Buchtipp: Tasks & Teams – Die neue Formel für bessere Zusammenarbeit

Neue, auch radikale Ansätze zu Führung, Zusammenarbeit und dem Aufbrechen bestehender Organisationsstrukturen gibt es viele. In der Regel kommen solche Ansätze von Beratern oder jungen, innovativen Unternehmen. Ungewöhnlich ist dagegen, wenn Vorstandschef und Personalchefin eines deutschen Familienunternehmens mit 63'000 Mitarbeitern von solchen Konzepten berichten.

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2017 hat sich der Medizinproduktehersteller B. Braun Melsungen darangemacht, das Organigramm abzuschaffen und die Organisation an den Arbeitsaufgaben und den mit diesen betrauten Teams auszurichten. Noch handelt es sich um ein laufendes Vorhaben, aber die Kombination aus bodenständiger Praxisnähe und radikalem Umdenken macht dieses Buch zu einer ausgesprochen interessanten Lektüre für alle, die Probleme mit Abteilungsdenken und festgefahrenen Strukturen haben, findet getAbstract.

«Tasks & Teams – Die neue Formel für bessere Zusammenarbeit.»

  • Autor: Heinz-Walter Grosse und Bernadette Tillmanns-Estorf
  • Verlag: Murmann, 2018
  • Seiten: 184
  • ISBN: 9783867746229

 

Die Buchtipps erscheinen in Zusammenarbeit mit getAbstract, einem Schweizer Referatedienst, der sich auf die Zusammenfassungen von Wirtschaftsbüchern und Klassikern der Weltliteratur spezialisiert hat. 

Stabwechsel bei Cinetrade: Elsässer folgt auf Heinzelmann

Nach fast fünf Jahren an der Spitze des Schweizer Rechte- und Content-Handelsunternehmens Cinetrade hat sich CEO Wilfried Heinzelmann entschieden, die operative Leitung per Juli 2019 abzugeben. Neu wird Wolfgang Elsässer die Aufgaben des CEO übernehmen. Wolfgang Elsässer verantwortet derzeit das TV & Entertainment Geschäft bei der Deutschen Telekom in Bonn.

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«Mit Wolfgang Elsässer haben wir einen ausgewiesenen Content- und TV-Experten an Bord holen können», freut sich Swisscom CEO und Verwaltungsratspräsident von Cinetrade, Urs Schaeppi.

Cinetrade hat sich in den vergangenen Jahren stark entwickelt. Trotz intensivem Wettbewerb konnte die Anzahl Abos sowohl im fiktionalen Bereich wie auch beim Sport-Angebot gesteigert werden. Das Portfolio wurde neu ausgerichtet und neue Angebote wie Teleclub Now lanciert. Im Kinogeschäft wurde mit innovativen Erlebnisorten wie in Gümligen bei Bern neue Standards gesetzt.

Wilfried Heinzelmann wird Cinetrade in beratender Funktion weiterhin zur Verfügung stehen. «Nach über 20 Jahren in der Führungsverantwortung bei Cinetrade und fast fünf Jahren als CEO habe ich den Wunsch, beruflich andere Schwerpunkte zu setzen. Zudem möchte ich auch mehr Zeit für meine Familie und Hobbys haben», begründet der noch amtierende CEO in einer Mitteilung seinen Rücktritt.

Nach unterschiedlichen Führungspositionen bei Grundig, Premiere (heute Sky) und SES Astra übernahm Wolfgang Elsässer 2016 die Leitung der TV & Entertainment Sparte bei der Deutschen Telekom. Dort verantwortete er die komplette Wertschöpfungskette von der Entwicklung, dem Betrieb, Produkt Management, den Contentbereichen Fiction, Sport, VR und Musik bis hin zu Kommunikation, Vertrieb und Vermarktung von allen Magenta Entertainmentprodukten.

In dieser Funktion hat Wolfgang Elsässer die Entertainment Produkte, die Geschäftsmodelle sowie das Content-Angebot der Deutschen Telekom entscheidend weiterentwickelt. So öffnete er das Angebot der Telekom auch für Angebote Dritter wie Netflix oder Amazon sowie das Angebot für Nicht-Anschluss-Kunden (OTT). Mit neuen Partnerschaften, exklusiven Inhalten, Co- und Eigenproduktionen sowie mit einem innovativen Free on Demand Angebot – der «Megathek» – stärkte er das Angebot.

