In der Zentralbahn kann die Verpflegung per App bestellt werden

Kaffee, Gipfeli, Mineral: Zentralbahn-Passagiere zwischen Luzern und Interlaken BE können neu die Verpflegung vom Sitzplatz aus ordern - dank einer neuen App.

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Die App «BistroOrder» der ZB Zentralbahn und des Verpflegers Elvetino wird in einem Pilotprojekt getestet. Mit der App würden in der Bahngastronomie neue Wege beschritten, teilte die ZB am Mittwoch mit. Mit der Gratis-App können Passagiere, die in der ersten Klasse im Luzern-Interlaken Express über den Brünig fahren, vom Platz aus im Elvetino-Bistrowagen Getränke und Snacks bestellen. Die Bestellung wird dem Kunden mit Angabe der Lieferzeit bestätigt. Sie wird danach an den Platz gebracht, wo sie der Kunde auch bezahlen kann. Ivan Buck, Leiter des ZB-Marketings, sagte auf Anfrage, die Pilotphase dauere bis Ende September 2016. Zusätzliches Personal müsse nicht eingestellt werden. Bei einem Grossandrang im Bistrowagen werde die App gesperrt, so dass vom Sitzplatz aus keine Bestellungen aufgegeben werden könne. Zu einem späteren Zeitpunkt könnte die App auch in der zweiten Klasse angeboten werden. Eine Ausdehnung auf die zweite zb-Linie, die zwischen Luzern und Engelberg OW, ist dagegen nicht vorgesehen. Für ein solches Verpflegungsangebot sei die Fahrzeit von 43 Minuten zu kurz, sagte Buck. Elvetino ist eine Tochtergesellschaft der SBB, die zb gehört zu zwei Dritteln der SBB. Nach Angaben der SBB läuft das «BistroOrder»-Projekt unabhängig von ihrer eigenen Bahncatering-Planung. Die SBB wird Ende 2017 die Minibars abschaffen. (SDA)

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Schweizer E-Commerce Summit: E-Commerce-Tipps aus der Hirnforschung

Der Mensch trifft fast 80 Prozent aller Entscheidungen unbewusst. Neuromarketing-Experte Hans-Georg Häusel hat in Zürich verraten, welche Auswirkungen das auf den E-Commerce hat.

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Zum Thema: Werbewoche-Interview mit Hans-Georg Häusel

Im Lake Side hat am Dienstag der neunte Schweizer E-Commerce Summit stattgefunden. Der Event von Unic, SAP Hybris und Datatrans lockte E-Business- und IT-Fachleute ans Ufer des Zürichsees.

Die Macht des limbischen Systems

Das erste Referat hielt der Neuromarketing-Experte Hans-Georg Häusel. Er verriet, was das E-Commerce von der Hirnforschung lernen kann. «Der Mensch trifft 70 bis 80 Prozent aller Entscheidungen unbewusst», sagte Häusel. Ein Grund dafür sei die Macht des limbischen Systems im Gehirn, das Emotionen verarbeite, Endorphine ausschütte und Angst oder Begeisterung auslösen könne. Emotionen trieben Menschen an und hätten grosse Auswirkungen auf Kaufentscheidungen, sagte Häusel, der sehr unterhaltsam referierte und das Publikum mehrmals laut zum Lachen brachte.

Einige seiner Tipps für Marketing- und E-Business-Fachleute:

– Menschen haben unterschiedliche Persönlichkeitsstrukturen, die sich durch die drei Hauptemotionsfelder Stimulanz, Dominanz und Balance definieren. Unternehmen müssen darum darauf achten, dass sie ihre unterschiedlichen Kundentypen auch gezielt ansprechen.

– Marken sollten eine emotionale Botschaft vermitteln. Wer etwa Lebensversicherungen oder Medikamente verkauft, muss darauf achten, dass seine Website Werte wie Gesundheit, Sauberkeit und Verlässlichkeit ausstrahlt. Wer hingegen Sportwagen oder Outdoor-Produkte anbietet, sollte eher Eigenschaften wie Mut, Freiheit oder Risikofreude vermitteln.

– Unternehmen sollten es vermeiden, bei ihren Kunden mit der Website oder dem Markenauftritt negative Emotionen auszulösen – oder gar keine Emotionen. «Alles, was keine Emotionen auslöst, ist für unser Gehirn sinn-, wert- und bedeutungslos», sagte Häusel.

– Der Mensch und des menschliche Gehirn denken nicht gerne – weil es anstrengend ist. Wer ein Produkt bewirbt, sollte es dem Adressaten darum so einfach wie möglich machen. Der erste Eindruck zählt! Wichtig ist laut Häusel das Gefühl, dass ein Unternehmen beim Kaufprozess beim Kunden auslöst. Es sei darum sinnvoll, Angebote zu emotionalisieren.

