Ausserdem: Marc Görtz tritt von seinem Amt als Co-Geschäftsführer des Privat-TV-Senders Sat 1 Schweiz zurück.

Ausserdem Marc Görtz tritt von seinem Amt als Co-Geschäftsführer des Privat-TV-Senders Sat 1 Schweiz zurück. Er übernimmt als stellvertretender Leiter von RingierTV zusätzliche Führungsaufgaben und wird für Sat 1 Schweiz als Programmberater t

Ausserdem Marc Görtz tritt von seinem Amt als Co-Geschäftsführer des Privat-TV-Senders Sat 1 Schweiz zurück. Er übernimmt als stellvertretender Leiter von RingierTV zusätzliche Führungsaufgaben und wird für Sat 1 Schweiz als Programmberater tätig sein. Görtz’ Nachfolgerin wird Angela Sgura. Sie führt ab 1. November gemeinsam mit Christian Gartmann die Geschäfte des Senders. Sgura ist seit 2001 bei RingierTV als Finanzleiterin tätig und wird in der Geschäftsleitung der Sat 1 Schweiz AG die Bereiche Finanzen/Controlling betreuen und das Programm nach aussen vertreten. Gartmann ist Managing Director des Vermarkters SevenOneMedia Schweiz und vertritt in der Geschäftsleitung von Sat 1 Schweiz die ProSiebenSat-1-Gruppe.
Per Anfang November ändert die PR-Agentur Brauchbar Büchel & Partner ihren Namen zu Advocacy AG. Inhaber und Geschäftsleitungsmitglieder bleiben Mathis Brauchbar, Dominik Büchel und Conrad Engler. Neu zum Team stösst als Berater der gelernte Biochemiker und Patentanwalt Andreas Schöllhorn.
Die Aktionäre der Radio Edelweiss AG haben die operative Verantwortung für das Nordwestschweizer Lokalradio einstimmig an die Basler Mediengruppe (BM) übertragen. Die bisherigen Verwaltungsräte Bernhard Burgener und Alois Erath wurden unter Verdankung ihrer Verdienste um Radio Edelweiss verabschiedet. BM-CEO Beat Meyer wurde einstimmig als neuer VR-Präsident gewählt. Weitere VR-Mitglieder sind Ruth Ludwig-Hagemann, Peter Wyss und Tanja Schmidt (alle BM), Daniel von Wattenwyl (Radio Edelweiss), Christoph Richterich von der Kommunikationsagentur Richterich & Partner sowie Francis Rivollet von der französischen Radiogruppe NRJ.

Ende November verlässt Karin Sommer die Weltwoche, um eine neue Herausforderung anzunehmen. Sie war bisher als Gebietsverkaufsleiterin für Zürich-Ost und die Ostschweiz zuständig. Ihre Nachfolge tritt Ariane Vuagneux (Bild) an. Sie war zuvor als Werbe- und PR-Verantwortliche der Parfümeriekette Alrodo und danach als Leiterin der Weltwoche-Leserwerbung tätig.
Die Berner Eventagentur Eventicum AG löst sich von der Mutterfirma Polyconsult. Geschäftsführerin Beatrice Trachsel hat per 1. November den 60-Prozent-Anteil der Werbeagentur übernommen und ist jetzt Alleininhaberin.

