Startbahnwest: Strategieentwicklung für Tamia

Die Zürcher Agentur Startbahnwest hat für das Unternehmen Vipon Operations die Strategieentwicklung für das Medizinprodukt Tamia übernommen. Auf Basis der strategischen Positionierung zur Markteinführung hat Startbahnwest dieser Neuheit einen Namen gegeben.

Hinzu kamen Logo-Entwicklung sowie die CI für den kompletten Packaging-Mix, das Verpackungsdesign, den Beipackzettel sowie die Briefschaften. Mit dem beruhigenden Grün und dem bewegten Kreis soll das Logo die schmerzlindernden und schonenden Eigenschaften von Tamia visualisieren. Dies werde durch den harmonischen Klang des Namens unterstrichen und mit dem femininen Violett abgerundet, so die Agentur in einer Mitteilung. Anhand der strategischen Vorgaben von Startbahnwest entwickelte der Produktdesign-Spezialist Designculture die Primärverpackung.

Verantwortlich bei Vipon Operations: Sibylle Hurni (Manager Marketing & Sales), Patrik Wettstein (Geschäftsführer). Verantwortlich bei Startbahnwest: Chantal Weibel und Kim Grenacher (Beratung), Hartmut Vetter (Strategie), Eva Bajer (Creative Direction), Maria-Sol Burgener (Grafik), Dominique Wirz (Text/Konzept). Verantwortlich bei Designculture: Lionel Eaton (Produktdesigner), Felix Keller (CEO, Produktdesigner).
 

Zu guter Letzt: Ein paar Bilder sagen mehr als tausend Worte

Die Agentur Source hat für Opel Adam eine ungewöhnliche Form der Pressemitteilung gestaltet: Ein mehrteiliger Fotoroman. Dieser wurde vorerst in zwei Folgen und 23 Sprachen umgesetzt.

Die Geschichte ist dreiteilig aufgebaut – der erste Teil mit dem Titel «Es ist nur ein Codename» widmet sich der Namensfindung und kommuniziert die Fakten zum neuen Auto. Drei Wochen später, im zweiten Teil, wurde der Name «Adam» enthüllt und erläutert. Mit dem dritten Teil, der sich zurzeit in Erarbeitung befindet, werden die ersten Pressebilder kommuniziert und der Mythos über den Namen Adam ergründet.

Die Geschichten wurden ausschliesslich online und über verschiedene Below-the-line Massnahmen kommuniziert. Der Fotoroman wurde eingesetzt, um den Namen des neuen Fahrzeuges Opel Adam europaweit zu kommunizieren. Die Agentur Source entwickelte das inhaltliche und gestalterische Konzept und setzte es mit Fotografen vor Ort um. Primäre Zielgruppe waren Autojournalisten in 27 Ländern Europas sowie verschiedene Web-Communities.

Alle mitwirkenden Personen sind reale Charaktere, die bei Opel in die Entwicklung des neuen Fahrzeugs involviert sind. Sie haben sich mit ihren Charaktereigenschaften direkt eingebracht. Entstanden ist ein Bravo-Roman, der für einmal nicht sexuelle Schwierigkeiten von Teenies zum Thema hat, sondern den Namen eines Autos. Statt einer prägnanten Pressemitteilung in 4 Sätzen wird den Autojournalisten also ein Fotoroman präsentiert. Gut dass Autojournalisten im Gegensatz zur übrigen Branche nicht unter Zeitdruck stehen.

Opus 1 «Es ist nur ein Codename»
Opus 2 «Die Enthüllung»
Opus 3 «Adams Musik»
 

SKWJ: «Wissenschaftsjournalisten sind nicht bloss Sprachrohre der Forscher»

Der Schweizer Klub für Wissenschaftsjournalismus SKWJ hat seine Generalversammlung am 15. Juni in Bern gehalten. Zum ersten Mal seit 1986 wurde ein Westschweizer zum Präsidenten gewählt: Olivier Dessibourg, Ressortleiter «Wissenschaft und Umwelt» der Tageszeitung «Le Temps».