– Ein positives Beispiel ist Booking.com. Die Seite ist vollgepackt mit Dingen, die Emotionen auslösen und zu einer Buchung anregen. Häusel nannte folgende Elemente: «X Personen schauen sich gerade diesen Artikel an», «Dieses Angebot ist gerade sehr gefragt», «Dieses Angebot wurde heute schon x-mal gebucht», positive Community-Bewertungen, zeitlich limitierte Rabatte.

– Das menschliche Gehirn ist laut Häusel bei analogen Dingen geduldiger als bei digitalen. Es sei darum umso wichtiger, dass man den Kunden im Web nicht zu stark auf die Folter spanne.

– Im DACH-Raum gibt es rund 29 Prozent Harmonizer, 13 Prozent Offene, 13 Prozent Hedonisten, 6 Prozent Abenteurer, 10 Prozent Performer, 10 Prozent Disziplinierte, 19 Prozent Traditionalisten. Unternehmen sollten sich intensiv mit diesen Persönlichkeitsstrukturen beschäftigen und dann entscheiden, welche Gruppe sie wie ansprechen.

Siroop – das Schweizer Zalando?

Am Ende des Tages präsentierte Ralf Wölfle von der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW den E-Commerce Report 2016, die einzige Schweizer B2C-E-Commerce-Studie aus Anbietersicht.

Wölfle erwähnte auch den neuen Online-Marktplatz Siroop. «Das ist ist in der Schweiz in diesem Jahr das spannendste E-Commerce-Projekt, vielleicht sogar in diesem Jahrzehnt», sagt er im persönlichen Gespräch mit der Redaktion. Das Unternehmen lebe eine Start-up-Kultur, mit viel Dynamik, Kompetenz und Mut zum Risiko. «Das Team rund um Constantin Hilt geht mit sehr hohem Tempo voran, ohne Angst, auch mal einen Fehler zu machen. Das ist für die Schweiz aussergewöhnlich.»

Das Vorbild für die Etablierung der Marke Siroop müsse Zalando sein, sagte Wölfle. Zalando sei es gelungen, seinen Brand in Rekordzeit populär zu machen. Siroop sei ein sehr ambitioniertes Projekt. Es sei erstaunlich, dass nun ein Newcomer den Lead übernehme, da andere Player im Markt eigentlich bessere Voraussetzungen gehabt hätten. Etwa Ricardo, dessen Marke hierzulande bereits sehr bekannt sei. (Netzwoche)
 

netzwoche

Martschini.ch: «My Puglia, My Fasano»

Ludek Martschini unternahm im November 2015 eine kreative Reise nach Apulien in das Design Resort von Caroline Groszer «Masseria Alchimia». Daraus ergab sich ein Auftrag, die Gestaltung einer individuellen Reisekarte umzusetzen.

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Ludek Martschini gestaltete und illustrierte einen Ausschnitt der Landkarte Apuliens und die Karte für die Stadt Fasano. Unterstützt wurde die Karte durch Illustrationen seiner Eindrücke aus Apulien. Diese individuelle Reisekarte wurde speziell für die Feriengäste von «Masseria Alchimia» realisiert.

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Verantwortlich bei Masseria Alchimia, Apulien, Italien: Caroline Groszer, Masseria-alchimia.it, Palazzina-alchimia.it. Verantwortlich bei Martschini.ch: Ludek Martschini (Gestaltung + Illustrationen).

Cannes Lions vermeldet Einreicherekord

43'101 Einreichungen verbucht das Festival Cannes Lions 2016. Das sind sieben Prozent mehr als letztes Jahr – und so viele, wie noch nie.

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18 von 24 Lion-Kategorien weisen dieses Jahr mehr Einreichungen auf als bei der letztjährigen Ausgabe. Die Product Design Lions verbuchen eine Zunahme von 92 Prozent. Im Aufwind befinden sich auch die drei Nebenfestivals Lions Health, Lions Innovation und Lions Entertainment. Die Entertainment Lions (früher: Branded Contend & Entertainment) wuchsen um 32 Prozent auf 1843 Einreichungen. Die neue Kategorie Lions for Music generierte im ersten Jahr 637 Einreichungen.

Zum Teil deutliche Rückgänge hingegen weisen die Cyber Lions, die Film Lions, die Media Lions, die Print & Publishing Lions und die Radio Lions auf.

