Der Hunger nach digitalen Endgeräten ist ungebrochen

Der Wandel der Mediennutzung geht einher mit der rasanten technischen Entwicklung und der raschen Verbreitung neuer digitaler Endgeräte. Und der Hunger der Konsumenten nach Innovationen ist noch lange nicht gestillt.

Smartphones, HDTV und Tablets stehen weiterhin auf den Einkaufszetteln. Hinzu kommen «wearables» wie Smartwatches und Smartglasses, die den Medienalltag weiter verändern werden, wie der aktuelle «Digital Consumer Tech Survey 2014» der Unternehmensberatung Accenture zeigt. Für die internationale Studie wurden 6000 Konsumenten aus Australien, Kanada, Indien, Südafrika, Grossbritannien und den USA befragt. Zunächst einmal wird deutlich, dass sehr viele Konsumenten bereits heute gut mit digitalen Geräten ausgestattet sind. Fast 75 Prozent der Befragten besitzen einen Laptop, 69 Prozent ein Smartphone, 57 Prozent einen HDTV, 37 Prozent ein Tablet und ebenfalls 37 Prozent eine Spielkonsole. Über ein Viertel der Konsumenten nennt sogar ein Set aus Smartphone, Laptop und Tablet sein Eigen.

Und das Interesse an digitalen Endgeräten ist ungebrochen. 52 Prozent der Befragten planen, sich in den nächsten 12 Monaten ein Smartphone zuzulegen. 29 Prozent wollen dabei ihr altes Smartphone ersetzen, 19 Prozent beabsichtigen, noch ein zusätzliches Smartphone zu ihrem aktuellen Gerät zu kaufen, und 4 Prozent haben die Absicht, erstmals ein Smartphone zu erwerben. Auch in Sachen Tablets ist die Anschaffungsabsicht gross: 40 Prozent der Befragten planen in den kommenden 12 Monaten einen Tablet-Kauf – bei 10 Prozent handelt es sich um Ersatzanschaffungen, 19 Prozent wollen ein weiteres Tablet erwerben, und 11 Prozent planen, sich erstmalig ein Tablet zuzulegen. Gross ist dabei das Interesse an Phablets, also Geräten, die die Vorteile von Smartphone und Tablet verbinden: die Hälfte der geplanten Smartphone-Käufe (51%) betrifft Phablets.

Ebenfalls hoch im Kurs stehen weiterhin HDTV: 41 Prozent der Befragten planen, ein HDTV-Gerät zu kaufen. Für 9 Prozent der Konsumenten wird dies das erste derartige Gerät sein, 11 Prozent wollen ihren bisherigen HDTV austauschen, und 21 Prozent werden dann mindestens zwei HD-Fernseher besitzen. Darüber hinaus werden die Konsumenten ihre digitale Ausstattung unter anderem mit neuen Laptops (38% planen den Kauf), Spielkonsolen (25%), E-Readern (22%) und Set-Top-Boxen (17%) verstärken.

Die nächsten Innovationen stehen zudem in den Startlöchern: Wearables. Die smarten, am Körper getragenen Devices wecken ein hohes Interesse bei den Konsumenten. 46 Prozent interessieren sich für Smartwatches, 42 Prozent für Smartglasses. Die Anziehungskraft dieser Geräte rührt vermutlich auch daher, dass sie ein permanentes Monitoring personenbezogener Daten erleichtern (54% interessieren sich z. B. für die Überwachung der eigenen Gesundheit) und eine dauernde Konnektivität mit der Umwelt unterstützen (53% möchten z. B. ihr Zuhause steuern und kontrollieren). Wie sieht es mit den Funktionen aus, die verschiedene Endgeräte erfüllen? Hier zeigt sich, dass die Konsumenten einerseits immer mehr Devices multifunktional nutzen. Beispielsweise verwenden 51 Prozent der Befragten auf mobilen Endgeräten TV-Apps oder planen, diese in den kommenden 12 Monaten zu nutzen. Andererseits nutzt die Hälfte der Befragten lieber verschiedene Devices, je nachdem, was sie machen will. Letztlich präferieren nur 29 Prozent der Konsumenten eine All-inone- Lösung. Dass der Hunger nach digitalen Endgeräten weiterhin immens ist, spiegelt sich auch in der Zahlungsbereitschaft der Konsumenten: 33 Prozent der Befragten beabsichtigen, in den nächsten 12 Monaten mehr für digitale Endgeräte auszugeben als bisher.

Clemens Koob

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Wir sind eine Zeitung

Libération, Frankreichs emblematischste Zeitung, kämpft um ihr Überleben – und gegen die eigenen Besitzer. Unterstützt wird sie von Intellektuellen und Kulturschaffenden. Von Jürg Altwegg

Gute Restaurants gibt es viele in Paris», spottete Umberto Eco. Auch er griff in die Tasten, um der französischen Libération seine Solidarität zu bekunden: «Aber gute Zeitungen sind rar. Libération ist das Beispiel einer mutigen und freien Presse, es wäre traurig, wenn sich daran etwas ändern würde.»

