Zürcher Radio- und Fernsehpreis 2012: Die Gewinner

Der Zürcher Fernsehpreis 2012 geht an die Sendung «Eco – Das Wirtschaftsmagazin» von Reto Gerber. Den Zürcher Radiopreis verleiht der Stiftungsrat der Zürcher Radio-Stiftung an die Sendung «Hörpunkt: 100!» von Bernard Senn und Barbara Basting.

Gemäss Jury überzeugt die Sendung «Eco – Das Wirtschaftsmagazin» durch ihre inhaltliche Sorgfalt und den einfallsreichen Einsatz ihrer visuellen Mittel. «Sie fördert die Kompetenz der Zuschauerinnen und Zuschauer, sich zu komplexen wirtschaftlichen Themen eine begründete Meinung zu bilden.»

Den Zürcher Radiopreis erhält die Sendung «Hörpunkt: 100!» auf DRS 2 von Bernard Senn und Barbara Basting. Die Redaktion Hörpunkt nimmt in den Augen der Jury mit Lust am kulturellen Diskurs teil. Die 100. Ausgabe des sechsstündigen Spezialformats, die sich im April 2012 mit der faszinierenden Zahl 100 und dem Jahr 1912 beschäftigte, sei eine besonders gelungene und höchst originelle historische Collage. Sie zeige «klug und facettenreich, wie man mit geschichtsbewusster Kreativität ein Publikum fesselt».

Der Stiftungsrat der Zürcher Radio-Stiftung unter dem Vorsitz der Präsidentin Ruth Halter-Schmid folgte mit diesen beiden Entscheiden den Anträgen der aus Fachleuten zusammengesetzten Jury. Der Preis wird seit über vierzig Jahren für ausserordentliche Sendungen und an herausragende Persönlichkeiten von Radio und Fernsehen verliehen. Dieses Jahr hatte die Jury über 50 Radio- und Fernsehproduktionen von beachtlicher inhaltlicher und formaler Qualität zu beurteilen. Darunter waren zum ersten Mal auch Sendungen des rätoromanischen Fernsehens mit deutschen Untertiteln. Die Preise werden am 26. November 2012 im Rahmen eines Festaktes in Zürich übergeben. Gastreferenten sind Professor Helmut Thoma, Gründer RTL, und Rudolf Matter, Direktor SRF.
 

Spinas Civil Voices: Heilsarmee rocks Malmö

Die Agentur Spinas Civil Voices und ihre Schützlinge machen Ernst: Die Heilsarmee bewirbt sich  für die Teilnahme am Eurovisions-Song-Contest, der 2013 in Malmö stattfindet.

Ob es der Heilsarmee gelingen wird, sich gegen die 180 Konkurrenten durchzusetzen, bleibt abzuwarten. Die hohe Medienpräsenz der «Heilsarmee-Rocker» (Werbewoche.ch berichtete), die vielen Tausend positiven Bekundungen und ein Trailer, der sich in diesen Tagen über Social Media verbreitet, könnten vielleicht für eine kleine Sensation sorgen, wünscht sich die Agentur in einer Mitteilung und ruft sogleich zum Voting auf: Eurovisionplattform.sf.tv.

Verantwortlich bei der Heilsarmee: Martin Küenzi (Gesamtverantwortung), Gabrielle Keller. Verantwortlich bei Spinas Civil Voices: Matthias Freuler, Stephan Huwiler (Kreation), Corinne Bucher, Reinhard Kronenberg (Beratung), Lorenz Spinas (Gesamtverantwortung), Max Emmenegger (Regie), Pablo Kirschke (Animation).

 

Boost Group: Neuer Client Service Director

Per 1. November 2012 beginnt Alban Haas als Client Service Director und Mitglied der Geschäftsleitung bei Boost Group in Cham. Der 43-Jährige diplomierte Verkaufsleiter war in seiner Laufbahn in verschiedenen Firmen im Bereich des Trademarketing tätig.