Anlässlich der Generalversammlung, die am 15. Juni im Bundesamt für Metrologie METAS in Bern stattfand, hat der Schweizer Klub für Wissenschaftsjournalismus SKWJ seinen Vorstand erneuert. Neben dem neuen Präsident Olivier Dessibourg sind die anderen Mitglieder des Vorstands Natalie Bougeard (französischsprachiges Sekretariat, RTS-La Première/Impatience), Fabio Bergamin (deutschsprachiges Sekretariat, ETH Life), Pascal Biber (Redaktor Bulletin SKJW, Radio SRF), Christophe Ungar (Internet SKJW, RTS-36.9°C), Beate Kittl (SDA), Hanna Wick (Neue Zürcher Zeitung) und Felix Straumann (Tagesanzeiger).

«Dank zahlreicher Neumitglieder aus der Westschweiz seit 2009 ist der SKWJ ein Verein mit wirklich nationaler Ausstrahlung geworden», freut sich die abtretende Präsidentin Irène Dietschi. «Dank dieser Unterstützung werden wir uns noch stärker für einen qualitativ hochstehenden Wissenschaftsjournalismus in den Schweizer Medien einsetzen», sagt Olivier Dessibourg. Der Klub werde sich weiterhin dafür stark machen, dass der Wissenschaftsjournalismus den Wissenschaftsbetrieb mit einer gesunden Skepsis begleite und seine Unabhängigkeit wahre. «Wissenschaftsjournalisten nicht bloss Sprachrohre der Forscher», sagt Dessibourg. Der neue Präsident möchte während seiner Amtszeit auf drei Aspekte ein besonderes Augenmerk richten: Er möchte die Zusammenarbeit der west- und deutschschweizer Mitglieder begünstigen, die Wahrnehmung des SKWJ in der Öffentlichkeit erhöhen sowie beginnen, mit Partnervereinigungen aus Deutschland und Frankreich zusammenzuarbeiten.

Der SKWJ existiert seit 1974. Er bietet seinen Mitgliedern Serviceleistungen an wie Diskussionsveranstaltungen über journalistische und wissenschaftliche Fragen, Exkursionen, eine Jobbörse sowie Stipendien. Damit und mit seinem Publikationsorgan, seiner Internetseite und dem zweisprachigen Newsletter will er die Vernetzung der Schweizer Wissenschaftsjournalisten fördern. Der SKWJ ist zudem Mitglied der European Union of Science Journalists' Association EUSJA und hat inzwischen rund 370 Mitglieder. Davon sind zwei Drittel ordentliche Mitglieder, die entweder auf einer Redaktion oder als freischaffende Journalisten hauptberuflich Wissenschaftsthemen bearbeiten. Rund 130 ausserordentliche Mitglieder arbeiten als Kommunikationsfachleute in wissenschaftlichen Institutionen oder Firmen. Zudem hat der SKWJ rund zwanzig Gönnermitglieder aus den Bereichen Medien, Akademie und Wirtschaft.

 

Mehr Profil, mehr Diffenenzierung

Die Thurgauer Kantonalbank hat das auf Branding spezialisierte Beratungsunternehmen Branders mit der ganzheitlichen Betreuung eines Rebranding- Prozesses beauftragt

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WW: Welche Aufgabe galt es bei Branders für die Thurgauer Kantonalbank zu lösen?
Pascal Geissbühler: Die Thurgauer Kantonalbank hat eine neue Unternehmensstrategie formuliert, welche die Grundlage für den Auftrag an Branders bildete. Die Bank will in Zukunft noch mehr die Kundenorientierung stärken und hat sich zum Ziel gemacht, die kundenorientierteste Bank im Kanton zu werden. Ein Element, das in der Strategie speziell hervorgehoben wird, ist die Differenzierung.

