KSB: Für Coop der Mutter Natur gratuliert

Die Agentur KSB hat für Coop eine Anzeige kreiert. Darin gratuliert die Detailhändlerin Mutter Natur zum Muttertag.

Coop wünsche allen Müttern Alles Gute zum Muttertag, so die Agentur in einer Mitteilung. Aber als Bio-Pionier setze sich Coop auch für Nachhaltigkeit ein, und damit für eine gesunde Landwirtschaft. Daher gratuliere Coop zum Muttertag auch Mutter Natur.

Die Anzeige erscheint zum Muttertag am 13. Mai in der Sonntagspresse.

Verantwortlich bei Coop: Philipp Wyss (Leiter Direktion Marketing/Beschaffung), Thomas Schwetje (Leiter Marketing/Services), Sacha Zuberbühler (Leiter Werbung), Maya Herzog, Sandra Küblbeck (Projektleitung), Karin Heliopoulos (Leiterin Media). Verantwortlich bei KSB Krieg Schlupp Bürge: Flo Wacker (CD), Benny Goldstein (AD), Kevin Zysset (Grafik), Sascha Borsai (Text), Dany Kielholz (Beratungsleitung), Flavia Salvisberg, Kristin Enzler (Beratung). Verantwortlich bei The Whole Media: Stephan Küng (Medialeitung).

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Eklat beim deutschen Henri-Nannen-Preis

Die Verleihung der renommierten deutschen Henri-Nannen-Journalistenpreise am Freitagabend in Hamburg ist mit Misstönen über die Bühne gegangen. Für Unmut sorgte die Auszeichnung von Mitarbeitern des Boulevard-Blatts Bild.

Hans Leyendecker, Klaus Ott und Nicolas Richter von der Süddeutschen Zeitung (SZ) lehnten die Auszeichnung bei der Verleihung am Freitagabend im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg ab. Sie wollten nicht gleichzeitig mit Autoren der Bild-Zeitung in der Kategorie «Beste investigative Leistung» geehrt werden. Die Jury hatte sich für zwei Preisträger entschieden, nachdem sich die Juroren in drei Abstimmungen nicht für nur einen Preisträger einigen konnten. Nach den Worten des Jury-Mitglieds Helmut Markwort (Focus) hat noch keine Sitzung des Gremiums so lange gedauert.

Die Nominierung des Massenblatts Bild war schon im Vorfeld umstritten. Erfolgreich war der Beitrag «Wirbel um Privatkredit – Hat Wulff das Parlament getäuscht?» in der Affäre um den früheren Bundespräsidenten Christian Wulff, der letztendlich zurücktrat. Das Stück haben die Bild-Autoren Martin Heidemanns und Nikolaus Harbusch recherchiert. «Genugtuung spielt keine Rolle», sagte Harbusch bei der Ehrung.

Nach den beiden kamen die SZ-Journalisten auf die Bühne, die 2011 die «Formel-1-Affäre» bei der Bayern LB aufgedeckt hatten. Die Jury-Entscheidung für die Bild sei völlig in Ordnung, sagte Leyendecker. Aber er und seine Kollegen wollten nicht am selben Tag mit der Bild geehrt werden.

Preis aberkannt

Bereits im Vorjahr kam es zu einem Eklat. Der vergebene Reportage-Preis wurde nach Kritik nachträglich einem Spiegel-Redaktor wieder aberkannt. Als Grund hatte die Jury mangelnde Sorgfalt angeführt, da der Journalist René Pfister manche Informatioen nur aus zweiter Hand hatte, dies aber nicht so auswies. Dieses Mal war in der Kategorie Reportage Stefan Willeke von der Wochenzeitung Die Zeit erfolgreich. Andere Preise gingen an Der Spiegel, die Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, die Website Stern.de und an den britischen Journalisten Nick Davies (The Guardian).