Das diesjährige Cannes Lions International Festival of Creativity findet vom 18. bis 25. Juni 2016 statt. Gleichzeitig finden die Nebenfestivals Lions Health (18-19. Juni); Lions Innovation (21.-22. Juni); Lions Entertainment (23.-24. Juni) statt. Die Werbewoche ist auch dieses Jahr vor Ort und deckt auf Werbewoche.ch alle Neuigkeiten rund um das Festival ab. (hae)
 

  2015 2016
Creative Data Lions 619 715
Creative Effectiveness Lions 160  109
Cyber Lions 3,738 2,886 
Design Lions 2,409 2,857
  – 1,150
Direct Lions 2,813 3,097
Entertainment Lions 1,394 1,843
Entertainment Lions for Music – 637
Film Lions 3,070 2,801
Film Craft Lions 2,205 2,315
Glass: The Lion for Change 166 155
Health & Wellness Lions 1,430 2,024
Innovation Lions 226 381
Integrated Lions – 279
Media Lions 3,179 2,986
Mobile Lions 1,246 1,259
Outdoor Lions 5,037 5,365
Pharma Lions 432 583
PR Lions 1,969 2,224
Print & Publishing Lions 4,470 3,775
Product Design Lions 280 538
Promo & Activation Lions 3,196 3,458
Radio Lions 1,720 1,410
Titanium Lions 374 254
TOTAL 40,133 43,101

Kreienbühl und Vogler: Wenn die Buchhaltung von der Arbeit ablenkt

Kreienbühl und Vogler hat eine neue Kampagne für die Lohnbuchhaltung von Swissdec kreiert.

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Jedes Jahr wenden Schweizer Unternehmen wertvolle Arbeitszeit für die Buchhaltung auf. Formulare müssen ausgefüllt werden, um Lohndaten an Ausgleichskassen, Versicherungen und die Steuerverwaltung zu schicken. Mit einer Swissdec-zertifizierten, elektronischen Lohnbuchhaltung wäre dies nicht der Fall. Denn mit ihr werden die Daten elektronisch per Mausklick übermittelt.

Für Schweizer KMUs stellt die Buchhaltung eine richtige Belastung dar. Vor allem dann, wenn man sich auf das Kerngeschäft konzentrieren sollte, man aber immer wieder abgelenkt wird. Dieser Insight wird in der von Kreienbühl und Vogler Werbeagentur entwickelten Kampagne dramatisiert, indem die Buchhaltung als Ablenkung im Arbeitsalltag sichtbar gemacht wird. Die Kampagne ist ab sofort in diversen On- und Offline-Medien zu sehen.

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Verantwortlich beim Verein Swissdec: Ernst Stalder (Geschäftsführer), Christoph Rothenbühler (Leiter Technische Kommission), Marlis Fehr (Stv. Geschäftsführerin), Ralph Heidemann (Kommunikationsberater Suva). Verantwortlich bei Kreienbühl und Vogler Werbeagentur: Marco Donada, Reto Vogler, Oli Kreienbühl, Fabian Schiltknecht; Visualeyes International (Produktion); Carioca Studio (Fotografie, Film und CGI).
 

Seven setzt Galaxy S7 Edge bei Live-Konzert in Szene

Die lichtstarke Kamera des Galaxy S7 Edge ermöglicht gestochen scharfe Bilder auch abseits des Scheinwerferlichts. Den Beweis dafür lieferten Samsung und Equipe bei einem Live-Konzert von Seven im Zürcher Kaufleuten.

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Mit Hilfe eines Galaxy S7 Edge und gemeinsam mit seinen Fans drehte der Soul-Star ein mitreissendes Musikvideo.

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Als «Besitzer Nr. 7» der integrierten Launchkampagne «#GalaxyJourney» liess Seven eine Reggae-Interpretation seines Hits «Lisa» vom Publikum mit einem Galaxy S7 Edge filmen. Dabei wurde Seven von seinen Fans auch im Halbdunkeln ins beste Licht gerückt, wie ein aus der Aktion entstandenes Musikvideo beweist. Das Bildmaterial des Live-Konzerts dient zudem für weitere Werbemassnahmen im Rahmen der «#GalaxyJourney». Im Zentrum der Launchkampagne steht das Galaxy S7 Edge selbst, auf dessen Reise wechselnde Besitzer immer wieder Aussergewöhnliches erleben. Auf der Kampagnenmicrosite Galaxy-journey.ch kann die Community die Abenteuer des Galaxy S7 Edge mitverfolgen und dabei alle Features des neuen Smartphones erleben.

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Verantwortlich bei Samsung: Anja Olsson (Head of Marcom), Allan Haverman (Marcom Specialist). Verantwortliche Agentur: Equipe.

 

Neue Konkurrenz für Twint

Der Markt für kontaktloses Zahlen ist im Umbruch. Vor kurzem erst haben Twint und Paymit ihre Fusion angekündigt. Diese Woche lanciert Swatch in der Schweiz die Bezahluhr Bellamy.

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Und mit Apple Pay mischt hierzulande bald ein internationales Schwergewicht mit. In Europa kann der Bezahldienst Apple Pay derzeit erst in Grossbritannien genutzt werden. Demnächst soll der Markteintritt auch in Frankreich und der Schweiz erfolgen (Werbewoche.ch berichtete). Mit Apple Pay bezahlen können zunächst Kunden der Kreditkartenfirmen Visa und Mastercard, die eine Karte von Bonuscard, Cornèrcard und Swiss Bankers besitzen, wie Apple am Dienstag auf seiner Internetseite bekanntgab. Wann genau Apple Pay in der Schweiz startet, ist aber noch unklar. Gemäss Mitteilungen von Visa und Mastercard soll es «im Sommer» soweit sein. Laut Medienberichten, die sich auf Aussagen des Software-Chefs von Apple an der Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco beziehen, müssen sich die Schweizer Kunden aber noch «ein paar Monate» gedulden.

