Notch Interactive bewirbt neue Search.ch-App

Hand in Hand mit dem Redesign kommt die neue Kampagne für die Search.ch-App, die Notch Interactive kreiert hat. Im Fokus der Kampagne stehen die orts- und zeitabhängigen Informationen, die der Benutzer dank der App in seinem direkten Umfeld findet.

Search.ch ist mit über 2,3 Millionen Unique Usern pro Monat die beliebteste und meistgenutzte Schweizer Website. Passend zum Redesign der mobilen Anwendungen (Werbewoche.ch berichtete) hat Notch Interactive eine Kampagne kreiert, welche die Vorteile der App auf überraschende Weise dramatisiert. Die neue App und die Funktion «Live Search» zeigen für den Nutzer wichtige Informationen orts- und zeitabhängig an. Ob Restaurants, Tankstellen oder Geldautomaten, die App liefert alles Wichtige rund um den eigenen Standort auf einen Touch. Hier setzt die Kampagne visuell und textlich an: Die Kampagne zeigt verschiedene Bedürfnisse, die unterwegs entstehen und dank der App einfach gestillt werden. Die App wird so zum perfekten Begleiter und Unterstützer. Abgerundet wird dieser Gedanke auf schlüssige Weise mit dem Leitsatz: Die neue App für alles rund um Sie.

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Die Auswahl der visualisierten Dienste und Dienstleistungen basiert dabei auf einer Analyse der Nutzung auf Search.ch. So stehen unter anderem Restaurants oder der Fahrplan hoch im Kurs. Mit dem Sujet «Die neue App für Renovierer» wird auch die Suche nach KMU-Dienstleistern dramatisiert. Dadurch bringt Search.ch KMUs näher an ihre Kunden. Die neue Search.ch-App wird im TV sowie auf Plakaten, Inseraten, E-Boards, Webbannern und Online-Spots in allen drei Sprachregionen beworben.

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Verantwortlich bei Search.ch: Urs Hügli (CEO), Jasna Smojvir und Matthias Adolf (Head of Marketing), Dimitri Burkhard (Senior Projektleiter), Lara Wyss (Junior Art Director).
Verantwortlich bei Notch Interactive: Peter A. van der Touw (Gesamtverantwortung), Roger Oberholzer (Strategie), Jeff Gerber (Creative Direction), Marco Klein und Martin Stauch (Art Direction), David Elmiger und David Voges (Konzeption, Text), Alain Aebersold und Jürg Schaeppi (Design), Deborah Buccarella (Beratung). CGI Produktion: Peppermill Berlin, Max Baber (Head of Production), Heinrich Eisele (Head of Consulting), Daniel Büttner (Head of Creative). Mediaagentur: Mediatonic, Claudia Schroeter (Director), Matthieu Robert (Online Direktor), Denise Tribalo (Online Planner), Aurélie Lecomte (Media Planner), Patrick Frieden (Media Planner).

Planet 105 sucht neues Logo mit Hilfe der Hörer

Das erste nationale Privatradio der Schweiz steht vor einem Namenswechsel: Radio 105 wird zu Planet 105. Zum Re-Branding wird nun gemeinsam mit den Hörerinnen und Hörern das neue Sender-Logo gewählt.

In einem Design-Wettbewerb, an welchem sich Privatpersonen und Grafiker beteiligten, wurden unzählige Logo-Vorschläge eingereicht. Eine Jury hat die zwei passendsten Vorschlage gewählt und zum Final-Voting auf der Website des Senders bereitgestellt. Logo 1 wurde von der Zürcher Agentur Resign, Logo 2 von der Agentur Kraftkom ins Rennen geschickt.

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Unter allen abstimmenden Personen werden spezielle Backstage-Tickets für die DJ Night 2014 am 31. Oktober verlost. Am Event wird das neue Planet 105 Logo zum ersten Mal in Farbe präsentiert. Das Voting läuft bis zum 31. August 2014.

Zu guter Letzt: Das Aussehen kann täuschen

Erkennen Sie den Verbrecher auf den Plakaten von GSR Global Security Resources? Der erste Eindruck stimmt nicht immer.