«Swisscom TV und das Cinetrade-Angebot sind entscheidend für unsere Positionierung im Massenmarkt», so Urs Schaeppi. «In einem stärker werdenden Wettbewerb ist es wichtig, für den Kunden relevante Entertainment-Innovation zu bringen. Ich bin sicher, dass wir mit Wolfgang Elsässer die richtige Person für diese Aufgabe gefunden haben.»

Kargo entwickelt Key Visual für Jubiläum der EQUAM Stiftung

Ein Jahr nach der Lancierung des neuen Corporate Designs entwickelt Kargo Kommunikation das Key Visual für das Jubiläumsjahr der EQUAM Stiftung.

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Die EQUAM Stiftung positioniert sich als nationaler Player bei der Förderung der Qualität und Patientensicherheit in der ambulanten Medizin. Ziel des neuen Auftritts war es, die Positionierung als professionelle, lösungsorientierte und innovative Dienstleisterin optisch zu «übersetzen» und der EQUAM Stiftung mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. 

Im Fokus des neuen Corporate Designs war die «Welle», die dem Buchstaben Q des EQUAM-Logos entnommen wurde. Die Welle dient bei Briefschaften und Kommunikationsmitteln, in Kombination mit einer komplementären Farbfläche, als grafische Leitlinie. Sie unterstreicht Aussagen, definiert Kommunikationsfläche und verleiht der Marke zusätzliche Einzigartigkeit. 

«Die Welle stellt auch den Fluss dar, der bei der kontinuierlichen Qualitätsentwicklung besteht und notwendig ist.» ergänzt Paula Bezzola, die Geschäftsführerin der EQUAM Stiftung. Darum diente die Welle als Grundlage auch für die Entwicklung des Key Visuals zum 20-jährigen Jubiläum der Stiftung. Dieses besteht aus einem grafischen Element und kann mit dem Stiftungslogo sowie einem Slogan kombiniert werden.

Verantwortlich bei der EQUAM Stiftung: Iva Krüttli (Verantwortliche Marketing & Kommunikation), Paula Bezzola (Geschäftsführerin). Verantwortliche bei Kargo: Zelika Pravdic, Christoph Balsiger (Grafik); Manja Koschker (Beratung).

Sandro Brotz wird neuer «Arena»-Moderator

Der neue «Arena»-Moderator heisst Sandro Brotz. Er tritt die Nachfolge von Jonas Projer an, der SRF per Ende April verlässt. Wer bei der «Rundschau» in Zukunft die Moderation übernimmt, ist noch offen. Sandro Brotz bleibt neben der «Arena»-Moderation weiterhin auch Gastgeber beim «Rundschau talk».

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Sandro Brotz moderiert bei SRF seit Sommer 2012 die «Rundschau» und seit März 2017 auch den «Rundschau talk». Der heute 49-Jährige arbeitete für verschiedene Medien in diversen Funktionen, unter anderem als stellvertretender Chefredaktor von Der Sonntag. Davor war er Redaktionsleiter von Radio 1 und von 2000 bis 2008 Nachrichtenchef und stellvertretender Chefredaktor beim SonntagsBlick. Seine journalistische Karriere startete Sandro Brotz 1988 bei der «Vorstadt» und Radio Zürisee. Weitere Stationen waren Radio Z und TeleZüri.

Voraussichtlich im Mai wird Sandro Brotz zum ersten Mal die «Arena» moderieren. Mario Grossniklaus übernimmt weiterhin die Stellvertretung und wird in einer allfälligen Übergangsphase durch die Sendung führen. Jonas Projer präsentiert die «Arena» letztmals am 26. April und verlässt SRF danach. Die Verantwortung für den Bereich Infotalk mit den Sendungen «Arena», «Club» und «Schawinski» übernimmt ab sofort Thomas Schäppi, Programmentwickler und Bereichsleiter Gesellschaft, Konsum und Gesundheit der Chefredaktion TV. Franziska Egli bleibt Teamleiterin der «Arena», Barbara Lüthi leitet weiterhin das «Club»-Team.

Sandro Brotz in einer Mitteilung: «Ich verstehe meine neue Rolle als Gastgeber, der Raum für vertiefte Debatten lässt und als kritischer Nachfrager zu spüren ist. Die ‘Arena’ bedeutet für mich gelebte Politik, in der unterschiedliche Positionen zur Meinungsbildung beitragen. Ich freue mich darauf, zusammen mit der Redaktion der ‘Arena’ für diese Diskussionskultur zu stehen und danke dem Team der ‘Rundschau’ für sieben grandiose Jahre.»

