Neue Zeitung für den Reiat

Thayngen und der Reiat erhalten eine neue Zeitung. Zum ersten Mal am Dreikönigstag 2015 und danach jeden Dienstag erscheint der Thaynger Anzeiger.

Die Zeitung wird herausgegeben von Meier + Cie Schaffhausen, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Thayngen. So wird der Anzeiger als amtliches Publikationsorgan über das gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche, kulturelle und sportliche Geschehen in der Gemeinde berichten. Gleichzeitig soll die Zeitung Vereinen, Parteine und anderen Organisationen eine Plattform für die eigene Kommunikation und LeserInnen ein Forum für den Meinungsaustausch bieten.

Im Januar wird der Thaynger Anzeiger jeweils in 2‘600 Haushaltungen in der Gemeinde verteilt, danach erhalten nur noch Abonennten die Zeitung. Ausnahme ist jeweils der letzte Dienstag im Monat, da erscheint der Anzeiger als Grossauflage kostenlos.
 

13 Fragen an… Timo Wäschle

13 Fragen an Timo Wäschle, Gründer und Inhaber von Corpmedia.

1. Gab es in Ihrem Leben einen Moment, als Sie dachten: Wow. Das ist super. Und es ist von mir!
Die zündende Idee, wie man YouTube-Ads wirkungsvoller konzipiert. Selbst die Heeresleitung von Google war begeistert. (Ausserdem denke ich das jedes Mal, wenn ich mein Hammer-Team und die Outputs für unsere Kunden sehe.)

2. Wer war der amüsanteste Lunch-Partner?
Claude Nobs – Gott hab ihn selig – und sein Lebenspartner. Bei diesem amüsanten Treffen erzählten mir beide von den jeweiligen Vorlieben des Partners.

3. Was tut Ihnen leid?
Dass viele mit ihrem Job und ihrem Leben unzufrieden sind.

4. Wofür würden Sie unter keinen Umständen werben?
Eigentlich nichts. Es gibt so viele spannende Stories, die es zu erzählen gilt. Warum sollte man sich da einschränken? Bei Delphin-, Wal-Fang oder allgemein Quälereien von Mensch und Tier hätte ich aber Mühe.

5. Welchen Film finden Sie abscheulich?
Sämtliche Plantoslim-Filme und Werbungen.

6. Was denken Sie persönlich über die Wirkung von Filmen?
Es gibt kein anderes Medium, welches in Kürze mehr Informationen und Emotionen vermittelt. Da die Zeit immer kostbarer ist, wird das bewegte Bild in der Kommunikation immer wichtiger. Die Story und die Machart müssen brillant sein.

7. Hat sich Ihr Medienverhalten in den letzten drei Jahren geändert?
Eigentlich nicht, nur dass ich wieder mehr Vinyl- Schallplatten kaufe.

8. Ein Buzz-Wort, das Ihnen auf die Nerven geht?
Corporate Identity. Viele denken, dass ihr Logo das einzige ist, was ihre Identität ausmacht, und hinterfragen nicht. Mit unseren Filmen zeigen wir jedoch die Identität erlebbar und machen sie für die Zielgruppen zugänglich.

9. Wären Sie nicht Inhaber einer Bewegtbildagentur geworden – was dann?
Dozent für Kommunikation und Strategie oder Kung-Fu-Mönch.

10. Glauben Sie, dass Sie das Salär verdienen, das Sie verdienen?
Ich zahle mir nicht viel aus, da ich lieber in meine Mitarbeiter und die Weiterentwicklung unserer Fähigkeiten und Leistungen investiere.

11. Was halten sie von Owned Media?
Ich finde sie essentiell, da jede gute Kommunikation einen Call-to-Action hat und den Rezipienten zum Handeln bringt. Paid, Earned Media sind zwar gut zum «Zeukeln», jedoch sollten sie auf einen Owned- Media-Kanal verweisen, den man auch selber gestalten und kontrollieren kann, sodass die Wirkung nicht verpufft.

12. Was hat Sie inspiriert, in die Werbe-/Kommunikationsbranche einzusteigen?
Schon als kleiner Junge haben andere Kids gespannt meinen Geschichten gelauscht. Nun erzählen wir die Geschichten für und von unseren Kunden.

13. Was wollen Sie unbedingt erreichen?
Dass Agenturen und Kunden uns bereits zu Beginn der Konzeptionsphase als Kompetenz- und Sparringspartner mit ins Boot holen. Dies würde dazu führen, dass die Konzepte von Generalisten auf allen Kanälen funktionieren und nicht nur plumpe Adaptionen sind.