Den Vergleich mit einem Restaurant hat der geniale italienische Semiologe und Autor des Bestsellers «Der Name der Rose» nicht aus dem hohlen Bauch heraus formuliert. Tatsächlich will Bruno Ledoux, der zusammen mit Edouard de Rothschild als Eigentümer fungiert, die Redaktion aus dem Redaktionsgebäude in Paris verdrängen. Ledoux ist dessen Besitzer, die Zeitung ist bei ihm zur Miete. So kam er zu seinen Anteilen. Er will unter dem Markennamen Liberation ein Kultur- und Modezentrum eröffnen, mit Restaurant, Bar, TV-Studio. Vom «Café de Flore des 21. Jahrhunderts» schwadroniert Ledoux, in Anspielung an das berühmte Bistro, in dem Jean-Paul Sartre nach dem Krieg seine Bücher schrieb.

Sartre war einer der Mitbegründer von Libération, die im vergangenen Jahr ihren vierzigsten Geburtstag feiern konnte. Der harte Kern bestand aus Maoisten, mit denen Sartre nach dem Mai 68 sympathisierte. In Deutschland führte die Revolte in den Terrorismus, in Frankreich versuchten die Aufständischen, die Gesellschaft mit einer Zeitung zu verändern. Alle bekamen den gleichen Lohn. Der Chefredaktor hatte nicht viel mehr zu sagen als die Korrektoren und die Putzfrau. Werbung gab es nicht, sie wurde schleichend eingeführt. Und auf originelle Art und Weise gehandhabt: Einzelne Ausgaben wurden einem einzigen Kunden verkauft. Einmal erschien die Zeitung parfümiert. Ein andermal war sie im Auftrag eines Modeunternehmens aus Stoff. Keine andere Zeitung hat die Entwicklung der französischen Gesellschaft so sehr geprägt und intelligent beschrieben wie Libération.

Mehrmals stand sie am Rande des Ruins. Musste ihr Erscheinen während Monaten einstellen. Aktionäre, die nichts entscheiden durften, wurden an Bord geholt. Es war eine Gegenrevolution, als Edouard de Rothschild das Blatt der Antikapitalisten übernahm – die schon stark vom langen Marsch abgekommen waren. Er hat keine Lust mehr – und seinem neuen Miteigentümer Ledoux fehlt das Geld. Die aufgelaufenen Schulden betragen sechs Millionen Euro. 2013 gab es nach zwei ausgeglichenen Jahren ein Defizit von einer Million. Ledoux hat ein radikales Sparprogramm verordnet und – vorerst vergeblich – versucht, die geringen Löhne um zehn Prozent zu senken.

Den Plan eines von Philipp Starck gestalteten Kulturzentrums mit Galerien und Shops hat die Belegschaft als Kriegserklärung empfunden. Sie veröffentlichte Ledoux’ Projektbeschreibung. Offensichtlich hat der Makler versucht, die Marke Libé herauszulösen – mit dem Vorwand, sie als Bankgarantie für neue Kredite zu hinterlegen. Das hätte ihm erlaubt, die Zeitung für bankrott zu erklären und seinen Plan ohne Print zu verwirklichen. Der Geschäftsführer, der dies verhinderte, musste gehen. Täglich berichtet die Redaktion auf mehreren Seiten von ihrem Kampf ums Überleben und gegen den Besitzer: «Wir sind eine Zeitung» lautet die Rubrik.

Am vergangenen Wochenende gab es einen «Samstag der offenen Tür». Der Zulauf war gewaltig. Die Leser sind kritischer als jene anderer Zeitungen und linker als die Redaktion. Die Auflage ist auf weniger als 100 000 gesunken. Frankreichs Intellektuelle und Kulturschaffende schreiben und unterschreiben für das gefährdete Blatt. Auch Europa schaut auf Paris: «Ohne Libération wäre Frankreich kleinlicher», befindet der frühere englische Europa- Minister Denis Macshane. Er erinnert an Voltaire, Victor Hugo, Zola, Camus und Sartre, deren Bedeutung er mit dem Imperativ «Anders Denken» erklärt. Ihm bleibt die Zeitung verpflichtet, die jeden Tag eine eindrückliche Inszenierung der Aktualität vornimmt: mit eigener Gewichtung und kompetenten Kommentaren.

Libération ist mehr als eine Zeitung, ihr Kampf macht die Bedeutung der Presse für die Öffentlichkeit bewusst.   

Jürg Altwegg ist Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Genf. 

Unaufhaltsame Werbung für Range Rover Evoque

Um das neue 9-Stufen-Automatikgetriebe und weitere Features des neuen Modells bekannt zu machen, lanciert Ogilvy eine nationale Kampagne für Jaguar Land Rover.

Mit dem Range Rover Evoque präsentiert Land Rover den ersten SUV, der über eine 9-Stufen-Automatik verfügt. Zudem seien im neuen Range Rover Evoque eine Vielzahl praktischer Assistenzsysteme erhältlich, die das Fahren einfacher machen, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Um das neue 9-Stufen-Automatikgetriebe sowie die weiteren Features bekannt zu machen, setzt Jaguar Land Rover eine nationale Kampagne ein. Ogilvy zeichnete unter anderem für einen TV-Spot, Print-Anzeigen sowie verschiedene Online-Aktivitäten wie Banner, Newsletter und eine Landingpage mit Erklärung der neuen Assistenzsystemen verantwortlich.