Die Nachfolge von Sandro Brotz bei der «Rundschau» ist noch offen. Er wird neben der «Arena»-Moderation aber auch weiterhin viermal pro Jahr im «Rundschau talk» Spitzenpolitiker, Wirtschaftsführer oder Vertreter internationaler Organisationen befragen.

Keystone-SDA streicht weitere Stellen

Die Nachrichtenagentur Keystone-SDA leitet aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage auf dem Medienmarkt weitere Sparmassnahmen ein. Bis im Spätsommer 2019 werden neun Vollzeitstellen abgebaut. Betroffen sind sämtliche Unternehmensbereiche mit Ausnahme der Redaktion.

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Der wirtschaftliche Druck in den Medienhäusern und bei den Kunden hat für Keystone-SDA weitere Folgen. Bis im Spätsommer 2019 muss die multimediale Nachrichtenagentur an den Standorten Zürich und Bern insgesamt neun Vollzeitstellen abbauen.

Betroffen sind voraussichtlich zwölf Mitarbeitende. Der Abbau betrifft die Bereiche Marketing & Sales, Solutions, Content sowie die Verwaltung. Bei Kündigungen kommt der im letzten Jahr ausgehandelte Sozialplan freiwillig zur Anwendung. Die Redaktion ist vom Abbau nicht betroffen.

Nach der Fusion zwischen SDA und Keystone ist das neue Unternehmen daran, sich weiter zu transformieren und als multimediale Nachrichtenagentur am Markt zu positionieren. Im letzten Jahr hatte das Unternehmen vor dem Hintergrund der Medienkrise 35 seiner 150 Vollzeitstellen abgebaut, vor allem in der Redaktion.

Die Gewerkschaft Syndicom kritisierte, die Firmenleitung führe die Agentur in die Abbauspirale. Seit dem Streik 2018 habe sich die Haltung der Unternehmensleitung nicht geändert. Sie schüre die Unsicherheit und untergrabe das Vertrauen.

«Während unten gespart wird, bläht sich das oberste Management immer weiter auf», heisst es in dem Communiqué. Die internen Vorgänge würden das Funktionieren der Agentur gefährden. Das Markenzeichen Qualität und Zuverlässigkeit werde von der Führung aufs Spiel gesetzt. Die Agentur müsse aus der Abbauspirale ausbrechen, «sonst schafft sie sich langsam selber ab». (SDA)

Sigrun Albert wird neue Chief Product Officer der NZZ-Mediengruppe

Sigrun Albert, derzeit Geschäftsführerin in der Mediengruppe Oberfranken, wird im Laufe des dritten Quartals die Leitung des Bereichs Produkte bei der NZZ-Mediengruppe übernehmen. Sie folgt auf Monica Dell’Anna, die das Unternehmen verlässt, um sich neuen Aufgaben zu widmen.

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Als Chief Product Officer und Mitglied der Geschäftsleitung wird Sigrun Albert die Entwicklung und das Management integrierter Angebote entlang des gesamten Produktportfolios verantworten. Der Bereich Produkte wurde zu Jahresbeginn geschaffen und umfasst die Produkt- und Portfolioentwicklung, das Produktmanagement sämtlicher Print-, Digital- und Live-Services sowie die Transaktionsgeschäfte wie auch die digitalen Beteiligungen der NZZ-Mediengruppe. 

«Mit Sigrun Albert haben wir eine ausgezeichnete Nachfolgerin für die Leitung des Bereichs Produkte gefunden. Sie überzeugt nicht nur aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung im Verlagswesen und ihrer ausgewiesenen Digitalexpertise, sondern auch durch ihre Führungsqualitäten. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihr», so Felix Graf, CEO der NZZ-Mediengruppe, in einer Mitteilung.

Sigrun Albert ist seit 2012 als Geschäftsführerin in der Mediengruppe Oberfranken tätig; sie ist verantwortlich für die Sparten Digital und Lokale Medien sowie MGO Digital Ventures, den Beteiligungsarm der Mediengruppe Oberfranken. Zuvor hatte sie Führungspositionen bei Gruner&Jahr, Brockhaus, Duden und Cornelsen inne. Sigrun Albert hat ein Studium der Germanistik und Anglistik in Würzburg und Brighton absolviert und ist ausgebildete Journalistin. Sie volontierte bei der Regionalzeitung Nürnberger Nachrichten und an der Henri-Nannen-Journalistenschule und arbeitete im Anschluss einige Jahre als Redakteurin und Autorin in Hamburg.

