Service: VfG schreibt the Selection 2002 aus

Zum fünften Mal schreibt die Vereinigung fotografischer GestalterInnen (VfG) ihren Wettbewerb «The Selection vfg.» aus.

Zum fünften Mal schreibt die Vereinigung fotografischer GestalterInnen (VfG) ihren Wettbewerb «The Selection vfg.» aus.VfG schreibt the Selection 2002 aus Prämiert werden die besten Arbeiten schweizerischer Berufsfotografen in den Kategorien Werbung, redaktionelle Fotografie, Fine Arts und Free. Die Ausschreibung läuft ab sofort bis 15. Januar. Erstmals wird am 30. Januar ein Preview Day durchgeführt. Weitere Informationen gibts bei der Geschäftsstelle der VfG, Tel. 01 240 22 03, oder [email protected].
«Ungeord. Sprachfetzen»
Werber, Journalisten und Manager höhlen das Deutsche mit ekligem Imponierjargon aus, meint die aktuelle Ausgabe des Sprachspiegels. Wer Anregungen für sein professionelles Sprechen oder
für Botschaften an die Liebsten sucht, erhält den Sprachspiegel bei Redaktor Toni Schüpfer, Rietholzstrasse 44, 8125 Zollikerberg ([email protected]).

Online-Marketing: Casino Zürichsee

Ziel: Spielerische Bekanntmachung bei einem aktiven Publikum, das auch gerne mal etwas Neues beim Ausgehen ausprobiert.

Ziel: Spielerische Bekanntmachung bei einem aktiven Publikum, das auch gerne mal etwas Neues beim Ausgehen ausprobiert.Casino Zürichsee Werbemittel: Skyscraper, als Begleitung einer klassischen Kampagne mit Plakaten, Inseraten und Radiospots. Einsatz: Ab 12. November bis 8. Dezember.
Auftraggeber: Seedamm Casino AG, Casino Zürichsee, Pfäffikon; Verantwortung: Daniel Vogt, Geschäftsleiter. Werbeagentur: Arcanis, Zürich, Sibylle Seitz; Beratung/Vermittlung: Publimedia Webadvertising; Verantwortung: Tobias Fehrlin.

Nur für schnelle Jungs

AY&R stärkt mit einem TV-Spot die europäische Brand Awareness von Jim Beam

AY&R stärkt mit einem TV-Spot die europäische Brand Awareness von Jim BeamVon Simone Keller Na endlich! Erstmals in seiner 200-jährigen Geschichte liess der US-Whiskey-Hersteller Jim Beam eine Europa-Kampagne entwickeln. Zielgruppe der von Young & Rubicam Europe geplanten und von Advico Young & Rubicam (AY&R) umgesetzten TV- und Kinospots sind abenteuerlustige Jungs.
Ausgerechnet in Glasgow, der Heimat des Whiskys, ist die europäische Niederlassung des US-Whiskey-Herstellers Jim Beam (JB) domiziliert. Obschon der Spirit jenseits des grossen Teichs gebrannt und abgefüllt wird, hat die amerikanische Destillerie bis anhin in Europa die gleichen Kampagnen aufgetischt wie im eigenen Land. Vergangenes Jahr gelangten die Verantwortlichen allerdings zur Einsicht, dass der europäische Konsument nicht gleich fühle und denke wie die Konsumenten im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Den Auftrag für die «Werbung von Europäern für Europäer» erhielt Young & Rubicam Europe mit Sitz in London. Nach ersten Briefings und Analysen lud die Agentur diverse Netzwerkpartner zur Präsentation, um in der Young-&-Rubicam-Gruppe das Projekt kreativ zu entwickeln. Den Zuschlag für den hochprozentigen Etat erhielt AY&R aus Gockhausen. «Weil wir eine der kreativ stärksten Agenturen im Netzwerk sind», erklärt Group Account Director Stefan Erhart im Brustton der Überzeugung.
Für das Unternehmen bot der Auftrag – Realisierung eines TV- und Kinospots – neben aussergewöhnlichen Herausforderungen auch aussergewöhnliche Freiheiten: Kein europäisches Land verfügt über so scharfe gesetzliche Bestimmungen in der Alkoholwerbung wie die Schweiz. Die Eidgenossenschaft steht jedoch nicht auf der Einsatzliste des JB-Europaauftritts: Deutschland, Tschechien, Ungarn, Bulgarien und später Österreich sind die zu bearbeitenden Märkte. Trotzdem wurde die Umsetzung den – nach der Schweiz – strengsten gesetzlichen Vorschriften angepasst, welche in England anzutreffen sind.
JB-Trinker pflegen einen rasanten Lebensstil
Die fünf Startländer zeichnen sich gemäss Stefan Erhart dadurch aus, dass der Brand JB dort bereits fest verankert ist. Allerdings bearbeitet Jack Daniels (JD), der stärkste Mitbewerber auf dem Bourbon-Markt, diese Länder seit Jahren mit imposanten Werbebudgets. Erhart: «Es geht darum, das Territorium einmal sauber abzustecken, die vorhandenen Werte zu aktualisieren und die Marke in den Köpfen lebendig zu halten.» Angepeilt wird vor allem eine neue Generation von Whiskey-Trinkern. Nicht den stillen Geniesser, der seinen Bourbon vor dem flackernden Kamin schlürft, will JB erreichen. Vielmehr soll das Getreidedestillat bei einem breiten Publikum verankert werden, «das einen rasanten Lebensstil pflegt und seine Gefühle auch unter Freunden und Kollegen austauscht», wie Erhart ergänzt.
Mit seinen ureigenen Kernwerten – Männlichkeit, Zusammengehörigkeit, Unabhängigkeit, Jugendlichkeit, Echtheit und Authentizität – will JB seine Marktpositionen gegen JD verteidigen. Erhart: «Bei Jack Daniels steht der Produktionsprozess sehr stark im Vordergrund: Der Konzern versucht, eine heile, authentische Welt zu konstruieren, fast schon disneymässig.» Um sich vom Konkurrenten zu differenzieren, verzichtet JB zwar nicht ganz auf Echtheit. Die Marke versucht aber, diese in ein Umfeld zu transferieren, das attraktiver ist für eine neue Generation von Whiskey-Trinkern.
Über deutsche Sender kommt der Spot auch in die Schweiz
Damit sich diese «neue Generation» auch mit dem nicht eben jungen Getränk Whiskey identifizieren kann, wurden Protagonisten gecastet, die die Brandwerte glaubwürdig vertreten. Der Spot ist ein Zusammenschnitt verschiedener Abenteuer, die vier junge Darsteller jeweils mit dem Genuss von JB krönen.
Zwischen den visualisierten Markenwerten erhält der Zuschauer auch kurze Einblicke in die Bourbon-Produktion, wie etwa das Ausbrennen der Fässer. Das rasante Tempo der einzelnen Szenen und die eingeblendeten Statements erinnern stark an einen Filmtrailer. Eine Schnitttechnik, die in der Produktewerbung nicht eben oft angewendet werde, wie Stefan Erhart weiss.
Durch die clipartige Zusammensetzung des Films kann dieser jederzeit den gesetzlichen und markttechnischen Anforderungen weiterer Länder angepasst werden. «Es ist ein sehr langlebiger Spot», meint CD Hansjörg Zürcher. «Auch nach zehnmaligem Anschauen entdeckt man immer noch etwas Neues.»
Gedreht wurde während sechs Tagen an diversen Schauplätzen in Spanien sowie an der portugiesischen und der französischen Küste. «Wenn wir von dieser Zahl Drehtagen sprechen, dann wird vielen klar, in welcher Grössenordnung sich das Budget bewegt.» Und Hansjörg Zürcher ergänzt: «Wir hatten Möglichkeiten, über die man in der Schweiz in der Regel nicht verfügt. Hier zu Lande belaufen sich die Produktions-kosten schnell einmal auf 25 Prozent des Mediagbudgets, weil der Markt so klein ist.»
Auf europäischer Ebene hingegen, wo auf einer viel breiteren Mediaschiene gefahren werden könne, liege dieser Prozentsatz oft noch bei 10 oder weniger. Der Spot ist seit dem 14. Oktober auf fast allen deutschen Sendern zu sehen. Somit kommt auch das Schweizer TV-Publikum in den Genuss des neuen Auftritts – Werbeverbot hin oder her.

