For my amusement only!

Von Beat Fritsch

Von Beat FritschAusserkantonale Medien habens im Millionen-Zürich ein bisschen schwerer – oder «Wenn der Berg nicht zum Prophet kommt, kommt der Prophet halt zum Berg». So sieht man das jedenfalls bei der Südostschweiz und der für deren Vermarktung zuständigen Publicitas Chur. Jahr für Jahr pilgert die «P»-Belegschaft samt allen Verantwortlichen der im Kopfblatt Die Südostschweiz (SO) zusammengefassten Regionalzeitungen nach Zürich zum grossen Kundenfest. Damit das Lokalkolorit nicht ganz verloren ging, hatte man als Veranstaltungsort heuer die «Wine Loft» des begehrtesten Bündner Kochexports Beat Caduff gewählt.
Die diesjährige Südostschweiz-Sause stand aber auch im Zeichen des Abschieds vom langjährigen SO-Anzeigenleiter und «P»-Vizedirektor Georg Binkert. Für seine «dritte Lebenshälfte», so sagte der quirlige Bündner, wolle er nochmals etwas total anderes auf die Beine stellen. Im westafrikanischen Kleinstaat Gambia, rund 1500 Kilometer südlich der Kanarischen Inseln, startet er ein eigenes Hilfsprojekt. Statt Belegexemplare wird Binkert fortan Moskitonetze unter die Leute bringen – Malaria ist die Haupttodesursache bei den Kindern seiner neuen Heimat. Ein Bild seines neuen Betätigungsfelds dürfen sich übrigens schon bald Lillia Della Piana von Koller Della Piana Consulting, Reto Kreis von Suzuki Automobile und Susanne Schelling von Publimedia machen. Sie gewannen anlässlich einer «Abschiedsverlosung» je zwei Wochen Ferien an der afrikanischen Westküste mit Binkert als Fremdenführer. «Chapeau» kann man da nur sagen – und dem Georg für die Zukunft alles Gute und viel Glück wünschen!
Derweil mit der Südostschweiz gediegen getafelt wurde, gings im Brockenhaus mit Facts feucht-fröhlich zu und her. Die Facts-Bingo-Nacht ist ein sicherer Wert mit allerhöchstem Unterhaltungsfaktor im Zürcher Event-Dschungel. Komiker und Bingo-Spielleiter Beat Schlatter sorgte mit seiner Truppe und mit originellen Preisen dafür, dass kein Auge trocken blieb.
Dabei kam auch der Shortlistautor gehörig unter die Räder. Dass man sich nämlich in dieser Kolumne anlässlich der letzten Bingo-Nacht noch hämisch freute, einen Filius des berühmten PR-Unternehmers Stöhlker nach diversen Bingo-Falschansagen von einer Domina im Passgang vorgeführt zu sehen, wurde nun zum Bumerang: Statt der schon länger angepeilten Gastrolle bei «Lüthi & Blanc», die ebenfalls im Preistopf mit drin war, wurde unser Schreiber als Gewinner der fünften Runde zum Rencontre mit Pornosternchen Sandy Sanders auf die Bühne gebeten. Allwo die leichtbeschürzte Dame coram publico auf dessen Schoss Platz nahm, um ihm ein tschechisches Liedchen ins Ohr zu trällern – für viele der absolute Höhepunkt des Abends. Unser viel geprüfter Mann fürs Grobe überstand auch diese Härteprobe unbeschadet.
Weniger unbeschadet kamen die an die Spieler verteilten Exemplare der Weltwoche davon. Das Druckerzeugnis sei in Papierschnitzel zu zerreissen, um damit die Bingo-Treffer abzudecken, lautete Schlatters Anweisung – um gleich mal allen vor Augen zu führen, wo die Konkurrenz hockt und wie mit ihr zu verfahren sei.
Abschliessend noch ein kurzes Korrigendum zur letzten Shortlist: Leiter Elektronische Medien bei Tamedia ist immer noch Andreas Meili – und Irene Ackermann ist nicht etwa seine Nachfolgerin, sondern seine bezaubernde Assistentin.
Beat Fritsch

amüsierte sich an der grossen Facts-Bingo-Nacht prächtig. Unter anderem mit der abgebildeten Dame – vom Spielleiter als berühmter Sexstar angekündigt –, die der Hauptpreis der fünften Spielrunde war: Wer das Pornosternchen hat, braucht für den Spott nicht mehr zu sorgen.
Wer sich in der Kommunikationsszene an Partys und Apéros trifft, orten wir an den verschiedensten Veranstaltungen der Branche. Haben Sie jetzt schon etwas Spannendes zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tastatur (info@werbewo che.ch). Für Veranstaltungstipps wie auch weitere Shortlistbilder: www.werbewoche.ch

Kopf der Woche: «Ich möchte die Marke McCann-Erickson für Kunden und Mitarbeiter sexy machen»