Timo Wäschle liebte es schon immer, Geschichten zu erzählen. Nach Moderationen bei Radio 24, Energy Zürich und einem Abstecher zum SRF zog es ihn nach Hamburg, um von den Besten zu lernen. Dort studierte er ausserdem an der Hanseatischen Akademie. Kurz darauf gründete er 2008 im Zürcher Niederdorf die Bewegtbildagentur Corpmedia. Das Unternehmen beschäftigt unterdessen neun Mitarbeiter und konzipiert, berät und produziert für namhafte Kunden Storytelling Strategien, Image- und Animationsfilme.

Thomas Häusermann 

Debatte um Datenkraken

Neue Technologien sollen das Tracken und Beeinflussen des gesamten Customer-Journey möglich machen – ein wichtiges Zukunftsgeschäft der neuen Havas Digital, deren Managing Director Peter Rehnke am Dienstag, 11. November 2014 zum zweiten Havas Trend Forum begrüsste. Gastreferent war Marc Elsberg, Bestseller-Autor des IT-Krimis «Zero – sie wissen, was du tust».

Das zweite Havas Trend Forum war ganz dem brandaktuellen Thema des Datensammelns und -verwertens gewidmet. Wer Macht über Algorithmen hat, so der Gastreferent Marc Elsberg, verfügt über die höchste Stufe der Macht – er beeinflusst uns, ohne dass wir es merken. Der Bestseller-Autor und ehemalige CD Elsberg las dazu aus seinem 2014 erschienenen Kriminalroman «Zero – Sie wissen, was du tust». Der Roman erzählt die Geschichte der Londoner Journalistin Cynthia Bonsant, deren Tochter in eine rätselhafte Schiesserei verwickelt wird. Bonsant geht den Hintergründen der Tat nach und stösst dabei auf die fiktive Plattform Freemee, die ihren Nutzern hilft, in sämtlichen Bereichen ihr Leben zu verbessern. Bei ihren Recherchen gerät sie ins Schussfeld von Freemee sowie dem US-Geheimdienst – und in Kontakt mit der Aktivistengruppe Zero, die es sich zum Ziel gesetzt hat, alle Datenkraken zu zerschlagen.

In seinem Referat kritisiert Elsberg die gegenwärtigen Entwicklungen und spricht von einer «Verletzung der Menschenwürde», wenn Unternehmen die Werte und Wünsche ihrer Kunden handelbar machen. Letztlich handle es sich aber nicht um die Macht der Technologie, sondern einer Ideologie: der freien Marktwirtschaft. Der Markt entscheide, wie viel unser Mut wert sei oder unser Familiensinn. Der Unterschied zu früher bestehe bloss darin, dass Unternehmen wie Versicherungen uns überall hin folgen können. Ihre Codes müssen sie dabei nicht offenlegen. «Sie schnüffeln uns aus und unsere Privatsphäre wird zum Geschäftsgeheimnis», so Elsberg. Google, Facebook & Co. würden über die Mittel zur Massenmanipulation verfügen und unterlägen einer «Gegenbewegung zur Demokratie». Denn genauso wie das fiktive Unternehmen Freemee bilden sie laut Elsberg nicht einfach gesellschaftliche Dynamiken und Prozesse ab: «Jeder Software liegen grundsätzliche Annahmen ihrer Programmierer zugrunde. Diese Annahmen fliessen in das Programm ein. Ob man beispielsweise Anhänger der nicht kooperativen Spieltheorie ist oder der kooperativen. Das heisst, das Programm bildet letztlich die Weltanschauung der Personen ab, die es schreiben.» Die digitale Überwachung führe letztlich zu einer Normierung, die Innovation und Lebensqualität verringere.

Im Anschluss an das Referat fand eine rund 30-minütige Podiumsdiskussion statt, geleitet von Persönlich-Chefredaktor Matthias Ackeret. Podiumsteilnehmer waren neben Peter Rehnke und Marc Elsberg auch Adwebster-CEO Michel Lazecki und die Rechtsanwältin Nathalie Glaus. Das Recht sei in einem Zustand, der den heutigen Umständen nicht mehr gerecht werde, so die Juristin. Die bestehenden Datenschutzgesetze würden im Falle von anonymisierten Daten meist nicht tangiert. Michel Lazecki betont zwar, dass das Individuum beim Online-Marketing uninteressant sei. Die User würden zu Clustern gruppiert und ausschliesslich Gruppenprofile erstellt. In zwei Jahren werden aber die Möglichkeiten, das individuelle Konsumverhalten im Rahmen von Predictive Targeting vorherzusagen, massiv verbessert sein. Der Event verschaffte auf kurzweilige Weise Einblicke in ein vor allem auch über die Branche hinaus umstrittenes Thema. Wie man den neuen Möglichkeiten des Online-Trackings als Gesellschaft am besten begegnet, liessen sowohl der Roman wie auch das Trend Forum offen. Für Rehnke ist aber klar: «Wir bei Havas wissen, was wir tun.»