Das ist ja nicht leicht in der Bankenwelt.
Zumindest die Hauptkonkurrentin Raiffeisen hat in den letzten Jahren viel gemacht für den Markenauftritt – die Marke Raiffeisen ist stark präsent. Das Bild der Thurgauer Kantonalbank war ursprünglich sehr heterogen, es waren rund 20 Werte definiert und jede Broschüre hat anders ausgesehen. Ziel war es nun, das Profil der Marke inhaltlich zu schärfen: Wofür steht die Bank? Gemeinsam mit dem CEO und der Geschäftsleitung wurden die Grundlagen zur Markenstrategie definiert. Darauf basierend haben wir den Auftritt entwickelt. Dabei galt es zumindest die Logosystematik des VSKB zu berücksichtigen.

Was ist das herausragende Element, das Branders einbringen konnte?
Verschiedene Aspekte. Einmal die inhaltliche Fokussierung und das Bekenntnis zum Claim «Mehr vom Leben». Das finden wir recht mutig, denn «Mehr vom Leben» ist ein Lebensgefühl und geht ziemlich weit über das hinaus, was Banken an Produkten und Leistungsversprechen anbieten. Aber es widerspiegelt genau das, was die Thurgauer Kantonalbank beabsichtigt, nämlich echten Mehrwert zu schaffen, kundenorientierter zu werden und damit den Kunden mehr ins Zentrum des Beratungsprozesses zu stellen. Der Auftritt versucht, vorhandene Werte zu berücksichtigen – und doch viel frischer, emotionaler und konsistenter zu sein als früher.

Kann man hier überhaupt etwas Eigenständiges machen? Bankkunden sind ja überall gleich und Kundennähe wollen alle?
Kundennähe allein ist noch kein Alleinstellungsmerkmal – die Raiffeisen ist den Kunden auch nah. Um eigenständig zu sein, gilt es eigene Stärken sowie die Bedürfnisse im Markt gleichermassen zu berücksichtigen. Die hohe Lebensqualität des Kantons trifft auf das nachhaltige Geschäftsmodell und die umfassende Kompetenz der Thurgauer Kantonalbank. Das unterscheidet sie in der Kombination von den Grossbanken und der Raiffeisen. Für den CEO war die Lebensqualität übrigens ein wichtiger Attraktivitätsfaktor für seine Verpflichtung bei der Thurgauer Kantonalbank – ein Ort mit optimaler Life-Balance. Spannend also, dass der Claim auch den Standort Thurgau positioniert. Denn gerade die kantonale Zugehörigkeit ist es, was die einzelnen Institute auch auszeichnet. Im Markenauftritt sind die Farbkombinationen und die Bilder einzigartig. Wir spielen mit dem Grün des Thurgaus, kontrastieren das aber mit verschiedenen Grüntönen, damit es noch frischer wirkt. Zudem wurde ein Gestaltungselement definiert – der Fokusrahmen. Darin kann die Hauptbotschaft der Kommunikation fokussiert werden. Mit dem Claim «Mehr vom Leben» als Abbinder.

Wie geht es weiter mit den Vorlagen zur Marke?
Neben einer klassischen Kampagne in der Region gibt es für die Mitarbeitenden auch erklärende Broschüren zur Einführung. Es geht nicht nur um das Erscheinungsbild. Branders ist auch daran, die Marke den potenziellen und bestehenden Mitarbeitenden zu vermitteln. Internal Branding und Employer Branding im Sinne von Arbeitsmarktpositionierung. So spielt der Claim «Mehr vom Leben» auch in das Versprechen der Arbeitgeberin hinein. «Miteinander mehr bewirken» heisst es gerade auch im Gegensatz zu den Grossbanken, wo vielerorts eine Ellenbogen- Kultur herrscht. Die Thurgauer Kantonalbank ist eine überschaubare Bank, wo alle auf das Miteinander im Team angewiesen sind und gemeinsam auch viel mehr bewirken können. Mit sichtbaren Resultaten im Markt.
Interview: Andreas Panzeri