David Honegger ist seit zwei Wochen neuer CEO von McCann-Erickson Schweiz

David Honegger ist seit zwei Wochen neuer CEO von McCann-Erickson SchweizKopf der Woche «Ich möchte die Marke McCann-Erickson für Kunden und Mitarbeiter sexy machen»
Das Glück klopft oft an die Tür, doch meistens ist niemand zu Hause», lautet eine der Metaphern, in denen David Honegger gerne spricht. Als McCann-Erickson Schweiz anklopfte, um ihn als CEO in die Agentur zu holen, war er zu Hause. Und dem ehemaligen Mitinhaber der Agentur Honegger von Matt war sofort klar: Das ist es. «Der Brand McCann-Erickson hat enormes Potenzial und verfügt zudem über ein gut funktionierendes Netzwerk», ergänzt der 48-Jährige. Als CEO könne er darüber hinaus eine Managementfunktion einnehmen, ohne sich vom kreativen Arbeitsstil verabschieden zu müssen.
Dass McCann-Erickson in der Vergangenheit Rückschläge einstecken musste, beeinträchtigt seine Begeisterung nicht: «Krise ist immer auch Chance.» Die Struktur der Agentur habe das kommerzielle Wachstum damals nicht ganz auffangen können. «In der Zwischenzeit hat sich die Lage aber konsolidiert. Nun geht es wieder aufwärts», ist der Agenturchef überzeugt.
Honegger muss es wissen, schliesslich hat ihn nicht Glück allein in die Geschäftsführung von McCann-Erickson gebracht. Werbung ist für ihn eine Berufung: Schon während des Germanistikstudiums an der Universität Zürich war er vom kreativen Gebrauch der Sprache und von der Reduktion komplexer Zusammenhänge fasziniert. Interessen, die Honegger in der Werbung umzusetzen hoffte. Der erste Texterjob bei der damaligen Advico begeisterte den Lizenziaten von Anfang an. Später übte er sich auch bei ASGS/BBDO, Wirz und Scotti in dieser Disziplin, bis er 1993 mit seinem Unikollegen Dominique von Matt die Agentur Honegger von Matt gründete.
«Nach sieben Jahren hatte die Agentur in meinen Augen alle gesteckten Ziele erreicht. Ich brauchte eine neue Herausforderung», erinnert sich der CEO. So folgte Ende 2000 der Verkauf seines Anteils an Jung von Matt.
Danach wurde es trotz seiner Tätigkeit als freier Creative Consultant einiges ruhiger um Honegger. «Ich hatte Zeit, mich neu zu definieren», erzählt er rückblickend. Mehr Zeit auch, um mit seinen vier Töchtern Ausflüge zu unternehmen, Bücher statt Kundenverzeichnisse zu lesen oder sich auf den New Yorker Marathon vorzubereiten.
Mit vollen Batterien möchte er nun in einer anderen Liga Erfolgsgeschichte schreiben. Konkret: «Die Marke McCann-Erickson für Kunden und Mitarbeiter sexy machen.» Dieses Ziel sei durch gute Werbung, einen starken Brand, bedürfnisorientierte Zusammenarbeit von Genf und Zürich sowie durch Nutzung des internationalen Netzwerks realisierbar. Er selbst sieht sich dabei als Coach, der mit dem Team neue Wege sucht und dabei nie die Bodenhaftung verliert.
Nun bleibt zu hoffen, dass auch bei McCann-Erickson Schweiz das Glück bald wieder an die Tür klopft. Carole Koch

Star TV will Spielkanal

Star TV will neben seinem Hauptprogramm mit Film, Lifestyle und Entertainment einen zweiten Kanal mit interaktiven Spielen und Serviceleistungen betreiben.

Star TV will neben seinem Hauptprogramm mit Film, Lifestyle und Entertainment einen zweiten Kanal mit interaktiven Spielen und Serviceleistungen betreiben.Bei Star Games, wie der neue Sender heissen soll, kann sich der Zuschauer per Telefon oder Internet an kollektiven Videospielen auf dem Bildschirm beteiligen. «Die Zuschauer in Zürich können gegen die Zuschauer in Bern virtuell Fussball spielen», konkretisiert Paul Grau, CEO und Hauptaktionär von Star TV, die neuen Möglichkeiten. Eigentliches Ziel des neuen Kanals ist es aber, allen Zuschauern den Zugang zu interaktiven Services zu ermöglichen, die künftig auch Informations-, Entertainment- und Commerce-Inhalte umfassen werden.Für die Realisation von Star Games hat Star TV Anfang Oktober beim Bundesamt für Kommunikation ein Konzessionsgesuch eingereicht. Bei Star TV rechnet man mit der auf drei Jahre befristeten Spezialbewilligung für «Versuche mit neuen Technologien». (mk)

Service: Fotoagentur Bransch lanciert Magazin

Mitte Oktober erschien die erste Ausgabe von Bransch Magazine.