Verantwortlich bei Jaguar Land Rover: Stephan Vögeli (Managing Director), Karin Held (Director Marketing, PR & Sponsoring), Sladjana Mitrovic (Communications Manager). Verantwortlich bei Ogilvy: Jonathan Schipper (Gesamtverantwortung), Claudia Sigg, Daniel Suter (Beratung), Thomas Bolliger (CD), Stephanie van Ophuisen (AD), Marcel Elsener, Markus Sidler (Text), Filippo Salmina (DTP).

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Element P: Unternehmensfilm für Glanzmann

Zum zweiten Mal in Folge ging ein Worldstar Packaging Award an eine Glanzmann Verpackung. Anlässlich dieser Auszeichnung hat Element P den Unternehmensfilm «Cocon» produziert, der am Mittwochabend im Kino Royal in Aarberg mit Belegschaft und Gästen seine Premiere feierte.

Der Film «Cocon» würdigt die Leistungsbereitschaft der Glanzmann-Mitarbeitenden mit der Geschichte einer jungen Verpackungstechnologin, heisst es in einer Mitteilung der Agentur vom Mittwoch. Die junge Frau entwickelt zum Abschluss ihrer Ausbildung bei Glanzmann eine Verpackungslösung der Superlative und fragt im Film: «Was wir da verpacken? Dieses eine und einzigartige Produkt, das Glanzmann nur einmal jährlich ausliefert. Man könnte das Produkt, öh, Glanzmann nennen.»

Die Protagonistin im Film fordert auf der Suche nach der perfekten Verpackung die ganze Belegschaft: von den Mustermachern über die Meister der Veredelung bis zu den Spezialisten an den Stanz- und Faltmaschinen. Der Film erzählt aber nicht nur von der kompromisslos leistungsbereiten Belegschaft, sondern auch von der familiären Loyalität des kleinen schweizerischen Unternehmens Glanzmann, heisst es in der Mitteilung.
 

Die nächste Stufe

Koch Kommunikation ist eine etwas spezielle Kombination einer kreativen und inhabergeführten Fullservice-Agentur in Frauenfeld. Die erste BSW-Agentur im Kanton Thurgau ist nicht nur sympathisch bodenständig, sondern auch abgehoben digital. Von den 18 Mitarbeitenden beschäftigt sich nämlich ziemlich genau die Hälfte intensiv mit dem Zukunftsmarkt Online.

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Das Führungsteam: Jean-Marc Demeulemeester, Philipp Koch, Michael Koch.

Knapp 50 Werbeagenturen gibt es im Kanton Thurgau. Erst eine davon ist bis jetzt auch in den Verband BSW Leading Swiss Agencies» aufgenommen worden. Die 1969 gegründete Koch Kommunikation in Frauenfeld hat sich damit Grosses vorgenommen.
 
«Früher waren wir eine Arbeiter-Agentur. Die Kunden kamen mit einer Idee, und wir haben etwas Schönes umgesetzt. Die Auftraggeber waren damit zufrieden. Bei den Endkunden erzeugten unsere Ideen den gewünschten Erfolg», beschreibt Philipp Koch das Konzept der alten Tage. «Vor ein paar Jahren stellte sich dann aber das Gefühl ein: Wir müssen einen Schritt weiter gehen.» Heute wird bei Koch Kommunikation «mehr hinterfragt und auch in andere Richtungen gesucht». Die neue Strategie heisst: «mehr kreative Lösungen – vom Konzept bis zur ganzen Umsetzung».
 
Eingeleitet wurde dieser Prozess im April 2012 mit einem Strategie-Workshop. Dort haben die beiden Brüder Philipp und Michael Koch als Inhaber sowie der im Jahr zuvor dazu gestossene Creative Director Jean-Marc Demeulemeester festgestellt, dass Koch Kommunikation sowohl personell wie auch bei den Aufträgen ziemlich genau «fifty fifty» ist in den Bereichen klassische Werbung und digitale Kommunikation. Eine Mischung, die in der heutigen Agenturszene nach wie vor noch selten ist. «Wir beschäftigen neben den klassischen Werbern eigene Entwickler, die Webseiten, Apps, Social Media und andere Online-Kampagnen entwickeln», erklärt Michael Koch. Ein Vorsprung, den man bei Koch Kommunikation in Zukunft deshalb noch besser nutzen will. Entsprechend wurde die neue Richtung definiert: «kreativ, aktiv, interaktiv.» Koch Kommunikation beschäftigt 18 Mitarbeitende. Die meisten davon arbeiten am Hauptsitz in Frauenfeld. Ein Teil davon wird für individuelle Aufträge auch in Brüttisellen eingesetzt. Dort betreibt die Agentur eine Zweigniederlassung. Diese hat sich ergeben, als Koch Kommunikation einen Teil der Dienstleistungen aus dem digitalen Bereich von ihrem früheren IT-Partner UMB übernehmen konnte. Als einer der führenden IT-Dienstleister in der Schweiz hatte UMB bisher bei Koch Kommunikation den Bereich Web Design eingekauft. Als das Unternehmen in Brüttisellen sein Web Business abstossen wollte, konnte Koch Kommunikation diese Kunden übernehmen. Dazu gehören zum Beispiel der Eishockeyclub ZSC Lions und der Fussballclub GC.
 