Wenig Gold im Goldbach

Geringes Interesse am Hitradio Z – und das Angebot ist unklar

Geringes Interesse am Hitradio Z – und das Angebot ist unklarVon Markus Knöpfli Das Zürcher Hitradio Z steht zum Verkauf. Doch wer wird den Sender übernehmen? Viele der potenziellen Interessenten winken ab. Am ehesten in Frage kommen die NZZ-Gruppe, Tamedia, Clear Channel, Radio 105, AZ Medien oder Radio Top.
Die Überraschung in der Branche ist gross: Kaum jemand hat damit gerechnet, dass Goldbach Media just jene Firma verkaufen will, aus der sie entstanden ist. Es scheint auch, dass Goldbach Media ihren Sender noch niemandem wirklich angeboten hat. Das Communiqué vom letzten Freitag wurde also ganz nach Crossmediamanier als Gratisinserat lanciert – wohl aus Spargründen.
Doch die Angaben im «Inserat» waren unvollständig. So wusste noch am Dienstag niemand mit Bestimmtheit, was genau von Hitradio Z verkauft wird: 100% oder nur Anteile daraus? Auch ein Teil der Verkaufscrew der IP Multimedia? Und zu welchem Preis? Zahlen zwischen 18 und 30 Millionen machen die Runde. Mittlerweile hat Goldbach-CEO Klaus Kappeler immerhin verlauten lassen, dass Hitradio Z ganz oder teilweise zu haben ist, in jedem Fall aber ohne Verkaufscrew (siehe Seite 18).
Dabei steht Goldbach unter Verkaufsdruck, verliert doch Hitradio Z seit seiner Umpositionierung kontinuierlich Marktanteile. 2,9% waren es Ende letzten Jahres, 2,6% Ende Juni 2002 und Ende September lag der Sender noch bei 2,4% Marktanteil. In der gleichen Zeit konnte Kontrahent Radio 24 seinen Marktanteil von 3,1 auf 3,7% steigern. Je weiter sich die Schere öffnet, desto mehr drückt dies auf den Verkaufspreis. Deshalb nimmt derzeit eine Crew um den Z-CEO Jürg Bachmann eilig «Justierungen» vor.
Kein Spielraum für andere Inhalte bei Hitradio Z
Doch wer könnte am Kauf des Senders interessiert sein? Als einziger äussert Clear Channel Plakanda (CCP) «klares Interesse». CEO Beat Roeschlin verweist aber darauf, dass CCP wegen der amerikanischen Muttergesellschaft aus rechtlichen Gründen keine Mehrheit halten darf. Auf eine Minderheit wie bei One FM und Lausanne FM wolle man sich aber nicht mehr einlassen. «Für uns ist Hitradio Z deshalb eine entgangene Gelegenheit» sagt Roeschlin bedauernd.
«Nichts ausschliessen» will dagegen Giuseppe Scaglione. Der Chef von Radio 105, der schon lange eine UKW-Frequenz sucht, hat jedenfalls seinen italienischen Partner Finelco (49%) bereits über die neue Möglichkeit informiert. Interessant wäre für 105 aber nur die «Z-Hülle» (sprich: Frequenzen und Konzessionsgebiet), denn damit gewänne Scaglione ein noch grösseres Gebiet als mit dem ausgeschriebenen Zürcher Jugendradio, um das er sich mit vielen anderen beworben hat. «Wir halten sicher die Augen und Ohren offen», sagt Scaglione.
Als weiterer potenzieller Interessent kommt die NZZ, derzeit Teilhaberin bei fünf Radios, in Frage. Beat Lauber, Leiter Regionalzeitungen, stellt dies jedoch in Abrede. «Das ist bei uns keine Überlegung wert, da Z nicht in unsere Strategie passt.» Die Radios der NZZ-Gruppe gehörten zu den regionalen Zeitungen, die NZZ dagegen verstehe sich als nationales Blatt, da passe ein lokaler Zürcher Sender nicht hinein. Auch nicht aus poolstrategischer Sicht? «Wir definieren uns publizistisch», entgegnet Lauber kurz und bündig.
Tamedia, Besitzerin von Radio 24, kommt auf den ersten Blick als Käuferin kaum in Betracht, musste sie sich doch auf Weisung des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom) von Radio Zürisee trennen, weil die Angebotsvielfalt gefährdet schien. Tamedia-Sprecher Peter Hartmeier führt denn auch rechtliche, interessanterweise jedoch keinerlei strategische Argumente gegen einen Kauf von Z an. Doch auf die Frage, ob die Tamedia einen Einstieg nicht einmal prüfe, sagte er: «Wenn wir ihn prüfen würden, würde ich es Ihnen nicht sagen.»
Wäre es denn rechtlich möglich, dass Tamedia zwar Hitradio Z übernimmt, daraus aber ein Jugend- oder Klassikradio macht? Roland Zbinden, Medienjurist beim Bakom, betont, dass sowohl eine Handänderung als auch eine programmliche Neuausrichtung dem Departement Leuenberger vorgelegt werden müsste. Zu prüfen wären insbesondere Fragen der Medien- und Angebotsvielfalt. Ferner müsste dies die Wettbewerbskommission untersuchen, die den Zürcher Werbemarkt zu stark von der Tamedia dominiert sehen könnte.
Mit Tamedia will sich offenbar niemand anlegen
Kein gänzliches Njet kommt aus Baden. Peter Wanner, VR-Delegierter der AZ Medien, äussert jedoch nur ein «geringes Interesse», da Hitradio Z aus strategischen Gründen für die Gruppe wenig Sinn mache und kaum Synergien ermögliche. «Wir würden uns mit der Nummer zwei unter den Zürcher Radios strategische Risiken aufhalsen», sagt er mit einem Seitenblick zu Tamedia, die in Zürich crossmedial auftrumpfen kann.
Ein weiterer Kandidat könnte Radio Top sein, das zu seinen Fenstern in Winterthur, Thurgau und St.Gallen quasi noch ein viertes hinzufügen könnte, was wirtschaftlich und strategisch interessant, wenn auch medienrechtlich unsicher ist. Top-Chef Günter Heuberger lehnt jedenfalls nicht rundweg ab, macht aber finanzielle Bedenken geltend. Auch ein Zusammengehen mit AZ Medien oder anderen, kleineren Verlagen rund um Zürich sieht er eher nicht, da sich kaum jemand mit dem grossen Nachbarn Tamedia anlegen wolle.
Tatsächlich ist keine Begeisterung bei den Zürichsee Medien und bei Zürcher Oberland Medien AG zu spüren. Von Ziegler (Landbote) und Akeret (Anzeiger von Uster) war keine Auskunft erhältlich, und für Rudolf Rentsch, Direktor bei Vogt-Schild/Habegger (Solothurner Zeitung) ist der Einstieg bei Z «kein Thema».
«Kein Interesse an der Nummer zwei in Zürich» hat auch Hanspeter Lebrument, VR-Delegierter der Gasser Holding in Chur. Und Beat Meyer, CEO der Basler Mediengruppe, will sich auf kein neues Zürcher Abenteuer einlassen. Sacha Wigdorovits von 20 Minuten winkt ebenfalls ab, Roger Schawinski ist nach dem Belcom-Verkauf an Tamedia an ein Konkurrenzverbot gebunden, Christian Kauter, CEO der Allgemeinen Plakatgesellschaft, hat anders als CCP keine Radio-Strategie, und die PubliGroupe will sich nicht wieder auf Radiovermarktung einlassen. Von Jean Frey war keine Stellungnahme erhältlich, ebenso von der Espace Media Groupe. Da letztere aber stark mit Tamedia liiert ist, kommt ein Einstieg bei Z kaum in Frage.
Alle reden von Hitradio Z – niemand von Radio Ri, an der Goldbach Media einen Anteil von 35% hält. Steht auch der zum Verkauf? Laut Kappeler ist dies zumindest nicht ausgeschlossen. Am ehesten dürfte die NZZ-Gruppe daran interessiert sein, besitzt sie doch direkt und indirekt um die 47%. «Einen Ausbau dieser Beteiligung werden wir natürlich diskutieren», sagt Lauber.