Simone Isliker

«Der Datenschutz wird den technischen Möglichkeiten nicht mehr gerecht»

Nathalie Glaus nahm als Podiumsgast am Havas Trend Forum statt. Wir sprachen mit der Rechtsanwältin über die gesetzlichen Rahmenbedingungen beim Speichern von persönlichen Daten und welche Änderungen nötig wären.  

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WW: Unter welchen Bedingungen ist das Tracken und Speichern von personalisierten Daten rechtlich zulässig in der Schweiz?
Nathalie Glaus: Das Datenschutzgesetz schützt vor Missbrauch der persönlichen Daten. Für jeden, der persönliche Daten sammelt, gelten die Grundprinzipien der Zweckgebundenheit, der Erkennbarkeit und der Zustimmung. Das Tracken und Speichern sowie der Zweck und Umfang der Datenbearbeitung müssen erkennbar sein. In der Realität findet ein komplexes, andauerndes Datensammeln und Datenkombinieren statt. Da diese Daten aber oftmals anonymisiert erhoben werden, vermögen herkömmliche Datenschutzbestimmungen nicht zu greifen. Das Recht wird den heutigen Umständen nicht mehr ohne Weiteres gerecht und müsste entsprechend angepasst werden. Wenn aus anonym erhobenen Daten später Personenprofile wiederhergestellt werden können, dann müsste das Datenschutzrecht auch das Sammeln von anonymen Daten umfassen.

Was würde denn eine solche Anpassung des Datenschutzes für Werbetreibende bedeuten?
Ich bezweifle, dass es die Werbewelt immens einschränken würde, wenn man anonymisierte Daten nur noch mit der Einwilligung des Nutzers speichern oder bearbeiten dürfte. Durch die neuen Technologien tun sich auch für die Nutzer grossartige Möglichkeiten auf. Jeder findet es toll, dass es Navigationsgeräte gibt oder dass er sich auf Google Maps selber orten kann, wenn er sich verlaufen hat. Das Speichern und Tracken ist problematisch, wenn es unerkennbar für den Nutzer zu Manipulationen kommt. Würden die Datengesetzgrundsätze auf das Sammeln von anonymen Daten ausgeweitet, müssten werbetreibende Unternehmen die Verwendung der Daten offenlegen. Wenige Nutzer würden deswegen auf ihre Dienste verzichten.

Sehen Sie nebst verbessertem Datenschutz zusätzlich Handlungsbedarf?
Wie weit Regelungen gehen sollen, ist nicht nur eine juristische, sondern eine gesellschaftspolitische Frage. Wenn Google unser Wahlverhalten beeinflusst, weil das Unternehmen entscheiden kann, über welche Informationen wir verfügen, dann tangiert das die Grundfestung unserer Demokratie und unseres Rechtsverständnisses. Die Verfassung enthält zwar entsprechende Grundrechte wie die Meinungs- und Informationsfreiheit. Aus Grundrechten allein kann allerdings kein durchsetzbares Recht abgeleitet werden, solange spezifische konkretisierende Gesetzesbestimmungen zur Durchsetzung fehlen. Diese Regelungen fehlen im Bereich «Smart Data». Soll dieser rechtliche Rahmen geschaffen werden, muss zuerst eine Diskussion darüber stattfinden und eine politische Entscheidung gefällt werden. Das Ausmass der Technologisierung ist aber noch lange nicht bei allen erkannt worden.

Interview: Simone Isliker
 

Ogilvy & Mather mit Ford Kuga unterwegs

Ogilvy & Mather Zürich hat die europaweite Kampagne für den Ford Kuga 4x4 kreiert. Die Print-, Plakat- und Onlinekampagne basiert auf der Idee, dass der Kuga 4x4 keine Jahreszeiten kennt.

Denn mit dem intelligenten Allradsystem von Ford macht es keinen Unterschied, ob man mit ihm auf sommerlichen Strassen oder winterlichem Untergrund unterwegs ist. Das Sujet, das den Kuga 4×4 zeigt, wie er unterwegs eine verschneite Landschaft in eine frühlingshafte Umgebung verwandelt, soll Fords Allradzugpferd in den europäischen Ländern wie beispielsweise Schweden, Norwegen oder Finnland als die ausgezeichnete Wahl für jede Bedingung und jede Strassenlage positionieren.

