Seit drei Wochen werden Auflagen anders erhoben

Am 1. Juli 2012 trat das neue Auflagenreglement der Wemf in Kraft. Die wichtigsten Änderungen: Neu gibt es eine «verbreitete Auflage», Wechselzielgruppenversände können beglaubigt werden, der sonstige Verkauf wird limitiert und E-Papers werden in sogenannte Replicas und Non-Replicas unterteilt.

Das neue Auflagenreglement hat allgemein zwei Auswirkungen: Es führt tendenziell zu höheren Auflagen, gleichzeitig werden die Zahlen der verkauften Auflage aber auch härter», sagt Roland Achermann, Bereichsleiter Auflagenbeglaubigung bei der Wemf. Fest steht zudem: Wenn die Auflagen nach neuer Erhebungsart erstmals in gut einem Jahr am 1. Oktober 2013 publiziert werden, sind sie mit den früheren Zahlen nicht mehr vergleichbar, auch nicht mit jenen, die in diesem Herbst veröffentlicht werden. Denn die Neuerungen wirken sich auf sehr viele Titel aus.
 
Neuer Wert: Verbreitete Auflage

Bei der ersten Änderung handelt es sich um die Einführung eines neuen Wertes: Damit ein Verlag die tatsächlich verbreiteten Exemplare in einer Zahl publizieren kann, werden die verkaufte Auflage und die Gratisauflage zur «verbreiteten Auflage» zusammengezählt. Im Impressum darf die verbreitete Auflage aber aus Transparenzgründen nur zusammen mit der verkauften Auflage angegeben werden.
 
Verkaufte Auflage ist jetzt aussagekräftiger

Direkt auf die Auflagenhöhe wirkt sich eine zweite Änderung aus: Lieferunterbrüche, etwa wegen Ferienabwesenheit des Abonnenten, führen künftig bei der verkauften Auflage zu einer Senkung – und damit zu einem härteren Wert. Bisher konnten Unterbrüche zwar der Wemf angegeben werden, sie hatten aber trotz Lieferpause keine auflagenmindernde Wirkung. Weiter wurde der sonstige Verkauf, eine Unterkategorie der verkauften Auflage, einer Revision unterzogen: Bisher verstand man darunter Exemplare, die zu weniger als 50 Prozent des regulären Abopreises abgegeben wurden. Oft wurden unter dieser Kategorie Hunderte oder Tausende von Exemplaren zu bloss symbolischen Tiefstpreisen an Grossabnehmer (Restaurants, Firmen) «verkauft». Das neue Reglement führt nun eine untere Tariflimite ein: Nur Exemplare, die zu mindestens 20 Prozent des regulären Abopreises verkauft werden, gelten als sonstiger Verkauf, was billiger abgegeben wird, zählt neu zur Gratisauflage.
 
Digitale Nutzung wird teilweise abgebildet

E-Papers werden neu ebenfalls anders gezählt. Bisher fielen darunter nur verkaufte E-Papers, die zudem punkto Aufmachung, Anzeigen und Erscheinungsweise der Printausgabe entsprechen mussten, allenfalls aber mit zusätzlichen Bild-, Video-, Textoder Musikstrecken versehen sein durften. Neu nennt man diese E-Paper-Art Replica, und es werden künftig auch Gratisexemplare ausgewiesen. Damit erhöht sich die Gratisauflage. Anders die Non- Replicas: Darunter versteht man E-Papers, die zwar derselben Printmarke angehören, deren Aufmachung, redaktionelle Beiträge und Anzeigen aber jederzeit ändern können. Zwar werden sie neu ebenfalls aufgeführt, aber unter anderem auf Wunsch der Werbeauftraggeber nicht in die verbreitete Auflage gezählt.
 
Wechselzielgruppenversände sind jetzt etwas wert

Die letzte Änderung betrifft den Zielversand. Dieser war zwar schon bisher Teil der Gratisauflage, aber nur, wenn ein Tages- oder Wochentitel mindestens drei Monate lang, ein Monatstitel sechs Monate lang an dieselbe Adresse geliefert wurde. Wechselzielversände hingegen, bei denen pro Ausgabe je ein anderes Zusatzpublikum beliefert wird, wurden gar nicht ausgewiesen. Das ändert sich nun. Da aber Wechselzielversände unterschiedlich oft und unterschiedlich gross ausfallen, kommt bei dieser Kategorie der sogenannte Medianwert zum Tragen. «Bei dieser Berechnungsmethode handelt es sich um eine Art Mittelwert, der aber verhindert, dass einzelne Ausschläge nach oben oder nach unten in der ausgewiesenen Auflagenzahl abgebildet werden», erklärt Roland Achermann.

Markus Knöpfli

Grafik: Die Änderungen in der Übersicht

Teletext macht mobil

Live-Ticker, Nachrichten-Apps mit Push-Benachrichtigungen, Online-TV. Aktuelle Informationen, immer schneller, immer bewegter und immer mobiler – das ist längst gelebte und erlebte Realität. Kann da ein «Info-Dinosaurier» wie Teletext noch mithalten? Von Beat U. Schneider, Leiter Marketing & Verkauf SWISS TXT Schweizerische Teletext AG.

Die Europameisterschaft 2012, Roger Federer am French Open oder die Abstimmung zur Zweitwohnungsinitiative habens gezeigt: Politergebnisse oder Sportresultate und weitere tagesaktuelle Neuigkeiten werden noch heute regelmässig, zahlreich und vor allem über Teletext abgerufen. Über eine Million Besucher täglich verzeichnet der Informationskanal am TV. Teletext – veraltet und nur etwas für die Ü40-Generation? Mitnichten!

55 Millionen Touchpoints mit potenziellen Kunden

«Mobile ist keine Werbeform, sondern ein Nutzungskanal. Deshalb ist es wichtig, die Art, wie sich Kunden durch den Tag bewegen und dabei Medien nutzen, vollständig zu erschliessen und sie mit mobiler Werbung da abzuholen, wo sie sich gerade befinden.» So die These von «Gruner + Jahr»-Manager Oliver von Wersch. Und zweitens: Mobile sei einer der wichtigsten Customer-Touchpoints und deshalb auch ein geeigneter Kanal für Brand Building – die Frage der Zukunft sei, wann ein Unternehmen den Konsumenten in welcher Situation mit seiner Werbung antreffe und wie man ihn für eine Kampagne interessieren könne. Zwei Behauptungen aus berufenem Munde. Und vielversprechende Aussichten, die einerseits für den Erfolg des Teletextes, andererseits aber auch– und vor allem – für dessen Online- und Mobile-Varianten sprechen.
 
Auch wenn Teletext gemeinhin als Informationstool des Fernsehens verstanden wird, hat er schon längst den Anschluss zu modernen Kanälen geschafft: Unter www.teletext.ch ist die Internetversion abrufbar, und für Smartphone-Nutzer gibt es sowohl ein mobiles Portal (m.txt.ch) als auch eine Teletext-App. Der Teletext hat sich in den neuen Medien erfolgreich durchgesetzt und generiert monatlich eine crossmediale Kontaktsumme von über 55 Millionen: gut 33 Millionen im TV-Teletext, rund 18 Millionen im Internet und knapp 4,3 Millionen über die mobilen Plattformen. Teletext holt den Kunden eben da ab, wo er sich gerade bewegt.

