«Die trauen uns viel mehr zu, als wir uns selbst»

Der Schweizer Peter Hirrlinger wurde in den Vorstand des ADC Deutschland gewählt. Werbewoche.ch befragte ihn zur Wahl und zu seiner Rolle als Schweizer im «grossen Kanton».

Der 48-jährige Peter Hirrlinger lebt seit 18 Jahren in München und arbeitet als selbstständiger Texter und Creative Director. Im Oktober 2012 wurde er als Vertreter der Sektion München in den Vorstand des Art Directors Club Deutschland gewählt. 

Werbewoche.ch: Peter Hirrlinger, Gratulation zur Wahl – wie kam es dazu?
Peter Hirrlinger: Vielen Dank! Ich freue mich auch ein bisschen für die Schweiz, dass ich hier im Vorstand sitzen darf. Wie es dazu kam: Die Vorstände müssen sich alle zwei Jahre zur Wahl stellen. Ich bekam von einigen ADC-Mitgliedern den Hinweis, dass sie es begrüssen würden, wenn ich kandidiere.

Was bringt der neue Posten für Aufgaben mit sich? Gibt es nebst der Ehre und der Wertschätzung auch Pflichten, die weniger attraktiv sind?
Naja, der deutsche ADC ist riesig und entsprechend schlägt man sich mit viel Repräsentation, Politik und Organisationskram herum. Und wehe, die Deutschen gründen einen Verein – da sind die fast besser als die Schweizer. Aber zum Glück gibt es ein Büro mit über zehn festangestellten Mitarbeitern, die uns unterstützen.

Wie waren die bisherigen Rückmeldungen von Ihren Deutschen Branchen-Kollegen? Freut man sich, dass ein Schweizer «Schützenhilfe» leistet?
Die freuen sich tatsächlich. Als Schweizer geniesst man hier einen gewissen Exoten- und Sympathiebonus. Die Schweiz hat generell ein hohes Ansehen. Mit uns verbinden die Deutschen nach wie vor Tugenden wie Zuverlässigkeit, Qualität, gute Ausbildung. Die trauen uns viel mehr zu, als wir uns selbst. Ausserdem mögen sie unseren Singsang und Shaqiri.

Sie leben und arbeiten seit 18 Jahren in Deutschland – was hat sie seinerzeit dazu bewogen, der Schweiz den Rücken zu kehren?
Ich war damals Texter bei Weber,Hodel,Schmid. Für meine Begriffe war das zu der Zeit die tollste Agentur der Schweiz. Nach vier Jahren hatte ich das Gefühl, dass ich mich weiter entwickeln sollte, konnte mir aber in der Schweiz zum damaligen Zeitpunkt keine andere Agentur vorstellen. Zudem habe ich mich in der Schweiz ein wenig eingeengt gefühlt; ich hatte einfach Lust auf die grosse Welt. Und weil ich ja Texter bin, sollte die möglichst deutschsprachig sein. Mit der Agentur gabs den Deal, dass sie mich für zwei, drei Jahre ins Ausbildungslager nach Deutschland schickt und ich dann wieder zurückkomme. Aus den zwei Jahren wurden jetzt halt schon 18; ich lerne immer noch.

Wie lange arbeiten Sie in Deutschland schon freiberuflich und wie haben Sie sich ihr Netzwerk aufgebaut?
Freiberuflich arbeite ich seit 2010. Davor war ich CD bei Heye & Partner und Kreativchef von Start. Dadurch hatte ich reichlich Gelegenheit, mir eine gewisse Bekanntheit zu verschaffen. Ich hatte das Glück, dass ich auf grossen und bekannten Marken wie zum Beispiel McDonalds, Bosch oder der Süddeutschen Zeitung rumtoben konnte. Sogar ein wenig BMW war dabei. Und nach vielen Arbeiten für Food-Kunden wie Ritter Sport, Molkerei Müller oder Wagner Pizza gilt man plötzlich auch noch als Food-Spezialist, da ergibt sich ein Netzwerk wie von selbst.