Verantwortlich bei Ford Motor Company Switzerland: David Frey (Direktor Marketing), Stefanie Schaer (Communication & Event Supervisor). Verantwortlich bei Ogilvy & Mather: Thomas Bolliger (CD), Stephanie van Ophuisen (AD), Urs Westermann (Grafik), Marcel Elsener (Text), Michela Girola (Beratung), Jonathan Schipper (Gesamtverantwortung), Gabriel Szalai (Wunderman / Programmierung).
 

«Sum up» von UBS ist App des Jahres

Am Donnerstag wurden in Zürich zum zweiten Mal die Best of Swiss Apps Awards verliehen. 300 Personen verfolgten im Aura, Zürich, wie in zehn Fachkategorien die besten App- und Mobile-Projekte der Schweiz ausgezeichnet wurden.

Zum zweiten Mal wurden die Best of Swiss Apps Awards verliehen. Verschiedene Schweizer Unternehmen und vor allem Mobile- und Werbeagenturen haben dieses Jahr insgesamt 130 Projekte in zehn Kategorien eingereicht. Unsere 32-köpfige Jury brachte in einem ersten Schritt 69 Projekte auf die Shortlist. Als Ergebnis des gesamten Jurierungsprozesses wurden an der gestrigen Award Night insgesamt zwölf Gold- und weitere 27 Gewinner gekürt.

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Master of Swiss Apps 2014: «Sum up» beste App des Jahres

An der Award Night nahmen über 300 Personen teil – darunter namhafte Vertreter der Schweizer App- und Mobile-Szene. Mittels Saal-Voting konnten alle anwesenden ihre Stimme für eine der Apps abgeben, die von der Fachjury und der Leserschaft der Netzwoche schon im Vorfeld als Kandidaten für den Master of Swiss Apps identifiziert wurden. Zum diesjährigen Master of Swiss Apps und somit zur besten App des Jahres wählte das Publikum «Sumup». Die App wurde von UBS eingereicht.

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Die UBS holt sich den Master (Foto: Thomas Stuckert)

«Sum up»

Mit Sum up bringt die UBS ein erprobtes, mobiles Kartenterminal in die Schweiz. Damit können via Smartphone oder Tablett überall und jederzeit auch kleinste Beträge per Kreditkarte beglichen werden. Das Terminalsystem besteht aus einer App für Tabletts oder Smartphones, sowie einem kleinen Kartenlesegerät mit Zahlentastatur. Die App macht das Tablett oder Smartphone zum Kassen- und Bezahlungssystem: Der Betrag wird auf dem Bildschirm eingetippt, die Kreditkarte in das Lesegerät eingeführt, man gibt über die Tastatur den Code ein – Kauf ist vollbracht.

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Watson feiert Gold in der Kategorie Media (Foto: Thomas Stuckert)

Die Goldgewinner in den zehn Fachkategorien

In jeder der zehn Fachkategorien bestimmte die aus Expertinnen und Experten zusammengesetzte Jury Gold- Silber- und Bronzegewinner. Insgesamt wurden zwölf Gold-, 14 Silber- und 11 Bronze-Auszeichnungen vergeben. Die Gesamtliste aller Gewinner findet sich auf der Website: Bestofswissapps.ch

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Moritz Zumbühl und Jeremy Spillmann von Blindflug Studios (Foto: Thomas Stuckert)
 

Projekt Auftraggeber Auftragnehmer Kategorie Auszeichnung
ABB Connect
ABB Asea Brown Boveri Ltd. Namics Enterprise Gold
Appoint
Urs Gort Urs Gort Young & Wild Gold
Captormania AR
Migros-Genossenschafts-Bund Waking App Ltd | PRfact Entertainment Gold
Fifa Official App
Fédération Internationale de Football Association (Fifa) Monitise Create PLC Lifestyle Gold
First Strike
Blindflug Studios Blindflug Studios Games Gold
Jiffy
Nordic Usability Nordic Usability Productivity Gold
Schweizer Telefonbuch von Local.ch
Local.ch Local.ch Knowledge Gold
Sum Up
UBS Sum Up Payments Limited Business Gold
Swisscom Patrouille des Glaciers 2014
Swisscom Apps with love Public Affairs Gold
Tickets
BLT Baselland Transport Netcetera Travel Gold
UBS Event App
UBS Y&R Group Switzerland Enterprise Gold
Watson
Fixxpunkt Du Da GROUP Media Gold

Mehr Fotos in der Werbewoche 22/2014!