Mitte Oktober erschien die erste Ausgabe von Bransch Magazine.Service Fotoagentur Bransch lanciert Magazin / Herausgeber ist die Fotografenagentur Bransch mit Sitz in Hamburg und New York. Das englischsprachige Hochglanzmagazin präsentiert auf rund 170 Seiten Fotografien und ihre Urheber sowie beachtenswerte Werbekampagnen. Darunter befinden sich Arbeiten von Lowe GGK, Zürich, und Jung von Matt/ Limmat. Spätere Ausgaben sollen auch News und Interviews aus der Branche bieten. Die Startauflage beträgt 10000 Stück und ist nur bei der Agentur (Bransch, Mühlenkamp 31, D-22303 Hamburg, bransch@ mindspring.com) zu beziehen.
Xaver prämiert Eventmarketing und MessebauAm 6. März 2003 verleiht der Branchenverband Swiss Expo and Event Makers zum 2. Mal den Xaver Exhibition and Event Award. Damit sollen herausragende Leistungen des Schweizer Eventmarketings und Messebaus prämiert werden. Einsendeschluss ist der 15. Januar 2003. Teilnehmen können Agenturen und Kunden, die im Jahr 2002 einen Event (intern oder extern) oder einen Messeauftritt in der Schweiz realisiert haben oder massgeblich daran beteiligt waren. Anmeldeformular und weitere Informationen finden sich auf www.xaver-award.ch.
Lust auf SchriftMit dem Sachbuch «Lust auf Schrift! Basiswissen Typografie» will der Verlag Hermann Schmidt Mainz «eine klaffende Lücke schliessen». Phil Baines und Andrew Haslan legen den ersten «Crashkurs» Typografie und Schrift vor, der die Basics vermittelt, veranschaulicht und verankert und so zum wertvollen Ratgeber für Type & Typografie wird. Zum Inhalt gehören Buchstabenformen, Schriftklassifikationen, Setzerwissen und Detailtipps bis zu Neuigkeiten aus dem Bereich Design für Film und New Media. Ein umfangreiches Glossar mit Fachbegriffen, Tipps für Mac und PC, Kurzviten wichtiger Designer und ein historischer Überblick über die wichtigsten Schriftentwerfer runden das Buch ab. Es hat 192 Seiten und kostet 32 Euro (ISBN 3-87439-593-6).

NZZ auf Gratwanderung

Die NZZ will 2003 insgesamt 21,1 Millionen Franken einsparen und baut rund 80 Arbeitseinheiten ab, wie es in einer internen Mitteilung heisst.

Die NZZ will 2003 insgesamt 21,1 Millionen Franken einsparen und baut rund 80 Arbeitseinheiten ab, wie es in einer internen Mitteilung heisst.27 Personen wurde bereits gekündigt, der Hauptteil des Abbaus soll durch Fluktuation und Pensenreduktionen erfolgen. Die NZZ selbst soll zwar eine «qualitativ gute Zeitung» bleiben, doch müsse die redaktionelle Leistung gekürzt werden. Das Verhältnis Redaktionsseiten zu Anzeigenseiten soll statt 60 zu 40 neu 55 zu 45 betragen (was die Ausgabe vom 15. Oktober um rund sieben Textseiten dünner gemacht hätte). Dass dies einer qualitativen Gratwanderung gleichkommt, weiss man auch in der NZZ-Geschäftsleitung: Die Reaktionen der Leser müssten beobachtet werden, da Abonnementsverluste «einen Strich durch sämtliche Rechnungen» machen könnten, wurde festgehalten. Mediaplaner Ronny Schmid von der Agentur Konnex hält dagegen den NZZ-Leistungsabbau für «marginal». «Der Leser merkt das nicht», sagt er. Die Qualität der NZZ werde darunter nicht leiden. (mk)

Senioren- und Frauenwirtschaft

Das Westschweizer Market Magazine profiliert sich vorerst durch ehrgeizige Auflagenpläne

