Detailhandel erholt sich im Oktober

Die Erholung im Schweizer Detailhandel hat sich im Oktober nach einer Delle im September wieder fortgesetzt. Die Umsätze legten sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch zum Vormonat zu. Vor allem bei den Lebensmitteln griffen die Konsumenten wieder beherzt zu, während die Verkäufe im Nicht-Nahrungsmittelsektor nur langsam vom Fleck kamen.

bananas-698608_1280

Die Detailhandelsumsätze stiegen im Oktober kalenderbereinigt gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent, wie provisorische Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) vom Montag zeigen. Gegenüber dem Vormonat wuchsen die Umsätze nominal um 3,3 Prozent. Die preisbereinigten realen Zahlen fielen ähnlich positiv aus.

Nach dem Lockdown und den von der Politik verordneten Betriebsschliessungen im Frühling hatte sich der Detailhandel ab Mai deutlich erholt, geriet dann jedoch im September ins Stocken. Grund dafür war vor allem auch die Flaute an den Tankstellen. Diese setzte sich nun zwar fort – zum Vormonat gaben die Umsätze um weitere 4,4 Prozent nach – konnten nun jedoch vom starken Plus im Lebensmittel-Detailhandel mehr als ausgeglichen werden. Dieser wuchs um 5,6 Prozent gegenüber September.

 

Onlinehandel wächst weiter

Der Nicht-Nahrungsmittelsektor legte mit 1,8 Prozent ebenfalls zu, wenn auch deutlich schwächer. Ein dickes Plus gab es etwa im schwankungsanfälligen Handel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik (+7,9%). Dazu legte der Detailhandel an Verkaufsständen und Märkten einschliesslich Versand- und Onlinehandel um 4,8 Prozent deutlich zu. Der Detailhandel mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren steigerte die Umsätze um 2,3 Prozent zu, sonstige Haushaltsgeräte, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf um 0,5 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr liegen die Verlagsprodukte, Sportausrüstungen und Spielwaren (-3,8%) ebenso noch im Minus wie der Detailhandel mit sonstigen Gütern (-9,5%). Dagegen sind der Onlinehandel (+16,6%) und die Geräte der Informations- und Kommunikationstechnik (+12,7%) sowie sonstige Haushaltsgeräte, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf (+9,3%) kräftig gewachsen. (SDA)

So erreichen Unternehmen ihre Kunden im Weihnachtstrubel

Die Feiertage stehen vor der Tür. Nach einem turbulenten Jahr stellen sich viele Marketer die Frage, wie sie zum Jahresende ihre Kunden ansprechen sollen, um ihre Verkaufsziele zu erreichen. Selligent Marketing Cloud liefert Tipps, wie Kunden während den Festtagen erreicht werden können.

christmas-email-marketing

Für Unternehmen ist die Weihnachtszeit eine der wichtigsten Verkaufsperioden des Jahres. Das Coronavirus hat dieses Jahr die Welt verändert – einige Länder befinden sich noch immer in Lockdowns oder haben starke Einschränkungen. Statt über Weihnachtsmärkte zu flanieren und zum Black Friday Geschäfte zu stürmen, werden viele Konsumenten dieses Jahr ihre Festtagseinkäufe von zu Hause erledigen.

 

Vom Einkaufszentrum in den Posteingang

Nicht nur das wo, sondern auch das wie unterscheidet sich dieses Jahr von bisherigen Jahren. 2020 verlagert sich die Kommunikation noch stärker vom Offline- in den Online-Bereich. Deswegen ist es umso wichtiger, dass Marken mit ihren Kunden in Kontakt bleiben. Gemäss der Consumer Survey von Selligent Marketing Cloud bevorzugen die meisten Kunden die Kommunikation via E-Mail – wobei es natürlich Unterschiede zwischen Generationen gibt.

 

E-Mail-Kampagnen: Content ist King

Bei E-Mail-Kampagnen können nur spannende Inhalte die Konsumenten überzeugen ‒ doch was tun, wenn wir schon daran scheitern, unseren Content beim Konsumenten abzuliefern? Dem Selligent Consumer Survey zufolge bestellen 39 Prozent der Kunden nämlich einen Newsletter ab. Der Grund: Sie erhalten generell zu viele E-Mails. Gerade während der Feiertage werden die Menschen mit einer riesigen Menge an Marketing-Mailings bombardiert. Das ist nicht nur nervig, sondern auch eine technische Gefahr: Posteingänge werden blockiert, Mail-Provider können Spam-Alarme auslösen. Die Zustellbarkeit kann aber mit zwei Faktoren positiv beeinflusst werden:

 