Als Verkaufsleiter von Bachmann Display entwickelte er ab 1995 kundenspezifische Lösungen für den POS, wie es in einer Mitteilung heisst. 1999 wechselte er als Account Director zur Werbeagentur Blue Spirit Communications. Dort entwickelte er die Kompetenzen der Agentur kontinuierlich weiter und baute die heutige Kerndisziplin Trademarketing auf. Ab 2002 übernahm er als Mitglied der Geschäftsleitung die Leitung des Bereiches Trademarketing und kümmerte sich u.a. um New Business, den Aufbau der Online Disziplin und um den Aufbau der Filiale Lausanne. Seit 2010 leitete er die Agentur als CEO.

Als Client Service Director wird Alban Haas bei Boost Group (ehemals Shop Promo) für die Leitung des Bereichs Client Service Management in der Schweiz, den Auf- und Ausbau von New Business, die Steuerung des Cross Selling sowie der Vertriebsaktivitäten verantwortlich zeichnen.

Havas: Kampagne für Action Innocence Suisse

Die Agentur Havas Worldwide Genf hat für Action Innocence Suisse eine Kampagne realisiert, die Jugendliche und junge Erwachsene für den Schutz ihrer digitalen Identität sensibilisieren soll. Damit will die Vereinigung informieren und sensibilisieren, ohne zu moralisieren.

Die neue Initiative von Action Innocence vermittelt – wie deren vorangehende Kampagnen – eine Präventionsbotschaft, ohne das Internet und die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien zu verteufeln. Die Wahrung der digitalen Identität, das Thema der Kampagne, betrifft heute vor allem die 16- bis 25-Jährigen. Die aktuelle Kommunikationsinitiative der Vereinigung spricht diese Zielgruppe an, wie es in einer Mitteilung heisst.

Die sozialen Netzwerke, Blogs und die diversen Plattformen zur Veröffentlichung von Bildern und Videos verbreiten und vermehren Daten einer Person und formen deren digitale Identität. Persönliche Informationen, Fotos, Kommentare und Beiträge bestimmen die Cyberreputation eines Internetbenutzers. Darum müssen Jugendliche verstehen, welche Auswirkungen ihre digitalen Aktivitäten haben können. Denn das Internet vergisst nichts, so die Mitteilung weiter. Schon vor einer ersten Begegnung kann ein potentieller Arbeitgeber, ein Schuldirektor oder jemand aus dem privaten Umfeld irritiert sein von einem Bild, das alt und vergessen, aber trotzdem beschämend ist.

Die aktuelle Kampagne besteht aus zwei aufrüttelnden Sujets und dem Text: «Du entscheidest, welches Bild man sich von dir macht!» Zu sehen sind ein Junge und ein Mädchen, in einer Situation, die – wenn öffentlich – sehr unangenehm werden kann. Im gleichen Stil wurde auch ein Spot realisiert. Er zeigt, wie ein potentieller Arbeitgeber ein blamables Foto eines Bewerbers im Internet entdeckt. Tiziana Bellucci, Generaldirektorin von Action Innocence, betont die Wichtigkeit einer solchen Kampagne: «Es ist unabdingbar, dass wir bei unserer Präventionsarbeit ständig auf die Auswirkungen hinweisen, welche durch den Gebrauch von Internet und Informations- sowie Kommunikationstechnologien entstehen. Die Kampagne ist karikaturistisch gestaltet, damit sie eine Debatte auslöst und den Dialog auf das wahre Thema lenkt. Wir wollen zu verstehen geben, dass die
Wahrung der Privatsphäre heute anders funktioniert: Wenn alles, was man macht, öffentlich ist, muss man das Private bewusst schützen.»

Die Kampagne, welche die Agentur Havas Worldwide Genf unentgeltlich für Action Innoncence entwickelt hat, startet am 22. Oktober in der ganzen Schweiz. Dank der ehrenamtlichen Arbeit der Agentur mediatonic unterstützen zahlreiche Partner die Kampagne mit gratis Anzeigen, Plakaten und Spots. Der Auftritt im Web und in sozialen Netzwerken realisierte Virtua.

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Streuplan: Silberner Delfin in Cannes

Die Agentur Streuplan darf sich über einen silbernen Delphin bei den Cannes Corporate Media & TV Awards 2012 freuen. Ihre Kampagne für Schneider Umweltservice setzte sich in der Kategorie «Corporate Videos, Blogs, Podcasts» den zweiten Platz.