Er erhielt den Preis für seinen Einsatz für die Pressefreiheit. Davies deckte auf, dass Reporter der britischen Boulevardzeitung News of the World des Medienunternehmers Rupert Murdoch illegale Abhör- und Bestechungsmethoden nutzten, um an Informationen von Prominenten, Politikern und Privatpersonen zu kommen. (SDA/DPA)
 

Etextera mit mehreren Neukunden

Etextera konnte verschiedene neue Kunden gewinnen. Unter anderem hat die Textagentur für Valora, Mövenpick Hotel & Resorts sowie Meteo Schweiz diverse redaktionelle Projekte abgewickelt.

Sehr wichtig für die Agentur seien jedoch nicht nur Grosskonzerne, sondern ebenfalls die KMU’s, heisst es in einer Mitteilung. Diese steuerten insgesamt über 40 Prozent zum Firmenergebnis bei. Hervorragend entwickelt hätten sich bei Etextera unter anderem die Branchen Finance, Pharma, Gesundheit, IT, Transport sowie Dienstleistungen. Ruth Hardegger-Wickli, Geschäftsführerin von Etextera, zeigt sich sehr sehr über den bisherigen Geschäftsverlauf. Dabei hat sich – unter anderem – unser Fokus auf den Wirtschaftsraum Zürich ausbezahlt.»
 

ADC Deutschland: Gold, Silber und Bronze für die Schweiz

Zum 48. Mal zeichnete der ADC Deutschland die kreativsten Kommunikationsideen aus. Unter den Gewinnern sind auch Schweizer Agenturen.

Die Social-Media-Kampagne «Obermutten» von Jung von Matt/Limmat gewinnt Gold in der Kategorie «Dialogmarketing Social Media» sowie Silber in der Kategorie «Digitale Medien Social Media». Einen bronzenen ADC-Nagel in der Kategorie «Print» durfte die Agentur für die Arbeit «Bremsköpfe» für Mercedes-Benz in Empfang nehmen.

Spillmann/Felser/Leo Burnett wurde in der Kategorie «Print» für die Kampagne «Wendesätze» für Swisslife mit Silber ausgezeichnet. Einen bronzenen ADC-Nagel erhielt die Agentur in der Kategorie «Design» für «Gotthelf Käselaib Packaging» für Emmentaler.

Ebenfalls mit Bronze ausgezeichnet wurde Komet für «Soirée graphique No 4‘» in der Kategorie Literatur.

Die Preisverleihung fand am Samstag, 12. Mai 2012, in Frankfurt am Main statt. Alle Gold- Silber- und Bronzegewinner sowie die ausgezeichneten Arbeiten finden Sie hier.

(Bild: Adc.de)

Saatchi & Saatchi: Modekampagne für Manor kreiert

Saatchi & Saatchi hat für die Inszenierung der neuen Modetrends von Manor das Color Wall Konzept entwickelt.

Die farbigen Mauern bilden das Ambiente für das Mode-Shooting und sollen einen integrierten Look & Feel über alle Touch Points kreieren, wie die Agentur in einer Mitteilung schreibt. Entlang dem ganzen Customer Journey, von den Plakaten über die Inserate, den Katalog, die verschiedensten Sonder-Banner und diversen internen Werbemittel ist die Kampagne bis zum POS in den 65 Manor Filialen durchgängig zu erleben.

Die interaktiv konzipierten Mode-Clips präsentieren auf Manor.ch/style die aktuellen Farb-Trends als spielerische Verwandlungsgeschichten zum Klicken, Liken und Sharen.

Verantwortlich bei Manor: Roman A. Müller, Maurice Calanca (Leitung Marketing), Maya Hitz (Leitung Kommunikation und Media), Ursula Steiner (Head of Art Creation), Lea Binetti, Anne Porschien (Art Creation), Nicole Calegari (Projektleitung), Sabina Hollenstein (Assistenz). Verantwortlich bei Saatchi & Saatchi: Jürg Aemmer, Jota Ziogas, Diana Pollastri, Katja Jost-Puccio, Felix Freese (Kreation), Pascal Schaub (Strategie), René Berzia (DTP), Beatrix Lehmann, Sina Loosli, Nadja Stickl (Beratung), Michael M. Maschke (Head of Creative Services sisomoProductions), Jochen Ihl (Digital Supervisor), Meike Woschitz (Digitales Projektmanagement), Detail (Bildbearbeitung und Lithografie). Verantwortlich bei Mediaschneider: Urs Schneider (Strategie), Laurence Saas (Beratungsgruppenleitung), Christina Gäde, Janine Galda (Beratung), Philipp Semmler, Sean Pfister (Interactive).