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In Basel am schöne Rhy

Zwei – einst als linksliberal eingestufte – Printtitel, haben in den vergangenen Jahren einen scharfen Kurswechsel nach «rechtsaussen» eingeschlagen. Beide Male verantwortet von Financiers, die am rechten Rand bürgerlicher Politik agieren. Wie viel Kapitalismus können Medien ertragen? Von Hans Stutz, Journalist und Kantonsrat (Grüne Partei), Luzern.l

Nein, enteignet wurde die Basler Zeitung BaZ nicht, sondern die neuen Besitzer haben ihr kapitalistisches Recht genutzt, uneingeschränkt über ihren neuen Besitz zu verfügen. Getreu dem patriarchalen Motto: Was ich gutgläubig erworben habe, das darf ich auch zerstören! Ob rentable Druckerei oder denkmalgeschützte Villa oder staatspolitisch-relevantes Medium, who cares! Zynismus erleichtert in der Tat die Lektüre des neuen Buches von Christian Mensch: «Enteignete Zeitung. Die Geschichte der Basler Zeitung – ein Lehrstück über den Medienwandel». Auch er verlangt unverzagt, dass Medien – und ebenso ihre Verleger – einen staatspolitischen Service public erbringen sollten. So wie es viele in den vergangenen Jahren bei den vielen Podiumsdiskussionen über «Medienqualität» verlangt haben.

Nur: Je mehr über Qualität öffentlich gesprochen wird, desto gefährdeter muss sie sein! Zu schwierig ist die Lage der Medienbranche. Auch dies ist in den vergangenen Jahren bereits auf vielen Podiumsdiskussionen ergebnislos beklagt worden. Stichworte: In den vergangenen Jahrzehnten sind die Kapitalanforderungen und die Bedeutung der Inserateinnahmen gestiegen, die Parteipresse langsam verschwunden. Ob damit die journalistische Versorgung für die staatspolitischen Auseinandersetzungen besser geworden ist, ist fraglich. Nehmen wir die BaZ: Während vieler Jahre – so Christian Mensch – bestand dort ein Geheimabkommen mit der Handelskammer, das dieser Mitsprache gegen Inserate sicherte. Oder anders ausgedrückt: Der Abbau von Parteibindungen erhöhte den Einfluss der Inserenten oder von wirtschaftsnahen Verbänden. Und auch: Der Kampf für Privat-Radios und -Fernsehen war immer auch eine Auseinandersetzung um das publizistische Rollenverständnis, Service public oder Service publicité.

Ein Rollenverständnis, das auch bei den Forumszeitungen umstritten war. Immerhin erreichten viele Redaktionen – Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument hat es wiederholt beklagt – grössere Freiheiten. Viele Redaktionen konnten diese in den 1970er-/1980er-Jahren sogar durch Redaktionsstatuten für eine Zeitlang absichern.

Christian Mensch hat recht, die Basler Zeitung ist ein Exempel – wie die Weltwoche auch. Der bürgerliche Mainstream in der Schweiz hat sich verändert, langsam aber stetig. Seit der FDP-Forderung «Mehr Freiheit – weniger Staat», was immer auch ein Aufweichen der sozialpartnerschaftlichen Verpflichtungen einschloss und auf den Abbau des Service public zielte. Weiter vorangetrieben durch die neoliberalen Weissbücher der 1990er-Jahre. Heute sind es die Nationalkonservativen – wirtschaftsliberal und diffamierend gegen sozial Schwache – dies unabhängig von der Staatsangehörigkeit –, die den Bürgerlichen den politischen Takt blasen, nicht nur in der Asylpolitik, dort jedoch am offensichtlichsten. Die Taktgeber sprechen zwar täglich von «Demokratie», allerdings eher als Simulation. Im Klartext: Sie meinen Akklamation der Beschlüsse des Direktoriums. Dabei können Medien, die vorwiegend dem Service public verpflichtet sind, hinderlich sein.

