Ruf Lanz: Swiss Smile statt Zähne verstecken

Ruf Lanz hat für die Swiss Smile Zahnärzte-Zentren eine Imagekampagne kreiert. Die Zähne verstecken soll dank Zahnarzt-Besuch niemand mehr müssen.

Nach dem massgeschneiderten Auftritt am Elite Model Look Wettbewerb (Werbewoche.ch berichtete) will Ruf Lanz Swiss Smile nun mit einer Imagekampagne in aller Munde bringen, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Botschaft: «Damit niemand mehr seine Zähne verstecken muss: Swiss Smile.» Die Umsetzung: Männer, die sich den Schnauz bis über die Lippen wachsen lassen. Frauen, die ihre Haare auffällig nach innen fönen. Und Mädchen, die sich ihre Zöpfe verschämt vor dem Mund zusammenbinden.

Die Sujets sind ganzseitig in Tages-Anzeiger, 20 Minuten und Bilanz zu sehen, zusätzlich auf Plakatwänden sowie in Online-Umsetzungen.

Verantwortlich bei Swiss Smile: Dr. med. dent. Haleh Abivardi, Dr. med. dent. Golnar Abivardi (Gesamtverantwortung). Verantwortlich bei Ruf Lanz: Markus Ruf, Danielle Lanz (Creative Direction), Isabelle Hauser (Art Direction), Maren Beck (Text), Dave Schellenberg (Grafik), Sebastian Durband (Beratungsleitung), Sabrina Luck (Beratung). Bildbearbeitung: Aschmann Klauser.

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Surseer Woche: Inge Lichtsteiner wird Verlagsleiterin

Inge Lichtsteiner leitet ab Mitte November den Verlag der Surseer Woche. Der Verwaltungsrat wählte sie als Nachfolgerin von Georges Achermann.

Finanzmanagement, Marketing, Teamleitung, Personaladministration oder Liegenschaftsverwaltung: In diesen und noch vielen anderen Tätigkeitsfeldern einer Unternehmerin ist Inge Lichtsteiner aus Egolzwil laut Mitteilung «bestens bewandert». Der Verwaltungsrat der Surseer Woche freut sich, mit Verlagsleiterin Inge Lichtsteiner und Redaktionsleiterin Andrea Willimann künftig zwei Frauen an der Spitze des Medienunternehmens zu haben.

Profi in der Führung eines KMU

Die 52-jährige Inge Lichtsteiner ist eine Quereinsteigerin im Verlagswesen. Sie bringe jedoch einen kaufmännischen Leistungsausweis und unternehmerische Erfahrung mit in die neue Position, so die Mitteilung. Aufgewachsen in Egolzwil, absolvierte sie nach einer kaufmännischen Grundausbildung und Tätigkeiten im Kreditwesen einer Bank beziehungsweise im Finanzmanagement eines Grossunternehmens eine Gymnastik-Ausbildung. 1986 gründete sie in Sursee das Gymnastik-Studio Gymstreet, das sie während zwölf Jahren als Einzelunternehmerin führte. 1998 ging dieses an TC Training Center Innerschweiz über, wo sie Mitinhaberin und Mitglied der Geschäftsleitung war. 2009 erfolgte der nächste Schritt: Migros übernahm TC, welches 2010 den Namen in One Training Center gewechselt hat. Inge Lichtsteiner blieb weiterhin in der Geschäftsleitung tätig.

Die neue Verlagsleiterin der Surseer Woche ist jedoch nicht nur als Unternehmerin in der Region Sursee vernetzt, sondern auch politisch: Seit 2009 sitzt die Egolzwilerin für die CVP des Wahlkreises Willisau im Kantonsrat. Seit diesem Jahr steuert die Mutter zweier erwachsener Töchter zudem einen Executive Master in Business Administration an der Hochschule Wirtschaft in Luzern an.