SoZ in der Revision

Am 3. November erscheint die letztmals 1999 renovierte SonntagsZeitung (SoZ) mit verändertem Zeitungskopf.

Am 3. November erscheint die letztmals 1999 renovierte SonntagsZeitung (SoZ) mit verändertem Zeitungskopf.Die sanfte Neugestaltung wird zudem von einer neuen Kampagne begleitet. «Das Blatt soll eine Spur elitefähiger werden», sagt Chefredaktor Andreas Durisch. So wird der Themen-Bund in «Fokus» umbenannt. Dass er dabei auch zur NZZ am Sonntag hinüberschiele, gibt Durisch zu, hält aber fest, dass die SoZ bisher bei den Abos stabil geblieben sei, im Anzeigenmarkt einen Marktanteil von 40% erreiche und beim Einzelverkauf zwar im Frühjahr etwas verloren, in den letzten Monaten aber wieder Marktanteile zurückgewonnen habe. Und Durisch bleibt weiter zuversichtlich, denn Ende Jahr läuft ja die Gratisabophase der NZZ am Sonntag aus. (mk)

Hinz&Kunz statt Schiffer&Fässler

Viele Werbeagenturen verzichten auf teure Profimodels und setzen auf Amateure

Viele Werbeagenturen verzichten auf teure Profimodels und setzen auf AmateureVon Annelies Friedli Vorbei sind die Zeiten, als für eine Kampagne nur die schönsten und besten Models gut genug waren: In der schlechten Wirtschaftslage setzen Agenturen auf preiswertere Amateurmodels. Nicht immer zahlt sich der Griff zum Rotstift aus.
Ihre Gesichter sind nicht perfekt, ihre Figuren nicht ideal. Dennoch spielen immer mehr Amateurmodels in der Werbung die Hauptrolle. Beim SBB-Plakat von Jung von Matt/Limmat zieren zwei Rocker die Wände. Beim TV-Spot der Schweizer Familie räkelt sich eine Brünette im Bett.
«Der Anteil der Amateurmodels ist in den vergangenen Wochen stark gestiegen», sagt Lilo Killer, freischaffende Art Buyer. Mehr als 50 Prozent der Models, schätzt die Werbeszene, sind heute Laien. «Die Rezession zwingt die Agenturen, preisgünstigere Laienmodels zu engagieren», weiss Yves Spink, Art Buyer und Agenturproduzent von Euro RSCG Zürich. 350 bis 900 Franken pro Tag kostet ein Laienmodel in der Schweiz. 2000 bis 14000 Franken ein Profimodel. «Zudem», ergänzt Killer, «gibts bei den Laienmodels keine Copyrights und Verwendungsrechte zu beachten, und das macht die ganze Sache einfacher.» Copyright, Verwendungsrechte und hohe Tagespauschalen: Die Zeiten, in denen aus Bequemlichkeit ein Profimodel für eine Kampagne gebucht wurde, ohne nach einer günstigeren Amateurvariante zu suchen, sind vorbei.
Laienmodels kommen in den eigenen Kleidern zum Casting
Hinz und Kunz statt Schiffer und Fässler heisst das neue Motto. Das Nachsehen haben die Profimodelagenturen. Sie werden von den Werbern derzeit deutlich weniger berücksichtigt. «Die Nachfrage aus der Branche ist rückläufig», bestätigt Ursula Knecht, Inhaberin der Zürcher Profimodelagentur Option. Wie gross der Einbruch genau ist, will sie nicht verraten. Christine Brenner, Booking-Woman-Verantwortliche der Zürcher Profi-modelagency Fotogen, erklärt: «Bei uns werden selten Models für Werbung gebucht.»
«Viele Agenturen überlegen sich heute sehr gut, ob es auch wirklich ein Profimodel sein muss, bevor sie es buchen», erklärt Hans Siegwart, CD und Geschäftsführer von By Heart. Das war auch bei der Butterkampagne so, für die er verantwortlich zeichnet: Sieben Models hätten er und sein Team gecastet. Drei davon waren Laien-, vier Profimodels. Doch nur Topmodel Sarina Arnold hatte, was alle Beteiligten wollten: Natürlichkeit und die passende Ausstrahlung plus Dialekt. «Sarina passte am besten zur Kampagne. Und das war es uns wert, sie zu verpflichten», sagt Siegwart.
Doch Sarina Arnold bleibt eine Ausnahme, das beweisen nicht nur die Fakten, sondern auch eine Umfrage der WerbeWoche: Viele Werber buchen häufiger Laienmodels nicht allein aus Kostengründen. «Sie sind echter, glaubwürdiger und kommen einfach besser rüber», erklärt Spink. Ähnlich klingt es bei Barbara Brandmaier, Mitverantwortliche von Sheriff Enterprises, der Produktionsfirma für Locationscouting, Castings und Produktionsplanungen für TV-Spots und Kampagnen: «Ein Model muss einfach glaubwürdig und authentisch wirken. Und bei Laienmodels ist dies gewährleistet.»
Um die Echtheit der Models zu unterstreichen, haben sich Laienmodelagenturen etwas Besonderes einfallen lassen: Sie lassen ihre Models nur in eigenen Kleidern zum Casting kommen. Christa Stutz, Inhaberin der Amateurmodelagentur Special: «Bei uns ist jeder so, wie er auch im richtigen Leben ist.»
Anders präsentiert sich die Realität bei Profimodels: Diese tragen oft Schmuck oder Kleider, die sie in Wahrheit nie trügen – wie etwa Claudia Schiffer, die dieses Jahr zum zehnten Mal für das deutsche Versandhaus Otto wirbt. Für Markus Ruf, Creative Director und Mitinhaber von Ruf Lanz, steht fest: «Profimodels haben viel an Glaubwürdigkeit verloren. Die Leute wissen doch inzwischen, dass die Miss Schweiz nur deshalb Vögele-Mode trägt, weil es Bestandteil ihres gut honorierten Vertrags ist. Und dass sie privat eher bei Mango, Big oder Kookai einkauft.»