Die Umpolung von Weltwoche und Basler Zeitung zu Kampagnenblätter ist daher kein Zeichen der «Erosion einer epochenprägenden bürgerlichen Kultur », wie der Mediensoziologie Kurt Imhof meint. Das Ende der Aufklärung ist auch nicht in Sicht, denn Imhof verschönert die Vergangenheit. Aufklärung war immer ein labiler Zustand: Einige Medien sind ihr Schmiermittel, andere aber waren Hetzer oder ganz einfach Geldmaschinen. Ein Beispiel: Am Ende der Weimarer Republik wirkte massgeblich auch der – damals marktbeherrschende – Hugenberg Verlag mit. Von solchen Zuständen sind wir weit entfernt. Und die Zukunft in Basel am schönen Rhy? Das BaZ-Gegenprojekt Tageswoche ist eine Stiftung und damit ein verlässlicher Partner für die Leistung des Service public. Wieweit das Projekt die wirtschaftlichen Stürme besteht, wird sich weisen – wie bei allen anderen Medienprojekten auch. Allerdings hat es der Service public schwer, nicht nur auf dem «Markt».
 

Goldbach Group: Das Nutzverhalten in elektronischen Medien

Seit Anfang dieses Jahres lässt die Goldbach Group als Vermarkterin elektronischer, digitaler, interaktiver und mobiler Medien sechs Mal pro Jahr die Nutzung der elektronischen Medien erheben. Einbezogen werden TV, Radio, Online, Instore Radio und Adscreen. Auch Aktivitäten in Social Media oder Search, Online-Shopping und -Gaming werden abgefragt.

Nach der Basisbefragung im Februar 2012 erfolgte Ende April die zweite Erhebung. Die Agentur Marketagent.com führt die Befragungen direkt bei 500 web-aktiven Personen zwischen 18 und 65 Jahren in der Deutschschweiz in der Form von Online-Interviews durch. Gefragt wird nach der Mediennutzung sowie Aktivitäten im Internet vom Vortag.

Heute liegen die Resultate der zwei ersten Befragungswellen vor: Eine erste Basisbefragung im Februar und eine Vergleichsbefragung im April 2012. Auffallend ist die Übereinstimmung der zwei Befragungen bei der TV-Nutzung mit rund 79 Prozent. Im Gegensatz dazu reduziert sich die Nutzung von Radio und Online-Zeitungen und -Zeitschriften um rund je 5 Prozentpunkte. Gleiches lässt sich bei den Aktivitäten im Internet sagen, wo sich Social Media mit rund 53 Prozent stabil zeigt, während Suchmaschinen, Online-Spiele und -Shopping Verluste hinnehmen mussten.

Die nächste Befragungswelle wird während der Fussball-Europameisterschaft im Juni durchgeführt und im Juli publiziert. Detaillierte Ergebnisse der Studie «Electronic Footprint» zu den einzelnen Medien und Aktivitäten sowie demografische Merkmale stellt die Goldbach Group im Goldbachguide.ch zur Verfügung.
 

Consumer-Daten, die sich auszahlen

Für das Online Marketing stehen vielschichtige Nutzerdaten zur Verfügung, die es ermöglichen, Web-Auftritte den Bedürfnissen und Anforderungen der Nutzer anzupassen. Google Analytics, der Schweizer Hoflieferant, liefert uns die Daten kostenlos und erweitert die Feature-Liste kontinuierlich. Hinter diesem Ausbau steckt eine kommerzielle Strategie.

Seit kurzem bietet Google Analytics fünf neue Features an. Das Feature «Digital Attribution» bleibt Unternehmen vorbehalten, die bereit sind, $ 150 000 pro Jahr für die Nutzung von Google Analytics Premium zu bezahlen. Von den restlichen vier sind drei Features besonders wertvoll: «Browser Size Analysis», «Event Flow User Timings» und «Content Experiments».

Was sehen die Besucher auf dem Bildschirm?