Der Geschäftsbereich Produkte wird bis zum Start von Sigrun Albert interimistisch von CEO Felix Graf, CFO Jörg Schnyder und CTO Andreas Bossecker geführt.

Die drei grossen Reiseveranstalter legen ihre Medienstellen zusammen

Per 1. April 2019 werden die Kommunikationsabteilungen der Reiseveranstalter DER Touristik Suisse, Hotelplan Suisse und TUI Suisse zusammengeführt.

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Das neue Kommunikationstrio der Schweizer Reisebranche: Prisca Huguenin-dit-Lenoir (Hotelplan Suisse), Markus Flick (DER Touristik Suisse) und Bianca Schmidt (TUI Suisse) (v.l.).

 

Die drei grössten Schweizer Reiseveranstalter bündeln damit erstmals ihre Dienstleistungen. Ziel sei es, noch effizienter auf die Bedürfnisse der Medienschaffenden eingehen zu können, Synergien zu nutzen und Doppelspurigkeiten auf ein Minimum zu reduzieren, heisst es in einer Mitteilung.

Aufgrund der Konfrontation von mehrheitlich gleicher Fragestellungen der Journalisten haben sich die drei Mediensprecher Bianca Schmidt (TUI Suisse), Prisca Huguenin-dit-Lenoir (Hotelplan Suisse) und Markus Flick (DER Touristik Suisse) somit entschieden, ihre kommunikativen Dienstleistungen gemeinsam unter einem Dach zusammenzuführen. So können gleiche Anfragen, wie beispielsweise zu Buchungsständen, Preis- und Produkt-Angeboten, Trenddestinationen oder bei Krisen, effizient und ausgeglichen beantwortet werden.

«Wir freuen uns, dass wir den Journalisten durch diese Zusammenlegung nicht nur die tägliche E-Mail-Flut und Telefonanfragen markant reduzieren, sondern auch innerhalb der Reisebranche den Konkurrenzkampf auf ein Minimum reduzieren können – zumindest im Bereich der Kommunikation», so die drei Mediensprecher unisono. Diese strukturelle Optimierung hat keinen Stellenabbau zur Folge.

Celina Bernasconi verstärkt das Wilmaa-Team

Celina Bernasconi tritt per 1. April die Stelle als Senior Consultant Video und Online Advertising bei Wilmaa an. In dieser Rolle wird sie die Sonderwerbeformen von Wilmaa und Teleboy im Werbemarkt verkaufen.

In Koordination mit Goldbach Group wird sie zudem die Positionierung des TV Premium Networks (Wilmaa, Teleboy, Zattoo) bei den Werbetreibenden als Verlängerung von TV Werbung nachhaltig positionieren. Celina Bernasconi ist seit Jahren im Media-Business verwurzelt und arbeitete zuletzt bei Mediaschneider als Senior Beraterin Digital, wo sie sich ein fundiertes Know-How und Netzwerk im Online– und Digital-Markt aufgebaut hat.

Die Krebsliga und MetaDesign machen den Darmkrebs zum Thema

MetaDesign hat für die Krebsliga die aktuelle Darmkrebs-Kampagne entwickelt und umgesetzt.

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In der Schweiz erkranken jährlich 4300 Frauen und Männer an Darmkrebs. Früh entdeckt ist dieser meist heilbar. Deshalb empfiehlt die Krebsliga ab 50 die Früherkennung. Zudem senkt ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Bewegung das Risiko. Mit der aktuellen Sensibilisierung zum Thema Darmkrebs wird einmal mehr das Tabu gebrochen.

Denn Krebs ist Realität. Gleichzeitig macht die Kampagne auf das breite Wirkungsfeld der Krebsliga aufmerksam: Von der Prävention und Früherkennung über die Beratung und Begleitung bis hin zur Forschungsförderung nimmt die Organisation eine führende Rolle ein – und das seit über hundert Jahren.

