Tutti.ch klärt in Präventionskampagne Nutzer über «Money Mule»-Inserate auf

Das Kleinanzeigen-Portal Tutti.ch engagiert sich gemeinsam mit der Polizei in einer Präventionskampagne gegen betrügerische «Money Mule»-Inserate, welche mit vermeintlich einfachen Verdienstmöglichkeiten Nutzer für kriminelle Taten anlocken.

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Seit Juni 2019 hat Tutti.ch dabei zwei nachgeahmte «Money Mule»-Inserate selber auf die Plattform gestellt. Bisher haben sich bereits über 130 Personen auf die falschen Inserate gemeldet. Die Nutzer, die in die Falle tappen, werden von Tutti.ch jeweils aufgeklärt und auf die Risiken hingewiesen.    

In den beiden Inseraten werden Stellen ausgeschrieben, die einen guten Verdienst bei wenig Aufwand in renommierten Unternehmen bewerben. «Tutti.ch ist ein sicherer Marktplatz mit monatlich über 16 Millionen Besuchern und rund 2 Millionen Inseraten. Leider wird die Plattform durch die hohen Nutzerzahlen auch für Personen mit unehrlichen Absichten attraktiv. Aus diesem Grund möchten wir vermehrt aktiv unsere Nutzer auf bekannte Betrugsmaschen sensibilisieren, die zum Glück immer noch die Ausnahme bilden», erklärt Dejan Dojcinovic, CEO von Tutti.ch.

 

Wie «Money Mule»-Inserate funktionieren

Sogenannte «Money Mule»-Inserate von Betrügern versprechen ein leicht verdientes Einkommen: Nutzer müssen dabei beispielsweise Gelder für eine angeblich renommierte Firma auf das eigene Konto entgegennehmen und anschliessend einen Teil davon an unbekannte Konten weiter überweisen. Über das Konto der Online-Nutzer wird damit Geld illegaler Herkunft gewaschen und ins Ausland transferiert. Im Gegensatz zu anderen Online-Betrugsversuchen sind die darauf hereingefallen Nutzer nicht nur Opfer, sondern machen sich als «Money Mules» auch selber strafbar. Mehr Informationen zum Thema bietet auch die Homepage der Schweizerischen Kriminalprävention.

Tutti.ch weist die Nutzer unter anderem darauf hin, niemals Geld im Auftrag von Dritten an Empfänger weiterzuleiten, die sie nicht näher kennen und kein Geld vom eigenen Konto nach einer Überweisung abzuheben, dessen Herkunft nicht zweifelsfrei bekannt ist. Zudem soll man sich umgehend bei der Polizei melden beim Verdacht, Opfer eines Betruges geworden zu sein. Weitere Sicherheitstipps hat das Kleinanzeigenportal auf der Website aufgeschaltet.

 

Zusammenarbeit mit Polizei wird ausgebaut 

Tutti.ch arbeitet seit mehreren Jahren eng mit den Abteilungen Cybercrime und Prävention der Kantonspolizei Zürich zusammen, um Nutzer zu schützen und frühzeitig Sicherheitsmassnahmen zu ergreifen. Gerade im Bereich der Prävention soll die Zusammenarbeit ausgebaut werden, um Nutzer über Betrugsdelikte aufzuklären. Neben der Zusammenarbeit kümmert sich unter anderem ein internes Fraud-Team um Betrugsversuche.

 

Bild: Schweizerische Kriminalprävention
 

NZZ-Gruppe erzielt im ersten Halbjahr ein stabiles operatives Ergebnis

Die NZZ-Mediengruppe hat sich im ersten Halbjahr 2019 in einem schwierigen Medienmarkt behauptet. Auf vergleichbarer Basis erzielte die Gruppe im Kerngeschäft ein stabiles operatives Ergebnis. Zulegen konnte die Gruppe im Nutzermarkt.

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Die Ausgliederung der Regionalmedien an CH Media prägten das Halbjahresergebnis der NZZ-Mediengruppe. Der Gesamtertrag erreichte noch 110,3 Millionen Franken gegenüber 203 Millionen Franken in der Vorjahresperiode, wie die NZZ am Dienstag mitteilte.