Der Inhalt «above the fold» (im direkten Sichtbereich im Browser -Fenster) ist u. a. ein entscheidendes Google-Ranking-Kriterium. Durch die zahlreichen Devices mit unterschiedlichen Auflösungen ist es aufwändig festzustellen, was der «durchschnittliche» Besucher sieht. Das Feature «Browser Size Analysis» visualisiert die Sichtbereiche «above the fold» und liefert wichtigen Input für die Design- und Suchmaschinen-Optimierung der Website.

Was führt zu höheren Conversion-Raten?

Erfahrung und gesunder Menschenverstand decken das offensichtliche Optimierungspotenzial einer Website auf, bei Detailfragen, wie der Farbe des Warenkorb- Buttons, erleben selbst erfahrene Conversion-Optimierer immer wieder Überraschungen. Der Vergleich zweier statischer Versionen einer Page mit einem A/BTesting deckt die Besucherpräferenzen auf. Das neue Feature «Content Experiments » vereinfacht ein solches A/B-Testing. Code-Anpassungen sind kaum notwendig, das Set-up ist einfach. Momentan sind die Funktionalitäten noch eingeschränkt, sie sollen aber gemäss Google laufend erweitert werden.

Applikationen, die nerven

Langsame Websites nerven nicht nur, sie haben es auch schwer, vorne in den Suchresultaten zu erscheinen. Das Feature «User Timings» misst die Zeitspannen von Aktionen auf der Website, so zum Beispiel:
– Ladezeit von Plug-ins
– Dauer von Aktionen wie zum Beispiel das Verarbeiten einer Suchanfrage
– Ladezeit von AJAX-Content.

Dieses Feature ist insbesondere für Responsive Design Websites wertvoll, die
Content per AJAX dynamisch nachladen.

Google macht sich unentbehrlich

Mit attraktiven Features wird der Google-Analytics-Marktanteil zu Lasten der Mitbewerber ausgebaut. Analyse Features werden in Google Analytics integriert. Das kostenpflichtige Premium Feature «Digital Attribution» ist ein erstes Indiz dafür, dass Google, sobald es die Marktstellung erlaubt, für die noch kostenlosen Business-relevanten Features Geld verlangen wird. Mangels gleichwertiger Alternativen werden wir Google wohl oder übel auf dem vorgezeichneten Weg folgen.

Der Blog-Eintrag informiert detailliert über alle neuen Google Analytics Features:
Blog.dotpulse.ch
Imre Sinka & Nicolas Kaufmann
dotpulse Webagentur AG
www.dotpulse.ch
 

Mehr Wirkung für Werbung

Generationswechsel im BSW-Vorstand. Nadine Borter ist neue Präsidentin, nachdem Peter Felser ganz aus dem Vorstand zurücktritt. Im Interview erklärt die Inhaberin und Geschäftsführerin der Contexta ihre Visionen vom BSW und Werbung in der Schweiz.

WW: Hat man Nadine Borter überreden müssen, das Präsidium anzunehmen, oder war das schon lange ein heimlicher Wunsch?
Nadine Borter: Weder noch. Die Zeit als Vize-Präsidentin von Peter Felser war sehr spannend und erfolgreich. Die Wahl zur Präsidentin ist für mich nun eine grosse Ehre und eine schöne Herausforderung. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit in einer neuen Zusammensetzung des Vorstands.

Was motiviert Sie zu dieser Aufgabe?
Ich liebe unsere Branche und stehe darum sehr gerne für sie ein. Dazu möchte ich die nächste Werber-Generation motivieren und mobilisieren. Genauso, wie ich das selber auch erleben durfte.

Was gibt Ihnen dieser Job?
Er gibt mir die Möglichkeit, mich regelmässig mit meinen geschätzten Kollegen auszutauschen und zu vernetzen. Mit dem gemeinsamen Ziel, unsere Branche zu stärken und weiterzubringen.