Dr. Schenker Kommunikation erweitert die Führung

Adrian Bühler wird Partner und Mitglied der Geschäftsleitung. Der Historiker und Politprofi arbeitet seit April 2012 als Berater für Public Affairs bei der Berner Agentur.

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Seine Hauptthemen sind Wirtschaft, Bildungspolitik und Energie.
Dr. Schenker Kommunikation wird von den Inhabern geführt. Die weiteren Mitglieder der Geschäftsleitung sind Stefan Wyer, Nora Fehr und Daniel Schnyder.

Neu im Team von Dr. Schenker Kommunikation ist der Ökonom Adrian Keller. Mit seiner Erfahrung bei einer Bank, einer Universität und einem Pharmaunternehmen verstärkt er den Schwerpunkt Social Media.

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Zu guter Letzt: Das ewige Thema Liebe

Mit dem ökonomischen Wachstum Chinas steigt auch die Scheidungsrate. Dieser Tatsache hält die Schampoo-Marke Rejoice entgegen: «Liebe kann man nicht erzwingen. Man kann aber für sie kämpfen» – einfach gesagt, von Leo Burnett Hong Kong eindrucksvoll dargestellt.

Die Eine, zufällig gefunden und nur all zu leicht wieder verloren. Liebe ist eine Entscheidung. Sie ist vergänglich, das Feuer kann erlöschen. Man kann es aber auch wieder entfachen. Diese und mehr Gedanken zur Ehe in China von Leo Burnett Hong Kong im Online-Film Rejoice «Divorce» China Case vom September 2014. Der Online-Film ist sehenswert, wenn auch nicht mehr ganz brandaktuell.

//www.youtube.com/watch?v=pdxLwqGsRkQ

Die Agentur setzt  auf die Unvergänglichkeit der Liebe solange man ihr eine Chance gibt. Ob das so richtig ist? Die über 3‘275‘000 Klicks auf Youtube.com beantworten diese Frage mit einer Like-Dislike-Rate von 4‘778 zu 92. (uma)

Neue Vizedirektorin im Bundesamt für Kommunikation

Roberta Cattaneo wird neue Vizedirektorin des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom). Die 47-Jährige wird ihre neue Funktion als Leiterin der heutigen Abteilung Medien und Post am 1. Februar 2015 antreten.

Cattaneo ist derzeit Geschäftsleitungsmitglied bei Radiotelevisione svizzera di lingua italiana (RSI) und leitet dort die Abteilung Human Resources. Sie folgt auf Nancy Wayland Bigler. Roberta Cattaneo war vor RSI in der Telekommunikationsindustrie und beim Bund tätig. Sie verfügt über einen Abschluss als Executive Master of Business Administration und kennt die elektronische Kommunikation sowie den Service public im Medienbereich aus erster Hand. Ihre vielfältigen Erfahrungen sowie ihre Mehrsprachigkeit werden ihr angesichts der zunehmenden Diversität im Mediensektor zu Gute kommen.

Roberta Cattaneo tritt per 1. Februar 2015 die Nachfolge von Nancy Wayland Bigler an, welche vom Regierungsrat des Kantons Aargau per 1. Dezember 2014 zur Leiterin der Sozialversicherungsanstalt Aargau gewählt worden ist.

Teaserbild: Rtr.ch

Vizner Borel: «Cinq étoiles» für Schweizer Wein

Im vergangenen Herbst lancierte Denner eine Kampagne für das Weinsortiment und den Online-Wineshop. Sie wird nun fortgesetzt und konzentriert sich diesmal auf Schweizer Weine.

In der Kampagne werden die Konsumenten mit der Botschaft «Bei Denner ist jeder sein eigener Weinexperte» ins Zentrum gestellt. Dazu gehört die von Weinliebhaber vielgenutzte Möglichkeit, auf Denner-wineshop.ch Denner Weine persönlich zu bewerten und zu kommentieren.

Was die Kundenbewertung eines Denner Kunden von maximal fünf Sternen bei den Weinproduzenten auslösen kann, hat Vizner Borel 2013 mit dem mehrfach ausgezeichneten Film «Giacomo», der in der Toskana spielt, dramatisiert (Werbewoche.ch berichtete). Auch in diesem Jahr sorgen die fünf Sterne für viel Aufregung – diesmal nicht in Italien, sondern in der Schweiz. Ein ganzes Dorf in der beliebten Weinregion Lavaux steht Kopf. Neben dem neuen Film, der wiederum mit viel Dramatik, Gefühl und Leidenschaft für Wein bepackt ist, wird die Kampagne auch im zweiten Jahr begleitet von Plakaten, dem «Kleinen Weinliebhaber» als breit gestreuter Weinführer, Online- sowie POS-Massnahmen. Der neue Denner Wein-Film ist ab 18. November 2014 im TV sowie in Arthouse-Kinos in der ganzen Schweiz zu sehen.