Erfolgsprodukt: mobiler Teletext

Vom Erfolg im mobilen Bereich wurde Teletext regelrecht überrascht: Die seit April 2009 lancierte und kostenpflichtige Teletext-App für Smartphones wurde bisher über 93 000 Mal gekauft – und hinzu kommen die rund 122 000 Downloads der kostenlosen Launcher-App für die mobile Website m.txt.ch. Die Nutzer suchen die einfachen und schnellen Informationsmöglichkeiten im Teletext also nicht nur über den Fernsehkanal, sondern immer mehr auch über neue Medien. Und die kostenpflichtige Teletext-App scheint bei den Nutzern anzukommen: Bei 85 Bewertungen erreicht sie im Durchschnitt vier von fünf möglichen Sternen.

Seriöser Kanal – grosser Rücklauf auf Nummer sicher

Teletext im Fernsehen existiert in der Schweiz seit 1984. Die eckigen, «verpixelten» Schriftzeichen sind jedem bestens bekannt und haben im Zeitalter von HD-Fernsehen und Fotokameras mit weit über zehn Megapixeln sogar schon Kultstatus. Die einfache Darstellung ist offenbar ein wesentlicher Bestandteil der hohen Glaubwürdigkeit des Teletextes. Teletext wird noch heute – oder heute erst recht – als vertrauenswürdiger, seriöser Informationskanal wahrgenommen, der korrekt und komplett über Ereignisse informiert – und zwar beständig seit bald 30 Jahren. Wer in einem solchen Umfeld Werbung betreibt, kann sich einem grossen Rücklauf so gut wie sicher sein. Und dass Teletext die Lücke zwischen herkömmlichen und neuen Infokanälen erfolgreich schliesst, kommt den Werbekunden zugute. Das crossmediale Angebot macht Teletext mobil– sprich: zu einer modernen, weit reichenden Werbefläche. Immer da, wenn die Nutzer sie brauchen.

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Sieben goldene Regeln für interkulturelles Publishing

Sieben ist besonders in unserer Kultur eine beliebte Zahl. Somit folgend sieben goldene Regeln für internationales und interkulturelles Corporate Publishing und die wichtigste Voraussetzung dazu: ein auf persönlicher Basis funktionierendes journalistisches Netzwerk. Von Dr. Viviane Egli, Primafila AG, [email protected]

1) Lokale Kenntnisse sind unabdingbar

Eine lokal angesiedelte Story ist den lokalen Gegebenheiten verpflichtet. Dies bedingt Vertrautheit mit der Situation und der Kultur sowie eine vorgängige Recherche vor Ort.

2) Internationale Kenntnisse sind unabdingbar

Die Erzählweise der lokalen Gegebenheiten folgt den vielfältigen und kulturell verschiedenen Gepflogenheiten der internationalen Leserschaft und Community. Entsprechend ist den international vielfältigen Auffassungen und Klischees zum Thema und zur lokalen Kultur, in der sich die Story abspielt, subtil Rechnung zu tragen.

3) Team interkulturell zusammensetzen

Das journalistische Team setzt sich aus Köpfen vor Ort zusammen, mit dem Wissen zum (Branchen-) Thema sowie Kenntnissen der Kulturen der Rezipienten. Konkret: Dem Filmer und dem Fotografen aus der Region steht der in die Region zugezogene, interkulturell versierte Korrespondent zur Seite, gegebenenfalls zusätzlich ein lokaler Vertreter des herausgebenden Unternehmens.

4) Interkulturelle Recherche als erster Schritt

Dieses interkulturelle journalistische Team vor Ort ist so klein wie möglich und verpflichtet sich im ersten Schritt der notwendigen vorgängigen Recherche. Bereits in der Recherche werden die Kultur vor Ort, die Kulturen der Rezipienten sowie die (Branchen-)Kultur des herausgebenden Unternehmens verflochten.

5) Crossmedial und interkulturell zusammenschweissen

Beim crossmedial konzipierten Storytelling ist eine solche interkulturelle Teamarbeit für ein professionelles Ergebnis unabdingbar: Die Story für den Print, das Digital Publishing, den iPad- Auftritt und für das Video werden von einem journalistischen Team recherchiert und umgesetzt.

6) Interkulturelle und multikulturelle Ausgangslage unterscheiden

Internationaler B2B Content hat in der Regel eine internationale Leserschaft und Community mit homogenem Interesse und heterogenen Verhältnissen bzw. Marktverhältnissen. Dieser Ausgangslage ist interkulturell Rechnung zu tragen – mit viel Fingerspitzengefühl und Know-how. Internationaler B2C Content hingegen hat in der Regel internationale Leserschaften/ Communitys mit heterogenen Interessen und natürlich ebenfalls heterogenen Verhältnissen. Dies ist primär eine multikulturelle Ausgangslage (Themenausformung, Sprachen etc.).

7) Ausgewählt exemplifizieren und elegant nivellieren

Das Weltbürgertum ist eine Adressatengruppe, die in allen Kulturen der Welt seine Wurzeln und keine eigentliche gemeinsame Heimat hat. Interkulturell heisst das: gleichzeitig möglichst verschiedenen Kulturen Rechnung tragen sowie elegant nivellieren – im filmischen und textlichen Erzählen sowie im Mediendesign. Die eigenständige, unverwechselbare Ausformung wird durch die Unternehmenskultur des internationalen herausgebenden Unternehmens und dessen Know-how sowie durch die persönliche journalistische Prägung vor Ort erreicht. Viviane Egli

Zum journalistischen Netzwerk

Da in gewissen Kulturen wie in China die Zahl Acht besonders glücksverheissend ist, noch eine achte Regel: Das internationale Netzwerk eines Corporate-Publishing-Players ist dessen wichtigstes Kapital. Ein solches Netzwerk ist im Idealfall über viele Jahre sorgfältig persönlich aufgebaut (und nicht als Agentur-Netzwerk dazugekauft!) und umfasst renommierte und spezialisierte Journalisten, Filmer und Fotografen auf der ganzen Welt. Diese Vertrauenspersonen werden jeweils für ein Storytelling vor Ort sorgfältig zu Teams formiert. Der harte Kern eines solchen Netzwerkes sind einige Dutzend langjährige Korrespondenten in den wichtigsten Metropolen. In besonders zentralen Märkten werden mit Vorteil kleine Büros von langjährigen Mitarbeitenden geführt. Bei Bedarf arbeitet das Büro vor Ort direkt mit der Geschäftsstelle des Kunden zusammen. Die Mitarbeitenden eines Corporate-Publishing-Dienstleisters sind per se ein interkulturelles Team. Zusammen mit dem filigranen Netzwerk sind sie für den Kunden ein verlängerter Arm für den journalistischen Content – eingespielt, unkompliziert und kulturell versiert. Die Kultur des Corporate-Publishing-Players und seines Netzwerks basiert auf gegenseitigem Vertrauen, Loyalität und Respekt.
 