Der Umsatz, bereinigt um die Einflüsse des geänderten Konsolidierungskreises und nicht weitergeführte Geschäfte, nahm um 2 Prozent zu. Um den gleichen Prozentsatz stieg der Ertrag im Nutzermarkt, was auf einen Zuwachs von 5 Prozent bei der zahlenden Kundschaft seit Juni 2018 zurückzuführen ist.

Der Gesamtaufwand sank auf 105 Millionen Franken gegenüber 190,4 Millionen Franken in der Vorjahresperiode. Tieferen Direktkosten und Einsparungen beim Personalbestand standen Mehrausgaben für strategische Projekte gegenüber.

Das anteilige Ergebnis am Joint Venture CH Media betrug im ersten Halbjahr 2,9 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank auf 8,2 (zuvor 12,6) Millionen Franken und das Gruppenergebnis auf 9,4 (11,3) Millionen Franken.

Sowohl die EBIT-Marge (7,4 Prozent nach 6,2 Prozent in der Vorjahresperiode) als auch die Umsatzrendite (8,5 Prozent nach zuvor 5,6 Prozent) verbesserten sich. Die Einflüsse der geänderten Konsolidierung hinterliessen hier ebenfalls ihre Spuren.

Für das zweite Halbjahr 2019 strebt die NZZ-Mediengruppe an, im Nutzermarkt weiter zu wachsen. Der Fokus liegt dabei unverändert auf strategische Initiativen sowie auf die Transformation hin zu digitalen und mobile first-Angeboten.

Die NZZ-Gruppe steht weiter auf der Kostenbremse. Sie wird ferner Massnahmen zur Steigerung der Effizienz konsequent umsetzen. Die Gruppe rechnet damit, dass das Medienumfeld in den kommenden Monaten herausfordernd bleibt. (SDA)
 

In Mio. CHF

Jan–Jun 19

Jan–Jun 18

Abw. in %

Betrieblicher Gesamtertrag

110,3

203,0

–45,7%

Betrieblicher Gesamtaufwand

105,0

190,4

–44,9%

Ergebnisanteil an Joint Venture

    2,9

    0

–

Betriebsergebnis (Ebit)

    8,2

  12,6

–35,2%

Ebit–Marge

    7,4%

    6,2%

1,2%

Gruppenergebnis

    9,4

  11,3

–17%

Umsatzrendite

    8,5%

    5,6%

2,9%

Neue Heimat für das grösste Schweizer 50plus-Portal

Neu heisst das Mutterunternehmen des Nachrichtenportals 50plus.ch und seiner vier Geschwisterportale in der Schweiz, Deutschland und Österreich «50Plus-Medien». Der Vorgänger Brainspot wurde aus dem Handelsregister gelöscht.

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2012 kauften die drei Internet-Unternehmer Peter Schäppi, Peter Schürch und Peter Röthlisberger (Ex-Blick-Gruppe) das Unternehmen Brainspot mit dem Flaggschiff 50plus.ch und den drei Partnersuch-Portalen Date50.ch, Date50.de und Date50.at. Innerhalb von fünf Jahren steigerten sie die Leserschaft von 2000 Unique Clients auf 150’000 Unique Clients. Das Portal 50plus.ch ist damit mit Abstand die grösste Plattform für die Generation der 50plus in der Schweiz. Schwerpunkte sind Informationen, Unterhaltung und Angebote für Menschen dieser Generation mit Themen aus den Bereichen Gesundheit, Fitness, Reisen, Freizeit, Partnerschaft und Lifestyle.

2013 erweiterten die drei Gründer die Gruppe um ein weiteres Portal in Deutschland, 50plus.de. «Höchste Zeit also, der Gruppe einen sinnstiftenden Namen zu geben», schreiben sie in einer Mitteilung vom Dienstag. «Mit dem Namen 50Plus-Medien zeigen wir auch gegen aussen, dass wir die Marktführerschaft in der Schweiz in dieser Zielgruppe ausbauen wollen», so Peter Röthlisberger (Bild oben). Der Sitz der Gruppe bleibt weiterhin in Zumikon.

Equipe zeigt grosses Kino für Quickline

Die Zürcher Agentur Equipe bewirbt die neue TV-Box von Quickline.