Einstieg am 19. November

Am 19.November nimmt Inge Lichtsteiner ihre Tätigkeit bei der Surseer Woche auf. Das regionale Medienunternehmen Surseer Woche mit Sitz in Sursee feierte im Oktober sein 20-Jahr-Jubiläum. Es publiziert die Zeitungen Surseer Woche und Trienger Woche samt ihren Allmedia-Diensten.

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Lia: Wirz holt mit Ikea Bronze

Bei der 27. Ausgabe des London International Awards (Lia) holte die Zürcher Agentur Wirz Bronze für die Ikea Rothenburg-Kampagne.

Zur Erföffnung der Filiale Rothenburg LU verloste das Möbelhaus in Zusammenarbeit mit der Agentur Neueinrichtungen von Wohnungen. Von einer Jury ausgewählte Gewinner mussten ihre Wohnungen für sechs Wochen verlassen. In dieser Zeit nahm Ikea die Umgestaltung vor, übertragen über Webcams im Internet (Werbewoche Printausgabe berichtete). Die Kampagne wurde schon mehrfach prämiert, unter anderem in Cannes (Werbewoche.ch berichtete).

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«Wir haben die Kosten im Griff und werden keinen Verlust machen»

Ab 2013 verstärkt die Basler Zeitung Medien (BZM) ihr Engagement bei Presse TV (PTV). Die Werbewoche sprach mit VR-Präsident Filippo Leutenegger über die Gründe dieses TV-Ausbaus, über die Kosten und über werberechtliche Klippen.

Werbewoche.ch: Die BZM verdoppelt ihren Aktienanteil bei PTV auf 20 Prozent und will auch eine Nachfolgesendung für Gesundheit Sprechstunde machen. Warum dieses Engagement?
Filippo Leutenegger: Wir wollen in der Baz das Thema Gesundheit ausbauen, und ist es publizistisch interessant, dies in der Zeitung und gleichzeitig mit einer Gesundheitssendung umzusetzen. Mit der Verdopplung unseres Anteils knüpfen wir übrigens dort an, wo wir schon vor etwa zwölf Jahren waren: Damals hielt die BZM schon einmal 20 Prozent bei PTV, trat dann aber die Hälfte an den Jean Frey Verlag ab, den ich damals als CEO vertrat.

Wie wird die Baz die redaktionellen Leistungen zum Thema Gesundheit verstärken?
Der Wunsch dazu kam auch von Chefredaktor Markus Somm. Wie dies dann publizistisch umgesetzt wird, liegt in seiner Verantwortung. Klar ist aber: Wenn wir uns publizistisch stärker mit der Gesundheit beschäftigen, finden wir auch mehr Nähe zu Basel.

Wegen der Pharmaindustrie in der Region?
Nein, ganz einfach, weil Gesundheit auch in Basel ein grosses Thema ist.

Wie heisst die Sendung künftig, wer ist dafür zuständig und wer wird sie produzieren?
Sie heisst «Gesundheit heute». Und zuständig ist Jeanne Fürst, welche die Sendung schon heute redaktionell führt und moderiert. Für die Produktion verantwortlich ist der erfahrene Regisseur und Produzent Helmuth Heim.

Ändert sich etwas am Konzept und bei den Sponsoren?
Nein, wir führen das erfolgreiche Konzept weiter, und die bisherigen Sponsoren bleiben an Bord. Das ist sehr erfreulich

Ringier hatte bei «Gesundheit Sprechstunde» immer wieder rechtliche Probleme wegen Verstössen gegen die Werberichtlinien. Im Gesundheitsbereich scheint dies besonders heikel zu sein. Was kehren Sie dagegen vor?
Die Vergangenheit war in dieser Hinsicht tatsächlich unerfreulich. Aber wenn publizistisch sauber gearbeitet wird, habe ich keine Befürchtung mehr Probleme zu haben als mit anderen Magazinformen.

