Goldenes Dreieck versilbern

Pendlerzeitungen Vor der Befriedigung etwaiger Expansionslüste will (und muss) Tamedia 20 Minuten erst rentabel machen.

Pendlerzeitungen Vor der Befriedigung etwaiger Expansionslüste will (und muss) Tamedia 20 Minuten erst rentabel machen.Dass der zu erwartende Segen der Wettbewerbskommission für die Vermählung von 20 Minuten mit Tamedia mindestens vier Wochen auf sich warten lässt, dürfte besonders den Werdsträsslern gut ins Konzept passen. Denn bis dahin müssen jene personellen und strategischen Weichen gestellt werden, die Tamedias zäh erhandeltes Pendlerblatt schnell und nachhaltig in die Gewinnzone führen sollen.Wer aus den zwei bis vor einer Woche noch konkurrierenden Kaderteams diese Herkulesaufgabe schultern soll, wird laut Tamedia-Sprecherin Franziska Hügli zwar «erst nach Abschluss der Weko-Untersuchungen entschieden». Drehen tut sich das Personalkarussell aber schon heute. Unbedingt vermeiden wolle man bei der Zusammenführung «interne Frontenbildungen wie damals bei Crossair und Swissair», so Hügli. Angestrebt werden müsste, so darf also spekuliert werden, eine paritätische Doppelspitze. Diese könnte etwa aus dem von Tamedia geschätzten Rolf Bollmann als Geschäftsführer und Marco Boselli als neuem Chefredaktor bestehen. Der hat dem Vernehmen nach mit seinem «Express»-Konzept beim Tamedia-Management Punkte gesammelt.
Inhaltlich wird das eine oder andere totgeborene redaktionelle «Express»-Baby wohl so oder so in 20 Minuten wieder auferstehen. Strategisch hingegen sieht Hügli derzeit kaum Optimierungspotenzial. An Erweiterungen des Verteilungsgebiets, neue Distributionskanäle oder regionale Allianzen wolle man erst denken, wenn 20 Minuten fest im schwarzen Zahlenbereich verankert sei. Helfen könnten dabei etwa attraktive Kombirabatte für Drei-Städte-Buchungen sowie die Ausschöpfung von Tamedias crossmedialem Marketing-Power. Erklärtes Ziel von Tamedia und den bisherigen Aktionären sei jedenfalls, «das stetig steigende Leserpotenzial mit allen Mitteln in einen Markterfolg umzumünzen».
Davon explizit ausgenommen werden derzeit einzig Inseratekombis mit den Bezahlzeitungen Tages-Anzeiger und SonntagsZeitung. «Dass wir Pendlerzeitungen als zukunftsträchtige Printgattung ausbauen wollen, heisst nicht, dass wir unsere Abotitel damit kommerziell kurzschliessen», betont Hügli. Dasselbe gilt gemäss Ex-«Express»-Chef Marius Hagger übrigens auch für das ehrwürdige Tagblatt, wenn auch aus anderem Grund. Dessen USP sei künftig nämlich wieder die Hauszustellung in Zürich. Entsprechend richte sich das Tagblatt an «ein anderes, werbetechnisch mit 20 Minuten inkompatibles Publikum».
Gabs am Montag nicht: «Express».
Tamedia-Gruppe Konsolidierte Erfolgsrechnung2002 2001 Veränderung
Ausgewählte Bilanzkennzahlen in Mio. sFr. in Mio. sFr. in %
Betriebsertrag 640,3 756,1 – 15,3
Betr.Ergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) 71,1 145,7 – 50,8
Betriebsergebnis (Ebit) 17,6 79,2 – 77,8
Konzernergebnis
  weitergeführte Bereiche 20,2 43,4 – 53,5
  nicht weitergeführte Bereiche 15,4 (55,2) ––
  Total 35,6 (11,8) —
Oliver Classen

Radio Extra Bern mit «rasenden Reportern»

Lokalradio Der Berner Lokalsender Radio Extra Bern hat seine Musikauswahl und den Musikmix überarbeitet. Ein wesentlicher Teil des bisherigen Programms wurde ausgewechselt.

