Crafft wirbt für Weiterbildung der ZHAW

Crafft hat sich im Pitch um die Weiterbildungskampagne der ZHAW School of Management and Law (SML) durchgesetzt. Im November sind die Sujets der neuen Kampagne während zwei Wochen im Grossraum Zürich/Ostschweiz sowie online zu sehen.

Die Kampagne soll die SML als professionellen, kompetenten Partner für Weiterbildung sichtbar machen, so eine Mitteilung. «Building Competence. Crossing Borders.» – Dafür steht das Leistungsangebot der SML. Der Leitgedanke «Crossing Borders» manifestiert sich auch im visuellen Auftritt der SML. Die Lösung von Crafft greift diesen auf und vermittelt ihn auf spielerische Art und Weise. Nach dem Wort-in-Wort-Prinzip ziehen plakative Begriffe zum Thema Weiterbildung die Aufmerksamkeit auf sich, bevor die Auflösung in der Sub-Headline stattfindet. Der Call to Action erfolgt über einen Link zu den Infoveranstaltungen der SML, wo die einzelnen Kurse vorgestellt werden. Die Kampagne wird auf Strassenplakaten und im öffentlichen Verkehr im Grossraum Zürich/Ostschweiz zu sehen sein. Zudem wird sie per Directmailing an Schlüsselpersonen kommuniziert. Online kommen unter anderem Banner und Google AdWords zum Einsatz.

Verantwortlich bei der ZHAW School of Management and Law: Judith-Rahel Seitz (Projektlei- tung); Christina Baur (Mediaplanung und Directmailing); Isabelle Grabolus (Media- und Event- planung). Verantwortlich bei Crafft: Nathalie Zeller (Projektleitung); Claudia Roethlisberger (Art Direction); Roy Spring (Text).

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TV-Spots nach «Tagesschau» am teuersten

Ein 30-Sekunden-Spot nach der «Tagesschau» kostet über 22'000 Franken, wie eine Übersicht der Zeitung Schweiz am Sonntag zeigt. Ob dieser Platz auch der effektivste ist, wird bezweifelt.

Der Platz unmittelbar nach der «Tagesschau» war im Oktober mit Abstand der Teuerste der Schweiz. Der zweite Platz – vor «Der Alte» – kostet «lediglich» 14'700 Franken. Es folgen die Blöcke nach «10 vor 10» und vor «Tatort» (beide 13'800 Franken). Mit diesen SRF-1-Tarifen können auch die beiden deutschen Privatsender Pro Sieben und RTL mit den Sendungen «The Voice of Germany» (13'200 Franken) und «Boxen» (12'800 Franken) mithalten. Ein Werbeauftritt in der Sendung «Der Bachelor» von 3 Plus zur Primetime kostet rund 5000 Franken und somit mehr, als vor der SRF-Talksendung «Schawinski» (3000 Franken).

Ob der Platz nach der «Tagesschau» auch der effektivste ist, wird bestritten. Besonders emotionale Werbung wirke unbewusst und nach analytischen Nachrichtensendungen weniger gut, so Medienökonom Bjorn von Rimscha gegenüber Schweiz am Sonntag. Besser sei die Wirkungs-Voraussetzung, wenn sich der Rezipient in einer positiven Grundstimmung befinde. Diese Einschätzung deckt sich mit den Zahlen aus den Vereinigten Staaten. Dort wird die Top-10 ausschliesslich von Unterhaltungssendungen belegt: Am teuersten ist eine Schaltung in der Serie «The Big Bang Theory» (326'260 Dollar), gefolgt von «The Voice» (264'575 Dollar), «Modern Family» (257'435 Dollar) und «The Simpsons» (256'963 Dollar) (Quelle: Adweek.com). (hae/SaS)

Bild: Srf.ch, Werbewoche
 

Thomas Estermann verlässt Das Magazin

Thomas Estermann, Verlagsleiter von Das Magazin, hat sich entschieden, eine neue Herausforderung anzunehmen und die Zeitschrift per Ende Februar 2014 zu verlassen.