Ringier ist bei PTV aus Spargründen ausgestiegen: Das PTV-Engagement sei «seit längerem defizitär», hiess es im Mai. Auch die BaZ muss sparen: Aktuell streicht sie 25 Stellen im Verlag und kürzt die Honorare der Fotografen. Wirkt da der Ausbau des kaum lukrativen PTV-Engagements nicht etwas deplatziert?
Nein. Weshalb? Wir haben die Kosten im Griff und werden keinen Verlust machen. Insgesamt handelt es sich um eine publizistische Verstärkung, die uns finanziell nicht zusätzlich belasten wird. Wir haben ja Sponsoren und wir erhalten auch die bisherige Entschädigung durch PTV. Zudem haben wir Erfahrung mit TV und mit Sendebudgets.

Interview: Markus Knöpfli

Teaserbild: Keystone
 

HWZ begleitet «Das Zelt» im Bereich Social Media

Die HWZ und das Schweizer Tourneetheater «Das Zelt – Chapiteau Post Finance» gehen für die Tournee 2013 eine Kooperation ein. Die Fachstelle Social Media Management begleitet das ehemalige Expo.02-Projekt bei der Konzeption und Weiterentwicklung des Online-Marketings.

«Das Vertrauen eines so erfolgreichen Unternehmens ehrt uns. Für unsere Fachstelle ist diese Partnerschaft eine vielseitige und spannende Herausforderung», sagt Manuel P. Nappo, Leiter der Fachstelle Social Media Management an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich. «Die Mehrsprachigkeit, die unterschiedlichen Programme und Zielgruppen dieses nationalen Events verlangen nach gut aufeinander abgestimmten Kommunikations-Massnahmen.»

Das Online-Team von «Das Zelt» wird vor und während der gesamten Tournee 2013 von Manuel P. Nappo gecoacht und beraten. Ziel der Kooperation ist es laut Mitteilung, das Fachwissen bei den «Das Zelt-Mitarbeitenden» kontinuierlich auf- und auszubauen, damit künftige Herausforderungen in den neuen Medien professionell gemeistert werden können. Dazu Adrian Steiner, Direktor von «Das Zelt»: «Dank der kompetenten Unterstützung kann «Das Zelt» das Wissen im Bereich Social-Media inhouse aufbauen. Dies ist ein langfristiger Mehrwert für das Unternehmen.» Mit der Beratung und dem Coaching der Fachstelle Social Media Management werden die Social-Media-Aktivitäten von «Das Zelt» in eine überdachende Online-Strategie eingebunden, was zu einer zielgerichteten Planung und Umsetzung des Online-Marketings führt.

Hochschule als Coach und Berater

Die HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich betreibt die schweizweit erste Fachstelle für Social Media Management. Die Fachstelle soll dem massiven Strukturwandel in der Kommunikationsbranche gerecht werden und einen optimalen Wissenstransfer ermöglichen. Sie realisiert massgeschneiderte Kurse und Workshops mit Unternehmen, Verbänden und Verwaltungen und beteiligt sich an Forschungsprojekten und Weiterbildungsveranstaltungen. Der Wissensfundus, welcher mit dem Zertifikatslehrgang CAS Social Media Management geschaffen wurde, wird auf diese Weise stetig verbreitert.

Radio Zürisee mit neuem Redaktor

Simon Vogel ergänzt das Redaktionsteam von Radio Zürisee. Der 28-Jährige aus Uster im Kanton Zürich tritt seine neue Stelle Anfang nächsten Jahres an.

Simon Vogel hat als Branchenneuling im Sommer 2012 in den Medien erstmals Fuss gefasst und absolviert derzeit in der Redaktion von Radio Zürisee ein halbjähriges Praktikum, wie es in einer Mitteilung heisst. Aufgrund seiner Leistung und Entwicklung hat sich die Chefredaktion von Radio Zürisee für eine Festanstellung per 1. Januar 2013 entschieden. Simon Vogel wird vorwiegend als Reporter eingesetzt und dabei Medienkonferenzen abdecken, bei redaktionellen Serien mitwirken und recherchierte Beiträge produzieren. Seine Kindheit und Jugendzeit verbrachte er in Wädenswil am Zürichsee. Heute lebt Simon Vogel im Zürcher Oberland in Uster. In seiner Freizeit spielt er leidenschaftlich und auf professionellem Niveau Schlagzeug.