Im Videoclip für den Familienbetrieb aus Meilen singen Lastwagenfahrer, Recyclisten und Baggerführer den eigens komponierten Song «Hol de Schneider». Und dies noch bevor auch die SBB das musikalische Talent ihrer Mitarbeiter erkannt habe, schreibt die Agentur in einer Mitteilung. Produziert wurde das Video von Futurelite LLC, Claudio Catrambone und Janine Bleuler. Der Song stammt aus den Tasten von Georg Schlunegger, Hitmill.

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Faces: Freude über Verkaufszahlen in Deutschland

Faces hat mit einer eigenen Ausgabe nach Deutschland gewagt. Ein gutes halbes Jahr nach dem Start zeigen die ersten offiziellen Verkaufszahlen: Mit 51'280 verkauften Exemplaren pro Ausgabe kommt das Magazin bei den Lesern in Deutschland gut an.

«Mit unserer ersten IVW-geprüften Auflage haben wir unser Zwischenziel erreicht und Faces im deutschen Markt erfolgreich eingeführt. Der positive Trend innerhalb des Quartals zeigt uns zudem, dass wir unser nächstes Ziel von 80 – 100‘000 verkauften Exemplaren bald erreichen können», führt Herausgeber Stefan Berger in einer Mitteilung aus. Gemeinsam mit seinem Bruder hat er Faces vor über elf Jahren in der Schweiz gegründet. Seit März 2012 ist das Magazin auch in Deutschland erhältlich.

«Auch im Vertrieb haben wir neue Wege beschritten und Kooperationen mit angesagten Fashion-Stores in ganz Deutschland lanciert. Da erreichen wir unsere Zielgruppe perfekt und das freut unsere Werbekunden. Nicht zuletzt durch solche innovativen Partnerschaften konnten wir die Abo-Auflage auf über 15‘000 Exemplare ausbauen», erklärt Berger.

Seit September gibt es das das Magazin mit den meisten Facebook-Likes der Schweiz auch im Pocketformat (Werbewoche.ch berichtete).

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TBWA: Kampagne gegen Cyber-Mobbing

Pro Juventute lanciert die erste nationale Kampagne zum Thema Cyber-Mobbing in der Schweiz. Ziel: Jugendliche und ihr Umfeld zu sensibilisieren. Eine Umfrage zeigt dringenden Informationsbedarf: Zwei Drittel der Befragten wissen nicht, wo sie Hilfe erhalten könnten.

Mit der nationalen Sensibilisierungskampagne «Stopp Cyber-Mobbing» ruft Pro Juventute zum Kampf gegen das Mobbing im Internet auf, wie es in einer Mitteilung heisst. Aufrüttelnde Plakate und ein TV-Spot zeigen auf, dass Mobbing im Cyberspace zu realen psychischen Verletzungen führt und bei den betroffenen Jugendlichen extreme Verzweiflung und Ängste auslöst. In einer Facebook-Aktion fordern prominente Schweizer Persönlichkeiten wie Diego Benaglio, Heidi Happy oder Jubaira Bachmann die Jugendlichen auf, sich aktiv gegen Cyber-Mobbing zu engagieren. Jugendliche können sich mit einem Klick direkt gegen Cyber-Mobbing einsetzen und erhalten auf der Kampagnenplattform weiterführende Informationen. In Informationskampagnen an alle Schulen in der Schweiz werden Materialien angeboten, um Jugendliche auf die Hilfe via Notrufnummer 147 von Pro Juventute aufmerksam zu machen. Die Öffentlichkeit wird aufgerufen, sich auf Facebook oder mit Spendenbeiträgen zu engagieren.

Cyber-Mobbing verletzt

Wie Pro Juventute schreibt, ist Cyber-Mobbing ein zunehmend verbreitetes Problem, das bei betreoffenen Jugendlichen extreme Verunsicherung und Ängste auslöst. Bei der Pro Juventute Beratung + Hilfe 147 rufen vermehrt Kinder und Jugendliche an, die Hilfe wegen Cyber-Mobbing suchen. War das Thema noch vor wenigen Jahren unbekannt, ist es heute Beratungsalltag. Und nach aktuellen Studien[1] hat jeder fünfte Teenager schon erlebt, dass ihn jemand via Internet fertig machen wollte. Das Verheerende bei Cyber-Mobbing: Im Unterschied zu Mobbing ist die Hemmschwelle tiefer, da der Angreifer sich hinter der Anonymität im Netz versteckt. Gleichzeitig findet Cyber-Mobbing nicht nur auf dem Pausenplatz, sondern überall statt wobei die Betroffenen dem Mobbing rund um die Uhr ausgeliefert sind.