Er setzt in seinen Kampagnen nur selten auf den Einsatz von Models und sagt: «Gute Ideen brauchen oft gar keine Models für die Umsetzung. Er nennt als Beispiel die Versicherungswerbung: «Die Mobiliar-Schadenskizzen wirken doch viel ehrlicher als all die Kampagnen mit glücklich lächelnden Modelfamilien, die uns versichern, wie gut versichert sie sind.»
Und wenn er doch ein Model wählt, dann eines mit einem frischen, unbekannten Gesicht – wie sein derzeitiges Lieblingsmodel. Es ist 78 Jahre alt, heisst Alice Kislig, ist blind – und hat es sich nicht nehmen lassen, in den TV-Spots fürs Blindenwohnheim Mühlehalde die Hauptrolle inklusive Stunt gleich selber zu spielen (siehe auch Seite 10). Entdeckt hat sie Ruf im Blindenwohnheim. «Die Heimleitung hat die Bewohner nach Vorliegen des Konzepts angefragt, ob jemand Lust habe, im Spot mitzumachen.» Alice Kislig hatte. Und das erst noch gratis.
Die meisten Laienmodels suchen und finden Agenturen aber bei Specialagencys. Beispiels weise bei Mad, einer der führenden Agenturen der Schweiz. 2500 Laien models hat die Agentur in der Kartei. «Unsere Spannbreite ist sehr gross», sagt Agenturinhaberin Zaruhi Takfor. Neben dem Preis – «730 Franken pro Tag, 260 Franken für die erste Stunde, 70 Franken pro weitere Stunde» – sei das für die wachsende Nachfrage von Werbeagenturen entscheidend.
Immer mehr Werbeagenturen setzen auf der Suche nach dem passenden Model aber auch aufs Strassencasting. «Das kommt billiger und bringt erst noch neue, unverbrauchte Gesichter, die noch nie für irgendein Produkt Werbung gemacht haben», sagt Spink. Für Christian Grund, Fotograf der Zürcher Agentur Grundflum, steht aber fest: «Strassencastings haben auch Nachteile. Die Leute, die man auf der Strasse findet, sind weniger zuverlässig und erscheinen schon mal nicht zum Termin.» Und Takfor ergänzt: «Wenn eine Agentur meint, Streetcasting komme billiger, als ein Laienmodel über eine Agentur zu buchen, täuscht sie sich: Bis man das richtige Model findet, vergehen oft Stunden.» Bei ihr hingegen müsse man «nur» 170 Franken pro Tag hinblättern, um das richtige Model zu erhalten.
Um nicht mehr Aufträge zu verlieren, hat die Profimodelszene mit einem Preisdumping reagiert: «Die Preise für ein Model sind in den vergangenen Monaten bis zu 20 Prozent gesunken», sagt Siegwart. Selbst in Paris, Mailand, New York oder London finde man Profimodels, die günstiger arbeiten als noch vor einigen Monaten. «Zum Glück», wie er sagt. Für ihn und eine Mehrzahl von Kollegen steht nämlich fest: «Bei einigen Aufträgen kommt man nicht ums Profimodel herum. Man kann nicht mit einem Laienmodel für Gucci, Prada oder Dior werben. Wenn von diesen Plakaten irgendein Amateurmodel herunterschaut, nimmt einem das niemand mehr ab», sagt Siegwart.

Etat-News: Bossard geht in die Klubschule Die Luzerner Werbeagentur Bossard Kommunikation bewirbt für die Klubschule Migros den neuen Lehrgang «Informatiker mit eidg. Fachausweis».

Etat-News Bossard geht in die Klubschule Die Luzerner Werbeagentur Bossard Kommunikation bewirbt für die Klubschule Migros den neuen Lehrgang «Informatiker mit eidg. Fachausweis». Sie lud Bossar

Etat-News Bossard geht in die Klubschule Die Luzerner Werbeagentur Bossard Kommunikation bewirbt für die Klubschule Migros den neuen Lehrgang «Informatiker mit eidg. Fachausweis». Sie lud Bossard Kommunikation Mitte September zur Erarbeitung eines Kommunikationskonzepts für den Lehrgang ein, der im Frühling 2003 erstmals durchgeführt wird. Die Werbemassnahmen umfassen eine überregionale Anzeigenkampagne, Plakate sowie regionale Aktivitäten und Wild Actions.
Felder und Vogel für Concordia Die Krankenkasse Concordia hat sich nach einem Pitch für Felder und Vogel (FuV) in Luzern entschieden. Sie löst die bisherige Etat-Betreuerin Ottiger&Partner Anfang 2003 ab. Der aktuelle Auftritt des drittgrössten Schweizer Krankenversicherers werde zusammen mit dessen Marketingteam behutsam, aber systematisch weiterentwickelt, teilte die Agentur mit. «Wir wollen aktiver werben und Pepp in den Auftritt bringen», erklärte Karin Locher von FuV gegenüber der WerbeWoche.
Touchdown setzt auf Fünf Freunde Die Werbeagentur Fünf Freunde in Zürich darf die Badener Firma Touchdown auf ihrer Kundenliste begrüssen. Touchdown bietet Software und Informatiklösungen für Firmen an. Als Erstes wird Fünf Freunde eine Anzeigenkampagne kreieren, die sich an IT-Anwender richtet.
Mediaedge|CIA in der Rasur Der Hersteller von Rasierprodukten Schick-Wilkinson Sword hat seinen europäischen Mediaetat an Mediaedge|CIA vergeben. Laut einem Bericht von Horizont handelt es sich um ein Volumen im «zweistelligen Millionenbereich», das auf 23 Märkte verteilt wird. Für den deutschsprachigen Raum soll das Frankfurter Büro von Mediaedge|CIA zuständig sein.