Zu guter Letzt: Wer hat den längsten Abstand?

Am Montag wurde die Onlinestudie «Net-Metrix-Profile 2012-2» publiziert. Die Zahlen lassen genügend Spielraum für Interpretationen.

Die Studie zeigt beispielsweise, dass Männer Newsseiten wie Blick.ch und 20min.ch lieben, während Frauen sich eher zu Suchdiensten wie Search.ch, Local.ch und Homegate.ch hingezogen fühlen (Werbewoche.ch berichtete). Ein Schelm, wer daraus genderbezogene Rückschlüsse zieht. Aber jemand muss sich ja um die wirklich relevanten Themen kümmern («Mein Ladyboy darf nicht in die Schweiz», «Unser Papi lässt uns verhungern!», «Wir sind Deutsche: Wir werden ausgeschafft»), während sich das schöne Geschlecht mit Nebensächlichkeiten wie der Wohnungs- und Restaurantsuche beschäftigt.

Blick am Abend interpretierte die Studie weiter und vermerkt in der Montags-Ausgabe: «Blick.ch bleibt Nr. 1». Das Portal sei «in der Deutschschweiz das mit Abstand meistbesuchte Internet-Nachrichtenportal».

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Bild: Blick am Abend, 5. November 2012

«Pro Monat surfen über 1,5 Millionen Nutzerinnen und Nutzer auf Blick.ch.» Das klingt nicht nur beeindruckend, sondern ist es auch. Fast ein wenig beängstigend, denn es handelt sich laut Studie um «Unique User», also nicht Seitenaufrufe oder ähnlichen Kindergarten. Mehr als jeder fünfte Einwohner der Schweiz besucht mindestens einmal pro Monat Blick.ch – Babys und deutsche Ausschaffungskandidaten inklusive. Eine Gratiszeitung, die diese Tatsache vermeldet – Kurt Imhof kann einem leidtun!

Noch beeindruckender ist lediglich das Faktum, dass ein anderes «Internet-Nachrichtenportal» dies toppt. Nämlich 20min.ch. Die Seite verzeichnet laut Studie nicht nur 30'000 monatliche Besucher mehr, sondern hat im Vergleich zum Vorjahr doppelt so stark zugelegt wie Blick.ch. Letzteres gilt übrigens ebenfalls bezüglich Tages- und Wochenreichweite, auch wenn da das Ringier-Portal (noch?) vorne liegt.

Werbewoche.ch kann da leider nicht mithalten. Aber die Zielgruppe – die Medienschaffenden und Werbetreibenden – erreichen wir erfahrungsgemäss recht gut. Das soll natürlich keine Anspielung sein. (hae)
 

Axel Springer: Neuer Redaktionsleiter Wirtschaftsnetz

Das Wirtschaftsnetz von Axel Springer Schweiz wird weiter verstärkt. Zum 1. Januar 2013 übernimmt Stefan Eiselin die Gesamtleitung des Verbundes von Handelszeitung.ch, Bilanz.ch und Finanzen.ch.

Der 45-jährige Stefan Eiselin wird als neuer Redaktionsleiter des Wirtschaftsnetzes die strategische und publizistische Leitung des Online-Verbundes innehaben. Mit seiner langjährigen Erfahrung als Wirtschafts- und Onlinejournalist soll er das inhaltliche Profil von Handelszeitung.ch, Bilanz.ch und Finanzen.ch laut Mitteilung weiter schärfen und die Webseiten weiterentwickeln. Zugleich wird Stefan Eiselin als Stellvertretender Chefredaktor der Handelszeitung für eine engere Verzahnung des digitalen Angebots der Wirtschaftsmedien von Axel Springer Schweiz mit den einzelnen Printprodukten verantwortlich zeichnen.

Volker Strohm wird zeitgleich als Stellvertretender Redaktionsleiter und in Zusammenarbeit mit Product Management, Sales und Marketing die Verantwortung für die technische und wirtschaftliche Weiterentwicklung der Webseiten sowie für die Partnerprojekte des Wirtschaftsnetzes übernehmen. Zudem wird der 45-Jährige die Social-Media-Aktivitäten koordinieren, ausbauen und weiterentwickeln.
 

