Zu guter Letzt: Freicom veranstaltet das Banksy-Theater

Was wäre, wenn Christoph Blocher als Mustafa Blocher wiedergeboren würde?

Amnesty International und weitere Organisationen starten eine schweizweite Kampagne für eine fairere und humanere Asylpolitik. Damit sollen Politiker und auch die breite Bevölkerung aufgerüttelt werden, dass jede weitere Verschärfung des Asylgesetzes gegen die Menschenwürde verstosse.

Kernstück der Kampagne von Spinas Civil Voices ist ein Viral, der zeigen soll, wie unser Alltag wäre, wenn wir nicht als Schweizer, sondern als Somalier, Eritrer oder Kongolese auf die Welt gekommen wären. In einer Inszenierung sehen wir dem dunkelhäutigen Flüchtling Blocher zu, wie er zusammen mit dem syrischen Asylbewerber Maurer die Zeit totschlägt. Flankiert wird der Viral durch diverse Plakatsujets, die in diesen Tagen zum Aushang kommen.

Verantwortlich bei Amnesty International: Bruno Riesen, Magdalena Urrejola Balçak. Verantwortlich bei Spinas Civil Voices: Miriam Fischer, Matthias Freuler (Kreation) Lorenz Spinas (Gesamtverantwortung), Corinne Bucher (Beratung), Alexander Meier (Regie Viral).

Atupri realisiert Online-Krankenkassen-Guide

Atupri setzt auf die leicht verständliche Präsentation ihrer Leistungen und veröffentlicht nun auf einer dafür gestalteten Webplattform einer Reihe Micro-Movies. Konzipiert und realisiert wurden die Filme von Encore Pictures. Die dazugehörige Microsite hat Hinderling/Volkart gestaltet.

Eines der Hauptziele der Atupri-Marketingstrategie ist, das Low-Involvement-Produkt Krankenversicherung attraktiver zu vermitteln. Gleichzeitig will Atupri eine führende Position in der Kommunikation sichern: Mit klaren Informationen und einem starken Service.

Die Micro-Movies sind ein zentraler Kommunikationsbaustein. Sie wurden als ganzheitliches System konzipiert und bilden bewusst einen starken Kontrast zur seriös-sachlichen Atupri-Website – sie sollen einen sympatischen Zugang zum Sachverhalt ermöglichen und so Kundennähe schaffen sowie die Schwellenangst vor einem ungeliebten Thema überwinden. Es werden aber durchaus komplexe Informationen anschaulich und emotional aufbereitet und prägnant zusammengefasst. Zusätzlich hat der «User» nach jedem Kurzfilm die Wahl, mehr Details erfahren oder einen nächsten Film zu sehen.

Shnit geht in die 10. Runde

Am 3. Oktober startet die 10 Ausgabe des Internationalen Kurzfilmfestivals Shnit. Zum ersten Mal unterstützt das Bundesamt für Kultur mit einem Projektbeitrag das Festival.

Das Internationale Kurzfilmfestival shnit plant anlässlich seines 10. Geburtstags zahlreiche Neuerungen und einige Überraschungen für die Ausgabe 2012. Die Eröffnungsfeier soll erstmals in der Heiliggeistkirche stattfinden, ein neuer Wettbewerb wurde lanciert, das Loeb-Schaufenster beschäftigt sich ausgiebig mit der Festivalgeschichte und der Katalog wird im Zeichen des Jubiläums pünktlich zum Festival in Buchform mit eingelegter 10-Jahre-shnit-DVD erscheinen.

Ausserdem wurde die goldene Shnit-Trophäe «The Flaming Faun» redesignt. Dies unterstreiche die mittlerweile erlangte Grösse und Wichtigkeit des Wettbewerbs, so die Veranstalter in einer Mitteilung.  Zudem wurde gerade noch rechtzeitig die Webseite neu strukturiert und grafisch verfeinert, damit alle der zehn «Playgrounds» ihre eigene Präsentationsfläche haben. «The Flaming Faun» wird 2012 fünf mal überreicht werden.

Namics realisiert kundenzentrierten Webauftritt für Exersuisse

Der Krafttraining-Anbieter Exersuisse präsentiert sich mit einer neuen Responsive-Website. Diese soll die Kundenbedürfnisse und nicht die Marke in den Mittelpunkt stellen.

