Martin Kall wechselt zur Funke-Gruppe

Martin Kall wechselt zur Funke-Gruppe. Der früherer Manager bei Bertelsmann und Ringier wird nach zehn Jahren an der Spitze von Tamedia das Waz-Führungspersonal supervisionieren und beraten.

Die Konzerngeschäftsführer der Funke-Gruppe sind Manfred Braun, Thomas Ziegler und Christian Nienhaus. Dies schreibt Turi2.de am Donnerstag. Der Waz-Chefredakteur Ulrich Reitz habe Kall im eigenen Blatt schon mal begrüsst: Freundlich, ausgeglichen und knallhart sei Kall. Bei seinem letzten Arbeitgeber, Tamedia, habe sich Kall «ohne Zögern» von allen Sparten getrennt, «die keinen Gewinn machten oder keinen mehr versprachen». Und: «Er trennte sich von nicht wenigen Print-Redakteuren, um viele Onliner neu einzustellen.» Dabei habe Kall auf «boulevardeske Gratis-Online-Angebote» und journalistisch hochwertigen Inhalten hinter einer Bezahlschranke gesetzt.
 

NZZ-Verwaltungsrat: Konrad Hummler tritt zurück

Konrad Hummler tritt aus dem Verwaltungsrat der NZZ-Mediengruppe zurück. Er sehe nach der Sistierung seiner Position als Verwaltungsratspräsident nicht genügend Wirkungsmöglichkeiten, teilte der ehemalige Teilhaber der gescheiterten Bank Wegelin mit.

Zudem wolle er für die Verfolgung seiner Zukunftspläne publizistisch unabhängig sein, schreibt Hummler in einem Communiqué vom Donnerstag. Hummlers Amtszeit hätte noch bis 2015 gedauert. Vor zwei Monaten hatte NZZ-Verwaltungsratspräsident Franz Steinegger gesagt, man werde Konrad Hummler wegen der Millionenbusse der Bank Wegelin nicht zum Rücktritt auffordern. Nun hat Hummler seinen Rücktritt auf die nächste Generalversammlung am 13. April eingereicht.

Bis Februar 2012 war Hummler Verwaltungsratspräsident. Wegen der rechtlichen Auseinandersetzungen übergab er dieses Amt aber an den früheren FDP-Nationalrat Steinegger. Im April wird voraussichtlich Galenica-Verwaltungsratspräsident Etienne Jornod das Ruder übernehmen. (SDA)
 

Neue Markenagentur Scholtysik & Partner

Carsten Scholtysik hat gemeinsam mit Denise Delémont und Fabian Sander die Marken- und Designagentur Scholtysik & Partner gegründet. Die Agentur hat Anfang März ihre Arbeit in den Räumlichkeiten in der Zürcher Innenstadt aufgenommen.

Derzeit sind in der Agentur sechs Mitarbeitende beschäftigt. Die drei Gründer wollen mit der neuen Agentur Ansätze in der Markenberatung verfolgen. Der Tätigkeitsbereich umfasst die Entwicklung markenstrategischer Grundlagen, das Übertragen dieser Strategie auf Kommunikation, Design und Interaktion, die Implementierung durch Guidelines, Coaching und Monitoring sowie die Realisierung prägender Anwendungen.

Man wolle mit der Agentur neue Wege gehen, mit einer Kombination aus rigorosem analytischen Denken, Fantasie und mutigen Ideen, heisst es in einer Mitteilung der Gründer. Ganz nach dem Motto: weniger Markenverwaltung – mehr Markengestaltung.

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Programm zum Jugendmedienschutz gut unterwegs

Die Liste der Gefahren für Jugendliche im Internet ist lang. Das Bundesprogramm «Jugend und Medien» hat deshalb den sicheren Umgang mit digitalen Medien zum Ziel. Die Zwischenbilanz nach zwei Jahren fällt positiv aus.