Der 45-Jährige war seit 2008 in dieser Funktion tätig und trug in dieser Zeit laut Mitteilung massgeblich zur positiven Entwicklung der Wochenendebeilage von Basler Zeitung, BZ Berner Zeitung, Der Bund und Tages-Anzeiger bei. Das Magazin baute seine Position im Werbemarkt in den letzten sechs Jahren aus und verzeichnete, unter anderem dank dem neuen Trägertitel Der Bund, steigende Leserschaftszahlen. Gemeinsam mit Chefredaktor Finn Canonica lancierte Thomas Estermann zudem die Spezialausgaben «Das Magazin et cetera».

Thomas Estermann arbeitete bereits von 1999 bis 2007 bei der Mediengruppe Tamedia. Die ersten fünf Jahre war er beim Tagblatt der Stadt Zürich sowie beim Zürich Express tätig, anschliessend stiess er 2004 zum Nachrichtenmagazin Facts und übernahm 2006 dessen Anzeigenleitung.

 

Jungfrau Zeitung: Heigl wird Chefredaktorin

Die Münchnerin Gabriele Heigl wechselt nach Interlaken zur Jungfrau Zeitung und tritt als Chefredaktorin ab 1. November 2013 die Nachfolge von Florian Wehrli an.

Die 55-jährige diplomierte Journalistin, die an der Universität München und an der Deutschen Jour- nalistenschule studiert hat, begann ihre Karriere beim Medienhaus Burda in Bayern. In den letzten Jahren war sie verantwortliche Redaktorin dreier Lokalausgaben des Münchner Wochenanzeigers. Die gebürtige Bayerin hat den Lebensmittelpunkt bereits vor Ort und arbeitet sich seit einiger Zeit intensiv ein. «Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe, gleichwohl habe ich Respekt vor der Herausforderung», so Heigl in einer Mitteilung. Verleger Urs Gossweiler: «In Frau Heigl haben wir eine profilierte Journalistin gefunden, deren Professionalität und Lebenserfahrung, gepaart mit Kompetenzen in neuen Technologien, uns sofort überzeugten».

Wehrli geht nach Winterthur

Florian Wehrli kehrt zurück nach Winterthur. Der gebürtige Davoser hat dort an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaft Kommunikation studiert. «Die Erfahrungen, die ich die letzten Jahre sammeln konnte, werde ich als Fachmann für Kommunikation in die Schullei- tung einbringen.» Wehrli übernahm die Redaktion in einer anspruchsvollen Phase. Mit viel Ruhe und Umsicht hatte der Bündner die Redaktion umgebaut. Er übergibt seiner Nachfolgerin ein kompetentes Team von engagierten und profilierten Journalisten.

Viva: Kinospot für Schweizer Garagisten

Mit futuristischer Auto-Erotik will die Agentur Viva für den Auto Gewerbe Verband Schweiz  Nachwuchs rekrutieren.

Qualifizierter Nachwuchs ist rar. Das gilt für die meisten handwerklichen Berufe in der Schweiz. Im harten Kampf um die Jugend erregen jetzt die Schweizer Garagisten Aufmerksamkeit – und zwar mit dem schönsten Trumpf, den sie haben: dem Auto. Im neuen Kinospot «Mission Possible» hat das Concept Car aus dem erfolgreichen US-Agententhriller «Mission Impossible» einen unwiderstehlichen Auftritt. Während die Scheinwerfer über die lackierten Kurven des Wagens streichen, soll klar werden: Autos sind sexy und Autoberufe haben Zukunft.