Kontaktloses Zahlen immer beliebter

Bei Apple Pay muss eine Kreditkarte hinterlegt werden. Danach funktioniert das Handy, wie beim kontaktlosen Bezahlen mit der Kreditkarte. Der Dienst wird also an allen Kassen genutzt werden können, die mit Funkterminals des Near-Field- Communication-Standards (NFC) ausgestattet sind: Neben Migros und Coop ist dies auch bei Aldi, Lidl, Spar sowie bei den Valora-Ketten K Kiosk und Avec. der Fall. Gemäss Stefan Holbein, Länderchef von Visa Europe Schweiz, ist die Schweiz geradezu prädestiniert für die Bezahlung via Smartphone. Im Mai seien hierzulande bereits 11,3 Prozent aller Visa-Transaktionen kontaktlos abgewickelt worden. Vor einem Jahr waren es erst halb so viele gewesen. Schon heute seien zwei Drittel aller Visa-Terminals in der Schweiz mit der NFC- Technologie ausgerüstet. 2020 soll der Standard dann bei allen Terminals verfügbar sein, sagte Holbein an einer Telefonkonferenz am Dienstag.

Konkurrenz für Twint

Der Markteintritt von Apple Pay dürfte für die Schweizer Bezahl-App Twint, die im Herbst mit dem Konkurrenzprodukt Paymit zusammengeschlossen wird, zum Lackmustest werden. Für die Lösung von Apple spricht, dass die Schweiz mit einem Marktanteil von gut 50 Prozent ein eigentliches iPhone-Land ist. Obgleich die neusten Modelle NFC an Bord haben, verweigert Apple den App-Entwicklern bis anhin den Zugriff auf die Schnittstelle. Der Hersteller erlaubt nur Apple Pay die Kommunikation via NFC. Deshalb müssen Twint und Paymit bis auf weiteres auf andere Technologien ausweichen. Bei Paymit etwa muss ein QR-Code eingescannt werden. Bei Twint werden Zahlungen über Bluetooth an einem eigenen Terminal an der Ladenkasse abgewickelt. Für den Fall, dass Apple seine Politik ändert, ist die neue Twint-App aber gerüstet: Die Lösung soll technologieoffen konzipiert werden und kann auch die Funktechnologie NFC integrieren.

Bollwerk gegen Apple

Dennoch muss sich Twint vor Apple Pay nicht verstecken. Hinter dem fusionierten Dienst stehen mit der UBS, Credit Suisse, Postfinance, Raiffeisen und ZKB die fünf grösstem Schweizer Banken, mit Coop und Migros die beiden grösstem Detailhändler und mit der Swisscom der grösste Telekomanbieter der Schweiz. Twint zeigt sich in einer Mitteilung denn auch einigermassen gelassen, was die neue Konkurrenz betrifft. Der Wettbewerb werde begrüsst, heisst es. Dies werde die Nutzer für mobiles Zahlen weiter sensibilisieren. In der Mitteilung wird zudem betont, dass Twint unabhängig vom Betriebssystem des Smartphones genutzt werden kann. Apple Pay dagegen funktioniert nur mit einem Apple-Betriebssystem. Neben dem iPhone ist das Bezahlen auch mit dem iPad und der Apple Watch möglich.

Neue Konkurrenz im Anmarsch

Doch Apple ist nicht der einzige neue Wettbewerber von Twint. Am Donnerstag startet der Uhrenriese Swatch in der Schweiz mit der Bezahluhr Bellamy. Wie Apple Pay nutzt auch Bellamy die NFC-Technologie. Vergleichbar mit einer kontaktlosen Kreditkarte muss die Uhr lediglich ans Kassenterminal gehalten werden. Der Umweg über das Öffnen einer App entfällt. Auf die gleiche Technik setzt Mondaine. Im Spätsommer will der Schwyzer Uhrenhersteller eine erste Kollektion mit Bezahlfunktion auf den Markt bringen. Zudem dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis auch der Smartphone- Weltmarktführer Samsung mit seinem Bezahlangebot in die Schweiz kommt. Am Donnerstag steht der Marktstart in Singapur an. Bereits verfügbar ist der Dienst in den USA, Südkorea, China und Spanien. (SDA)

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Bild: Swatch.com

15-Jähriger moderiert «Glanz & Gloria»

Eine Woche lang wird der 15-jährige Tom Surbeck aus Uster das People-Magazin «Glanz & Gloria» moderieren. SRF hat die Sendung zu diesem Zweck jugendgerecht (?) auf «G&G voll fresh» umbenannt.