Werden Sie nicht zum Spammer

Klar: Black Friday, Cyber Monday, Winter-Sale und Weihnachtsspecials verleiten dazu, Ende Jahr gleich mehrere E-Mail-Kampagnen zu starten. Aber Marketing-Mailings sollten nicht zu häufig verschickt werden ‒ sonst ist der Klick auf die Spam-Taste vorprogrammiert. Die Umfrage von Selligent Marketing Cloud ergab, dass die meisten Konsumenten ein wöchentliches Mail oder ein bis zwei Mails pro Woche tolerieren. Also lieber den Inhalt der Mailings optimieren und weiter personalisieren, damit mehrere Aktionen übersichtlich und attraktiv dargestellt werden können. Ausserdem sollen Sie kritische Änderungen direkt vor den Festtagen vermeiden. Umbauten sollten mindestens zwei Monate vorher durchgeführt werden. Prüfen Sie Ihre Domains und E-Mail-Infrastruktur vor der Kampagne, um sicherzugehen, dass sich keine Fehlfunktionen eingeschlichen haben.

 

Machen Sie sich mit Ihren Kunden vertraut

Mailings richten sich an Menschen. Sie müssen persönlich sein und relevante Inhalte enthalten oder im aktuellen Kontext stehen. Links mit attraktiven Angeboten und klaren Handlungsaufforderungen bieten einen Mehrwert für den Kunden und erhöhen das Engagement. Und was bei Infrastruktur-Änderungen gilt, gilt auch beim Layout: Diese sollten nie direkt vor wichtigen Verkaufszeiträumen gemacht werden, da der Kunde im schlimmsten Fall die Marke nicht sofort erkennt und die Mailings nicht geöffnet werden.

Zum Jahresende inaktive Kontakte anschreiben? Klingt gut, ist aber nicht zu empfehlen. Sprechen Sie nur aktive Kunden (Reaktion innerhalb der letzten sechs Monate) an, um ihre Posteingangsrate hoch zu halten. Verwenden Sie keine Listen von Drittanbietern.

Selligent Marketing Cloud, eine Marke der CM Group, ist eine intelligente Omni-Channel-Marketing-Cloud-Plattform.

Creative Director Alex Hefter verlässt SRF

Alex Hefter, Creative Director sowie Bereichsleiter Gestaltung und Marketing, hat aufgrund der Neuorganisation im Zuge von «SRF 2024» entschieden, sich ausserhalb von SRF neu zu orientieren. Er verlässt das Unternehmen auf Mitte Dezember.

alex-hefter-srf

Alex Hefter arbeitet seit September 2004 als Creative Director für Schweizer Radio und Fernsehen. Er startete beim damaligen SF DRS als Abteilungsleiter Gestaltung. 2011 ging die Gestaltung als Bereich in der neuen SRF-Abteilung Programme auf. 2013 wurden zusätzlich die Marketingaufgaben unter der Leitung von Alex Hefter neu gebündelt.

Auf unterschiedlichen Ebenen prägte Alex Hefter zusammen mit seinen Teams den gestalterischen Auftritt von SRF und SRG. Auf Holdingebene konzipierte er eine neue und einheitliche Markensystematik für die SRG und deren Unternehmenseinheiten RSI, RTR, RTS, SRF und Swissinfo. Des Weiteren entwickelte er im Zuge der Fusion von Schweizer Radio DRS und Schweizer Fernsehen 2011 die Dachmarke SRF mit der zugehörigen Markenstrategie. In diesem Zusammenhang erhielten insbesondere die sechs Radiokanäle eine Neupositionierung und eine neue visuelle und akustische Identität.

Zu den frühen digitalen Erfolgen zählte die Entwicklung der SRF Meteo App im Jahr 2013. Auf Image-Ebene zeichnete Alex Hefter unter anderem für die Kampagnen «Meine Schweiz, mein Fernsehen» und «Die Schweiz im Herzen» verantwortlich. Für die SRG-Streamingplattform Play Suisse, die Anfang November 2020 lanciert wurde, leitete er schweizweit die Marken- und Branding-Entwicklung.

Vor seiner Tätigkeit bei SRF arbeitete Alex Hefter beim ZDF, ab 1994 als konzipierender Designer, ab 1996 als Head of Corporate Design. Ausserdem war er als freischaffender TV-Designer für verschiedene Medienunternehmen in Deutschland tätig und lehrte unter anderem Mediendesign an der Berufsakademie Ravensburg und der Fachhochschule Mainz. Ende November 2020 wurde er in den ADC Switzerland aufgenommen (Werbewoche.ch berichtete).

Im Zuge des Transformationsprojekts «SRF 2024» sollen die Teams des heutigen Bereichs Gestaltung und Marketing organisatorisch neu zugeordnet werden, wie es in einer Mitteilung von SRF heisst. Dabei sollen neue Leitungsfunktionen entstehen, die zu gegebener Zeit intern und extern ausgeschrieben werden.