Diese Referenzen haben vor einem Jahr auch das Tor zu einem Pitch für die Swiss Football League geöffnet, für welche Koch Kommunikation jetzt die ganze Internet-Präsenz umsetzen durfte. Verschiedene Schnittstellen und eine Responsive Site sorgen dafür, dass Live-Daten, Match-Berichte, Statistik- Daten usw. für den User zur Verfügung stehen. Crossmediale Aufgaben sind eine der Kernkompetenzen, für welche immer mehr auch Kunden nach Frauenfeld kommen, die vorher ihr Glück in der Werbehochburg von Zürich gesucht haben. Etwas schwieriger sei es hingegen, auch die dazu nötigen Kreativen vom Seefeld weg in den Thurgau zu locken. «Aber der Werbestandort Ostschweiz wird immer interessanter», ist Philipp Koch überzeugt. Nicht zuletzt seien in dieser Region auch zahlreiche Unternehmen beheimatet, die ihre Produkte in der ganzen Schweiz verkaufen. Und damit auch ihre Werbung «made in Thurgau» in das Land hinaus tragen. Nicht nur die Frifag Märwil, der drittgrösste Geflügelproduzent des Landes, für welchen Koch Kommunikation schon seit über 20 Jahren die Werbung betreut.
 
Auch in der Werbung fällt im Thurgau der Apfel nicht weit vom Stamm
Philipp Koch hat bereits als Kind im Elternhaus in der Werbung «gearbeitet». Vater Hans-Peter hatte seine Agentur in den Anfängen noch zu Hause eingerichtet. So waren Philipps erste Jobs das Einpacken von Mailings. Als Teenager folgte eine Lehre bei Publicitas in Winterthur. «Das war meine grosse Chance. Die Ausbildung hat meine Leidenschaft für Marketing und Medien endgültig geweckt.» Philipp Koch liess sich beim Sawi zum Werbeassistenten weiterbilden. Dann ist er 1990 im Familienunternehmen eingestiegen.
 
Die Agentur wurde 1969 vom Vater als Einmannfirma mit nur einem einzigen Kunden gegründet. Als dieser wegfiel, stand das Werbebüro plötzlich ohne Arbeit da. Aber Herausforderungen provozieren zum Wachsen – und so erblühte Koch Kommunikation schnell wieder in neuer Stärke und bald auch mit sechs Mitarbeitenden. Seither ging es kontinuierlich, «aber im Rahmen eines gesunden Wachstums» nach oben. In dieser Phase war für Philipp später auch ein externes Jobangebot verlockend. Er hätte für sechs Monate bei einem befreundeten Agenturinhaber in New York arbeiten können. «Weil mir mein Vater aber ständig mehr Verantwortung übertragen hat, konnte ich inmitten der boomenden Entwicklung in Frauenfeld nicht einfach für ein halbes Jahr aussteigen », ist das Einzige, was Philipp rückwirkend ein bisschen schade findet. Ansonsten fühlt er sich «restlos ausgefüllt», das Familienunternehmen in der zweiten Generation jetzt zu einem florierenden KMU vorangetrieben zu haben. Auch Bruder Michael Koch hat in seiner Jugend zuerst einmal Couverts für den Vater eingepackt. Dann folgte eine Lehre beim Verlag und Druckerei der Thurgauer Zeitung. Hier wurde Michael auch in die Welt der Mediaplanung eingeführt. Später stieg er ebenfalls für kurze Zeit in die aufstrebende Agentur des Vaters ein. Nach zwei Jahren lockte ihn aber die Grossstadt Zürich. Mit einem Kollegen zusammen eröffnete er ein eigenes Büro am Limmatquai. «Wir machten das Marketing und die Kommunikation für die ganze Filialkette von Pierre Hairstylist», erinnert sich Michael an seine wilden Jahre. Aber weil sein Büropartner ein bisschen anders tickte und der Vater gleichzeitig dringend Verstärkung brauchte, kehrte der Auswanderer wieder nach Frauenfeld zurück.
 
 
Neue Verantwortung und sportliche Herausforderungen
 
«Ich musste meine Chance packen.» Zu dieser kam auch noch die Verantwortung, als 2003 der Vater unerwartet verstarb und die beiden Brüder das Familienunternehmen vollständig übernehmen mussten. Michael, der sich seither immer mehr im Bereich Internet spezialisiert hat und auch noch eine Ausbildung im Programmieren machte, ist heute Leiter Management und als «Digitaler» vor allem für Kunden wie Swiss Football League, ZSC Lions und GC in der Sparte Online verantwortlich. Philipp, bei dem auf der Visitenkarte Leiter Beratung steht, kümmert sich mehr um die klassischen Projekte. «Die Rollenverteilung kann aber kreativ angepasst werden.» Noch konsequenter für die Kreation zuständig ist seit drei Jahren Jean- Marc Demeulemeester. Mit dem erfahrenen Creative Director wollten die Koch-Brüder eine neue Epoche in der Geschichte der grössten Werbeagentur im Thurgau einläuten. Das Ziel geht Richtung kreative Qualität. Das heisst: Man will zusammen mit Jean-Marc Demeulemeester als CD noch einmal richtig durchstarten. Jean-Marc Demeulemeester entdeckte schon in der Schule seine «Urliebe für die Werbung» und begann mit 16 eine Lehre als Grafiker. Im nachfolgenden Karussell durch namhafte Agenturen gewann der Kommunikationsprofi und Gestalter zahlreiche Auszeichnungen, darunter auch einen bronzenen Löwen in Cannes. Jean-Marc Demeulemeester entwickelte sich im Verlauf seiner Karriere vom Junior Art Director bei Advico Young & Rubicam zum AD bei Publicis.
 