Umfrage zeigt: Es besteht Informationsbedarf

Zum Thema Cyber-Mobbing besteht in der Schweiz dringender Informationsbedarf: Mehr als Zwei Drittel (69,9 Prozent) der Schweizer wissen nicht, wo sie bei Cyber-Mobbing Hilfe suchen sollen. Das zeigen die Ergebnisse der heute von Pro Juventute publizierten nationalen Umfrage «Hilfe gegen Cyber-Mobbing».[2] Nur gerade jeder Zweite weiss, was Cyber-Mobbing ist (51.9 Prozent). Jeder Dritte hat schon davon gehört, weiss aber nicht genau, was es ist (31,2 Prozent). In der Romandie weiss gar nur knapp jeder Vierte, was Cyber-Mobbing ist (23,8 Prozent).

Bei den Kriterien, die ein Hilfsangebot erfüllen müsste, rangiert Vertraulichkeit an erster Stelle, gefolgt von Professionalität, Schnelligkeit und Neutralität. Auch dass die Hilfe gratis angeboten wird und persönlich stattfindet, wird als wichtig erachtet. Das Ergebnis zeigt: Es ist entscheidend, dass Jugendliche und Eltern über die Verfügbarkeit eines niederschwelligen, vertraulichen Angebots Bescheid wissen. Cyber-Mobbing kann von Schlafschwierigkeiten über Depressionen bis zum Jugendsuizid führen: Internationale Studien zeigen, dass die Zahl der Suizidversuche bei Jugendlichen, die Cyber-Mobbing erlebt haben, doppelt so hoch ist wie bei Jugendlichen, die nicht betroffen sind.[3] «So weit darf es in der Schweiz nie kommen», sagt Pro Juventute-Direktor Stephan Oetiker. «Es braucht daher dringend Sensibilisierung, Prävention durch Medienkompetenz und die Bekanntmachung von Anlaufstellen für Jugendliche.»

TBWA setzt Kampagne um

In der klassischen Plakat- und TV-Kampagne wird die breite Öffentlichkeit von der Agentur TBWA für das Thema Cyber-Mobbing sensibilisiert und die Nummer 147 thematisiert. In der dazugehörigen Facebook-App kann die jugendliche Hauptzielgruppe ein Zeichen gegen Cyber-Mobbing setzen. Sie wird somit direkt am Tatort abgeholt und langfristig eingebunden. Denn die Facebook-Aktion beschränkt sich nicht auf simples «liken», sondern involviert und animiert die Menschen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und wie bei einem Anruf auf 147 darüber zu reden – womit schon ein erster wichtiger Schritt im Kampf gegen Cyber-Mobbing gemacht ist. Die Kampagne wird über Plakate, TV-Spot, Facebook, Öffentlichkeitsarbeit sowie Informationskampagnen an alle Schulen in der Schweiz geführt.

Verantwortlich bei Pro Juventute: Irene Heimgartner (Leiterin Public Affairs / stv.Leiterin Kommunikation); Marianne Affolter (Leiterin Kommunikation). Verantwortlich bei TBWA:
Kreation: Frederick Rossmann, Johannes Dörig, Barney Rees, Samuel Wicki, Cla Campell (Kreation); Matthias Kiess, Marion Schlatter (Kundenberatung); Marcel Vogt (Kundenberatung);
Christina Buergin, Agnes Meier, Simona Mink (Art-Buying/Produktion/DTP); Mert Dürümoglu (Fotografie). Verantwortlich bei Markenfilm Schweiz: Uli Scheper (Produktion); Navid Abri (Regie). Verantwortlich für Programmierung: Cubera Solutions.
 