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Das Besondere an neuen TV-Box von Quickline: Apps wie Netflix, MySports, YouTube oder Spotify sind direkt in der Box integriert – und per Knopfdruck abrufbar. Um dieses TV-Erlebnis zu bewerben, hat die Agentur Equipe eine breit angelegte 360-Grad-Kampagne lanciert. Die Idee: Quickline bringt das Beste aus der Welt der Unterhaltung und des Sports direkt nach Hause. Genau das wurde in der Kampagne wortwörtlich in Szene gesetzt.

In einem TV-Spot werden Protagonisten aus Sport, Serien und Filme direkt im Quickline-Van nach Hause geliefert – und sorgen für grosse Augen und viel Freude.

Bei der Umsetzung auf den Plakaten blickt man jeweils in Wohnzimmerfenster, in denen sich Ungewöhnliches abspielt. Neben TV und Plakaten wird die Kampagne vor allem online gespielt – mit Display-Bannern und GIFs auf Social Media. Ein wichtiger Bestandteil der Kampagne sind auch die POS-Werbemittel, welche in den Geschäftsstellen auf die neue TV-Box aufmerksam machen. Die Kampagne läuft seit Mitte August und ist vor allem in ländlichen Gebieten der Deutschschweiz präsent.

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Filmgerberei für Mictic: Eine Luftgitarre macht richtige Musik

Mictic-Armbänder reagieren auf Bewegung und lassen die Nutzer zu Cellisten, Pianisten oder Experimentatoren werden. Die Filmgerberei hat für das Zürcher Startup WebAds produziert und somit das weltweit erste Körperinstrument im Bild präsentiert.

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Das Mictic-Armband macht sich die erweiterte Realität zunutze. Es produziert Klänge, die auf Körperbewegungen basieren und überträgt diese in Echtzeit an das dazugehörige App auf dem Tablet oder Smartphone. Dank integrierter Sensoren können mehrere und verschiedene Instrumente gespielt werden. Eine Gruppe von Personen kann somit auch als Band funktionieren.

Die Klänge reichen von klassischen Cello-Sonaten bis hin zu Roboter-Sounds. Das interaktive Musikinstrument soll Musiker und Tänzer in ihrer Arbeit als Komponisten und Choreografen unterstützen. Gerade die weniger traditionellen Klänge von Robotern oder Lichtschwertern bieten Potenzial für Nachwuchskünstler in diesem Bereich.

Kunst und Information im Bild verschmelzen lassen

Das Produkt im Bild zu erklären, wollte gut durchdacht sein. Wie wird dem Zuschauer klar, dass die Musik vom Armband kommt und nicht einfach in der Postproduction als Tonspur ergänzt wurde? Mit dem Ergebnis wollte Mictic vor allem ein junges, urbanes Publikum ansprechen, das keine langatmigen Erklärfilme schaut.

«Die Verbindung von erklärenden Elementen zusammen mit einem sehr modernen und dynamischen Schnitt war die grosse Herausforderung. Der Schnitt machte aber gerade deswegen auch enorm Spass», beschreibt Regisseur und Cutter Alun Meyerhans den Prozess.

Die Luftgitarre erklingt ab 2020

«Nach drei Jahren intensiver Produktentwicklung sind wir endlich bereit für den letzten Schritt, nämlich die Entwicklung einer bedienerfreundlichen Smartphone-App. Um die dafür nötigen Mittel zu generieren, nehmen wir nun erste Vorbestellungen an», so Rolf Hellat, Gründer und Geschäftsführer des Zürcher Startups Mictic. Das junge Unternehmen hat sich mit dem Company Building Team der Swiss Startup Factory zusammengetan, um ihr Produkt auf den Markt zu bringen. Das Endprodukt wird ab 2020 erhältlich sein.

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Verantwortlich bei Mictic: Rolf Hellat (Gründer und CEO); Tobias Witt (Marketing). Verantwortlich bei Filmgerberei: Marike Löhr (Produzentin); Alun Meyerhans (Regie und Postproduction); Silvio Gerber (Kamera).

Catherine Martin realisiert Branding für Gastroenterologie Zürich

Das Ärztezentrum Seefeld eröffnete vor kurzem die Gastroenterologie Zürich. Für den Markenauftritt zeichnet die Zürcher Brand Designerin Catherine Martin verantwortlich.

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Die Brand Designerin hat das gesamte Markenbild, die neue Bildwelt der Praxis und die Website entwickelt, die sich nicht klinisch kalt, sondern modern, prägnant und elegant präsentieren sollen. 

