Tagblatt tätig bleiben. Zusätzlich möchte er sein Engagement beim Kulturkreis Arosa ausbauen, den er präsidiert. Damit dies möglich sein wird, hat sich Buxhofer entschlossen, die Redaktionsleitung spätestens in einem Jahr abzugeben. Die frühe Bekanntgabe des Entscheids soll dazu beitragen, eine gute Nachfolge-lösung zu finden.

Verleger und Unternehmensleitung der Südostschweiz Medien bedauern den Entscheid von Christian Buxhofer, freuen sich aber, dass er dem BT als Journalist und Kommentator erhalten bleiben wird.
 

DAPD übernimmt Diora News

Die deutsche Nachrichtenagentur DAPD baut ihr französisches Geschäft weiter aus. Nach dem französischsprachigen Dienst von Associated Press (AP) kauft DAPD nun auch Diora News, eine Anbieterin von frankophonen Nachrichteninhalten für Mobiltelefone.

Die Agentur DAPD übernimmt die französische Diora News über ihre bereits bestehende Tochterfirma Sipa News, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Kaufpreis wurde zwar nicht offiziell bekannt gegeben, bewegt sich gemäss der deutschen Wirtschaftszeitung Handelsblatt aber zwischen 1 und 5 Millionen Euro.

Diora News beliefert den französischen und afrikanischen Markt und zählt unter anderem den Mobilfunkanbieter Orange zu seinen Kunden. Die 1999 gegründete Agentur ist mit ihren 16 Mitarbeitenden auf die Echtzeit-Aktualisierung von Nachrichten spezialisiert.

Erst Ende März hatte DAPD bekanntgegeben, dass sie den französischsprachigen Dienst von AP übernehme. Sie will möglichst bald auch in Frankreich einen flächendeckenden Inlanddienst anbieten. DAPD ist 2009 entstanden, nachdem der Deutsche Depeschendienst (ddp) den deutschsprachigen Dienst von AP aufgekauft hatte und die beiden Agenturen fusionierte. Im Sommer 2011 erwarb dapd in Frankreich bereits die Fotoagentur SIPA Press. (SDA/AFP)

 

Aufgefallen: 20‘000 Fragen und Kommentare innert 24 Stunden

Ein Sofa, drei Moderatoren, 24 Stunden Live-Programm: Unter diesem Motto stand die grosse Geburtstagssendung des Jugend-TV-Senders Joiz am 30. März.

Die interaktive Nonstop-Live-Sendung war in voller Erfolg: Rund 20'000 Fragen und Kommentare gingen während 24 Stunden beim Sender ein. Per Chat und Votings konnten die jugendlichen Zuschauer das Geschehen vor der Kamera mitbestimmen; auch während der Nacht brach die Kommunikation mit dem Publikum nie ab. Anlässlich dieser Geburtstagssendung nutzten neben Dutzenden von Zuschauern, die das Moderatorentrio spontan im Studio besuchten, auch viele Stars die Gelegenheit für einen Gratulationsbesuch bei Joiz, allen voran US-Rap-Star B.o.B und 77 Bombay Street, die grossen Gewinner der Swiss Music Awards.

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