Was sind anstehende Probleme, die bearbeitet werden müssen?
Die stetig wachsenden Anforderungen an unsere Branche verlangen nach ausgezeichnet ausgebildeten Mitarbeitern. Für eine erfolgreiche Zukunft braucht es zwingend Investitionen in die Aus- und Weiterbildung von engagierten und motivierten Topshots. Eine weitere Herausforderung sind die grossen Unterschiede, die wir in der Qualität und der Wirkung von Kommunikationslösungen feststellten. Es wird nach wie vor zu viel Geld für ungenügende – weil wirkungslose – Werbung ausgegeben. Die Kraft starker Ideen macht den Unterschied. Und genau dafür steht der bsw ein.

Gib es einen Bereich, in welchem der BSW in Zukunft noch stärker in der Öffentlichkeit präsent sein muss?
Das Thema Werbeverbote wird uns in Zukunft sicher weiterhin beschäftigen. Dazu möchten wir den Auftraggebern vermehrt die hohe Investitionssicherheit aufzeigen, die sich aus einer Zusammenarbeit mit einer bsw swiss leading agency ergibt.

Was halten Sie als BSW-Präsidentin und Inhaberin der Contexta davon, dass heute viele Etats auch über die Grenzen vergeben werden, zum Beispiel Swisscom?
Konkret sind es ja nicht viele, sondern nur dieser eine, von dem wir hier sprechen. Als Agenturinhaberin und BSW-Präsidentin bedaure ich es sehr, wenn Schweizer Unternehmen ihre Budgets ins Ausland vergeben. Vor allem, weil ich weiss, wie hochstehend die heimische Qualität ist.

Wie beurteilen Sie aktuell den Auftragsbestand und die Auslastung in der Branche?
Die BSW-Agenturen schätzen die Konjunkturaussichten für das Jahr 2012 leicht zurückhaltend bis stabil ein. Das zeigt eine Umfrage bei den 25 grössten Kommunikationsagenturen. Wie sich die Konjunktur tatsächlich entwickeln wird, ist so ungewiss wie selten zuvor. Einfach ist es nie. Aber gute Agenturen werden auch in schwierigen Zeiten erfolgreich arbeiten und wachsen.

Der BSW hat jetzt 3 Digital-Agenturen aufgenommen. Was denken Sie über diese Öffnung?
Das ist keine Öffnung, sondern eine logische Entwicklung. Der BSW ist ein Abbild der Branche. Und dazu gehörten schon immer auch die Spezialagenturen. Lieber Marcos von Publimedia Nicht die Länge ist entscheidend, sondern die Reichweite! Darum freuen wir uns sehr, drei führende Digital-Agenturen in unserem Kreis aufzunehmen.

Wo orten Sie in der Schweiz noch Potenzial für die Entwicklung der Branche?
Trotz globaler Vernetzung sind die realen Lebensbedingungen der Menschen ganz unterschiedlich. Da kann es ein Wettbewerbsvorteil sein, sich ganz auf die nationalen und lokalen Bedingungen einzulassen – auf allen Kommunikationskanälen, die uns zur Verfügung stehen. Und das kann niemand besser als eine bsw swiss leading agency.

Interview: Andreas Panzeri

Peter Felser hat an der GV des BSW Leading Swiss Agencies im Prime Tower – in einer Umgebung mit besten Aussichten – das BSW-Präsidium an Nadine Borter übergeben. Die Geschäftsführerin und Inhaberin von Contexta wirkte bisher als Vize. Neuer Vizepräsident ist Andreas Widmer, Y&R Group. Neu in den Vorstand gewählt wurden Chris Flückiger, Mediatonic, Genf; Michael Hählen, In Flagranti, Lyss; Roman Hirsbrunner, Maxomedia, Zürich; Curdin Janett, Publicis, Zürich; Andy Stäheli, Spillmann Felser Leo Burnett, Zürich. Zurücktreten werden Fredy Collioud, Publicis und Dominique von Matt, Jung von Matt.

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Serranetga lanciert umfeldspezifisches Videoseeding

Serranetga baut ihr Viralmarketingangebot aus: Die Zürcher Digitalagentur führt ein umfeldbasiertes Videoseeding ein. Virale Videokampagnen werden dabei auf verschiedene, relevante Themenumfelder wie Sport, Haushalt oder Lifestyle eingegrenzt.