Online-Recruiting: Social Media und Mobile im Vormarsch

Facebook, Twitter, Xing und Linkedin – immer häufiger finden Arbeitnehmer und Arbeitgeber über Social-Media-Plattformen zueinander. Und immer öfters sind dabei mobile Endgeräte im Spiel.

Zwar suchen viele Arbeitnehmer noch vorwiegend über Printmedien, Stellenbörsen, Personalvermittler und Firmen-Websites nach einer neuen beruflichen Herausforderung. Und ebenso setzen Firmen für die Rekrutierung neuer Mitarbeiter nach wie vor gerne auf die traditionellen Kanäle. Zunehmend wichtiger werden aber soziale Netzwerke, wie der vierte Trend-Report des Recruiting-Spezialisten Prospective Media Services zum Thema «Online-Recruiting » zeigt.

Muss eine Stelle neu besetzt werden, kontaktieren Recruiter vermehrt nicht mehr CV-Datenbanken, sondern suchen in Social Networks nach möglichen Kandidaten. In der Deutschschweiz wurden bereits 12% der Arbeitnehmer auf diesem Weg von einem Recruiter angesprochen. Gleichermassen stossen Arbeitnehmer über Xing oder Linkedin auf ein Stellenangebot oder werden via Facebook und Twitter auf einen Job aufmerksam gemacht. Während in der Deutschschweiz bei den Business- Portalen Xing die Nase vorn hat, ist in der Westschweiz Linkedin das meist genutzte Netzwerk (siehe Abb. 2). Differenzen gibt es allerdings zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. So wird das Karriereportal Xing von Unternehmen für die Stellenausschreibung häufiger genutzt, als es Arbeitnehmer für die Suche verwenden. «Wir vermuten, da Xing in erster Linie keine Jobbörse, sondern ein Business-Netzwerk ist, nutzen es Interessenten weniger ‹bewusst› für die Stellensuche», erklärt sich Bea Schellenberg von Prospective Media Services die Diskrepanz. «Arbeitgebern bietet Xing hingegen die Möglichkeit, passenden Kandidaten Jobvorschläge direkt auf das Xing-Profil anzuzeigen und damit auch latent Suchende anzusprechen. Zudem ist Xing insbesondere für die Direktansprache von Kandidaten geeignet.»

Nachholbedarf scheint dagegen auf Arbeitgeberseite bei Google+ (g+) zu bestehen. Viele Arbeitnehmer nutzen g+ bereits zur Stellensuche. Unternehmen berücksichtigen diesen Kanal dagegen noch kaum. Ähnliches gilt in der Deutschschweiz für den Kurznachrichtendienst Twitter, der sich derzeit bei Arbeitnehmern (noch) grösserer Beliebtheit erfreut als bei den Arbeitgebern.

Via Facebook zum neuen Job

Die Arbeitsmarktstudie legt deutlich dar, dass nicht nur Business-Netzwerke, sondern auch solche, die traditionell eher privat genutzt werden, bei der Stellensuche beziehungsweise dem Recruiting eine wichtige Rolle spielen. Allen voran Facebook. Jeder fünfte Arbeitnehmer hat schon einmal ein Jobangebot entdeckt, das jemand aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis auf Facebook gepostet hat. Die Arbeitgeber, die letztes Jahr im Bereich Recruiting bezüglich Facebook-Nutzung noch hinter den Arbeitnehmern zurücklagen, haben aufgeholt und setzen das Netzwerk nun vermehrt zur Mitarbeitersuche ein. Zum Beispiel, indem sie Vakanzen auf ihrer Fanpage publizieren. Oder, indem sie die Netzwerke der Mitarbeiter zur Rekrutierung nutzen. Stellen finden dann nicht mehr über herkömmliche Stellenportale den Weg zu den Interessenten, sondern werden via Mitarbeiter an ihre Facebook-Freunde weitergeleitet. So wie begehrte Wohnungen innerhalb des Bekanntenkreises weitergegeben werden, schreiben Unternehmen Stellen über die Netzwerke ihrer Mitarbeiter aus. «Das ist, wie wenn ich eine Wohnung im Seefeld zu vergeben habe. Die schreibe ich nicht unbedingt auf Homegate aus», veranschaulicht Matthias Mäder, CEO von Prospective Media Services, das Beispiel. In der Schweiz noch selten genutzt werden Facebook-Karriere-Fanpages. Auf einer solchen Seite, die zusätzlich zur normalen Facebook-Präsenz geführt wird, stellt sich ein Unternehmen potenziellen Mitarbeitern vor und informiert über aktuelle Jobs. Eine Fotostrecke gibt Einblick in die Firma und den ausgeschriebenen Job. Wer will schon nicht wissen, wie sein neuer Arbeitsplatz, die Kantine, das Bürogebäude und der Pausenraum aussehen. Oder: Die Person, die das Unternehmen verlässt, wird in die Suche eingespannt. «Es ist eine Tendenz, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter immer mehr in die Rekrutierung einbeziehen», so Mäder. Nicht mehr die Firma, sondern der Mitarbeiter selbst sucht nach seinem Nachfolger. Beispielsweise erklärt er in einem Video, wie sein Job und der Arbeitsalltag aussehen. Durch das sogenannte Employee-Branding bekommt das Unternehmen eine ganz andere Visibilität. Und der Stellensuchende erhält Informationen aus erster Hand und darüber hinaus einen direkten Kontakt, an den er sich bei Fragen wenden kann. «Mit einer Karriere-Fanpage kann sich ein Unternehmen einfach gegen aussen öffnen und sich authentisch präsentieren », fasst Mäder die Vorteile der Karriere- Fanpage zusammen.

Gepflegt wird die Karriere-Fanpage durch den HR-Bereich des Unternehmens, der damit über einen eigenen Kanal verfügt, um einen Draht zu potenziellen Bewerbern aufzubauen. Eine Möglichkeit, von der in Deutschland schon diverse Unternehmen – unter anderen Audi, Deutsche Bahn, Volkswagen oder IBM – Gebrauch machen. In der Schweiz verfügen beispielsweise der Versicherungskonzern Baloise Group oder das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG über eine entsprechende Seite.

Mobile Recruiting

Die Zunahme orts- und zeitunabhängiger Internetnutzung bestimmt auch die Entwicklungen in der Stellensuche beziehungsweise im Recruiting. So gehört 2012 zu den grossen Trends neben Social Media das Mobile Recruiting. 17% der Smartphone- Besitzer wenden ihr Gerät bereits zur Stellensuche an. 18% haben ausserdem eine spezifische App einer Job-Plattform heruntergeladen, um unterwegs die Stellenangebote zu prüfen. Die Arbeitgeber hinken deutlich hinterher: Lediglich 1,7% nutzen gegenwärtig eine Mobile-App, um ihre Stellen auszuschreiben. Das Interesse der Unternehmen ist aber geweckt: 29% prüfen derzeit Möglichkeiten im Mobile Recruiting.