Der neue Auftritt zieht sich konsistent durch alle Massnahmen und wurde unter der Leitung von Catherine Martin in enger Zusammenarbeit mit der Fotografin Alessandra Leimer und dem Webprogrammierer Reto Knödlseder implementiert.

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Verantwortlich bei Gastroenterologie Zürich: Roger Wanner (Inhaber und Arzt). Verantwortlich bei Catherine Martin Art Direction: Catherine Martin (Gesamtverantwortung, Konzept, Art Direction, Brand Design); Alessandra Leimer (Fotografie); Reto Knödlseder, WebGarage (Programmierung).

In einem Zug zum Flug mit der SBB und Transformer

Zum Flughafen gelangt man am bequemsten per Zug. Transformer hat dazu eine Sommerkampagne für die SBB entwickelt.

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Der IR 13 bringt Ferienreisende aus dem Rheintal pünktlich und bequem zum Flughafen Zürich: So lässt man Parkplatzsorgen und Verkehrsprobleme schon vor dem Abflug weit hinter sich und gönnt sich eine direkte, stress- und staufreie Anreise zum Check-In. Die aktuelle SBB-Sommerkampagne von Transformer bringt auf den Punkt, dass die Ferien so bereits vor dem Abflug beginnen – mit Plakaten, Haushalt-Mailings, Display-Elementen in Bahnhöfen und Sampling-Aktionen.

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Verantwortlich bei Transformer: Sandro Kümin (Kreation), Gaby Neyer (Beratung). Foto: Jean-Jacques Ruchti, Grundlicht.
 

Guave Motion produziert Animations-Kurzfilm für «Wirtschaft ist Care»

Im Auftrag des Vereins «Wirtschaft ist Care» hat Guave Motion unter dem Motto «Ökonomie neu denken» einen Animations-Kurzfilm produziert.

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Der Film hinterfragt mit kleinen Gedankenspielen den heutigen Stand der Wirtschaft und fordert ein neues Wirtschaftsverständnis, welches den Fokus weg vom Geld, hin zu mehr Fürsorge und der Befriedigung tatsächlicher menschlicher Bedürfnisse legt.

Die Aufgabe des Kurzfilms besteht darin, den Zuschauer auf das Thema «Care Arbeit» aufmerksam zu machen, welches in der heutigen Wirtschaft viel zu wenig berücksichtigt wird. Dazu werden keine konkreten Lösungen präsentiert, sondern genug Freiraum zur Verfügung gestellt, um interessante Diskurse entstehen zu lassen. Ausserdem wird der Film des Vereins an Podien und anderen Veranstaltungen präsentiert.

Für diesen Kurzfilm hat Guave Motion die gesamte Produktion übernommen. Von der Konzeption über das Design bis hin zur Animation stammt alles aus einer Hand. 

Eine grosse Herausforderung bei der Herstellung des Filmes sei gewesen, das komplexe Thema auf unter sechs Minuten herunterzubrechen und mit emotionalen Story-Elementen zu ergänzen. Zudem sei besonderer Wert auf den Full-CGI-Knete-Stil gelegt worden.

Um sich dennoch vom klassichen Stop-Motion-Stil abzuheben, wurde bewusst eine höhere Bildrate ausgewählt, dementsprechend akkurat animiert und mit cineastischen Kameraeinstellungen und Lichtsetzungen ergänzt.

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Verantwortlich bei Verein Wirtschaft ist Care: Ina Praetorius (Autorin, Auftraggeberin). Verantwortlich bei Guave Motion: Sergio Herencias (Regie, Produzent); Andreas Tanner (Animation); David Fritsche (Technischer Direktor).

Twitter und Facebook werfen China Manipulationskampagne vor

Twitter und Facebook haben China vorgeworfen, über die Online-Plattformen gezielt Stimmung gegen die Demokratiebewegung in Hongkong zu machen. Twitter erklärte am Montag, der Kurznachrichtendienst habe eine «staatlich unterstützte» Informationskampagne gegen die Protestbewegung aufgedeckt.

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Zahlreiche Nutzerkonten hätten «koordiniert» agiert, um Botschaften über die Proteste in Hongkong zu verbreiten. Deswegen seien 936 Konten gesperrt worden.