Long Term Campaign

Metzgerlehner muss das neue Image der in die Schlagzeilen geratenen Rentenanstalt rasch verankern helfen

Metzgerlehner muss das neue Image der in die Schlagzeilen geratenen Rentenanstalt rasch verankern helfenVon Luca Aloisi Die Kette der Hiobsbotschaften aus der Rentenanstalt reisst nicht ab. Doch kreative Buchführung hin, geheime Beteiligungsgesellschaft her: Am 1. November startet der grösste Lebensversicherer der Schweiz eine neue Imagekampagne. Diese soll die strategische Rückbesinnung auf die Kernkompetenz kommunizieren.
«In der aktuellen Situation ist es wichtig, Zeichen zu setzen. Die Kampagne ist ein Baustein der im September präsentierten neuen Strategie», sagt Corinne Pellerin, Head of Marketing bei der Rentenanstalt/Swiss Life. Und: «Wer keine Kommunikation betreibt, wird nicht wahrgenommen.»
Wenn aber Kommunikation vor allem Krisen zu bewältigen hat, gilt die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit oft nur den Schlagzeilen und weniger dem Claim eines neuen Imageauftritts. So gesehen, startet die seit Monaten erwartete Rentenanstalt/Swiss-Life-Kampagne – sie soll das neu fokussierte Vorsorgegeschäft verankern – zu einem denkbar schwierigen Zeitpunkt. Verleiht die mangelnde Einheit von Wort und Tat dem emotionalen Auftritt doch den Beigeschmack eines widersprüchlichen Täuschungsmanövers mit schönrednerischen Motiven und Botschaften. Andererseits wird die vorwiegend auf TV und Print konzentrierte Kampagne mit dem Claim «Vorsorgen ist Leben» im dringlichsten Moment lanciert. Obwohl die Marktführerin unter den Schweizer Lebensversicherungen – gut 500000 Privat- sowie 28500 Firmenkunden – heuer keine Werbung geschaltet hat, ist ihre bisherige Message «Get the Swiss Life Feeling» immer noch präsent. Mit dem Nachteil, dass ihr Brand Claim nach den täglich neuen Skandalmeldungen im Volksmund längst zum «Blues-Feeling» mutiert ist. Ausserdem wurden die Leute, die dank Swiss-Life-Produkten ihre Arme hinter dem Kopf verschränkten und so ihre finanzielle Souveränität plakativ zur Schau stellten, in der Öffentlichkeit umso gegenwärtiger, je mehr die Rentenanstalt in die Bredouille geriet.
Bedenken, wonach die neue Imagestrategie das Produkt zusätzlich verteuern könnte, wischt Pellerin mit der Bemerkung vom Tisch, dass «die Kampagne im Rahmen der jährlich budgetierten Marketingmittel bestritten wird und somit keinerlei Auswirkungen auf die Preise der Versicherungsleistungen hat». Und im gegenwärtigen Stimmungsumfeld seien die Ausgaben bewusst möglichst tief gehalten worden. «Im Vergleich zu anderen Versicherungsunternehmen geht die Rentenanstalt/Swiss Life traditionell sparsam mit dem Werbefranken um», fügt sie an.
Ander als die Konkurrenz muss die Rentenanstalt/Swiss Life aber nebst der Rückeroberung des angeschlagenen Markenvertrauens die Fehler einer waghalsigen Finanzierungs- und Wachstumspolitik während der Börsenhausse ausbügeln. Mag sein, dass es teilweise auch «nur» Spekulationen, Gerüchte und Halbwahrheiten sind, die die Traditionsfirma in ein schiefes Licht gerückt haben. Bezeichnungen wie der «Verunsicherer» (Blick) die «Rechenanstalt» (Finanz und Wirtschaft) oder «führungsschwacher» (NZZ) «Dilettant» (Mittelland Zeitung) mit «Casino für die Konzernleitung» (SonntagsZeitung) brennen sich tiefer ins kollektive Unterbewusste ein, als jedem Marketingverantwortlichen lieb sein kann.
Abspeckprogramm stärkt auch den Image Impact
Ausschlaggebend für den Neuauftritt waren aber nicht die jüngsten Negativschlagzeilen, sondern die von langer Hand vorbereitete strategische Rückbesinnung auf die traditionellen Kernkompetenzen des Lebensversicherungsgeschäfts und der Rückzug auf die Kernmärkte. Die Vollbremsung hatte eine Restrukturierung und eine Rosskur zur Folge, die sich auf Marketingebene in einer Straffung der zurzeit 50 angebotenen Produkte in rund sieben Themenfelder widerspiegelt.
Die Kunden sollen nicht mehr von der Produkteseite her, sondern von ihren je nach Lebenszyklus unterschiedlichen Problemfeldern in der Vorsorge her angesprochen werden. Mit dieser Vertikalisierung will die Marktleaderin aus dem Low-Interest- ein High-Involvement-Produkt entwickeln. Der gestraffte Ansatz mit den modularen Versicherungslösungen wirkt schon in den ersten Broschüren markt- und konsumentengerechter.
So wie sich im neuen Claim die neue Ausrichtung der Rentenanstalt/Swiss Life auf die ganzheitliche, integrierte Vorsorge in allen Lebensphasen widerspiegelt, so steht auch die tragende Umsetzungsidee der Agentur Metzgerlehner ganz im Zeichen dieser Auffassung von Vorsorge. Marco Lehner, CD und Texter, hat sich von der Idee leiten lassen, dass im modernen Lebensmanagement aktive Vorsorge ähnlich dem Lernen ein lebenslanger Prozess ist. «Die Visuals zeigen deshalb einen Querschnitt durchs alltägliche Leben.»
Geld darf man riskieren, aber nie den Ruf aufs Spiel setzen
Aus dem Doppel-Logo der Rentenanstalt/Swiss Life leitete das Kreativteam das Gleichheitszeichen ab, weil es das Grundmotiv der neuen Imagekampagne symbolisiere und zugleich die Verbindung zu den emotionalen Bildern darstelle. «Während die vorangegangene Kampagne von statischen Figuren geprägt war, sollen jetzt Menschen in Alltagssituationen ein hohes Identifikationsmoment erreichen und Dynamik ins Firmenbild bringen», erklärt Corinne Pellerin ihrerseits den Paradigmawechsel auf der visuellen Kampagnenebene.
In gediegenen Bildern emotionalisiert und aktiviert auch der Spot die Vorsorge als unentbehrlichen Bestandteil des heutigen Lebens. Ausserdem soll der Bilderreigen in seiner facettenreichen, romantischen Ästhetik mithelfen, das Vertrauen in die Versicherung zurückzugewinnen und sie im Sinne der neuen Strategie als die nationale Nummer 1 in der Vorsorge zu positionieren.
Es bleibt abzuwarten, ob das Publikum die Botschaft akzeptiert und wie die Aktionäre jüngst bei der ausserordentlichen Generalverammlung der Konzernspitze das Vertrauen ausspricht. Derzeit schlagen indes die Ausweichmanöver in Sachen Long Term Strategy AG eine tiefe Kluft zwischen Corporate Branding und der real existierenden Firmenkultur. Die skandalträchtige Beteiligungsgesellschaft der Konzernleitung soll auch mit dem Eigenkapital der Rentenanstalt spekuliert haben. Wie zitiert doch Konkurrentin XL Winterthur International den
Immobilienmagnaten Donald Trump genüsslich: «You can always risk money, but never risk your reputation.»