Dabei geht es Unternehmen einerseits darum, die Stelleninserate mobile-fähig aufzubereiten, damit die Angebote für den Nutzer attraktiv dargestellt werden. Andererseits muss definiert werden, ob eine Bewerbung mobil möglich sein soll. Hier kommt die Profilbewerbung ins Spiel: Da Nutzer zum Beispiel auf dem iPhone in der Regel weder den Lebenslauf noch ein Motivationsschreiben bereit haben, lässt der Bewerber stattdessen sein Xing- oder Linkedin- Profil dem Recruiter zukommen, der dieses auf seine Eignung überprüft. Passt das Profil, kann der Bewerber anschliessend das Motivationsschreiben und den CV nachreichen. «Gerade für Berufe, in denen der Bewerbermarkt ausgetrocknet ist – im Pflegebereich oder im Ingenieurwesen –, könnte es spannend sein, potenzielle Bewerber auf diesem Weg anzusprechen », so Mäder. Insbesondere Kandidaten, die viel unterwegs sind, könnten sich so mühelos bewerben. Weniger interessant dürfte die Profilbewerbung für Stellen sein, bei denen der Pool an Bewerbern gross ist. «In solchen Fällen wird der Recruiter vermutlich keine Profilbewerbung zulassen, da er ansonsten mit Bewerbungen überflutet wird.»

Handfeste Bewerbungen

Ob sich Profilbewerbungen bei den Arbeitnehmern – wenn auch nur in bestimmten Bereichen – durchsetzen können, wird sich zeigen. Denn punkto Bewerbung scheinen die Arbeitnehmer wenig experimentierfreudig, ja sogar ausgesprochen konservativ. 75% der Arbeitnehmer nutzen nach wie vor gerne die Printbewerbung, um sich einem Arbeitgeber vorzustellen. Ein Ergebnis, das erstaunt. «Ich persönlich glaube, dass Bewerber mit der Printbewerbung auffallen wollen», erklärt sich Mäder das Festklammern am Papier. «Ein Dossier in einem rosaroten Mäppchen fällt auf dem Tisch des Recruiters auf, wenn er seine ABC-Häufchen macht.» Schellenberg bestätigt: «Viele haben das Gefühl, eine Bewerbung, die man in die Hände nehmen kann, wirke mehr.» Was viele nicht zu wissen scheinen: Firmen ziehen eine E-Mail-Bewerbung dem Printdokument vor. Schliesslich arbeiten die meisten Unternehmen im Recruting mit IT-Systemen und wollen Printbewerbungen nicht zuerst einscannen, um sie überhaupt bearbeiten zu können.

Isabel Imper

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Abb. 1: Anteil Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die in einem bestimmten Medium Stellen ausschreiben bzw. Stellen suchen (in %); links Deutschschweiz, rechts Westschweiz.

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Abb. 2: Vergleich der verschiedenen Netzwerke nach Arbeitgebern und Arbeitnehmern, Deutsch- und Westschweiz.

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Wer beobachtet die Beobachter? KMU brauchen mehr kritische Aufmerksamkeit

Ob Kommunikationspresse oder Medienmonitoring-Anbieter: Die Eigentumsverhältnisse einiger Branchendienste werfen Fragen auf. Ein Aufruf zu mehr öffentlicher Wachsamkeit. Von Oliver Classen, Pressesprecher der entwicklungspolitischen Organisation Erklärung von Bern und ehemaliger Medienredaktor.

Wie jede Form der Selbstbeobachtung hat auch die journalistische ihre blinden Flecken. Nur: Die toten Winkel der Schweizer Medienbranche wachsen proportional zu deren Konsolidierung, denn ohne wachsame Konkurrenz keine wirksame Kritik. Wenn etwa der eigene Verleger interviewt, ein grosser Anzeigenkunde geschont oder die Fehlleistung der Konkurrenz kommentiert wird, stösst der Medienjournalismus in Sachen Objektivität an natürliche Grenzen. Betriebsblindheit ist also auch für den Kommunikationssektor konstitutiv. Diese hinlänglich bekannte Systemschwäche medialer Selbstaufklärung erklärt und entschuldigt aber keineswegs, dass problematische Eigentumsverhältnisse bei anderen Branchenbeobachtern entweder vorsätzlich ignoriert oder stillschweigend akzeptiert werden.

Die Übernahme des Mutterhauses von Persönlich durch die Publigroupe etwa wurde 2008 lediglich von der «Zeitschrift für Werbung und Medien» selbst vermeldet. Und zwar so diskret, dass es fast schon ein wenig verschämt wirkte. Komischerweise war dieser dubiose Deal weder den grossen Zeitungen, die mehrheitlich nach wie vor mit der in Schieflage geratenen Inseratenvermittlerin kooperieren, noch der direkten Konkurrenz eine Schlagzeile wert. Auch als sich die Herausgeber der Werbewoche, bei der ich bis 2005 meine Brötchen verdient habe, rund zwei Jahre später (Disclaimer!), unter die schützenden Fittiche von Südostschweiz-Chef und Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument begaben, blieben die sich aufdrängenden Fragen nach Interessenskonflikten und Glaubwürdigkeitsverlust aus.

Selbst der sonst gern und gut skandalisierende Schweizer Journalist schlachtete den Unabhängigkeitsverlust seiner Hauptmitbewerber nicht aus. Einzig der Kleinreport thematisierte die eigentümlichen Eigentumsverhältnisse – ohne freilich die eigenen offenzulegen – und widerlegte so das aufkommende Gerücht vom wechselseitigen Stillhalteabkommen. Die gespenstische Ruhe im Auge des Sturms kann eigentlich nur zwei Gründe haben: Entweder ist sie Ausdruck mangelnder Relevanz und Bissigkeit der beiden führenden Branchendienste, sodass die neuen Besitzer gar nicht interessieren. Oder die meinungsbildende Presse will es sich mit der grössten Schweizer «Media Sales Agency » und dem einflussreichen Verlegerpräsidenten nicht verderben. Beide Vermutungen wären eine Analyse wert. In noch grössere Erklärungsnot gerät, wer die fehlenden Fragen um das seit Jahresfrist herrschende Monopol im kleinen, aber feinen Schweizer Markt der Ausschnittsdienste bemerkt hat.

Durch die Fusion mit dem aufstrebenden Innerschweizer Familienunternehmen ZMS hat der Zürcher Platzhirsch Argus trotz nomineller Weiterführung der jetzigen Tochter faktisch hier nun die Alleinherrschaft. Clipping-Kunden wie ich (Disclaimer!) beobachten diese Zweifirmenstrategie ohne Preisdifferenzierung mit wachsender Skepsis. Für die Wirtschaftspresse sind solche Entwicklungen aber offenbar nur relevant, wenn die Wettbewerbskommission ins Spiel kommt – also erst ab Umsatzvolumen von 100 Millionen Franken.