Kopf der Woche: «Ich bin in eine moderne Agentur zurückgekehrt»

Stefan Gürtler verstärkt seit 1. Oktober cR Kommunikation auf strategischer Ebene

Stefan Gürtler verstärkt seit 1. Oktober cR Kommunikation auf strategischer EbeneKopf der Woche «Ich bin in eine moderne Agentur zurückgekehrt» Er definiere sich nicht über Funktionen, sondern über Aufgaben und Kompetenzen. Diese Aussage stammt ausgerechnet von Stefan Gürtler, der bis vor wenigen Wochen noch als Head of Corporate Communications und Senior Vice President von Bluewin firmierte. Aber für eine Agentur mit flachen Hierarchien gehöre sich das nun mal so. Seit Oktober kümmert sich der 39-Jährige bei cR Kommunikation um den Auf- und Ausbau neuer Geschäftsfelder und die Entwicklung neuer Produkte.
Trotz des Frontwechsels ist das Aufgabengebiet das einzig wirklich Neue an seinem Job, denn er gab bereits 1994 seinen Einstand bei der in Küsnacht domizilierten PR-Agentur. Gürtler beschreibt seinen Wiedereintritt als «Homerun», der sechs Jahre gedauert habe. Dieser Lauf führte ihn nach 1996 über die Bases Compaq, Farner Public Relations und zuletzt Bluewin. In diesen Jahren sei der Kontakt zu cR nie abgerissen. Im Gegenteil: Während seines Bluewin-Engagements hat sich der Austausch intensiviert, denn cR war von Beginn weg Hausagentur des Internetdienstleisters.
Bei Gürtlers Eintritt war Bluewin noch ein eigenständiges Unternehmen auf dem Weg zur Börse – für ihn ein «Traumprojekt». Doch der Auftritt auf dem Börsenparkett wurde abgeblasen. Swisscom «degradierte» Bluewin zu einer ihrer Abteilungen. «In Sachen Kommunikation wurde es naturgemäss etwas stiller», erzählt Gürtler. So sei auch Platz für neue Herausforderungen entstanden, erläutert er den Hintergrund seines Stellenwechsels. Dass er darauf erneut bei cR vor Anker ging, begründet der Hobbysegler mit dem grossen Entwicklungspotenzial und der Entwicklungsbereitschaft, über die die Agentur verfüge. «Das muss zwangsläufig zu ‹Traumprojekten› führen», ist Gürtler überzeugt. Bei Bluewin habe er den Wert eines nach betriebswirtschaftlichen Kriterien geführten Marketings kennen gelernt. Diesen Nutzen will er nun auch cR-Kunden näher bringen.
Geändert habe sich während seiner sechsjährigen Absenz nicht viel: Immer noch das gleiche Spiel und noch fast die gleiche Mannschaft. «Ich habe eine moderne Agentur verlassen und bin in eine moderne Agentur zurückgekehrt», meint Gürtler. Neu dazu gekommen seien aber Bereiche wie Public Affairs und Health Care sowie eine anspruchsvolle Infrastruktur und eine Niederlassung in Bern. Und der Kaffee sei besser geworden, scherzt der verheiratete Familienvater.
Für seine Agenturzukunft hat sich Gürtler drei Ziele gesteckt: Operativ möchte er einen substanziellen Wertbeitrag zum Unternehmen leisten. Inhaltlich will er die Beratungskompetenz erweitern. «Und geistig möchte ich an meiner Arbeit genauso viel Vergnügen finden wie bisher.»
Simone Keller

Tipps und Tricks.

Ehrlich währt am längsten. Das müssen sich die Werber von Publicis gedacht haben, als sie für die aktuelle Bilanz ein Inserat mit dem Claim «Welcome to Cayman Islands» gestaltet haben.