Das Westschweizer Market Magazine profiliert sich vorerst durch ehrgeizige Auflagenplänevon Anita Vaucher Der Westschweizer Printmedienmarkt erlebt einen Frühling im Werbewinter: Mit dem neuen Wirtschaftstitel Market Magazine kündigt sich innerhalb weniger Monate bereits die dritte Neulancierung zum Jahresende an. Doch über dessen Inhalt und über die Geldgeber schweigen sich die Macher noch aus.
In der Westschweiz schiessen neue Printprodukte wie Pilze aus dem Boden. Und dies in einer Zeit der wirtschaftlichen Flaute, deren Ende noch nicht abzusehen ist. Bemerkenswert ist dabei die Tatsache, dass die Neulancierungen durchwegs von Jungverlegern initiiert werden. Nach der Ankündigung des englischsprachigen Magazins Violet für Anfang Dezember von Largeur.com und dem Lifestyle-Magazin Lounge von Artist Edition SA, das in diesen Tagen auf den Markt gekommen ist, wollen die drei Genfer Jungunternehmer Patrick Sikias, Raphaël Dana und Clément Dubois (Chefredaktor) ein neues Wirtschaftsmagazin auf den Lesermarkt werfen. Es heisst Market Magazine.
Von Mitte Dezember an will die neue Zeitschrift die etablierten Westschweizer Wirtschaftstitel Bilan, Agéfi und PME das Fürchten lehren. Als Zielgruppe hat das neue Wirtschaftsmagazin nebst Kader und Unternehmern Studenten, Frauen und Senioren als Zielgruppen definiert. Gerade die beiden letztgenannten Lesergruppen fänden in den bekannten Wirtschaftsmedien kaum Themen für ihre Interessengebiete, erklärt Sikias, Mitbegründer des Market Magazine. Er sieht sein neues Magazin als Ergänzung zu den bestehenden Westschweizer Wirtschaftstiteln.
Market Magazine peilt gegen 20000 Exemplare anAuch sprachlich setze das Market Magazine auf einen neuen Umgang. Worin die neue Formel aber bestehen soll, wollen Dana und Sikias partout nicht preisgeben. Stillschweigen herrscht ebenfalls bezüglich der Geldgeber.
Fest scheint lediglich zu stehen, dass das Monatsmagazin 130 Seiten umfassen und im Einzelverkauf um die zehn Franken kosten wird. Die Auflage ist zunächst auf 15000 Exemplare festgesetzt worden. Später soll sie auf 20000 Exemplare ausgebaut werden. Das sind ehrgeizige Pläne für den kleinen Westschweizer Markt. Zum Vergleich: Bilan beglaubigt 19930, PME Magazine 11407 und Agéfi 11500 Exemplare.
Werbeauftraggeber zucken vorerst noch die Schultern
Auch über das Redaktionskonzept schweigen sich die Genfer Jungunternehmer beharrlich aus. Gerade dieses dürfte vor allem Werbeauftraggeber interessieren. Verraten wird lediglich, dass man sich auf Themen aus der Schweizer Wirtschaft beschränken werde. Charly Schwarz von der Mediaagentur XL Media in Genf glaubt, dass Market Magazine zumindest am Anfang grosse Schwierigkeiten haben dürfte, das zum Atmen notwendige Anzeigenvolumen zu erreichen.
Neben den Leserzahlen spiele aber auch der Verkaufspreis eine wichtige Rolle. Und der sei mit 10 Franken pro Exemplar im oberen Segment angesiedelt. Schwarz sieht aber auch Chancen fürs neue Produkt: «Das vorhandene Titelangebot auf dem Westschweizer Markt erfüllt die immer komplexer werdenden Bedürfnisse der an Wirtschaftsfragen interessierten Leser nur unvollständig.»
Ob die Leser Market Magazine goutieren werden, steht und fällt mit dem Inhalt. Gerade hier scheint aber auf Sparflamme gekocht zu werden. Neben Chefredaktor Clément Dubois, ehemals Geschäftsleiter der SDA in Genf, sind lediglich drei weitere festangestellte Journalisten plus einige Freelancer vorgesehen.
Das ist ein bescheidenes Team im Vergleich etwa mit den zwölf Mitarbeitenden, die für Bilan schreiben. Und sogar Bilan-Chefredaktor Alain Jeannet sagt, es grenze an ein Wunder, dass mit dieser Teamgrösse Monat für Monat ein qualitativ anspruchsvolles Produkt abgeliefert werden könne. Jeannet glaubt nicht, dass es in der Westschweiz Platz habe für einen vierten Wirtschaftstitel.
Trotzdem räumt er ein, dass ein clever gemachtes Nischenprodukt durchaus eine Chance im Markt haben könne. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass dieses extrem kostengünstig produziert werde. «Schon etliche Verleger haben versucht, eine Zeitschrift ohne Journalisten zu machen, geglückt ist dies indes nur sehr wenigen», ergänzt der Bilan-Chef.

Hat M6 oder hat es nicht?

Ob das Werbefenster auch TSR dynamisiert, darüber streiten IPM und Publisuisse

Ob das Werbefenster auch TSR dynamisiert, darüber streiten IPM und PublisuisseVon Daniel Schifferle Beim Start des M-6-Werbefensters im Januar behauptete IP Multimedia (Schweiz), auch TSR werde von einer Dynamisierung des Westschweizer Werbemarktes profitieren. Doch wird die Entwicklung im ersten Halbjahr 2002 von Publisuisse und IPM völlig unterschiedlich interpretiert.
Auf Grund der Brutto-Werbeumsätze Januar bis Juli stellt IPM fest, dass TSR seine Werbeeinnahmen seit dem Start des M-6-Werbefensters überdurchschnittlich habe steigern können. Um 6,2 Prozent legte das Westschweizer Fernsehen zu, deutlich mehr als SF DRS, das sich lediglich um 4,4 Prozent gesteigert habe (siehe Grafik). Dieses Wachstum müsse zudem auf den Konkurs von TV 3 und Tele 24 zurückgeführt werden, deren Gelder in die verbleibenden Kanäle abgewandert seien. «Obschon in der Westschweiz keine analoge Situation vorliegt und im Gegenteil ja durch M6 neue Konkurrenz entstanden ist, konnte TSR stärker als SF DRS wachsen. Neue Anbieter stimulieren den Markt und erweitern ihn, weil neue Kunden hinzukommen», erklärt Giordano Giordani, bei IPM zuständig für Research.
Publisuisse: «Bruttozahlen vermitteln ein falsches Bild»
Publisuisse widerspricht dieser Interpretation. Die Bruttozahlen würden ein falsches Bild vermitteln. Der Grund: Publisuisse habe die Preise bei TSR für 2002 stärker angehoben als in der Deutschschweiz. Als direkte Folge davon seien vor allem im ersten halben Jahr 2002 grosse Leistungskompensationen im TSR erfolgt, die in den Bruttozahlen eingerechnet seien.
«Wenn wir die Nettowerte zu Rate ziehen, ergibt sich hingegen ein ganz anderes Bild», erklärt Publisuisse-Sprecher Markus Hollenstein. Danach sei der Umsatz von Publisuisse in der Deutschschweiz in den ersten
sechs Monaten um 2,9 Prozent gewachsen, jener in der Westschweiz aber nur um 2,5 Prozent. «Das schlechte Resultat bei TSR führen wir auf die Einführung von M6 zurück», sagt Hollenstein.
Deutlich ungünstiger sei die Entwicklung von Juli bis September. In diesen drei Monaten sei TSR sogar auf ein Null-Wachstum zurückgefallen, während es bei SF DRS um 7,6 Prozent vorwärts gegangen sei. Die flache Entwicklung in der Westschweiz gehe allerdings nicht auf das Konto des M6-Werbefensters.
«Das Werbefenster ist auf Grund seiner Verbreitung von marginaler Bedeutung für Werbeauftraggeber», sagt Hollenstein. Die schwache Entwicklung bei TSR sei in erster Linie auf die stärkere Ausnutzung des Inspill in die Westschweiz zurückzu-führen. «Eine Konsequenz der kleineren Marketing-Budgets.»