Presse TV: Baz erbt Ringiers Gesundheitssendung

Viele Neuerungen bei Presse TV (PTV): Ab 2013 macht die Baz eine Nachfolgesendung für «Gesundheit Sprechstunde», das PTV-Aktionariat verkleinert sich und Fibo Deutsch verlässt das Verlegerfernsehen. Zudem lanciert SRF einen Ersatz für Ringiers «Motorshow TCS».

Nach dem Ausstieg von Ringier beim Verlegerfernsehen PresseTV (PTV), wird die Basler Zeitung Medien (BZM) mehr Verantwortung übernehmen. Zum einen verdoppelt sie ihre Beteiligung von heute 10 Prozent auf 20 Prozent, zudem führt sie die Sendung «Gesundheit Sprechstunde» unter neuem Namen, aber mit gleichem Konzept weiter (siehe Interview mit BZM-CEO Filippo Leutenegger). Auch die Redaktionscrew bleibt grösstenteils bestehen: Die bisherige Chefredaktorin Regula Käch verlässt das Team und Moderatorin und Ärztin Jeanne Fürst übernimmt die Leitung.

Da Ringier beim Verlegerfernsehen aber 30 Prozent der Aktien hielt, gehen 20 Prozent an PTV zurück: Sie stehen bereit, falls sich ein weiterer Verlag einbringen will. Derzeit scheint primär die AZ Medien in Frage zu kommen: Sie hatte sich schon früher interessiert gezeigt, umso mehr, als sie mit ihren Lokal TVs in Zürich, Aargau und Bern über überschüssige Studiokapazitäten verfügt. Auf Anfrage der Werbewoche teilte Claudia Bossert, Geschäftsführerin TV bei der AZ Medien, zwar mit, dass «noch keine Anfragen zur Teilnahme bei PTV eingegangen» seien. «Aber wir sind noch immer offen für sinnvolle Kooperationen», fügte sie hinzu. Dem Vernehmen nach stehen allerdings schon in den nächsten Tagen erste Gespräche an.

SRF muss zwei Programmlücken füllen

Nicht nur im Aktionariat, auch bei den Sendungen hinterlässt Ringier Lücken: «Cash TV» und «Motor Show TCS» fallen ersatzlos weg, womit ab 2013 zwei knapp halbstündige Löcher im Programm von SF2 klaffen: Jeweils samstags um 20:30 Uhr und sonntags um 22:05 Uhr. «Der Sendeplatz von «Cash-TV» geht an ein neues Format, über dessen Inhalt noch nichts entschieden ist, jener von «Motorshow» bleibt erhalten für ein Format zum Thema Auto», teilte SRF-Sprecher Jonathan Engmann auf Anfrage mit. Beide Formate laufen künftig unter der Verantwortung von SRF, für jenes zum Thema Auto sind auch schon Verhandlungen mit Produktionsfirmen im Gang.

Auch ein dritter Ringier-Beitrag, der «Sonntagsblick-Standpunkt», wird ersatzlos gestrichen, doch weil die anderen drei Standpunkt-Anbieter NZZ, Basler Zeitung und Bilanz in die Bresche springen und künftig einen Drei- statt einen Vier-Wochen-Turnus fahren, entstehen hier keine Lücken.

Die Streichung von «Cash TV» und «Motorshow TCS» führt dazu, dass PTV ab 2013 nur noch 6500 Sendeminuten pro Jahr für SRF produziert. Bisher waren es jährlich 8500 Sendeminuten, mit den Wiederholungen sogar mehr als das Doppelte. Mit der Reduktion verkleinert sich auch die Entschädigung, die PTV von SRF erhält: Waren es bisher 5 Millionen Franken pro Jahr, so dürften es künftig weniger als 4 Millionen Franken sein.

