Simko, Facts & Figures

Die Agentur Simko in Genf, die die Kampagne des Jahres für die Brauerei Cardinal gestaltet hat, versteht sich als Fullserviceagentur für klassische Werbung.

Die Agentur Simko in Genf, die die Kampagne des Jahres für die Brauerei Cardinal gestaltet hat, versteht sich als Fullserviceagentur für klassische Werbung.Sie wird im nationalen Ranking auf Platz 39 eingestuft sowie unter den Top Ten bei den Unabhängigen. Sie wurde 1990 von den beiden internationalen Marketingspezialisten Pedro Simko und Josée Bélanger-Simko gegründet. Pedro hat in Harvard studiert und arbeitete von 1988 bis 1990 als Marketing Director bei Jacobs Suchard Schweiz. Josée hat in Montreal studiert und wirkte von 1988 bis 1990 im Promotions & Direct Marketing bei Jacobs Suchard Schweiz mit. Simko beschäftigt derzeit 27 Mitarbeitende, davon 13 im kreativen Bereich. Als CD ist seit Oktober 2001 Olivier Girard für die Kreation verantwortlich. Zu den wichtigsten Kunden von Simko zählen H&M, Caran d’Ache, Cardinal, 24 Heures. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2002 hat Simko an acht Pitches teilgenommen und sieben davon gewonnen. Die neuen Accounts bedeuten nach Agenturangaben rund 22 Millionen Franken Mehrumsatz. Null Bock auf Alkohol: Simko-Anzeige für Cardinal.
(pan)

Werbefibel 2003 jetzt gedruckt erhältlich

Nachdem sie bereits Ende Jahr zum Download bereitstand, kann die Werbefibel 2003 ab sofort in gedruckter Form beim Ringier Verlag bezogen werden.

Nachdem sie bereits Ende Jahr zum Download bereitstand, kann die Werbefibel 2003 ab sofort in gedruckter Form beim Ringier Verlag bezogen werden.Die Broschüre enthält unter anderem Eckdaten der grössten Schweizer Zeitungen und Zeitschriften, eine Übersicht über die wichtigsten Mediastudien und anderes mehr. Sie kann auf www .go4media.ch in Deutsch, Englisch oder Französisch bestellt werden. Als PDF-Datei steht sie weiter zur Verfügung.

Anzeiger Region Bern dreimal wöchentlich

Der Anzeiger Region Bern hat auf Anfang Jahr in der Stadt Bern die Donnerstagausgabe gestrichen und erscheint nur noch dienstags, mittwochs und freitags.

Der Anzeiger Region Bern hat auf Anfang Jahr in der Stadt Bern die Donnerstagausgabe gestrichen und erscheint nur noch dienstags, mittwochs und freitags.Begründet wird dies mit Rationalisierungen angesichts des Inseraterückgangs. Der bestehende Vertrag zwischen dem Gemeindeverband Anzeiger Region Bern und Stadt Bern auf der einen Seite und dem Bund Verlag als Konzessionsnehmer werde dadurch nicht geritzt, sagte die Stadtberner Finanzdirektorin Therese Frösch auf Anfrage der SDA.

OgilvyOne betreut Volvo Schweiz

Die Zürcher Dialogmarketingagentur OgilvyOne übernimmt den Kommunikationsetat für die Personenfahrzeugsparte von Volvo Automobile (Schweiz) AG.

Die Zürcher Dialogmarketingagentur OgilvyOne übernimmt den Kommunikationsetat für die Personenfahrzeugsparte von Volvo Automobile (Schweiz) AG.Die Agentur hat sich laut einer Mitteilung ohne Pitch gegen die bisherige Etathalterin durchgesetzt. «Ein Nischenprodukt wie Volvo verkauft sich über Nischenkommunikation effizienter», zeigt sich Daniel Brüngger von OgilvyOne überzeugt. Der Mediaeinkauf verbleibt bei Mindshare, wie OgilvyOne Teil der WPP-Gruppe. Zuletzt wurde Volvo von der Grey-Tochter Dorland betreut. Diese fusionierte im September mit Greys PR-Agentur GCI zur Kommunikationsagentur Friday.

E-Shopping-Budget von Coop für Bunt

Die Küsnachter Werbeagentur Bunt hat in einem Pitch das Mandat für den Onlinesupermarkt von Coop gewonnen.