Schweizer Agenturen holen drei Cresta-Awards.

Bei der zehnten Ausgabe des internationalen Kreativwettbewerbs Cresta Awards sind drei Schweizer Arbeiten prämiert worden.

Bei der zehnten Ausgabe des internationalen Kreativwettbewerbs Cresta Awards sind drei Schweizer Arbeiten prämiert worden. Unter den 23 Gewinnern im Bereich Print sind eine Plakatserie von Publicis, Zürich, für Die Mobiliar und eine Anzeige von Euro RSCG, Zürich, für Schweiz – Tibet anlässlich der «Spiele von China». Als einziger Schweizer Beitrag schaffte es wiederum Publicis mit Fernsehspots für die Gelben Seiten unter die 26 Preisträger im Bereich TV/Kino. Damit wurden alle Finalisten der beiden Agenturen von den Jurys mit Auszeichnungen bedacht. Pech hatte dagegen Advico Young & Rubicam: Die Gockhausener waren mit sieben Beiträgen auf der Shortlist, durften aber keinen einzigen Preis entgegennehmen. Klischee Schweiz. Bilder der Schweiz aus einer fremden Perspektive. Impressionen und Reflektionen zum Thema Schweiz – von Menschen, die im Ausland leben. Das ist das Thema einer Ausstellung in der Plattform 22, der Kulturgalerie von TBWA an der Freihofstrasse 22 in Zürich. Im Ausstellungs- und Buchprojekt von Urs Stampfli und Alexander Gächter wurden 100 Personen in 36 Ländern die Frage gestellt: «Stichwort Schweiz: Was fällt dir spontan dazu ein?». Die Antworten kamen per Einwegkamera und Fragebogen zurück. Die Ausstellungseröffnung findet am 16. Oktober um 18 Uhr statt.
Aida vom Netz. Während im Zürcher Schauspielhaus einige Ratten das sinkende Schiff zu verlassen scheinen, finden Mäuse beim Opernhaus neuerdings ihre Bühne für den ganz grossen Auftritt. www.opernhaus.ch heisst die Plattform, von der eines der ältesten Kulturinstitute der Schweiz fortissimo in die Zukunft starten will. Die neu gestaltete Website bietet dem Opernfan ab sofort weltweit die Möglichkeit, «all das zu erfahren, was er schon immer über die Zürcher Oper wissen wollte», wie Lowe mitteilt. Die Zürcher Agentur hat die entsprechende Anzeige gestaltet. Die neugierige Maus vor dem Bühnenvorhang wird in Eigenpublikationen des Opernhauses geschaltet sowie in verschiedenen Tageszeitungen und nationalen Magazinen.
EWIGer roger. Eine Visitenkarte hat er keine mehr. Dafür ein weiteres Buch geschrieben. Am Stand A 132 in der Halle 3.0 wird es an der Frankfurter Buchmesse in die hell ausgeleuchteten Regale gestellt. Roger Schawinskis «TV-Monopoly. Die Insider-Story» will «im Klartext» und mit vielen bisher unbekannten Details die intimen Abenteuer des Medienpioniers rund um den Auf- und Abbau des ersten privaten Fernsehens erzählen. Verlegt wird das Buch bei Orell Füssli. Dort werde «für die Ewigkeit publiziert», hat man Schawinski mitgeteilt, als er bei einem Besuch im Verlag die ebenfalls dort publizierten Folianten von Erasmus von Rotterdam bestaunt hat. Schawis Ewigkeit findet eine Fortsetzung mit dem Erstverkaufstag von «TV-Monopoly» am 4. November.
Swiss Music Radio fordert UKW für alle. Der Spartensender Swiss Music Radio (SMR), der ausschliesslich Schweizer Rock- und Popmusik ausstrahlt, ist nach sechs Monaten Betrieb in rund 80 Prozent der Deutschschweizer Kabelhaushalte zu empfangen. SMR möchte aber auch terrestrisch senden. Es bewirbt sich um die neue Frequenz für ein Zürcher Jugendradio, die das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) in Aussicht gestellt hat (siehe dazu auch Seite 24). SMR ist jedoch der Meinung, dass eine neue Frequenz nicht genüge, «um die offenen radiofonen Bedürfnisse zu erfüllen». Das neue Radio- und Fernsehgesetz müsse dafür sorgen, dass Radio 105, Radio Eviva und SMR ihre Programme künftig auch drahtlos über UKW verbreiten können, fordert der Sender in einer Mitteilung.
Frauenpower. Eine Umsatzsteigerung von «satten 90 Prozent» hat ein Mailing von Ana Marketing & Kommunikation bewirkt. Unter der Headline «Manche mögens heiss» verschickte die Luzerner Agentur ein cooles Mailing, das die Vorteile eines hormonfreien Produkts gegen die Beschwerden der Wechseljahre bekannt machen sollte. Der Bestellkarte für das homöopathische Mittel Klimaktoplant gegen Wallungen ist ein Plastikbeutel zum Herstellen von Eiswürfeln angeheftet. Die 6000 Mailings brachten dem Hersteller Omida über
einen Monat täglich fast 20 Bestellkarten ins Haus. Ana ist eine reine Frauenagentur und seit mehr als drei Jahren erfolgreich im Markt. Neben Tabletten für die Wechseljahre würde frau in der «nicht-feministischen Agentur» aber auch Budgets aus der Baubranche sowie zum Beispiel aus dem Bereich Gastro, Umweltschutz oder Treuhand betreuen, erklärt Geschäftsführerin Andrea Bussmann.
Cannes-Festival will keine deutschen Juroren. Das Internationale Werbefestival in Cannes verweigert deutschen Juroren die Teilnahme an seinem nächsten Wettbewerb im Juni 2003. Die Festivalleitung begründet den Ausschluss damit, dass sie das undemokratische Vorgehen des so genannten Kreativ-Index bestrafen wolle. Mit diesem Index beschränkten elf führende deutsche Werbeagenturen ihre Teilnahme an Wettbewerben, um Gebühren zu sparen.
Deutscher Vermarktungspartner für NZZ ONline. Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) lässt ihre Website in Deutschland neu von Quality Channel vermarkten. Quality Channel ist die Vermarktungsgemeinschaft des Spiegel Verlags. Neben dem Onlineauftritt des Nachrichtenmagazins betreut das Unternehmen auch jene von Financial Times Deutschland, Manager-Magazin, der Süddeutschen Zeitung und des Männermagazins GQ sowie die Computerplattform Heise Online. «NZZ Online steht für qualitativ hochwertigen Content für gehobene Zielgruppen», wird Kurt Busslinger, Marketingleiter Marketing Neue Medien der NZZ, in einer Mitteilung zitiert.
Lebendes Beispiel. Vegetarisch statt kannibalisch: Um das Erfolgsrezept des Zürcher Hiltls den Gästen appetitlich vor Augen zu führen, hat Wirz Werbung fürs Servicepersonal jetzt ein aufklärendes T-Shirt kreiert. Wem drastisch vor Augen geführt wird, wo sich beim Lebewesen Rippli, Keule oder Huft befinden, beisst danach noch reineren Gewissens in knackiges Gemüse. Thomas Kurzmeyer hat als Texter die Stücke beschriftet. Barbara Hartmann steuerte als AD das anatomische Detailwissen bei.

