Roche Pharma wechselt Agentur

Die Pharma-Division des Schweizer Chemiekonzerns Roche hat Bates als neue internationale Agentur gewählt.

Die Pharma-Division des Schweizer Chemiekonzerns Roche hat Bates als neue internationale Agentur gewählt.Bates erhält laut einem Bericht von Advertising Age alle Etats in Europa, Asien und Südamerika, die bisher von D’Arcy betreut wurden. Mit Bates kommt bei Roche jetzt statt D’Arcy Cordiant Communications zum Zug – mit Auswirkungen auch auf die Schweiz: Zogg Kettiger Gasser (ZKG) in Zürich, die D’Arcy hier zu Lande vertrat, muss die Budgets der OTC-Medikamente Aleve, Berocca, Elevit, Redoxon und Supradyn abgeben. Neue Betreuerin wird die Berner Agentur Contexta, die zu Bates gehört. Über den Verlust tröstet sich ZKG mit dem neuen Kreativbudget von Roche für das rezeptpflichtige Schlankheitsmittel Xenical.

So ein Käse

An der 6. Verleihung des Schweizerischen Marketing-Preises am Donnerstagabend waren Gesundheit und Wellness Trumpf.

An der 6. Verleihung des Schweizerischen Marketing-Preises am Donnerstagabend waren Gesundheit und Wellness Trumpf.Die Gewinner der Marketing Trophy 2003 sind die Folsäure Offensive Schweiz, die Rivella AG (Michel Beauty Colada) und der Migros-Genossenschafts-Bund (Einführung Käselinie Léger). So viel Durst (und Hunger) war noch nie unter so vielen Marketingexperten.

Warum Buswerbung nicht stört

Dass Werbung an öffentlichen Verkehrsmitteln von der Bevölkerung akzeptiert wird, berichtete das Newsmail der WerbeWoche bereits am 8. November

Dass Werbung an öffentlichen Verkehrsmitteln von der Bevölkerung akzeptiert wird, berichtete das Newsmail der WerbeWoche bereits am 8. Novemberund stellte die wichtigsten Ergebnisse einer Demoscope-Befragung in Luzern vor. Diese war von der Allgemeinen Plakatgesellschaft und dem Schweizerischen Verband für Aussenwerbung in Auftrag gegeben worden. Nun kann der ausführliche Bericht, der auch die Wirksamkeit von Verkehrsmittelwerbung untersucht, bei der APG bezogen werden: Tel. 041 317 00 00 oder www.apg.ch.

TR7 und NZZ lancieren Abo-Partnerschaft

Die Programmzeitschrift TR7 startet eine Verlags- bzw. Distributionspartnerschaft mit der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ).

Die Programmzeitschrift TR7 startet eine Verlags- bzw. Distributionspartnerschaft mit der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ).Die Programmzeitschrift TR7 startet eine Verlags- bzw. Distributionspartnerschaft mit der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ). Künftig erhalten NZZ-Abonnenten einen Rabatt auf das Abonnement der Jean-Frey-Zeitschrift. Dieser dürfte laut TR7-Verlagsleiter Sandro Rüegger zwischen 26 und 34 Prozent liegen.
Damit erschliesst sich TR7 den Wirtschaftsraum Zürich, nachdem andere Gebiete der Deutschschweiz bereits mit ähnlichen Partnerschaften abgedeckt sind (etwa mit der Basler Zeitung, dem St.Galler Tagblatt und der Neuen Luzerner Zeitung).

Lowe als Electrolux-Agentur bestätigt

Den Pitch um das Werbebudget von Electrolux für Europa und Nordamerika hat Lowe & Partners gewonnen.

Den Pitch um das Werbebudget von Electrolux für Europa und Nordamerika hat Lowe & Partners gewonnen.Der schwedische Elektrogerätehersteller bestätigte am Donnerstag, was die Fachpresse schon Ende 2002 gemeldet hatte (siehe Newsmail vom 12. Dezember). Lowe entwickelt als Erstes auf Projektbasis eine internationale Markenkampagne. Mit dem kompletten Kommunikationsetat des Konsumentenbereichs soll die Agentur erst später im Verlauf des Jahres betraut werden. Den Etat schätzt das britische Magazin Campaign auf 115 Millionen Franken.

Festival von Montreux ohne TV in der Krise

Das Ende der Deutschschweizer Privatsender Tele 24 und TV 3 gefährdet die diesjährige Durchführung des «Festival du rire» von Montreux.