Mit kundenzentrierten Informationen, Tipps, einem elektronischen Trainingsplan sowie sportartspezifischen Seiten strebt die neue Responsive-Website des Krafttraining-Anbieters Exersuisse Mehrwert für die Kunden an. Die vom Web- und Kommunikationsdienstleister Namics auf Deutsch und Französisch entwickelte, suchmaschinenoptimierte und auf WordPress implementierte Website soll dem Prinzip der Kundenrelevanz im Responsive Webdesign und in der inhaltlichen Strategie Rechnung tragen. Mit dem Ziel der Neukundengewinnung und Kundenbindung erarbeitete Namics ein Online-Kommunikationskonzept für Exersuisse, bei dem der Nutzen für die Kunden im Vordergrund steht.

Neben dem Responsive Webdesign wurde der Wechsel auf das Content Management mit WordPress vollzogen. Zur Steigerung der Kommunikationsreichweite und Förderung der Kundenloyalität führt Namics einen Newsletter auf Basis von Campaign Monitor ein.

Google ist an Börse mehr wert als Microsoft

Der Internetkonzern Google hat vom Börsenwert her den Softwarekonzern Microsoft überholt und sich damit zum zweitgrössten Technologieunternehmen der Welt aufgeschwungen.

Am Montagmorgen überstieg die Marktkapitalisierung von Google an der New Yorker
Technologiebörse Nasdaq mit 248,8 Milliarden Dollar den Wert von Microsoft, der gleichzeitig bei gut 247,5 Milliarden Dollar lag. Allerdings übertrumpft Apple mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 632,5 Milliarden Dollar die beiden Konkurrenten weiterhin um Längen.

Google scheffelt Milliarden mit Online-Werbung, vor allem rund um seine Internet-Suchmaschine. Darüber hinaus mischt der Konzern mit seinem Betriebssystem Android höchst erfolgreich bei den boomenden Smartphones mit. Der Windows- und Office-Hersteller Microsoft dagegen muss mit schwächelnden PC-Verkäufen klarkommen. Am 26. Oktober kommt das neue Windows 8 auf den Markt. Davon verspricht sich Microsoft einen neuen Schub. (sda)

TBWA feiert für Mac Donalds die Grossen Momente

«Stars of America» heissen die neuen, grossen Burger die derzeit bei McDonald's Schweiz im Angebot sind. Für die Stars of America hat TBWA/Zürich TV-Spots gestaltet, die das Thema USA aufnehmen und in für jeden Gast erlebbare Restaurant-Momente übersetzen.

Das in einer entspannten, gutgelaunten Tonalität, um nahe an einer authentischen Restaurant-Experience zu bleiben, wie die Agentur schreibt. Gedreht wurden die Filme nicht zuletzt auch darum vor Ort in der Schweiz. «Big Burgers with great Taste for a small Country»: Zu sehen bis Mitte Oktober.

Verantwortlich bei McDonald’s Schweiz: Thomas Truttmann (Marketing & Communications Director Switzerland & Head Sports Europe), Thomas Frésard (Marketing Manager), Severine Caspard (Marketing Coordinator). Verantwortlich bei TBWA\Zürich: Thomas Ammann, Marcus Josty (Creative Direction), Natasa Maricic (Text), Werner Schellenberg (Art Direction), Sven Oeschger (Client Unit Director), Remo Christen (Account Director), Marion Schlatter (Account Executive) Christina Buergin (FFF), Pumpkin Film (Produktion), Frieder Wittich (Regie), Online (Postproduktion), Hastings (Sound).

Richterich & Partner organisiert Managementstruktur neu

Die Schweizer Kommunikationsagentur Richterich & Partner richtet die operative Führung neu aus. Ab 1. Oktober 2012 übernimmt Jörg Röthlisberger als CEO die operative Verantwortung für die Geschäfte der Agentur.

Gründer Christoph Richterich wird sich als aktiver Verwaltungsratspräsident neben seiner Beratertätigkeit verstärkt auf die strategische Ausrichtung der Agentur fokussieren. Jörg Röthlisberger ist seit über zwölf Jahren Senior Berater und Partner der Richterich & Partner. Zuvor war er mehrere Jahre in einer Schweizer PR-Agentur tätig. In der Schweizer Armee bekleidet Röthlisberger den Rang eines Obersts und führt als Milizoffizier den Armeestabsteil Kommunikation im Militärstrategischen Stab MSS.

The eyecatcher versorgt das EWZ mit Touchscreen-Lösungen

The Eyecatcher hat zwei Applikationen für das EWZ gestaltet. Die Agentur hat eine Energie-App für das EWZ gestaltet und eine App für das ewz.zürinet vor kurzem weiterentwickelt.