20 Minuten und Blick denken nach. Nachdem die Pendlerzeitung 20 Minuten den Avancen von Tamedia die kalte Schulter gezeigt hat, drehen sich die Gerüchte um andere potenzielle Partner. Die glaubwürdigste Nennung bisher: ein Werbekombi mit dem Blick. Bruno Blaser, Blick-Verlagsleiter, gab sich der WerbeWoche gegenüber diplomatisch: «In der heutigen Zeit muss man immer alles prüfen.» Es befinde sich aber nichts dergleichen in der Schublade. 20-Minuten-Verlagsleiter Rolf Bollmann doppelte nach: «Wir wälzen jeden Tag Gedanken darüber, welche Kombis gut für uns wären.» Mit dem Blick habe man aber bisher noch nicht darüber gesprochen. «Es würde natürlich Sinn machen», fügte Bollmann hinzu, denn die jüngste Mach Basic zeige, dass sich die beiden Leserkreise wenig überschneiden würden.

Der Gipfel der Schneiderkunst

SCC vertieft die Positionierung der Alpin-Bekleidungsmarke Haglöfs

SCC vertieft die Positionierung der Alpin-Bekleidungsmarke HaglöfsVon Ernst Weber Wer in eisigen Höhen in Haglöfs-Kleidern klettert oder Ski fährt, vergisst leicht, dass er überhaupt angezogen ist. Für die neue Anzeigenserie des schwedischen Bekleidungsherstellers fotografierte Sennhauser Creative Consulting (SCC), Zürich, Berggänger in verfänglichen Situationen und dokumentiert, warum man die Bekleidung nicht spürt.
Die in Amden SG domizilierte Firma Alpine and Climbing Equipment AG (ACE) ist im Bereich des Extrembergsports heimisch. Im vergangenen Herbst hat ACE die schwedische Freizeit-Bekleidungsmarke Haglöfs auf dem Schweizer Markt eingeführt. Der 1914 von Viktor Haglöfs gegründete Brand ist in Schweden mit rund 30 Prozent Marktanteil im Outdoorbereich mit Abstand Marktleader.
Ein Auftritt, der den Betrachter am Seil herunterlässt
Werblich wurde die Lancierung von einem von SCC konzipierten Auftritt begleitet. Er setzte den Benefit der Kleiderqualität auf spektakuläre Art um. Auf den Motiven waren nackte Eiskletterer zu sehen. Der Slogan «Je weniger Sie uns wahrnehmen, umso besser fühlen Sie sich» wies auf den hohen Tragkomfort der Bekleidung hin. Nun soll eine Anschlusskampagne den eingeschlagenen Positionierungspfad vertiefen.
«Haglöfs stellt die Funktionalität der Bekleidung über das Design. Darum steht sie auch im Zentrum der Kommunikation», sagt Richard Bolt, Inhaber von ACE. So zeichnen sich die ausschliesslich aus getesteten Markenstoffen wie etwa Goretex gefertigten atmungsaktiven Kleidungsstücke dadurch aus, dass man sich darin absolut frei bewegen kann, nicht friert und nicht schwitzt, meint Bolt weiter. Ein ebenso typisches Merkmal von Haglöfs ist die Gleichberechtigung der Damen- und Herrenkollektion: Männerbekleidungsteile werden auch für Frauen angefertigt.
Haglöfs kommt auf der Positionierungsroute zügig voran, kletterte doch die Umsatzkurve seit der Lancierung steil aufwärts. Importeur Richard Bolt schätzt, dass der Marktanteil bereits bei fünf bis zehn Prozent liegt. Im laufenden Jahr rechnet ACE mit einem Umsatz von 1,2 bis 1,3 Millionen Franken. Und für das kommende Jahr erwartet er gar ein Wachstum von 20 bis 25 Prozent.
Der neue Werbeauftritt zeigt Berggängerinnen und Berggänger, die vergessen, dass sie bekleidet sind. Der neue Slogan «Haglöfs, Alpin-Bekleidung, die man nicht spürt», kommuniziert den USP markanter als der Claim der letztjährigen Kampagne.
Die Motive wurden vor und in Berghütten auf über 3000 Meter über Meer fotografiert. «Man kann einen neuen Markt nicht mit einer beiläufigen Imagekampagne erobern, sondern muss etwas auffallend Neues machen», kommentiert René Sennhauser den Auftritt.
AD–Rating