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Il Manifesto vor dem Aus

Die linke italienische Tageszeitung Il Manifesto steht vor dem Aus. Die Abwickler schickten ein Fax an die Redaktion, in der sie die Einstellung des Blattes ankündigten, wie die Redaktion am Samstag auf der Internetseite der Zeitung berichtete.

«Einstellung der Tätigkeit – wir sagen nein», lautete der Kommentar der Redaktion. «Sie wollen uns schliessen, wir leisten Widerstand.» Es sei die «verrückteste Geschäftsauflösung der Welt».

Die genossenschaftlich geführte linke Zeitung war vor rund 40 Jahren gegründet worden und steckt in Schulden. Das Blatt leidet unter sinkenden Werbe-Einnahmen und Auflagenschwund. Zudem werden staatliche Gelder gekürzt. (SDA/DPA)

> Italien: Il Manifesto kämpft gegen das Aus

Zu guter Letzt: Wie Werbung wirkt

Harveys Herrchen findet Harveys Lieblingsstofftier Rabbit eklig und möchte es entsorgen. In letzter Sekunde versucht Harvey, Rabbit vor dem sicheren Tod zu retten – mithilfe eines TV-Spots.

Der TV-Spot zeigt in rührender Art und Weise, wie Rabbit Harveys bester Freund wurde. Und siehe da: Das Filmchen zeigt Wirkung, Harveys Herrchen bringt es nicht übers Herz, das Stofftier in den Mülleimer zu werfen.

Thinkbox, die Marketing-Organisation der britischen kommerziellen TV-Sender, demonstriert damit gemäss Wuv.de die Effektivität guter TV-Spots. Das Werk stammt von der Agentur The Red Brick Road.

Übrigens hat Harvey bereits einen eigenen Facebook-Auftritt – der sympathische Terrier hat bereits über 18‘500 Fans.
 

http://www.youtube.com/watch?v=20UhjXpFX_c

best YET 2012: Schweizer auf dem Podest

Die Schweizer Kreativen haben in Oslo bewiesen, dass ihnen Käsewerbung leicht von der Hand geht. Ein Team reist mit Bronze nach Hause, das zweite hat sich einen Platz auf der Shortlist gesichert. 

Innerhalb von 24 Stunden mussten die jungen Kreativen am best YET Wettbewerb in Oslo eine Printkampagne konzipieren, die den norwegischen Käse Jarlsberg auf dem internationalen Markt bewirbt. Im Mittelpunkt stehen sollte dabei die Geheimhaltung des Rezepts – das kennt man schliesslich nicht nur in Appenzell, sondern auch in Norwegen.

Die Sieger

Das Gewinnerteam aus Irland, Cian Tormey und Neil Saul (Publicis), überzeugte die Jury mit einer ausgefallenen Idee: Zeitungen, in einen Plastik eingehüllt und anschliessend in Wachs getunkt, als Werbeträger für Jarlsberg-Käse zu verwenden.

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Die Kroaten begeisterten die Jury mit der Visualisierung. Für ihre aus Käse bestehenden Stonehenge, Pyramiden und Co. wurden sie mit der Silbermedaille belohnt.

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Bronze erhielten die Schweizer Silvio Seiler (Silvio Seiler Graphik und Design) und Othmar Küng (Managing Director Pixeldisko), die mit ihren Inseraten verschiedene Geheimnisse rund um die Herstellung lüften: Zum Beispiel wie gekaut, gerührt und gemolken werden muss.