Gut versteckt ist halb eingesackt

Nur wenige Printmedien präsentieren eine echte Nullrunde bei den neuen Tarifen

Nur wenige Printmedien präsentieren eine echte Nullrunde bei den neuen TarifenVon Markus Knöpfli Zwei Hände reichen vollkommen aus, um alle Zeitungen aufzuzählen, bei denen auch im neuen Jahr das Preis-Leistungs-Verhältnis gleich bleibt – oder besser wird. Den Topaufschlag lanciert erneut das Konsumentenmagazin Bon à savoir: Die Preise steigen um satte 17,1%.
Zweifellos waren die Verlage diesmal vorsichtiger beim Tariffestlegen. Doch von einer Nullrunde, wie dies die Publimedia vor einem Monat angekündigt hatte, kann dennoch nicht gesprochen werden. Echte Nullrunden, also gleich bleibende Bruttotarife und Leserwerte, gibt es nur gerade bei L’Express, Anzeiger St.Gallen und Baslerstab.
Nach wie vor sind nicht alle grösseren Zeitungen und Zeitschriften in der Lage, ihre Tarife für das nächste Jahr anzugeben. In der nebenstehenden Tabelle fehlen etwa Das Magazin, TV 4, Lausanne Cités und die Aargauer Woche.
Einige weitere Titel verhalten sich geradezu mustergültig und sogar leicht streberhaft. Facts, Stocks, L’Hebdo und Giornale del Popolo zum Beispiel behalten die diesjährigen Bruttotarife bei, obwohl sie ihre Reichweiten leicht verbessern konnten. Allerdings steht der Giornale vor einem Neukonzept (siehe Seite 21) und verhält sich darum vorsichtig.
Vorbildlich ist auch Le Temps, das bei gleich bleibenden Leserwerten den Farbtarif – aber nur pro ganze Seite – um 5,7% senkt. Auch aus Idealismus, wie Anzeigenleiter Henri Robyr betont: Man wolle damit etwas zur Wiederbelebung der Wirtschaft beitragen und zudem Rücksicht auf schmale Budgets nehmen. Robyr gibt allerdings zu, dass damit auch der Anreiz erhöht werden soll, ganzseitige statt kleinere Inserate zu schalten.
Grosszügig verhalten sich Le Matin dimanche, 20 Minuten, Glückspost und Edelweiss: Sie erhöhen ihre Bruttopreise zwar, doch einige von ihnen bleiben damit stark unter dem Reichweitengewinn, was den Tausendleserpreis teils erheblich senkt.
Bei dieser Tarifrunde finden sich wiederum einige Titel (vor allem in der Westschweiz), die ihre Preise für Schwarzweissanzeigen jenen für Vierfarbeninserate angleichen. Dazu gehören Bilan, Femina, Télé Top Matin, TV Guide und in der Deutschschweiz TVtäglich. Bilan und Femina wagen die Angleichung gar unter gleichzeitiger Anhebung des Farbtarifs um 1,01 beziehungsweise 1,98%. Somit werden die Schwarzweisstarife dieser fünf Titel um 33,7% (TVtäglich) bis 86,51% (Femina) angehoben.
Puls-Tipp korrigiert den bisher «sehr tiefen» TKP
Völlig unterschiedlich verhalten sich Titel, die neu auf dem Markt sind. Die Mittelland Zeitung belässt ihre Tarife auf dem bisherigen Niveau, ebenso die Weltwoche, die NZZ am Sonntag dagegen wagt eine Erhöhung um 5,5%, obwohl sie noch keine «offiziellen» Leser ausweisen kann. Doch weil die Leserzahlen aus einer ersten internen Zwischenauswertung «sehr hoch» seien, habe man die Preise der Leistung angepasst, verlautete aus dem Verlagshaus an der Falkenstrasse in Zürich.
Die einzigen hier aufgeführten Titel, die ihre Tarife senken, sind der K-Tipp und das Radiomagazin, die beide von KI Media betreut werden. Beide haben allerdings auch deutlich Leser verloren. Anders der Puls-Tipp und Bon à savoir, ebenfalls aus dem Hause KI Media: Ihre Bruttopreise werden um 14,8 beziehungsweise 17,1% angehoben, womit sie in Sachen Preiserhöhung die absoluten Spitzenreiter sind.
Im Falle des Puls-Tipps begründet Verlagsleiterin Yvonne Müller den happigen Aufschlag damit, dass der Seitenpreis bisher «trotz stetig wachsender Leserschaft nur sehr zaghaft angehoben worden ist, sodass der Titel innerhalb der Konkurrenz einen sehr tiefen TKP aufwies». Dieser soll nun neu 18.20 Franken betragen und dennoch im entsprechenden Konkurrenzumfeld attraktiv sein. Ähnliches gilt für Bon à savoir, dessen Seitenpreis bereits letztes Jahr um 13,8% angehoben worden war. Zur Erinnerung: Diesmal betrug der Leserzuwachs wiederum rund 12%.
kantönligeist im Thurgau