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Ende April rief «Glanz & Gloria» Jugendliche dazu auf, sich zu melden, wenn sie im Herbst 2016 eine Woche lang das People-Magazin von SRF gestalten wollen. Innert kürzester Zeit bewarben sich 120 Interessierte für ein Casting, 40 nahmen Ende Mai daran teil. Nun hat sich die Redaktion für zwölf Bewerberinnen und Bewerber entschieden. Moderator wird Tom Surbeck, 15, aus Uster ZH.

Er ist 15 Jahre alt, besucht die Kantonsschule, spielt Unihockey und kommt aus Uster ZH. Und er hat ein grosses Ziel: Eines Tages möchte er als Radio- oder Fernsehmoderator arbeiten. «Genau deshalb habe ich mich für «G&G voll fresh» beworben – das ist die perfekte Gelegenheit, meinem Traum ein Stück näher zu kommen», freut sich Tom Surbeck. Der Zürcher wird vom 10. bis 14. Oktober 2016 während einer Woche für «Glanz & Gloria» vor der Kamera stehen. Paola Biason, Redaktionsleiterin «Glanz & Gloria»: «Tom kam rein – und alles war klar. Er ist sympathisch, clever und wortgewandt. Ich bin jetzt noch perplex, dass ein 15-Jähriger ein TV-Casting so souverän meistern kann.»

Auch hinter der Kamera werden eine Woche lang kreative Jugendliche am Werk sein – ob als Redaktoren, Reporterinnen oder Kameramänner. Mit dabei sind Angéline Reichenbach, 14, aus Adlikon ZH, Balz auf der Maur, 16, aus Oberwil ZG, Joana Hirt, 14, aus Würenlingen AG, Jan Signer, 14, aus Gossau SG, Malin Ackermann, 14, aus Dielsdorf ZH, Luca Fischlin, 15, aus Luzern, Maurus Rothen, 14, aus Münsingen BE, Max Felner, 14, aus Zwillikon ZH, Leana Flückiger, 14, aus Leimiswil BE, Tristan Scherer, 15, aus Wettingen AG und Viktoria Agnes Heutschi, 14, aus Riggisberg BE.

In dieser Zeit bekommt das People-Magazin mit «Glanz & Gloria voll fresh» auch einen neuen Namen. Das Sendekonzept bleibt bestehen, berichtet wird aber aus dem Blickwinkel der Jugendlichen. Sie wählen die Themen und Protagonisten, kreieren die Beiträge von A bis Z und moderieren schliesslich die Sendung.

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Kundennähe ist der entscheidende Erfolgsfaktor

Der E-Commerce-Report Schweiz untersucht seit 2009 Stellenwert, Wandel und Trends des Schweizer Onlinehandels – als einzige Studie aus Sicht der Anbieter. Realisiert wird die Befragung von Datatrans und der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW.

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Digitalisierung und Einflüsse aus dem Ausland treiben die Handelslandschaft
Die Informations- und Warenflüsse zwischen Herstellern, Händlern und Konsumenten verändern sich weiter. Immer mehr Vertriebsformen entstehen und wetteifern miteinander. Internet und Digitalisierung bringen weitere, innovative Geschäftskonzepte hervor. Auslandsmärkte üben Druck auf die Schweiz aus, sowohl auf den traditionellen Einzelhandel als auch auf den E-Commerce. Markenhersteller wollen ihre Markenwelten besser zum Endkunden bringen und übernehmen auch klassische Handelsfunktionen. Für alle Formen des Handels wird eine Funktion immer wichtiger: die Schaffung von Zugängen zu Kunden.

Anspruchsvolle Situation im Schweizer E-Commerce

Auch wenn der Onlinehandel im Jahr 2015 um weitere 10 Prozent zulegte, für manche Anbieter war es ein schwieriges Jahr. Die Wachstumsraten der Studienteilnehmer lagen tiefer als in früheren Jahren. Etwa ein Drittel musste sogar einen Umsatzrückgang hinnehmen. Einer der Gründe dafür ist der starke Wettbewerb, insbesondere aus dem Ausland. Der Marktanteil ausländischer E- Commerce-Anbieter wuchs 2015 um zwei Prozentpunkte auf beachtliche 20 Prozent – wobei erhebliche Unterschiede zwischen den Branchen bestehen. Auch Anpassungen am Geschäftskonzept können zunächst einen Umsatzrückgang bewirken. «Rentabilität und Nachhaltigkeit sind wichtiger geworden», erklärt Studienautor Wölfle. «Schweizer Unternehmen setzen im E-Commerce nicht mehr blind auf Wachstum.»