//www.youtube.com/watch?v=uGoF06oph3Y

Verantwortlich bei Denner: Petra Gayko (Leitung Marketingkommunikation), Sabine Gassmann (Projektleitung Marketingkommunikation). Verantwortlich bei Vizner Borel: Lajos Vizner, Guillaume Borel (Gesamtverantwortung), Hanna Zimmermann (CD), Jürg Waeber (Konzept/Idee), Gian Maurizio (Art Direction), Markus Binggeli (Strategie), Irene Stutz (Beratung), JBW Media, Nina Rolle (Media). Verantwortlich bei Stories Filmproduktion: Yves Bollag (Produzent), Michael Fueter (Regie), Christos Dervenis (Produktion), Ueli Steiger (Kamera), Spacetrain AG (Musik), Peter Bräker (Sound Design), Jingle Jungle (Tonstudio).

NZZ-Mediengruppe bündelt Kräfte im Markt

Die Fachverlage von St. Galler Tagblatt und Multicolor Print werden per 1. Januar 2015 zusammengeführt. Dazu wird in diesen Tagen ein neues Tochterunternehmen, NZZ Fachmedien, gegründet.

Die NZZ-Mediengruppe möchte das Geschäftsfeld Fachmedien in Zukunft noch weiter ausbauen. Mit der Gründung der neuen Firma sowie der Marke «NZZ Fachmedien» will sie deshalb ihre Kräfte im Markt bündeln und gleichzeitig die Voraussetzung für ein profitables Wachstum schaffen. Der Bereich umfasst sowohl Eigentitel als auch das Verlagsgeschäft für Dritte mit angeschlossenen Dienstleistungen.

Thomas Müllerschön, bisheriger Leiter Zeitschriften/Kundenzeitungen St. Galler Tagblatt, wird die Verantwortung für die NZZ Fachmedien übernehmen. Die bisherigen Betriebsstandorte Zentralschweiz und St. Gallen bleiben erhalten, sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der bisher separat geführten Fachverlage werden in Marke NZZ Fachmedien übernommen. Der Sitz der neuen Firma wird in Luzern sein.

 

Bon Appétit– die Taco-Bell- Ordering-App

Mit der Ordering-App setzt Taco Bell einen neuen Fixpunkt im Digital-Marketing. Entwicklung und Bewerbung bieten Anschauungsunterricht vom Feinsten.

Am 28. Oktober setzte Taco Bell seine Social Media Accounts auf «schwarz und null». Weiss in schwarz liess man verlauten: «Taco Bell #OnlyIntheApp». Die Nachricht des Social Media Blackout verbreitete sich rasch und schnell war klar: Der Digital-Media- Innovator mit der Glocke im Logo hatte mit dem Aufruf #OnlyInTheApp einen neuen Trend eingeläutet: Marken sollen die Userinnen und User wieder vermehrt ins eigene Revier locken. Im Fachjargon nennt man das Owned Media. Das Social Blackout war übrigens nicht von Dauer. Aber die Message sass und der Launch der «Taco Bell Ordering App» mit einer User Experience vom Feinsten bietet uns Anschauungsunterricht vom Neusten.

Beweggründe und Insights

Taco Bell ist heute in den USA der Fast-Food- Liebling der Millennials – also der Generation der 18- bis 35-Jährigen. Das ist kein Zufall, sondern das Resultat einer klaren Strategie. Bereits 2012 investierte man 20 Prozent des 280-Millionen-Dollar-Werbebudgets in digitale Medien. «You have to go to these other screens», liess Taco Bell President Brian Niccol 2012 im AdvertisingAge verlauten. Dank diesem frühzeitig eingeschlagenen Werbegang auf Smartphone Screens ist man heue der Konkurrenz, was Erfahrung und Kreation im Mobile Digital Marketing anbelangt, eine grosse Wirkungslänge voraus. Zwei Beispiele: Inspiriert von einem User-Instagram-Post kreierte Taco Bell eine Instagram-taugliche Verpackung mit der Aufschrift «Right now I am eating a Waffle Taco and you are not.» Taco Bell war auch bei den ersten Brands, die Snapchat im Rahmen einer Marketing-Kampagne einsetzten. In Tweets und Facebookposts bat man Followers and Friends wie folgt um Snapchat- Adds: «We are on @Snapchat. Username: tacobell. Add us. We are sending all of our friends a secret announcement tomorrow!

