Tamedia erhöht Gewinn und Umsatz

Bei der Mediengruppe Tamedia haben im ersten Halbjahr 2013 die steigenden Digitalerträge einen strukturellen Rückgang des Print-Geschäfts kompensiert. Der Umsatz bei den Printmedien ist um über 4 Prozent zurückgegangen.

Der Halbjahresumsatz stieg allerdings im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent auf 536,8 Millionen Franken. Dies teilte Tamedia am Donnerstag in einem Communiqué mit. Parallel zum Umsatz ist auch der Betriebsgewinn Ebit gestiegen.

Die Ebit-Marge beträgt 11,9 Prozent (Vorjahr 11,7 Prozent). Unter dem Strich resultierte ein Ergebnis der weitergeführten Bereiche von 54,8 Millionen Franken (Vorjahr: 53,4 Millionen Franken). Dies entspricht einer Zunahme von 2,6 Prozent. Im Gegensatz zum Vorjahr bestehen jedoch per Bilanzstichtag keine nicht weitergeführten Bereiche mehr, wie Tamedia weiter schreibt. Das Gesamtergebnis inklusive nicht weitergeführter Bereiche sei deshalb mit 54,7 Millionen Franken tiefer als im Vorjahr mit 67,8 Millionen Franken.

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Der Umsatzrückgang im Print National sei im Wesentlichen auf die Pendlerzeitung 20 Minuten, 20 minutes, die Frauenzeitschrift Annabelle und die Sonntagszeitung zurückzuführen, so Tamedia.

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Das Geschäftsfeld Digital weise einen Umsatzsprung um 81,1 Prozent von 61,8 Millionen Franken auf 111,9 Millionen Franken aus. Die erfreuliche Entwicklung sei insbesondere auf die erstmalige Berücksichtigung der Job Cloud (Anteil Tamedia zurzeit 62,9 Prozent) und von Fashion Friends (Anteil Tamedia 65,0 Prozent) während vollen sechs Monaten sowie die Erstkonsolidierung von Olmero/Renovero (Anteil Tamedia 92,8 Prozent) im April 2013 zurückzuführen. Auch die Newsplattformen 20 Minuten und Newsnet wiesen bei einer Umsatzsteigerung eine leichte Ergebnisverbesserung aus. Die Investitionen in den Ausbau der Verzeichnisplattform Search.ch schlugen sich in einer positiven Umsatzentwicklung nieder, während das Immobilienportal Homegate.ch Umsatz und Ertrag auf hohem Niveau halten konnte.

Tamedia rechnet im zweiten Halbjahr mit einem weiterhin rückläufigen Werbemarktumfeld für Printmedien, heisst es in der Mitteilung weiter. In den nächsten Monaten werde sich die Mediengruppe deshalb darauf konzentrieren, mit Umsatz- und Effizienzsteigerungsmassnahmen eine Ergebnisverbesserung in den Geschäftsfeldern Print Regional und Print National zu erreichen sowie weiter in digitale Angebote zu investieren.

Nach Zustimmung durch die Eidgenössische Wettbewerbskommission plant Tamedia die Übernahme von 75 Prozent der Anteile am Ticketvermarkter Starticket. Im Klein- und Autoanzeigenmarkt ist zudem eine Kooperation mit dem norwegischen Medienhaus Schibsted geplant, in die Tamedia Car4you.ch sowie Piazza.ch und Schibsted Tutti.ch einbringen wird.
 

Level Two lehrt Sparschweinchen das Fliegen

Im Auftrag von Renzen & Partner hat Level Two den TV-Spot «Kronenberger Fenster» produzierte. Das kleine Abenteuer des Sparschweinchens «Kroni» soll auf sympathische Art aufzeigen, dass man mit Kronenberger Kunststoff-Fenstern Energie und somit Geld sparen kann.

Level Two legte das Hauptaugenmerk, nebst Animation und Sounddesign, auf das Design von
«Kroni». Seine Latzhosen orientieren sich am Outfit der Kronenberger Mitarbeiter, so die Agentur. Der Raum und die Fenster wurden in der Agentur Renzen & Partner gedreht, wozu originale Kronenberger Kunststoff-Fenster eingebaut und ein Parkettboden ausgelegt wurden.

Verantwortlich bei Kronenberger Fenster: Christian Käser (CEO), Philippe Messmer (Verkaufsleiter Professional). Verantwortlich bei Renzen & Partner: Achim Kaufmann (Art Director), Alain Götschi (Account Executive). Verantwortlich bei Level Two: Daniel Wyss (Produzent), Gregor Rott (Regie/Motion Design), Simon Huber (DOP), Margit Gassner, Thomas Voss, Semir Saleh (3D Artist), Werner Haltinner (Sound Design).