Merken Sie als in Deutschland verankerter Schweizer etwas von den in letzter Zeit immer wieder thematisierten Beziehungsproblemen zwischen den beiden Ländern? Stichworte Steuerstreit, Fluglärm, Einwanderungsdebatte.
Mein Eindruck ist, dass diese Themen die Schweiz viel stärker bewegen als Deutschland. Dass viele ihr Geld in der Schweiz angelegt haben ist ja nicht erst seit den Steuerdaten-CDs bekannt. Insgesamt reagieren die Deutschen verdutzt, wenn man ihnen erklärt, wir hätten ja jetzt Streit miteinander. Die schätzen uns nämlich sehr und wollen ein klein wenig zurückgeliebt werden. Ich glaub’, das würde sie freuen.

Interview: Thomas Häusermann
 

Help Searchengines mit neuem Logo und Claim

Das Onlinenetzwerk Help.ch setzt erneut auf die PR- und Kommunikationsberatung von PR-KFS, Karl F. Schneider. Mit modernisiertem Logo und neuem Claim soll die Seite neu positioniert werden.

Anlass für die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit geben laut Mitteilung die Gestaltung eines modernisierten Logos und die Entwicklung des neuen Claims «Help.ch – your e-guide». Weitere kommunikative Massnahmen sollen folgen. Im Rahmen des Help-Beratungsmandats beschäftigt sich die Kommunikationsagentur Karl F. Schneider mit der Fragestellung, wie sich ein Schweizer Anbieter von Suchmaschinen positionieren soll. Zusammen mit Mutation Design begleitet PR-KFS die strategische Neuausrichtung von Help.ch. Mit dem Rebranding des Logos ist der Startschuss bereits erfolgt. Der neue Claim «your e-guide» mache zudem deutlich, dass das Schweizer Onlinenetzwerk den Benutzern Orientierung in allen möglichen Interessensbereichen biete, so die Mitteilung. Dies geschehe unter anderem durch einen Vergleichsrechner für Krankenkassenprämien.

Verantwortlich bei PR-KFS: Christian K. Schneider (Beratung), Gabriel Diezi (Redaktion). Verantwortlich bei Mutation Design: Christoph Eberle (Grafik).

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Amnesty: Rückzug trotz teurer Kampagne

Wie Tagesanzeiger.ch berichtet, unterstützt Amnesty International das Referendum gegen die Asylrevision nicht. Dies, obwohl die Organisation einen beachtlichen Betrag in die viel diskutierte «Mustafa Blocher»-Kampagne investierte.

«Spätestens bei der Wiedergeburt als Somalier wäre mancher froh, er wäre damals gegen das verschärfte Asylgesetz gewesen» argumentiert Amnesty in der «Jetzt ist genug»-Kampagne («für eine faire und menschenwürdige Asylpolitik»). 

Wie Tagesanzeiger.ch jedoch berichtet, beschloss der Amnesty-Vorstand am Montag einstimmig, das Referendum gegen ein verschärftes Asylgesetz nicht zu unterstützen. Dies, obwohl die Kampagne laut Tagesanzeiger.ch einen sechsstelligen Betrag gekostet haben soll. Man unterstütze das Referendum nicht, weil man nicht davon ausgehe, mehr als 25 Prozent der Stimmen gewinnen zu können, zitiert das Onlineportal die Amnesty-Sprecherin Alexandra Karle. Bereits 2006 habe man mit nur einem Drittel zu einer Ablehnung einer Verschärfung bewegen können – «eine traumatische Erfahrung». Der Entscheid kommt allerdings nicht einem Rückzug aus der Asyldebatte gleich. Amnesty will die Kampagne fortsetzen, weiterhin für eine Veränderung der Asylpolitik lobbyieren und die direkte Mitarbeit in Einzelfällen weiterführen, so Karle gegenüber Tagesanzeiger.ch.

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Screenshot Amnesty.ch
 

Markus Gilli klagt gegen Juso der Stadt Zürich

Die Rassismusvorwürfe gegen SVP-Nationalrat Alfred Heer ziehen weitere Kreise: Der Regionalsender Tele Züri und Chefredaktor Markus Gilli klagen gegen die Juso der Stadt Zürich. Sie werfen der Jungpartei Persönlichkeitsverletzung und unlauteren Wettbewerb vor.

Die entsprechende Klageschrift sei am Mittwoch bei den Justizbehörden eingereicht worden, teilte der Sender mit. Tele Züri und Markus Gilli verlangten von den Jungsozialisten insbesondere Urteilspublikation und Genugtuung, heisst es weiter. Die Jungpartei hatte am Dienstag in einem Communiqué unter anderem mitgeteilt, der TV-Sender und dessen Chefredaktor würden «Rassisten verteidigen». Jeder, der Rassismus verteidige, unterstützte diesen und werde somit Teil von ihm.