Die 3D-Animation im Stile eines Kinotrailers soll laut Mitteilung den Kinobesucher fesseln. Und der 5.1-Dolby-Surround-Sound dringt auch neben Pommes-Chips-Säckli-Geraschel und Popcorn-Geknusper ans Hörorgan. «Es war sehr befriedigend für ein so klar definiertes Zielpublikum zu produzieren», sagt Levente Paal, Creative Producer bei Wirz Fraefel Paal Productions. «So macht’s Spass.»

Jugendliche vor der Lehre aber auch Beeinflusser wie Eltern oder Berufsberater sollen mit dem Kinospot, der vor allem rund um die Berufsmessen läuft, erreicht werden, heisst es bei Viva. Die Zürcher Agentur ist für die Kommunikation des AGVS verantwortlich. Der Kinospot ist eingebettet in das Mehrjahreskonzept «Car-Stars». Denn Autos spielen in vielen Filmen die Hauptrolle. Zum Beispiel auch bei den «Transformers», die im vergangenen Jahr für eine Plakatkampagne Pate standen. Am Ende rücken aber immer die wahren Stars in den Fokus: die Jugendlichen, die mit der Entscheidung für einen Autoberuf in eine interessante Zukunft starten.

Verantwortlich beim Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS): Katrin Portmann (Geschäftsbereichsleiterin Handel/Kommunikation AGVS), Monique Baldinger (Projektleiterin AGVS). Verantwortlich bei Viva: Claude Catsky (Creative Director), Georg Gasser (Berater). Verantwortlich bei Wirz Fraefel Paal Productions: Levente Paal (Filmproduktion).
 

//www.youtube.com/watch?v=XNUBXZu7WtI

Zu guter Letzt: Fallen lassen

Toyota arbeitete bei der Produktion einer ganzen Reihe von TV-Spots mit dem kultigen Tatort-Schauspieler-Duo Jan Josef Liefers und Axel Prahl aus Münster zusammen.

Seit 2012 waren die beiden in zehn Spots zu sehen. Nach Angaben der langjährigen Toyota-Agentur Saatchi & Saachi aus Deutschland war diese Kampagne (die auf zahlreichen deutschen Fernsehsender zu sehen war) extrem erfolgreich.

In der aktuelle Folge verirren sich Thiel und Boerne ins Yoga Studio. Der Spot «Fallen lassen» bewirbt den Yaris Hybrid von Toyota. Auf den kann man sich nämlich bestens verlassen – ganz im Gegensatz zu Boerne, bei dem man sich besser nicht fallen lassen sollte. Nach einigen sehr gelungenen Tatort-Spots scheint bei der Serie nun allerdings etwas die Luft draussen zu sein. Zum einen ist das, was da gezeigt wird, garantiert kein Yoga. Zum anderen lässt die Pointe etwas zu wünschen übrig: Jemand fällt hin und tut sich weh, hahaha…? Mit etwas Glück wird das – dank der Besetzung – bei den Tatort-Fans trotzdem ankommen. (sis)
 

//www.youtube.com/watch?v=xMiws_gNoRk

Zu guter Letzt: Schlau wie Brot

Aufgefallen: Die frisch eröffnete Bäckerei Wüst ging mit einer als Stelleninserat getarnten Anzeige auf Kundenjagd.

Am 31. Oktober 2013 eröffnete die Bäckerei Wüst (Slogan: «Wieso wüescht? S'isch doch sooo fein!») eine Filliale an der Stampfenbachstrasse in Zürich. Damit baldmöglichst auf eine treue Stammkundschaft gezählt werden kann, wurde die frohe Eröffnungs-Botschaft am Dienstag per Inserat im Tages-Anzeiger verkündet. Getarnt als Stelleninserat im entsprechenden Umfeld: «Kunde/Kundin 100 Prozent oder Teilzeit», so der Titel des verlockenden Angebots.