Händler zeigen sich zufrieden mit Black Friday und Cyber Monday

Das Schnäppchenwochenende rund um Black Friday und Cyber Monday hat vor allem den Schweizer Onlinehändlern satte Zuwächse beschert. Der umsatzstärkste Tag bleibt dabei der Freitag. Doch auch die Fortsetzung mit dem «Cyber Monday» läuft den Händlern zufolge rund.

dblack-friday-2925476_1920

Der Pandemie zum Trotz haben sich Schweizer Konsumenten an diesem Wochenende zum Auftakt des Weihnachtsgeschäfts in bester Shoppinglaune gezeigt, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur AWP unter Detailhändlern zeigt.

Vor allem bei IT- und Unterhaltungselektronikprodukten wie Smartphones, Laptops oder Kopfhörer griffen die Kunden zu, aber auch bei Spielwaren und Haushaltsgeräten wie Kaffeemaschinen. «In Zeiten von Corona sind alle Artikel, die das Zuhause optimal fürs Homeoffice und -schooling ausrüsten, sowie allgemein den Wohlfühlfaktor im eigenen Heim steigern, sehr beliebt», sagte etwa ein Migros-Sprecher.

Allerdings kauften die Menschen erwartungsgemäss vor allem online ein. «Die Nachfrage am Black Friday war sehr gross», sagte eine Sprecherin der Migros-Onlinetochter Microspot. «Knapp 20 Prozent mehr Personen als im Vorjahr haben das Online-Einkaufszentrum in der Black Friday Woche besucht.» Die Microspot-Schwester Interdiscount meldete 40 Prozent mehr online Bestellungen als im Vorjahr.

Auch die Migros-Onlinehandelstochter Digitec Galaxus berichtet von einem Umsatzwachstum gegenüber 2019 im zweistelligen Prozentbereich. Der Onlineshop Brack.ch hält sich bei konkreten Zahlen bedeckt, zeigt sich aber ebenfalls sehr zufrieden: «Das Aktionswochenende läuft noch bis Mitternacht, aber was wir bisher gesehen haben, hat unsere hohen Erwartungen übertroffen», sagte ein Sprecher.

 

Schutzkonzepte in den Läden

Auch bei Händlern mit einem stärkeren stationären Gewicht spielte die Musik vor allem online, während in den Läden Schutzkonzepte umgesetzt werden mussten. «Unser Sicherheitskonzept hat gegriffen, die Konsumenten haben tendenziell eher den Freitag gemieden und viel stärker online eingekauft», sagte ein Manor-Sprecher. Der Onlineverkauf sei im hohen zweistelligen Bereich gewachsen.

Bei Globus erreichten die Umsätze nicht diejenigen des Vorjahres, wie eine Sprecherin sagte. Das Umsatzplus entspreche in etwa den Erwartungen, meldete die Migros. Bei den Migros-Fachmärkten Melectronics, Do it, SportXX und Micasa hätten sich die Online-Bestellungen etwa verdoppelt. «Wir sind zufrieden», heisst es bei Coop.

 

Onlineshopping weiter auf Wachstumskurs

Der Black Friday ist klar der umsatzstärkste Tag des Aktionswochenendes. Bei vielen Händlern kehrt daher bereits wieder Normalität ein. So verzichten Manor und Coop auf den Cyber Monday. «Diese Kampagne ist vom Umfang und der Bedeutung her nicht vergleichbar mit Black Friday», sagte ein Manor-Sprecher.

Online dagegen wird das Rabattfest weiter ausgedehnt – mancherorts auf den Montag, aber öfters auch auf die gesamte Woche, die Cyber Week. «Dafür, dass wir dies im Vornherein nicht angekündigt hatten, läuft der Cyber Monday auch separat betrachtet beachtlich, wenn auch in einem kleineren Mass als das Aktionswochenende insgesamt», sagte beispielsweise der Brack-Sprecher. Und auch Digitec Galaxus sowie Microspot und Interdiscount berichten von einem guten Start in den Tag. Letztere feiern noch bis Sonntag die Cyberweek.

Für das weitere Weihnachtsgeschäft stellen sich die Onlinehändler auf weitere Zuwächse ein: «Aufgrund der aktuellen Lage gehen wir davon aus, dass noch mehr Menschen als sonst einen grösseren Teil ihrer Geschenke online einkaufen werden», so der Brack-Sprecher. «Daher rechnen wir damit, dass sich die Bestellvolumina bis zu den Festtagen auf hohem Niveau fortsetzen.» Digitec Galaxus rechnet bis Weihnachten mit mindestens 50 Prozent mehr Bestellungen als zur gleichen Zeit im Vorjahr. (SDA)

Presserat rügt Blick wegen Verletzung der Privatsphäre

Der Presserat hat den Blick wegen der Verletzung der Privatsphäre einer Frau gerügt, die eine Covid-19-Isolationsmassnahme missachtet hat. Die Frau sei mit Bildern und zahlreichen Angaben so weit kenntlich gemacht worden, dass sie nicht nur in ihrem engeren Umfeld identifizierbar gewesen sei.