Wenn jemand einen Turban trägt oder dunkelhäutig ist, dann gerät er schnell mal ins Visier der Sicherheitsleute. Aber einen Verbrecher erkennt man meistens nicht so rasch. GSR wirbt mit zwei Plakatsujets für die eigenen Überwachungssysteme. Die unauffällig gekleideten Verdächtigen findet man auf den Bildern erst bei ganz genauem Hinschauen. (sis) 

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Patrick Feuz zum Chefredaktor Der Bund ernannt

Patrick Feuz wird per Anfang 2015 neuer Chefredaktor von Der Bund. Er tritt die Nachfolge von Artur K. Vogel an.

Seit 2009 leitete Patrick Feuz die Bundeshausredaktion von Der Bund und Tages-Anzeiger und ist seit 2007 als stellvertretender Chefredaktor der Berner Tageszeitung tätig. Davor schrieb der 47-Jährige bereits seit 1993 für den Bund, anfangs im Ressort Bern, später für die Inlandredaktion, deren Leitung er ab 2002 übernahm. Patrick Feuz hat Zeitgeschichte, englische Literatur und Medienwissenschaft studiert und verschiedene Fachbücher, darunter die Biografie des Schokoladefabrikanten Theodor Tobler, herausgegeben.

Artur K. Vogel gibt die Bund-Chefredaktion Ende dieses Jahres ab – und das offenbar auf Drängen der Redaktion hin (Werbewoche.ch berichtete). Er hat sie seit 2007 geleitet und will sich nun vermehrt dem Schreiben widmen.

 

Manchmal beweisen die Deutschen Geschmack

Adiletten, Ballermann, Vokuhila, Dschungelcamp – unsere nördlichen Nachbarn sind für Stilsünden berühmt. Genau dieses Klischee macht Matter Gretener Lesch zum Aufhänger der Einführungskampagne von Müllermilch in der Schweiz.

Ja, die Deutschen sind nicht immer für guten Geschmack bekannt, gibt das deutsche Unternehmen Molkerei Müller zu – mit einer Ausnahme: Müllermilch. Die selbstironische Kampagne stammt von Matter Gretener Lesch. Zum Einsatz kommen ab dem 18. August Plakate, Inserate und Radiospots. Um die Marke Müller in der Schweiz zusätzlich zu emotionalisieren, wurde gerade die Sponsoring-Partnerschaft mit den Kloten Flyers verlängert.

Verantwortlich bei Müller media & service: Christian Meyer. Verantwortlich bei Matter Gretener Lesch: Daniel Matter (Creative Direction), Dominik Imseng (Text), Caroline Jordan (Art Direction), Laura Haas (Grafik), Marcus Gretener, Ulrich Stauffacher (Beratung). Photographie: Oliver Lang.

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Carlos Leal springt ab

Manifesto hat für die Telekommunikationsanbieterin UPC Cablecom eine neue TV-Spot-Serie mit Carlos Leal gedreht. Die Spots verdeutlichen die Pausen- und Rewind-Funktion des Horizon HD Recorders

Im ersten Spot springt der Musiker und Schauspieler Carlos Leal von einem hohen Sprungturm und wird (vorerst) von der Pausen-Funktion vor dem Aufprall gerettet. Im zweiten Spot wird er dann mit der Rewind-Funktion wieder an den Anfang der Handlung zurückgespult.

In beiden Spots wird auf witzige und eingängige Weise demonstriert, wie einfach es ist, mit dem Horizon HD Recorder von UPC cablecom aktiv auf das Fernsehprogramm Einfluss zu nehmen. Die neuen Werbespots sind auf diversen Kanälen in der Schweiz zu sehen.
 

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Interaktives Fernsehen für SRG stösst auf Kritik

Die SRG will in der Schweiz interaktives Fernsehen einführen. Aus diesem Grund wird die Radio- und Fernsehverordnung revidiert. Bei den Kabelnetzbetreibern kommen die Pläne nicht gut an: Sie fürchten eine «Lex SRG».

Das interaktive oder hybride Fernsehen (HbbTV) ist eine 2010 entstandene Standardtechnik in Europa. Diese erlaubt es, Textnachrichten, Wettermeldungen, zusätzliche Videokanäle oder Eigenproduktionen aus dem eigenen Archiv nicht nur im Internet, sondern gleichzeitig auch am Fernsehbildschirm zu zeigen.