Ehrlich währt am längsten. Das müssen sich die Werber von Publicis gedacht haben, als sie für die aktuelle Bilanz ein Inserat mit dem Claim «Welcome to Cayman Islands» gestaltet haben. Die beworbene Ausgabe des Wirtschaftsmagazins verspricht nämlich einen Report über «Die besten Steueroasen» sowie «Tipps und Tricks» rund ums Ärgernis Steuern. Ob die verblüffende Offenheit dieses Inseratemotivs ein Anzeichen dafür ist, dass die Bilanz-Macher bald eine Geschichte über das Ende des schweizerischen Bankgeheimnisses drucken können, möge Gedanke nur kurz aufblitzen. Oder wie sagte doch Tony Blair zu Beginn dieser Woche beim Besuch von Bundesrat Pascal Couchepin in London: «Das Bankgeheimnis ist überholt und hat im 21. Jahrhundert keine Daseinsberechtigung mehr.» Zebrastreifen. Dass Frank Bodin früher als Konzertpianist aufgetreten ist, weiss die Branche längst schon. Weniger bekannt ist hingegen, dass der heutige CEO von Euro RSCG in jungen Jahren auch als Strassenmarkierer gearbeitet hat. «Zebrastreifen und Haifischzähne waren interessanter als Mittelstreifen auf der Autobahn», verrät Bodin in einer Homestory «Menschen & Räume» in der Novemberausgabe von NZZ Folio. Lesen kann man dort auch, dass Bodin eigentlich Opernregisseur werden wollte. Er war gerade bei Rolf Liebermann an der Hamburger Staatsoper, als ihn die Nachricht ereilte, dass er nächstens Vater von Zwillingen würde. «Da macht man sich natürlich schon Gedanken», meinte der Musiker und wurde flugs zum Starwerber.
Klaus Stöhlker jammert nicht. Die PR-Agentur Klaus J. Stöhlker AG zeigt sich optimistisch für 2003. Einen Tag, nachdem der Bund der Public Relations Agenturen (BPRA) den ersten Branchenknick seit den Achtzigerjahren bekannt gegeben hat, meldet Stöhlker «gute Aussichten für erfahrene Strategie-Berater auf dem Gebiet Gesamtkommunikation» im nächsten Jahr. «Der Abwärtstrend bei anderen Unternehmensberatungen trifft uns nicht», wird Agenturchef Klaus J. Stöhlker zitiert. Immerhin muss sich auch Stöhlker «der Disziplin unserer Klienten unterwerfen, die zum grossen Teil Sparprogramme durchführen», relativiert COO Stephan Oehen.
Boulevard Falkenstrasse. «Maradona erholt sich im Jura», titelte die NZZ am Sonntag vom
3. November. Dazu wurde allerdings nicht der Ex-Starfussballer, sondern eine Kuh mit einem Fussball abgebildet. Maradona sei nicht kokainsüchtig und ausserdem ein Ochse, war dazu im Text zu lesen. Auch dass dieser Stier ins Kloster kam, allwo man ihm die Hörner abgesägt habe, was ihn schliesslich zum Ochsen machte, durfte der staunende Leser erfahren. Natürlich handelt es sich bei Maradona um das Tier, das vor drei Jahren auf dem Weg zur Schlachtbank abgehauen und auf den Letzigrund gestürmt war, wo es vom FCZ-Vorstand freigekauft wurde und seither als Maskottchen seinen eher unzuverlässigen Dienst tat. Nun hat die NZZ am Sonntag den Ochsen in einer Tierpension im Jura aufgestöbert – und die Medienwelt rätselt: Ist das nun schon der neue Recherchierjournalismus oder sind es erste zaghafte Schritte auf den Boulevard von der Falkenstrasse?
DaimlerChrysler zeichnet Alex Schmid mit Gold aus. Die Direktmarketingagentur Alex Schmid BSW (AS) in Zollikon wurde von DaimlerChrysler mit einem Star Award in Gold geehrt. Mit diesem Preis werden herausragende Leistungen in der weltweiten Mercedes-Marketingkommunikation prämiert.
Aufgeschlitzte Matratzen. Wer überhaupt noch den Nerv hat, die Entwicklungen an der Börse täglich mitzuverfolgen, kriegt vor allem eines bestätigt: Das herkömmliche Sparen und Vorsorgen via Bank ist wieder
angesagt. Und dies gemäss einer Werbung von Jung von Matt/Limmat am besten bei der Graubündner Kantonalbank. Diese fordert die Bündner Bevölkerung jetzt unter dem Motto «Raus aus der Matratze!» dazu auf, ihr hart Erspartes Gewinn bringend und besonders sicher anzulegen. Zu diesem Zweck hängt Jung von Matt/Limmat zurzeit alte Matratzen an B12-Plakatwände. Natürlich echt und aufgeschlitzt. Dazu die Aussage: «Schon wieder ein Kunde, der sein Erspartes zur Graubündner Kantonalbank gebracht hat.»
Redaktioneller Alltag. Ende der Neunzigerjahre verbreitete sich ausgehend vom Magazin des Zürcher Tages-Anzeigers eine neue Tendenz in der Schweizer Pressefotografie: Porträts, in denen sich zwei Positionen begegnen, die sich eigentlich ausschliessen – die bildgestalterische Perfektion und das journalistische Realitätsprinzip. Hundert solcher Bilder, versammelt in einem preisverdächtigen Bildband, zeugen nun von diesem offenen und oft auch augenzwinkernden Blick einer jungen Fotografengeneration. Zu sehen sind etwa Ex-Botschafter Thomas Borer, durch die Tür in einem Hinterraum fotografiert, Ulrich Bremi neben einem riesigen Kaktus, Jana Caniga mit einem Esel posierend, Viktor Giacobbo mit abgeschnittenem Kopf oder Ruth Metzler beim Sichsetzen (oder Sicherheben?) von einem Stuhl. Wie die Bilder entstanden sind, beschreibt Roger Köppel in einem Begleittext: «Zu einem grossen Teil sind es journalistische Auftragsarbeiten, die ausserhalb geschützter Werkstätten im Planungschaos des redaktionellen Alltags entstanden sind.» Das Buch «Hundert Porträts in alphabetischer Reihenfolge» ist im Christoph Merian Verlag erschienen (ISBN 3-85616-172-4).
Ein Baby lügt nie. Drei Tropfen von Somersets Shaving Oil genügen, und schon hat man eine sanftere Rasur als mit viel Schaum und Gel auf Kinn und in Nasenlöchern. Diese Aussage versucht Lowe Zürich nicht mit einer «vorhersehbaren Headline» zu formulieren, sondern vertraut einzig und allein der Bildsprache.
Diverse Porträts von grossen und starken Männern, die sich selbst in ihre Babyzeit zurückrasiert haben, zeigen in den neuen Sujets für Somerset, wie glatt man sich damit tatsächlich rasieren kann. Lowe Zürich wird Somerset Shaving Oil international betreuen und im Zuge der jetzt gestarteten Kampagne kreative Lösungen für weitere Anzeigen, Plakate und POS-Massnahmen entwickeln.
Das Buch zur Nacht. Zwölf Kolumnisten wollen gemeinsam auf Tour gehen, um ihre Texte lesenderweise zum Leben zu erwecken. Die fünf «Nächte der Kolumnisten» sollen in Basel, Bern, St.Gallen, Luzern und Chur über die Bühnen gehen und «haben geradezu nach einem Buch gerufen», das die besten Texte der «Nacht der Kolumnisten» versammelt. Profilierte, für die verschiedensten Medien tätige Schreiberinnen und Schreiber von Gisela Widmer und Katja Alves über Max Küng und Richard Reich bis zu Linus Reichlin sind nun in diesem Buch vertreten und garantieren unterhaltsame Lektüre. Herausgegeben und produziert wurde das «Buch der Kolumnisten» von Hans Georg Hildebrandts Büro für Texte und Firmenpublizistik. Für das Design des Buches zuständig war Art Directorin Nina Thoenen von Matadordesign. Mit einem grosszügigen Beitrag hat das Schweizer Modelabel Navyboot die Produktion ermöglicht. Das Buch ist zu bestellen bei [email protected] und kostet 18 Franken.
Basler Exil. Beim FCB spielen viele Ex-GC-Stars – kein Wunder, denn das Kicken haben sie beim derzeitigen Trainer Christian Gross gelernt. Für die Basler Sympathisanten ist das aber noch lange kein Grund, allzu GC-freundlich aufzutreten. Im Gegenteil: Der Meisterschaftsrivale bleibt für die FC-Basel-Fans ein rotes Tuch. Selbst für die, die unweit des GC-Stadions arbeiten und leben. Eben haben diese nämlich in der Limmatstadt den ersten FC-Basel-Fanclub Zürich gegründet. Einmal pro Monat trifft man sich im passenden Leibchen in einem Zürcher Pub. Damit das Fan-Trikot auch so aussieht, wie es muss, gibts jetzt von Henkel die passende Kampagne mit dem Werbeslogan: «Lieber richtig waschen als den Fanclub zu wechseln». Erfunden haben die Kampagne die Leute von cR DDB Basel, das sind CD Hans Tanner und die ADs Gabriel Heuberger und Felix Zimmermann.