#Shhh». Genial! Aber es gibt noch andere Gründe als Millennials und Mobile Boom, wieder vermehrt in Eigenregie gehostete Digital-Plattformen ins Spiel zu bringen. Jordan Kretchmer, CEO von Livefyre, schreibt mit Bezug auf die Taco-Bell-Kampagne: «The era of free social marketing is over.» Kretschmers Aussage beruht auf der Erkenntnis, dass die inzwischen börsenkotierten Netzwerkbetreiber Twitter und Facebook begonnen haben, ihre Dienste mit Werbeangeboten zu monetarisieren. Davon betroffen sind Firmen, die Seiten und Profile betreiben. Denn für sie ist es kaum mehrmöglich, ihre Netzwerke zu erweitern respektive das bereits vorhandene Netzwerk mit Inhalten zu beliefern, ohne dafür Geld in die Hand zu nehmen. Konkret: Postet oder tweetet eine Firma auf ihrer Facebookoder Twitter-Seite einen Beitrag, wird dieser den eigenen Fans und Followers nur dann im Newsfeed angezeigt, wenn diese Beiträge als so genannt «Sponsored Content» eingekauft werden.

Ein zweiter Grund ist das massive Überangebot an Inhalten. Heute tummeln sich siebenmal mehr User in Social-Media-Netzwerken, als dies noch vor fünf Jahren der Fall war. Monatlich purzeln zudem die Rekorde, was die Anzahl geposteter Inhalte anbelangt. Das ernüchternde Fazit für die Betreiber von Social-Media-Profilen lautet: Das Angebot übertrifft die Nachfrage mit negativen Folgen für Preisentwicklung und Wirkungsqualität. Ein dritter Grund ist die Big-Data-Problematik. Gemäss einer aktuelle Studie aus den USA – auch der Tages-Anzeiger berichtete darüber – sind 91 Prozent der Meinung, dass die Konsumenten die Kontrolle über das Mass der eigenen Informationspreisgabe verloren haben. 64 Prozent sind nun der Meinung, dass die Verwendung von Daten zu Werbezwecken schärfer reguliert werden sollte. Und 60 Prozent zweifeln an den Vorteilen der Informationspreisgabe. In einem solchen Klima sind vertrauensbildende Massnahmen und Mehrwerte als Gegenleistung unverzichtbar. Denn immerhin sind 55 Prozent bereit, unter den richtigen Voraussetzungen Daten preiszugeben respektive Inhalte zu teilen.

Die neue Taco-Bell-App

Für Jeff Jenkins ist die Bestell-App die grösste Erfindung seit Einführung des «Drive through». Damals konnten Kunden Menüs kaufen und mitnehmen, ohne das Auto verlassen zu müssen. Heute können Kunden Menüs völlig frei vorgängig nach eigenem Gusto via die App zusammenstellen, bezahlen und bestellen. Beim Eintreffen liegen dann die mit besten Zutaten gefüllten Tacos, Burritos oder Combos zum Instant- Pickup bereit. Tressie Liebermann, Senior Director, Digital Marketing & Platforms: «We want to give them the opportunity to customize and personalize the way they never could before.» Jeff Jenkins, Director Digital Experience and New Concepts: «One of the key benefits of the app is the ability to skip the line in a restaurant. So you can place your order at your own terms.» Wertvollster Indikator bei der App-Entwicklung war und ist das Kundenverhalten. 70 Prozent aller Einkäufe erfolgen via «Drive through» und 30 Prozent via «Dine in». Von den «Dine in» sind 50 Prozent «Take aways». In anderen Worten: Die wenigsten Portionen werden vor Ort im Restaurant konsumiert. Da bietet eine Bestell- App den perfekten Mehrwert. Herzstück und aktueller Liebling der Konsumentinnen und Konsumenten ist die Funktion «Rotator Reorder ». Beim Drehen des Smartphones um 90° erscheinen die eigenen, beliebtesten Menüs und können so umgehend bestellt werden. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere und Spielernaturen. Dieses Feature bedient beides. Die aktuellen Funktionen bilden den Anfang einer Reihe weiterer Funktionen, stets mit dem Ziel vor Augen, das Erlebnis für den Benutzer einfacher und reichhaltiger zu gestalten. Wertvollster Indikator ist dabei das Kunden-Feedback. Aber auch Trends aus anderen Märkten bieten gemäss Lieberman Inspiration für Innovationen.