Haglöfs-Kampagne
Geteilte Meinungen produzierten AdRater zur Inserenten-Kampagne des Tages-Anzeiger. Nun sind die Extrem-Rater unter den AdRatern gefragt, um ihre Meinung zu den Anzeigen von SCC für Haglöfs abzugeben. Per Mausklick, eifrigst, auf www.werbewoche.ch/adrating
Tages-Anzeiger-Kampagne
Top: 41,57%
Flop: 58,43%
Lob und Tadel der Ad-Raters zusammengefasst auf www.werbewoche .ch/adrating/comments

Ein Geschäft, das nicht warten kann

FuP positioniert den Informatikdienstleister Tetrade im regressiven Markt als IT-Integrator

FuP positioniert den Informatikdienstleister Tetrade im regressiven Markt als IT-IntegratorDie 1994 gegründete IT-Integrationsfirma Tetrade macht in der Kommunikation alles anders als ihre Mitbewerber. Während Letztere beim Werben sparen, greift Tetrade tief in die Tasche und positioniert sich mit einem Imageauftritt im darnieder liegenden IT-Markt. Und handelt richtig. Beklagten laut Computerworld Schweiz im vergangenen Jahr die meisten Systemintegratoren rückläufige Zahlen, vermochte das Gümliger Unternehmen mit 42 Mitarbeitenden seinen Umsatz nach eigenen Angaben von 6,5 auf 8 Millionen Franken zu steigern.
Konzipiert wurde die Kampagne von der Berner Agentur Freiburghaus und Partner (FuP), die das Mandat im vergangenen August in einem Pitch gegen drei Mitbewerber gewann. Die Umsetzung versucht aus dem Umstand Kapital zu schlagen, dass Tetrade offenbar einer der ersten Informatikdienstleister war, der sich die Bezeichnung IT-Integrator gab. Indem nun der Auftritt diese Kernkompetenz fokussiert, will man diesen Bereich für sich besetzen.
Primär streben die Anzeigen die Steigerung des Bekanntheitsgrades an, der sogar im Einzugsgebiet Espace Mittelland zu wünschen übrig lässt. Dies erstaunt umso mehr, als das Kundenportefeuille der Firma klingende Namen wie Swisscom, die Post und die SBB enthält. In zweiter Linie soll die Kampagne das Unternehmen «als vertrauenswürdigen IT-Integrator darstellen, der seine Leistungen, im Unterschied zu vielen Mitbewerbern, in time und in budget erbringt», so Vera Sommer, Marketing- und PR-Verantwortliche bei Tetrade.
Inseln werden zu Landschaften zusammengefügt
Die Motive zeigen, wie Tetrade-CEO Michael Liebi auf einem Pissoir und Louis Oetiker, Key Account Manager, in der Sauna mit einem Fremden ins Gespräch kommen. «Was tun Sie?», fragen die Fremden. «We integrate IT», antworten zielgerichtet die Gefragten. Während die Bilder das Geschehen auf eine persönliche Ebene transferieren, könnte man im knappen Dialog das ökonomisierende Moment der Systemintegration abgebildet sehen.
Der Auftritt ist als Investition in die Zukunft gedacht, von der man sich insgeheim allerdings sofort Resonanz erhofft. Da die Systemlandschaften vieler Firmen aus nicht miteinander vernetzten einzelnen Systemkomponenten bestehen, gewinnt das Thema Integration zunehmend an Bedeutung.
Die Erkenntnis wachse, dass durch die Vernetzung von IT-Inseln zu ganzen IT-Landschaften tatsächlich eine Steigerung der Effizienz und relevante Kosteneinsparungen zu erreichen seien, so Barbara Bürgy, Beratunggruppenleiterin bei FuP. Indem eben auch Unterlieferanten, Kunden oder Tochtergesellschaften in die Vernetzung einbezogen würden, ergänzt sie. Ernst Weber