Mirena’s Geheimnis

TBS Identity emotionalisiert für Schering ein Hormon freisetzendes Kontrazeptiva

TBS Identity emotionalisiert für Schering ein Hormon freisetzendes KontrazeptivaMit der Einführung der Pille in den Sechzigerjahren begann auch der Kampf der Pharmaindustrie um die Poleposition auf dem neu erschlossenen Markt. Heute hat frau die Wahl zwischen einer Vielzahl kontrazeptiver Methoden, wobei Antibabypillen nach wie vor am häufigsten verwendet werden. Im Herbst will die Schweizer Niederlassung des deutschen Pharmakonzerns Schering das Hormon freisetzende Intrauterin-Produkt Mirena als Alternative zu Pille und Sterilisation in Erinnerung rufen. Der Pharmariese führte 1961 als Erster die Antibabypille im europäischen Markt ein und ist heute im Bereich Fertilitätskontrolle Marktleader. 2001 erwirtschaftete dieser Schering-Bereich 23 Prozent des Konzernumsatzes oder rund 1,12 Milliarden Euro, was einer Steigerung von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Mirena steht mit 100 Millionen Euro Umsatzerlös an 12. Stelle innerhalb der verkaufsstärksten Schering-Produkte.
TBS Identity soll nun Mirena zu mehr Awareness verhelfen und dessen Consumerbenefits verankern. Die Kampagne richtet sich erstmals direkt an die Endverbraucherin, Frauen im Alter von 25 bis 45 Jahren. Die Umsetzung zeigt Frauen, die mit ihren Händen ein Geheimzeichen formen. TBS-Berater Beat Aeschlimann: «Das Handzeichen ist ein Abbild des Logos.» Es symbolisiere die Gebärmutter als Ort, in dem die Methode wirke. Da die Schweizer Gesetzgebung für die Bewerbung rezeptpflichtiger Arzneimittel sehr restriktiv ist – untersagt wird etwa die Nennung des Produkts – ist auf den Inseraten nur die Homepage angegeben: www.mysecret.ch führt die Konsumentin zu Informationen über Mirena. Mit der Kampagne wolle man das Thema Verhütung als ein Geheimnis präsentieren, über das die Frau alleine bestimme, führt der Berater weiter aus. «Der Brand wird damit im Emotionalen verankert». Nebst Inseraten hat TBS auch die Website, Broschüren, Flyers und Ärztemailings realisiert. Simone Keller

Muse & Musse: Christian Bircher

Muse & Musse Christian Bircher Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht?Christian Bircher: Ein Käsefondue-Essen mit österreichischen Wiener-Schnitzel-Fetischisten.Was le

Muse & Musse Christian Bircher Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht?
Christian Bircher: Ein Käsefondue-Essen mit österreichischen Wiener-Schnitzel-Fetischisten.
Was lesen Sie gerade?
Bircher: «Gebrauchsanweisung für die Schweiz», von Thomas Küng. Weil es auch über die Schweizer viel zu lachen gibt.
Welche CD hören Sie zurzeit mit Vorliebe?
Bircher: Je nach Stimmung.
Welchen Kinofilm würden Sie am liebsten nochmals sehen?
Bircher: «Der dritte Mann» – weil ich das Hotel Orient nie von innen gesehen habe.
Bei welcher TV-Sendung sind Sie neulich eingeschlafen?
Bircher: «Willkommen in Österreich» auf ORF 1.
Welches ist Ihre neueste Entdeckung im Internet?
Bircher: www.absurd.org
Worauf könnten Sie nie verzichten?
Bircher: Auf alles.
Was machen Sie in einer freien Minute?
Bircher: Solche Fragebögen ausfüllen.
Liebe ist…?
Bircher: …Fragen Sie mich doch in 50 Jahren.

Etat-News: Lowe für Philipp Morris, Axe und Sun

Die Zürcher Werbeagentur Lowe ist neu für die Marken Axe und Sun von Lever Fabergé und für die Zigarettenmarke Philipp Morris zuständig.

Die Zürcher Werbeagentur Lowe ist neu für die Marken Axe und Sun von Lever Fabergé und für die Zigarettenmarke Philipp Morris zuständig.Etat-News Lowe für Philipp Morris, Axe und Sun Lowe Worldwide betreute das Deodorant und das Geschirrspülmittel von Lever Fabergé bereits international. Die Schweizer Marketingverantwortlichen zogen jetzt ohne Pitch nach. Bisherige Agentur war Grendene Ogilvy & Mather. Die neuen Kampagnen sollen im nächsten Jahr starten. Gemäss Lowe-Berater Nicolas Edelmann wurde die Zigarettenmarke zuletzt von der im Mai 2000 aufgelösten Agentur Bosch&Butz betreut. Für 2003 ist eine Neugestaltung des Markenauftritts geplant.
Bucherer wechselt zu Spillmann Felser Die Uhrenmarke Carl F. Bucherer lässt nach einem Pitch ihren internationalen Werbeetat neu von Spillmann Felser Leo Burnett (SFLB) betreuen. Bisherige Etathalterin war Euro RSCG. Eine internationale Markenkampagne wird nächsten Frühling in asiatischen, arabischen und europäischen Märkten erscheinen.