Ein «Journalismusjournalismus» (Titel eines grandiosen Buchs zum Meta-Thema), der seinen Selbstbeobachtungsauftrag ernst nimmt, muss jedoch die gesamte Medienwirtschaft im Auge haben, sich also auch um die vermeintlich kleinen Fische kümmern. Schwimmen diese unter dem Radar jener grossen Verlagshäuser, die sich überhaupt noch Medienjournalismus leisten, wären sie sicher ein gefundenes Fressen für Blogger und Online-Mediazines. Denn Beobachter ohne Beobachtung werden auf die Dauer wie Könige ohne Kontrolleure – selbstgefällig und gefährlich.

 

Die Kunst kehrt zurück

Nach fast zweijähriger Bauzeit kehrt der Kunstbetrieb Ende August zurück ins Löwenbräukunst-Areal. Zürich bekommt damit ein neues «Museumsquartier», das den Vergleich mit der internationalen Szene in Wien, London oder Berlin nicht mehr zu fürchten braucht.

Die Magnetwirkung der Kunst im Löwenbräukunst-Areal hat 1996 die Kunstmeile im Kreis 5 begründet und für das gesamte Quartier wichtige Impulse gesetzt. In den über 100-jährigen, ehemaligen Brauerei-Gebäuden auf dem Löwenbräu-Areal entstand damals im Sog des weltweit boomenden Kunstinteresses innert kürzester Zeit ein Zentrum für Gegenwartskunst, welches bald auch eine grosse internationale Ausstrahlung erwirkte.

Die Kunsthalle Zürich, das neu entstandene Migros Museum für Gegenwartskunst, die Daros Collection und eine kleine Anzahl hochwertiger privater Galerien entschieden sich für das traditionsreiche Areal als ihren neuen Standort, womit der Grundstein für eine Erfolgsgeschichte gelegt war.

Häufige Eigentümerwechsel in den nachfolgenden Jahren hatten die Zukunft des Kulturbetriebs im Löwenbräu-Areal allerdings wiederholt gefährdet. 2005 hatten Vertretende der Kunsthalle die Stadt Zürich um Unterstützung zur Erhaltung der Kunst im Löwenbräu-Areal gebeten. In der Folge hat der Stadtrat ein Projekt zur langfristigen Sicherung des Kunst- und Kulturbetriebs Löwenbräu lanciert. Im Bestreben, das Löwenbräu-Areal langfristig für die Kunst zu erhalten, hat der Zürcher Gemeinderat 2005 einen privaten Gestaltungsplan mit gemischter Nutzung von Räumen für kulturelle Nutzungen und Gewerbe-, Büro- und Wohnbauten beschlossen.

Im Januar 2007 fällte auch der Stadtrat nach umfangreichen Vorarbeiten den Grundsatzentscheid zur Erhaltung des Kunstclusters und erteilte einem städtischen Projektteam einen entsprechenden Auftrag. Im Laufe der Projektarbeiten wurden verschiedene Trägerschaftsmodelle genauer untersucht. Bald kristallisierte sich die Stockwerkeigentümergemeinschaft als beste Trägerschaftsmöglichkeit heraus, weil dadurch gross- und kleinflächige Institutionen und Galerien partizipativ beteiligt werden konnten.

Die ausbrechende Finanzkrise im Jahr 2008 gab diesem Trägerschaftsmodell leider den Todesstoss, vor allem weil die privaten Mitglieder der geplanten Trägerschaft eine derart starke Ressourcenbindung in der Immobilie als zu grosses Risiko einschätzten. Unter Druck der Immobilienbesitzerin musste in kürzester Zeit eine neue Trägerschaftsform gefunden werden.

Löwenbräu-Kunst AG

Die neu gebildete Trägerschaft sollte das Grundstück und die Gebäude von der heutigen Eigentümerin in einem gemeinsamen Engagement von nicht kommerziellen Kunstinstitutionen und der öffentlichen Hand übernehmen. Dafür gründeten die beiden institutionellen Mieter Kunsthalle und Migros Museum zusammen mit der Stadt Zürich im Mai 2011 die Aktiengesellschaft «Löwenbräu-Kunst AG», welche die Kunstparzelle nach Abschluss der Teilerneuerung und des Grundausbaus im Frühsommer 2012 von der PSP übernahm. Die drei Aktionäre beteiligten sich im Umfang je eines Drittels am Aktienkapital von 27 Mio. Franken. Der Nutzungszweck der Löwenbräu-Kunst AG wurde als «Betrieb eines Zentrums für Kunst- und Kulturzwecke» in den Statuten festgeschrieben und dessen langfristige Sicherung über Aktionärsbindungsverträge verankert.

Nach den Vorbereitungs- und Abbrucharbeiten Ende 2010 fand am 18. Mai 2011 die Grundsteinlegung im Löwenbräu-Areal statt und nach einer Bauzeit von rund zwei Jahren kann jetzt der Kunstteil Ende August 2012 eröffnet werden. Mit der Eröffnung der sanierten und erweiterten «Löwenbräukunst» stärkt Zürich sein Kulturangebot und seinen Ruf als attraktiver und innovativer Standort für die Kunst- und Kreativwirtschaft. Diese Branche ist in den letzten Jahren zu einem wichtigen und nicht mehr wegzudenkenden Pfeiler der Züricher Wirtschaft geworden.

Doppelte Fläche für alte Mieter

Von den Mietern der ersten Stunde kehren die Kunstinstitutionen Kunsthalle Zürich und Migros Museum für Gegenwartskunst, die Galerien Hauser & Wirth, Bob van Orsouw und Eva Presenhuber sowie die Buchhandlung Kunstgriff zurück in renovierte und teils bedeutend vergrösserte Räume. Die Kunsthalle und das Migros Museum für Gegenwartskunst können ihre Fläche fast verdoppeln.

Die Kunsthalle Zürich hat sich in den 27 Jahren ihres Bestehens zu einem international bedeutenden Zentrum für zeitgenössische Kunst entwickelt. Mit dem Ausbau der Kunsthalle wird die Ausstellungsfläche mit öffentlicher Bibliothek und Vermittlungsräumen von rund 800 auf 1200 Quadratmeter erhöht. Dazu kommen neue Archiv-, Werkstatt- und Büroräume. Verein und Stiftung Kunsthalle investieren gesamthaft rund 13 Millionen Franken in die Beteiligung am Aktienkapital der Löwenbräu-Kunst AG und in den Ausbau der Infrastruktur. Die Aktienkapitalbeteiligung von 9 Millionen und die Ausbaukosten von 4 Millionen Franken decken Stiftung und Verein Kunsthalle Zürich zu 100 Prozent mit privaten Spenden, Zuwendungen von Stiftungen und Eigenleistungen.

Das Migros Museum für Gegenwartskunst verfügt neu über zwei Ausstellungsebenen mit einer Fläche von 1300 m2 bei einer gesamten Mietfläche von 2500 m2: Ein Stockwerk wird für die Präsentation der Sammlung genutzt, während das andere für wechselnde Einzel- oder Gruppenausstellungen zur Verfügung steht.