Das Ende der Deutschschweizer Privatsender Tele 24 und TV 3 gefährdet die diesjährige Durchführung des «Festival du rire» von Montreux.Die Sender zählten zu den wichtigsten Kunden der Produktionsfirma Grégoire Furrer Productions (GFP), die noch fünf weitere Lachfestivals organisiert und für «Rob’s Comedy Club» auf TV 3 verantwortlich war. Aufzeichnungen der Lachfestivals wurden jeweils an Privat-TVs verkauft. Das Verschwinden der beiden Sender führte bei der GFP zu einem Umsatzrückgang von 30 Prozent wie die Gesellschaft am Montag bekannt gab. Sie musste Nachlassstundung einreichen.

Regionalfernsehen im Höhenflug

Media Steigende Zuschauerzahlen und ein treues Publikum stärkten das Schweizer Regionalfernsehen im vergangenen Jahr eindrücklich.

Media Steigende Zuschauerzahlen und ein treues Publikum stärkten das Schweizer Regionalfernsehen im vergangenen Jahr eindrücklich.Das vergangene Jahr wird als eines der erfolgreichsten in die Geschichte des Schweizer Regionalfernsehens eingehen: Sämtliche sieben Sender des TeleNewsCombi segelten im Publikumsmarkt in einer Aufwärtsbrise. Dabei haben sie nicht nur ihre täglichen Zuschauerzahlen um jeweils einige Zehntausend erweitert. Zugleich vermochten fast alle Sender ihr Publikum länger an ihre Programme zu binden. Die Arbeit der Programmmacher, die ihre Angebote im vergangenen Jahr durchwegs verbessert und den Zuschauergewohnheiten angepasst hatten, scheint sich damit bereits auszuzahlen.Offen bleibt die Frage, ob mit dem Publikumssegen nun der ersehnte Erfolg im Werbemarkt vor der Tür steht. Immerhin traf der Aufwärtstrend rechtzeitig zum Start des Werbekombi mit SF DRS ein, das seit Anfang Jahr gebucht werden kann. Doch scheinen Werbeauftraggeber nach wie vor viel mehr an einzelnen Regionen denn am TeleNewsCombi als Gesamtpaket interessiert zu sein. >> S. 23
Daniel Schifferle

DDB Zürich wirbt für CSS

DDB Zürich ist von der CSS-Versicherung mit dem kommunikativen Neuauftritt des Unternehmensgeschäfts beauftragt worden.

DDB Zürich ist von der CSS-Versicherung mit dem kommunikativen Neuauftritt des Unternehmensgeschäfts beauftragt worden.Die Agentur setzte sich nach eigenen Angaben in einem Pitch gegen zwei weitere Agenturen durch. Mit dabei war auch Pinx, Zollikon, die den Etat für Privatpersonen betreut. Mit 10000 versicherten Unternehmen beziehungsweise 350000 Kollektivversicherten gehört die in Luzern ansässige CSS laut DDB zu den grössten Kranken- und Unfallversicherungen in der Schweiz. Die Agentur realisiert eine nationale Basiswerbekampagne, DM-Aktionen für das Neukundengeschäft und Verkaufshilfen.

Frankfurter Rundschau streicht Medienseite

Nach Wirtschaftswoche und Die Zeit stellt auch die Frankfurter Rundschau ihre tägliche Medienseite ein und gliedert das Ressort dem Feuilleton an.

Nach Wirtschaftswoche und Die Zeit stellt auch die Frankfurter Rundschau ihre tägliche Medienseite ein und gliedert das Ressort dem Feuilleton an.Medienökonomische Themen wandern laut Netzeitung ins Ressort Wirtschaft.

Radios haben sich fast erholt

Radiocontrol Die Schweizer hörten im zweiten Halbjahr 2002 wieder mehr Radio, vor allem SRG-Sender. Diese gewannen fast überall Marktanteile, primär auf Kosten der Privaten. Aber auch ausländische Radios verloren Hörer.