Einführung 2015 geplant

In der Schweiz plant die SRG die Einführung dieses hybriden Dienstes auf Anfang 2015. Bereits vor zwei Jahren hat das Westschweizer Radio und Fernsehen (RTS) ein Pilotprojekt lanciert. Die Erfahrungen seien vielversprechend verlaufen, hiess es bei der SRG auf Anfrage.

Damit aber der hybride Dienst in der Schweiz eingeführt werden kann, ist eine Anpassung der Radio- und Fernsehverordnung sowie der SRG-Konzession notwendig. Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat im Juni eine entsprechende Revision in die Anhörung geschickt, deren Frist am Freitag endet. Mit der Änderung soll sichergestellt werden, dass die Fernmeldedienstanbieter die hybriden Fernsehdienste konzessionierter Stationen wie der SRG verbreiten.

Hohe Kosten befürchtet

Den Kabelnetzbetreibern stösst diese Forderung sauer auf. Das Bakom plane eine kleine «Lex SRG», kritisiert Swisscable in einer Mitteilung. Indem der Bund HbbTV gegenüber anderen Diensten privilegiere, orientiere er sich jedoch ausschliesslich an den Plänen der SRG, findet der Branchenverband.

Die Revision gebe nur vor, für Kunden den Zugang zu modernen Diensten zu verbessern, schreibt Swisscable. Dagegen fürchtet der Verband zusätzliche Kosten für Kunden, weil die Verbreiter des hybriden Dienstes erhebliche Investitionen tätigen müssten. Swisscable sind 220 Unternehmen angeschlossen, darunter Cablecom.

Dieser Ansicht ist auch die Swisscom. Angesichts der technischen Umstellungen seien enorme Investitionen notwendig, heisst es beim Unternehmen auf Anfrage. Der Telekomanbieter zeigt sich grundsätzlich skeptisch über die Bakom-Pläne und hält eine Regulierung des hybriden Fernsehens für unnötig.

Die SRG wollte auf Anfrage der SDA keine Stellung nehmen. (SDA)

Sweet Tickets auf tausenden Ice Tea Deckeln

Jung von Matt/Next macht die Migros Ice Tea Deckel diesen Sommer zum Eintrittsticket.

Anlässlich des 30. Geburtstags der Marke versüsst die Migros den Sommer der Schweizerinnen und Schweizer: Die Deckel der Pet-Flaschen werden zum Gratis-Eintrittsticket für Zoos, Badeanlagen und Museen in der ganzen Schweiz. Mit der «Sweet Ticket»-Aktion auf Sweet-ticket.ch bedankt sich die Migros bei ihren Kundinnen und Kunden für ihre Treue, heisst es in der Mitteilung vom Freitag. Denn die Schweizerinnen und Schweizer seien Weltmeister im Eisteetrinken.

Zum Geburtstag vom Migros Ice Tea entwickelte Jung von Matt/Next eine crossmediale Kampagne. Mit Online Werbemitteln (Web und Mobile), Inseraten und Sticker auf den Flaschendeckeln wird die Zielgruppe auf die Jubiläumskampagne «Sweet Ticket» aufmerksam gemacht. Auf der Website kann sich die Zielgruppe mittels Code (vom Sticker auf dem Deckel) Gratis-Eintrittstickets für diverse Aktivitäten sichern.

Die Jubiläumsaktion dauert bis am 14. September 2014.

Verantwortlich bei Bischofszell Nahrungsmittel: Arnold Graf (Key Account-/Product Group Manager). Verantwortlich bei Jung von Matt/Next: Markus Schärer (Executive Digital Direction), Sam Sherbini (Konzeption), Marco Zimmerli (Art Direction), Andrea Klainguti (Screen Design), Stefan Ganz (Text), Tanja Jablanovic (Grafik), Amir Ferhatbegovic (Projektleitung), Christine Bigler (Beratung), Nathalie Eggen (Public Relations), Ralf Brändli, Jonas Grümann (Technologie).
 

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Telebasel-Chefredaktor geht in Vorruhestand

Willy Surbeck, der bisherige publizistische Chef des Basler Lokalfernsehsenders, tritt mit 59 in den vorzeitigen Ruhestand. Nun sucht der Sender einen neuen Chefredaktor.

