Wenn sich viele schöne Menschen an einem sehr schönen Ort treffen, um Schönheitsprodukte zu ehren – dann kann es sich nur um den «Prix de Beauté» der Annabelle handeln. Jedes Jahr verteilt die Frauenzeitschrift in elf Kategorien Preise für neu lancierte Beautyprodukte. Da gibts Auszeichnungen für Parfüms, Make-ups, Gesichtspflege für Madames und Messieurs, Haar- oder auch Sonnenpflege.
Im Gegensatz zu früheren Verleihungen, die im «Giardino Verde» über die Bühne gingen, hat man heuer das «Terrasse» als Austragungsort gewählt. Auf eine Tischordnung verzichtete man – denn eine Durchmischung der Gäste sei erwünscht, erklärte Annabelle-Chefredaktorin Christa Löpfe-Feldmann in ihrer Begrüssungsrede.
Der Austausch zwischen den Tischen fand denn auch statt, als sich nach dem Essen die ersten Sitzlücken öffneten. Tischrochaden waren die Regel, und selten hatte man die Gelegenheit, an einem Event mit Galabestuhlung so viele verschiedene Leute kennen zu lernen.
Was auch Lolita Morena, als Moderatorin natürlich an vorderster Front mit dabei, zu nutzen wusste. Bei den Gewinnern unter den ganz edlen Kosmetika empfahl sie sich jeweils mit einem Bonmot gleich selbst als Testperson. Ziemlich clever, die Madame – und budgetbewusst dazu: Einzelne Pflegeprodukte aus dem Luxussegment können nämlich schnell mal mit bis zu dreihundert Franken zu Buche schlagen. Für ein kleines Döschen wohlverstanden, nicht für einen halben Liter! Schönheit hat eben ihren Preis.
Der Gewinn einer «Anna» – so der Name des «Annabelle-Oscars» – freut natürlich vor allem die jeweiligen Marketingverantwortlichen, Werbeleiter und Product Manager der entsprechenden Herstellerfirmen. Hand aufs Cremetöpfchen: Was den Wert des Preises ausmacht, ist ja nicht die herzige Trophäe, sondern die Gratis-PR
im redaktionellen Teil des Frauenmagazins, die eine Nominierung oder gar ein Sieg in einer Kategorie nach sich zieht. Dass sich von vier prämierten Produkten für Männer zwei auch im Beauty-Case des Shortlistautors finden, spricht übrigens klar für die überaus kompetente Bewertung der Jury. Und mache den Autor dieser Zeilen zum potenziellen Jurymitglied am nächsten «Prix de Beauté», wie Christa Löpfe-Feldmann lachend entgegnete.
Wenn auch die «Bhaltis» am Schluss der Veranstaltung ausblieben: Verwöhnt wurde man trotzdem auf höchstem Niveau. Zwar waren die Tramezzini mit Kaviarschaum, die zum Apéro gereicht wurden, noch nicht jedermanns und jederfrau Sache. Aber spätestens ab der Vorspeise gabs nichts mehr zu bekritteln. Kürbissüppchen mit Curry, Carpaccio vom geräucherten Tunfisch, Ricotta-Majoran-Triangoli, Kalbsfilet an Limonensauce und Passionsfruchtmousse stellten selbst überaus kritische Esser vollumfänglich zufrieden. Dass auch die Weine vorzüglich mundeten und an der Bar sogar die teuersten Digestifs offeriert waren, setzte dem kulinarischen Erlebnis das Sahnehäubchen auf. Dazu stand mit Sängerin Jessy Howe auch noch ein Ohren- und Augenschmaus auf der Bühne. Der für die Koordination verantwortliche Eventagenturinhaber Stefan Merz jedenfalls erfüllte die ihm gestellte Aufgabe – erwartungsgemäss – mit Bravour.
Eine Namenstaufe und eine Agenturparty standen letzte Woche ebenfalls auf dem Programm. Ab sofort tritt unter dem neuen Namen Intosens die vormalige KO AG auf, die 1976 noch unter dem Namen Atelier für Kommunikation gegründet worden war. Der Name habe allmählich im Hals zu kratzen begonnen – und zudem habe man nicht mehr ständig k.o. sein wollen, erklärte
Ayda Ergez bei der offiziellen Begrüssung der Gäste.
Mit dem Namenswechsel geht auch eine interne Umbesetzung einher. Im Zuge einer Nachfolgeregelung übergab Maria Luise Hilber die Geschäftsführung an ihre Agenturpartnerin Ayda Ergez. Dritter im Bunde ist nach wie vor Mitinhaber Patrick Blum. Mit ihrem Kernbereich von Kunden aus den Bereichen Finanzen, Ethik-Investment, Gesundheit, Immobilien und Architektur hat sich die Agentur in ihrer Geschichte sicherlich nicht in einem kreativpreisträchtigen, aber dafür in einem umso finanzkräftigeren Segment positioniert. Die coolen Geschäftsräume im Enge-Quartier machen jedenfalls nicht den Eindruck, als ob die Agentur darben müsste. Intosens übrigens ist die Abkürzung für «Intoxication of senses», oder zu Deutsch Sinnesrausch. «Fünf Sinne» wäre auch noch eine Alternative gewesen, scherzte ein Gast. Allerdings hätte sich dann ein gewisses Verwechslungspotenzial mit einer anderen Agentur ergeben.
Keinen Namenswechsel, sondern ganz einfach die alljährliche Party für Kunden und Freunde feierte die Agentur Sulzer Sutter von Francis Sulzer und Roland Sutter. Die Fiesta Española in der «Bodega» hat mittlerweile so etwas wie Kultstatus erlangt. Der süffige «Bodega»-Hauswein und die verschiedenen Tapas-Buffets in fast schon unanständiger Üppigkeit sorgen jeweils für das unvergleichliche Ambiente, wie es in Zürich nur im Keller des Traditionsspaniers in der Altstadt aufkommen kann.
Der historische «Bodega»-Keller mit seinen engen, verwinkelten Gängen bot den Gästen gerade so viel Platz, dass kein allzu grosses Gedränge entstand. Mal abgesehen vom Entree, wo sich die Leute jeweils gegenseitig auf die Füsse stehen. Denn nur dort darf man – aus Rücksicht auf die eingelagerten Weine – dem Tabakgenuss frönen.
Präsentiert unseren Lesern die «Anna»: Haar- und Make-up-Stylistin Bettina Haas, Jurymitglied und Mitinhaberin von Medusa Hairdressers in Bern.
Solche und andere Gestalten gibts jeweils an den Partys und Apéros im Weinkeller der «Bodega» zu bestaunen.
Beat Fritsch mit Lolita Morena am «Prix de Beauté» im Zürcher «Terrasse». Sie moderierte den Event und erwies sich nicht nur auf der Bühne als echter Charmebolzen. Die Männer hatte sie sofort im Sack, bei den Frauen dauerte es etwas länger. Aber auch diese konnten sich letztlich der Ausstrahlung der bezaubernden Moderatorin nicht entziehen und applaudierten kräftig mit.
Wo sich die Kommunikations-, Media- oder Verlagsbranche zu ihren Events trifft, orten wir an den verschiedensten Veranstaltungen der Szene. Haben Sie schon jetzt etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (Telefon
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