 

Frist verstrichen

Der Partei wurde vom Rechtsvertreter von Tele Züri eine Frist zum Rückzug der Medienmitteilung und zur Publikation einer öffentlichen Entschuldigung gegenüber Tele Züri und Markus Gilli gesetzt. Die Juso liess die Frist verstreichen. Die Staatsanwaltschaft hat im September gegen Alfred Heer ein Strafverfahren wegen Verdachts auf Rassendiskriminierung eröffnet. Dabei geht es um Aussagen Heers in der Tele Züri-Sendung «Sonntalk» vom 16. September. Heer sagte damals: «Gerade die jungen Nordafrikaner aus Tunesien kommen schon als Asylbewerber mit der Absicht, kriminell zu werden. Denen ist egal, ob sie Nothilfe haben oder Sozialhilfe.» Zwei Personen tunesischer Herkunft hatten daraufhin eine Strafanzeige eingereicht.

Heer selbst beruft sich auf seine Immunität als Parlamentarier. Er habe als Nationalrat an der Diskussion teilgenommen, macht er geltend. Die nationalrätliche Immunitätskommission (IKN) muss nun entscheiden, ob Heers Immunität aufgehoben wird. Als Mitglied der nationalrätlichen Kommission wird Heer im Verfahren in den Ausstand treten.

Heer als Mandatsträger im «Sonntalk»

Tele Züri oder Markus Gilli hätten die Aussagen des SVP-Nationalrats im «Sonntalk» nie bewertet oder verteidigt, heisst es in der Mitteilung vom Mittwoch. Gilli habe gegenüber einem Journalisten der Sonntagszeitung einzig eine Aussage bezüglich des Konzepts der Sendung «Sonntalk» gemacht. Zum Konzept gehört es, dass sich die Gästerunde aus Mandats- und Funktionsträger – insbesondere Politiker – zusammensetzt. Alfred Heer werde in den «Sonntalk» eingeladen worden, weil er Nationalrat und Präsident der SVP des Kantons Zürich sei. Die Sonntagszeitung titelte jedoch «Rassismus-Klage: Tele Züri verteidigt Alfred Heer». Auf diesen nach Ansicht von Tele Züri «irreführenden Artikel» wiederum nahm die Juso Bezug. (SDA)

Teaserbild: Telezueri.ch
 

Teleclub: Ein Herz für die Unterklassigen

Nachdem Teleclub bereits die Fussball Challenge League ins Programm aufgenommen hat, nimmt sich der Pay TV-Sender nun auch der zweithöchsten Eishockey-Liga an. Ein Spiel der National League B wird ab Mitte November wöchentlich gezeigt.

Dies teilte Teleclub am Mittwoch mit. Die ausgewählten Partien der National League B ergänzen das bisherige Schweizer Eishockey-Angebot rund um die höchste Liga NL A. Ab dem 15. November wird jeweils am Donnerstagabend ab 20.00 Uhr (und einmal an einem Freitagabend ab 18.15 Uhr) eine NL B Partie live auf dem Pay-TV-Kanal ausgestrahlt. Bis zu den Play-Offs werden somit elf Partien gezeigt. Jedes NL B Team ist mindestens einmal live auf Teleclub zu sehen. Alle Spiele werden auf Deutsch und Französisch für Teleclub-Abonnenten und Swisscom-TV-Kunden kommentiert. Und ab den Playoffs überträgt Teleclub pro Runde ein NL B-Spiel live. 

Advico: An Weihnachten eine Ziege auspacken

Die Agentur Advico will mit einem Sujet auf die Weihnachtsaktion «Hilfe schenken» aufmerksam machen. Auftraggeber ist der das Hilfswerk evangelischer Kirchen (Heks).

Jedes Geschenk kommt laut Mitteilung bei «Hilfe schenken» zweifach an – beim Beschenkten in Form einer edel gestalteten Urkunde. Und real bei bedürftigen Menschen in der ganzen Welt. Dieses Jahr stehe bei «Hilfe schenken» eine Ziege im Rampenlicht. Eine Ziege bedeute für einen Kleinbauern in Bangladesch die Starthilfe in ein Leben ohne Hunger, schreibt die Agentur. Das neue Sujet kommt ab Mitte Oktober in diversen Medien zum Einsatz.