Wegen-dieser-Grenchnerin-(21)-mussten-280-Leute-in-Quarantäne!---www.blick_.ch_

Eine Leserin und ein Leser hatten sich beschwert, der Artikel mit dem Titel «Wegen ihr mussten 280 Leute in Quarantäne» vom 8. Juli 2020 stelle die junge Frau an den Pranger und mache sie identifizierbar, wie der Presserat am Freitag mitteilte.

Der Presserat befand, Blick habe mit der Häufung persönlicher Angaben, einem Porträtfoto und dem Bild des Hausteils, in dem die Frau wohnt, deren Privatsphäre verletzt. Die Redaktion habe gegen den Journalistenkodex verstossen, obwohl Blick das Porträt mit einem Balken versehen und den Namen geändert habe.

Trotzdem sei die junge Frau durch die Kumulation der Angaben für Personen, die nicht zur Familie, dem sozialen oder beruflichen Umfeld der Frau gehörten, identifizierbar gewesen, urteilte der Presserat.

 

Im konkreten Fall eine Privatperson

Journalisten sind gemäss Journalistenkodex verpflichtet, die Privatsphäre der einzelnen Personen zu respektieren, sofern das öffentliche Interesse nicht das Gegenteil verlangt. Die Frau sei im konkreten Fall eine Privatperson gewesen, die weder öffentlich aufgetreten ist noch in irgendeiner Form die öffentliche Aufmerksamkeit gesucht habe.

Der Blick stellte sich auf den Standpunkt, die junge Frau sei aufgrund des schwarzen Balkens für den Durchschnittsleser nicht erkennbar gewesen: Auch die Altersangabe habe nicht für eine Identifizierung ausgereicht. Dass sie im Betreuungsbereich arbeite, sei derart unspezifisch, dass keinerlei Rückschlüsse auf ihren Beruf oder ihren Arbeitsort möglich seien. Zudem sei der Name der jungen Frau geändert worden.

Die junge Frau war, obwohl sie mit dem Coronavirus infiziert und zuhause isoliert war, feiern gegangen. Sie wurde in der Zwischenzeit dafür per Strafbefehl zu einer Busse von 1500 Franken und zur Zahlung der Verfahrenskosten von 400 Franken verurteilt. (SDA)

Instagram erlaubt direkte Brand-PR auf Influencer-Accounts

Die Social-Media-Plattform Instagram erlaubt es Brands ab jetzt, auf den Accounts von Influencern selbst Werbung zu machen. Bislang konnten Stars auf der Plattform nur für Marken eigenen Content erstellen. Jetzt können sie auch einfach ihre Sponsoren in ihrem Namen für ihre Produkte werben lassen.

solen-feyissa-KWZa42a1kds-unsplash
Brand-Werbung in Influencer-Accounts: Sponsoren können direkt Anzeigen schalten – Social-Media-Stars müssen nichts machen. (Bild: Unsplash/Solen Feyissa)

«Durch diese Massnahme wird der Prozess des Influencer-Marketings deutlich einfacher. Brands haben dadurch weniger Aufwand und mehr Kontrolle, während Influencer ihre Verträge erfüllen können, ohne dabei eine Vielzahl von eigenen Inhalten zu erstellen. Allerdings müssen die Anzeigen immer noch in Abstimmung miteinander veröffentlicht werden, denn sie müssen zum Image der Social-Media-Stars passen», erklärt Social-Media-Experte Karim Bannour im Gespräch mit dem Nachrichtenportal Pressetext.

Influencer haben weiterhin die Kontrolle darüber, welche Inhalte auf ihren Accounts landen. Unternehmen müssen ihnen eine Anfrage schicken und die Social-Web-Promis ihnen den Zugang zu ihren Konten gewähren, damit sie die Anzeigen spielen können. Bei jeder Werbung erhalten die Influencer eine Benachrichtigung und können diese notfalls auch löschen.