Lokalradio Der Berner Lokalsender Radio Extra Bern hat seine Musikauswahl und den Musikmix überarbeitet. Ein wesentlicher Teil des bisherigen Programms wurde ausgewechselt.Ab sofort sind 230 neue Songs zu hören. Ausserdem wird in Zukunft zwischen 9 und 18 Uhr kein Song zweimal gespielt, um mehr Abwechslung zu garantieren. Mehr Gewicht erhalten zudem die Informationsleistungen: Radio Extra Bern setzt zusätzlich zur Redaktionscrew im Studio neu «rasende Reporterinnen und Reporter» ein. Diese berichten in stündlichen Nachrichtensendungen mit Reportagen in Info-Schwerpunkten oder während Liveschaltungen über das Geschehen in Bern.

Generationenwechsel bei Matter & Partner

People Bei der Zürcher Werbeagentur Matter & Partner bilden Art Director Philipp Skrabal und Beratungsleiterin Anita Haberthür per 1. Juli

People Bei der Zürcher Werbeagentur Matter & Partner bilden Art Director Philipp Skrabal und Beratungsleiterin Anita Haberthür per 1. Julizusammen mit Agenturleiter Daniel Matter die neue verjüngte Führungscrew. Der «Generationenwechsel» steht im Zusammenhang mit dem Ausstieg von GL-Mitglied und Partner Andy Schlatter per 30. Juni 2003.

Aktualisierte Regional-TV-Dokumentation

Radiotele AG bietet jetzt die aktualisierte Regionalfernseh-Dokumentation (1. Semester 2003) im Internet und in gedruckter Form an.

Radiotele AG bietet jetzt die aktualisierte Regionalfernseh-Dokumentation (1. Semester 2003) im Internet und in gedruckter Form an.Die Tarifdokumentation ist im B2B-Teil von www.radiotele.ch zum Download bereit oder kann via Website in Druckform bestellt werden.

Schneller, höher – und teurer

Aufgefallen Sport ist die wichtigste Nebensache der Werbewelt. Und als solche allerdings auf dem besten Weg zur medialen Selbstabschaffung, meint der emeritierte Publizistikprofessor Ulrich Saxer.

Kolumne Sport ist die wichtigste Nebensache der Werbewelt. Und als solche allerdings auf dem besten Weg zur medialen Selbstabschaffung, meint der emeritierte Publizistikprofessor Ulrich Saxer.Werbung ist Sport. Schneller, höher, weiter! lautet bekanntlich dessen traditionelle Devise – und teurer die moderne. Seit den Zeiten, da Turnvater Jahn dem Sport die idealistischen Leitplanken «frisch, fromm, fröhlich, frei» verpasste, hat der einschlägige Stabreim zum materialistischen «Product, Price, Placement and Promotion» mutiert.Zum Beispiel Alinghi. Siegreich in den fernsten Gewässern und auf allen Fernsehkanälen – dank helvetischer Technologie, aber auch dank Sponsorengeldern, allen voran und besonders sichtbar jenen der UBS. Wohl verdient denn auch die Sondermarke, auf der deren Logo grösser noch als der Name der Siegerbarke prangt. Wie Werbung sportlich ist, ist Sport eben auch werblich: für Vaterland und Gesundheit, für Völkersolidarität und Produktqualität. Und so gedeihen Werbung und Sport, zusammen mit den Medien und deren Showmastern, genannt Sportjournalisten, in erfreulicher Symbiose zu dritt.
Denn: Was wäre der hiesige Skirennsport ohne Fernsehwerbung? Gemäss wissenschaftlicher Erhebungen ist die Schweizer Bevölkerung sportfreundlicher als selbst die deutsche, und am liebsten sieht sie Ski alpin. Warum bröckelten dann hier zu Lande in den letzten acht Jahren von diesem Fernsehsport nicht weniger als sechs Beliebtheitsprozente ab und schrumpfen in Deutschland die Mitgliederzah-
len der Sportvereine? Doch nicht, weil der Spitzensport an der Tour de France besser Spritzensport tituliert würde? Davon freilich war in der Berichterstattung des 1. Deutschen Fernsehens, dessen «1» imageträchtig auf den Tricots der Telecomfahrer prangte, kaum die Rede.
Zwischen Sportverbreitungs- und -verwertungsinteressen tun sich eben zunehmend Konflikte auf und werden mehr und mehr zu Lasten der ersteren und damit auch der Qualität des Sportjournalismus entschieden. Dass etwa Manchester United über einen eigenen Sender zur Berichterstattung von seinen Heldentaten verfügt, zeugt von der heute bereits selbstverständlichen Instrumentalisierung des Spitzensports durch die Wirtschaft. Und dass Werbezeit über Sportzeit bereits bei der Ansetzung von Veranstaltungen siegt und die Events so endlos verlängert werden, ist auch nicht nach jedermanns Geschmack.
Dabei hat der berühmte Kultursoziologe Norbert Elias einmal festgestellt, «dass das Fussballspiel ein Symptom einer relativ hohen Zivilisationsstufe» sei, da es, dank sinnvollen Regelwerks, «eine kontrollierte Spannungsbalance» zu etablieren vermöge. Als solche ist sie aber auch stets gefährdet, «ausgespannt zwischen der Scylla der Unordnung und der Charybdis der Langeweile». Goldrichtig: Der Sport ist eine wunderbar vielfältige und faszinierende Sache, und die Werbung hat sich um seine Entwicklung sehr verdient gemacht. Je stärker sie indes als Wirtschaftsmacht in seine Eigenlogik interveniert, desto mehr gefährdet sie sein Funktionieren.
Anzeichen des Überdrusses an Sport und Werbung – und erst recht an deren Verbandelung – sind ja nicht zu übersehen. Die Segmentierung des Publikums ist bereits Tatsache und wird im Gefolge der Individualisierung der Lebensstile weiter zunehmen; Sport als Massenkost mundet nur noch bedingt. Als wichtigste Nebensache in die Gesellschaft gekommen ist der Sport zeitweise sogar deren heimliche Hauptsache geworden und nun auf dem Wege, wieder Nebensache zu werden, der Wirtschaft nämlich. Etwas mehr Kultursoziologie könnte für Werbestrategen da vielleicht von Nutzen sein.
> Ulrich Saxer war Publizistikprofessor an der Universität Zürich und Ordinarius für Kommunikationssoziologie in Lugano.