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Die beiden Romands Gaël Tran und David Moret (Euro RSCG Genève) verpassten das Podest nur knapp. Ihr Inserat verspricht, das geheime Jarlsberg-Rezept preiszugeben. Wer den norwegischen Satz im Internet übersetzten lässt, wird allerdings eines Besseren belehrt:

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Begleitet haben die Kreativen der Schweizer Juror Andreas Prokesch, Inhaber von Andreas Prokesch Konzepte & Texte, Kerstin Waldkircher vom bestYET-Sponsor Publimedia, Toni Vetterli, Marketing-Leiter des Verbands Schweizer Medien sowie Isabel Imper, Journalistin bei der Werbewoche.  

Einen ausführlichen Bericht über die Ereignisse in Oslo finden Sie in der Printausgabe der Werbewoche, die am 26. Mai erscheint.

Weitere Berichte:

Alles Käse in Oslo

«Das kann nur ein Inserat»: Die Gewinnersujets sind bekannt
 

Bilder unten:
1) Gaël Tran und David Moret während einer Besprechung mit Andreas Prokesch.
2) Silvio Seiler und Othmar Küng bei der Siegerehrung.
 

Werbeumsätze 2011 leicht gestiegen

Für das Jahr 2011 wurden insgesamt Werbeumsätze von 4'693 Millionen Franken gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer leichten Zunahme um 0.8 Prozent.

Da die Zahlen der Direktwerbung wieder nach dem identischen Verfahren wie 2010 berechnet wurden, ist das Gesamtergebnis mit dem Vorjahr vergleichbar, wie die Wemf in einer Mitteilung vom Freitag schreibt. Wegen den Umsatzschwankungen der vergangenen Jahre macht es Sinn, die aktuellen Zahlen in Relation zum Durchschnitt der letzten zehn Jahre zu setzen. Dabei zeigt sich, dass das Gesamtergebnis von 2011 praktisch auf dem Niveau von 2010 liegt (+0.8 Prozent), aber deutlich unter dem 10-Jahresdurchschnitt (-6.4 Prozent). Die starken Werbejahre von 2006 bis 2008 mit Umsatzzahlen bis 5’435 Millionen Franken treiben den 10- Jahresdurchschnitt nach oben.

Werbung und Wirtschaftsentwicklung im Einklang
Gemäss den aktuellsten Zahlen des Seco hat das Brutto-Inlandprodukt im Jahre 2011 und 2.5 Prozent zugenommen – also etwas stärker als die Werbeumsätze. Erfahrungsgemäss wirkt sich das Wachstum der Wirtschaft meistens auch positiv auf die Werbeumsätze aus.

Presse: Kaum Veränderungen gegenüber 2010
Die Inserateeinnahmen der Schweizer Presse liegen mit 2'004 Millionen Franken praktisch auf dem Vorjahresniveau (+0.2 Prozent). Knapp die Hälfte davon entfallen weiterhin auf die Tagespresse. Mit einem Plus von 9.0 Prozent weist einzig die Fachpresse ein überdurchschnittliches Wachstum auf. Bei den Stelleninseraten ist nach dem leichten Aufschwung von 2010 wieder eine rückläufige Tendenz zu beobachten. Die Einnahmen von 188 Millionen Franken bedeuten im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 12.9 Prozent.

Fernsehen: Der Trend zeigt weiterhin nach oben
Mit einer Zuwachsrate von 13.3 Prozent ist die Fernsehwerbung die grosse Gewinnerin von 2011. Vor allem die ausländischen Werbefenster und – etwas weniger spektakulär – die privaten Schweizer Sender haben zu diesem Ergebnis beigetragen. Der 10-Jahresvergleich widerspiegelt die positive Entwicklung der vergangenen Jahre (+24.2 Prozent im Vergleich zum dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre).