 

Sponsoring auch in Instagram Reels

Neben der Werbung in Influencer-Accounts will Instagram Marken auch weitere Möglichkeiten bieten, ihre Produkte anzupreisen. Beispielsweise sind gesponserte Postings auch bei Videos in Instagram Reels und bei Livestreams in Instagram Live erlaubt. Mit dieser Massnahme will die Facebook-Tochter mit dem Konkurrenten TikTok mithalten. (pte)

Konsumenten erwarten von allen Brands Wellnessangebote

Die globale Wellnessindustrie verzeichnet jährlich doppelt so starke Zuwächse wie die gesamte Weltwirtschaft. Der «Wellness Gap»-Studie von Ogilvy zufolge wird Wellness inzwischen bei 73 Prozent der weltweiten Konsumenten als essenziellen Baustein einer erfolgreichen und nachhaltigen Markenstrategie angesehen.

OgilvyWellnessGapReport_Factsheet-6
(Quelle: Ogilvy Wellnes Gap Studie)

Die Ogilvy-Studie zeigt erstmals die Kluft zwischen den Wellness-Erwartungen der Konsumenten und den jeweiligen Brand-Performances auf, und analysiert sowie quantifiziert diese anhand der sieben Schlüsselbereich: Lebensmittel, Snack, Hautpflege, Fluggesellschaften, Hotels, Automobil und Banken. Die Studie soll es Unternehmen ermöglichen, diese Kluft zu schliessen und folglich die Möglichkeiten auf Wachstum in den Märkten wahrnehmen zu können.

 

2020 steht im Namen von Wellness

Die globale Pandemie führte zu weltumspannenden Beschränkungen und Lockdowns und hat den Inbegriff von Wellness immer näher in das Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. 2020 sagen knapp 70 Prozent der Schweizer, dass Wellness für sie sehr oder extrem wichtig ist. Diese Zahlen überraschen nicht. Und künftig fordern die Konsumenten noch mehr. 82 Prozent der befragten Schweizer möchten ihr Wohlbefinden in Zukunft verbessern. 67 Prozent sehen es sogar als Kernaufgabe der Brands, Wellness zu vermitteln. Zudem bietet Wellness ein enormes Ausschöpfungspotential, denn zurzeit empfinden nur 28 Prozent der Befragten, dass Wellness bei Brands als Priorität gehandhabt wird.

Ausnahmemärkte gibt es kaum. Auch in der Wellness-intensiven Lebensmittel- sowie Hautpflegeindustrie, die in den letzten Jahren von unzähligen Wellness-Innovationen geprägt wurden, ist das Potential nach Wachstum sehr gross. Gemäss Schweizer Konsumenten, empfinden nur 27 Prozent, dass die Lebensmittelbrands alles daran setzen, ihren Kunden zu Wellness zu verhelfen. Bei den Hautpflegemarken sind es zumindest 45 Prozent.

OgilvyWellnessGapReport_Factsheet-7
(Quelle: Ogilvy Wellnes Gap Studie)

Wellness als Revolutionär

Marion McDonald, Ogilvy Global Lead im Bereich Health & Wellness Practices, ist positiv gestimmt: «Die Tatsache, dass heute jede Marke eine Wellnessmarke sein kann, öffnet sehr viele neue Türen. Wellness hat sich in vielerlei Hinsicht zum greifbaren Nutzen etabliert und bietet den Brands die Möglichkeit auf ein zweistelliges Wachstum – sofern die Erwartungen der Konsumenten wahrgenommen und erfüllt werden und der Wellness Gap sich zunehmend schliesst.» Auch Martin Keller, Health & Wellness Direktor bei Ogilvy Schweiz, sieht Wellness als Revolutionär: «Wellness hat neue Gespräche, Aspirationen und Ziele geschaffen – sowohl für Unternehmen als auch für Einzelpersonen. Es wurde zur Inspiration von Marken, Produkten, Services und Erfahrungen und wird zunehmend zum Dreh- und Angelpunkt innovativer Strategien, Geschäfte und Portfolios. Diese Revolution ist in gewissen Branchen bereits deutlich erkennbar, wie zum Beispiel bei den Lebensmitteln und Getränken.»

Die Studie verdeutlicht zudem, dass Wellness keine Limitationen mit sich bringt und jedem Brand zum Wachstum verhelfen kann. Wellness ist schon lange kein Luxusgut mehr – da sind sich auch die Schweizer einig. Mehr als 50 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Brands Wellnessaspirationen als Kernaufgabe ansehen sollten. Wellnessmarken bieten den Verbrauchern viele Vorteile, so werden diese von der Mehrheit der Schweizer als umweltbewusster und preisleistungsfreundlicher im Vergleich zu Non-Wellness-Brands bewertet.

 

Wellness soll sozial und zielführend sein

Gesunde Mahlzeiten, erholsamer Schlaf und ausreichend Zeit zu entspannen sind alt bewährte Faktoren von Wellness. Diese werden im Jahr 2020 mit neuen gesellschaftlichen Werten ergänzt.

