Der Hunger nach digitalen Endgeräten ist ungebrochen
Der Wandel der Mediennutzung geht einher mit der rasanten technischen Entwicklung und der raschen Verbreitung neuer digitaler Endgeräte. Und der Hunger der Konsumenten nach Innovationen ist noch lange nicht gestillt.
Smartphones, HDTV und Tablets stehen weiterhin auf den Einkaufszetteln. Hinzu kommen «wearables» wie Smartwatches und Smartglasses, die den Medienalltag weiter verändern werden, wie der aktuelle «Digital Consumer Tech Survey 2014» der Unternehmensberatung Accenture zeigt. Für die internationale Studie wurden 6000 Konsumenten aus Australien, Kanada, Indien, Südafrika, Grossbritannien und den USA befragt. Zunächst einmal wird deutlich, dass sehr viele Konsumenten bereits heute gut mit digitalen Geräten ausgestattet sind. Fast 75 Prozent der Befragten besitzen einen Laptop, 69 Prozent ein Smartphone, 57 Prozent einen HDTV, 37 Prozent ein Tablet und ebenfalls 37 Prozent eine Spielkonsole. Über ein Viertel der Konsumenten nennt sogar ein Set aus Smartphone, Laptop und Tablet sein Eigen.
Und das Interesse an digitalen Endgeräten ist ungebrochen. 52 Prozent der Befragten planen, sich in den nächsten 12 Monaten ein Smartphone zuzulegen. 29 Prozent wollen dabei ihr altes Smartphone ersetzen, 19 Prozent beabsichtigen, noch ein zusätzliches Smartphone zu ihrem aktuellen Gerät zu kaufen, und 4 Prozent haben die Absicht, erstmals ein Smartphone zu erwerben. Auch in Sachen Tablets ist die Anschaffungsabsicht gross: 40 Prozent der Befragten planen in den kommenden 12 Monaten einen Tablet-Kauf – bei 10 Prozent handelt es sich um Ersatzanschaffungen, 19 Prozent wollen ein weiteres Tablet erwerben, und 11 Prozent planen, sich erstmalig ein Tablet zuzulegen. Gross ist dabei das Interesse an Phablets, also Geräten, die die Vorteile von Smartphone und Tablet verbinden: die Hälfte der geplanten Smartphone-Käufe (51%) betrifft Phablets.
Ebenfalls hoch im Kurs stehen weiterhin HDTV: 41 Prozent der Befragten planen, ein HDTV-Gerät zu kaufen. Für 9 Prozent der Konsumenten wird dies das erste derartige Gerät sein, 11 Prozent wollen ihren bisherigen HDTV austauschen, und 21 Prozent werden dann mindestens zwei HD-Fernseher besitzen. Darüber hinaus werden die Konsumenten ihre digitale Ausstattung unter anderem mit neuen Laptops (38% planen den Kauf), Spielkonsolen (25%), E-Readern (22%) und Set-Top-Boxen (17%) verstärken.
Die nächsten Innovationen stehen zudem in den Startlöchern: Wearables. Die smarten, am Körper getragenen Devices wecken ein hohes Interesse bei den Konsumenten. 46 Prozent interessieren sich für Smartwatches, 42 Prozent für Smartglasses. Die Anziehungskraft dieser Geräte rührt vermutlich auch daher, dass sie ein permanentes Monitoring personenbezogener Daten erleichtern (54% interessieren sich z. B. für die Überwachung der eigenen Gesundheit) und eine dauernde Konnektivität mit der Umwelt unterstützen (53% möchten z. B. ihr Zuhause steuern und kontrollieren). Wie sieht es mit den Funktionen aus, die verschiedene Endgeräte erfüllen? Hier zeigt sich, dass die Konsumenten einerseits immer mehr Devices multifunktional nutzen. Beispielsweise verwenden 51 Prozent der Befragten auf mobilen Endgeräten TV-Apps oder planen, diese in den kommenden 12 Monaten zu nutzen. Andererseits nutzt die Hälfte der Befragten lieber verschiedene Devices, je nachdem, was sie machen will. Letztlich präferieren nur 29 Prozent der Konsumenten eine All-inone- Lösung. Dass der Hunger nach digitalen Endgeräten weiterhin immens ist, spiegelt sich auch in der Zahlungsbereitschaft der Konsumenten: 33 Prozent der Befragten beabsichtigen, in den nächsten 12 Monaten mehr für digitale Endgeräte auszugeben als bisher.
Clemens Koob