Erstmals bestehe nun ein Gesamtüberblick über den Jugendmedienschutz in der Schweiz, teilte das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) mit. Auf der Internetplattform Jugendundmedien.ch seien etwa rund 600 Beratungsangebote und Sensibilisierungsmassnahmen gebündelt. Insbesondere der Ansatz der «Peer Education» wird als erfolgversprechend eingeschätzt. Das Lernen von Gleichaltrigen habe sich bereits in anderen Präventionsfeldern bereits bewährt, sagten BSV-Vertreter gemäss Communiqué vor den Medien in Bern. In den nächsten Monaten würden schweizweit acht Modellprojekte im Bereich Jugendmedienschutz umgesetzt.

Noch bis 2015

Ebenfalls als Erfolg weist das BSV die Vernetzung der relevanten Akteure auf nationaler Ebene aus. Kantone, Bundesbehörden, Fachhochschulen, Kinder-, Jugend- und Familienorganisationen, Lehrerverbände und Polizeidienste arbeiteten nun in Gremien des Programms eng zusammen. Aber auch die Kommunikationsbranche ist involviert. So sind etwa die Swisscom, der Verband der Computerspielbranche (SIEA) sowie die Jacobs Foundation Programmpartner. Das Programm zur Förderung der Medienkompetenz läuft noch bis 2015. Im Rahmen des zweiten nationalen Fachforums Jugendmedienschutz in Bern zog das BSV Zwischenbilanz über das vierjährige Programm.

Allerdings wird Cybermobbing in der öffentlichen Wahrnehmung überschätzt – zu diesem Schluss kommen jedenfalls zwei am Mittwoch veröffentlichte Studien der Pädagogischen Hochschule Thurgau sowie der Universitäten Bern und Zürich. Das Phänomen Cybermobbing kommt demnach etwa dreimal seltener vor als Mobbing in der realen Welt. (SDA)

Teaserbild: Jugendundmedien.ch
 

Zu guter Letzt: Eine Bratwurst pro Tag…

«Wer täglich eine Bratwurst isst, stirbt früher», titelte 20minuten.ch heute. Und gerade darüber: «Lega-Präsident Giuliano Bignasca ist tot».

Diese Zusammenstellung der nationalen News ist nicht gerade sehr glücklich gewählt. Ein Zusammenhang der beiden Nachrichten kann nur allzu leicht hergestellt werden: Wurstwaren erhöhen das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Und als Bignascas Todesursache wird ein Herzstillstand vermutet.

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Dieses Missgeschick auf 20minuten.ch wurde jedoch schnell wieder geändert. Man will ja niemanden beleidigen, zumindest nicht unabsichtlich. Untertitelt ist die Mitteilung zum Tod Bignascas mit folgenden Worten: Der Zwerg, der Koks und Pornos mochte. (uma)

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Publicis: Der fairste Bankomat der Schweiz

Am 7. März war Internationaler Tag für Lohngleichheit. Aus diesem Anlass hat Publicis für die Zürcher Frauenzentrale gezeigt, wie unangenehm es ist, wenn man aufgrund seines Geschlechts weniger kriegt – anhand eines Bankomaten, der Männern weniger Geld auszahlte.

Das Prinzip der Gleichstellung von Frau und Mann ist seit 1981 in der Schweizer Bundesverfassung verankert. Trotz der 32-jährigen gesetzlichen Pflicht sind die Lohnunterschiede zwischen Mann und Frau in der Schweiz immer noch frappant. Für die gleiche Ausbildung, Leistung und Position verdienen Frauen rund 20 Prozent weniger als Männer. Das ist ein Problem, das sich nicht nur auf die reine Lohndifferenz beschränkt, sondern auf die fehlenden Pensionskassenbeiträge ausweitet.

Gegen diese Diskriminierung würden die mehrheitlich männlichen Entscheidungsträger in unserem Land immer noch wenig unternehmen, so die Agentur. Deshalb habe man im Auftrag der Zürcher Frauenzentrale ein – im Grunde – faires Experiment durchgeführt, das für Männer aber ziemlich unfair wirkte: Am 7. März, dem internationalen Aktionstag für Lohngleichheit, drehten sie den Spiess um und sorgten für Gerechtigkeit an jenem Ort, der Männern am meisten schmerzt: am Geldautomaten.