 

Neue Eigentümerstruktur bei Linkgroup

Marc Lehmann hat seine Beteiligung an der Linkgroup wie geplant weiter ausgebaut und ist jetzt Mehrheitsaktionär. Jürg Trösch, der bisherige Mehrheitsaktionär, bleibt am Unternehmen substanziell beteiligt.

Wie bisher führen Marc Lehman und Jürg Trösch das Unternehmen gemeinsam als geschäftsleitende Partner. Dies schreibt die Linkgroup in einer Mitteilung vom Donnerstag. Mit der Übernahme eines weiteren Aktienpakets vom bisherigen Mehrheitsaktionär Jürg Trösch erhöhe Marc Lehmann, der langjährige Geschäftsleiter der Linkgroup, sein finanzielles Engagement am Unternehmen. Jürg Trösch, welcher die Firmengruppe aufgebaut habe, bleibe geschäftsführender Partner mit einer Minderheitsbeteiligung am Unternehmen.

Mit der neuen Eigentumsstruktur wolle man die Voraussetzungen für die Fortführung der seit Jahren erfolgreichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens schaffen, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Linkgroup ist auf die Realisation von elektronischen und gedruckten Medien spezialisiert, mit zirka 70 Mitarbeitenden und einem jährlichen Umsatz von rund 18 Millionen Franken. Als Verwaltungsräte und einzige Aktionäre tragen Marc Lehmann und Jürg Trösch gemeinsam die Verantwortung für den wirtschaftlichen Erfolg, die strategische Ausrichtung und die Weiterentwicklung des Unternehmens.

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Tamedia Paywall verzögert sich

Noch verschwinden die Inhalte auf den Internetseiten der Tamedia-Titel Tagesanzeiger und Bund nicht hinter der Bezahlschranke. Gemäss Konzernschef Christoph Tonini verzögert sich der Termin der geplanten Paywall leicht.

Sie soll nun Anfang 2014 hochgezogen werden. Ursprünglich hat Tamedia noch in diesem Jahr die Angebote auf den Newsnet-Seiten teilweise kostenpflichtig machen wollen. Am Donnerstag erklärte Tonini an einer Telefonkonferenz zum Halbjahresergebnis (Werbewoche.ch berichtete) die Verzögerung damit, dass die technische Umsetzung «anspruchsvoller als gedacht» sei. Es spiele schliesslich aber keine Rolle, ob die Paywall einige Monate früher oder später eingerichtet werde. Wichtig sei, dass sie von Anfang an funktioniere und benutzerfreundlich sei. Das jetzige Ziel einer Einführung in den ersten drei Monaten des kommenden Jahres sei aus heutiger Sicht aber realistisch.

Gemäss früheren Angaben wird die Paywall zuerst beim Internetportal des Tages-Anzeiger und danach bei allen anderen Regional- und Wochenzeitungen des Konzerns eingeführt. Die Angebote von 20 Minuten werden kostenlos bleiben. Mit den Bezahlschranken soll dem Ertragsrückgang bei den Printtiteln entgegengewirkt werden, wie Tonini am Donnerstag sagte. (uma/SDA)

 

Screen-up: Anmeldungen ab sofort möglich

Bereits zum 14. Mal veranstalten die TV-Vermarkter Publisuisse und Goldbach Media (Switzerland) gemeinsam die Screen-up – den Schweizer TV-Tag. Ab sofort besteht die Möglichkeit, sich kostenlos anzumelden.

Die Screen-up 2013 findet am 26. September im Kaufleuten Zürich statt. Der Anlass bietet einen Ausblick in die Zukunft des Schweizer Fernsehmarkts. Die Senderverantwortlichen aus der Schweiz und Deutschland verkünden da direkt, welche neuen TV-Formate ab Herbst on Air sind.

Die Screen-up beginnt um 13.30 Uhr mit einer Begrüssung der Veranstalter, um 14.00 folgt ein halbstündiger Talk bevor pünktlich um 14.30 Uhr die Sender-Screenings starten und zeigen, welche Formate im kommenden Jahr Emotionen auslösen sollen. Es folgt gemeinsamer Apéro mit Steh-Dinner im Anschluss, bevor der TV-Tag um 21.00 Uhr mit der Screen-up Party und einigen Überraschungen zu Ende geht.

