Alle Jahre wieder zeichnet der ADC Werbung aus. Dabei honorieren zahlreiche Juroren Überdurchschnittliches mit Bronze, versilbern Herausragendes und vergolden wegweisende Werbung.Alle Jahre wieder sorgt die Vergabe der begehrten Marmorwürfel für Diskussionen. Wie so oft bestätigt die Ausnahme die Regel: Es waren heuer weder Reklamationen noch Kritik an den Ergebnissen zu hören. Die Arbeit der ADC-Juroren ging für jedermann in Ordnung.In fast schon ketzerischer Art wurde das Publikum im Fliegermuseum in Dübendorf begrüsst. Es sei ja eigentlich, so der ADC-Vorstandsvorsitzende Andreas Prokesch, eine ziemlich hohle Veranstaltung – die Mitglieder seien hohl und auch die Jurierung. War das ernsthaft gemeint? Natürlich nicht. Prokesch gab keine Publikumsbeschimpfung zum Besten, sondern brauchte einfach eine sinnreiche Überleitung zur Verdankung der diesjährigen Sponsoren. Diese erhielten nämlich einen hohlen Holzwürfel, den sie gefälligst als Sparkässeli einzusetzen hätten. Er sei, sagte Prokesch, im nächsten Jahr gut gefüllt an den ADC zu retournieren.
Moderiert wurde die Würfelvergabe von Radio-Legende Walter Scheibli, sekundiert von zwei Original-ZSC-Cheerleaders. Und da keiner die Eishockeyresultate packender über den Äther bringt, erwies sich Scheibli auch als exzellente Wahl für die Resultate der Kreativen. Sinnigerweise stellte man die diesjährige Ausmarchung nämlich unter den Titel ADC-Games 2003.
Allerdings: So schlagfertig sich die Werber normalerweise geben, so wortkarg zeigten sie sich auf die Fragen von Scheibli, der öfter versuchte, ein Kurzinterview in den Ablauf einzubauen oder wenigstens ein Statement zu ergattern. Aber mehr als ein «Äh ja…» oder «Uh, momoll!» brachten die wenigsten hervor.
Den Werbern nun Fantasielosigkeit zu unterstellen, wäre schiere Bösartigkeit. Deshalb führen wir die mangelnde Bereitschaft, die eigenen Fähigkeiten und die Würfelgewinne vor den anwesenden Branchenkollegen allzu fest auszuloben, auf den Trend der neuen Bescheidenheit zurück. Was dem Topmanager recht ist, sei dem Werber schliesslich mehr als billig.
Die neue Bescheidenheit war auch auf den Tellern zu besichtigen. Statt Gänseleber gabs Leberwurst, statt Filets ass man Rippli und Gnagi – allerdings entsprach die Verköstigung dem gewohnt hohen Qualitätsstandard des ADC. Es war absolut herausragend, was Küchenchef Stefan Meier vom Zuger «Rathauskeller» aus seinen Töpfen hervorzauberte. Die kleine Schlachtplatte à la ADC überzeugte – sogar diejenigen, die sonst um Würste und Geräuchtes mit gerümpfter Nase einen weiten Bogen machen.
Nur vordergründig bescheiden war hingegen HG Hildebrandt, Trendnase der SonntagsZeitung. Als Vertreter von Chefredaktor Andreas Durisch übergab er die Pressepreise und verbat sich jeglichen Applaus für seine Person – um allerdings ironisch nachzudoppeln, dass er diesen erst hören wolle, wenn er selbst Chefredaktor der SoZ sei.
Andreas Prokesch (l.) mit Ehefrau Manuela und Anzeigenjurypräsident Reini Weber, WHS.
Radio-Legende Walter Scheibli moderierte und übergab, assistiert von zwei Cheerleaders, die silbernen und goldenen ADC-Würfel.
Unterhielten sich einmal mehr prächtig an der «ADC-Würfelverlochete»: Roland Rutz (l.), Nadine Kündig und Peter Marti.
Natalie Sofinski, DDB Berlin, Axel Eckstein, JvM.
Angetroffen an der Bar im Hangar: Art Buyer Karin Giger und Norbert Brunner, AD bei TBWA.
Will auch Chef werden: HG Hildebrandt (l.), SonntagsZeitung, mit Werbewoche-Chefredaktor Samuel Helbling.
Immer für einen lustigen Schnappschuss zu haben: Dani Fäsch von Jingle Jungle mit Freundin Steffanie Zappa.
Hatte ihrem Liebsten was ins Ohr zu flüstern: Danielle Lanz, Mitinhaberin Ruf Lanz, mit Lebenspartner Dominik Kaiser.
Patrick Senn (l.) und Abräumer Markus Gut.
Branchenklatsch oder Geschäftsgeheimnisse? Chris Burkhard und Dave Hanselmann hatten sich viel zu erzählen.
Fabian Esslinger, Zahn Zimmermann Fankhauser, Marc Rinderknecht, JvM, und Wirz-Stratege Simon Walter (v. l.).
Freuten sich über die grosse Würfelschwemme bei Publicis: Claudia Siegfried Gut und CEO Fredy Collioud.
Beim ersten Mal gleich auf dem Spitzenplatz: Das Team von Schneider Berthoud mit Freelance-Verstärkung.
Bei den «Bärner Mutze» von der BZ spielten Daniela Pauli (l.), Anzeigenleiter Michi Seiler und Monika Schneider.
Pete Watman (l.), seit dieser Woche als CD-UBS neu bei Publicis, mit Ilonca Galliard, JvM/Limmat, und Rudi Haller.
Nur noch Ex-Titelverteidiger: «IP-Bäse» mit Frank Bodin, Michi Frank, Mehmet Inan und Thomas Stadler (v. l.).
Strategische Diskussion zwischen Curling-Rookie Claudio Zuccolini (l.) und Überraschungstalent Jürg Zentner.
«Wir sind die junge Werbergeneration», scherzten Geri Aebi, Peter Felser und Jean Etienne Aebi (v. l.) über sich selbst.
Da nützte aller Einsatz nichts: Michi Frank und Mehmet Inan versuchten, die Steine mit letzter Kraft ins Haus zu wischen.
Hatten viel zu lachen – sowohl auf als auch neben dem Eis: Christoph Marty (l.) und Gregor Eschle von den Facts-Curlers.
Peter Binggeli und Ruedi Wyler mit Claude Catsky (v. l.), der neu mit eigener Agentur an der Weinbergstrasse zu finden ist.
Kamen trotz viel Enthusiasmus nicht in die Kränze, hatten dafür aber eine Menge Spass: Das Team «Cinecom-Revival».
Idée- und ASW-Geschäftsführer Peter Grob mit Idée-Vize Heinz Egli und Facts-Skip Röbi Baier (v. l.).
Beat Fritschpräsentiert das Motto der letzten Woche. Hart curlen und hart feiern war angesagt. Ersteres am Idée-VfW-Werbercurlingturnier, Letzteres an der ADC-Würfelverleihung mit dem traditionellen ADC-Fest. Hart wars auch an den Tagen danach: erst Muskelkater, dann nur noch Kater, lautete das Resultat.
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