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Kanalübergreifende Geschäftskonzepte weiterhin von hoher Bedeutung

Anbieter, die die Möglichkeit dazu haben, treiben Multichannel-Konzepte voran. Die Kundenähe stationärer Kontaktpunkte soll auch im Kontext des E- Commerce als Vorteil ausgespielt werden. Stärker als in den Vorjahren öffnen sich auch Pure-Player für stationäre Konzepte. Sie wollen mehr Visibilität erreichen und lokale Services wie Abholstellen oder Service Points einrichten. Nicht zuletzt durch den massiven Roll-out von 290 PickMup-Abholstationen der Migros-Gruppe glauben zwischenzeitlich 80 Prozent der Studienteilnehmer, dass sich Pick-up-Lösungen im Markt etablieren werden. Erste Anbieter versuchen, die beschränkten Sortimente in ihren Filialen durch einen Zugriff auf Onlinesortimente zu erweitern.

Logistik als Differenzierungsmerkmal

Schweizer Anbieter wollen auch in der Logistik von ihrer physischen Nähe zum Kunden profitieren: Sie können schneller liefern als ausländische Wettbewerber und leichter Abholmöglichkeiten einrichten. Viele Anbieter investieren erheblich in die Logistik. Nach einer Verkürzung der Lieferzeit rücken nun die Möglichkeiten zur Bestimmung von Lieferzeit und –ort durch den Kunden in den Vordergrund. Die Einbindung verschiedener, bausteinartiger Serviceleistungen und –partner, etwa für Montage, Inbetriebnahme und Entsorgung, bietet Kunden individuelle Auswahlmöglichkeiten.

Neuer Schub im Payment

Die Bestellung einer kaufbereiten Person darf nicht durch eine Barriere beim Bezahlvorgang gefährdet werden. Das ist die wichtigste Anforderung an Zahlungslösungen. Es folgt der Ruf nach mehr Einfachheit, auch auf dem Smartphone, und niedrigeren Kommissionen für die Anbieter. Während der Einzelhandel bisher weitgehend in seinen bereits in die Jahre gekommenen Lösungen verharrt, haben Dienstleistungsbranchen wie der öffentliche Verkehr grosse Fortschritte erzielt. Dieser ist mit mobilen Ticketverkaufslösungen und automatisiertem Zahlungsprozess äusserst erfolgreich: «Mit zwei Klicks auf dem Smartphone ein Billett kaufen».

Amazon als Ansporn des Behauptungswillens

In vielen Ländern ist Amazon die erste Anlaufstelle für Onlineshopping. Das Angebot ist riesig und die Logistikleistungen sind spektakulär. In der Schweiz fehlt bis heute ein entsprechendes Pendant: Als B2C-Marktplätze befinden sich ricardo.ch und siroop sozusagen in einer Stunde null. siroop – derzeit vielleicht das aufregendste E-Commerce-Projekt der Schweiz – legt als Start-up ein beachtliches Tempo vor. Amazon wird gefürchtet: Was hätten Schweizer Anbieter Amazon entgegenzustellen? Eine Drei-Viertel-Mehrheit des Studienpanels ist der Meinung, dass ein starker Schweizer B2C-Onlinemarktplatz gut für die Schweiz wäre, um das Geschäftsfeld nicht einfach Amazon zu überlassen.

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Zwei Onlinewarenhäuser auf dem Vormarsch

Digitec Galaxus erzielte 2015 einen Umsatz von fast 700 Mio. Franken und ist seither der grösste Schweizer E-Commerce-Anbieter für Konsumgüter. Neben Galaxus kann auch BRACK.CH wegen ihres sortimentsübergreifenden Angebots als Onlinewarenhaus bezeichnet werden. Beiden wird zugetraut, auch in einem verschärften Wettbewerb mit Amazon bestehen zu können. Aber über ihr eigenes Potenzial hinaus entfalten sie für den Schweizer E-Commerce keinen Hebel, Amazon etwas entgegenzustellen – sie sind eben keine Onlinemarktplätze.

Markenhersteller ergreifen die Initiative

Markenhersteller beanspruchen eine aktivere Rolle in der Beziehung zu Endkunden. Sie müssen das tun: Der traditionelle Handel verliert an Gewicht und Markenfans verlangen einen direkten Zugang. Markenhersteller wollen ihre Markenwelt über die traditionelle Distribution hinaus ausdehnen. Konflikte mit dem Handel sind programmiert, aber nicht zwingend. Die Arbeitsteilung ist neu auszuloten. Aber es gibt keine Alternative dazu, die Vielfalt der Kundenanforderungen und das Nebeneinander unterschiedlicher Bezugswege zu akzeptieren.

Der Handel wird auch in Zukunft gebraucht

Auch wenn sich Marken stärker im Vertrieb an Endkunden engagieren, der Handel wird für die meisten auch zukünftig ein unentbehrlicher Partner sein. Hersteller brauchen einen leistungsfähigen Handel, der ihnen Aufmerksamkeit in seinem Kundensegment verschafft (Reichweite), der sich auf geeignete Weise für ihre Produkte einsetzt (Promotion), der die Markenpolitik nicht untergräbt und bei Bedarf stellvertretend für die Marke mit den Kunden kommuniziert und deren Anliegen bedient (Service). Das mit Abstand wichtigste Asset eines Händlers ist sein Zugang zu den Konsumenten. «Beinahe alle Produkte und Leistungen sind an mehreren Stellen gleichzeitig verfügbar», so Studienautor Wölfle. «Für die Verkäufe entscheidend wird sein, wer den Zugang zu den Kunden hat.»