Der 59-jährige Journalist ist seit 1999 Chefredaktor von Telebasel. Er war bis 2008 gleichzeitig auch Geschäftsführer. Die Stiftung Telebasel gab den Rücktritt Surbecks am Freitag in einer Mitteilung bekannt. Interimistisch übernimmt ab 1. September die stellvertretende Chefredaktorin Miriam Jauslin die publizistische Verantwortung für den Sender. 

Der Rücktritt Surbecks kommt nicht ganz überraschend: Schon im Februar hatte Roger Thiriet, Präsident der Stiftung Telebasel, bei der Bekanntgabe einer neuen Organisationsstruktur angetönt, dass man frühzeitig die Nachfolge des Chefredaktors an die Hand nehmen müsse. 

Seit der Reform im Februar steht CEO Dominik Prétot allein an der Spitze des Unternehmens. Zuvor leiteten der Geschäftsführer und der Chefredaktor den Sender gemeinsam.

Neue Generation für neue Strategie

Neben einer neuen Struktur beschloss der Stiftungsrat für Telebasel im Februar auch eine neue „Multichannel“-Strategie. Deren Umsetzung wolle er nun einen jüngeren Generationen überlassen, die diese Aufgabe mit unverstelltem Blick und frischen Kräften anpacke, wird Surbeck in der Mitteilung zitiert. Diese Strategie stärke Faktoren wie Kosteneffizienz und Marktnähe, hält Surbeck fest.

Als Surbeck 1996 in die Redaktion des damaligen Stadtkanals eintrat, hatte der Sender nur gerade drei festangestellte Redaktoren. Heute verfügt Telebasel über 120 Angestellte. Als Chefredaktor habe Surbeck zudem die tägliche Programmleistung verdoppelt, heisst es im Communiqué weiter. Aktuell umfasst das Angebot von Telebasel mehr als 30 Sendegefässe.

Der Sender ist gemäss der Mitteilung schuldenfrei sowie unternehmerisch und journalistisch unabhängig. Surbeck soll als Freischaffender im Rahmen temporärer Mandate weiterhin für Telebasel tätig sein, heisst es weiter. 

GC Group inszeniert «Filmreife Liebe»

GC Group gewinnt mit dem «Filmreife Liebe»-Konzept den Zurich Schweiz Pitch am Orange Cinema.

Ein besonderer Event verdient auch ein besonderes Konzept – mit diesem Anspruch initiierte die Zurich Schweiz einen Pitch für den Markenauftritt beim Orange Cinema. Zurich Versicherung engagiert sich hier in diesem Jahr neu und wird als Sponsor in Bern, Genf und Basel dabei sein. 

Den Pitch um den sogenannten Zurich corner, an dem mehrere Agenturen teilnahmen, entschied GC Group aus Zürich für sich, wie eine Mitteilung vom Freitag bekannt gibt. Das Team um Geschäftsführer und Inhaber Patrik Gubser entwickelte das Konzept für «Filmreife Liebe». Hier können sich die Besucher in einem Photobooth wie auf berühmten Hollywood-Filmpostern inszenieren und nehmen als bleibende Erinnerung ein persönliches Photo mit nach Hause.

Die entstandenen Photos können auch digital in sozialen Netzwerken geteilt werden. Orange Cinema ist für die GC Group übrigens ein bekanntes Territorium: GCG ist seit Entstehung des Eventformates Orange Cinema für den Auftritt von Orange vor Ort verantwortlich. Bei der Zürcher Agentur sind für den Auftritt Heike Steller, Sergej Kop und Danica Thalmann verantwortlich. 

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Zürichsee-Zeitung gibt Aussenposten auf

Die Zürichsee-Zeitung (ZSZ) zieht ab September ihre drei Regionalredaktionen in Stäfa zusammen. Die 15 betroffenen Redaktorinnen und Redaktoren in Horgen und Rapperswil-Jona müssen ihren Arbeitsort wechseln. Grund dafür ist der geplante Ausbau des Online-Auftritts.