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Diese originelle Idee lässt selbst die Diskussion über mögliche Fallfehler und die Notwendigkeit der Anzeigen-Deklarierung verstummen. Und falls jemand wirklich eine Stelle sucht: Auf der Website verkündet die Bäckerei unter dem Punkt «Offene Stellen» mit breiter Schulter: «Alle reden vom Stellenabbau, wir schaffen neue Arbeitsplätze. Darum suchen wir Sie.» Klick. «Im Moment sind alle unsere Stellen besetzt, schauen Sie doch wieder mal rein es ändert auch immer wieder mal…» Das machen wir. Oder wir entscheiden uns für eine der lukrativen Führungspositionen im Zukunftsmarkt E-Zigaretten (Personalabteilung: 079 756 09 27). (hae)

Clear Channel und Neo Advertising kooperieren

Clear Channel und Neo Advertising haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Die beiden Aussenwerbespezialisten werden per sofort bezüglich Vermarktung ihrer «Digital Shopping Media»-Produkte zusammenarbeiten.

Diese strategische Zusammenarbeit erlaubt den beiden Out-of-Home-Spezialisten, ihre Marktpräsenz im wachsenden Segment «digitale Aussenwerbung» in der Schweiz auszubauen, wie es in einer Mitteilung heisst. Clear Channel und Neo Advertising werden zusammen insgesamt 653 digitale Screens in 54 Shoppingzentren in der Schweiz vermarkten und so Werbetreibenden ermöglichen, drei Millionen Ladenbesucher pro Woche zu erreichen. Ausserdem wird Neo Advertising im ersten Quartal 2014 einen bedeutenden Investitionsplan umsetzen und 50 brandneue interaktive 55-Zoll-Bildschirme in zwölf Einkaufszentren installieren. Diese Investition wird das Digital Shopping Media-Portfolio weiter vergrössern und Werbetreibenden ermöglichen, bei ihren Zielgruppen für noch mehr Aufmerksamkeit zu sorgen.

Digital Shopping Media eröffnet neue und spannende Möglichkeiten, Menschen mit Marken zu verbinden, wenn diese draussen unterwegs und in Einkaufslaune sind. Weltweite Studien zeigen auf, dass 70 Prozent aller Kaufentscheide direkt am Verkaufspunkt gefällt werden. Kontext, Kreativität, Zeitpunkt und genaue Kenntnis der Zielgruppen sind Schlüsselfaktoren für den Erfolg von Werbekampagnen. Es geht also nicht nur darum, wie ein Werbemittel aussieht – sondern vor allem, wann und wo es gesehen wird. Digital Shopping Media bietet die Möglichkeit, massgeschneiderte Botschaften und Mehrfachsujets zu übermitteln, abgestimmt bezüglich Zeitpunkt, Datum, Ort und Lage. Viele kreative Möglichkeiten erlauben Marken, ihre Geschichten mittels Animationen und full-motion-Filmen zu erzählen. Ausserdem bestehen mehrere innovative Varianten, um mit den Konsumenten zu interagieren. Werbetreibende können ein neues, flexibles Premium-Medium entdecken, das völlig neue Möglichkeiten bietet, die Werbewirkung zu maximieren.

Jürg Rötheli, CEO von Clear Channel, freut sich sehr über die neue Zusammenarbeit: «Wir haben uns zum Ziel gesetzt, unseren bestehenden und neuen Kunden ein möglichst grosses digitales Out-of-Home-Angebot zu unterbreiten und dieses laufend zu erweitern. Wir sind daher sehr glücklich, unseren Kunden durch die Kooperation mit Neo Advertsing ein breiteres Portfolio anbieten zu können. Wir können sie so noch besser dabei unterstützen, ihre Werbewirkung zu maximieren. Mit dieser Kooperation bekennen wir uns ausserdem zur digitalen Zukunft des Out-of-Home-Marktes in der Schweiz.»