Thurgauer Zeitung (TZ) und die Regionalzeitung Hinterthurgau, schon bisher im Kombi TZ plus locker miteinander verbunden, sind ein Zwangskombi für ausserkantonale Inserenten eingegangen: Ab 1. Januar 2003 erscheinen gemäss TZ-Verlagsleiter Urs Bucher «alle ausserkantonalen Inserate automatisch in beiden Titeln», was neu als TZ Gesamt bezeichnet wird. Die belegte Auflage wird so um 14% auf 47919 Exemplare erhöht. Der Preis: 1.43 Franken (bisher 1.59 Franken). Für kantonale Inserenten sind Splitbelegungen weiterhin möglich. (mk)
Brutto-Anzeigentarife für eine ganze Seite

schwarzweiss vierfarbig
2002 Veränder. in % 2002 Veränder. in %
Zeitungen
24 Heures 8 800.— 1,15 15 700.— 1,29
Aargauer Zeitung 13 332.–– — 18 819.–– —
Basler Zeitung 12 012.— — 16 512.— —
Berner Zeitung 14 608.— 0,91 20 509.–– 0,65
Blick 21 384.–– 1,3 31 482.— 0,8
Bund 7 876.— 1,13 11 566.— 1,12
Cash 12 920.— — 17 000.— —
Corriere del Ticino 4 532.— 1,94 7 382.— 1,6
Dimanche.ch 12 000.— 2,6 12 000.— 2,6
Finanz & Wirtschaft 9 900.— — 13 440.— —
Freiburger Nachrichten 3 696.— 1,2 4 946.— 2,47
Giornale del Popolo 4 092.— — 6 502.— —
HandelsZeitung 8 847.60 — 12 483.60 —
La Liberté 5 192.— 1,73 7 442.— 1,73
La Presse Riviera-Chablais N 5 016.— — 6 556.— —
La Regione Ticino 4 590.— 2 7 340.— 1,6
Le Matin dimanche 19 400.— 2,11 34 500.— 1,47
Le Matin semaine 6 500.— 1,56 13 300.— 2,31
Le Monde diplomatique CH 4 550.— — 6 350.— —
Le Nouvelliste 5 456.— 1,64 9 240.— 0,96
Le Temps 9 200.–– — 14 900.— –  5,7
L’Express 6 030.— — 9 930.— —
L’Hebdo 7 590.— — 12 820.–– —
L’Impartial 5 490.— — 8 730.— —
Mittelland Zeitung 20 460.— — 28 794.— —
Neue Luzerner Zeitung 13 156.— 1 18 466.— 0,7
Neue Zürcher Zeitung 12 936.— 1,73 19 446.— 1,78
NZZ am Sonntag 13 420.— 5,54 20 170.— 5,57
SonntagsBlick 14 352.— 4,9 25 468.— 2,7
SonntagsZeitung 18 530.— 1,5 27 123.— 1,45
St.Galler Tagblatt GES 11 132.— 0,8 15 722.— 0,8
Südostschweiz 15 840.–– 0,56 20 090.–– 0,43
Swisspool I 59 092.–– 0,6 86 959.–– 0,57
Swisspool II 74 536.–– 0,7 115 133.–– 0,8
Tages-Anzeiger 15 522.— — 24 549.— —
Thurgauer Zeitung 6 028.— 3 8 038.–– 2,6
Tribune de Genève 8 700.— 2,35 15 200.— 0,66
Walliser Bote 4 455.— 1 6 725.— 0,6
WochenZeitung 4 550.— — 6 350.— —
Brutto-Anzeigentarife für eine ganze Seite

schwarzweiss vierfarbig
2002 Veränder. in % 2002 Veränder. in %
Zeitschriften
Annabelle 18 750.— 3 18 750— 3
Beobachter 16 298.— — 22 326.— —
Bilan 10 000.— 57,48 10 000.— 1,01
Bilanz 18 300.— 3,4 18 300.— 3,4
Bon à savoir 9 600.— 17,1 9 600.— 17,1
CashValue 17 000.–– — 17 000.–– —
Edelweiss 9 200.— 3,4 9 200.— 3,4
Facts 18 700.— — 18 700.— —
Femina 22 120.— 86,51 22 120.— 1,98
GesundheitSprechstunde 12 500.— 10,3 12 500.— 10,3
Glückspost 12 630.— 2 12 630.— 2
Kochen 11 700.— — 11 700.— —
K-Tipp 21 800.— –  3,1 21 800.— –  3,1
L’Illustré 10 400.— — 18 700.— —
Puls-Tipp 12 400.— 14,8 12 400.— 14,8
Radiomagazin 4 250.— – 16,7 5 000.— – 16,7
Schweizer Familie 16 290.— 3 16 290.— 3
Schweizer Illustrierte 25 795.— 1 25 795.— 1
Stocks 8 895.–– –– 10 950.–– ––
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Quelle: WerbeWoche/Verlage

Online-Marketing: Citroën

Ziel: Lancierung des neuen Modells C8, des neuen Familienfahrzeugs von Citroën.

Ziel: Lancierung des neuen Modells C8, des neuen Familienfahrzeugs von Citroën.Citroën Werbemittel: Banner, Pop-up und DHTML. Einsatz: Seit 30. September bis
1. Dezember.
Auftraggeber: Agence OMD, Genf; Verantwortung: Sébastien Fabbi, Managing Director. Beratung/Vermittlung: Publimedia Webadvertising; Verantwortung: Magali Carrecabe.

Vom Bischof abgesegnet

Giornale del Popolo startet mit neuem Kleid, Konzept und Trägerschaft ins neue Jahr

Giornale del Popolo startet mit neuem Kleid, Konzept und Trägerschaft ins neue JahrVon Markus Knöpfli Der Bischof von Lugano lässt den Giornale del Popolo ab Ende Jahr von der Leine und stellt ihn auf eigene Füsse. Dazu wird eine AG gegründet. Die drittgrösste verkaufte Tessiner Tageszeitung erhält zum Auftakt in einen neuen Lebensabschnitt ein neues Konzept und Layout.
Am Freitag, 1. November, erhält der Giornale del Popolo eine neue Herausgeberin. Das Blatt, das stabile Leser- und Auflagenzahlen (27000 Exemplare) ausweist, gehörte bisher direkt dem Bischof von Lugano und wird nun von diesem in die neue Società editrice del Giornale del Popolo SA eingebracht. Der Start erfolgt mit einem Aktienkapital (AK) von 100000 Franken, das zu 100% aus der Diözesenkasse stammt. Bis Ende Jahr sollen zusätzliche Investoren gefunden werden, die das AK kräftig erhöhen.
Ein von Facts gestreutes Gerücht, wonach Financier Tito Tettamanti einsteigen will, wird von Matteo Oleggini, designierter CEO der neuen Firma, dementiert. Mit Tettamanti hätten bisher keine Gespräche stattgefunden, sagt er. Fest stehe bisher nur, dass die Diözese Teilhaberin bleiben wolle. Ihr genügte allerdings ein Anteil, der ihr einen Sitz im 6- bis 13-köpfigen Verwaltungsrat (VR) sicherte. Kein Wunder: Unabhängig von der Anteilsgrösse räumen die Statuten der Diözese «eine wichtige Rolle» beim Festlegen der publizistischen Linie und bei der Ernennung des Chefredaktors ein.
Platz für eine Zeitung mit christlichen Grundwerten
Der erste VR des Giornale wird zwar grösstenteils aus Personen des bisherigen Herausgebergremiums bestehen. Präsidiert wird die AG aber vom 64-jährigen Italiener Gianni Locatelli, einem Ex-Generaldirektor der RAI und derzeit beim nationalen Krebsforschungsinstitut in Mailand tätig. Neuer Chefredaktor wird Cesare Chiericati, bisher in leitender Stellung in der TSI-Redaktion. Locatelli und Chiericati stehen beim Giornale für publizistische und wirtschaftliche Öffnung und für die Ablösung von Bistum und CVP. Am 1. Januar startet das Blatt zudem mit einem neuen, vom Mailänder Grafiker Francesco Camagna entworfenen Layout und mit überarbeitetem Konzept.
Der in Publicitas-Pacht stehende Giornale ist mit dem Corriere del Ticino (39589 Exemplare) und La Regione Ticino (32000 Exemplare) im Kombi Tre Top Ticino verbunden, das ihm 60% der zurzeit rückläufigen Werbeeinnahmen generiert. Gemäss MediaFocus hat der Giornale im Jahr 2001 einen Bruttowerbeumsatz von rund 10 Millionen Franken erzielt, 7% weniger als im Jahr 2000. Für dieses und fürs letzte Jahr weist das Blatt rote Zahlen auf. Auf Grund einer Marktbefragung sieht Oleggini im Tessin noch Raum für eine den christlichen Grundwerten verpflichtete Tageszeitung. Voraussetzung sei eben mehr Geld und eine klare Firmenstruktur. Die Zukunft sieht er nicht rosig. «Es wird sicher sehr schwierig für uns», sagt er.