Zudem können aktuelle Ereignisse im Rahmen der jeweiligen Kampagne gezielt berücksichtigt werden. So erhalten Unternehmen, die sich beispielsweise rund um aktuelle Sportevents positionieren, die Möglichkeit, ihre relevanten Zielgruppen auch mit Videoseeding in diesem Umfeld anzusprechen. «Durch den Einsatz von umfeldspezifischem Videoseeding wird der Streuverlust stark verringert», sagt Remo Prinz, Partner bei Serranetga, zum neuen Angebot.

Award Corporate Communications 2012: Final Countdown läuft

Uno will Schutz von Medienschaffenden verbessern

Weltweit wird eine namhafte Zahl von Journalisten getötet - meistens bleiben die Verbrechen jedoch unbestraft. Die Mitglieder des UNO-Menschenrechtsrates wurden deshalb aufgerufen, Massnahmen zu ergreifen, um die Medienschaffenden weltweit besser zu schützen.

In zwei getrennt verfassten Berichten, die im Rahmen der momentan laufenden Session des UNO-Menschenrechtsrates veröffentlicht wurden, haben in Genf die Berichterstatter für die Meinungsfreiheit und über willkürliche Hinrichtungen – Frank La Rue und Christof Heyns – den mangelnden politischen Willen einiger Staaten verurteilt, den gültigen Gesetzen Nachachtung zu verschaffen. Die Berichterstatter Frank La Rue und Christof Heyns sprachen sich in Genf für die Ausarbeitung eines Protokolls zum Schutz von Medienschaffenden aus – vergleichbar mit den Erklärungen der UNO für die Menschenrechtsaktivisten oder der Erklärung über die Rechte indigener Völker. Im Laufe der Debatte äusserte der Schweizer Botschafter bei der Uno, Dante Martinelli die Unterstützung für das Anliegen.
 
An einer parallelen von Österreich organisierten Veranstaltung in Genf erinnerte die Vertreterin der Unesco, Sylvie Coudray, an einen im April in Paris verabschiedeten Aktionsplan der Uno-Organisationen zur Sicherheitsproblematik von Journalisten. Im November soll bereits eine weitere Konferenz unter Einbezug von Nichtregierungsorganisation stattfinden, um den Aktionsplan umzusetzen.

In den ersten fünf Monaten des Jahres sind weltweit mindestens 65 Journalisten ums Leben gekommen, was im Vergleich zum Vorjahr einer Erhöhung um 50 Prozent entspricht. Mindestens 15 von ihnen haben im Konflikt in Syrien ihr Leben verloren, 7 in Mexiko sowie 6 im somalischen Bürgerkrieg. Weitere wurden angegriffen oder festgenommen. (sda)

SDA-Verwaltungsräte wiedergewählt

Am Mittwoch fand die Generalversammlung der SDA in Bern statt. Dabei sind der Präsident des Verwaltungsrates der Schweizerischen Depeschenagentur, Hans Heinrich Coninx, und die sieben Mitglieder des Verwaltungsrates für die Amtsperiode 2012-2013 wiedergewählt worden.

Dem SDA-Verwaltungsrat gehören neben Coninx Valérie Boagno, Walter Bachmann, Matthias Hagemann, Eric Hoesli, Hanspeter Lebrument, Albert P. Stäheli und Pietro Supino an. Dies schreibt die SDA am Mittwoch in einem Communiqué. Die SDA-Aktionäre genehmigten den Geschäftsbericht, die Jahresrechnung und die Konzernrechnung.

Im Jahr 2011 hat die SDA nach Sparmassnahmen im Jahr davor operativ wieder schwarze Zahlen geschrieben. Bei einem leicht höheren Umsatz von 26.67 Millionen Franken resultierte ein Betriebsgewinn (Ebit) von 302'000 Franken. Im Jahr 2010 hatte die SDA noch einen Betriebverlust von 716'000 Franken verzeichnet.
 

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