Etienne Reignoux, CEO von Neo Advertising, fügt an: «Unser beispielloses digitales Out-of-Home-Portfolio in Einkaufszentren passt perfekt zur jahrelangen Aussenwerbeerfahrung von Clear Channel und wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Einkaufszentren sind ein wichtiger Teil im Alltag der Konsumenten und ermöglichen Werbetreibenden, einen Grossteil der Ladenbesucher und Familien zu erreichen und dort zu kommunizieren, wo die meisten Kaufentscheide getroffen werden. Digital Shopping Media ist daher das perfekte Medium, um Abverkäufe anzukurbeln und Marken zu positionieren.»
 

WS Kommunikation: Tennisball in Szene gesetzt

Asag Auto-Service und Volkswagen wünschten mit zwei aufeinanderfolgenden ganzseitigen Anzeigen im «Tennis Year Book» viel Spass an den Swiss Indoors. Kreiert hat die Inserate WS Kommunikation.

Weil sich in Basel in den letzten Tagen alles ums Tennis drehte, setzte WS Kommunikation den gelben Hauptdarsteller gut gelaunt und augenzwinkernd in den Mittelpunkt.

Verantwortlich bei Asag: Jasmine Gasser (Leiterin Marketing und Kommunikation). Verantwortlich bei WS Kommunikation: Reto Meyer (Gesamtverantwortung), Markus Stöckli (Art Direction, Text), Joe Werner, Marion Philipp (Grafik), Nadine Wolleb (Beratung).

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Goldbach Mobile World: Mobile Ausbildung notwendig

Die acht Referenten der zweiten Goldbach Mobile World waren sich einig: Investitionen in Ausbildung und Technologie sind dringend notwendig. Zudem braucht es eine schlüssigere Beweisführung über die Wirksamkeit von Mobile-Kampagnen.

Die zweite Goldbach Mobile World, die am Dienstag im ausgebuchten Folium/Sihlcity Zürich stattfand, brachte acht Mobile-Experten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz auf die Bühne. Die Referenten, die sich aus Vertretern von Dienstleistern, Publishern sowie Anwendern zusammensetzten, präsentierten ihre individuelle Sicht auf Trends und Strategien. Vollkommen einig waren sich alle acht bei den Herausforderungen, die sich im Bereich Mobile stellen: «Ausbildung, Ausbildung, Ausbildung!», lautete ihr gemeinsamer Appell. Aber auch Investitionen in die Technologie und schlüssige Beweisführung über Wirksamkeit von Mobile-Kampagnen gegenüber den Kunden, waren die Key Notes des Nachmittags.

Mobile Devices sind unsere ständigen Begleiter. Unser Nutzungsverhalten ist transparent, unsere Bedürfnisse als User erfasst. Doch wie wirkt sich dieses Wissen auf Werbekonzepte, Mediaplanung und Vermarktung aus? Welche Mobile-Strategien führen zu einer erfolgreichen Kundenbeziehung? Wie wird Mobile Advertising für den User vom unbeliebten Störfaktor zur akzeptierten Dienstleistung? Und ist aus dem Schlagwort «Mobile First» mittlerweile Realität geworden? Die acht Referenten lieferten ihre persönliche Sicht der Dinge.

Dienstleister, Publisher und Anwender

Die Dienstleister Moritz Adler, Product Manager Mobile local.ch, Patrick Comboeuf, Director E-Business SBB, und Tobias Wirth, Senior Manager Issuing Product & Service Development Aduno Gruppe, be-schrieben den teilweise schwierigen und langwierigen Prozess ihr bestehendes und bereits sehr erfolg-reiches Angebot auf die mobilen Devices zu transferieren. Die Publisher Branko Radosevic, Leiter Werbemarkt Digital Media Ringier, Sandro Albin, Head of Mobile an News Business 20 Minuten, und Björn Wendler, Managing Director madvertise, stellten klar, dass ihre Branche nur gewinnen kann, wenn sie stärker zusammenarbeitet und sich an den Bedürfnissen der Kunden und User orientiert. Auf Seiten der Anwender, stellvertreten durch Annette Dielmann, Managing Director Digital & Business Development Omnicom Media Group Schweiz und Alexander Oswald, Managing Partner Futura, steht wie in jedem anderen Kanal auch bei Mobile die Relevanz der Botschaft im Zentrum. Als grösste Herausforderung beschreiben sie, wie auch ihre Vorredner die Ressourcenknappheit in Bezug auf gut ausgebildete Mitarbeiter, die mit dem aktuellen Stand der Technologie wirklich mithalten können.