Themen im E-Commerce-Report Schweiz 2016

– Standortbestimmung für den Schweizer E-Commerce im Jahr 2016
– Aktivitätsschwerpunkte im Jahr 2016
– Entwicklung von Onlinemarktplätzen und Onlinewarenhäusern
– Digitalisierung und Auslandsmärkte als Treiber des Strukturwandels
– Jahresschwerpunkt: Herstellerdirektvertrieb
– Ausblick für den Schweizer E-Commerce für fünf Jahre auf 2021 


Die Studie ist kostenlos verfügbar unter: 
E-commerce-report.ch/bestellungen

Ziel

Der E-Commerce-Report Schweiz untersucht jährlich Stellenwert, Wandel und Trends des vernetzten Handels – als einzige Schweizer Studie aus Sicht der Anbieter.

Methodik

– Langzeitstudie, jährlich wiederholt, seit 2009
– Empirisch,primärqualitativ
– Erhebung: Expertengespräche und Fragebogen
– Erhebungszeitraum: 7. Januar bis 18. März 2016 
Stichprobe
– 36 potenziell marktprägende Online- und Multichannel-Anbieter von Konsumgütern und Dienstleistungen mit Sitz in der Schweiz
– ZusammenrepräsentierensieeinE-Commerce-Volumenvonüber4.5Mrd.CHF
– Auswahlkriterien:mehrjährigerErfolgsausweisimE-Commerce,Bedeutungin 
der Branche, Neuigkeitsgrad des Geschäftsmodells
– Liste der Studienteilnehmer

Realisation: 
Institut für Wirtschaftsinformatik der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW im Auftrag von 
Datatrans, dem führenden Schweizer Spezialisten für Internet-Zahlungen.
 

Seed: Neuer Imagefilm für Pax

Seed hat in Zusammenarbeit mit Ramstein Ehinger Associates den neuen Pax Imagefilm realisiert.

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Pax bringt Vorsorge auf den Punkt. Nah am Kunden, einfach zu verstehen und auf das Wesentliche reduziert. Genauso kommuniziert Pax mit ihrem neuen Imagefilm. Der neue Imagefilm orientiert sich an der eigenständigen Bildsprache, die Pax seit der Lancierung ihres neuen Markenauftritts im 2014 pflegt. Kurz und bündig und mit einem Augenzwinkern bringt ein Präsentator Pax auf den Punkt. Eingesetzt wird der Film im Rahmen von Präsentationen, Anlässen sowie online.

Verantwortlich bei Pax: Nicolas Bopp (Leiter Marketing). Verantwortlich bei Ramstein Ehinger Associates: Ralph P.B. Ehinger (CD), Christian Theiler (AD). Verantwortlich bei Seed Audio-Visual Communications: Felix Courvoisier (Produzent), Mats Frey (Drehbuch, Regie), Jan Mettler (Kamera), Schnitt (Cécile Welter), Jingle Jungle (Musik, Sound Design & Mischung), Bettina Frymerman (Produktionsleitung).

 

Alpha 245: 5:0 für Jumbo Baumarkt

Pünktlich zum Anpfiff der Fussball-Europameisterschaft 2016 punktet der blaue Elefant mit einer Offensive im Plakatformat.

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Die fünf Sujets in den Grössen F12 und F200 setzen auf das bewährte Zusammenspiel von Angebot und Headline. Zusätzlich punkten sie diesen Sommer mit Fachbegriffen aus der Fussballwelt. Und treffen bei der Kicker- und Do-it-Fangemeinde souverän ins Schwarze.

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Verantwortlich bei Jumbo-Markt Schweiz: Jérôme Gilg (CEO), Fabian Rauber (Leiter Marketing). Verantwortlich bei Alpha 245: Patrick Senn, Patrick Beeli (CD), Patrick Bucher (Text), Barney Rees (AD), Sylvia Kohler, Inma Mendiola (Beratung), Gesamtverantwortung (Walter Tagliaferri).

 

Mobiler Internetkonsum steigt weltweit um 28 Prozent

Laut den Media Consumption Forecasts von Zenith werden wir in diesem Jahr weltweit um 27,7 Prozent mehr Zeit im mobilen Internet verbringen und damit für einen insgesamt um 1,4 Prozent höheren Medienkonsum sorgen.

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Die Nutzung aller anderen Medien – darunter auch Desktopinternet – wird im gleichen Zeitraum um 3,4 Prozent zurückgehen.