Verantwortlich bei Heks: Hanspeter Bigler (Leitung Kommunikation), Ruedi Lüscher (Aktionen/Events), Annelies Hegnauer (Leiterin Marketing/ Fundraising). Verantwortlich bei Advico: Markus Gut (CCO), Martin Stulz, Dominik Oberwiler (CD), Annik Weber (AD), Jeremy Küng, Anna Röthlisberger (Grafik), Marion Lim (Text), Pascal Trütsch, Kerstin Schnyder (Beratung), Raphaela Pichler (Fotografie), AschmannKlauser (Bildbearbeitung).

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Maxomedia: Wunschportal für die Valiant Bank

Maxomedia hat für die Valiant Bank eine Plattform geschaffen, auf der Jugendliche ihren Ideen, Wünschen und Träumen freien Lauf lassen können. Bei Tatort mitspielen, in Südamerika Salsa oder Luca Hänni hinter den Kulissen besuchen – die Bank solls wahr machen.

Weil Valiant mehr als bloss eine Bank sei, so die Agentur in einer Mitteilung, mache sie Träume wahr. Maxomedia hat mit der neuen Website V4u.ch eine Plattform geschaffen, auf der die Jugendlichen den Inhalt selbst bestimmen. Alles was sie tun müssen ist, ihre Herzenswünsche zu posten und sie von der Community bewerten zu lassen. Mit etwas Glück wird ihr Traum dann in die Realität umgesetzt – oder ihnen wird dabei geholfen. Ganz nach dem Motto: «You make it real!» Auf dem Wunschportal haben aber auch kleine Wünsche grosse Bedeutung: So können die User sofort von exklusiven Rabatten und Sonderangeboten bei Valiant Partnern profitieren.

Maxomedia ist für die Idee, das Konzept und die gesamte technische Umsetzung der Jugendplattform verantwortlich. Die Agentur hat hierfür ein modernes, auf die Zielgruppe zugeschnittenes, Erscheinungsbild mit hohem Wiedererkennungswert entwickelt. Durch das responsive Design wurde die Site dem mobilen Surfverhalten der Jugendlichen angepasst.
 

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Pulse Studie: Führungskräfte vs. Social Media

Rund 1100 Kommunikationsexpertinnen und -experten weltweit nahmen an der zweiten Grayling Pulse Umfrage teil. Die quartalsmässig durchgeführte Online-Befragung liefert Daten und Erkenntnisse für die gezielte Planung und Evaluierung von Kommunikationsaktivitäten.

Knapp über 20 Prozent der CEOs schreiben Blogs und Tweets, der Rest heuert Ghostwriter an oder schreibt erst gar nichts für das Internet. Generell ist die dialogbasierte Online-Kommunikation in den Führungsetagen noch wenig verbreitet. Viele Unternehmen haben eine Kommunikationsstrategie für soziale Medien, jedoch ist diese in den meisten Fällen noch kein integrativer Bestandteil der Gesamtstrategie. Das sind drei aktuelle Ergebnisse der globalen Grayling Pulse Studie.

Digitale Kommunikation ist Pflicht

Mehr als 70 Prozent der Unternehmen weltweit verfügen über eine Strategie für ihre Kommunikationsaktivitäten in diversen Online-Kanälen. Nur 22 Prozent der Befragten berichteten vom gänzlichen Fehlen einer Online-Strategie. Unternehmen in Westeuropa sind hinsichtlich Online-Kommunikation strategischer aufgestellt als jene in Zentral- und Osteuropa sowie in Eurasien. Naturgemäss spielt die digitale Kommunikation die grösste Rolle in Technologie-, Medien- und Telekommunikationsunternehmen; 83 Prozent dieser Unternehmen haben eine digitale Strategie. Im Bereich Transport, Automotive und Logistik ist dies in 60 Prozent der Unternehmen der Fall. «Dieses Ergebnis beweist deutlich, dass Social Media-Kommunikation für Unternehmen nicht mehr Kür, sondern Pflicht geworden ist», so Grayling Managing Director Stephan Oehen.