Mit der Applikation für das ewz.zürinet kann sich der Konsument über die Vorteile des Glasfasernetzes, die verfügbaren Service Provider, den aktuellen Stand und vieles mehr informieren. Die Zürcher Agentur hat ihre bestehende Applikation, vom GUI bis zum Back-End-Bereich, weiterentwickelt und um verschiedene neue Elemente, wie Infografiken, ergänzt. Sie hat sie zudem aufs iPad portiert.

Das EWZ setzt aber nicht nur beim ewz.zürinet und auf die Firma Eyecatcher. So hat die Agentur eine umfassende Touchscreen-Lösung rund um das Thema Energie konzipiert. Die geführte Applikation wird als Beratungstool an Messen wie die Züspa eingesetzt. Anhand ansprechender 3D-Gebäude wird Privat- und Geschäftskunden das Energiesparpotential eindrücklich vor Augen geführt.

Baz-Auflage im freien Fall

Die Basler Zeitung hat in einem Jahr 12 Prozent ihrer Auflage verloren, bleibt aber unter den Abozeitungen die Nummer eins in der Nordwestschweiz. Zur neuen Nummer Zwei hat sich jedoch die neue Tageswoche aufgeschwungen.

Die beglaubigten Auflagenzahlen der AG für Werbemedienforschung Wemf bringen es an den Tag: Die Auflage der «Basler Zeitung» ist innert Jahresfrist erneut um über 9‘000 Exemplare zurückgegangen, von 77‘619 auf neu 68‘279 Exemplare (-12 Prozent). Das ist dramatisch, denn noch nie in den letzten zehn Jahren hat die einst stolze Zeitung, die 2002 noch 103‘649 Exemplare zählte, so viel auf einmal verloren. Wichtig dabei: Anders als bei den Leserzahlen der Mach Basic 2012-2 sind die Wemf-Auflagen nicht mit der neuen BaZ-Sonntagsausgabe vermischt (Werbewoche.ch berichtete). Dies sagte Roger Berger, Sprecher der Basler Zeitung Medien, auf Anfrage. Die Entwicklung bei der BaZ spiegelt sich somit ungeschminkt in den Auflagenzahlen wieder. Mit einem Vorbehalt: Bergers Aussage konnte gestern von der Wemf noch nicht bestätigt werden.

In drei Jahren fast 20000 Exemplare verloren

Apropos Auflagen-Entwicklung: Diese sieht noch trüber aus, wenn man letzten drei Jahre überblickt: Allein in dieser Zeitspanne reduzierte sich die BaZ-Auflage um rund 20 000 Exemplare. Mit anderen Worten:  Seit die Familie Hagemann die Zeitung an Tito Tettamanti, Martin Wagner und Christoph Blocher verkauft hat, büsste das Blatt gut ein Fünftel seiner Auflage ein.

Aufgrund der Wemf-Zahlen wird deutlich, dass die Bat vor allem im Abo-Bereich verloren hat: Knapp 8‘000 zahlende Abonnenten sprangen allein im letzten Jahr ab, seit dem Antritt von Blocher & Co. waren es somit total 18‘000 Abokündigungen. Weitere Rückgänge gab es bei den Gratisabos und beim Kioskverkauf: Bei den Gratisabos (primär für ehemalige Mitarbeiter) nahm Wagner seinerzeit Streichungen vor. Heute liegt diese Zahl noch bei 1‘000 Exemplaren, zwei Drittel weniger als 2009, vor dem Baz-Verkauf. Die Nachfrage am Kiosk liess ebenfalls nach: Heute setzt die BaZ dort 2‘400 Exemplare ab, 2009 waren es noch 1316 Exemplare mehr. Gestiegen ist bloss die Zahl der Probeabos: Von damals 549 auf heute 1‘895 Exemplare.

And the winner is: TagesWoche!

Natürlich stellt sich die Frage, wohin all diese abtrünnigen Baz-Leser abwanderten. Dies lässt sich ziemlich eindeutig sagen: Zur neuen TagesWoche.  Das Wochenblatt mit täglicher Onlineausgabe, das im letzten Herbst dank einer Anschubfinanzierung der Roche-Erbin Beatrice Oeri gestartet war, zählt nämlich 18‘605 zahlende Abonnenten, also etwa gleich viel wie die BaZ seit den Wirren um Blocher & Co. verloren hat. Mit andern Worten: Die rund 18‘000 Personen, die sich vor zwei Jahren auf der Plattform «Rettet Basel» eingetragen hatten, haben ihren Worten Taten folgen lassen: Sie haben nicht nur der BaZ den Rücken gekehrt, sondern auch das neue Blatt abonniert. Bemerkenswert ist zudem, dass die TagesWoche zusätzlich 3‘020 Exemplare am Kiosk absetzt. Zusammen mit einem kleinen Promo-Anteil von 955 Exemplaren kommt sie somit auf eine Verkaufte Auflage von 22‘580 Exemplaren.