Anmeldungen für die Screen-up vom 26. September 2013 im Zürcher Kaufleuten hier.

 

TBS & Partner wirbt für Homegate.ch

Homegate.ch hat nach der Online-Community «immotalk» die Homegate.ch-Online-Hypothek lanciert. Nun hat TBS & Partner hat für das Unternehmen eine Lancierungskampagne gestartet.

Mit der Headline «Hypotheken online abschliessen? Aber sicher!» will TBS & Partner die Kernbotschaft auf den Punkt bringen: Das Produkt ist in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank entstanden. In nur wenigen Schritten können Eigenheimbesitzer und solche, die es werden wollen, ihre Hypothek bequem von zuhause aus abschliessen. Ein besonderes Augenmerk legten die Verantwortlichen auf Transparenz und Sicherheit.

Im Mittelpunkt der Kampagne steht ein archetypisches Einfamilienhaus, das sich mit grosser Geschwindigkeit durch ein Netzwerkkabel bewegt – realisiert in einer für Homegate.ch charakteristischen, plakativen Bildsprache. Die Werbemittel umfassen Plakate, Inserate, Online-Banner und einen Flyer samt Give-Away, der im Rahmen einer schweizweiten Promotionsaktion an Pendler verteilt wird.

Verantwortlich bei Homegate.ch: Daniel Bruckhoff (Leiter Marketing), Marco Pavoni (Marketing Koordinator Produkte). Verantwortlich bei TBS & Partner: Jürg Neuenschwander (Executive Creative Director), Olivier Mentha (Beratung und Text), Thomas Geissberger (Design), Andreas Gloor (Polygrafie). Verantwortlich bei Frame Eleven: Marc Haas (Creative Director), Oliver Aemisegger (Art Director), Fabio Quaggiotto (3D Artist).

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Wirz: Mobiliar engagiert sich fürs Eidgenössische

Mit einem neuen TV-Spot im «Liebe Mobiliar»-Stil bewirbt Wirz das Engagement der Mobiliar als Königspartner des Eidgenössischen 2013 in Burgdorf (ESAF).

Im Spot wendet sich ein junger Mann an die Mobiliar, weil er sich – im Büro von Internet-Schwingfilmen inspiriert – von seinem Kollegen und Hobbyschwinger ein paar Griffe hat zeigen lassen wollen. Dummerweise haben die beiden zum Schwingen den Serverraum ausgewählt und sich so in eine etwas missverständliche Situation manövriert.

Christoph Ott, Leiter Werbung CI/CD bei der Mobiliar betont, dass man das Eidgenössische unterstützt, weil es der Schwingsport schafft, die traditionelle und die moderne Schweiz zu vereinen und er dieselben Werte wie die Mobiliar vertritt: Fairness, Tradition und regionale Verankerung. Das soll auch der neue TV-Spot zeigen: «Wir wollten bewusst keinen Spot im urchigen Umfeld drehen», sagt Andi Portmann, Creative Director bei Wirz, « sondern zeigen, dass der Schwingsport im Schweizer Alltag populär ist.»

Verantwortlich bei der Mobiliar: Christoph Ott (Leiter Werbung & CI/CD), Marianne Sterchi (Projektleiterin Werbung). Verantwortlich bei Wirz: Philipp Skrabal (ECD), Andi Portmann (CD), Hanning Beland, Florian Molinari (AD), Bianca Kury, Winfried Schneider (Text), Urs Hirschi, Yves Rückert, Stefan Schmid (Beratung). Verantwortlich bei Wirz: Fraefel Paal: Ernst Wirz (Regie), Stefan Fraefel, Gabi Benz. Ton: Jingle Jungle. Verantwortich bei PHD Schweiz: Peter Hüssy (Account Director).
 

//www.youtube.com/watch?v=mAW_i6cy08w

Goldbach Interactive: Pitch um BMC und Stromer gewonnen

Goldbach Interactive wird die internationalen Webauftritte der Schweizer Premium Bike-Hersteller BMC und Stromer neu realisieren. Die Agentur hat sich in einem Pitch gegen drei Mitbewerber durchgesetzt.

Neu wird die Agentur die neuen B2C-Websites für die Marken «BMC» und «Stromer», sowie eine spezielle B2B-Plattform für Händler konzipieren und umsetzen. Die neue Stromer-Website wird Anfangs 2014 live gehen, in einem späteren Schritt folgen die BMC-Website (Mitte 2014) sowie das B2B-Portal (Ende 2014).