Muse & Musse: Gabriel Heuberger

Muse & Musse Gabriel Heuberger Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht?Gabriel Heuberger: Die Sonderausstellung von Ellsworth Kelly in der Fondation Beyeler. Was lesen

Muse & Musse Gabriel Heuberger Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht?
Gabriel Heuberger: Die Sonderausstellung von Ellsworth Kelly in der Fondation Beyeler.
Was lesen Sie gerade?
Heuberger: «Sanfte Hände» von Frédérick Leboyer. Weil ich eben Vater geworden bin und auch meinen Beitrag leisten will.
Welche CD hören Sie zurzeit?
Heuberger: Paul Oakenfold, Moby, Antoine, Smashing Pumpkins und Costes.
Welchen Kinofilm würden Sie am liebsten nochmals sehen?
Heuberger: «Terminator 1», weils damals so unbeschreiblich eindrücklich war.
Bei welcher TV-Sendung sind Sie neulich eingeschlafen?
Heuberger: Bei SFi, weils keine Werbung hat.
Welches ist Ihre neuste Entdeckung im Internet?
Heuberger: www.stern.de hat ein tolles Bildarchiv, www.ya kinsworld.ch ist unschlagbar.
Worauf könnten Sie nie verzichten?
Heuberger: Auf die Zigarette nach dem Aufstehen.
Was machen Sie in einer freien Minute?
Heuberger: Ich rauche nochmals eine Zigarette.
Liebe ist …?
Heuberger: … in diesem Moment unbeschreiblich.

Ausserdem: Beim Luzerner Regionalsender Tele Tell nehmen gleich drei Kaderleute den Hut:

Ausserdem Beim Luzerner Regionalsender Tele Tell nehmen gleich drei Kaderleute den Hut: Geschäftsführer Hansruedi Hottiger, Redaktionsleiterin Monika Senn und Marketingleiterin Esther Infanger. Hintergrund der Kündigungen sind geplante Änderu

Ausserdem Beim Luzerner Regionalsender Tele Tell nehmen gleich drei Kaderleute den Hut: Geschäftsführer Hansruedi Hottiger, Redaktionsleiterin Monika Senn und Marketingleiterin Esther Infanger. Hintergrund der Kündigungen sind geplante Änderungen in der Organisation und im Programm, die auf eine stärkere Anbindung an Tele M1 hinauslaufen. Tele Tell und Tele M1 gehören zur AZ Medien Gruppe (AZM). Senns Nachfolge übernimmt ab Mitte November der jetzige Azonline.ch-Redaktionsleiter Ernst Meier. Die publizis-tische Leitung beider Sender bleibt bei Programmleiter Heinz Lang. Im Marketingbereich gibt es künftig einen gemeinsamen Leiter Marketing&Kommunikation. Dieses Amt übernimmt Kurt Schudel, zurzeit noch Verkaufsleiter beim Business Guide to Switzerland. Zum neuen Verkaufsleiter für beide Sender wird Michele Macaluso befördert, der bis anhin Verkaufsleiter von Tele M1 war. Seine Verkaufsberatungsteams führen neu Evi Bossard bei Tele M1 und Kurt Schudel bei Tele Tell.
Nach ihrem Austritt aus der Werbeagentur Freiburghaus und Banderini Ende 2001 hat Pia Banderini jetzt eine neue Firma gegründet. Mit Piabanderini Kommunikation konzentriert sie sich auf strategische und konzeptionelle Beratung für ganzheitliche Kommunikation.
Der Texter Roy Spring verstärkt die Werbeagentur Publicis ab November. Vor seinem Einstieg in die Werbung bei Wirz Anfang 2000 war Spring als Redaktor im Ressort «Leben» der Weltwoche tätig.
Controllerin Brigitte Aeschlimann und Reto Mürner, Key Account Manager für Tele Züri, verlassen die Belcom, die Vermarkterin der elektronischen Medien bei Tamedia. Aeschlimann übernehme das Amt des CFO bei einem neuen Unternehmen, erklärte Belcom-Leiter Andreas Meili.
Nach 14 Jahren bei Contexta hat Client Service Account Director Marco Mesot die Berner Agentur Ende September verlassen. Zusammen mit einem noch nicht genannten Partner wird er eine Agentur für Kommunikation lancieren. Noch befinde sie sich im Aufbaustadium: «Wir denken immer noch über den richtigen Namen nach», erklärt der baldige Firmengründer.
Der Verwaltungsrat der LZ Medien Holding hat Jörg Schnyder per Anfang 2003 zum neuen Finanzchef der LZ Gruppe und Geschäftsleiter der LZ Management AG ernannt. Er folgt auf Andreas Lindemann, der das Unternehmen nach mehrjähriger Tätigkeit ver-lässt. Schnyder ist seit 1995 bei der LZ Gruppe tätig, zuletzt als Stellvertreter von Andreas Lindemann bei der LZ Management AG.
Der freischaffende Zürcher Filmregisseur Werner Haltinner hat nach über drei Jahren sein Gentleman’s Agreement mit der Produktionsfirma Wirz+Fraefel aufgelöst. Somit sei er nicht mehr exklusiv verpflichtet und könne künftig, seinen Wünschen entsprechend, auch mit jüngeren Produktionsfirmen wie Blood Sweat&Tears oder Abrakadabra zusammenarbeiten.
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