BZ: Hohe Investitionen, durchzogener Erfolg

Weniger erfolgreich ist dagegen Peter Wanners AZ Medien: Zwar weisen die Basellandschaftliche Zeitung (BZ) und der vor knapp einem Jahr lancierte Split bz Basel zusammen neu eine verkaufte Auflage von 22463 Exemplaren auf, 13,3  Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Doch diese Zahl dürfte Wanner kaum richtig freuen: Zum einen, weil sie um 120 Exemplare tiefer liegt als jene des Newcomers TagesWoche, zum zweiten, weil der Zuwachs primär den 2‘714 Promotionsexemplaren zu verdanken ist, mit denen die bz Basel in der Stadt Basel gepuscht wurde und wird. Bei den bezahlten Abos konnte die BZ dagegen nur um 3,5 Prozent oder 600 Exemplare auf 17‘831 Abos zulegen. Eine leicht gesteigerte Nachfrage ist auch am Kiosk sichtbar: Im letzten Jahr setzte die BZ dort täglich 30 Exemplare mehr ab als im Jahr zuvor (total  343 Kioskexemplare). Immerhin: Nach Jahren der leichten Verluste wird bei den bz-Abos und am Kiosk nun dank einiger Investitionen in die Redaktion eine Trendumkehr sichtbar. Abzuwarten bleibt, wie lange sie anhält.

Noch etwas schwächer zeigt sich der BZ Sonntag: Zwar weist auch er mit neu 21‘002 Exemplaren eine leicht gestiegene Auflage auf (+6,5 Prozent), dies jedoch primär, weil auch er seine Probeabos mit heute 3073 Exemplaren beinahe verdoppelt hat. Bei den bezahlten Abos dagegen verzeichnet er sogar einen Rückgang um gut 200 Abonnenten auf 16‘486 Abos. Einzig am Kiosk wird er leicht stärker verlangt, heute setzte er 433 Exemplare ab, vor einem Jahr waren es noch 410.

Markus Knöpfli

Die Nordwestschweizer Auflagen 2012 in der Übersicht:

Titel            verkaufte Auflage        davon Abos    
Basler Zeitung     68279                    62707
Tageswoche        22580                    18605
BZ + BZ Basel    22463                    17831
BZ Sonntag        21002                    16486

 

Reuters in Teheran wegen «Propaganda» schuldig gesprochen

Ein Geschworenengericht in Teheran hat die Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag wegen «Propaganda gegen den Staat» schuldig gesprochen. Begründet wurde das Urteil mit einem Videobericht über iranische Kampfsportlerinnen.

Wie die iranische Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichtete, wurde Reuters zudem schuldig gesprochen, «falsche Informationen» veröffentlicht zu haben, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Die Entscheidung muss noch von einem Berufsrichter bestätigt werden, der in den kommenden Wochen ein Strafmass verhängen dürfte, wie der Sender Press TV berichtete. Im Streit geht es um einen Bericht über Iranerinnen, die in Karadsch nahe Teheran den Kampfsport Ninjutsu betreiben.

Reuters hatte ursprünglich mit dem Titel «Tausende Ninja-Frauen lassen sich im Iran zu Killern ausbilden» im Februar über die Kampfsportlerinnen berichtet. Nach Protesten änderte Reuters zwar den Titel und entschuldigte sich. Doch die Behörden entzogen den Reuters-Journalisten in Teheran die Akkreditierung; die Aktivitäten der Nachrichtenagentur wurden suspendiert und die Justiz wurde eingeschaltet. (sda)

Zu guter Letzt: Nicht verzagen, SDA fragen

Wenn der Tagesanzeiger wissen will, was bei Tamedia geschieht, wird die SDA gefragt. So scheint es zumindest, wenn man den Tagi vom Freitag liest.

Darin vermeldet der Tagesanzeiger die Fusion bei 20 Minuten (Werbewoche.ch berichtete). Der Zeitung bezieht sich dabei jedoch nicht etwa auf eine Tamedia-Mitteilung, oder publiziert gar einen eigens verfassten Artikel, sondern übernimmt schlicht eine SDA-Meldung.

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Etwas bizarr mutet das schon an. Was wohl der Tagi damit sagen will? «Tamedia muss nicht nur bei 20 Minuten sparen…»? Oder: «Wieso sollten wir bei Tamedia nachfragen, die SDA hat das schon lange erledigt».

Was Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer dazu sagen würde, wissen wir nicht, aber wir fragen morgen die SDA.

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