Wohin führt die mobile Zukunft?

Wohin die mobile Zukunft wirklich führt, ist heute nicht abzusehen. Die Möglichkeiten sind schier unend-lich. Wir fangen gerade erst an, eine Vorstellung davon zu haben, wie Mobile funktioniert. Dabei läuft die Entwicklung parallel immer weiter und alle Beteiligten auf Seiten Dienstleister, Publisher oder Anwender sind gefordert, den Anschluss nicht zu verlieren. So das Fazit der zweiten Goldbach Mobile World. Denn erst in den kommenden fünf Jahren wird sich zeigen, wohin die Reise wirklich geht. Oder wie Goldbach Mobile World-Host Frank Lang, Managing Director Goldbach Interactive & Mobile, in seiner Zusammen-fassung am Ende der Veranstaltung sagte: «Die Mobile Innovation befindet sich noch lange nicht am Ende. Als Vertreter der Kommunikationsbranche müssen wir alles daran setzen mit dieser Innovation Schritt zu halten, um sie mitprägen zu können und nicht wie bis anhin nur darauf zu reagieren. Das bedingt aber, dass alle Marktplayer eng zusammenarbeiten, experimentieren und gemeinsam Lösungen suchen.»

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Stallluft für Städter

Mit bisher über 160 Videos im Netz betreibt der Bauernverband mit BuureTV eine erfolgreiche Imagekampagne.

Es gibt gute Gründe, BuureTV.ch als Beispiel für eine Video-Imagekampagne im Netz hervorzuheben: Der offizielle Web-TV-Channel des Schweizerischen Bauernverbandes (SBV) läuft bereits im fünften Betriebsjahr und hat im Mai dieses Jahres am World Media Festival in Hamburg einen Gold Award in der Kategorie Web-TV Information gewonnen. Verantwortlich für das Projekt im Geschäftsbereich Kommunikation beim SBV ist Matthias Singer. Gefragt nach der Episode, die ihm persönlich am liebsten ist, nennt er den Beitrag über den Berufsmusiker Michel Biedermann, der als Klarinettist im Berner Sinfonieorchester mitspielt. «Ich mag diesen Beitrag so, weil Michel Biedermann nicht nur Musiker ist, sondern auch Landwirt. Und dieses Wechselspiel finde ich faszinierend. Nicht zuletzt auch deshalb, weil man spürt, wie sehr Michel Biedermann seinen Beruf als Landwirt liebt.» Als weitere Episoden hebt er hervor:

Die beste: «Der Beitrag über den Wanderschäfer, weil er emotional ist, humorvoll, nachdenklich, aber eben auch ernst: Wenn – bei aller Romantik – kein einheimisches Lammfleisch gegessen wird, wird es bald keine Wanderschäfer mehr geben.»

Die am meisten geschaute: «Das ist ganz klar der Beitrag über den 1.-August-Brunch.»

Die unterschätzte: «Ein Film, der klar mehr Aufmerksamkeit verdiente, ist der Beitrag über den Mohnölbauer David Brugger. Ein junger Landwirt, der mit einem neuen alten Betriebszweig ein Auskommen gefunden hat.»

Die aufwändigste: «Das war wohl die Episode über das Molkebad der Familie Marti auf der Berglialp hoch über dem Glarnerland. Das Filmteam musste die Kameraausrüstung für diesen Film fast zwei Stunden steil den Berg hoch tragen. Resultat war ein toller Film über eine Bergbauernfamilie, die sehr erfolgreich eine Nische entdeckte und diese mit viel Liebe fürs Detail pflegt.»