Flavia Nicolai, Leiterin Marketing und Kommunikation bei der Krebsliga Schweiz: «Gleiche Tonalität und gleiches Erscheinungsbild, anderer Schwerpunkt: Mit der Kampagne zu Darmkrebs führen wir die Informations- und Sensibilsierungskampagne zu häufigen Krebsarten wie dem Haut- oder Prostatakrebs konsequent weiter. Das zusammen mit MetaDesign entwickelte Konzept ist für uns stimmig und überzeugt uns.»

Und Alexander Haldemann, CEO MetaDesign, dazu in einer Mitteilung: «Die Möglichkeit, die Krebsliga so eng zu begleiten, gibt der Marke Kontinuität und dem Thema Präsenz. Wir schätzen diese Partnerschaft.»

Gute Wintersportsaison für Schweizer Bergbahnen und Hoteliers

Von zufrieden bis hoch erfreut: Die grossen Schweizer Wintersportdestinationen ziehen eine vorläufige positive Bilanz der Saison. Das schöne Wetter, der viele Schnee und die sehr guten Pistenverhältnisse haben die Gäste in Scharen in die Berge gelockt.

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Begeistert sind die Bündner Bergbahnbetreiber und Hoteliers: «Überdurchschnittlich gut» sei die bisherige Wintersaison verlaufen, sagte Martin Hug, Präsident des Verbandes Bergbahnen Graubünden, gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Neben der hohe Anzahl Sonnenstunden und den guten Schneeverhältnissen sei klar die «wieder gefundene Freude am Wintersport spürbar», sagte Hug.

Bis Ende Februar verzeichneten die Bündner Bergbahnen 6,6 Prozent mehr Gäste als im Vorjahr. Eine Herausforderung bedeutet das späte Saisonende an Ostern. Trotzdem ist die Stimmung bei den Hoteliers im Hoch. Die neuesten Übernachtungszahlen vom Januar bestätigten das Plus von sechs Prozent im Dezember, sagte Ernst Wyrsch, Präsident von Hotelleriesuisse Graubünden.

Rekordwerte in Adelboden-Lenk

Auch im Berner Oberland zeigt man sich mit der zu Ende gehenden Skisaison zufrieden: In der Jungfrauregion nahm die Zahl der Skifahrer-Eintritte gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Prozent auf 987’000 «Skier Visits» zu. Mit dem neuen Grossprojekt V-Bahn will die Wintersport-Destination Jungfrau spätestens ab 2020 wieder zurück in die «Champions League», wie Bahnen-CEO Urs Kessler erklärte.

Gar Rekordwerte verzeichnete Adelboden-Lenk. Bis zum 25. März gab es in diesem Skigebiet rund 1,1 Millionen sogenannte Skierdays – das sind rund sieben Prozent mehr als in der letzten Wintersaison. Der Monat Februar werde mit seinem Wetter-Hoch als «der beste Februar aller Zeiten» in die Geschichte eingehen.

Februar-Sonne rettet Saison

In der Innerschweiz hat das strahlende Wetter im Februar die Saison quasi gerettet. Denn der Start in den Winter sei schwierig gewesen, sagte Peter Reinle, Leiter Marketing der Titlis Bergbahnen auf Anfrage.

Ohne künstliche Beschneiung wäre Schneesport von November bis Mitte Dezember nicht möglich gewesen. Bis zum Saisonende lockte das Titlis-Gebiet dann doch noch 497’500 Gäste auf den Berg. Das seien 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr, sagte Reinle.

Obwohl sich der Saisonstart auch in Sörenberg LU verspätete, spricht Bergbahnen-Direktor René Koller von einem «sehr guten Winter». Im Februar erreichte sein Skigebiet gar den grössten Umsatz und die meisten Ersteintritte seit 1998. Insgesamt zählten die Bergbahnen rund 300’000 Ersteintritte an 102 Skitagen. Dies entspricht einem Plus von rund acht Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Und auch das Skigebiet Flumserberg SG konnte die Ausfälle bis zu den Weihnachtstagen von rund 1,2 Millionen Franken dank hervorragender Verhältnisse im Februar wettmachen, wie Bergbahnen-CEO Heinrich Michel sagte. Er rechnet bis Ende Saison mit rund 3 Prozent mehr Gästen als im Vorjahr.