Radiocontrol Die Schweizer hörten im zweiten Halbjahr 2002 wieder mehr Radio, vor allem SRG-Sender. Diese gewannen fast überall Marktanteile, primär auf Kosten der Privaten. Aber auch ausländische Radios verloren Hörer.Das Bild sieht in allen Sprachregionen ähnlich aus: Die SRG-Radiosender konnten ihre Marktanteile im zweiten Semester 2002 halten oder sogar zulegen, während die Privaten stagnierten oder verloren. Auch die Marktanteile der ausländischen Sender gingen überall weiter zurück, am kräftigsten im Tessin (–1 Prozent).Erstmals ist es möglich, zwei ganze Radiocontrol-Jahre zu vergleichen. Zwei Dinge gilt es dabei in den Vordergrund zu rücken: Es gibt Sender, die in der Hörergunst saisonalen Schwankungen ausgesetzt sind, also jeweils im ersten Halbjahr besser abschneiden als im zweiten – oder umgekehrt. Doch es sind nur wenige. Eindeutig ist hingegen, dass 2001 das bessere Radiojahr war. So ging im vergangenen Jahr die gesamte Radionutzung zurück, allerdings nicht ganz so stark, wie dies noch das erste Semester 2002 vermuten liess.
Über das ganze 2002 hinweg gesehen lag die Hördauer in der Deutschschweiz bei 121, in der Romandie bei 115 und im Tessin bei 120 Minuten pro Tag. Im Jahr 2001 hatten die Deutschschweizer noch vier Minuten länger Radio gehört, bei den Romands waren es noch drei Minuten mehr – die Tessiner hingegen blieben ihren Gewohnheiten treu. Das bekamen auch die meisten Sender zu spüren. Nur wenige schnitten bezüglich Reichweite 2002 besser ab als im Vorjahr – es sind dies Central, BE1, Fribourg, RSR3, NRJ, One FM, RTN 2001, RSI1, Fiume Ticino und Studio Star.
Vorsprung für Radio DRS In der Deutschschweiz ging im ganzen abgelaufenen Jahr die Schere zwischen Privaten und DRS-Sendern weiter auf. Für die Privaten fällt vor allem der Reichweitenverlust von –7,5 Prozent über das ganze Jahr ins Gewicht. Demgegenüber halten sich die Verluste aller DRS-Sender insgesamt im Rahmen, obwohl natürlich die Taucher von DRS 2 und MW 531 in der ersten Hälfte 2002 nach wie vor zu denken geben (–37,9 Prozent und –28,6 Prozent). Beide haben sich im zweiten Semester nicht wirklich erholt. Auch Virus macht keine gute Figur, der kränkelnde Jugendsender hat weiter an Terrain verloren.
Unter den privaten Radioveranstaltern der Deutschschweiz haben sich die Verluste vom ersten Halbjahr 2002 im zweiten Semester vielerorts akzentuiert. Besonders deutlich sichtbar ist dies in Zürich. Sowohl Radio 24 als auch Hitradio Z hatten ihren Zenit im zweiten Halbjahr 2001 erreicht, das von der Nachrichtenlage her besonders «gut» ausgefallen war. Dann aber setzten beide einen Relaunch durch, und seither gehören sie zu den grössten Verlierern. Heute weist Hitradio Z 43200 Hörer weniger aus als noch vor einem Jahr (–17,2 Prozent). Auch Radio 24 erging es mit einem Minus von insgesamt 41700 Hörern (–14,1 Prozent) nicht viel besser. Der Vorsprung von Radio 24 auf den Konkurrenten Z beträgt nun 45400 Hörer, der Marktanteil von 24 ist jedoch um 0,8 Prozent höher.
Schmerzliche Verluste gab es im zweiten Semester 2002 auch bei Eviva (–9800 Hörer oder –10,2 Prozent), bei Radio 7 (–10,3 Prozent), beim Kabelsender 32 Goldies (–14,3 Prozent) und bei Tropic (–11,8 Prozent). Der absolute Reichweitengewinner heisst hingegen Central: Ganze 12800 Hörer (+11,9 Prozent) konnte der Innerschweizer Sender im zweiten Halbjahr 2002 zulegen und weist nun mit 120700 Hörern seinen bisherigen Radiocontrol-Spitzenwert aus. Der gleichzeitige Verlust bei der Hördauer (–13 Minuten) muss allerdings als Wermutstropfen hingenommen werden.
Prozentual am besten schnitt der Newcomer Toxic.fm (St.Gallen) ab, der auf viel tieferem Niveau ein Plus von 18,1 Prozent verzeichnete und auch sechs Minuten länger gehört wird. Gut abgeschnitten haben auch Beo (+11,3 Prozent) und die Ostschweizer Radios: Bei Aktuell hat wohl der Relaunch einen Zuwachs von 12,1 Prozent bewirkt, doch auch Konkurrent Top legte auf höherem Niveau wieder um 6,5 Prozent zu, und selbst das kleine Radio L fand 1700 weitere Hörer – wohl im Gebiet von Ri, das wiederum 2100 Hörer verlor.