Dem Bund fehlts an Leadern

Mediaforschung Top-Leader mögen die NZZ am Sonntag fast so sehr wie die SonntagsZeitung. Das geht aus der MA Leader 2003 hervor. In der Romandie blättern die Kader zusehends lustloser herum und werden damit schwerer erreichbar.

Mediaforschung Top-Leader mögen die NZZ am Sonntag fast so sehr wie die SonntagsZeitung. Das geht aus der MA Leader 2003 hervor. In der Romandie blättern die Kader zusehends lustloser herum und werden damit schwerer erreichbar.Was nach dem Swissair-Grounding, der geplatzten Internetblase und Entlassungswellen zu erwarten war, wird nun auch von der MA Leader 2003 bestätigt: In der Deutschschweiz gibt es weniger Top-Leader. Die AG für Werbemedienforschung (Wemf) geht von 80000 aus, die dieses Prädikat verdienen (siehe Kasten) – insgesamt 4000 weniger als noch vor zwei Jahren. Gewachsen ist dagegen die Grundgesamtheit der Leader – von 165000 auf 180000. Die meisten Titel haben folglich bei den Top-Leadern Leser verloren und tendenziell bei den Leadern zugelegt. Letzteres gilt allerdings nicht für alle. Die Untersuchung ist die zweite ihrer Art mit dem LpA-Wert. Die neuen Zahlen lassen sich also mit denen von 2001 vergleichen.Die SonntagsZeitung (SoZ) erreicht 83000 Leader und gehört damit in der Deutschschweiz zu jenen Titeln, zu der die meisten Führungskräfte am Tag des Herrn greifen. Verglichen mit der MA Leader 2001 hat die SoZ zudem 6000 Kaderleser hinzugewonnen. Bei den Top-Leadern hingegen hat NZZ-Folio wie schon vor zwei Jahren weiter die Nase vorn. Es kommt auf 41000 Leser, 1000 mehr als die SoZ.
Zu den grossen Verlierern errechnete die Wemf Cash, Finanz und Wirtschaft und die HandelsZeitung: Sie haben bei den Führungskräften generell an Bedeutung verloren, bei den Top-Leadern signifikant, bei den Leadern tendenziell. Cash, das vor zwei Jahren bei den Leadern noch den zweiten Platz unter den Zeitungen belegte, liegt mittlerweile hinter dem Tages-Anzeiger und der NZZ auf Rang vier.
Kampf mit Borers Schatten
Die SoZ ist mittlerweile bezüglich Leader doppelt so stark wie der SonntagsBlick (42000 Leser). Die NZZ am Sonntag (NZZaS) hingegen konnte sich mit 64000 Lesern ziemlich genau zwischen die beiden etablierten Sonntagstitel setzen. Von den Top-Leadern wurde der SonntagsBlick (16000 Leser) nun deutlich abgehängt, die NZZaS hingegen liessen sie mit 36000 Lesern beinahe zur SoZ (40000) aufschliessen.
Bei den Tageszeitungen steht der Tages-Anzeiger bezüglich Leader an der Spitze (59000), dicht gefolgt von der NZZ, die von dieser Zielgruppe 58000 Lesende anspricht. Bei den Top-Leadern steht hingegen die NZZ mit 35000 Lesern unangefochten auf dem ersten Platz, der Tagi erreicht in dieser Zielgruppe noch 29 000 Leser. Zu den glücklichen Gewinnern gehören das St.Galler Tagblatt (SGT) und die Berner Zeitung (BZ), die beide generell zulegen konnten, bei den Top-Leadern allerdings nicht gerade signifikant.
Dennoch kommt dies für die BZ einem Triumph gleich, hat sie doch nun den Konkurrenten Bund in dieser Zielgruppe deutlich überholt. Der Bund seinerseits droht den Boden unter den Füssen zu verlieren. Wenn er nicht einmal mehr bei den Berner Führungskräften die Nummer eins ist, bleibt ihm bloss noch das Argument, dass er – dank wesentlich kleinerer Auflage – die Leader und Top-Leader mit weniger Streuverlust erreicht als die BZ.