Zufriedene Verantwortliche im Wallis

Sehr zufrieden mit der Saison ist man im Wallis. Verbier verzeichnet bis zum jetzigen Zeitpunkt ein Wachstum der Skierdays um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie Téléverbier-Direktor Laurent Vaucher auf Anfrage sagte. Es sei eine sehr gute Saison mit sehr guten Schneeverhältnissen gewesen.

Dank des guten Wetters konnte auch das Skigebiet Zermatt die Zahl der Eintritte im Vergleich zum Vorjahr erhöhen, auch wenn noch keine definitiven Zahlen vorliegen. Erfreut zeigen sich die Verantwortlichen über die Auslastung der Hotelzimmer: Diese lag über Weihnachten/Neujahr und von Mitte Februar bis Mitte März bei über 90 Prozent. Über die ganze Saison hinweg rechnet die Sprecherin von Zermatt-Tourismus, Simona Altwegg, mit einer Zunahme von rund 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

In Nendaz-Veysonnaz geht man von einer Zunahme der Skierdays von 2,5 bis 3 Prozent aus, Crans-Montana liegt drei Wochen vor Saisonende bereits auf dem gleichen Niveau wie im letzten Jahr. Und die Aussichten für Ostern seien erfolgversprechend, auch wenn die Ferien in diesem Jahr sehr spät kämen, sagte Bergbahnen-Direktor François Fournier. Eine definitive Bilanz werden die Wintersportorte nach Saisonende ziehen. (SDA)

 

Foto: David Birri; Jungfraubahnen 2019

Facebook-Chef Zuckerberg fordert strengere Internet-Regulierung

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat sich für eine strengere Regulierung des Internets ausgesprochen: «Wir müssen die Regeln für das Internet neu aufstellen, um das Gute zu bewahren.»

Dies schrieb der Gründer des weltweit grössten Online-Netzwerks in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. «Wir brauchen eine aktivere Rolle von Regierungen und Regulierungen», hiess es darin weiter.

In dem Beitrag, der auch in anderen Zeitungen wie der Washington Post, dem Sunday Independent und dem Journal de Dimanche veröffentlicht wurde, spricht Zuckerberg sich dafür aus, in anderen Ländern Datenschutz-Regeln einzuführen, die der umstrittenen europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ähnelten. Die Gesetzgeber sollten zudem einige Regeln für Fragen einführen, welche die DSGVO bisher offen lasse.

Viel Kritik von Facebook

Auch bei Massnahmen gegen politische Manipulation sieht Zuckerberg Defizite bei der Regulierung. «Gesetze für politische Werbung im Internet konzentrieren sich in erster Linie auf Kandidaten und Wahlen anstatt auf politische Themen, die die Gesellschaft polarisieren», bemängelte er. «Unsere Systeme wären effektiver, wenn es einheitliche Standards für die Verifizierung politischer Akteure gäbe.»

Manche Gesetze gälten ausserdem nur in Wahlkampfzeiten. «Desinformationskampagnen gibt es jedoch auch unabhängig von Wahlen.» Nach Ansicht von Facebook sollten die entsprechenden Gesetze aktualisiert werden, «um den tatsächlichen Bedrohungen Rechnung zu tragen und branchenweite Standards festzulegen.»

Der Facebook-Gründer schlägt zudem Regeln für den Datentransfer zwischen Internetplattformen vor. «Daten, die mit einem Dienst geteilt werden, sollten auf einen anderen Dienst übertragen werden können», argumentiert Zuckerberg.

Utopie einheitlicher Regelungen

Auch was die Sperrung von Inhalten angeht, fordert Zuckerberg einheitliche Regeln für mehrere Unternehmen: «Weil Menschen zahlreiche unterschiedliche Dienste nutzen, alle mit eigenen Richtlinien und Prozessen, brauchen wir einen gemeinsamen Ansatz. Eine Idee wäre, unabhängige Gremien Standards festlegen zu lassen, an deren Einhaltung Unternehmen gemessen werden», schrieb Zuckerberg.

Facebook sieht sich immer wieder Kritik ausgesetzt, weil Nutzer auf der Plattform häufig Hassbotschaften verbreiten. Zuletzt hatte ein australischer Rechtsextremist seinen Anschlag auf zwei Moscheen in Neuseeland live bei Facebook übertragen. Bei dem Angriff starben 50 Menschen. Zudem wurde die Online-Plattform dazu genutzt, Wahlen zu manipulieren. Datenschützer kritisieren obendrein das massive Sammeln persönlicher Daten durch Facebook. (SDA)

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