Der Ogilvy-Studie zufolge assoziieren die Schweizer Wellness im Jahr 2020 mit vier Facetten: physikalisch, psychologisch, sozial und zielführend. Die Gesellschaft ist im Wandel, womitsich auch das Streben nach Verbundenheit verstärkt. Heutzutage wollen Konsumenten nicht «ausschliesslich» konsumieren, sondern mit ihrem Handeln die Welt verbessern. Dies wiederspiegelt sich deutlich in ihrer Wahrnehmung von Wellness. Für 77 Prozent der Schweizer fördert Wellness ihr Gefühl nach Harmonie und Balance; 66 Prozent empfinden es als essenziell, dass Wellnessbrands ihren positiven Beitrag leisten und 50 Prozent möchten einen Sinn in Wellness erkennen können.

Insbesondere die Aktivierung eines Brand Purpose bietet Marken neue Möglichkeiten, ihre Bindung zu den Konsumenten zu stärken. Eine authentische und ehrliche soziale Brandausrichtung anhand der Wellnessattribute führt der Studie zufolge zu einer reichhaltigen und persönlichen Kundenbindung und verbessert den Social Commerce nachhaltig.

 

Authentizitätslücke, um Wachstumschancen voll auszuschöpfen

«Wellness-washing» ist auch in der Wellnessindustrie kein Fremdwort mehr, was sich ebenfalls in der Ogilvy-Studie widerspiegelt. Schweizer Konsumenten wünschen sich authentische und ehrliche Stories, Produkte mit leicht verständlichen Inhaltsstoffen und glaubwürdige Benefits. Die Einhaltung der Versprechen wird bei den Konsumenten als besonders kritisch angesehen, denn nur 30 Prozent halten die momentan versprochenen Wellness-Claims der Brands als glaubwürdig. So gilt auch in der Wellnessbranche: Nur wer Vertrauen schafft, kann profilieren.

Die Wachstumsaussichten der Wellnessindustrie sind sehr vielversprechend. Im Vergleich mit anderen Industrien hat Covid-19 keineswegs negative Konsequenzen – im Gegenteil: die Aspiration nach Wellness ist zu Zeiten der Pandemie stark angestiegen. Jedoch fordern die Konsumenten ein optimiertes und glaubwürdigeres Angebot mit dem langfristigen Ziel, die Wellness Kluft endgültig schliessen zu können.

OgilvyWellnessGapReport_Factsheet-4
(Quelle: Ogilvy Wellnes Gap Studie)

Im Rahmen der «Wellness Gap»-Studie befragte Ogilvy im April 2020 7000 Konsumenten aus 14 Ländern auf vier Kontinenten zu ihrer Wellness-Perzeption.

Karling zeigt für Sihlcity die Kunst des Verpackens

Eines der Highlights von Weihnachten sind natürlich die Geschenke. Für den Päckliservice von Sihlcity hat Karling eine augenzwinkernde Kampagne gestartet.

SIH.20.12_XMAS_F12_2

Bei Geschenken spielt die schöne Verpackung eine wichtige Rolle und sorgt für viel Vorfreude. Doch wer kennt das nicht: Ein Geschenk einzupacken, ist gar nicht so einfach. Mal hat man zu wenig Geschenkpapier ausgeschnitten, und dann klappt es mit dem Falzen nicht. Das Sihlcity verspricht Abhilfe und bietet neben den tausenden von Geschenkideen in rund 80 Stores auch einen grossen Päckliservice an.

In der dafür entwickelten Kampagne zeigt Karling Geschenke, die nicht so verpackt sind, wie man es gerne hätte – versehen mit dem Hinweis, dass der Päckliservice von Sihlcity gerne hilft.

Die Kampagne ist ab sofort auf Bannern, Insta-Storys, Plakaten und eBoards zu sehen.

RoteWand_3_XT33705

Verantwortlich bei Sihlcity: Marianne Guldimann, Jessica Graf, Corinne Wiederkehr. Verantwortlich bei Karling: Verena Bernasconi, Daniel Serrano, Patrick Suter, Gjin Paloka. Fotografie: Ilka&Franz.

Art.i.schock startet Fundraising mit den Zürcher Bars und Clubs

Die Bar & Club Kommission (BCK) Zürich ruft zu Spenden für das Zürcher Nachtleben auf. Trotz der Unterstützung von Bund und Kanton werde es wegen der Corona-Krise Härtefälle geben. Die Zürcher Agentur Art.i.schock hat die BCK bei der Konzeption und Umsetzung unterstützt.

Keystone-Ennio-Leanza
Die Zürcher Clubs, darunter auch der Hive Club (Bild), sind derzeit wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Die Bar & Club Kommission Zürich ruft jetzt zu Spenden auf. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

Die Fundraising-Kampagne laufe unter dem Motto «Für e gueti Nacht – Ausgeben statt Ausgehen», teilte die BCK Zürich am Freitag mit. Das gespendete Geld komme je nach Wunsch dem neu geschaffenen Zürcher Nachtkulturfonds, der BCK Zürich oder gemeinnützigen Organisationen zugute.