Als diese nur 80 Prozent der Summe ausbezahlt bekamen, die sie abheben wollten, gingen ihre Reaktionen von Kopfschütteln bis Entsetzen. Die Quittung, die der Bankomat am Ende ausspuckte, löste das Experiment dann aber schnell wieder auf: Am Internationalen Tag für Lohngleichheit sollte das starke Geschlecht für einmal erleben, wie sich finanzielle Diskriminierung anfühlt, so die Agentur.

Verantwortlich bei Frauenzentrale Zürich: Andrea Gisler (Präsidentin), Sandra Plaza (Kommunikation & Marketing). Verantwortlich bei Publicis: Roger Rüegger, Ralph Halder, Lars Bloechlinger (Creative Directors), Conny Jaeger (Senior Art Director), Ivan Madeo (Text-Konzept), Barbara Lagger (Beratung), Beni Kaegi (FFF).

 

NZZ-Mediengruppe: Sinkendes Gesamtergebnis 2012

Der betriebliche Gesamtertrag der NZZ-Mediengruppe nahm wegen der stark rückläufigen Printwerbung gegenüber dem Vorjahr um 8,3 Millionen Franken auf 519,0 Millionen Franken ab. Das Unternehmensergebnis lag bei 30,9 Millionen Franken.

Der starke Umsatzrückgang bei den Printanzeigen liess sich im Aufwand trotz rasch ergriffener Massnahmen nur teilweise kompensieren und schlug sich entsprechend im operativen Ergebnis nieder. Dies schreibt die NZZ-Mediengruppe in einer Mitteilung vom Donnerstag. Zudem erfordere der strukturelle Wandel im Medienbereich erhöhte Aufwendungen für die digitale Transformation bestehender Produkte sowie die Entwicklung von neuen Angeboten.

Das operative Ergebnis EBIT reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 14,6 Millionen Franken auf 37,9 Millionen Franken. Die EBIT-Marge liege mit 7,3 Prozent im Rahmen der langfristigen Erwartungen, heisst es in der Mitteilung weiter. Mit einem deutlich verbesserten Finanzergebnis resultiere ein Gruppenergebnis von 30,9 Millionen Franken. Das entspricht 6,0 Millionen Franken weniger als im Vorjahr. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung, für das Geschäftsjahr 2012 eine zum Vorjahr gleichbleibende Dividende von 200 Franken pro Aktie auszuschütten.

Der betriebliche Gesamtertrag reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent auf 519,0 Millionen Franken. Der Rückgang sei im Wesentlichen auf die sinkenden Erträge im Print-Webemarkt zurückzuführen. Positiv hingegen entwickelten sich die Umsätze im digitalen Werbemarkt, wo vor allem der wachsende Online-Bereich und die regionalen Radiostationen ein erfreuliches Umsatzwachstum verzeichneten, wie es in der NZZ-Mitteilung heisst. Weiterhin stabile Erträge wurden im Lesermarkt erzielt. Trotz hinzugewonnener Aufträge resultierten in dem von Produktionsüberkapazitäten geprägten Druckbereich leicht tiefere Erträge. Die übrigen Erträge stiegen vor allem aufgrund von Akquisitionen gegenüber Vorjahr um 17 Prozent an. Der betriebliche Gesamtaufwand nahm um 1,3 Prozent auf 481,0 Millionen Franken zu. Der Anstieg sei im Wesentlichen auf die Integrationen der SEF-Gruppe und eines Betriebsteils im Kalenderbereich sowie auf den forcierten Ausbau des Bereichs Online und der publizistischen Leistungen zurückzuführen, heisst es in der Mitteilung. Die NZZ-Mediengruppe weise eine gesunde Bilanzstruktur mit einer hohen Eigenkapitalquote von 70 Prozent (+1 Prozentpunkt gegenüber Vorjahr) aus.