Weitere Stationen waren Metzger Lehner Worldwide Partners, J. Walter Thompson und dann Lang Gysi Knoll, heute Neue Lgk. Hier wirkte Demeulemeester für vier Jahre als Creative Director. Aus dieser Zeit stammt die auch heute noch mit immer neuen Menüvorschlägen präsente Werbung mit den kreativ geschälten Kartoffeln für Schweizer Bauern. Auch das Konzept «Wir lassen uns nicht behindern» für Pro Infirmis hat seinen Anfang bei Jean-Marc Demeulemeester erlebt.
 
Im Jahre 2006 machte sich der CD zusammen mit seiner Frau Caroline Demeulemeester selbstständig. In Winterthur wollten die beiden «eine Art Boutique» sein, wo die Werber ihre Kunden sehr persönlich betreuen können. Zu diesen gehörte auch die Schweizerische Post. Für den nationalen Player waren die Strukturen der Mini-Agentur allerdings ein bisschen zu klein. So verlegte Jean-Marc Demeulemeester im Januar 2008 seinen eben ergatterten Post-Auftrag unter das Dach der GGK in Zürich. In der Agentur von Hermann Strittmatter wirkte er anschliessend drei Jahre als Creative Director, bis er sich dann 2011 erneut als Creative Consultant selbstständig machte, um nach wenigen Monaten im April 2011 in Frauenfeld als Ideenlieferant bei den Gebrüdern Koch einzusteigen. Wie schon bei der Neuen Lgk lockte ihn bei Koch Kommunikation die Aufgabe, eine Agentur in eine neue Dimension zu bringen. «Etwas Neues aufbauen, ist viel spannender, als sich in das gemachte Nest einer internationalen Netzwerkagentur zu setzen », beschreibt Demeulemeester seinen Antrieb. Und was ihm bei der neuen Lgk gelungen ist, die Agentur zu einer nationalen Grösse zu führen, hat er sich jetzt auch mit seinen neuen Partnern Philipp und Michael Koch zum Ziel gesetzt. «Bei Koch Kommunikation interessierte mich auch das Fifty-Fifty-Konzept mit einer gleichwertigen Gewichtung von Digital und Klassik. Und alles im Rahmen eines überschaubaren Gebildes. Jetzt müssen wir nur noch eine Stufe mehr zünden.»
 
Andreas Panzeri

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Cardinal verlängert Vertrag mit Gurtenfestival

Cardinal wird für weitere fünf Jahre Hauptsponsor des Berner Gurtenfestivals. Die Verantwortlichen beider Parteien unterzeichneten in Rheinfelden die Vertragsverlängerung.

Seit 2010 ist die Marke Cardinal mit dem Gurtenfestival verbunden und beschliesst nun aufgrund der erfolgreichen Zusammenarbeit vorzeitig eine Weiterführung des Engagements bis 2019. Das Sponsoring-Paket umfasst den Auftritt der Cardinal Factory sowie exklusive Liefer-, Werbe-& Ausschankrechte. Neben Cardinal wird auch das einheimische Gurten Bier exklusiv in der Zeltbühne ausgeschenkt, heisst es in der Mitteilung des Unternehmes vom Donnerstag.

Die Marke Cardinal engagiert sich seit vielen Jahren im Musik- und Festivalbereich und wirkt als Sponsor von Musikveranstaltungen in der ganzen Schweiz.

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Arena-Moderatorin will sich beruflich neu orientieren

Nach 20 Jahren bei Schweizer Radio und Fernsehen SRF gibt Sonja Hasler Ende Mai 2014 die Moderation der «Arena» ab. Sie hat sich entschieden, eine Auszeit zu nehmen und sich beruflich neu zu orientieren.

Seit 1994 ist Sonja Hasler für Schweizer Radio und Fernsehen im Einsatz. Sie begann ihre Laufbahn bei Schweizer Radio DRS als Sportreporterin, ab 1997 war sie als Nachrichtenredaktorin beim Radio im Einsatz. Von 2001 bis 2005 übernahm Sonja Hasler die Gesprächsleitung beim «Tagesgespräch» von Schweizer Radio DRS.

Zum Schweizer Fernsehen wechselte Sonja Hasler 2006. Während sieben Jahren moderierte sie die «Rundschau». Seit Frühling 2009 agierte Sonja Hasler als erste Frau zusätzlich auch als Gesprächsleiterin der «Arena» und der «Arena vor Ort», bevor sie sich ab Mitte 2013 ganz auf die Arbeit bei der politischen Diskussionssendung konzentrierte. Während ihres Engagements beim Fernsehen führte sie Interviews und moderierte die Elefantenrunde im Rahmen der Parlamentswahlen, der Bundesratswahlen und des Abstimmungsstudios.