Am siebten Tage sollst du lesen

Weber Hodel Schmid will für die SonntagsZeitung den Sonntag wieder heiligen

Weber Hodel Schmid will für die SonntagsZeitung den Sonntag wieder heiligenVon Andreas Panzeri «Ein bisschen Sonntag vom Sonntag» heisst die neue Kampagne von Weber Hodel Schmid für die SonntagsZeitung. Die hintersinnige Wortspielerei liefert zugleich die intellektuellen Elemente (einer NZZ am Sonntag) und das Unterhaltende (vom SoBli). Ein Mix, der auch in den Inseraten zur idealen Ergänzung führt.
«Sunday, bloody Sunday» hat John Schlesinger diese Stimmung einmal in einem Filmtitel zusammengefasst: Familienschlauch, zwangsverordnetes Spazieren, die Schwiegereltern besuchen, mangels Arbeitskollegen die Einsamkeit mehr spüren, Sonntagswache schieben, bügeln, die Wohnung aufräumen, im Büro die Pendenzen abbauen – oder neuerdings bis zwei Kilo Zeitung lesen. «Ein bisschen Sonntag vom Sonntag» heisst nun das Gegengift von Weber Hodel Schmid (WHS).
Die neue Kampagne für die SonntagsZeitung (SoZ) ist am 3. November gestartet, verbunden mit einem «sanft renovierten» Layout (weniger klobige Titel mit gleichzeitigem Mut zu mehr gehobener Unterhaltung). Im Grunde ist die bereits zweite SoZ-Kampagne von Weber Hodel Schmid eine Fortsetzung der Inserate und Plakate auf der Suche nach dem richtigen Mittelmass. Zwischen dem zu kleinen und dem zu grossen Schädel wurde damals im Juli die SoZ zum idealen Kopfblatt in der Mitte zwischen NZZ am Sonntag (NZZaS) und SonntagsBlick (SoBli) gekürt. Die vergleichende Werbung zeigte auch eine Kartoffel, ein Ei oder eine Portion Kaviar im jeweils gleichen, aber nur einmal passgerechten Eierbecher.
Jene Kampagne, drei Monate nach der Lancierung der NZZaS in Umlauf gebracht, diente vorwiegend der Positionierung. Die aktuelle Kampagne eignet sich strategisch zur Positionierung und zur eigentlichen Produktewerbung. Wie schon der Name sagt, ist die SonntagsZeitung «die richtige Zeitung für den Sonntag» oder mit anderen Worten: «Die Leserkampagne soll dem Leser bestätigen, dass er beim richtigen Produkt ist», meint Verlagsleiterin Sandra Geiger. Für Reini Weber ist die SonntagsZeitung das ideale Blatt für den Sonntag, weil es «leicht unterhaltend und gleichzeitig journalistisch anspruchsvoll» gemacht ist.
SonntagsZeitung lesen
verspricht Pause vom Sonntag
Nachdem der SoBli mit «mehr Sonntag» wirbt, verspricht die SoZ nun «Ein bisschen Sonntag vom Sonntag.» Bis Ende Jahr sind sechs Sujets mit diesem Claim geplant. Alle Inserate nehmen in einem ganzseitigen Schriftteil Bezug auf die negativ gepolte Sonntagswelt einer Leserin oder eines Lesers. Als positive Pause ist dieser Text aber jeweils mit einem Ausschnitt aus der SonntagsZeitung aufgelockert. Nach dem Motto: «Für alles, was man am Sonntag macht, ist die SonntagsZeitung die richtige Zeitung dazu», muss zum Beispiel eine Primarlehrerin am Sonntag Aufsätze korrigieren. Dazwischen hat sie aber doch noch das Gefühl von einem echten Sonntag, wenn ihr Blick für kurze Zeit in die SonntagsZeitung fällt und ihr eine fette, schön gegrillte Wurst entgegenglänzt. Ein anderes Sujet zeigt den Fütterungsplan von Tierpfleger Zollinger im Basler Zoo. Um 14 Uhr heisst es auch für ihn «Sonntags:Zeitung» – und um 18.30 Uhr füttert er sich selber. Mit einer Stange Bier.
Die Reihe kann beliebig fortgesetzt und auch an die Aktualität angepasst werden, wie Reinhold Weber meint. Ein Sujet mit dem Wachtjournal eines Rekruten, der am Sonntag Wache schieben muss und als kleinen Sonntagsaufsteller wenigstens ein Bild mit einer schönen Frau in der SoZ findet, soll etwa zu Beginn der neuen Rekrutenschulen im Februar erscheinen.
In der gegenwärtigen Situation des Medienmarktes soll die Kampagne vorwiegend in hauseigenen Titeln der Tamedia auftreten sowie mit gelegentlichen Schaltungen in der NZZ, Weltwoche, Cash, Bilanz, HandelsZeitung, BaZ, BZ und NLZ. Ein Spot ist nicht vorgesehen. Plakate sind aber im Gespräch. Weiter sollen dazu die interessantesten Themen der aktuellen Ausgabe der SonntagsZeitung jeweils am Samstag im Tagi ganzseitig angekündigt werden, allerdings im neuen Kleid und unter dem Motto «Sonntags:Zeitung». Unter dem gleichen Titel erscheinen auch die Aushänger an den Kiosken und Zeitungsboxen.
WHS hat das Mandat für die SonntagsZeitung Anfang Mai in einem Pitch gewonnen. Weber darf bereits das zweite Mal Werbung für die SoZ machen. Das erste Mal war er noch bei Aebi angestellt. «Auch für den Tagi habe ich zweimal mit zwei Agenturen Werbung gemacht», amüsiert er sich über sein Dranbleiben in der Zeitungsbranche. Neben den beiden Tamedia-Titeln hat er in seiner Karriere als Zeitungsverkäufer neben acht Jahren «Wir bleiben dran» auch schon Werbung für die NZZ, Schweizerische HandelsZeitung («Das kapitalistische Manifest»), Basler Zeitung, Sport sowie NZZ Folio gemacht.
Seine aktuellste Arbeit will die SoZ weniger im Kampf gegen den SoBli als gegen die NZZaS stärken. Eine nicht weiter verfolgte Idee für die SoZ-Werbung waren literarische Anzeigen bekannter Autoren, die eine typische Sonntagsstimmung beschreiben. Aber diese Kampagne kann ja der Zeitungswerber später auftischen.