Twitter ist in Festlandchina blockiert. Laut dem Kurznachrichtendienst wurden aber virtuelle private Netzwerke genutzt, um den tatsächlichen Standort des Nutzers zu verschleiern.

Facebook sagte, man habe nach einem Hinweis von Twitter mehrere Seiten, Gruppen und Nutzerkonten mit Verbindungen nach China gesperrt. 

Mit «Täuschungstaktiken» wie falschen Nutzerkonten seien Botschaften zu Hongkong verbreitet worden, erklärte Facebook-Onlinesicherheitschef Nathaniel Gleicher. Nachforschungen hätten ergeben, dass es Verbindungen zwischen den Urhebern und der chinesischen Regierung gebe.

In Hongkong gibt es seit Wochen Massendemonstrationen für mehr Demokratie und gegen eine wachsende Einflussnahme Pekings. Die chinesische Regierung hat den Demonstranten in der Sonderverwaltungszone zuletzt immer unverhohlener gedroht. (SDA)

Schweizer Detailhandel gibt erneut mehr für Werbung aus

Der Schweizer Detailhandel ist laut einer Studie des Beratungsunternehmens Nielsen im letzten Jahr etwas gewachsen. Die Ausgaben für Werbung seien hingegen erneut markant gestiegen.

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Konkret erwirtschaftete der Detailhandel in der Schweiz im letzten Jahr laut der am Dienstag veröffentlichten Erhebung von Nielsen einen Umsatz von knapp 33,8 Milliarden Franken, was einem leichten Plus von 1,5 Prozent entspreche.

Als Grund dafür nennt die Studie, dass Konsumenten öfters einkaufen und zu mehr Spontankäufen neigen würden: Insgesamt habe der durchschnittliche Schweizer Haushalt im letzten Jahr 165 Mal für einen Einkauf Geld ausgegeben. Im Durchschnitt landeten dabei jedes Mal laut Nielsen Produkte des täglichen Bedarfs im Wert von rund 38 Franken im Warenkorb.

Obwohl noch immer rund 69 Prozent der Konsumenten ihren Einkauf im Voraus planen, erfreut sich ein Spontankauf im Geschäft steigender Beliebtheit. Solche Impulskäufe hätten im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent zugenommen, hiess es. Zudem kauften in 2018 28 Prozent mehr Eigenmarken im Vergleich zum Vorjahr, und für die Hälfte der Konsumenten sei Qualität wichtig und ein legitimer Grund, für Qualitätsprodukte mehr zu zahlen.

Werbeausgaben erneut höher

Zudem gehe der Aufmerksamkeitswettbewerb um den Kunden unvermindert weiter, hält der Report «Nielsen Consumers 2019 Schweiz» fest. Die Brutto-Werbeaufwendungen seien 2018 mit 7,1 Milliarden Franken um satte 16 Prozent über dem Vorjahr ausgefallen. «Beim prozentualen Anteil der Werbeaufwendungen belegt Out-of-Home mit 36 Prozent nunmehr den ersten Platz, gefolgt von TV und Printmedien mit jeweils 25 Prozent. Eine spannende Entwicklung unter Anbetracht des verschärften Wettbewerbs im Spannungsfeld um die Gunst der Aufmerksamkeit des Konsumenten», so Klaas Louis Springer, Market Leader von Nielsen in der Schweiz. (SDA/pd/swi)

Festland lanciert Recruiting-Kampagne für EW Buchs

Die St.Galler Agentur Festland hat eine Kampagne lanciert, um die vielseitigen und zukunftsstarken Lehrstellen des Elektrizitäts- und Wasserwerks der Stadt Buchs EWB zu bewerben.

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Um mehr junge Menschen auf die Vorteile einer Berufslehre als Elektroinstallateur/in oder Kaufmann/Kauffrau aufmerksam zu machen, hat Festland gemeinsam mit dem EWB einen zusätzlichen Vorteil kreiert: Ab sofort erhalten alle Lernenden ihren eigenen E-Scooter.

Die neue Trotti-Flotte ist seit Mitte August in Buchs unterwegs. Der spezielle Job Benefit steht auch im Zentrum der von Festland kreierten Recruiting-Kampagne mit Ads auf Snapchat und Instagram, Plakaten und Flyern an Schulen sowie einem Trailer-Video im Lehrstellen-Portal Yousty.