Der SBV als Dachverband hat seine Kommunikation in der Form einer Pyramide strukturiert: Zuoberst stehen, in Verantwortung der jeweiligen Markeninhaber, einzelne Produkte, wie Emmi oder Caffe latte, darunter Produktegruppen wie Obst, Gemüse, Milch usw. Und ganz zuunterst, quasi als Basis, führt der SBV bereits seit 1998 unter dem Claim «Gut, gibt’s die Schweizer Bauern» eine umfassende Imagekampagne für die Schweizer Landwirtschaft. Die Kampagne umfasst neben der klassischen Mediawerbung mit Plakaten und TV-Spots noch zahlreiche weitere Massnahmen, mit denen das Image der Landwirtschaft verbessert werden soll. Buuretv. ch ist eine dieser Massnahmen und wurde 2007 zuerst als Pilotprojekt im Kanton Aargau und dann 2008 für die ganze Deutschschweiz eingeführt, um ein junges, städtisches Zielpublikum zu erreichen. «Wir stellen eine zunehmende Entfremdung zwischen der bäuerlichen und der nichtbäuerlichen Bevölkerung fest und versuchen deshalb mit den Online- Videos etwas ‹Stallluft› in die städtischen Wohnzimmer zu bringen», begründet Singer die Zielgruppenstrategie.

YouTube enttäuschte

Die Videos sind in einem separaten Kanal auf Internettv. ch zu sehen, der über Buuretv.ch erreichbar ist, sie werden auf diversen Websites eingebaut, wie auf Bauernverband.ch oder Landwirtschaft.ch und auch in Social Media verwendet, vor allem auf Facebook. Daneben kommen sie auch bei Messen und Hoffesten der jeweiligen Bauern zum Einsatz und werden Lokalfernseh-Stationen wie TeleNapf oder ZüriPlus gratis zur Verfügung gestellt. Über die eigenen Websites und über Facebook werden die grössten Reichweiten erzielt. Pro Jahr werden zwischen 400 000 und 500 000 angeschaute Videos verzeichnet, was gemessen am Budget eine der höchsten Reichweiten aller Kommunikationsmassnahmen des SBV entspricht. Die Verweildauer liegt bei durchschnittlich 2:45 Minuten, was bedeutet, dass in der Regel die Episoden mit einer durchschnittlichen Dauer zwischen 2:30 Minuten bis zu 4 Minuten in der vollen Länge angeschaut werden.

Eine Verbreitung über YouTube steht für Singer nicht im Vordergrund. In der Pilotphase habe man den Videokanal auf YouTube relativ stark promotet, habe aber bald gemerkt, dass die anvisierte Zielgruppe mit einem eigenen, gut eingebetteten Kanal viel besser erreicht werden könne. Der Bauernverband verbreite heute über einen YouTube-Kanal «sporadisch einige Videos». Doch YouTube sei viel zu wenig zielgruppenorientiert, international gebe es riesige Streuungen und die Zugriffszahlen seien im Vergleich zum BuureTV-Kanal «erstaunlich tief», berichtet Singer und räumt gleichzeitig ein, vielleicht müsste man nach dem letzten Anlauf im Jahr 2010 «das Experiment wieder einmal machen».