Nach so vielen Jahren am Puls des nationalen Geschehens habe sie Lust auf etwas Neues, wird Sonja Hasler in der Mitteilung vom Donnerstag zitiert. Ob das innerhalb- oder ausserhalb von SRF sei, werde sich zeigen. Redaktionsleiterin Marianne Gilgen bedauert den Abgang. Hasler habe sich von Politgrössen nicht beeindrucken lassen und den richtigen Ton getroffen gegenüber ihren Gesprächspartnern – vom Bundesrat bis zum Bergbauern.

Bis zur Sommerpause moderiert Urs Wiedmer alle Ausgaben der «Arena». Wie das Medienunternehmen bereits mitteilte, wird Jonas Projer ab Ende August an dessen Stelle die Moderation der Sendung übernehmen (Werbewoche.ch berichtete). Urs Wiedmer wechselt in die Bundeshausredaktion.
 

Zur Sache: mehr Mut

Wie jeder Journalist tausche ich mich regelmässig mit vielen unterschiedlichen Personen aus. Einmal im persönlichen Gespräch oder am Telefon, dann aber auch via Mail, Facebook und Twitter.

So unterschiedlich die Kommunikationswege sind, so unterschiedlich die Gesprächspartner. Das können bestandene Journalisten, Chefredaktorinnen, Kreativ-Direktoren, Agentur-Inhaber und -CEOs, Verlagsmanager, PR- oder Kommunikatonsleiterinnen sein, aber auch junge Kreative, junge Journalisten, Online-Nerds oder Internet-Unternehmer.

Die Themen sind logischerweise immer ähnlich: Funktion der Medien, Qualität der Medien, Entwicklung des Werbemarktes, Onlinemedien, Zukunft der Kommunikation etc. In letzter Zeit waren es auch immer wieder eher brisante Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Das sagt wahrscheinlich auch einiges aus.

Was mir immer wieder auffällt, ist, dass das Alter der Personen in den seltensten Fällen mit den unterschiedlichen Antworten korreliert. Ich weiss, meine lieben Besserwisser, das ist aus der Psychographie und aus unzähligen Zielgruppen-Typologien schon lange bekannt. Aber es ist eben ein gewaltiger Unterschied, ob man auf einem Powerpoint-Chart irgendwelche farbigen Diagramme oder Datenwolken sieht oder das Ganze eins zu eins hört und vielleicht auch nonverbal merkt, wie das Gegenüber tickt.

Wenn man die Antworten, Haltungen und Meinungen einmal ganz simpel in zwei Gruppen unterteilen will, dann sind es einmal die Bewahrer, die alles abschirmen, verteidigen, bewachen wollen. Jede Idee, jeder neue Ansatz wird im Keime erstickt. Man sieht keine Chancen, sondern konzentriert sich auf mögliche Risiken. Man schaut nicht über den Tellerrand, denn es geht ja um die eigene Branche. Man träumt von gloriosen vergangenen Zeiten und hofft insgeheim, dass diese wiederkommen.

Die zweite Gruppe sind die Neugierigen. Diese stellen das Bewährte infrage, sie suchen neue Wege (im Wissen, dass man vielleicht auch scheitern kann), sie sehen neue Chancen – wenn auch oft zu optimistische – und sie sind neugierig. Sie interessieren sich für andere Branchen, neue Denkweisen. Sie versuchen sich neue Märkte und neue Konsumenten- und Leserbedürfnisse vorzustellen.

Was mir in letzter Zeit auffällt, ist, dass die Gruppe der Bewahrer und Zweifler immer mehr zunimmt. Die Neugierigen werden argwöhnisch betrachtet und insgeheim schon mal als potenzielle Störenfriede und gefährliche Phantasten katalogisiert.

Ein bisschen mehr Mut liebe Medien- und Kommunikationsbranche! Zögern und Zaudern bringt nichts.

Pierre C. Meier, Chefredaktor
[email protected]
 

Zu guter Letzt: Eine launische Wolke

Diese Oma führt anstelle eines Hündchens die weisse Wolke «Freddy» Gassi. 

Die skurrile Idee, die Oma statt mit einem verwöhnten Schosshündchen mit einer flauschigen Wolke durchs Quartier spazieren zu lassen, hatten die Kreativen von DDB Chicago. Die Agentur hat mit der Wolke eine Serie von Werbespots für Skittles, die fruchtigen bunten Kaubonbons, gedreht.

Die Wolke ist launisch wie ein verzogener Pudel und kann ein ziemliches Gewitter ablassen, wenn sie an den falschen Stellen gestreichelt wird. Wenn die Wolke gut gelaunt ist, dann regnet sie dafür bunte Skittles. Dafür verzeiht man ihr alles. (sis)
 

//www.youtube.com/watch?v=JCAA81eIK4g

//www.youtube.com/watch?v=UOQ_tKZNq6k

//www.youtube.com/watch?v=iELg1xRL9Io

Clevere Begleitung: die Event-App

In Zukunft wird es zu einer immer stärkeren Verschmelzung von realen und virtuellen Plattformen kommen. Um diesem Trend gerecht zu werden, hat Rufener eine eigene Event-App entwickelt. CEO Jennifer Somm erklärt deren Sinn.