Der Wandel in der Mediennutzung und die Veränderungen im Werbemarkt werden die NZZ-Mediengruppe auch im Geschäftsjahr 2013 weiter beschäftigen, so die NZZ in der Mitteilung weiter. Auf die steigende Nachfrage von digitalen Inhalten habe die NZZ-Mediengruppe rasch reagiert und entsprechende Angebote wie auch die Bezahlschranke für Online-Inhalte eingeführt. Mit der gezielten Weiterentwicklung des Stammgeschäfts, der konsequenten Umsetzung der Digitalstrategie und insbesondere mit dem Aufbau neuer Geschäftsfelder will die NZZ-Mediengruppe den Herausforderungen begegnen.

Neue Verwaltungsratsmitglieder vorgeschlagen

Auf die kommende Generalversammlung vom 13. April 2013 hin werden neben Verwaltungsratspräsident Franz Steinegger auch die Verwaltungsräte Jens Alder und Konrad Hummler (Werbewoche.ch berichtete) aus dem Gremium ausscheiden. Der Generalversammlung der AG für die Neue Zürcher Zeitung werden vier neue Mitglieder zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen. Franz Steinegger wird die statutarische Altersgrenze erreichen und aus dem Gremium ausscheiden. Als Nachfolger schlägt der Verwaltungsrat – wie bereits angekündigt – Etienne Jornod, exekutiver Verwaltungsratspräsident der Galenica Gruppe, vor. Vorbehältlich seiner Wahl durch die Generalversammlung soll die Ernennung von Etienne Jornod zum Präsidenten statutengemäss durch den Verwaltungsrat erfolgen.

Die bisherigen Verwaltungsräte Jens Alder und Konrad Hummler haben auf die General-versammlung hin ihren Rücktritt erklärt. Der Verwaltungsrat schlägt vor, zusätzlich zu den damit verbundenen Ersatzwahlen den seit längerer Zeit vakanten Verwaltungsratssitz wieder zu besetzen. Gegenwärtig umfasst der Verwaltungsrat der AG für die Neue Zürcher Zeitung 8 Mitglieder, statutarisch ist eine Besetzung mit 7 bis 9 Mitgliedern vorgesehen. Neben Etienne Jornod werden zur Wahl in den Verwaltungsrat der AG für die Neue Zürcher Zeitung vorgeschlagen: Isabelle Welton, Group Chief Marketing Officer der Zurich Insurance Group, Christoph Schmid, Rechtsanwalt in Zürich und Partner der Anwaltskanzlei Wenger & Vieli, Dominique von Matt, Mehrheitseigner und CEO der Kommunikationsagentur Jung von Matt/Limmat.
 

CVP-Nationalrätin beschwert sich über Weltwoche-Mitarbeiter

CVP-Nationalrätin Kathy Riklin (ZH) hat sich am Donnerstag im Nationalrat beschwert, weil sie in der aktuellen Ausgabe der Weltwoche zitiert wird - mit einem Votum aus einer Kommissionssitzung. Die Voten in diesen Sitzungen sind geheim.

Riklin machte für die Indiskretion Christoph Mörgeli (SVP/ZH) und Peter Keller (SVP/NW) verantwortlich, die Mitglieder der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) sind und für die Weltwoche schreiben. Offenbar leiteten diese ihre Informationen jeweils direkt an die Weltwoche weiter, sagte Riklin. Mit Verweis auf das Kommissionsgeheimnis bat sie den Rat, in dieser Sache tätig zu werden. Sie äusserte sich in der Debatte über den Aktionsplan «Koordinierte Energieforschung Schweiz» als WBK-Sprecherin.