Die Küsnachter Werbeagentur Bunt hat in einem Pitch das Mandat für den Onlinesupermarkt von Coop gewonnen.Erste Arbeiten seien diesen Frühling im Grossraum Zürich auf klassischen Werbeträgern, auf Mailings und in Coop-Filialen zu sehen, teilte die Agentur mit. Coop baue diesen Geschäftsbereich kontinuierlich aus, darum werde das Angebot im Sommer auch in Bern und Basel beworben, bis Ende Jahr zudem in Genf und Lausanne. Coop bietet in seinem Onlineshop für Zürich rund 3500 Artikel des täglichen Bedarfs an.

Laura Gomez und ihr kreatives Köpfchen

Mit der Frage «metzgen oder freilassen?» haben Swisscom und APG vor Weihnachten das Publikum irritiert.

Mit der Frage «metzgen oder freilassen?» haben Swisscom und APG vor Weihnachten das Publikum irritiert.Die viel beachtete Plakataktion zeigte ein Kaninchen unter dem Schlachtbeil. Dank einigen Tausend SMS von Leuten, die das Plakat gesehen und sich an der Pseudo-Abstimmung beteiligt haben, wurde der «Chüngel» in die Freiheit entlassen. Nicht eine solch stattliche Anzahl nutzloser SMS, dafür sechs konkrete Vorstellungstermine für eine Lehrstelle als Grafikerin hat nun eine witzige Parodie dieser Plakataktion Laura Gomez eingebracht. Die Absolventin des Vorkurses an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich klebte ihr plakatives Stelleninserat an Briefkästen potenzieller Lehrmeister und liess das Sujet auch als Flyer verteilen. Für das Foto hat sie ihr kreatives Köpfchen natürlich gleich selber auf das Schlachtbrett gelegt. Anschliessend wurde das Bild im Fotoshop «möglichst detailgetreu ans Original des Swisscom-Plakates angepasst», wie die zukünftige Grafikerin mit den nun geretteten Karriereträumen verrät.Laura hält den Kopf für eine Lehrstelle hin.

PR für Belcanto

PR-Agentur Nach Stationen bei Farner und im Opernhaus gründet Paul Martin Padrutt die Padrutt PR in Zürich.

PR-Agentur Nach Stationen bei Farner und im Opernhaus gründet Paul Martin Padrutt die Padrutt PR in Zürich.Paul Martin Padrutt, seit fünf Jahren Marketing- und Pressechef des Opernhauses Zürich, hat im Januar den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt und die PR-Agentur Padrutt PR in Zürich gegründet. Die Firma wird sich neben den klassischen Produkten der PR-Beratung insbesondere mit Marketing-PR und Sponsoring-Support im Markt positionieren.Nach seinem Studienabschluss als Lic. oec. publ. arbeitete der 36-Jährige ein Jahr bei der Isopublic, drei Jahre bei Farner PR und nun fünf Jahre für Alexander Pereira. «Ich habe an der Zürcher Oper einen Traumjob verlassen. Aber das habe ich bereits bei Farner gesagt», meint Padrutt, der nun den Traum als selbstständiger Unternehmer verwirklichen will.
Völlig ohne Sicherheitsnetz fliegt er nicht in die Freiheit. Die Agentur Padrutt PR wird weiterhin für das Zürcher Opernhaus die Medienpartnerschaften organisieren sowie verschiedene Ideen für das Customer Relation Marketing konzipieren und realisieren. Ein sicherer Kunde ist ebenfalls bereits die Oper von Helsinki. Padrutt will sich aber nicht als PR-Agentur vorwiegend für kulturelle Organisationen spezialisieren. «Hier tummeln sich bereits viele andere im Markt», sagt er.
Ein wichtiger Neukunde ist deshalb auch ein «interessanter Brand» aus der Lebensmittelbranche sowie ein Unternehmen aus dem Bereich Chemie. Paul Martin Padrutt hat gleich hinter der Oper ein Büro mit drei vollständig eingerichteten Räumen «für weitere Entwicklungen» bezogen. Vorderhand will die neue Agentur aber mit Freelancern arbeiten. Ehefrau Karin Padrutt wird das Backoffice managen, nachdem sie in namhaften Unternehmen bereits entsprechende Erfahrungen gesammelt hat.
(pan)

Zahl der Woche

Inserateseiten Für einen Lichtblick im verhagelten 2002 sorgte die Deutschschweizer Lokalpresse: Knapp 17% mehr Anzeigenraum verkauften die auflagemässig Kleinsten der Branche.17 916

Inserateseiten Für einen Lichtblick im verhagelten 2002 sorgte die Deutschschweizer Lokalpresse: Knapp 17% mehr Anzeigenraum verkauften die auflagemässig Kleinsten der Branche.17 916

TSR verliert weitere Zuschaueranteile

Die Télévision Suisse Romande (TSR) hat 2002 erneut Zuschauer an andere Fernsehsender verloren. Der Marktanteil sank von 31,3 auf 30,3 Prozent.