Die vorgeschlagene Lösung für die B2C-Sites von BMC und Stromer soll den Nutzer zum König machen. Sie überzeugte im Pitch durch einen starken Fokus auf Design, Usability und User-Integration, so die Agentur in einer Mitteilung vom Donnerstag. Die Sites sollen in je sechs Sprachen übersetzt werden.
 

Serviceplan: Bereit für die Fünf?

Ammarkt führt Swica-Kampagne crossmedial weiter

Bereits in den vergangenen Jahren hat die Swica Gesundheitsorganisation in Zusammenarbeit mit Ammarkt eine klare Qualitätsstrategie festgelegt. Mit einer neuen Kampagne plant Swica diese Erfolgsstrategie über alle Kommunikationskanäle fortzusetzen.

Die Kampagne ist am 19. August 2013 gestartet. «Was ist für Sie die beste Medizin?», fragt Swica. So soll die Kampagne gleich zur Inspirationsquelle avancieren. Denn oft seien es kleine Dinge, so die Agentur, die uns gut tun: Ein Lächeln, das tägliche Treppensteigen oder auch mal die digitale Welt offline zu stellen sowie faire Konditionen, ehrliche Beratungsgespräche, Angebote für aktive Menschen, die einen gesunden Lebensstil geniessen – und qualitativ hochstehende medizinische Leistungen, wenn sie einmal in Anspruch genommen werden müssen. Genau das soll der neue TV-Spot thematisieren, für den Bastian Baker die Musik geliefert hat.

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Zudem wird Swica mit Anzeigen und Railposter für Privat- und Unternehmenskunden als der Partner für die beste Medizin verankert.

Für die Kampagne nutzt Swica auch ganz gezielt die digitalen Medien. So gelangt bei Beratungsgesprächen eine eigens entwickelte iPad-Beratungspräsentation zum Einsatz. Und über Social Media sowie die von der Agentur konzipierten Direct Mailings wie auch eine Online-Kooperationskampagne, die allesamt mit spezifischen Landing Pages verlinkt sind, will Swica den Dialog mit ihrer Zielgruppe pflegen.

Die Kampagne der St.Galler Agentur kommt im gesamten Corporate Publishing zur Anwendung.

Verantwortlich bei Swica Gesundheitsorganisation: Walter Lutz (Leiter Departement Markt), Michael Schneider (Leiter Marketing & Werbung), Helena Gubernale (Fachspezialistin Markenführung). Verantwortlich bei Ammarkt: Michael Schmid (Gesamtverantwortung), Ralf Kostgeld (Creative Direction), Erika Müller-Lusti (Beratung), Jan Walser, Nicole Bernhardsgrütter (Art Direction), Selin Hofer, Lukas Wüst (Grafik), Günter Kasel, Aron Herz (Text), Lea Hobi, Sandra Küng (Produktion Print), Adrian Schiess, Jeremy Zahner (Digital), Thomas Zellweger (Media). TV-Produktion: Shining Pictures. Regie: Luki Frieden. Kamera: Holger Diener. Ton: Hastings, Zürich. Fotografie: Eva Bozzo.

 

//www.youtube.com/watch?v=kLOp2BDT3ic

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Radio- und TV-Gebühren: Haushalte sollen sich abmelden können

Die Vorschläge des Bundesrates für geräteunabhängige Radio- und TV-Gebühren bleiben umstritten. Die zuständige Nationalratskommission möchte, dass sich Haushalte abmelden können - unter welchen Voraussetzungen, ist noch offen.

Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrates (KVF) habe sich in einem Grundsatzentscheid für ein «Opting out» ausgesprochen, teilten die Parlamentsdienste am Dienstag mit. Damit könnten Haushalte ohne Empfangsgerät weiterhin von der Gebühr befreit werden. Der Entscheid fiel mit 14 zu 10 Stimmen.

Die Kommission möchte damit verhindern, dass Haushalte die Gebühr zahlen müssen, die keine Radio- und Fernsehprogramme empfangen. Für Unternehmen soll eine Abmeldung nicht möglich sein. Die Minderheit der Kommission möchte auch Haushalten keine Abmeldung ermöglichen.

TV am Computer

Grund für den geplanten Systemwechsel hin zu einer geräteunabhängigen Gebühr ist, dass Radio- und TV-Sender über Internet zu empfangen sind – auf Computern, Smartphones oder Tablets. Auch wer keinen TV-Apparat besitzt, kann also fernsehen und Radio hören. Deshalb sollen alle bezahlen (Werbewoche.ch berichtete).