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Die Kampagne zur Taco-Bell-App

Mit dem Social Media Blackout haben die Fast-Food-Pioniere aus Kalifornien einen kreativen Coup gelandet. Aber es gab noch einen zweiten Wirkungshebel, der zur rasanten Verbreitung der App-Kunde beitrug. Kaleb Nation hat 252 000 Follower auf Twitter. Brian Logan Dales ist mit über 77 000 Follower ein Promi auf Instagram. Und Shane Dawson ist ein Videoproduzent und Musiker mit über 2,25 Millionen Follower auf Twitter. Alle drei sind sie Ambassadoren von Taco Bell. #Friendsgiving ist eine Kampagne, die sich von der Idee an Thanksgiving anlehnt. Und #Friendsgiving ist Teil des Ambassadoren- Programms, bei dem Taco Bell einflussreiche Social-Media-Aktivisten ins Headquarter zum Festessen einlädt. Taco Bell spielt die Klaviatur der Wirkungstreiber perfekt. Aktivitäten mit einflussreichen Twitter-, Facebook- und Instagram-Promis gehören zur Werbestrategie. Die Anstrengungen dieses Aufbaus einflussreicher Ambassadoren tragen nun Früchte, indem diese jetzt nämlich die Botschaft der neuen App in ihren Netzwerken verbreiten. Bestellen vom Plattenteller für nach dem Gig. Ein Tweet der DJ-Zwillinge @perrytwins live vom Mischpult «Can Dj and order for after the gig» mit dem Hashtag #OnlyInTheApp gibt zahlreiche Retweets und Favorites. Über den Geschmack eines Taco-Bell-Menüs weiss ich aus Mangel an Erfahrung nichts zu berichten. Diese Kampagne aber schmeckt dem Werber vorzüglich. Denn sie lebt den viralen Traum. Bon appétit!

Beat Hürlimann

Ist «Back to Owned Media» der aktuell wichtigste Trend im Digital Marketing? Gibt es Alternativen zur Mobile App? Antworten auf diese Fragen und Meinungen zum Beitrag sind auf www.huerlimanncc.com herzlich willkommen. Zudem gibt es hier vertiefende Analysen und Informationen
 

Publigroupe verkauft Beteiligungen an Somedia

Der Telekomkonzern Swisscom hat eine 20-Prozent- Beteiligung der übernommenen Publigroupe an der Südostschweiz Presse und Print verkauft. Der Anteil geht an die bisherige Mehrheitseignerin an dem Verlagsunternehmen, die Somedia.

Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart. Der Verkauf der Beteiligung sei Folge der strategischen Neuausrichtung der Publigroupe, teilten die Werbevermarkterin und Swisscom am Donnerstag mit. Die Neuausrichtung begann bereits vor der Übernahme durch Swisscom. Publigroupe war 18 Jahre lang Aktionärin beim Bündner Unternehmen.

Südostschweiz Presse und Print ist die Verlagsfirma von Somedia. Sie gibt verschiedene Tageszeitungen wie die Südostschweiz oder das Bündner Tagblatt heraus. Hinzu kommen eine Akzidenzdruckerei sowie Buch- und Zeitschriftenverlage an verschiedenen Standpunkten in der Südostschweiz.

Verkauf der Anteile bei Medien

Publigroupe hat bereits ihre 25-Prozent-Beteiligung an der FPH Freie Presse Holding an die NZZ-Mediengruppe verkauft. Den Persönlich-Verlag verkaufte sie an den Chefredaktor des gleichnamigen Magazins der Kommunikationsbranche. Von den Publigroupe-Beteiligungen in der Medienbrache noch nicht verkauft sind der 29-Prozent-Anteil an der SNP Société Neuchâteloise de Presse und 18 Prozent an Rhône-Media.

Dem Verkauf Publigroupe-Beteiligungen bei LTV Gelbe Seiten und bei Swisscom Directories an die Swisscom stimmten die Aktionäre an der Generalversammlung Ende Oktober zu.

Bereits vor der Übernahme durch die Swisscom verkaufte Publigroupe die Problemtochter und Inseratevermittlerin Publicitas an eine deutsche Beteiligungsgesellschaft.

Google-Gegenstück als Ziel

Von Publigroupe blieb noch das Filetstück übrig, die Verzeichnisplattform Local.ch. Swisscom kaufte es für 475 Millionen Franken. Sie will die Plattform mit dem Verzeichnisdienst Search.ch des Medienunternehmens Tamedia zusammenlegen.

In dem neuen Gemeinschaftsunternehmen wird die Swisscom die erste Geige spielen – sie wird 69 Prozent halten. Tamedia muss sich mit 31 Prozent begnügen. Zusammen sollen Local.ch und Search.ch eine Schweizer Alternative zu Google bilden. Swisscom und Tamedia hatten sich im Bieterkampf um Publigroupe ursprünglich gegenübergestanden. (SDA)

 

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