Ein neuer Veranstaltungsraum ermöglicht den Ausbau des Vermittlungs- und Rahmenprogrammes. Das Migros-Museum positioniert sich mit diesen Neuerungen als attraktiver und dynamischer Begegnungsort für das zeitgenössische Kunstschaffen. Das vom grössten Schweizer Detailhändler mäzenatisch finanzierte Migros Museum für Gegenwartskunst ist Teil des Migros-Kulturprozents.

Neu wird die Luma Stiftung von Kunstmäzenin Maja Hoffmann einziehen. LUMA Westbau/POOL etc. wird im Neubau-West neben Ausstellungs- und Veranstaltungsräumen auch ein Boardinghouse für Künstler und Stipendiaten des Projekts betreiben. Als weitere neue Mieter kommen der Kunstbuchverlag JRP|Ringier und die Galerie Freymond-Guth Fine Arts sowie weitere Galerien als Untermieter in den Räumen von Daros Latinamerica hinzu. Während viele Mieter bereits eingezogen sind, sind andere dabei, die Räume noch individuell anzupassen.

Andreas Panzer

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Kommunikation ohne Grenzen

Müller Martini, führender Anbieter von Lösungen für die grafische Industrie, ist auf allen Kontinenten vertreten. Die Kommunikation ist daher grenzenlos und voller Respekt für die verschiedenen Kulturen dieser Welt.

Müller Martini mit Hauptsitz im aargauischen Zofingen entwickelt seit mehr als sechs Jahrzehnten Lösungen – Sammelheft-Systeme, Softcover- Klebebinder, Hardcover-Buchlinien, Zeitungsversand- Anlagen, digitale Produktionssysteme, Rollenoffset-Druckmaschinen, Service-Lösungen – für die grafische Industrie. Produziert wird in der Schweiz, in Deutschland und in China – hier jedoch ausschliesslich für den chinesischen Markt. Verkaufsgesellschaften hat Müller Martini weltweit. Entsprechend international ist die Kommunikation, die von der CP-Agentur Brandl & Schärer in Olten im Printbereich entscheidend mit gestaltet wird.
 
Zum Beispiel das Kundenmagazin «Müller Martini Panorama», das seit 27 Jahren drei Mal jährlich in einer Auflage von 34 000 Exemplaren in fünf Sprachen erscheint. Chefredaktor ist Dr. Markus Angst. Er schreibt Kundenreferenzberichte, Hintergrundreportagen, Technikartikel und Interviews, die anschliessend auf Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch übersetzt werden. Kunden und Experten aus verschiedenen Ländern prüfen die Texte mehrfach auf inhaltliche und sprachliche Korrektheit. «Das ist ein wichtiger Teil der Qualitätssicherung», so Markus Angst. «Und entsprechend zeitaufwendig.»
 
Letzteres gelte insbesondere auch für die Recherche vor Ort, erklärt der Chefredaktor, der für seine Interviews in der ganzen Welt herumreist. «Vor Ort nehme ich viele Eindrücke auf, von den Menschen, vom Betrieb, von den Printprodukten, vom gesamten kulturellen Umfeld – das rechtfertigt im Sinne der Textqualität jede noch so weite Reise.» Eindrücke, die in die Geschichten einfliessen. Die Reportagen sind authentisch, erlebt, sie basieren auf persönlichen Begegnungen. Kein digitales Kommunikationsmittel kann diese Erfahrungen ersetzen. Das ist professioneller Journalismus.
 
Qualität und Professionalität wird bei Müller Martini grossgeschrieben, nicht nur in der Entwicklung, Produktion und dem Kundenservice, sondern auch in der Kommunikation. Und hier nicht zuletzt in der Bildsprache, die einen Querschnitt durch alle Kontinente, Hautfarben und Kulturen präsentiert und gleichzeitig Rücksicht auf kulturelle Tabus nimmt. So setzt Brandl & Schärer an einem T-Shirt auch mal zusätzlich Stoff an, um die Leserschaft in den islamischen Ländern nicht zu brüskieren. Auch das gehört zur Professionalität von Müller Martini, wo man sich bis ins letzte Detail der Verantwortung gegenüber anderen Kulturen bewusst ist und diesen den gebührlichen Respekt erweist.  
 
Unternehmen: Brandl & Schärer AG
Ansprechpartner/Kontaktperson: Kurt Schärer
E-Mail-Adresse: [email protected]

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Aufgespiesst: Teenies booken sich aus

Anne-Friederike Heinrich, freie Mitarbeiterin der Werbewoche, über neue Hoffnung, die neuerdings wieder die Jugend bringt.

Ja, ja, die Jugend von heute … ist auch nicht mehr das, was sie mal war. Gott sei Dank! Wenigstens die jüngeren Jungen zwischen 13 und 15 Jahren werden langsam wieder vernünftig – und verabschieden sich von Facebook. Endlich ein Lichtblick!

Oma in spe

Wie oft stehe ich mit unserem neun Monate alten Bub auf dem Arm auf unserem Balkon, wir schauen den Kids auf der Strasse zu und ich denke: «Meine Güte, hoffentlich ist das alles wieder anders, wenn unser Kleiner grösser ist. Hoffentlich sind die Nägel wieder weniger bunt, die Röcke länger, die Frisuren wieder horizontal, die Hosen weiter und weiter oben und die Sonnenbrillen kleiner. Und hoffentlich ist es nicht mehr en vogue, abends an der Bushaltestelle abzuhängen, auf der Strasse herumzukreischen oder mit einem Ghettoblaster auf Rollen herumzulaufen.» Und gleichzeitig denke ich: «Jetzt musst du dir nur noch ein Kissen fürs Geländer kaufen – fertig ist die Oma, die über die Jugend von heute wäffelt und die du nie sein wolltest. Bin ich alt geworden!»

Aber ich habe ja recht. Ich gesetzte Dame mittleren Alters habe immer versucht, geheim zu halten, dass ich nicht auf Facebook bin, dass ich es für Zeitverschwendung halte, mich mit Tausenden von Profilen zu verlinken, bei denen ich die Personen dahinter kaum kenne oder lieber gar nicht kennen möchte, sie als meine «Freunde» zu bezeichnen und deshalb für die wenigen, guten, realen Menschen, die mir wirklich am Herzen liegen, keine Zeit mehr zu haben. Ich habe mich sogar ein bisschen dafür geschämt, dass ich meine privaten Ferien- und Schaumal- was-ich-mir-gekauft-habe-Fotos nicht mit der Welt zu teilen bereit bin. Denn ziemlich altmodisch ist das heutzutage ja schon. Twitter: ja. Xing: ja. Beides hat eine klare Funktion und damit seine Berechtigung. Aber warum sollte ich eine zweite Existenz im Virtuellen führen? Die reale ist ja schon anstrengend genug.