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Power-App beim Power- Lunch: Nicole Simmen (Moderation), Simon Hofmann (Strategie & Development Sponsoring, Swisscom), Jennifer Somm (Rufener), Dirk Scherble (SAP Schweiz), Pascal Kreder (Reflection Marketing) diskutieren über interaktive Kommunikationsmittel im Event- und Sponsoringumfeld.

WW: Sind Event-Apps als technische Gadgets eine Modeerscheinung oder tatsächlich ein Erfolgsfaktor für einen Event?
Jennifer Somm: Die Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeiten haben sich in den letzten Jahren drastisch verändert. Auch die Live-Kommunikation muss auf diese neuen Formen eingehen, sie verstehen und umsetzen. Eine Event-App trifft genau den Geist der Zeit: Menschen wollen mit gestalten, teilen, kritisieren oder weiterempfehlen. Durch die App verschmilzt das reale Erlebnis mit dem virtuellen. Dieses bietet Information, Interaktion, aber auch Vernetzung und Spass. Event-Apps sind also nicht nur ein Erfolgsfaktor, sondern die logische Konsequenz, sich den heutigen Interessen der Gesellschaft anzupassen.
 
Was kann eine App zu einem gelungenen Event beitragen: vor/während/nach dem Event?
Eine Event-App begleitet den gesamten Kommunikationsprozess. Bereits lange vor dem Event kann so mit der Zielgruppe Kontakt aufgenommen werden, welcher sich während des Events und nach dem Event weiterführen lässt. Die Event-App verlängert die Zeitspanne, in welcher sich die Teilnehmer mit dem Unternehmen/der Marke beschäftigen. Die Beziehung wird so vertieft und gefestigt.
 
Welcher Mehrwert wird generiert? Was haben die Besucher davon?
Mit einer Event-App wird der Besucher spielerisch aktiviert. Er erhält kompakte, topaktuelle Informationen, kann sich mit anderen Teilnehmern vernetzen und je nach Interesse vertieft mit gewissen Inhalten auseinandersetzen. Und dafür braucht er weder Flyer und Broschüren noch einen Informationsstand: Das einzige Gerät ist sein Smartphone in der Hosen- oder Handtasche.
 
Wie profitiert der Veranstalter? Was bietet die App dem Sponsor? Durch die digitale Zielgruppenansprache gelingt es, eine weit grössere Reichweite zu schaffen. So müssen zum Beispiel Teilnehmer eines Events nicht zwingend vor Ort sein, um am Geschehen teilzuhaben. Durch die Verknüpfung mit Social Media und deren «Sharing»-Funktionen (Gefallen, Teilen, Kommentieren) lässt sich Reichweite zusätzlich steigern. Sind die Teilnehmer aktiv und engagiert, ist dies für die Live-Kommunikation ein zentraler und entscheidender Erfolgsfaktor: Es bedeutet, dass sich die Teilnehmer mit der Marke und ihren Botschaften beschäftigen und auseinandersetzen, ihre Gedanken und Inputs mit ihr teilen und Zeit mit ihr verbringen. Diese Zeit und die vorhin angesprochene Reichweite sind zwei wesentlichere Punkte, um Sponsoren eine attraktive und lukrative Plattform zu bieten. Die Event-App ist hierfür ein ideales Instrument.
 
Wie wichtig ist die Nachbearbeitung und was kann diese bringen?
Durch eine Event-App lassen sich Veranstaltungen erstmals besser und genauer auswerten. Die Nachbearbeitung zeigt auf, wie einzelne Inhalte der Veranstaltung bewertet wurden, was auf Interesse stösst und wo noch Verbesserungspotenzial besteht.
 
Gibt es bereits eine standardisierte Version? Und wie sieht der Einsatz einer Event-App auf der Veranstaltung selbst aus?
Bei Rufener bieten wir zusammen mit Dreipol eine Event-App an, welche einen standardisierten Aufbau bietet, sich aber im Look & Feel ganz auf die Marke/das Event anpassen lässt. So können wir unseren Kunden ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis offerieren. Um die zwei relevanten Parameter – Geschwindigkeit und Aktualität – gewährleisten zu können, sind wir immer mit Spezialisten vor Ort, welche in «real time» Inhalte, News und Ergebnisse von Umfragen und Abstimmungen aufschalten.
 
Für wen macht eine solche App Sinn?
Eine Event-App macht vor allem dann Sinn, wenn auch ein echter Mehrwert geboten werden kann. Das bedeutet auch, dass sich Veranstalter bewusst Zeit und Ressourcen einplanen müssen, um spannende und anregende Inhalte aufzubereiten, die passgenau der Marke und der Kommunikationsstrategie entsprechen. Wir unterstützen und begleiten unsere Kunden natürlich sehr gerne dabei.
 