Für den Ausbau des Online-Auftritts der ZSZ im Verbund der Zürcher Regionalzeitungen mit Landbote und Zürcher Unterländer sei ein zentraler Newsroom wichtig, sagte Tamedia-Sprecher Michele Paparone am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Er bestätigte damit eine Meldung der Neuen Zürcher Zeitung. In diesem Newsroom soll die Planung der Print- und Online-Inhalte gemeinsam stattfinden. «Das kann man nicht an drei Standorten machen, sagte Paparone. «Zu gross wäre der personelle und koordinative Aufwand.» Die Leute müssten nahe beieinander sein.

Der Tamedia-Sprecher betonte, dass es sich um eine rein organisatorische Massnahme handle. Ein Sparziel sei damit nicht verknüpft. Auch die Nähe zu den betroffenen Gebieten gehe nicht verloren. «Die gleichen Mitarbeitenden werden von Stäfa aus die gleichen Regionen betreuen», sagte Paparone.

Von den Änderungen betroffen sind 15 Redaktorinnen und Redaktoren. Durch Anpassungen im Bereich der Sekretariate und der Koordination werden zwei Stellen gestrichen. In Thalwil und Rapperswil wird es noch je ein Büro als temporären Arbeitsplatz geben. «Dort können Recherchen vor Ort oder Interviews gemacht werden», sagte Paparone. (SDA)
 

Kreative Eingliederung

Kreative Arbeit am Computer ist eine ideale Herausforderung für Menschen mit körperlicher Behinderung. In der Werkstätte «création handicap» in Zürich gestalten rund 40 Leute Grusskarten, Geschenke und Webseiten.

Sein Traum war Architekt. «Mit Grafik bin ich bedrohlich nahe dabei», spricht Markus Wegmann mit etwas Schalk in der Stimme hinter seinem Sauerstoffschlauch. Seine Krankheit «Duchenne» wurde erst in der Schulzeit zum Thema, so konnte er sogar die Sek ohne grössere Probleme abschliessen. Mit 17 kam die Weichenstellung. Heute ist er der Dienstälteste in der Kreativwerkstätte. Seit 1999 wirkt er als Designer für Webpages und Druckerzeugnisse. Aktuell arbeitet Markus Wegmann an der neuen Website für den Dachverband für Soziale Schulen. «Sieben öffentliche Seiten sowie einen internen Bereich, wo sich Mitglieder einloggen können », gilt es zu programmieren, erklärt Wegmann, während er über eine Spezialvorrichtung an seinem «Easy Rider»-Rollstuhl die Maus bedient. Der Designer liebt vor allem die Abwechslung bei dieser Arbeit. «Der Auftrag für den Verband erstreckte sich von der Gestaltung des Logos über Briefschaften bis zum Realisieren der Website. Mir gefällt es, einen Auftrag von A bis Z durchziehen zu können.»

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An rund 40 Arbeitsplätzen bietet die Werkstätte «création handicap» im Mathilde-Escher-Heim in Zürich Menschen mit Körperbehinderung ein kreatives und anforderungsreiches Betätigungsfeld. Zur Verfügung steht eine angepasste Infrastruktur mit Computerarbeitsplätzen und professionellen Grafik- Programmen aus dem Sortiment von Adobe wie zum Beispiel InDesign, Illustrator oder Photoshop. Hergestellt werden zu einem grossen Teil Papeterieprodukte wie Grusskarten, Glückwunschkarten, Notizbücher oder Lesezeichen. Diese können direkt in der Werkstätte oder im eigenen Onlineshop gekauft werden. Das Leitungsteam ist auch bemüht, ständig neue Aufträge für massgeschneiderte Drucksachen nach Kundenwunsch wie Briefschaften, Visitenkarten, Flyer, Einladungen sowie personifizierte Geburtskarten oder Hochzeitsanzeigen zu akquirieren. Als eine Spezialität im Angebot gilt, dass Karten auch bei grösseren Serien Stück für Stück individuell gestaltet werden. Interessiert ist die Werkstätte zudem an Dienstleistungen wie kleineren Versandaufträgen oder Datenbankeingaben. Eine wachsende Bedeutung hat das Gestalten und Realisieren von Webseiten sowie deren Unterhalt und Aktualisierung.