City-Pool mit SchlagseiteBetrachtet man die Verluste aus dem Blickwinkel der verschiedenen Radiopools, so steht vor allem das Modul Bern des Pool 2000 gestärkt da, der City-Pool dagegen hat das Nachsehen, während der One-Pool mit einem blauen Auge davonkommt. Bei Letzterem gelingt es Central und Top, die Reichweitenverluste von Hitradio Z, Argovia, Radio 32, Ri und Grischa/Piz zu kompensieren.
Im City-Pool dagegen gibt es niemanden, der das Zürcher Loch stopfen kann, der Gewinn von Basilisk vermag nur gerade die Verluste von Pilatus und Zürisee wettzumachen. Zudem erhält der City-Pool in Bern immer mehr Schlagseite. Zwar hat dort ExtraBern zugelegt, aber weniger als BE1, zudem ist das Modul Bern des Pool 2000 im Oberland deutlich erstarkt. In Basel dagegen tritt das Modul Basel des Pool 2000 an Ort: Regenbogen verliert Hörer, Edelweiss gewinnt bloss die Hälfte davon. So kommt es, dass beide zusammen den Konkurrenten Basilisk nur knapp zu übertrumpfen vermögen.
Der Kabelsender Radio 105 kommt seit Einführung von Radiocontrol nicht auf Touren. Im Gegenteil, bezüglich Reichweite und Marktanteil hat er einen vorläufigen Tiefpunkt erreicht. Das noch schlechtere Abschneiden von Konkurrent Virus vermag nicht über die eigenen Probleme hinwegzutäuschen.
Trotz Verlusten unverzichtbarIn der Westschweiz zeigt sich die Situation wesentlich ausgeglichener. So bleibt dort die Rangliste der Privatradios praktisch intakt, dennoch gibt es drei grosse Reichweitenverlierer: Nostalgie musste 4,9 Prozent abgeben, wodurch er erstmals unter die 100000er-Grenze fällt und erstmals schwächer dasteht als RSR 2. Auch One FM und Lausanne FM verlieren 5,8 Prozent beziehungsweise 3,7 Prozent ihrer Hörerinnen und Hörer. Für die beiden Fontana-Radios (One FM und Lausanne FM) ist dieser Verlust besonders ärgerlich, sind sie doch erst gerade aus allen Westschweizer Pools geflogen. In dieser Situation hätten sie gegenüber den Werbeauftraggebern wohl gerne gute Zahlen präsentiert. Schaden dürften die Verluste ihnen aber dennoch nicht zufügen, denn in den wichtigsten Agglomerationen der Romandie bleiben sie für die Mediaplaner weiterhin unverzichtbar.
Zu den Gewinnern gehören in der Westschweiz Sender mit eher kleinen Reichweiten, so zum Beispiel WRG (+23,6 Prozent), Thollon (+17,3 Prozent) und RTN 2001 (+7,1 Prozent). Und Fribourg, das im letzten Jahr finanziell zu kämpfen hatte, scheint sich einigermassen erholt zu haben.
Die Westschweizer SRG-Sender hingegen haben alle im zweiten Semester an Reichweite eingebüsst, allen voran RSR 3, aber auch RSR 1. Das führt auch zu einem leichten Marktanteilsverlust des Westschweizer Radios.
Anders im Tessin: Mit Ausnahme von RSI 2 konnten alle RSI-Sender an Reichweite und Marktanteilen zulegen. Bei den Privaten setzte sich zudem der ausländische Sender RTO, der zum ersten Mal gemessen wurde, mit einer Reichweite von 23400 Hörern gleich an die Spitze. Das sind nur 4400 Hörer weniger als RSI 2, doch wird das SRG-Radio immerhin doppelt so lange gehört wie RTO.
RadiocontrolSie sieht aus wie eine normale Uhr. Im Innern von Radiocontrol – einer digitalen Messuhr für die Analyse des Radiomarktes Schweiz – verbirgt sich aber eine geballte Ladung Hightech: Ein Mikrofon nimmt Umgebungsgeräusche wahr, ein Chip speichert die Daten digital. Und dank eines Bewegungsmelders und Temperaturfühlers sind Manipulationen fast unmöglich.
Die Radiocontrol-Uhr ist seit 2001 im Einsatz. 2002 wurden
804 Uhren pro Tag getragen. (mk)
Radios deutsche Schweiz (1. Semester + 2. Semester 2002), Nettoreichweite in 1000 Hörerinnen und Hörern und Marktanteil in % in der Deutschschweiz, Mo–So, 24 h, Personen 15+
Total Radio 3883.8 100 3896.0 100