Die Télévision Suisse Romande (TSR) hat 2002 erneut Zuschauer an andere Fernsehsender verloren. Der Marktanteil sank von 31,3 auf 30,3 Prozent.Das Westschweizer Fernsehen spüre den Druck der kommerziellen Sender aus Frankreich stark, sagte TSR-Direktor Gilles Marchand. Das Ziel für 2003 sei, nicht unter die 30-Prozent-Marke zu fallen. Trotzdem bleibe TSR in allen Altersgruppen die Nummer 1.

Ein ganz nüchterner Sieger

Die Lancierungskampagne fürs alkoholfreie Cardinal-Bier der Genfer Agentur Simko wurde zur Kampagne des Jahres gewählt.

Die Lancierungskampagne fürs alkoholfreie Cardinal-Bier der Genfer Agentur Simko wurde zur Kampagne des Jahres gewählt.Originelle Ideen haben auch in der Werbung bessere Chancen, beim Publikum aufzufallen. Leserinnen und Leser der WerbeWoche, der Schweizer Illustrierten und von Tele haben die Launchkampagne des alkoholfreien Bieres von Cardinal zur Kampagne des Jahres gewählt. Die Wahl der beliebtesten Kampagne als gemeinsame Aktion der drei Zeitschriften fand bereits in zweiter Auflage statt. Die Ermittlung der Lieblingskampagne durch ein erweitertes Lesepublikum ist eine Ergänzung zum wichtigsten Branchenevent, Werber des Jahres – dieser Titel wird jeweils im Januar dem kreativsten Kopf der Branche für dessen Leistungen verliehen.Die Kampagne für Cardinal ist von der Genfer Agentur Simko konzipiert und gestaltet worden. Im 35-Sekunden-Spot sitzen zwei Eulen zu nächtlicher Stunde auf dem Fensterbrett einer Spelunke und wundern sich, dass die jungen Leute im Innern der Beiz auch ohne Alkohol fröhlich sein können. Den Eulen gefällts. Sie bleiben sitzen und festen mit, wie es sich für richtige Nachtvögel gehört.
Pro Infirmis und Migros geehrt
Mit der Silbermedaille zeichneten die Leser der drei Zeitschriften eine Imagekampagne der Pro Infirmis aus. Werber Alfredo Briccola hat in dieser Sensibilisierungsaktion zusammen mit der Agentur Metzgerlehner Worldwide in Erlenbach die «Normalität» einer Behinderung aufzeigen wollen. Väter und Mütter lassen sich mit ihren behinderten Kindern auf dem Arm fotografieren. Der Slogan dazu: «Wir lassen uns nicht behindern.»
Zur drittbesten Kampagne des Jahres 2002 wurde die Migros-Kampagne für die Expo.02 gewählt. Die Plakate mit dem fehlenden orangen «M», das sich vorübergehend im Migros-Pavillon an der Landesausstellung aufhält, sowie die Spots, in denen Darsteller das «M» nicht aussprechen können, wurden von der Zürcher Agentur Publicis entwickelt.
Die Kampagne für Cardinal erreichte 18 Prozent der Stimmen, Pro Infirmis 17 und das fehlende M der Igros 12 Prozent.
Die Ränge 4 bis 10 4. Blindenheim Mühlehalde (Ruf Lanz, Zürich)
 5. Die Butter (By Heart, Zürich)
 6. Stiftung gegen Rassismus und Gewalt (Wirz, Zürich)
 7. Gelbe Seiten (Publicis, Zürich)
 8. Sat 1 Schweiz/WM 2002 (DDB, Zürich)
 9. Panasonic (Jung von Matt/Limmat, Zürich)
10. Facts (Euro RSCG, Zürich)
Gab zu reden: Zweitplatzierte Kampagne von Pro Infirmis.

Kam auf Platz 3: Migros-Kampagne für Igros-Präsenz an Expo.02.

Andreas Panzeri

Kaufrausch statt Blutrausch

Konsumismus Erst hat das Geld Gott ersetzt, nun soll es auch noch Frieden stiften. Norbert Bolz’ Kapitalismus-Apologie regt zum Nachdenken an.