Mörgelis Gegenangriff

Mörgeli weist den Vorwurf, den er selbst im Rat nicht gehört hatte, zurück, wie er auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. «Der Vorwurf ist ungeheuerlich, unhaltbar und müsste belegt werden.» Er geht in den Gegenangriff: Der Angriff reihe sich in andere Anfeindungen Riklins gegen ihn ein. Die CVP-Nationalrätin habe bereits zu seiner Entlassung von der Universität Zürich beigetragen. Ausserdem habe sie mitgewirkt, als 2008 die «Mörgeli-Mengele-Affäre» aus einer Kommissionssitzung an die Öffentlichkeit gelangte, sagte Mörgeli. Für Indiskretionen in diesem Zusammenhang waren Riklin – wie auch Mörgeli – an einem Verweis des Nationalrats vorbeigekommen.

Keller wollte die Aussagen nicht kommentieren. Da er die Weltwoche noch nicht gelesen habe, könne er sich inhaltlich nicht äussern, teilte er mit. Ausserdem sehe er keinen Anlass und habe auch keine Lust, eine persönliche Fehde in den Ratsaal zu tragen.

Aussagen zur Energiewende

In der aktuellen Weltwoche steht, die WBK habe vergangene Woche diskutiert, wie der vom Bundesrat beschlossenen Energiewende wissenschaftlich auf die Sprünge zu helfen sei. Riklin habe dazu gesagt, der Wandel müsse auch in den Köpfen stattfinden. Es gelte deshalb, die Verhaltensökonomie zu stärken. Früher habe man solche Beeinflussungsversuche des Bürgerdenkens «Gehirnwäsche» genannt, kommentiert das Blatt. (SDA)
 

Swisscom: Medienkurse für die Mittelstufe

Durch Swisscoms Medienkurse wird die Medienkompetenz erhöht, wie eine Studie der Fernfachhochschule Wallis zeigt. Swisscom bietet neu auch Primarschulen einen altersgerecht aufbereiteten Kurs an.

Swisscom hat 2011 spezielle Kurse zur Förderung der Medienkompetenz von Oberstufenschülern lanciert. Allein im letzten Jahr wurden über 12’000 Schüler in richtiger Mediennutzung geschult. Eine von Swisscom in Auftrag gegebene externe Evaluation zeigt: Die Kurse zeigen Wirkung. Die Schüler werden sich den Gefahren bewusst und ändern ihren Medienkonsum, wie es in einer Mitteilung heisst. Rund die Hälfte der befragten Schüler wählen nach dem Kurs bessere Passwörter. Weiter kennen 74 Prozent der befragten Jugendlichen die offiziellen Stellen für Cybermobbing und die Jugendlichen lernen, wie sie ihre Persönlichkeitsrechte einfordern können. Das generelle Interesse an den Themen und die Sensibilisierung gegenüber der eigenen Mediennutzung ist im Verlaufe des Kurses deutlich gestiegen.

Die Untersuchung wurde von der Fernfachhochschule Wallis in Brig unter der Verantwortung von Per Bergamin durchgeführt. Per Bergamin sagt: «Die Kurse haben einen sichtbaren und positiven Effekt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Schüler nach einem Kurs bewusster mit Gefahren umgehen.» Weitere Details zur Studie werden am Fachforum Medienkompetenz des Bundesamtes für Sozialversicherungen vom 7. März in Bern präsentiert und anschliessend unter Swisscom.ch/medienkurse publiziert.

Ausbau der Medienkurse

Damit bereits Schüler der vierten bis sechsten Klasse lernen, wie sie verantwortungsvoll mit den neuen Medien umgehen, baut Swisscom das Angebot an Schülerkursen zur Förderung der Medienkompetenz aus. In den neuen Modulen «Medienkonsum», «Surfen im Netz», «Community» und «Internetanwendungen» unterstützt das Unternehmen Lehrkräfte bei der Vermittlung von Medienkompetenz neu auch bei Mittelstufenschülern. Die Kursinhalte wurden zusammen mit der Agentur Lernetz und einer Arbeitsgruppe aus Lehrkräften der Primarstufe erarbeitet. «Viele Lehrpersonen wünschen, dass Medienpädagogik nicht erst auf der Oberstufe beginnt, sehr oft spielen sich falsche Verhaltensmuster schon früher ein», so Martin Zünd, Programmleiter bei Swisscom.