Radiogruppen
Total SRG 2879.4 62.8 2912.3 64.5
Private CH 2296.8 27.9 2313.6 26.4
Ausland 1765.2 9.3 1803.2 9.1
SRG
Total DRS 2669.6 59.0 2714.1 60.8
DRS 1 1951.2 40.9 1982.3 42.1
DRS 2 379.7 4.2 396.8 4.3
DRS 3 876.3 10.6 914.0 11.2
MW 531 292.2 3.2 293.1 3.1
Virus 28.1 0.1 27.9 0.1
1 Radio 24 261.0 3.1 253.1 3.0

2 Hitradio Z 221.4 2.6 207.7 2.2
3 Top 178.2 1.5 189.8 1.5
4 Argovia 172.9 1.9 169.1 2.0
5 Zürisee 158.2 1.6 157.7 1.6
6 Grischa/Piz 156.1 1.4 153.4 1.2
7 Pilatus 140.7 1.8 138.1 1.5
8 (9) Basilisk 128.8 1.5 132.6 1.5
9 (8) Radio 32 133.0 1.6 131.9 1.6
10 (11) Central 107.9 1.3 120.7 1.1
11 (10) Sunshine 116.2 1.2 117.2 1.2
12 Eviva 96.2 1.1 86.4 1.0
13 BE1 81.0 0.9 86.3 0.9
14 Extra BE 80.5 0.7 85.0 0.6
15 (16) BeO 72.3 0.8 80.5 0.9
16 (15) Regenbogen (D) 78.4 0.6 74.8 0.5
17 (20) Edelweiss 69.4 0.5 71.2 0.6
18 (19) Aktuell 63.4 0.6 71.1 0.7
19 (18) Rottu 68.6 0.7 71.1 0.6
20 (21) Canal 3 (netto) 66.1 0.4 71.1 0.3
21 (17) Radio 7 (D) 70.8 0.5 63.5 0.4
22 Freiburg (netto) 59.7 0.2 61.0 0.2
23 Radio 105 58.5 0.5 57.1 0.4
24 Ri 54.1 0.4 52.0 0.3
25 Emme 48.1 0.3 49.4 0.3
26 Radio L (FL) 34.9 0.2 38.2 0.1
27 (28) Antenne Vorarlberg 28.9 0.1 33.5 0.1
29 Toxic.FM 27.0 0.1 31.9 0.1
30 3fach* 28.2 0.1
31 (27) Tropic 30.5 0.1 26.9 0.1
32 (30) 32 Goldies 26.6 0.1 22.8 0.1
In Klammern: Position im 2. Semester 01. Radio Munot fehlt. Weil der Sender Programmteile von SR DRS übernimmt, können aus methodischen Gründen ausserhalb des Empfangsgebietes Munot noch keine Zahlen dieses Radios publiziert werden. * erstmals erhoben Quelle Publica Data
Radios Romandie (1. Semester + 2. Semester 2002)
Nettoreichweite in 1000 Hörerinnen und Hörern und Marktanteil in % in der Romandie, Mo–So, 24 h, Personen 15+
Total Radio 1245.1 100 1241.9 100

Radiogruppen
Total RSR 889.1 61.7 884.8 61.7
Private CH 706.6 23.0 717.2 23.1
Ausland 649.8 15.3 636.2 15.2
SRG SSR
Total RSR 771.7 54.9 760.8 54.3
RSR 1 543.0 36.9 536.6 37.5
RSR 2 99.9 4.0 99.1 3.7
RSR 3 149.6 5.3 142.6 4.6
Option Musique 196.9 8.6 194.7 8.6
1 Nostalgie (F) 103.7 3.1 98.6 3.0

2 Lausanne FM 90.2 2.9 86.9 2.8
3 Framboise 79.9 2.5 80.6 2.4
4 NRJ (F) 73.9 1.8 75.3 2.0
5 One FM 72.2 2.4 68.0 2.4
6 RTN 2001*** 63.4 2.1 67.9 2.2
7 Rhône 63.2 2.4 62.8 2.3
8 Lac 56.9 1.5 59.4 1.6
9 (10) Fribourg (netto) 56.0 1.6 57.0 1.6
10 (9) Fréquence Jura 56.3 2.2 56.3 2.1
11 Jura Bernois 52.4 1.8 51.6 1.6
12 Chablais 47.0 1.8 48.4 1.8
13 Europe 2 (F) 44.6 0.9 43.9 0.9
14 Thollon 28.3 0.4 33.2 0.6
15 Canal 3 (netto) 23.7 0.4 23.5 0.5
16 WRG FM 16.5 0.3 20.4 0.4
In Klammern: Position im 2. Semester 01, ***Messung nur vom 21.3. – 30.6.02 (wegen Störsender) Quelle: Publica Data
Radios Tessin (1. Semester + 2. Semester 2002)
Nettoreichweite in 1000 Hörerinnen und Hörern und Marktanteil in % im Tessin,
Mo–So, 24 h, Personen 15+
Total Radio 244.2 100 245.3 100

Radiogruppen
Total SSR 202.5 79.4 206.5 81.3
Private CH 82.1 6.2 82.3 5.3
Ausland 129.8 14.4 129.7 13.4
SRG SSR
Total RSI 180.7 67.6 183.4 69.9
RSI 1 148.6 51.0 153.2 53.9
RSI 2 28.7 7.3 27.8 7.2
RSI 3 49.2 9.3 50.8 8.8
1 RTO* 23.4 3.0

2 (1) Fiume Ticino 17.3 2.5 17.7 2.2
3 (2) 3iii 14.5 2.1 14.3 1.8
4 (3) Studio Star 5.5 0.6 5.8 0.6
*erstmals erhoben Quelle: Publica Data
>> Was hört der Schweizer?