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Ringier Romandie führt Paywalls ein

Daniel Pillard, Leiter von Ringier Romandie, sagte in der TSR-Sendung «Forum» vom letzten Samstag, dass Ringiers Wochenzeitschrift L’Hebdo zu Beginn des nächsten Jahres eine Paywall einführen werde - ganz nach dem Vorbild amerikanischer Titel.

Für die Medien sei der Moment gekommen, von Google etwas für den Traffic zu verlangen, den man dem Suchmaschinenkonzern auf dessen Website generiere. «Wir müssen lernen, uns für unserer Inhalte bezahlen zu lassen», meinte Pillard in der Sendung «Forum». Betreffend Zukunft von Print zeigte er sich zuversichtlich, umso mehr als ihm die Entwicklung der digitalen Werbung in der Schweiz «relativ langsam» erscheine. Auch die Erträge für die Verleger seien nicht der Rede wert. Das Web werfe diesen «bloss peanuts» ab», sagte Pillard.

Auf Anfrage der Werbewoche präzisierte der Leiter von Ringier Romandie, dass nicht nur L’Hebdo, sondern auch Ringiers andere Westschweizer Titel schon bald eine Paywall einführen werden. TV8 werde etwa mit L’Hebdo gleichziehen, Illustré folge ungefähr im März und danach auch Edelweiss. Zwar würden die Sites weiterhin gewisse Gratisangebote wie einen Newsticker oder Blogs aufweisen, «aber wer das E-Paper oder einzelne Artikel lesen will, muss künftig dafür bezahlen, egal von welchem Geräte aus er darauf zugreift». Bisher war beispielsweise das E-Paper von Hebdo für iPad-Nutzer gratis. Auch die Archive würden kostenpflichtig, ergänzte Pillard.

Den Zeitpunkt für die Einführung des Bezahlmodus hält Pillard für geeignet, weil «wir auf unseren Sites ohnehin nur wenig Traffic haben». Gemäss Net-Metrix Audit wurde Hebdo im September 2012 von 94'000 Unique Clients besucht, Illustré kam auf 139'000 UC, TV8 auf 25'000 UC. Edelweiss wies im September keine Zahlen aus, verzeichnete aber im Juli und August 4000 UC. «Wir haben also nicht viel zu verlieren», meinte Pillard. Den Gesamtumsatz aus Bannerwerbung auf allen Sites von Ringier Romandie bezifferte er auf maximal 250'000 Franken.

Markus Knöpfli
 

CPJ beklagt Angriffe auf Pressefreiheit in der Türkei

Das US-Medieninstitut CPJ hat zunehmende Angriffe auf die Pressefreiheit in der Türkei beklagt. Die türkischen Behörden betrieben derzeit «eine der weltweit grössten Kampagnen gegen die Presse», hiess es in einem am Sonntagabend veröffentlichten Bericht.

Insgesamt seien 76 Journalisten in Haft – so viele wie in keinem anderen Land der Welt, schreibt das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) in New York. Den meisten Inhaftierten würden Terrorvergehen aufgrund ihrer journalistischen Arbeit vorgeworfen.

Gut 70 Prozent der inhaftierten Journalisten seien Kurden, denen Unterstützung für die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) vorgeworfen werde. Erst im vergangenen Monat hatte ein Prozess gegen 44 Journalisten begonnen, die laut Anklage die kurdischen Separatisten unterstützt haben sollen. Einige Vorwürfe gegen die Journalisten erinnerten an die Beschreibungen totalitärer Staaten in den Büchern George Orwells, hiess es in dem im Internet veröffentlichten Bericht.

Kritik an Dauer der Untersuchungshaft

Das CPJ kritisierte auch die lange Dauer der Untersuchungshaft für angeklagte Journalisten. In einem Fall habe die Chefin eines Rundfunksenders sechs Jahre hinter Gittern verbringen müssen, ohne dass es ein Urteil gegeben hätte. Menschenrechtsaktivisten und auch die EU beklagen seit langem, dass in der Türkei die strikten Antiterrorgesetze von der Justiz benutzt werden, um gegen gewaltlose Formen des Protestes oder auch blosse Kritik an der Regierung vorzugehen.Der türkische Justizminister Sadullah Ergin betonte laut CPJ in einer Stellungnahme zu dem Bericht, es liege nicht in der Absicht der Regierung, Kritiker wegen einer Meinungsäusserung zu verfolgen. Das Recht auf freie Meinungsäusserung müsse aber von strafbarer verbaler Unterstützung für Gewaltakte und von «terroristischer Propaganda» abgegrenzt werden. (SDA)
 

Zu guter Letzt: Einstürzende Neubauten

LG bewirbt die neuen IPS-Monitore mit dem Slogan «So real it’s scary!». Die Kampagne nimmt den Slogan wörtlich und lässt Liftböden in die Tiefe stürzen.