Ab welcher Event-Grösse macht eine Event-App Sinn?
Ob der Einsatz einer Event-App sinnvoll ist oder nicht, hängt nicht in erster Linie von der Grösse des Events ab. Entscheidend sind das Eventformat, die Zielgruppe des Events sowie die Inhalte, die zur Verfügung gestellt werden können. Gewisse Formate eignen sich geradezu perfekt für eine App: So profitieren beispielsweise Tagungen, Workshops aber auch Awardverleihungen und Produktlaunches von einer interaktiven Begleitung des Events. Wichtig ist es zudem, dass die Gäste der Veranstaltung affin sind für digitale Kommunikationsinstrumente, sprich keine Berührungsängste vor neuen Kommunikationskanälen haben, sondern diese vielmehr gerne und spielerisch nutzen. Und last but not least: Content is key! Ist die Event-App eine leere Hülle, bringt sie sicherlich nicht den gewünschten Effekt.
 
Ihr abschliessender Tipp für Veranstalter?
Seien Sie als Unternehmen mutig, bieten Sie Spannendes, Tiefgang und Unterhaltendes in einem, regen Sie Ihre Zielgruppe zum Austausch und zu Feedback an und sorgen Sie für einen echten Dialog
 
Interview: Andreas Panzeri  

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Standortmarketing für das Zurzibiet

Megura hat für das Zurzibiet im Norden des Kanton Aargau eine Imagekampagne realisiert.

Es gäbe zu viele gute Gründe, das Zurzibiet zum Wohn- und Arbeitsort zu machen, um sie alle aufs Mal kommunizieren zu können, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Also konzentriere sich die Kampagne darauf, die nötige Aufmerksamkeit zu bekommen: Mittels «Menschen wie du und ich», die im Zurzibiet wohnen und arbeiten. Portraitiert werden sie im Arbeitstenu und via Spiegel gleichzeitig im Freizeitlook. Damit bringt die Agentur das Thema «wohnen und arbeiten im Zurzibiet» auf den Punkt.

Die Kampagne soll sowohl bei den Einheimischen das Wir-Gefühl stärken wie auch die Neugierde potentieller Zuzüger wecken. Sie setzt sich aus Plakaten, Inseraten, Verkehrsmittelwerbung, Postkarten und der Website Vorteil-zurzibiet.ch zusammen.

Verantwortlich bei Wirtschaftsforum Zurzibiet: Peter Andres (Geschäftsführer). Verantwortlich bei Megura: René Utiger (Projektleitung), Seraina Hoffmann (Beratung), Mariana Haerri (Konzept & Design), Emil Enzler (Online), Thomas Wirth (Konzept & Text), Dominik Golob (Fotografie).

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Telefonwerbung bleibt für Krankenversicherer zulässig

Die Telefonwerbung durch Krankenversicherer wird vorläufig nicht verboten. Der Ständerat hat am Mittwoch eine Motion aus dem Nationalrat mit 24 zu 12 Stimmen bei einer Enthaltung abgelehnt. Der Vorstoss ist damit vom Tisch.

Die kleine Kammer folgte beim Entscheid der Empfehlung ihrer vorberatenden Kommission. Ein Verbot wäre unverhältnismässig und mit der Wirtschaftsfreiheit nicht vereinbar, sagte Urs Schwaller (CVP/FR) im Namen der Kommission. Es sei nicht einsehbar, warum ein Verbot für eine einzelne Branche erlassen werden sollte. Telefonwerbung gebe es auch für Medien, Kosmetik oder Wein. Ausserdem könnten sich die Bürgerinnen und Bürger mit einem Sternchen im Telefonbuch vor solchen Werbeanrufen schützen.

Selbstregulierung gescheitert

Nationalrat Jacques-André Maire (SP/NE) hatte seinen Vorstoss in der grossen Kammer damit begründet, dass die bisherigen Versuche, die Telefonwerbung bei der Krankenversicherung einzuschränken, nicht gefruchtet hätten. Zwar habe der Krankenversicherungsverband Santésuisse mit seinen Mitgliedern eine Vereinbarung getroffen, die das Problem durch Selbstkontrolle lösen solle. Es zeige sich jedoch, dass die Telefonwerbung seither nicht zurückgegangen sei.

Hans Stöckli (BE/SP) wies im Ständerat darauf hin, dass Santésuisse die Sebstregulierung ohnehin vor kurzem aufgehoben habe – auf Druck der Wettbewerbskommission (WEKO), die moniert habe, es fehle die gesetzliche Grundlage dafür. Auch Santésuisse habe also ein Interesse an einem Ja zur Motion. Den Vergleich mit dem Weinhandel fand Stöckli nicht zulässig, da der Weinhandel im Gegensatz zur Krankenversicherung nicht obligatorisch sei. Dies rechtfertige ein Verbot für Krankenversicherungen.

Regulierung im Aufsichtsgesetz

Alex Kuprecht (SVP/SZ) widersprach. Er ärgere sich auch über solche Anrufe, die er trotz Sternchen-Eintrag erhalte, gestand er. Die Motion lehne er aber ab. Es gelte, auf anderem Weg eine gesetzliche Grundlage für die Selbstregulierung zu schaffen. Gesundheitsminister Alain Berset bat den Rat ebenfalls, statt auf die Motion auf das Krankenversicherungsaufsichtsgesetz zu setzen, das in den Räten umstritten ist. (SDA)
 

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