Könnten sich Haushalte abmelden, würden die Nachteile des heutigen Systems in das neue getragen, argumentieren die Gegner des «Opting out». Dies hätte einen höheren Verwaltungs- und Kontrollaufwand zur Folge. Die Kommission hat nun bei der Bundesverwaltung weitere Abklärungen in Auftrag gegeben und will im Oktober über die Opting-out-Regelung und das Abgabesystem insgesamt befinden.

Nicht über die Mehrwertsteuer

Entschieden hat die KVF bereits, was sie nicht will. So sprach sie sich gegen eine Finanzierung des Service public in Radio und Fernsehen über die Mehrwertsteuer aus. Auch eine Abgabe, die zusammen mit der direkten Bundessteuer erhoben würde, lehnt die Kommission ab.

Weiter möchte sie, dass die privaten Veranstalter weiterhin mindestens 4 Prozent aus dem Gebührentopf erhalten. Mit 19 zu 4 Stimmen beantragt sie, dass der Abgabenanteil der Privaten bei 4 bis 5 Prozent statt wie vom Bundesrat vorgeschlagen bei 3 bis 5 Prozent festgelegt wird. Die Bandbreite soll gewährleisten, dass dass einmal angefallene Überschüsse später verwendet werden können.

Was die bis heute angehäuften Überschüsse aus dem Gebührensplitting betrifft, unterstützt die Kommission mit 12 zu 11 Stimmen nur knapp den Antrag des Bundesrates, diese den Gebührenzahlenden zurückzuerstatten. Die Gegner möchten die Überschüsse für die Aus- und Weiterbildung von Medienschaffenden sowie für die Förderung neuer Technologien verwenden.

Gebühren sollen sinken

National- und Ständerat haben schon im Zusammenhang mit Vorstössen aus dem Parlament über geräteunabhängige Radio- und TV-Gebühren diskutiert. Beide Räte sprachen sich dabei für geräteunabhängige Gebühren aus.

Heute beträgt die Empfangsgebühr für Haushalte rund 462 Franken pro Jahr. Künftig würde sich der jährliche Betrag laut Bundesrat auf rund 400 Franken verringern. Familienunternehmen und Betriebe mit eine Jahresumsatz von weniger als 500'000 Franken sollen von der Abgabe befreit werden. Gleiches gilt für Personen, die staatliche Ergänzungsleistungen erhalten.

In der Vernehmlassung waren die Vorschläge des Bundesrates umstritten. Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse etwa forderte, es brauche weiterhin die Möglichkeit, sich «bei bewusstem Nicht-Konsum» des medialen Service public von der Abgabe befreien zu lassen. Der Nationalrat befasst sich voraussichtlich in der Wintersession mit der Vorlage. (SDA)

Teaserbild: Keystone
 

Neues griechisches Staatsfernsehen sendet erstmals Nachrichten

Erstmals seit der Schliessung des griechischen Staatsfernsehens im Juni hat der provisorische öffentlich-rechtliche Kanal EDT Nachrichten ausgestrahlt. Die Sendung begann am Mittwoch um 08.00 Uhr Ortszeit und sollte als Morgenmagazin zwei Stunden dauern.

Der provisorische Sender Hellenisches Öffentliches Fernsehen (Ellinikí Dimósia Teleórasi – EDT) sendet seit Mitte Juli aus einem privaten Studio auf den Frequenzen des alten Staatsfernsehens. Bislang hatte es lediglich ein Notprogramm aus Filmen, Dokumentationen und Musiksendungen gegeben. Der zuständige Staatssekretär Pantelis Kapsis sprach von einer Übergangslösung. Ein neues, kleineres Staatsfernsehen soll in den nächsten Monaten auf Sendung gehen.

Regierungschef Antonis Samaras hatte den staatlichen Rundfunk ERT im Juni geschlossen und einen massiven Personalabbau verlangt. Die Ex-Mitarbeiter halten seitdem das TV-Gebäude besetzt, es gibt ein Protestprogramm via Internet.

Die Europäische Rundfunk-Union (EBU) hatte die ERT-Schliessung scharf kritisiert und über Satellit weiter dessen Protestprogramm gesendet. Dies will sie aber jetzt einstellen: Die grundsätzliche Forderung nach Nachrichten im staatlichen Fernsehen sei nun erfüllt. (SDA)

Zum Thema: Griechenland stellt staatliche Medien ein

Teaserbild: Keystone
 

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