Sponsoring als separate Kategorie
Die SRG kann wegen der Restrukturierung der Regionen die Sponsoring-Umsätze für Fernsehen und Radio nicht mehr separat ausweisen. Deshalb wurde in der Werbestatistik die neue Kategorie «Sponsoring von Fernseh- und Radiosendungen» geschaffen. Diese weist für das Jahr 2011 Umsätze von 88 Millionen Franken aus (-3.3 Prozent gegenüber 2010).

Übrige elektronische Medien: Unterschiedliche Entwicklungen
Von den anderen elektronischen Medien weisen Radio (+4.4 Prozent) und Adscreen (+6.6 Prozent) positive Entwicklungen auf. Dagegen liegen die Werte für Kino (-16.4 Prozent) und Teletext (-12.0 Prozent) deutlich unter denjenigen des Jahres 2010 und damit auch unter dem 10-Jahresdurchschnitt.

Aussenwerbung: Umsatzrückgang bei der Plakatwerbung
Für die Kategorien Sport- und Stadionwerbung sowie «übrige Aussenwerbung» sind keine Zahlen mehr verfügbar, welche klar definierte Segmente des Gesamtmarktes abbilden. Deshalb beschränkt sich dieser Bereich nun auf Plakat- Verkehrsmittel- und Neonwerbung. Insgesamt ergab sich für die Aussenwerbung bei Werbeeinnahmen von 515 Millionen Franken ein Minus von 8.5 Prozent. Bei der Plakatwerbung, welche mit 289 Millionen Franken das wichtigste Segment bildet, lag der Rückgang bei 5.9 Prozent.

Adressbücher: Der positive Trend setzt sich fort
Die bereits in den vergangenen Jahren festgestellte Umsatzsteigerung hat sich auch im Jahre 2011 fortgesetzt (+3.7 Prozent).

Direktwerbung: Gleiches Niveau wie im Vorjahr
Mit 1'017 Millionen Franken wurde mit der Verteilung adressierter und nicht adressierter Werbemailings praktisch gleich viele Einnahmen wie im Vorjahr generiert. Der moderate Umsatzrückgang bei der adressierten Werbung von 0.6 Prozent ist auf den Trend der Geschäftskunden, kostengünstigere Versandarten zu wählen, zurückzuführen.

Keine Netto-Umsatzzahlen für Online- Werbung
Die Komplexität der Internet-Branche sowie der Grad der Bereitschaft zur Datenlieferung lassen es leider nicht zu, mit den anderen Mediengattungen vergleichbare Zahlen zu veröffentlichen. Im Bereich der klassischen Internetwerbung weist Media Focus für das Jahr 2011 einen Brutto-Umsatz (Werbedruck) von 176 Millionen Franken (+10.4 Prozent gegenüber 2010).

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SRF: Moderationswechsel bei «Sportlounge»

Paddy Kälin gibt die Moderation der «Sportlounge» ab. Ab September 2012 wird Lukas Studer durch die Sendung führen.

Paddy Kälin gibt die Moderation auf eigenen Wunsch ab, wie SRF in einer Mitteilung vom Freitag schreibt. Der 26-Jährige war seit September 2010 als Moderator bei der «Sportlounge» tätig. Er wird weiterhin in der Abteilung Sport mitwirken. Kälin arbeitet seit 2003 in verschiedenen Funktionen bei SRF, zunächst als Stagiaire und Redaktor bei «Sport Aktualität» und danach als Moderator «Sportlive» und «Sportaktuell».

Lukas Studer (Bild) wird die Moderation der «Sportlounge» ab September 2012 übernehmen. Er moderiert die Sendung abwechslungsweise mit Steffi Buchli. Der ausgebildete Primarlehrer und ZHAW-Absolvent ist seit 2003 bei Schweizer Radio und Fernsehen tätig. Er arbeitete zunächst als Stagiaire, danach als Redaktor der Sendungen «Sportaktuell», «Sportlive» und «Sportpanorama» sowie als Moderator von «Sportaktuell».
 