Radiocontrol Schweizer hörten im zweiten Halbjahr 2002 wieder mehr Radio, vor allem SRG-Sender. Diese gewannen durchs Band Marktanteile – primär auf Kosten der Privaten.
Markus Knöpfli

«Bisweilen fühle ich mich geistig jünger als mancher Mittdreissiger»

Doppelt genäht hält besser: Zwanzig Jahre nach seinem ersten Lorbeerkranz hat ihn die Fachjury erneut zum Werber des Jahres gewählt: Der Egon 2003 geht an Ruedi Wyler.

Doppelt
genäht hält besser: Zwanzig Jahre nach seinem ersten Lorbeerkranz hat
ihn die Fachjury erneut zum Werber des Jahres gewählt: Der Egon 2003 geht an Ruedi Wyler. Die Frage drängt sich bei ihm förmlich auf:
Ist das Leben ein Einkaufszentrum? Genauer: Ist Ruedi Wyler ein
Shopping Addict? Weit gefehlt, obwohl der distinguierte, 60-jährige
Kreative mit seiner Arbeit seit bald zwei Jahrzehnten unter anderem das
Image der beiden grössten Schweizer Einkaufszentren bildhaft stark
mitgeprägt hat. Wylers humorvoller Werbestil in den Kampagnen für das
Einkaufszentrum Glatt und seit über einem Jahr für das Shoppi &
Tivoli in Spreitenbach fällt nicht nur im hiesigen Inserate- und
Plakatwald auf. Auch international haben Wylers Arbeiten das Barometer
für kreative Werbung einige Male neu geeicht, wofür der Luzerner
unzählige Male mit Preisen geehrt worden ist. Letztmals vor zwei
Monaten, am grössten Detailhandelskongress der USA.Bei der Wahl zum
Werber des Jahres ging mehr als jede fünfte Stimme an Ruedi Wyler.
Damit sicherte sich der Inhaber der gleichnamigen Kleinagentur im
Zürcher Kreis 6 einen komfortablen Vorsprung auf den Zweitplatzierten.
Es ist bezeichnend, dass in der Konjunkturflaute nicht ein schnittiger
Stratege erkoren wurde, der mit
gespreizten Marketingfloskeln
demonstrativen Optimismus zur Schau trägt, sondern ein Kreativer, der
sich mit konstant hoher Qualität einen Namen gemacht hat.
Die politisch korrekte WahlDer
neue Werber des Jahres, der den gleichen Titel 1983 belustigt mit
«Prinz Karneval» umschrieb, ist glücklich über seine hohe Beliebtheit.
Allerdings hat er eine bescheidene Erklärung für den erneuten
Titelgewinn: «Ich tue niemandem weh und nehme niemandem etwas bewusst
weg. So gesehen bin ich die politisch korrekte Wahl», stapelt er tief.
«Natürlich ehrt mich der Preis. Aber ich fühle mich nicht als Instanz.»
Höchstens sein Alter könnte solches vermuten lassen, meint er
schelmisch.
Ans Aufhören denke er noch lange nicht. «Bisweilen fühle
ich mich geistig in vielerlei Hinsicht jünger als mancher
Mitdreissiger. Jetzt will ich nochmals richtig Gas geben.» Der ruhige
Macher, der für E-Musik schwärmt, in seiner Jugend Schlagzeug spielte
und zusammen mit AD Andreas Konrad eigene hypnotische Ambient- oder
House-Stücke sampelt, muss nicht auf jugendlich machen. Den Ausgleich
zum Job findet er nicht an netzwerkbildenden Branchenevents, sondern
beim Flanieren in Paris oder beim Spazieren in der Natur. «Wenn ich
nach einer Viertelstunde Ruhe finde, Ohren und Augen richtig öffne,
erkenne ich viele Details, die sonst leicht zu übersehen sind. Früher
fielen mir dabei die besten Sachen ein. Wenn ich heute eine schöne
Landschaft sehe, wehre ich mich meistens dagegen, an Werbung zu
denken.»
Kein Drang zur SelbstdarstellungAuch
sonst passt Wylers ruhige Art nicht ins gängige Raster des coolen
Werbers. «Ich schäme mich nicht, ein halbwegs normales Leben zu
führen», sagt er beiläufig. In einer Branche, in der der ungebremste
Drang zur Selbstdarstellung genauso dominiert wie das
existenzialistische Schwarz, tun die liebenswürdige Bescheidenheit und
Ehrlichkeit Wylers gut.
Die Contenance verliert der Konzepter nur
dann, wenn sein Gerechtigkeitsempfinden verletzt wird, wie etwa bei
zweifelhaften Juryentscheiden. Dass es der mehrfach Dekorierte nicht
nötig hat, in solchen Situationen das Wasser auf die eigenen Mühlen zu
lenken, versteht sich von selbst. Anders als viele seiner
Branchenkollegen ging Ruedi Wyler auch nie mit seinen Auszeichnungen
hausieren. «Das kann ich einfach nicht», räumt er ein und beurteilt
dieses Verhalten aus ökonomischer Perspektive als «naiv». Aber man
solle ja niemals nie sagen, witzelt er. Auch am ungeschriebenen
Ehrenkodex der kreativen Werber, wonach man sich gegenseitig weder
Mitarbeiter noch Kunden, Aufträge oder Ideen stehlen darf, hat sich
Ruedi Wyler immer gehalten.
Lean Production seit 24 JahrenSo
dezent verhalten sich nur Leute, die um ihr Talent wissen. Standen
Aufträge mit seinen Prinzipien nicht im Einklang, hat der Gentleman
unter den Werbern auch schon mal dankend abgelehnt. «Aber erwähnen Sie
das nicht, das klingt etwas arrogant», so Wylers Bitte. Er wolle nicht
als Moralist dastehen, nur weil er sich zum Beispiel nicht von Parteien
einspannen lasse, die gegen Minderheiten politisierten. Und das sage er
nicht nur als Werber, sondern als Mensch.
Seine Fähigkeit, selbst