Unter den Zeitschriften ragt besonders die Weltwoche hervor. Dank Relaunch und Neukonzept konnte sie bei den Führungskräften generell zulegen, bei den Leadern machte sie gar einen Sprung nach vorne und gewann rund 6000 Leser hinzu. Geo und K-Geld, die sich erstmals im Rahmen der MA Leader erheben liessen, konnten sich in beiden Zielgruppen auf Anhieb unter die fünf Top-Zeitschriften reihen.
Mehrfachabos gekündigt
Ganz anders zeigt sich die Situation in der Romandie. Dort ist die Zahl der Top-Leader mit 22000 stabil, und auch die Leader wuchsen «nur» um 1000 auf 51000 an. Und doch lassen sich mit den von der MA Leader erhobenen Westschweizer Printtiteln im Vergleich zu 2001 insgesamt 7000 Top-Leader-Kontakte weniger (– 9 %) generieren. Mit andern Worten: Die Top-Leader der Romandie lesen weniger. Offenbar haben Mehrfachabonnenten einen Teil ihrer Abos gekündigt. Nur so lässt sich erklären, dass keiner der Titel (Zeitungen und Zeitschriften) in dieser Zielgruppe zulegen konnte, dass nur wenige stabil blieben und die meisten verloren haben.
In absoluten Zahlen blieben die Verluste zwar im Vertrauensbereich, prozentual hingegen fielen sie oft beachtlich aus. Am meisten litt Le Matin dimanche: Bei den Leadern fiel er von 58 auf 53 Prozent und bei den Top-Leadern von 56,9 auf 51,3 Prozent zurück. Schwacher Trost: Seine Spitzenposition mit 27000 Leadern bleibt unangefochten. Bei den Top-Leadern trat er damit den ersten Rang an Bilan (52,9 Prozent) ab. Ebenfalls markante Verluste weist Hebdo auf, bei den Top-Leadern fiel es von 46,4 auf 39,6 Prozent zurück, bei den Leadern von 43,7 auf 40,5 Prozent. Ein deutliches Minus verzeichnen auch Tribune de Genève, Le Matin (semaine), Dimanche.ch sowie 24 Heures.
Das sind Leader, und das Top-LeaderGemäss Wemf-Definition sind Leader mindestens 20 Jahre alt, in der Deutsch- oder Westschweiz wohnhaft und mindestens teilzeitlich erwerbstätig. Sind sie selbstständig erwerbend, führen sie einen Betrieb mit vier oder mehr Angestellten. Als Freiberufliche weisen sie eine höhere Ausbildung aus, als Angestellte haben sie eine leitende Funktion mit Einfluss auf betriebliche Entscheidungen inne. Das persönliche Brutto-Jahreseinkommen beträgt 100000 Franken oder mehr.
Top-Leader sind darüber hinaus entweder freiberuflich tätig und in dieser Funktion auch Arbeitgeber von mindestens einem Mitarbeiter. Oder sie stehen als Angestellte mindestens einem Mitarbeiter vor. Ihr Jahreseinkommen beträgt 140000 Franken plus. (mk)
MA Leader 2003 LEADER TOP-LEADER
2003 2001 2003 2001
LpA- LpA LpA- LpA LpA- LPA LpA- LpA
Projektion in %(1) Projektion in %(2) Projektion in %(3) Projektion in %(4)
Deutschsprachige Zeitungen
Basler Zeitung 18 000 9,8 16 000 9,7 7 000 9,2 8 000 9,9
Berner Zeitung Ges. 27 000 14,9 21 000 12,7 12 000 14,7 10 000 11,8
Bund 21 000 11,7 18 000 11,0 10 000 12,8 10 000 11,7
Cash 57 000 31,4 59 000 35,8 28 000 34,6 32 000 38,3