In der Ferne ists gut

Züri-Land-Kombi wird zu Züri-Land Der Zeitungspool Züri-Land-Kombi tritt künftig unter der Bezeichnung Züri-Land auf. Das Logo wurde modernisiert und unterstreicht nun die Zugehörigkeit zum Kombi Nordostschweiz. Züri-Land umfasst den Zürcher Unte

Pierre Lamunière hält nichts von einer Hebdo-KonkurrenzWarum denn in die Ferne schweifen, sieh, das Gute liegt so nah? Was für fast alle Schweizer Medienhäuser gilt, ficht Edipresse nicht an. Pierre Lamunière, Chef des Westschweizer Medienhauses, investiert auf der iberischen Halbinsel und lässt Gerüchte Gerüchte sein.So rätselte die Branche jüngst, ob Lamunière ein wöchentliches Nachrichtenmagazin plane, um dem derzeit ohne Fortune dümpelnden Ringier-Flaggschiff Hebdo die Winde aus den Segeln zu nehmen. Doch auf die Frage von «Tagesschau»-Journalist Darius Rochebin, ob er keine Lust verspüre, Ringier herauszufordern, kam aus dem Mund des Medienmoguls nur Sibyllinisches. Für ihn sei es immer interessant, über Neulancierungen nachzudenken.
Konkreter wurde Lamunière gegenüber der WerbeWoche. Er habe kein solches Projekt in der Schublade liegen, versicherte er. Stattdessen wolle sein Verlag das Engagement im Ausland verstärken. Dabei stünde der Ausbau in jenen europäischen Ländern im Vordergrund, in denen Edipresse bereits mit Erfolg wirtschafte.
So stockte er seine Beteiligung an der portugiesischen Mediengruppe ACJ von 33,3 auf 50% auf und machte für den Deal mal eben 34 Millionen Franken locker. Edipresse und die Impresa Group kauften dabei den Anteil ihres bisherigen dritten Partners Abril Jovem Investments. ACJ ist Leader auf dem portugiesischen Magazinmarkt und setzte letztes Jahr über 66 Millionen Euro um. Mit seinem Engagement in Spanien wird Edipresse zum wichtigen Player auf dem iberischen Medienmarkt, in dem die Erträge derzeit etwas erfreulicher sprudeln als im nach wie vor wichtigen Heimmarkt. In der Romandie werden dem Medienchef derweil die Hände gebunden. Die Wettbewerbskommission hat ihren Entscheid zum Kauf der Corbaz-Gruppe in Montreux (WW 19/02) um weitere zwei Monate hinausgeschoben, weil ihr angeblich wichtige Informationen zur Entscheidungsfindung fehlten.
Diese Verzögerung nimmt der Edipresse-Patron nur scheinbar gelassen hin. Schliesslich muss er tatenlos zuschauen, wie der französische Verleger Hersant, der sich im Frühjahr bereits die Neuenburger Tageszeitungen L’Impartial und L’Express sicherte, seine Einkaufstour im waadtländischen Cossonay fortgesetzt hat. Mit dem einverleibten Journal du district de Cossonay konkurrenziert der Verlag aus Frankreich just das Edipresse-Blatt Journal de Morges.
Anita Vaucher

Online-Marketing: Siemens Schweiz

Ziel: Verankerung der Botschaften aus der Dachkampagne «Spin the globe» auf intelligente, spielerische Weise sowie Eröffnung eines Dialoges mit den Zielgruppen.

Ziel: Verankerung der Botschaften aus der Dachkampagne «Spin the globe» auf intelligente, spielerische Weise sowie Eröffnung eines Dialoges mit den Zielgruppen.Siemens Schweiz Werbemittel: Onlinewettbewerb, Banner, Permission based Marketing, Ausschreibungsplakate. Einsatz: Seit Mitte Oktober bis Ende Dezember.
Auftraggeber: Siemens Schweiz AG, Zürich; Verantwortung: Alessandra Veccia, Werbeberaterin. Beratung/Vermittlung: Publimedia Webadvertising; Verantwortung: Tobias Fehrlin.

Aufgefallen: Ein guter Look beziehungsweise Haarschnitt ist nicht jedermanns Sache.

Ein guter Look beziehungsweise Haarschnitt ist nicht jedermanns Sache. Das beweisen zumindest die aufschlussreichen «Vorher-Nachher»-Reportagen in diversen Medienprodukten. Nach dem Motto: Hässliches Entchen kommt zum Verschönerungstermin, und eine n

Ein guter Look beziehungsweise Haarschnitt ist nicht jedermanns Sache. Das beweisen zumindest die aufschlussreichen «Vorher-Nachher»-Reportagen in diversen Medienprodukten. Nach dem Motto: Hässliches Entchen kommt zum Verschönerungstermin, und eine neu geborene Prinzessin verlässt die Redaktion. Auch die Werbung scheint von der Anziehungskraft dieser optischen Korrekturen angetan zu sein. Mondo Valentino und Lee Cooper machen Mut zur Veränderung. Nicht? Ach, wie vermisse ich doch Michelle Hunziker in der kultträchtigen Sendung «Cinderella», die nach jeder Verwandlung ein grundehrliches «Sooooooooo schöööööön» jauchzte. Nur Mut, Haare wachsen ja nach. Chandra Kurt [email protected]