preisgekrönte Arbeiten kritisch zu hinterfragen, hat ihn bislang vor
dem gefährlichen Hang zum Selbstzitat bewahrt. Und so schält er stets
von neuem die Kernbotschaften für die verschiedensten Kunden heraus –
von der Kulturzeitschrift Du über die Informatikschule Digicomp bis hin
zur Schmuckladenkette Beldoro –, darauf setzt er diese mit
eigenständigen Konzepten und geistvollen Kampagnen um. Nicht um jeden
Preis schockieren, sondern sich mit Kalkül, treffenden Pointen und
verständlicher Reduktion aus der Masse herausheben – so liesse sich
sein Rezept auf den Punkt bringen.
Während sich sein Geschäftsmodell
der Kleinagentur durchaus als Vorbild vieler Neugründungen erweist –
«die Werbebranche ist wie ein Atom, das sich fortwährend spaltet,
obwohl der Werbekuchen seit Monaten schrumpft» –, erkennt Wyler an
seinen Arbeiten nicht nur Trendsetzendes. «Werbung kann den Zeitgeist
sowieso bestenfalls reflektieren», meint er bescheiden.
Seine
Auftraggeber hat er stets davon überzeugen können, dass es für gute
Werbung keinen Mut braucht, nur für schlechte und austauschbare.
Darüber hinaus «sind Plakatstellen wie Anzeigenseiten immer genau
gleich teuer, ob Sie nun ein abgedroschenes oder überraschendes
Werbemotiv schalten. Wenn aber das Publikum schon Werbung anschauen
muss, dann soll sie wenigstens anständig gemacht sein.» Leise, aber
doch unüberhörbar macht er seinem Ärger Luft über die schlechte
Werbung, die zurzeit überall zu sehen ist. Ob er denn vorbildliche
Beispiele nennen kann? Das sei noch viel schwieriger. «Es kann – auch
bei uns – nicht immer alles Spitze sein», räumt Wyler ein.
Mittelmässige
Werbung nach dem immer gleichen uninspirierten Schnittmuster ist ihm
aber ein Gräuel. Mainstream nervt ihn genauso sehr wie Marketingleiter,
die in hohen Schaltfrequenzen und damit in der Reichweite das allein
selig machende Instrument sehen, um den Markt zu erobern. Es sei wohl
eher Ignoranz als Mutlosigkeit, die dazu führe, dass «viele
hervorragende Kreative gute Werbung nur noch für Restaurants machen, in
denen man scharf essen kann, für die Condomeria oder einen Buchladen»,
sagt Wyler mit ironischem Understatement. Als Bauchmensch hält er vom
mystisch-emotionalen Brimborium rund um die Werbung nicht viel.
«Wichtig ist allein der Ehrgeiz, gute Werbung zu machen – und möglichst
keine Penaltys zu verschiessen.»
Die Reduktion war die eine, die
Agenturgrösse die andere Konstante in seiner Laufbahn. Angebrachter
wäre, von Kleinheit zu reden, denn selten hatte er mehr als drei
Mitarbeitende angestellt. Was nicht heisst, dass er ein Eigenbrötler
ist: «Ich bin vielleicht nicht der Beziehungstyp», gesteht der
unverheiratete Ruedi Wyler. «Aber teamfähig musste ich allein schon
des-halb sein, weil ich immer mit hervorragenden Menschen
zusammengearbeitet habe», sagt der frisch gekürte Werber des Jahres und
reicht die Lorbeeren seinen Mitarbeitern, Christine Guarnieri,
Assistentin und Beraterin, Art Director Andreas Konrad und seinem
freien Texter/Konzepter Beat Egger, weiter.
Ruedi Wylers Schutzengel leben an der Decke seiner Agentur: Er wurde bereits zum zweiten Mal zum «Werber des Jahres» gewählt.
Ruedi Wyler feiert 2003 zum zweiten Mal Werber-Weihnachten.
Ruedi Wyler: Mehrfach preisgekröntDer
gebürtige Luzerner besuchte die Kunstgewerbeschule und absolvierte bei
Fritz Kaltenbach die Grafikerlehre. Danach zog es ihn nach Zürich, wo
er als Atelierchef bei der Agentur Biland arbeitete. Die folgenden
Stationen seiner Laufbahn waren die Vorzeigeagenturen Wiener &
Deville und GGK, Basel. Es folgten knapp fünf Jahre bei Advico als CD
bei Bruno Widmer, worauf er sich 1979 selbstständig machte und in
Zürich Wyler Werbung gründete. Bereits vier Jahre später wurde er von
den Lesern der WerbeWoche zum Werber des Jahres gewählt. Er betreute –
und tut dies teilweise heute noch – Kunden wie Tamedia, Du, Das
Magazin, das Zürcher Theater Spektakel, das Einkaufszentrum Glatt oder
Shoppi & Tivoli, die Aargauer Zeitung, das Museum für
Kommunikation, Digicomp und andere mehr. Für seine konstant gute und
erfolgreiche Werbung wurde Ruedi Wyler im In- und im Ausland mehrfach
prämiert. Gemessen an der Anzahl Auszeichnungen pro Mitarbeiter war
Wyler Werbung jahrelang die kreativste Werbeagentur der Schweiz.
Viermal wurde er nach 1983 zum Werber des Jahres nominiert. Zweimal
schaffte er es auf den Ehrenrang. Jetzt, beim vierten Mal, wird der
Vollblutwerber mit dem Egon erneut als Werber des Jahres ausgezeichnet.
(la)
Irene Hiltpold über Ruedi Wyler«Ruedi
Wyler ist ein Exot in der Werbebranche. Seit Jahrzehnten realisiert er
als «Einzelkämpfer» unkonventionelle, gescheite und witzige Kampagnen.
Sein schräger Humor, sein liebenswürdig-kompliziertes Wesen erinnern
mich an Woody Allen, und der ist meiner Meinung nach genial! Ergo: In
Amerika wäre Ruedi Wyler ein Superstar.»
…