Ausserdem: Seit September verstärkt Ray Immoos die Beratung von McCann-Erickson, Zürich, als Account Assistant.

Ausserdem Seit September verstärkt Ray Immoos die Beratung von McCann-Erickson, Zürich, als Account Assistant. Das nötige Rüstzeug dazu hat Immoos bei der Zürcher Agentur Bunt und in der Ausbildung zum Werbeassistenten an der Spok erworben.

Ausserdem Seit September verstärkt Ray Immoos die Beratung von McCann-Erickson, Zürich, als Account Assistant. Das nötige Rüstzeug dazu hat Immoos bei der Zürcher Agentur Bunt und in der Ausbildung zum Werbeassistenten an der Spok erworben.
Peter Zeller übernimmt Anfang November als Managing Director die Leitung der Werbeagentur Euro RSCG Partner in Zürich. Zeller war zuletzt während vier Jahren als Vice President Marketing & Communication bei den Fluggesellschaften Swissair/Sabena beziehungsweise Swiss tätig. Davor sammelte er über zwölf Jahre lang Agenturerfahrung, zuerst 1985 bei Aebi und Partner, später bei BBDO Europe in London, MLS Leo Burnett, GGK Basel und Advico Young & Rubicam.
Die Webagentur Die Argonauten Schweiz hat Verstärkung an Bord geholt: Sascha Waldschmidt verantwortet als Director Information Architecture neu den Bereich Konzeption. Der Politologe Waldschmidt startete seine Marketingkarriere 1999 als Konzepter bei Pixelpark in Berlin.
Der frühere Jean-Frey-CEO Peter Urs Naef wird Partner und Mitinhaber der Beratungsfirma UBGnetwork. Das Unternehmen mit Sitz in Steinen SZ wurde vor über 20 Jahren von Brunello Gianella gegründet und war bisher in den Bereichen Coaching, Training und Change Management tätig. Mit dem Einstieg von Naef erweitert UBGnetwork sein Angebot auf Marketing & Sales.
Beat Aeschlimann, der seit anderthalb Jahren bei TBS Identity als Kommunikationsberater tätig ist, wurde in die Geschäftsleitung des Unternehmens aufgenommen. Seine Aufgabe besteht unter anderem darin, die strategische Ausrichtung von TBS Identity mitzubestimmen und mitzuhelfen, die Bereiche Corporate Identity und Corporate Design in Bezug auf Marketingkommunikation und Markenführung weiterzuentwickeln.
Die Finanzexperten Stefan Blum und Francesco Catanzaro haben die Beratungsfirma B&C Advisors gegründet. Das Unternehmen mit Sitz in Zürich fokussiert auf die Kapitalmarktkommunikation und die vorgelagerte strategische Beratung für Firmen. Blum war früher Analyst einer Schweizer Privatbank und zuletzt Chief Financial Officer und Investor Relations Officer der Softwarefirma Obtree, Catanzaro war während vier Jahren für das Aktienresearch der Bank Sarasin in Zürich verantwortlich.

Image für X-tra.

Schweizer Szenegängern ist das X-tra schon längst ein Begriff.