Die Idee: Ein Liftboden wird flächendeckend mit Bildschirmen verkleidet. Während der Fahrt verdunkelt sich plötzlich die Kabine und der Boden stürzt mit Getöse den Schacht hinunter. Die verdutzten Passagiere versuchen zwar reflexartig, sich an eine sichere Stelle zu retten – müssen jedoch bald resigniert feststellen, dass sie über freiem Abgrund stehen.

Ob der Streich wirklich mit ahnungslosen Passanten durchgeführt wurde, steht in den Sternen. Gut möglich, dass es sich um Schauspieler der viralen Kampagne handelt. Was für die Echtheit spricht: Die Youtube-Kommentar-Gemeinde ist sich einig, dass alles «fake!» ist. Und bekanntlich zeichnen sich Youtube-Kommentierer dadurch aus, dass sie ihr löchriges Hintergrundwissen mit einem übersteigerten Mitteilungsbedürfnis kompensieren. (hae)
 

Cresta-Award für SFLB-Wendesätze

Spillmann Felser Leo Burnett hat 2012 als einzige Schweizer Agentur einen Cresta Award gewonnen. Die Zürcher überzeugten in New York mit den Wendesätzen für Swiss Life.

SFLB gewann den Award mit der Wendesatz-Kampange für Swiss Life, welche nach preisgekrönter Lancierung 2011 (unter anderem mit Doppelsilber in Cannes, Grand Prix bei Epica und Gold-Effie) im August des laufenden Jahres fortgesetzt wurde. Die Kampagne soll aufzeigen, wie schnell sich das Leben grundlegend ändern kann.

Havas Worldwide wurde bei den Cresta-Awards mit dem Titel «Netzwerk des Jahres» ausgezeichnet. 

swisslife

Feldervogel zelebriert Titlis/Engelberg als Ikone

Die Titlis Bergbahnen, Hotels & Gastronomie haben ihren Auftritt erneuert. Dafür verantwortlich zeichnet die Luzerner Agentur Feldervogel.

Dem neuen Erscheinungsbild hat sich Engelberg-Titlis Tourismus angeschlossen. Auch der neue Auftritt wird von der Silhouette des Titlis geprägt. Die Farbgebung in Hellblau, Weiss und Gold soll für luftige Leichtigkeit und edle Anmutung sorgen, so die Agentur in einer Mitteilung.
 
Der Auftritt des «Titlis Glacier Mountain» ist auch auf die asiatischen Märkte ausgerichtet. Insbesondere die goldenen Elemente sollen die Marke wertvoll und renommiert erscheinen lassen. Die Bezeichnung «Glacier Mountain» betont soll das Motto betonen: Schnee und Gletschereis auch im Sommer.

Varianten für unterschiedliche Märkte

Das Wording beim Logo wie auch die verschiedenen Websites, Inserate und Flyer unterscheiden sich je nach geografischem Einsatzort. Die Schlüsselbotschaften und -Bilder sind auf die Erwartungen lokaler oder dann aussereuropäischer Märkte abgestimmt, so die Agentur. Die Definition der entsprechenden Schlüsselelemente erfolgte auf Basis einer Werteanalyse mit Ovrea Corporate Personality. Mit diesem Instrument bestimmt Feldervogel das Werte-Inventar einer Marke, die Erwartungen der Zielgruppen und die Richtung, in welche die Kommunikation entwickelt werden muss.

Die Agentur setzt den neuen Auftritt zurzeit in Zusammenarbeit mit den Auftraggebern in Engelberg um. Neu gestaltet und getextet werden sämtliche Offline- und Online-Medien bis hin zur Signaletik, 3D-Anwendungen, Jacken, Fahnen sowie Tickets und Skipässen.

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