Konsumismus Erst hat das Geld Gott ersetzt, nun soll es auch noch Frieden stiften. Norbert Bolz’ Kapitalismus-Apologie regt zum Nachdenken an.Auf der Toilettentür des Philosophischen Seminars einer renommierten Schweizer Uni prangte – umrahmt von postpubertärer Pinkelprosa – einst das Sprüchlein «Non cogito ergo konsum». Das war in den frühen Neunzigerjahren. Zu einer Zeit also, als Kapitalismuskritik und Kulturpessimismus deutscher Bauart längst Auslaufmodelle waren. Gekritzelt war die Parodie aufs cartesianische Rationalismus-Credo natürlich in flammendem Rot, der Signalfarbe proletarischen Protests.Dass der Einband von Norbert Bolz’ neustem Essay auch diese Tönung aufweist, ist mehr als ein blosses Augenzwinkern in Richtung Karl Marx und dessen vor über 150 Jahren erschienenem Glaubensbekenntnis «Das kommunistische Manifest». Tatsächlich ist «Das konsumistische Manifest» des in Berlin lehrenden Medien- und Trendanalytikers ebenfalls eine Protestschrift, die im Ton zwar etwas unterkühlt, im Gestus aber durchaus leidenschaftlich wirkt. Richten tut sie sich – für Bolz-Leser wenig überraschend – gegen sentimentale Bildungsbürger, antiamerikanische Altlinke und sonstige Bedenkenträger, die Markengötter und Lifestyle-Religionen nicht nur privat verabscheuen, sondern sie der kapitalistischen Kultusgemeinde öffentlich madig zu machen versuchen.
Shoppen macht immunAngesichts der fundamentalistischen Herausforderung, die sich durch «Nine-eleven» zur Bedrohung des westlichen Wertekonsenses auswuchs, wirken solche Öffentlichkeit und Gesellschaft feminisierenden Spielverderber sozusagen wehrkraftzersetzend. Das steht so zwar nirgendwo im «Manifest», schwingt aber immer mit, wenn der Pop-Philosoph das Hohelied auf die seiner Meinung nach zivilisierende, ja pazifizierende Wirkung des Konsumismus anstimmt. Die politische Kernbotschaft der vom 11. September inspirierten Apologie Sinn stiftenden Shoppings lautet darum: «Der Konsumismus ist das Immunsystem der säkularen Weltgesellschaft gegen das Virus der fanatischen Religionen.» Begründet wird diese kontroverse Klappentextthese im Buchinnern dann wie folgt: «Wer über einen Werteverlust jammert, verkennt den spezifischen Werteverzicht der modernen Gesellschaft. Dass sie nicht mehr zu bieten hat als formale Demokratie, Liberalismus und soziale Marktwirtschaft, ist gerade das Geheimnis ihrer Stärke.»
An Brisanz gewinnt Bolz’ in sechs Kapitel (von «Der Terror» bis «Die Liebe») unterteiltes Plädoyer für ein globales Konsumbürgertum durch die Behauptung, es gebe «keine dialogische Brücke zwischen den Religionen, die wir begehen können». Deshalb gelte es nun mehr denn je, die fundamentalistische Gefahr durchs (An-)Erkennen und den gezielten Export eigener Errungenschaften zu bannen. Die letzten Ideologiekritiker der Postmoderne denunzierten diese Strategie der Selbsterhaltung durch Markterweiterung noch als Neokolonialismus. Man muss Bolz’ funktionales Welt- und Menschenbild nicht teilen, um zu sehen, dass seine aphoristisch verdichteten Argumente an Gewicht gewonnen haben. Deshalb sei die diabolische Aufklärungsschrift gerade auch Modernitätsskeptikern empfohlen. Denn unterhaltsam ist sie allemal.
Oliver Classen

Abgeschwächtes Werbeverbot

Ein neuer Textentwurf für eine internationale Antitabak-Konvention verlangt eine Einschränkung der Werbung, aber kein Verbot mehr.

Ein neuer Textentwurf für eine internationale Antitabak-Konvention verlangt eine Einschränkung der Werbung, aber kein Verbot mehr.Der Text dient als Grundlage für die sechste und letzte Verhandlungsrunde vom 17. bis 28. Februar. Der neue Vorschlag kann von der Website der WHO (www.who.int/tobacco) heruntergeladen werden.
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