 

Zu guter Letzt: Bahnsinnig lehrreich

Unter der Blog-Rubrik «Doktor Bahnsinn» beantworten SBB-Kommunikationsleute Fragen, die zwar niemand stellte, aber die trotzdem beantwortet werden wollen. Das hat etwas Charmantes.

Die SBB-Kommunikationsabteilung schlägt sich wohl grösstenteils mit mühsamen Medienanfragen und Reklamationen herum. Ständige Preisaufschläge, überfüllte Züge, defekte WCs, gestrichene Zwischenhalte, marktgerechte Löhne der Chefetage, langsame Internetverbindungen, heimtückische Mobiletickets – wird in der Öffentlichkeit von den Bundesbahnen gesprochen, führt meist die Verärgerung Wort. Die positivste Medienmittelung der letzten Zeit: Schöne neue Tapeten auf schönen neuen Toiletten. Aber selbst dann hat die Gesellschaft noch etwas zu motzen («Neue Tapeten, alte Probleme»).

Wie sich die SBB die ideale Kundenbeziehung vorstellt, zeigt sich auf dem SBB-Blog. Unter der Rubrik «Doktor Bahnsinn» beantworten freundliche Fachleute Kunden-Fragen, die an leuchtende Kinderaugen des letzten Jahrhunderts erinnern. Damals, als Lokführer wie Piloten angehimmelt wurden und die zweite Klasse für Besserbetuchte reserviert war. Einige Beispiele:

Lieber Doktor Bahnsinn
Stimmt es, dass das SBB Logo heuer seinen 40. Geburtstag feiert?
Danke und Gruss,
Tobias

Lieber Doktor Bahnsinn
Stimmt es, dass die Fahrleitungen der SBB zusammengezählt 8500 Kilometer lang sind?
Vera

Lieber Doktor Bahnsinn
Was mich brennend interessieren würde: Warum ist das Wasser im Zug eigentlich nicht trinkbar?
Ursula

Lieber Doktor Bahnsinn
Ich habe das Kofferschleppen satt. Wie bringe ich mein Gepäck in die Skiferien?
Liebe Grüsse
Silvia

Lieber Doktor Bahnsinn
Täglich gehe ich gehe ich staunend durch die prächtige Bahnhofshalle im HB Zürich. Wie kam eigentlich dieser Engel da hoch?
Gruss Stefan

Hallo Doktor Bahnsinn
Die Schweiz versinkt im Winterchaos. Was tut die SBB, damit die Züge trotz Eis und Schnee fahren?
Karl

Lieber Doktor Bahnsinn
Was sind Bahnhofpaten? Gibt’s da Geburtstagsgeschenke oder Weihnachtskarten für Bahnhöfe?
Liebe Grüsse
Felix

Da kriegt man doch spontan Lust, dem Doktor auch eine Frage zu stellen. Zum Beispiel: «Was mich schon lange brennend interessiert: Wie schafft es die SBB, immer so pünktlich zu sein?». Oder: «Die Ticketpreise sind derart tief und fair – irgendwo muss doch der Haken sein?». Oder: «Selbst zu Stosszeiten findet man als zahlender Kunde immer einen bequemen Sitzplatz mit genügend Beinfreiheit – ist das Magie oder steckt eine ausgeklügelte Organisation dahinter?». Oder: «Die Luft in vollbesetzten Zügen ist immer frisch wie eine Frühlingswiese – selbst wenn Asia Take Away auf Mc Donalds trifft und der Nachbar schweisselt. Hand aufs Herz: Welche Lüftung ist in den SBB-Zügen verbaut?»