Diese zum zweiten Mal erscheinende jährliche Ausgabe der Media Consumption Forecasts untersucht das sich ändernde Nutzungsverhalten beim Medienkonsum und prognostiziert die sich daraus ergebenden zeitmässigen Auswirkungen für die einzelnen Medien zwischen 2016 und 2018. Der Bericht untersucht die mit dem Lesen von Zeitungen und Zeitschriften, Fernsehen, Radiohören, Kinobesuchen, Internetnutzung und Betrachten von Aussenwerbung verbrachte Zeit ausser Haus. Diese Ausgabe umfasst 71 Länder in der ganzen Welt; im Vorjahr waren es 65.

71 Prozent mobiler Internetkonsum

Anfang dieses Jahrzehnts stieg die Desktop-Internetnutzung rasant und erreichte 2014 mit 52 Minuten pro Tag ihren Höchstwert, nachdem es 2010 noch 36 Minuten täglich waren. Der Umstieg von immer mehr Menschen auf Mobilgeräte führt aber zu einem Rückgang bei der Desktopnutzung. 2015 nutzten erstmals mehr Menschen das mobile Internet als das Desktopinternet. Und für das heurige Jahr prognostizieren wir, dass die Menschen weltweit durchschnittlich 86 Minuten pro Tag das mobile Internet nutzen und 36 Minuten das Desktopinternet. Das bedeutet, 71 Prozent des Internetkonsums erfolgen mobil. Nach Regionen betrachtet ist der mobile Internetkonsum im Asien-Pazifik-Raum mit 73 Prozent am höchsten, knapp gefolgt von Nordamerika mit einem Anteil von 72 Prozent.

Mobiles Internet boomt, alle anderen Medien verlieren

Die zunehmende Nutzung des mobilen Internets geht auf Kosten aller anderen Medien. In diesem Jahr verbringen wir laut unseren Prognosen durchschnittlich um 27,7 Prozent mehr Zeit im mobilen Internet und um 15,8 Prozent weniger Zeit im Desktopinternet. Alle traditionellen Medien werden 2016 Marktanteile einbüssen: Kino um 0,5 Prozent, Outdoor-Medien um 0,8 Prozent, Fernsehen um 1,5 Prozent, Radio um 2,4 Prozent, Zeitungen um 5,6 Prozent und Zeitschriften um 6,7 Prozent .

Achtung: Diese Zahlen beziehen sich nur auf die Zeit, die wir diese Medien in ihrer klassischen Form nutzen – Printtitel und Fernsehsender und Radiostationen. Einen Grossteil ihrer Zeit im Internet verbringen Konsumenten mit Inhalten, die von klassischen Verlagen und Sendeanstalten produziert werden. Eigentümer von traditionellen Medien haben in grossem Umfang in die Online-Erweiterung ihrer Marke investiert und einige von ihnen haben im Internet ein grösseres Publikum als ihre Offline-Produkte je hatten. Die zunehmende mobile Internetnutzung bietet für klassische Verlage und Sendeanstalten sowohl Chancen als auch Gefahren.

Mobiles Internet lässt Medienkonsum weiter steigen

Die immer stärkere Nutzung des Internets (zuerst Desktop, jetzt mobil) liess zwischen 2010 und 2015 den Medienkonsum insgesamt um 7,9 Prozent steigen, und zwar von 403 Minuten pro Tag auf 435 Minuten täglich. Das durchschnittliche jährliche Wachstum lag bei 1,5 Prozent und für 2016 prognostizieren wir weitere 1,4 Prozent Wachstum. Für 2017 erwarten wir ein Wachstum von 1,2 Prozent, gefolgt von nur 0,4 Prozent Wachstum im Jahr 2018, wenn die mobile Nutzung abzuflachen beginnen wird. 2018 rechnen wir weltweit mit einer Mediennutzung von durchschnittlich 448 Minuten täglich.

Fernsehen weiterhin weltweit dominierend

Trotz der jüngsten rückläufigen Zahlen bleibt das klassische Fernsehen weltweit auch weiterhin mit grossem Abstand das beliebteste Medium und lockte 2015 die Menschen täglich 177 Minuten vor den Fernseher. An zweiter Stelle folgte der Internetkonsum mit täglich 110 Minuten. 2015 hatte Fernsehen einen Anteil von 41 Prozent am gesamten Medienkonsum. Für 2018 erwarten wir einen Anteil von immer noch 38 Prozent sowie einen Internetanteil von 31 Prozent.

«Die Mobiltechnologie verändert das Medienverhalten der Menschen weltweit und führt insgesamt zu einem höheren Medienkonsum», erklärt Frank-Peter Lortz, CEO Publicis Media DACH. «Eigentümer von klassischen Medien erhalten damit die Chance, bis dahin für sie unerreichbare Menschen und Orte zu erreichen, und Konsumenten können auf völlig neue Art interessante Inhalte finden und geniessen.»

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