Sex & The Tivivon Anna Esposito
Bumsen boomt. Oder besser: Werbung für Bumsen boomt. Oder genauer: Werbung für Ersatzbumsen boomt. Wie letzte Woche euphorisch gemeldet wurde, sind dieses Jahr im deutschen Fernsehen bereits 495372 Sexspots ausgestrahlt worden. Rund 100000 mehr als letztes Jahr. «Ruf! Mich! An!, hechel, stöhn, 696 969 9696!» Mit diesem einfachen Strickmuster lassen sich also unglaublich gute Geschäfte machen und lässt sich erst noch das Glück der Menschheit vergrössern. Der Tivi ist nach Mitternacht zum Marktplatz der erfüllbaren Sehnsüchte geworden und zum Sprachrohr für Bedürfnisse, die im normalen Leben zu kurz kommen. Was aus der Fernsehkiste rüberflimmert, ist ja für viele realer und spürbarer als das Liveerlebnis. Schön wärs, könnte man die Sexindustrie davon überzeugen, auch andere Seiten der Liebe, vielleicht als
Untertitel, wieder mitzubetonen. Als Nonprofit-&-Benefiz-Kampagne würde es dem Image dieser etwas anrüchigen Branche zu einem Hochglanzauftritt verhelfen. Zum Beispiel: «Küss! Mich! Innig! Deine! Frau!» Oder: «Spür! Mal! Wieder! Dein! Herz! Richtig! Klopfen!» Als Erweiterung stände auch die Nächstenliebe zur Verfügung: «Ruf! Mich! An!, stöhn, Deine! Vergessene! Oma! Im! Altersheim!» Und: «Gib! Mir! Eine! Chance! ächz, Dein! Anonymer! Asylant!» Sowie in der geopolitischen Variante: «Kauf! Kein! Holz! Aus! Dem! Regenwald!» Und zu Weihnachten ein einfaches: «Liebe! Dich! Und! Deinen! Nächsten!» So würde ein zweiter Benefit zur Klimax mitgeliefert. Ein Seelen-Goodie dazu. So wie der Katalysator im Motor der Umwelt zugute kommt und die recyclebaren Pet-Flaschen ökologisch korrekt nicht unser Gewissen belasten. Eine halbe Million Mal wiederholt, könnte man so auf eine Steigerung der Lebensqualität auch im Herzen hoffen, ohne dass die in der Hose dabei auf der Strecke bleibt.
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Anna Esposito ist Texterin und Mitinhaberin von Brot und Spiele, Zürich.
Business Lunch

Auf dem ersten Berg geniesst man la vida auf SpanischFürwahr, der Zürichberg ist mit Restaurants, die zu vernünftigen Preisen leckere Lunches anbieten, alles andere als gesegnet und erinnert kläglich an andere Aussenquartiere Zürichs, allwo es ebenfalls öd und trist aussieht – gastronomisch gesehen.
Das haben die neuen Wirtsleute der Traditionswirtschaft zum Vorderberg wohl auch so gesehen und ein bisschen mediterrane Lebensfreude ins Lokal gebracht. Es gefallen die hübsche Lounge mit Louis-sowieso-Mobiliar und einer Bar. Es gefallen die beiden Speisesäle, die durch die Bar getrennt werden, weil sie ohne Schnickschnack ausgestattet worden sind – und, nicht wahr, dankbar muss der Gast heute sein, wenn er auf bequemen Stühlen Platz nehmen darf. Nur eines will nicht in den Kopf. Wieso muss die Location jetzt «Monte Primero» heissen?
Wichtiger ist doch, was aus der Küche kommt (und dem Keller), und da haben Andrea Zimmermann und Crew ein gutes, überzeugendes Konzept vorzuweisen. Der Business Lunch kostet grad mal 45 Franken, besteht aus drei Gängen und enthält bisweilen iberische Elemente. Nicht so am Montag: Salat mit Wachtelei, Entrecôte mit Kräuterbutter und Risotto. Zum Abschluss ein Schokomuffin mit Vanillesauce, von dem das Werber-Gegenüber meinte, es sei «abenteuerlich in der Konsistenz», aber sehr gut im Geschmack. Tatsächlich neigte die fast flüssige Schokolade dazu, sich aus dem Teller davonzumachen, konnte sie aber nicht, weil sie vorher aufgegessen wurde.
Das Entrecôte war zart, der Risotto in Geschmack und Konsistenz ebenfalls lobenswert. Am Menü 2, Kaninchenschlegel mit Polenta, gabs auch nichts auszusetzen, ausser: Es musste heftig nachgewürzt werden. Die Sauce dazu war leicht und schön tomatig. Die Gemüsesuppe mit Curry zum Beginn (um für einmal die Reihenfolge umzukehren) ausserordentlich schmackhaft und mit Peperoncini-Öl perfekt aromatisiert.
Klar, dass aus dem Keller auch ein paar nette Tropfen im Offenausschank kamen – spanische Crus natürlich. Die Tische aus dunklem Holz bedeckt ein luftiger Leinenläufer, die Stoffservietten sind schön gross und überhaupt: Die Location eignet sich gut für Businesstreffs, weil man schön in Distanz zum Nachbarn sitzt – aber nicht überall.
Carlo Bernasconi
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Restaurante Monte PrimeroZürichbergstrasse 71
8044 Zürich
Tel. 01 262 33 00
Fax 01 262 15 00
Keine Parkplätze
Bewertung

Essen …………………..4
Getränke ………………4
Bedienung …………….4
Businessfaktor ……..3
5=top, 4=sehr gut, 3=o.k., 2=naja, 1=Flop

News: Abbau bei Ringier-TV abgeschlossen

Bei Ringier-TV sind fünf Angestellte entlassen worden.

Bei Ringier-TV sind fünf Angestellte entlassen worden.News Abbau bei Ringier-TV abgeschlossen
4,8 Stellen werden damit abgebaut, drei vakante Stellen werden nicht mehr besetzt. Sechs Mitarbeitende sollen veränderte Verträge erhalten. Geschäftsleiter Hans Jürg Deutsch bestätigte einen entsprechenden Bericht von Journalists.ch gegenüber der WerbeWoche. Teilweise hätten die Streichungen mit dem Umbau von Sendungen zu tun. So würden die Redaktionen von zwei Gesundheitsformaten zusammengelegt. Ringier-TV produziert die Sendungen «1x tägl.» auf Sat 1 und «Gesundheit Sprechstunde» auf SF 2. «1x tägl.» wird laut Deutsch vom täglichen zum wöchentlichen Format umgebaut, da sich die Sendung «totgelaufen» habe. Eine Streichung betreffe den Bereich neue Medien. Damit seien die Sparbemühungen bei Ringier- TV abgeschlossen.
Weinländer Zeitung wird eingestellt Die Weinländer Zeitung (WZ) stellt ihr Erscheinen Ende Jahr aus wirtschaftlichen Gründen ein. Sie hat in einigen Landgemeinden den Status als amtliches Publikationsorgan verloren und verzeichnet sinkende Abozahlen. Die 136 Jahre alte WZ erscheint heute dreimal wöchentlich in einer Auflage von 2900 Exemplaren und beschäftigt vier Mitarbeitende.
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