Stiefkindliche Behandlung – Potenzial unterschätzt

Global betrachtet geben nur 39 Prozent der Befragten an, dass die digitale Strategie in die übergeordnete Kommunikationsstrategie des Unternehmens eingebettet ist. «In Anbetracht der enormen Geschwindigkeit, mit der sich Informationen in der Online-Welt flächendeckend verbreiten, ist diese Zahl erstaunlich niedrig. Nirgendwo sonst werden widersprüchliche oder inkonsistente Botschaften schneller entlarvt. Daher ist eine Social Media-Strategie, die in die gesamte Kommunikationsstrategie des Unternehmens integriert ist, unabdingbar», ist Oehen überzeugt.

Führungskräfte in sozialen Medien kaum vertreten

Gemäss der jüngsten Grayling Pulse Studie sind lediglich 23 Prozent der CEOs selbst in sozialen Medien aktiv. Knapp 27 Prozent holen sich für den Auftritt auf verschiedenen Dialogplattformen Unterstützung von Ghostwritern, während 44 Prozent gänzlich auf die Kommunikation über Facebook, Twitter und Blogs verzichten. Oehen: «Social Media-Kommunikation ist für Führungskräfte eine Frage der Prioritätensetzung und des Ressourcen-Managements. Texte zu verfassen ssowie die Meldungen anderer zu lesen und zu kommentieren braucht selbstverständlich Zeit. Zeit, die man in der Führungsebene oft nicht hat. Mit relevanten Zielgruppen in direkten Dialog zu treten, eröffnet allerdings für die Positionierung des Unternehmens, seiner Produkte und der Führungspersönlichkeit ganz neue Möglichkeiten – sofern die Authentizität gewahrt bleibt. Wenn nicht, ist digitales Schweigen vielfach die bessere Empfehlung.»

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Bildblog.de zeigt Kachelmann-Verfügungen

Der boulevardkritische Blog Bildblog.de hat mit Erlaubnis von Jörg Kachelmanns Anwalt eine Liste veröffentlicht, welche die Verfügungen gegen Medienberichte zeigt. Zu finden sind nicht nur Bild und Bunte, sondern auch Blick Online und 20 Minuten.

Die Liste, welche in nicht-aktualisierter Form Teil von Kachelmanns Buch «Recht und Gerechtigkeit» ist, umfasst laut Rechtsanwalt Ralf Höcker nur einen Bruchteil der Artikel, die verboten wurde. Gegenüber Bildblog.de erklärt er, unter anderem «hunderte Unterlassungserklärungen», die Medien nach Abmahnungen bekannt gaben, seien nicht aufgeführt. Trotzdem umfasst die veröffentlichte Liste 91 Artikel, derer Veröffentlichung und Verbreitung im Zusammenhang mit dem «Fall Kachelmann» gerichtlich untersagt wurde.

Unter den zahlreichen deutschen Titeln finden sich auch zwei Vertreter aus der Schweiz: Blick Online wurde demnach die Schilderung angeblicher Sexualpraktiken Kachelmanns vom Landgericht Köln verboten, da das Medium auch in Deutschland gelesen werden kann. Ebenso untersagt wurde Blick.ch gemäss Liste die Veröffentlichung von Kachelmanns Urlaubsfotos einer Kanada-Reise. 20 Minuten geriet im Zusammenhang mit Äusserungen über Kachelmanns Gesundheitszustand ins Visier seiner Rechtsvertreter. In jenem Fall sei später jedoch auf einen Teil der Verfügung verzichtet und die im Wege eines Versäumnisurteils ergangene Verfügung als endgültige Regelung anerkannt worden.

Die komplette Liste ist zu finden unter Bildblog.de
 

JBL und Partner: Nationale Reifen-Kampagne

Im Auftrag von BFE, Bafu und Astra lanciert die Agentur JBL und Partner die nationale Informations- und Sensibilisierungskampagne «Bessere Reifen». Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Lärmbelastung sollen so zum Thema werden.

Winterpneus montieren, Sommerpneus einlagern; und im Frühling das gleiche Prozedere in umgekehrter Reihenfolge. Aber wer denkt beim Reifenwechsel an den Lärm, den Autopneus verursachen? An den Treibstoff, den Reifen sparen könnten? Oder an die Bremseigenschaften, welche diese oder jene Pneus besitzen? Laut Mitteilung der Agentur sind Reifen bei vielen Leuten kein Thema.