Leider wird nicht ganz klar, wie man Doktor Bahnsinn überhaupt kontaktieren kann. Obwohl es Felix, Karl, Stefan, Silvia, Ursula, Vera und viele andere auch geschafft haben. (hae)
 

20 Minuten: Neues Logo, neuer Newsroom

20 Minuten und 20 Minuten Online treten ab Mai 2013 mit einem neuen, gemeinsamen Logo auf. Das von Rod Kommunkation gestaltete Logo ersetzt die beiden bisherigen, unterschiedlichen Logos der Pendlerzeitung und der Newsplattform.

Mit dem neuen Logo soll der Zusammenschluss der beiden Teams zu einer konvergenten Redaktion zum Ausdruck kommen, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Die Marke 20 Minuten wird in Zukunft nicht mehr Pendlerzeitung und Newsplattform unterscheiden, sondern wird neu einheitlich angewendet. Zudem signalisiert die Weiterentwicklung der Marke den Schritt in die digitale Zukunft, ohne dabei die Kernwerte von 20 Minuten zu verändern. Die Zahl «20» sowie die weisse Schrift auf blauem Grund werden das Logo auch in Zukunft dominieren. Die Schrift von «Minuten» wird modernisiert und dem Logo gesamthaft ein dreidimensionaler Look verliehen. Das von Rod Kommunikation gestaltete Logo wird Anfang Mai eingeführt.

Einen weiteren Schritt in die Zukunft macht 20 Minuten mit dem Umzug in neue Büroräumlichkeiten. Am Stauffacherquai 8 in Zürich, auf dem Gelände der Mediengruppe Tamedia, zu der 20 Minuten gehört, entsteht derzeit ein moderner Newsroom. Die neue Infrastruktur erlaubt der Redaktion von 20 Minuten ab Mitte Juni eine voll konvergente Arbeitsweise.

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Filmwords: Social TV-App Zwap TV lanciert

Das Zürcher Start-Up Filmwords lanciert seine Social TV-App Zwap TV. Damit bringen die einstigen Gründer von Cineman und Teleboy das erste Second Screen-Angebot auf den Markt, das auf das Schweizer TV-Publikum ausgerichtet ist.

Während die erfolgreichen Social TV-Angebote bisher mehrheitlich aus den USA kommen, wo das Thema bereits seit geraumer Zeit heiss gehandelt wird, bringt das Zürcher Start-Up Filmwords jetzt eine auf den hiesigen TV-Markt ausgerichtete App heraus, wie es in einer Mitteilung heisst. Zwap TV ist eine Second Screen-App, die typischerweise zuhause auf dem Sofa benutzt wird, während das TV-Gerät – der First Screen – läuft.

Die App ist zunächst einmal ein Social TV Guide: man folgt Leuten – seien dies tatsächliche Freunde oder einfach Nutzer mit einem interessanten TV-Geschmack – und lernt dadurch neue Sendungen und Menschen kennen. Wer Lust hat, kann sich während einer Sendung mit anderen austauschen. In der Fernsehakademie kann man Punkte sammeln und vom Studenten bis zum Professor aufsteigen – wofür die Punkte gut sind, wird im Laufe der Nutzung offenbart. Dabei hat Zwap TV nicht die Absicht, selber zum TV-Stream-Anbieter zu werden. Sofern der Nutzer den Second Screen zum First Screen machen möchte, kann er zum Beispiel auf Teleboy umschalten und vertrauten Social TV-Dienste und dieselbe Community nahtlos weiternutzen.

Dank der Zusammenarbeit mit Drittanbietern – Teleboy ist der erste einer Reihe von Partnern – verbindet Zwap TV die TV-Zuschauer verschiedener Plattformen. Darin liegt einer der Vorteile gegenüber anderen Social TV-Angeboten. Die App soll in raschen Schritten ausgebaut werden, pro Monat wird mindestens ein neues Feature versprochen. Zwap.TV ist ab sofort kostenlos für das iPhone im App Store verfügbar, Apps für iPad und Android werden in Kürze nachgereicht.
 

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