BAG: Daniel Bach wird Kommunikationschef

Daniel Bach übernimmt die Leitung der Abteilung Kommunikation und Kampagnen des Bundesamtes für Gesundheit. In dieser Funktion nimmt er auch Einsitz in die Geschäftsleitung.

Der 44-jährige Zürcher ist derzeit Leiter externe Kommunikation der SBB, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst. Der genaue Termin seines Stellenantritts beim BAG wird noch festgesetzt.

Bach hat breite Erfahrung in der Unternehmenskommunikation und im Journalismus, wie es weiter heisst. Er hat an der Universität Zürich Allgemeine Geschichte und Germanistik studiert und mit dem Lizentiat abgeschlossen. Als Redaktor beim Zürcher Unterländer und beim Tages-Anzeiger holte er sich sein journalistisches Rüstzeug. In den Jahren 2005/06 leitete er die Redaktion der ersten Regionalausgabe Linkes Seeufer und Sihltal des Tages-Anzeiger. 2006 wechselte Daniel Bach als stellvertretender Informationschef und Pressesprecher ins Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek). Seit 2010 leitet er die Medienstelle der SBB.
 

Zur Sache: Scheinheiligkeit

Der Entscheid der Swisscom, das Budget der Privatkundenkampagne der deutschen Kreativagentur Heimat zu übergeben, hat zu zum Teil heftigen Reaktionen geführt.

Entrüstung machte sich breit. Es gehe doch nicht an, dass ein Quasi-Staatsbetrieb seine Werbung in die Hände einer deutschen Agentur geben würde. Viele der vermeintlich so weltoffenen Werber zeigten in Onlinekommentaren plötzlich Anwandlungen xenophober Heimatschützer. «Ehret das heimische Schaffen» ist ja schon recht, aber ein Artenschutz für Schweizer Agenturen geht zu weit. Vor allem, weil es einige Punkte zu bedenken gibt.

So eindeutig ist das heimische Schaffen dann nämlich auch wieder nicht: Von den 15 grössten Schweizer Werbeagenturen gehören immerhin mehr als die Hälfte zu ausländischen Agenturnetzwerken. Und zwar nicht nur im Sinne einer Kooperation, sondern mit handfester Beteiligung. Und dass bei denen via Management-Abgaben kein Geld ins Ausland abwandern würde, glaubt auch nur noch ein Dödel.

Aber auch reine Schweizer Agenturen drehen für Schweizer Kunden Filme im Ausland und fotografieren mit ausländischen Fotografen in ausländischen Studios. Und nur der Unbedarfte glaubt, dass dies nur wegen der Wettersicherheit oder der Top-Kreativen so ist, pekuniäre Motive spielen oft auch eine grosse Rolle. Geld sparen wollen auch diejenigen Kunden, die ihre Druckaufträge ins Ausland vergeben. Auch dieses Verhalten passt nicht ganz zur Kampagne des Gewerbeverbandes gegen den Einkaufstourismus der Konsumenten. Aber eben: Das Hemd ist einem näher als der Rock. Die Empörung über die Etatvergabe der Swisscom nach Deutschland ist also reine Hypokrisie. Denn auch ein Grossteil der Mediaausgaben im Fernsehen fliesst ins Ausland.

Die aufgeregte Empörung passt aber gut zur aktuellen Situation der Schweiz: SVP-Nationalrätin Natalie Rickli hat es zu viele Deutsche im Gesundheitswesen und im Gastgewerbe, Problembär M13 kam aus Tirol zu uns und jetzt ängstigt erst noch ein Schwarzer Panther (wahrscheinlich aus Deutschland abgehauen!) die Solothurner Bevölkerung. Und es kann noch schlimmer kommen: Wenn man den Medien glauben darf, dann steht die Westschweiz vor einer Invasion von steuerflüchtigen reichen Franzosen, die ihrem neuen Präsidenten ausweichen wollen. Wo bleibt denn da die Heimat? In Berlin oder bald als Ableger in Zürich mit aufrechten Schweizer Werbern?

Pierre C. Meier, Chefredaktor
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