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Geleitet wird die Werkstätte im MEH von Lukas Fischer. Dieser ist diplomierter Sozialpädagoge, Lerncoach und Erwachsenenbildner. Er ist auch zuständig für die Ausbildung der Betreuten sowie der weiteren Mitarbeitenden. «Gewisse Jobs kann man nicht gut beschreiben, darum arbeitete ich lange ohne Stellenbeschrieb, der mittlerweile existiert», meint Rebecca Oeschger. Als Basis für ihre vielseitige Unterstützung als Teamleiterin hat Oeschger eine grafische Ausbildung sowie eine Weiterbildung in sozialer Arbeit. Yvonne Schümperli ist ebenfalls ausgebildete Grafikerin und hat früher in einer Werbeagentur gearbeitet. In der «création handicap» ist sie neben ihrer sozialpädagogischen Arbeit als Teamleiterin auch für die Kundenbetreuung und das Akquirieren neuer Aufträge zuständig. Dafür setzt Schümperli gerne auf ihre Erfahrungen aus dem Marketing. Für sie ist aber klar: «Meine neue Aufgabe hier ist viel dankbarer als früher in der Agentur.» Es herrsche in der Werkstätte eine Stimmung mit viel Humor. «Dieser hat unter anderem auch mit Kreativität zu tun. Situationskomik bringt uns alle voran. Nicht immer wird aber gelacht, manchmal geht einem der Humor ab. Sei es, weil jemand länger im Spital ist oder jung stirbt. Aber ich lerne viel – körperlich behindert oder nicht. Schicksalsschläge. Jeder Tag wird angenommen – so wie er sich präsentiert.» Auch Yvonne Luginbühl schätzt in ihrem Rollstuhl immer wieder die lebensbejahende Atmosphäre in der Werkstätte, die sie motiviert, um 8.30 Uhr ihre Arbeit aufzunehmen. «Ich spüre den Teamgeist, wenn die ganze Crew Karten stempelt. Wir alle wollen etwas leisten.»

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Thomas Achermann war vormals Grafiker bei der Redaktion des Tages-Anzeigers. Seit November 2010 in der Werkstätte. Nach einem schweren Unfall hatte er Mühe, wieder ins Berufsleben zu finden. «Da war ich froh, dass ich im MEH Fuss fassen konnte.» Im Moment ist er für die grafische Aufbereitung eines Blogs zuständig.

Yvonne Hinder hat eine spastische Paraplegie, die sie beim Gehen und im Gleichgewicht behindert. In der Werkstätte betreut sie das Telefon sowie den kleinen Kiosk für den Direktverkauf. Firdes Atmaca ist seit bald zwei Jahren auf einen Elektrorollstuhl angewiesen. Seither ist das Designen von eigenen Karten ihr Lieblingsjob, da sie bei diesem Gestalten ihrer Fantasie freien Lauf lassen kann. Zudem stellt es sie moralisch auf, wenn sie etwas Schönes geschaffen hat. «Da geht es mir auch gesundheitlich besser.» Für das Finden neuer Kartensujets surft Firdes immer wieder durchs Internet. So ist sie zum Beispiel auf die Idee für eine Kartenserie mit schweizerischem Brauchtum gekommen. Die Arbeiten für solche Projekte werden an regelmässigen Sitzungen an die Leute verteilt, die sich für einen jeweiligen Job am besten eignen. Die Kreativen in der geschützten Werkstätte arbeiten in Teilzeit oder Vollzeitanstellung, je nach ihren körperlichen Möglichkeiten. Massgebend für die Entlöhnung sind die Richtlinien des Sozialamts des Kantons Zürich. Die meisten der Mitarbeitenden wohnen in individuellen und möglichst selbstständigen Gruppen im baulich direkt angeschlossenen Heim. Sie bekommen dort auch ihre nötige Betreuung. Die grafische Werkstätte ist aber auch offen für extern organisierte Behinderte.

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Die «création handicap» ist Teil des Mathilde- Escher-Heims. Dieses ist die schweizweit die einzige Institution, die auf die Betreuung von Menschen mit einer progressiv verlaufenden Muskelkrankheit spezialisiert ist. Es werden aber auch Menschen mit anderen Körperbehinderungen aufgenommen, die eine ähnliche Pflege und Betreuung benötigen.

Andreas Panzeri
 

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