Kinder im Kommen

Nun welch ein Befreiungsschlag durch die 13- bis 15-Jährigen: Von Mai bis Juli 2012 haben sich 10 000 Schweizer Teenager von Facebook abgemeldet. Weil sie das Netzwerken und die ständige Pflege ihres Profils stresst, weil sie von Werbung (!) und Spam genervt sind und weil sie sich überwacht fühlen. Das ist sensationell. Ich bin also doch noch nicht so alt! Die Welt dreht sich doch noch nicht zu schnell für mich! Und ich kann es mir doch leisten, bei Facebook nicht mitzumachen. Ist doch ein gutes Gefühl, dass ich mich auch in virtuellen Dingen auf meinen Bauch und meinen gesunden Menschenverstand verlassen kann. Auch wenn ich eine alte Gumsel bin. Danke Kinder!

Gut, gut, die jungen Leute entsagen den sozialen Netzwerken natürlich nicht ganz. WhatsApp ist jetzt angesagt, und danach werden andere tolle Tools folgen. Aber wenn das alles durch ist, kommen ja vielleicht wieder Strickzirkel und Herrenabende in Mode. SMS, vorübergehend was für alte Leute, sind jetzt schon wieder die Kommunikationsform der Wahl. Ich darf also guter Hoffnung WhatsApp und das ganze andere neumodische Zeugs überspringen und mich auf das zurückkehrende Mittelalter freuen. Nur eine Angst bleibt: Dass unser Söhnchen, wenn es dem Mutterschosse schliesslich entwachsen ist, irgendwann die Idee hat, mich «anzufrienden » – oder wie auch immer das anno 2024 ff. heissen wird. Dann muss ich natürlich mit einem beglückten «ja klar» antworten und ganz schnell herausfinden, wovon er redet. Denn dass unser «Kleiner » mich dereinst uncool und altmodisch findet, damit könnte ich nun wirklich nicht leben.
 

Dachcom: Kampagne für den FC St. Gallen entwickelt

Die Agentur Dachcom hat für den FC St. Gallen, der zurück in der Super League ist, einen neuen Markenauftritt kreiert.

Erstmals zur Anwendung kam die neue Corporate Identity in Form einer Kampagne zum Verkauf der Saisonkarten, wie die Agentur in einer Mitteilung schreibt. Im Rahmen der Kampagne umgesetzt wurden Plakate, Anzeigen und Publireportagen, ein Mailing mit beigefügten Postkarten sowie Radio- und TV-Spots. Auch die kommunikative Abdeckung der laufenden Saison erfolgt im neuen Kleid, über Massnahmen wie Inserate, Plakate und Matchprogramme vor jedem Heimspiel sowie Magazine und weitere Mittel.

Verantwortlich beim FC St. Gallen: Bill B. Mistura (CEO), Brigitta Wegmann (Marketing). Verantwortlich bei Dachcom, Rheineck: Pascal Rüegg (AD), Ralf Bruggmann (Text/Konzept), Brigitte Mebold (Projektkoordination), Jérôme Walz (Beratung/Strategie), Otto Gmeiner (Gesamtverantwortung).

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Disqualifiziert!

Ende Juli stehen ein weiteres Mal die Olympischen Spiele auf dem Programm. Nach den Spielen 2008 in Peking, werden die diesjährigen in London geradezu als «Socialympics» bezeichnet. Doch werden es wirklich die ersten Social-Media-Spiele, wie sich das IOC selber lobt? Von Manuel P. Nappo, Studienleiter CAS Social Media Management an der HWZ, Chief Networking Officer bei Centralway. www.about.me/mpn

Der Social-Media-Chef des IOC, Alex Huot, spricht von den ersten Social-Media-Spielen, die dieses Jahr in London stattfinden werden. Im Gegensatz zu Peking, wo es 2008 noch strengere Richtlinien zur Nutzung der neuen Medien gab. Das IOC fordert Sportler geradezu auf, die neuen Kanäle zu nutzen und bietet angeblich sogar Kurse an. Auch die eigens dafür aufgesetzte Microsite hub.olympic. org lässt glauben, dass Ende Juli tatsächlich die ersten Socialympics starten werden.

Wer aber einen genaueren Blick auf das Kleingedruckte bei den Tickets oder in die IOC Social Media Guidelines wirft, der merkt schnell, dass es ganz so gesellig wie anfangs angenommen nicht zu und her gehen wird.

Auch wenn das Olympische Komitee die Sportler ermuntert, die Social-Media-Kanäle zu nutzen, enthalten die Guidelines strenge Vorschriften. So dürfen Nachrichten nur in der ersten Person geschrieben werden, sie dürfen nicht redaktionell wirken und keinen Wettkampf oder Aktivitäten von anderen Teilnehmern kommentieren. Fotos für die persönliche Nutzung sind erlaubt, Video- und Audioaufnahmen vom olympischen Gelände dürfen nicht auf Social-Media-Plattformen geteilt werden. Bei den Fotos müssen die Rechte abgeklärt werden, sollten Drittpersonen darauf abgebildet sein, und Marken von Nicht-Sponsoren dürfen auf den Bildern keinesfalls ersichtlich sein. Die olympischen Ringe dürfen auf Bildmaterial nicht verwendet werden. Akkreditierte Medien wiederum dürfen alle Social- Media-Plattformen nach gutem Glauben (bona fide) nutzen.

Auf die strengen Guidelines angesprochen, relativiert das IOC, dass es ja nicht verboten sei, Inhalte zu teilen, lediglich nicht zu kommerziellen Zwecken. Wo ist bei einem Profisportler jedoch die Grenze zwischen privater und kommerzieller Nutzung? Ist nicht jeder Twitter-Account einer öffentlichen Person auch irgendwie kommerziell?

Ähnlich schwierig liest sich das Kleingedruckte beim Kauf eines Tickets für die Olympischen Spiele. Unter Punkt 19.6.3 (es gibt deren 138 Punkte, die man beachten muss) steht, dass der Besitzer eines Tickets Bild- und Tonaufnahmen nur für private Zwecke verwenden darf und ein Veröffentlichen in den Social Media nicht gestattet ist. Stellen wir uns vor, dass die 80 000 Personen im Olympiastadion in London Bilder und Videos aufnehmen und keiner von ihnen es auf Facebook, Twitter oder Co. mit Freunden teilt. Illusorisch, oder? Es stellt sich durchaus die Frage, wie das IOC bei so vielen Leuten durchgreifen will. Mit Twitter wurde angeblich bereits vereinbart, dass Nicht-Sponsoren die den Hashtag #London2012 benutzen, eine Verwarnung erhalten und sogar gesperrt werden können. Auch Facebook sei aktiv mit einbezogen worden und werde sämtliche Bilder auf unerlaubten Inhalt scannen. Einige munkeln jetzt sogar, dass das IOC dank Sonderstatus so stark durchgreifen könnte, dass das Posten von Fotos und Videos auf Facebook während der Olympischen Spiele gar eingestellt werden könnte.

Socialympics? Disqualified!
 

Swissprinters schliesst den Standort Renens

Swissprinters plant, das Rollenoffset-Geschäft Schweiz an einem einzigen Produktionsstandort in Zofingen zu konzentrieren. Der Betrieb von Swissprinters Lausanne in Renens soll per Ende 2012 in eine neue Konstellation überführt werden.