Die Südostschweiz Ges. 15 000 8,2 14 000 8,5 6 000 8,0 7 000 7,7
Finanz & Wirtschaft 27 000 15,0 30 000 18,2 16 000 20,4 19 000 22,8
HandelsZeitung 38 000 20,8 41 000 24,8 22 000 26,8 26 000 31,0
KMU-Manager 19 000 10,8 17 000 10,6 9 000 11,0 9 000 10,6
Neue Luzerner Zeitung Ges. 21 000 11,8 18 000 10,7 9 000 11,4 8 000 9,6
Neue Zürcher Zeitung 58 000 32,3 54 000 32,6 35 000 43,0 36 000 42,3
NZZ am Sonntag 64 000 35,3 –– –– 36 000 45,3 –– ––
SonntagsBlick 42 000 23,4 42 000 25,6 16 000 20,4 19 000 23,1
SonntagsZeitung 83 000 45,9 77 000 46,4 40 000 49,3 43 000 50,6
St. Galler Tagblatt Ges. 18 000 10,0 14 000 8,5 8 000 10,0 6 000 7,5
Tages-Anzeiger 59 000 32,6 55 000 33,2 29 000 36,5 30 000 36,0
Kombis Deutschschweiz
Executive Plus 77 000 43,0 95 000 57,3 44 000 55,0 56 000 66,8
Executive Weekend 86 000 48,0 –– –– 48 000 59,7 –– ––
NZZ Grandplus 72 000 40,2 66 000 40,2 41 000 50,4 42 000 49,5
NZZ Plus 72 000 39,8 65 000 39,7 40 000 50,1 41 000 49,0
Swisspool I 119 000 66,1 105 000 63,4 54 000 67,5 53 000 63,2
Swisspool II 119 000 66,1 105 000 63,4 54 000 67,5 53 000 63,2
Deutschsprachige Zeitschriften
Bilanz 69 000 38,1 69 000 41,8 36 000 44,3 42 000 50,0
Cash Value 31 000 17,0 –– –– 15 000 18,4 –– ––
Das Magazin 44 000 24,3 44 000 26,9 22 000 27,4 25 000 29,7
Facts 61 000 33,8 56 000 33,8 28 000 35,3 30 000 35,0
Geo 63 000 34,7 –– –– 27 000 34,2 –– ––
K-Geld 53 000 29,5 –– –– 22 000 26,8 –– ––
NZZ-Folio 76 000 42,0 74 000 44,6 41 000 51,2 44 000 52,5
Schweizer Bank 13 000 7,1 12 000 7,3 8 000 9,6 9 000 10,5
Schweizer Versicherung 12 000 6,5 10 000 5,8 6 000 8,0 7 000 8,0
Stocks 10 000 5,3 –– –– 6 000 7,8 –– ––
Vinum 20 000 11,2 20 000 12,1 11 000 14,3 11 000 12,7
Weltwoche 50 000 28,0 43 000 26,0 26 000 31,9 24 000 28,1
1 = bezogen auf 180 000 Leader Deutschschweiz 2 = bezogen auf 165 000 Leader Deutschschweiz
3 = bezogen auf 80 000 Top-Leader Deutschschweiz 4 = bezogen auf 84 000 Top-Leader Deutschschweiz
MA Leader 2003 LEADER TOP-LEADER
2003 2001 2003 2001
LpA- LpA LpA- LpA LpA- LPA LpA- LpA
Projektion in %(1) Projektion in %(2) Projektion in %(3) Projektion in %(4)
Französischsprachige Zeitungen
24 Heures 15 000 28,8 14 000 28,9 6 000 25,9 7 000 30,2
Agéfi 6 000 12,6 6 000 11,7 4 000 16,6 4 000 19,6
Dimanche.ch 13 000 25,3 13 000 25,7 5 000 22,0 6 000 27,1
Le Matin dimanche 27 000 53,0 29 000 58,0 11 000 51,3 12 000 56,9
Le Matin semaine 16 000 31,1 16 000 32,2 6 000 25,3 7 000 30,6
Le Temps 18 000 35,2 17 000 34,5 9 000 41,0 10 000 44,7
Tribune de Genève 10 000 19,7 11 000 21,6 5 000 21,1 6 000 26,5
Kombis WestschweizNZZ Grandplus 19 000 37,1 19 000 37,4 10 000 43,5 10 000 48,3
Swisspool II 23 000 44,9 23 000 46,0 10 000 43,3 11 000 50,9
Top 3 30 000 58,9 31 000 61,2 12 000 54,7 14 000 63,9
Französischsprachige ZeitschriftenBilan 24 000 46,3 23 000 46,7 12 000 52,9 12 000 53,8
Hebdo 21 000 40,5 22 000 43,7 9 000 39,6 10 000 46,4
PME-Magazine 14 000 27,6 13 000 27,0 7 000 33,2 7 000 32,5
1 = bezogen auf 51 000 Leader Westschweiz 2 = bezogen auf 50 000 Leader Westschweiz 3 = bezogen auf 22 000 Top-Leader Westschweiz 4 = bezogen auf 22 000 Top-Leader Westschweiz
Markus Knöpfli