Verantwortlich bei EWB: Germaine Hiltbrunner (Leiterin Marketing); Gordana Gessner (Leiterin Human Resources); Christina Haltiner (Lehrlingsverantwortliche). Verantwortlich bei Festland: Andi Ackermann (Host); Othmar Geser (Product Lead); Elena Neff (Process Lead); Marco Casile (Concept/Text); Nina Engeler (Design); Kevin Wildhaber (Video/Photo); Rouven Niedermaier (Interaction).

«Functional Music» steigert Kaufbereitschaft und Kundenzufriedenheit

Dezente musikalische Untermalung vermittelt Apotheken-Kunden Sicherheit und stärkt so ihr Vertrauen in die Service-Leistung der Apotheke. Die Kunden fühlen sich beim Einkauf zudem wohler. Und auch die Mitarbeiter empfinden den Einsatz von «Functional Music» in der Apotheke mehrheitlich als positiv. Das sind Ergebnisse eines wissenschaftlichen Feld-Experiments der Universität Köln.

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In Zusammenarbeit mit der auf Klang- und Kommunikationskonzepte spezialisierten Hamburger Ideenschmiede Responsive Acoustics (ReAct) wurden dafür mehr als 350 Kunden sowie Mitarbeiter von Apotheken befragt.

«Für Unternehmen in ‹High-Trust-Umgebungen› wie Banken oder Apotheken sind insbesondere die Wahrnehmung der Attribute Vertrauen und Sicherheit entscheidend für das Kaufverhalten», sagt ReAct-Geschäftsführer Wilbert Hirsch. «Im Vordergrund unserer Studie stand daher die Frage, ob sich durch eine akustische Rauminszenierung diese Wahrnehmung positiv beeinflussen lässt.»

Untersucht wurden dabei zwei Aspekte: Wie nimmt der Kunde die Geräuschkulisse in der Apotheke wahr und wie wohl fühlt er sich bei seinem Besuch. In beiden Fällen bewerteten die Kunden ihren Aufenthalt positiver, wenn im Hintergrund speziell komponierte Musik lief. Die Geräuschkulisse in der Apotheke wurde als sicherer empfunden und schuf so eine besondere Atmosphäre des Vertrauens. Auf einer Skala von 1 (gering) bis 10 (hoch) lag hier der durchschnittliche Wert bei 8,81. Kunden, die in einer Musikpause befragt wurden, bewerteten die Vertrauensatmosphäre signifikant schlechter. Ähnliche Ergebnisse ermittelten die Handelsexperten der Uni Köln beim Thema Wahrnehmung des Wohlbefindens.

 

«Wer sich wohlfühlt, bleibt länger, kauft eher und wird gern wiederkommen»

ReAct entwickelt für die unterschiedlichsten Arten von Geschäften oder Waren passende Klangflächen – eine akustische Untermalung ohne Gesang, bei der neben Lautstärke und Frequenz die Klangfarbe eine entscheidende Rolle spielt. «40 Prozent aller Umwelteindrücke werden über die Ohren wahrgenommen. Wir nutzen eine sehr spezielle Form der akustischen Rauminszenierung, die nur knapp oberhalb der menschlichen Wahrnehmung abgespielt wird. Das Tempo unserer Klangflächen liegt dabei deutlich unter dem von bisher häufig eingesetzter Popmusik», erklärt ReAct-Gründer und Filmmusikkomponist Hirsch.

Dass die Rahmenbedingungen entscheidend für den Einkauf sind, bestätigt auch Monika Imschloss vom Seminar für Handel und Kundenmanagement der Universität Köln. «Kunden reagieren im Geschäft sensibel auf die Geräuschkulisse. Die Klangatmosphäre hat einen entscheidenden Einfluss auf ihr Kaufverhalten. Kurz gesagt: Wer sich wohlfühlt, bleibt länger, kauft eher und wird gern wiederkommen.»

Doch nicht nur die Kunden, sondern auch die befragten Apotheken-Mitarbeiter schätzen eine entspannende musikalische Untermalung. Fast zwei Drittel von ihnen wünschen sich, dass an ihrem Arbeitsplatz auch in Zukunft Klangflächen zum Einsatz kommen. Der musikalische Rahmen wirkt sich positiv auf die Stimmung der Mitarbeiter aus. Sie fühlen sich wohler, sind entspannter und können so noch besser mit den Kunden interagieren.
 

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