Jean Etienne Aebi über Ruedi Wyler«Wie
kein anderer beweist Ruedi Wyler, dass man auch als Einzelmaske über
Jahrzehnte zur kreativen Spitze gehören kann. Er hat gezeigt, dass es
nicht darauf ankommt, wie gross die Küche ist, sondern wer am Herd
steht. Besonders hoch rechne ich ihm an, dass er immer «sympa» und
ehrlich geblieben und nicht zum Opportunisten geworden ist.»
Die KampagnenEinkaufszentrum Glatt: Wyler Werbung setzte für die Shoppingcenter-Werbung richtungsweisende Massstäbe.
Aargauer
Zeitung: Den Lesern im «Rüebliland» machte der Werber des Jahres auch
auf humorvolle Weise klar, dass Minderheiten ein Thema sind.
Einkaufszentrum
Glatt: Eines der wichtigsten USP des Shoppingcenters sind die 4500
Gratisparkplätze, auf die Wyler pointiert und augenzwinkernd hinweist.
Digicomp:
Ein Schultornister als Laptop: Auch für die Informatikschule reduzierte
die Zürcher Agentur die Kernaussage auf ein starkes und einprägsames
Bild.
Shoppi
& Tivoli: Politisch «unkorrekt», werbetechnisch aber sehr korrekt
verhielt sich Ruedi Wyler bei diesem Plakat für den «Ausverkauf» im
Spreitenbacher Einkaufszentrum.

Luca Aloisi

Rodés präsidiert Media-Jury

Die besten Media-Lösungen werden diesen Sommer in Cannes unter der Leitung von Fernando Rodés ermittelt. Das Internationale Werbefestival hat den CEO der Media Planning Group zum Jurypräsidenten für die Media Lions ernannt.

Die besten Media-Lösungen werden diesen Sommer in Cannes unter der Leitung von Fernando Rodés ermittelt. Das Internationale Werbefestival hat den CEO der Media Planning Group zum Jurypräsidenten für die Media Lions ernannt.Das Festival, das seinen 50. Geburtstag feiert, findet vom 15. bis 21. Juni statt.
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