Unwissen und Unbekümmertheit der Automobilistinnen und Automobilisten in Sachen Reifen sind folgerichtig Ausgangspunkt der nationalen Sensibilisierungskampagne, welche parallel zur am 1. November 2012 in Europa eingeführten «Reifenetikette» lanciert wird. Absender sind das Bundesamt für Energie, das Bundesamt für Umwelt, das Bundesamt für Strassen zusammen mit den wichtigsten Branchenorganisationen.

Für Konzept und Realisation verantwortlich zeichnt JBL und Partner, die Agentur gewann das Mandat Anfang Jahr in einer Konkurrenzpräsentation. Bei der Medienwahl setzen die Solothurner einerseits auf Breitenwirkung, andererseits auf vertiefte Information: TV-Spots, Plakate, Landingpage, Web-Applikationen, Infobroschüre, Flyer und POS- und PR-Aktivitäten rücken das Thema Reifen in den Fokus, machen die Reifenetikette als Informations- und Beratungsinstrument bekannt und motivieren Automobilistinnen und Automobilisten sowie den Handel, in Zukunft die bestmöglichen Reifen zu kaufen, respektive zu verkaufen: sichere, leise und energieeffiziente Pneus, die Unfälle vermindern, Treibstoff und Geld einsparen und dank weniger Lärmemissionen ein Plus an Lebensqualität bringen.

Verantwortlich bei BFE, Bafu und Astra: Chantal Purro (Gesamtverantwortung), Gabriella Zinke, Hermann Scherrer, Dominique Schneuwly, Thomas Rohrbach. Verantwortlich bei JBL und Partner: Andy Wüthrich (CD/Text), Christoph Biedermann (CD/Art), Heinrich Breiter (Bild/Multimedia), Urs Zenger (Beratung), Roland Tanner (Produktion), Andris Linz (Web). Filmproduktion: Insertfilm, Solothurn.

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Cornelia Schreier kommuniziert für Rieter

Am 1. September 2012 hat Cornelia Schreier offiziell die Stelle Head Corporate Communications des Rieter Konzerns angetreten. Sie zeichnet für die gesamte interne und externe Kommunikation des Winterthurer Textilmaschinenherstellers verantwortlich.

Schreier rapportiert direkt an den Executive Chairman Erwin Stoller, wie es in einer Mitteilung heisst. Neben einem Lizentiat in Germanistik, Psychologie und Kunstgeschichte hat sie 2008 erfolgreich das EMBA der Universität Zürich abgeschlossen. Zuvor hat Cornelia Schreier als Mitglied der Geschäftsleitung die Kommunikation des Stadtzürcher Tiefbauamts geprägt. Ihre Erfahrungen hat sie in der Industrie, als Beraterin und Geschäftsleitungsmitglied unter anderem bei Farner, als Journalistin sowie geschäftsführende Partnerin/Inhaberin von Schreier & Haussmann Corporate Communications gesammelt.

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The House Agency: Kanalübergreifendes Tracking

Die Agentur The House Agency integriert erstmals eine TV-Kampagne (CSS) in kanalübergreifendes Tracking und ermöglicht so eine hohe Customer Journey-Transparenz.

Die Customer Journey wird bei der CSS erstmals kanalübergreifend gemessen. Nebst digitalen Kanälen (SEO / SEA / Display / Affiliate / Direct-TypIns) wird jetzt auch der Rücklauf der TV-Kampagne integriert. Die Messung erfolgt innerhalb eines 10-minütigen Zeitfensters
unmittelbar nach Ausstrahlung des TV-Spots. Auf dieser Basis wird der Einfluss eines Push-Kanals (TV / Display) auf Pull-Kanäle (Search) sowie der direkte Zugriff auf die Website gemessen. Entsprechende Ein- und Austrittspunkte für die Lead- und Sales-Generierung können somit präzise zugeordnet werden.

Die Customer Journey wird somit hochtransparent. Die Erkenntnisse bilden die Grundlage für eine bessere Zuteilung der Channel-Budgets und die Optimierung der Kommunikation. The House Agency fokussiert die Verschmelzung von On-/Offline mit dem Ziel, die Effizienz von Kampagnen massiv zu steigern. «In der Schweiz kam bisher nur Einzelkanaltracking zum Einsatz» erklärt Nico Podgorny von The House Agency gegenüber Werbewoche.ch. «Kanalübergreifende Messungen erfolgten von Hand oder aus dem Bauch heraus und liessen keine Rückschlüsse zu, wie sich die einzelnen Kanäle befruchten.»

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