Die Mittel des Nachtkulturfonds sollen zugunsten von in der Stadt Zürich ansässigen Nachtkulturunternehmen sowie im Kanton Zürich wohnhaften Einzelpersonen verwendet werden. Die Vergabe der Gelder sei an ein Reglement geknüpft. Entscheidendes Kriterium sei, dass für das Zürcher Nachtleben ein Mehrwert entstehe.

Geld, welches die BCK erhält, soll für Lobbyarbeit zugunsten der Branche verwendet werden. Ein Teil der Spenden soll zudem an «Coronavirus Schweiz» der Glückskette und die Zürcher Aktion «Essen für Alle» weitergegeben werden. (SDA/pd/swi)

spendebutton_neu

Huawei ist der neueste Partner von Best of Swiss Apps

Am Mittwoch werden zum 8. Mal die «Best of Swiss Apps»-Awards verliehen – dieses Jahr etwas anders als sonst. Ausserdem heissen die Veranstalter Huawei als Partner und Hauptsponsor willkommen.

headline_bosa_2020_833_huawei

«Mit unserem Engagement möchten wir speziell Entwickler in der Schweiz ermutigen, sich hohe Ziele zu setzen und nicht aufzugeben», lässt sich Steven Huang, Country Manager von Huawei Consumer Business Group Schweiz, in einer Mitteilung von Best of Swiss Apps zitieren. Das Unternehmen wisse aus erster Hand, wie entscheidend Einsatz, Ausdauer und lokale Unterstützung sind, so Huang weiter. Diese Qualitäten würde Huawei in der App-Community in der Schweiz gerne stärker fördern.

Der Tech-Konzern gesellt sich damit zu den bestehenden Partnern Magnolia, Nine Internet Solutions, Facebook, Teambox, Digicomp, Swico und Smama.

 

Award-Show wird virtuell

Wer Gold, Silber und Bronze gewinnt und wer Master of Swiss Apps 2020 wird, wird am Mittwoch an der Preisverleihung verkündet. Aufgrund der geltenden Regelungen des Bundes haben sich die Veranstalter dazu entschieden, die Award-Show von Best of Swiss Apps 2020 virtuell auf Youtube, Facebook und Bestofswissapps.ch durchzuführen. Das Warm-Up beginnt um 16 Uhr, die Show um ca. 16.30 Uhr.

Vier neue Moderatorinnen bei Blick TV

Vier weitere Moderatorinnen ergänzen das Blick-TV-Team und stehen schon bald im Ringier-Pressehaus vor der Kamera. Zu den aktuellen Anchors stossen Ramona Schelbert, Schirin Razavi, Sereina Tanner und Rahel Lenz.

Moderatorinnen_Blicktv
Die vier neuen Moderatorinnen bei Blick TV: Ramona Schelbert, Schirin Razavi, Sereina Tanner und Rahel Lenz (v.l.n.r.).

Blick TV stellt sein Moderationsteam breiter auf. Während eines Castings setzten sich vier Personen durch, die neben Sylwina Spiess, Simone Stern, Reto Scherrer, Nico Nabholz und Damian Betschart als Anchors bei Blick TV durch die Sendungen führen werden.

Die 32-jährige Ramona Schelbert ist seit dem Start von Blick TV am 17. Februar 2020 als Live-Reporterin unterwegs. Ab Montag steht die gebürtige Muotathalerin neu zusätzlich als Anchor im Studio vor der Kamera. Zuvor war die Schwyzerin beim Zentralschweizer Fernsehen Tele1 tätig.

Schirin Razavi stösst per 1. Januar 2021 zum digitalen Sender. Ihren aktuellen Job als Nachhaltigkeitsbeauftragte bei einem Schweizer Versicherungskonzern wird die 33-jährige Zürcherin neben ihrer Tätigkeit als Moderatorin bei Blick TV weiterführen.

Sereina Tanner ist Produzentin und Tagesleiterin bei Blick TV und wird ab 1. Januar 2021 zusätzlich das Moderationsteam verstärken. Vor Blick TV hat die 36-Jährige sechs Jahre als Redaktorin bei Radio 24 gearbeitet.

Rahel Lenz ist Moderatorin, Videojournalistin und Produzentin bei TeleBielingue. Ihre Tätigkeit als Moderatorin und Redaktorin bei Blick TV nimmt die 32-Jährige per 1. Februar 2021 auf.