Schweizer Szenegängern ist das X-tra schon längst ein Begriff. Jetzt macht der Club und Konzertveranstalter vom Zürcher Limmatplatz erstmals Imagewerbung. Nach einer Konkurrenzpräsentation hat X-tra die junge Zürcher Werbeagentur Code damit betraut. Im Umfeld der zurzeit fast wie Pilze aus dem Boden schiessenden neuen Clubs spielt die Kampagne witzig mit dem Image anderer bekannter Zürcher Locations – mit Humor, aber ohne Häme. Jedes Sujet richtet sich an ein anderes Publikum, «damit die Kampagne als Ganzes das Image des X-tra vermittelt», wie Dani Donato und Reto Gehrig von Code erklären. Die Wortspiele in den Plakaten und Inseraten mit den jeweils entsprechend typisch gestylten Figuren lauten: «Immer no staubig i de Fabrik?», «Immer no bim Fredi am Lüüte?» oder zum Beispiel: «Immer no zwenig Cubanitas i de Börse?»Oberwasser für Titanic. Mit der Ausgabe vom 26. September hat die Redaktion des Satiremagazins Titanic das stilistisch ein bisschen anders konzipierte Magazin des Zürcher Tages-Anzeigers verunstalten dürfen. «Sepp Blatter nackt» wurde dabei auf dem Kioskaushang versprochen. Weil dann im Heft kein solches Walliser(trocken-)fleisch zu finden war, sollen einige Magazin-Leser sogar beim Pförtner bei der Redaktion an der Werdstrasse um Hilfe beim Suchen der heissen Bilder nachgefragt haben. Es gab auch Aboabbestellungen und Beschwerdepost, allerdings weniger als befürchtet beziehungsweise erhofft. Gelohnt hat sich das witzige Experiment auf jeden Fall für Titanic. Das deutsche Satiremagazin, das bisher in der Schweiz 900 Abonnenten hatte, gewann mit der Aktion 80 weitere dazu, wie die Frankfurter Allgemeine zu berichten weiss.
In der Migros gibt es auch eine Sitcom. Die Migros will ihre Kunden in Zukunft noch besser betreuen und geht bei der Ausbildung der Mitarbeitenden völlig neue Wege: Sie produziert unter dem Titel «Tscheggsch de Pögg» eine eigene Sitcom. Für die Hauptrollen des witzigen Ausbildungsvideos hat die Migros Luzern beliebte Sitcom-Stars wie Urs Bosshard («Fertig luschtig»), Esther Gemsch («Lüthi & Blanc») und Verena Zimmermann («Die Direktorin») verpflichten können. Ex-Miss- Schweiz Stéphanie Berger spielt eine mannstolle Verkäuferin, die sich unbedingt einen Promi aus der Schweizer Illustrierten angeln will. Ansonsten dreht sich die Story um einen gewissen Max, der bei der Migros Luzern einen neuen Job als Ausbildungsleiter antritt. Beim Proben und Aufzeichnen der fünf Folgen wurden als Stimmung machendes Publikum wie bei Sitcoms üblich die 3500 Mitarbeiter der Luzerner Migros eingeladen. In einer der auch bei echten Sitcoms charakteristischen Gastrollen ist der CEO der Genossenschaft Migros Luzern, Ernst Weber, zum Gaudi seiner Mitarbeitenden aufgetreten. Von ihm stammt auch die Idee zu dieser unkonventionellen Ausbildungs-Sitcom.
Strittmatter, der Konvertit. Im WerbeWoche-Interview (WW 27/02) brandmarkte er den inflationären Gebrauch des Begriffs «Branding» noch als «Symptom für Wichtigtuerei». Seine Diagnose hat der bekennende Prinzipienreiter und Opportunistenhasser Hermann Strittmatter inzwischen offenkundig revidiert. Zu diesem Schluss kommt, wer diese Woche in der NZZ las, dass seine Agentur GGK im Auftrag von Präsenz Schweiz einen «National Brand» entworfen hat, der unsere Alpenrepublik im Ausland repräsentieren soll. Selbiger besteht originellerweise aus einem Weisskreuz auf rotem Planquadrat, worunter – vermutlich um Missverständnissen vorzubeugen – in der jeweiligen Landessprache der Markenname «Schweiz» prangt. Insofern weist Strittmatters Logo-Entwurf augenfällige Ähnlichkeiten mit dem Swiss-Signet von Tyler Brûlé auf. Im Sommer kam für Stritti ein Treffen mit dem Corporate Designer der Schweizer Airline «auf Anraten meiner drei Psychiater» noch «überhaupt nicht in Frage». Wer weiss, vielleicht gabs auch hier unterdessen einen Sinneswandel, und man sieht die beiden nächstens in der «Kronenhalle»-Bar beim trauten Gedankenaustausch.
Aus 20 Minuten werden 2. Wenn am Morgen alles schneller gehen soll, darf das auch für News gelten. Getreu dem Bluewin-Credo «wers schneller mag, mag ADSL» haben darum die Kreativen von Jung von Matt/Limmat die Redaktion von 20 Minuten besucht. Dort haben sie die Freitagsausgabe der Pendlerzeitung durchgelesen und flugs für Bluewin eine neue Titelseite gestaltet. Das Logo wurde dabei kurzerhand und kreativ auf 2 Minuten verkürzt. Unter dem Titel «Was in 20 Minuten steht, erfahren Sie mit Bluewin in 2 Minuten» erhielten die Leser die wichtigsten Informationen in einer ADSL-Schnellversion. Diese neue Titelseite wurde für die Leser wie ein Umschlag rund um die normale Zeitung geheftet.
Das erste Videospiele-Magazin. Pong ist der Name des ersten Videogames der Welt. Mit Hilfe zweier Balken konnte damals auf dem TV-Screen Pingpong gespielt werden. Seither hat sich die Gamerwelt ziemlich rasant entwickelt. Der Name Pong ist Kult geblieben. Deshalb wird Pong nun auch zum Titel des ersten Printmagazins der Schweiz für Video- und Konsolenspiele. Verlegt wird das 48 bis 60 Seiten dicke Heft im Format A4 vom Verlag SeventhSky, der das gleichnamige Trendmagazin herausgibt. Das neue Produkt wird gratis an Verkaufs-Outlets sowie weiteren Treffpunkten der Gamer verteilt. Der Preis für ein ganzseitiges Inserat vierfarbig beträgt 12500 Franken bei einer Gesamtauflage (deutsch und französisch) von 150000 Exemplaren. Die erste Nummer erscheint Ende November.
Glücksspiele. Mit einer exklusiven Leistung der Sonderklasse wartet das neue Hotel Lady’s First an der Zürcher Mainaustrasse auf. Wie auf dem Plakat von Sulzer Sutter klar ersichtlich ist, können hier nämlich dank der zwei Réception-Glocken zwei Personen gleichzeitig einchecken. Allerdings nur Frauen. Das Lady’s First, so hört mann es sonst noch klingeln, soll nämlich ein Hotel & Wellness exklusiv für Frauen sein.
Chandra’s Weinkeller. Wenn Chandra Kurt auf der Redaktion der WerbeWoche weilt, um ihre regelmässige Kolumne «Aufgefallen» zu schreiben, fällt nichts auf. Trotzdem wissen es alle. Jede Woche muss die Putzequipe aus ihrem Büro Dutzende von angetrunkenen Weinflaschen entsorgen. Diese landen dann im Sitzungszimmer, wo sie von den Redaktionskollegen in einer unauffälligen Minute noch einmal weggeräumt und schliesslich definitiv entsorgt werden. Manchmal befinden sich unter diesen Bouteillen auch sehr edle Tropfen, die Chandra heimlich und oft schon am frühen Nachmittag in ihrem Büro entkorkt. Inzwischen wissen wir allerdings, dass unsere Kollegin nicht an einem übermässigen Durst leidet. Zu unserer Erleichterung haben wir erfahren, dass sie für den Werd Verlag ein Buch verfasst hat. «Chandra’s Weinkeller» heisst der praktische Weinratgeber. Darin beschreibt die Weinexpertin (SonntagsZeitung, Finanz & Wirtschaft, «Der kleine Johnson») den Charakter typischer Weine aus den bekannten Weinregionen Europas und der Neuen Welt und informiert bezüglich deren Lagerfähigkeit. Neben verschiedenen recht praktischen Einkaufshilfen bietet der Weinratgeber auch eine Orientierungshilfe mit einer Beschreibung der wichtigsten Weinhandlungen der Schweiz.
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