Markus Spillmann soll VR-Präsident werden

Bei PTV kommt es auch zu gewichtigen personellen Wechseln. Einige wurden bereits in den letzten Wochen in aller Stille eingeleitet: So trat der bisherige VR-Präsident Wolfgang Frei, der Leiter Neue Medien bei der NZZ war, unlängst infolge Pensionierung zurück. Als sein Nachfolger wurde der Medienanwalt Martin Lutz (73) gewählt, der DTCP, ein Verbund deutscher Verlage, bei PTV vertritt. Dieser tritt nun aber bereits Ende Jahr zurück – altershalber, wie es in einem Communiqué heisst. Die PTV-Aktionäre haben nun kürzlich beschlossen, NZZ-Chefredaktor Markus Spillmann als neuen Präsidenten und BaZ-Verleger Filippo Leutenegger als Vizepräsidenten vorzuschlagen. Eine ausserordentliche Generalversammlung soll noch Ende November stattfinden.

Fibo Deutsch tritt ein Jahr früher ab

Die gewichtigste personelle Änderung erfolgt aber auf operativer Ebene: Der 72jährige Ringier-Mann Fibo Deutsch, der die PTV-Geschicke von Beginn weg führte, wird die Geschäftsleitung schon Ende Jahr abgeben. Dies ist überraschend, hatte es doch ursprünglich geheissen, Deutsch werde noch mit SRF einen neuen Vertrag ab 2014 aushandeln. Nun wird es sein Nachfolger tun. Wer dies sein wird, ist noch offen. Die Geschäftsstelle werde neu organisiert, hiess es im Communiqué lediglich. Sicher ist aber: Doris Maeso, Deutschs rechte Hand, bleibt PTV treu.

Da Ringier auch die eigene TV-Produktion unter dem Namen Ringier TV einstellt, kommt es auch auf dieser Ebene zu Änderungen: Die Standpunkt-Sendungen sowie die Gesundheitssendung der BZM werden neu von Content Park in Schlieren produziert, von jenem Unternehmen, das aus der Firma Lobster TV hervorging und bis Mitte 2010 zu Christoph Blochers Finanzierungsgesellschaft Robinvest gehörte. Content Park hat Erfahrung bei der Produktion von Fernsehsendungen und verfügt über ein grösseres Studio als Ringier TV. PTV wird übrigens auch seinen Geschäftssitz vom Ringier-Hauptgebäude an der Dufourstrasse nach Schlieren verlegen.

Kooperation seit 17 Jahren

PTV wurde 1995 von NZZ, Ringier und DCTP gegründet. Noch im selben Jahr trat die Basler Zeitung bei, später auch die Jean Frey AG, die ihren Anteil 2007 an Axel Springer Schweiz abtrat. Ziel war es von Anfang an, Beiträge privater Lieferanten in Programmfenstern des Schweizer Fernsehens auszustrahlen – im Bewusstsein, dass sich für Verleger ein eigenes sprachregionales TV-Programm in Konkurrenz zur SRG kaum finanzieren lässt.

Doch nicht immer fühlten sich die Verleger wohl unter den Fittichen von SF. In der Aera Peter Schellenberg waren sie bloss geduldet und unter Ingrid Deltenre sahen sie sich gar als «ungeliebte Laus im Pelz der SRG» (Zitat Deutsch). Das Verhältnis entspannte sich erst mit dem Vertrag von 2008: Seither fühlt sich PTV als Partner ernstgenommen, und dank gemeinsamer Sendeplatzplanung kamen die PTV-Sendungen wieder auf bessere Quoten. So erreichte «Gesundheit Sprechstunde» im ersten Semester 2012 einen durchschnittlichen Marktanteil von 19,7 Prozent, «NZZ Format» 15,3 Prozent, die «Standpunkte» 7 Prozent, und «Motorshow», «Cash TV» und «Bekanntmachung» kamen auf 4 Prozent bis 6 Prozent. Die SRG ist deshalb auch nach 2013 an einer Kooperation mit PTV interessiert. «SRF will weiterhin mit den Verlegern zusammenarbeiten», bestätigt SRF-Sprecher Jonathan Engmann.