Shopping am Black Friday stösst auch auf Kritik

Die Rabattschlacht am Black Friday ist gestartet. Doch während sich die einen auf Schnäppchen stürzen, kritisieren andere den Konsumwahn. Bei günstigen Angeboten siege häufig der Impuls über den Verstand.

ashkan-forouzani-sUlR4Iul-9c-unsplash
Einer Umfrage von Demoscope zufolge will fast die Hälfte der Befragten den Black Friday als Konsumevent abschaffen.

Spendenaktionen, Tauschbörsen oder Gegenplakate: Nicht alle Schweizer Detail- und Onlinehändler machen beim Black Friday mit. «Wer sich das ganze Jahr für faire Preise und nachhaltige Produktion einsetzt, kann diese Marketingmasche nicht befürworten», schreibt etwa der Verein Fashion Revolution, der sich für eine faire und ökologische Modeindustrie einsetzt, auf seiner Website.

Stattdessen hat er den «Colorful Friday» ins Leben gerufen, bei dem die teilnehmenden Shops freiwillig 10 Prozent ihres Tagesumsatzes für ein sinnvolles Projekt spenden können. Für die Kunden bleiben die Preise hingegen gleich.

Auch am sogenannten «Fair Friday» geben rund 160 Geschäfte, darunter beispielsweise der Buchhändler Orell Füssli, ihren Kunden die Möglichkeit, auf einen Rabatt zu verzichten und stattdessen einen Betrag zugunsten von Caritas zu spenden.

«In der Schweiz leben mehr als eine halbe Million Menschen, darunter 100’000 Kinder, in Armut», heisst es auf der Website der Aktion, die vom Westschweizer Buchhändler Payot ins Leben gerufen wurde.

Tauschen statt kaufen ist bei der Taschenmarke Freitag angesagt: Sie geht gegen übermässigen Konsum vor mit einer Plattform, auf der die Kunden untereinander ihre Taschen tauschen können. Der Onlineshop wird am Black Friday hingegen gar komplett heruntergefahren.

 

Umwelt und Arbeiter leiden

Kritik am Konsumtag kommt aber nicht nur aus dem Detailhandel selbst, sondern auch von Umweltorganisationen wie etwa Greenpeace oder der Klimastreikbewegung, die immer wieder darauf hinweisen, dass durch den übermässigen Konsum grosse Schäden an der Umwelt entstünden.

Aber auch die Situation der Arbeitnehmer sorgt für Kritik. «Leidtragende dieses von Unternehmen geförderten Konsumrausches sind die Arbeitnehmenden, die die bestellten Produkte unter riesigem Zeitdruck verpacken, transportieren und ausliefern müssen», schreibt etwa die Gewerkschaft Unia in einer Mitteilung zur Situation in der Logistik.

«Dumpingpreise vermitteln den Eindruck, dass ein Produkt nur sehr wenig kostet. Doch die Kosten fallen an einem anderen Ort oder in einer anderen Zeit an», ergänzt Iwan Schauwecker, Sprecher von Solidar Suisse, auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Besonders die Angestellten mit Tiefstlöhnen in den asiatischen Fabriken oder eben in unseren Logistikzentren würden darunter leiden.

Wolle man ein Produkt kaufen, solle man sich fragen, ob man es wirklich brauche und ob es auch nach einigen Monaten noch nützlich sei, rät Schauwecker. Und um auch die Läden auf Nachhaltigkeit aufmerksam zu machen, solle man kritisch sein: «Fragen Sie beim Shopping nach, wie eine Ware produziert wird. Vielleicht ist die Antwort nicht befriedigend, aber sie senden als kritische Konsumentin oder kritischer Konsument jedes Mal auch ein Signal.»

 

Kunden wären gerne nachhaltige Einkäufer

Viele Kunden sind nämlich keine Fans der Rabattschlacht. Laut einer Umfrage des Portals Blackfridaydeals.ch wollen knapp die Hälfte der Schweizer den Marketing-Event, der vor fünf Jahren aus den USA importiert wurde, abschaffen (Werbewoche.ch berichtete).

Gesellschaftlich wichtige Themen wie Klimaerwärmung und Überkonsumation würden den Tag in den Hintergrund rücken, heisst es als Begründung. Dem entgegen steht allerdings, dass in den letzten Jahren am Black Friday so viel eingekauft worden ist, wie an keinem anderen Tag im Jahr.

Dafür gibt es jedoch eine wissenschaftliche Erklärung: Den Intention-Behaviour-Gap. «Die Leute wollen zwar nachhaltig einkaufen, wenn es dann aber um das eigene Portemonnaie geht, entscheiden sie sich trotzdem für das günstigere Angebot», sagt Marc Linzmajer, Wissenschaftler an der Universität St. Gallen HSG, zur Nachrichtenagentur AWP. (SDA)

get_footer();