Mit dem geplanten Ausstieg an ihrem Druckstandort in Renens verfolgt Swissprinters den Weg der konsequenten Konsolidierung und der Konzentration auf die industrielle Rollenoffsetproduktion, wie das Unternehmen in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt. Für die Überführung der Druckaktivitäten in eine neue Partnerschaft werden Gespräche mit Interessenten geführt, die in nächster Zeit zur Entscheidreife gelangen. Mit einem führenden Druckunternehmen im Raum Lausanne liegt bereits ein unterschriftsreifer Vertrag vor, der die Übernahme des Bereichs Bogenoffset sowie eines Teils der Mitarbeitenden vorsieht. Allfällige Massnahmen stehen unter Vorbehalt der gesetzlichen Mitwirkung und finden in jedem Fall unter Einhaltung der sozialpartnerschaftlichen Regeln statt.

Anhaltend unbefriedigendes Ergebnis

Grund für die geplanten Veränderungen ist das anhaltend unbefriedigende Ergebnis des Druckbetriebs, ausgelöst durch den zunehmenden Volumenrückgang, den nach wie vor erheblichen Preisdruck und die geringen Gewinnmargen im Druck. «Alle Bemühungen und die grossen Anstrengungen vieler Mitarbeitender, den Standort Renens innerhalb von Swissprinters rentabel zu gestalten, zeigen leider zu wenig Wirkung, um das Betriebsergebnis nachhaltig positiv darstellen zu können. Dies bedauern wir sehr», so Alfred Wälti, Geschäftsführer Swissprinters.

Die Swissprinters Gruppe ist 2005 aus dem Zusammenschluss aller nicht zeitungsbezogenen Druckbetriebe von Ringier und der NZZ-Mediengruppe entstanden. Im Jahr 2006 trat der Westschweizer Medienkonzern Edipresse als Aktionär der Unternehmensgruppe bei. Die Gruppe hat Mitte 2012 die Konsolidierung auf einen Rollenoffset-Standort in der deutschen Schweiz abgeschlossen und die beiden Betriebe St. Gallen und Zürich geschlossen. Swissprinters druckt Zeitschriften, Kataloge und Broschüren im Rollenoffsetverfahren.

 

Der Motz vom Butz: Was haben wir aus der Motzerei gelernt?

Bevor wir die Füsse hoch lagern, rekapitulieren wir, was in der Werbekommunikation alles schiefgelaufen ist und weshalb. Von Theophil Butz, einst Starwerber (Ringier), heute Inspirator und ab jetzt auch noch Motzer.

Um was es hier geht: 2012 habe ich bis jetzt zwölfmal einen Motz und einmal ein Lob ausgesprochen (Werbewoche 25. Mai). Da ich feststelle, dass trotz meiner Werbetheorien immer wieder die gleichen Fehler begangen werden, habe ich mich entschieden, eine Rekapitulationslektion abzuhalten.

Motz 1: Am falschen Ort sparen. Nespresso hat für einen einzigen Posteraushang im Bahnhof Zürich 80 000 Franken pro Monat ausgegeben. Gespart hat man an einem Profi-Gestalter. An den Mediakosten lässt sich nur bedingt sparen, ist aber die TV-, Radiooder Plakat-Message nicht professionell und die Zielgruppe versteht nichts, dann ist Sparen Blödsinn. Lieber nichts machen.

Motz 2: Texte, die sich an die Denner-Kundschaft richten, sollten von denen schmunzelnd verstanden werden. Texter- und Insider-Wortklaubereien verstehen nur die Macher. Wie hat doch damals die Deutsche Bahn allverständlich ein Winterbild beschrieben: «Alle reden vom Wetter. Wir nicht.» Also schreibt Klartext.

Motz 3: Die Automobilwerbung ist ein einziges Aneinandergereihe von denselben Vorteilen, die geboten werden (Eurorabatt, Superleasing, neu, komplett, usw.). Beinahe keiner hat eine klare Positionierung, alle reden dasselbe. Wir lernen, die Mutigen werden die Sieger sein. VW hat schon immer gute Werbung gemacht und es hat weiss Gott nicht geschadet. Im Gegenteil.

Motz 4: Die VBZ haben blauäugig der Privatwirtschaft ihre Schienenfahrzeuge verkauft ohne ästhetische Restriktion. Hätte man zehn internationale Künstler bestimmt, von denen dann Sunrise einen ausgewählt hätte, dann wären diese Trams nicht so hässlich, sondern kleine Kunstwerke. Und Sunrise könnte stolz sein. Auch die VBZ. Also, ohne Konzept keine gute Lösung.

Motz 5: Der Name und die Corporate Identity sind ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg einer Firma oder eines Produktes. Also ist professionelles Vorgehen entscheidend. Keine billigen Schnellschüsse.

Motz 6: Anhand der altmodisch und unstylischen Broschüre von Renault, gedruckt in Millionen Auflage, habe ich klargestellt, dass bünzlige Werbung auch das Produkt bünzlig macht. Wir lernen daraus, dass uninteressante Werbung auch das Produkt uninteressant macht. Klar.

Motz 7: Das Telefonbuch, eine absolut überflüssige Geldmacherei. Wir lernen daraus: Verschwende kein Papier ohne eine wichtige Message zu haben.

Motz 8: Dass die Zeitschrift «in», die ja fast wöchentlich in meinem Briefkasten liegt, mich mit ihren Inhalten für einen Neandertaler hält, ist auch Papierverschwendung. Wir lernen daraus, dass die Konsumenten keine Messies oder Neandertaler sind.

Motz 9: Mit viel Geld und unnötig massiver Werbung kann nur ein Monopolist wie Swisscom auftreten. Wir lernen daraus, dass der Grösste auch die beste Werbung machen sollte. Aber in der Heimat selbst.

Lob 10: Die Lovely Milchkuh. Wir lernen daraus, dass mit Kontinuität die besten Werbe-Memories erzielt werden.

Motz 11: Marlboro ist may be nicht mehr der Leader. Wir lernen daraus, dass da der Cowboy, also die Kontinuität fehlt.

Motz 12: Das Heimat-Inserat für Swisscom hat mir die Sprache und die Feder verschlagen. Wir lernen: Warum denn in die Ferne schweifen … (Den neuen TV-Spot finde ich überhaupt nicht verrückt.).

Motz 13: Telefonmarketing ist ja eine clevere Idee, aber alle gehen einem auf den Wecker. Da müsste es doch einen besseren Approach geben. Lasst euch was einfallen. Ich hoffe, ihr werdet fleissig alles aufarbeiten und unterhaltende, einfachere, originellere und langfristige Werbung nach den Sommerferien generieren. Mein Aufsteller ist, dass ich jetzt einen Monat keinen Motz schreiben muss und deshalb jetzt schon die Beine hoch lagern kann (siehe Bild).

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Von Theophil Butz, einst Starwerber (Ringier), heute Inspirator und ab jetzt auch noch Motzer. «Nicht eine einfache, aber eine notwendige Rolle, die ich hier alle 14 Tage wahrnehme.» Sachdienliche Hinweise bitte an [email protected].
 

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