Für die Produktion der Videos sowie für das Hosting und Streaming hat Singer von Anfang an mit der Firma Ipmedia in Zürich zusammengearbeitet. Heute sind die Produktionsabläufe mit Ipmedia gut eingespielt, und Singer wendet für BuureTV pro Woche noch ein bis zwei Stunden auf. Vor allem die Themensuche und die Absprachen mit den beteiligten Bauern liegen beim SBV. Anfangs habe man für jeden Dreh ein kurzes Storyboard verfasst, doch mittlerweile kennen die Videojournalisten die Anliegen des Bauernverbandes «sehr gut und entscheiden vor Ort selber, wie die Themen in Szene gesetzt werden», rühmt Singer. Vor dem Dreh werde die zentrale Aussage festgelegt und dann vor Ort umgesetzt. «Die VJs haben da eine grosse Freiheit, das eigentliche Storytelling passiert häufig während des Drehs. Denn man habe gemerkt, dass mit einem Drehbuch «häufig gute, spontane Ideen keinen Platz hatten». Auch habe man anfänglich immer zu viele Informationen in die Videos packen wollen, berichtet Singer über weitere Erkenntnisse. «Die VJs haben uns aber sehr bald davon überzeugt, dass die Videos kurz sein müssen, eine Story pro Film mehr als genug ist.»

Ausbau zu einem nationalen Projekt

Auf Zukunftspläne mit BuureTV angesprochen, meint Singer, man wolle künftig dem Ansatz treu bleiben, die Landwirtschaft in ihrer ganzen Breite zu zeigen und dabei immer die Menschen ins Zentrum zu stellen. Und schon länger habe man im Sinn, auch in die Westschweiz zu expandieren und mittelfristig BuureTV zu einem nationalen Projekt zu entwickeln. Singer weiss, dass dazu die Videos von Romands gemacht werden müssten, und bedauert, dass Ipmedia keine welschen VJs beschäftigt. Derweil hat BuureTV bereits Nachahmer in der eigenen Familie gefunden: Die Gemüseproduzenten betreiben eine eigenständige Kommunikation und sind mit Gemüsetv.ch aktiv geworden, nachdem sie BuureTV gesehen haben. So es thematisch sinnvoll ist, werden Videos ausgetauscht, um gegenseitig von der zusätzlichen Verbreitung zu profitieren.

Christoph J. Walther

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Moderator Achim Klostermann

Mini-Case-Studies

Videos im Internet sind nichts Neues, doch erst jetzt gewinnt diese Spielart in der professionellen Kommunikation und in der Werbung an Bedeutung. Vieles ist neu, und erprobte Erfolgsrezepte sind Mangelware. Deshalb veröffentlicht die Werbewoche eine Serie von Mini-Case-Studies, um Einblicke in die verschiedenen Aspekte des Video-Marketings zu geben und besondere Beispiele zu dokumentieren.

In der Video-Marketing-Serie sind bisher diese Beiträge erschienen:
– «Video-Marketing kommt in die Gänge»: Werbewoche 16/27.9.2013, Seite 29
– «Schweizer Tuber chancenlos?»: Werbewoche 17/11.10.2013, Seite 25

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KSP: Jubiläumskampagne für VW im Retro-Stil

Volkswagen feiert dieses Jahr Jubiläum: Seit genau 65 Jahren gibt es die Marke offiziell in der Schweiz zu kaufen. Aus diesem Grund wurde von den Kreativen von KSP und Volkswagen eine plakative und aussergewöhnliche Jubiläumskampagne gestartet.

Wie es sich für VW gehört, haben natürlich auch bei diesem Geburtstagsfest alle Grund, mitzufeiern. Zum Jubiläum gibt es verschiedene, ganz besondere Angebote.  Die Kampagne mit drei Motiven im Stil der späten Vierziger- und frühen Fünfzigerjahre ist ab sofort in der ganzen Schweiz zu sehen und zu hören – auf Plakaten, Anzeigen, im Radio und im Internet.

Verantwortlich bei Volkswagen Schweiz: Sandra Grau (Leitung Marketing), Nathalie Mösch (Leitung Kommunikation), Sina Neuhaus (Werbefachfrau). Verantwortlich bei KSP Krieg Schlupp Partner: Samuel Knaus (Creative Direction), Sebastian Krayer (Art Direction), Lea Baldinger (Lea Baldinger), Rémy Müller, Franziska Saxer (Beratung). Illustration: Kinky Illustrators.

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