Markus Knöpfli
 

Webguerillas: Guerilla-Aktionen gegen Menschenhandel

Mit Guerilla-Aktionen bewarb der fiktive Künstler Szuk seine Vernissage. Panini-Bildchen mit Prostituierten lösten grosses mediales Echo aus. Die Agentur erreichte für den Stiletto-Lauf eine hohe Aufmerksamkeit und sensibilisierte für das Thema Menschenhandel.

Angekettete High-Heels an der Zürcher Bahnhofstrasse, überdimensionierte Zweifränkler mit dem Konterfei von Helvetia im Minirock und – passend zur Fussball-EM – Panini-Bildchen mit Prostituierten drauf. In Zürich rätselte man im vergangenen Juni über diese Guerilla-Aktionen. Sämtliche Spuren führten zum ungarischen Künstler Szuk, der auf seiner Website zu einer Vernissage in Zürich einlud.
 

http://www.youtube.com/watch?v=fvu1uDniW6c

Traurige Kunst, die lebt

Der geheimnisvolle Ungare hatte die Werbetrommel nicht vergebens gerührt. Über 200 Besucherinnen und Besucher wollten laut Mitteilung der Agentur wissen, wer Szuk wirklich ist und was er der Öffentlichkeit zeigen will. Und seit der Vernissage muss man lebendige Kunst wohl anders definieren. Auf Podesten, in schummrigem Licht, inszenierte Szuk seine Kunstobjekte: angekettete Frauen, überschminkt und mit Nummern wie Gefangene. Und sie sind Gefangene – darauf will Szuk aufmerksam machen. Hunderte Frauen werden auch in der Schweiz unter schlimmsten Bedingungen zur Prostitution gezwungen.

In der Galerie waren es an diesem Abend Freiwillige, die sich in knappen Kleidern auf High Heels präsentierten. Ein starkes Bild, das wirkte. Fast schon grotesk mutete es an, wie vor der lebendigen Kunst beim Cüpli diskutiert wurde. Auf kleinen Schildern, wo in Museen Angaben zum Künstler und Werk vermerkt sind, fanden die Besucher die schockierende Kurzbiografie der Prostituierten – und ihren Preis.

Hohe Reichweite ohne Media-Budget

Menschenhandel ist eine traurige Realität. Fiktiv ist hingegen der Künstler Szuk. Hinter den Guerilla-Aktionen und der Vernissage mit den lebendigen Kunstwerken stand die Agentur Webguerillas, die für die Organisation Glowbalact zur Teilnahme am ersten Zürcher Stiletto-Lauf aufriefen. Beiträge über die Guerilla-Aktionen und die Vernissage in reichweitenstarken Medien wie Blick am Abend und Tilllate sowie zahlreiche Blog- und Forenartikel sensibilisierten die Menschen zusätzlich für das Thema Menschenhandel.

Mehrere hundert Teilnehmerinnen und Zuschauer solidarisierten sich schliesslich am Lauf mit den Frauen, die ihren Körper für Sex verkaufen müssen. Damit die Erlöse des Anlasses sowie die Spendengelder vollumfänglich den Opfern von Menschenhandel zugute kommen, erfolgte die Arbeit von allen Beteiligten ehrenamtlich.

Verantwortlich bei Glowbalact: Tabea Oppliger (Präsidentin), Sonja De Iaco, Timea Keller. Verantwortlich bei Webguerillas: Conrad Malcher (Creative Director), Daniel Gremli (Konzeption), Norbert Rieger, Anja Schatz, Richard Wegele (Art Direction), Christian Schiller (Public Relations), Tatjana Meichtry (Beratung), Moritz Capelle (Head of Operations and Innovations), Philippe Stuker (Geschäftsführer).

Res Strehle übernimmt Gesamtleitung der konvergenten Tages-Anzeiger-Redaktion

Res Strehle übernimmt ab Dienstag, 6. November 2012, die Gesamtleitung der konvergenten Tages-Anzeiger-Redaktion. Die zusammengeführte Redaktion umfasst die bisherigen Redaktionen der Zeitung Tages-Anzeiger sowie die Redaktion des Nachrichtennetzwerks Newsnet.

Der Verwaltungsrat von Tamedia berücksichtigt mit dieser Entscheidung die erfolgreiche Arbeit von Res Strehle als Chefredaktor des Tages-Anzeigers, seine breite journalistische Erfahrung und seine ausgewiesene Führungskompetenz, wie es in einer Mitteilung heisst. Seine Stellvertretung übernimmt Peter Wälty, bisher Chefredaktor Newsnet. Markus Eisenhut, der bis anhin die Tages-Anzeiger Redaktion gemeinsam mit Res Strehle in einer Co-Leitung führte, übernimmt als Mitglied der Chefredaktion das Redaktionsmanagement. Michael Marti, heute stellvertretender Chefredaktor Newsnet, und Arthur Rutishauser, bisher Mitglied der Chefredaktion Tages-Anzeiger, bleiben weiterhin Mitglieder der Chefredaktion. Andreas Dietrich, bisher Mitglied der Chefredaktion des Tages-Anzeigers, wird die Zeitung verlassen. Gemeinsam mit der neuen Chefredaktion wird Res Strehle in den nächsten Monaten den Aufbau der konvergenten Tages-Anzeiger-Redaktion vorantreiben. Die gemeinsame Redaktion soll die Dossierkenntnisse der Zeitungsredaktion mit dem hohen Tempo der Online-Redaktion verbinden. Der Tages-Anzeiger will damit seinen Leserinnen und Lesern auf allen Medienkanälen ein hochwertiges Informationsangebot bieten.

Res Strehle übernahm die Co-Chefredaktion der grössten abonnierten Tageszeitung der Schweiz 2009. Gemeinsam mit Markus Eisenhut führte er ein zeitgemässes Layout sowie eine neue Blattarchitektur mit vier Zeitungs-Bünden ein. Gleichzeitig schärfte der Tages-Anzeiger mit einem neuen publizistischen Konzept und einem Schwerpunkt auf fundierten Analysen, Reportagen und Hintergrundberichten sein redaktionelles Profil. Vor seinem Wechsel zum Tages-Anzeiger war Res Strehle von 2001 bis 2007 während sechs Jahren Chefredaktor und zuletzt auch Geschäftsführer des Magazins. Er entwickelte die Wochenendbeilage publizistisch weiter und führte sie erstmals in ihrer Geschichte in die schwarzen Zahlen. Zuvor war der promovierte Ökonom unter anderem für die Weltwoche, die Bilanz sowie für Facts tätig und gehörte 1981 zu den Gründern der Wochenzeitung WoZ. Res Strehle ist Autor mehrerer Bücher und war Dozent an der Hochschule St. Gallen, der Schule für Soziale Arbeit Zürich, sowie am Medienausbildungszentrum (MAZ) Luzern.

Der Verwaltungsrat und die Unternehmensleitung von Tamedia danken in der am Montag verschickten Mitteilung Andreas Dietrich, Markus Eisenhut, Michael Marti, Arthur Rutishauser, Res Strehle und Peter Wälty für ihre erfolgreiche Arbeit und wünschen Res Strehle und seinem Team weiterhin viel Erfolg.

Heads: Neue Corporate Identity für den Verein Espoir

Heads aktualisiert in Zusammenarbeit mit dem Verein Espoir die Positionierung der Institution und entwickelt ein neues Erscheinungsbild. Espoir tritt ab November 2012 im neuen Kleid auf, pünktlich zur Feier ihres 20-Jahr-Jubiläums.

Espoir leistet seit 1992 rasche und unbürokratische Hilfe für Kinder und Familien in der Region Zürich. Ist ein Kind in Not, wird laut Mitteilung sofort gehandelt. Die präventive und massgeschneiderte Hilfestellung kommt jährlich mehr als 300 Kindern in mehrfach belastetem Umfeld zugute.

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