FKP macht aus Sulzer neu Sultex

Bereits Ende 2002 hat die Zürcher FKP-Gruppe den Gewinn eines Schweizer Investitionsgüterkonzerns als Neukunden vermeldet.

Bereits Ende 2002 hat die Zürcher FKP-Gruppe den Gewinn eines Schweizer Investitionsgüterkonzerns als Neukunden vermeldet.Die Identität des «Weltmarktführers in seiner Branche» musste aber vorläufig geheim bleiben. Nun wurde der Schleier gelüftet: Es handelt sich um Sulzer Textil. Vor einem Jahr hat der Sulzer-Konzern die Sparte Textilmaschinen an die italienische Itema-Gruppe verkauft. Unter dem neuen Firmennamen Sultex AG werden sämtliche Produkte weltweit angeboten. Sulzer Textil wird als Produktemarke weiterverwendet, doch muss sie sukzessive mit der Unternehmensmarke Sultex in Verbindung gebracht werden. Dies war das Briefing des zweistufigen Pitchs, in dem sich die FKP-Gruppe durchsetzte. Zur Gruppe gehören die Werbeagentur Fünf Freunde, FKP Identity (Corporate Communication), die Internet- und Multimediaagentur Connecting, der Marketing-Consulter FKP & Partner sowie die PR-Agentur FKP Relations. Als erstes Projekt realisiert Fünf Freunde eine internationale Image-Anzeigenkampagne in sieben Sprachen für alle Kontinente.

Ads against war

Agenturen Viele kleine Steinchen ergeben auch eine Mauer – des Widerstands gegen den Krieg. Viele kleine Botschaften für den Frieden finden sich zurzeit in den verschiedensten Medien.

Agenturen Viele kleine Steinchen ergeben auch eine Mauer – des Widerstands gegen den Krieg. Viele kleine Botschaften für den Frieden finden sich zurzeit in den verschiedensten Medien.Eine bildlich sehr friedlich wirkende Idee hat die Agentur FCB Leutenegger Krüll umgesetzt. Peter Leutenegger und Mike Krüll wollen mit dieser ganzseitigen Anzeige ihre Haltung «gegen kriegerische Auseinandersetzungen im Allgemeinen und gegen den Irak-Krieg im Speziellen» unterstreichen.FCBLK-Anzeige gegen Kriege.

Böögg gegen Waggis

Fussball In der Finalrunde der Fussballmeisterschaft trifft der FC Zürich Anfang April auf den amtierenden Schweizer Meister und erfolgreichen Champions League-Teilnehmer FC Basel.

Fussball In der Finalrunde der Fussballmeisterschaft trifft der FC Zürich Anfang April auf den amtierenden Schweizer Meister und erfolgreichen Champions League-Teilnehmer FC Basel.Um das Aufeinandertreffen der Zürcher und Basler im Letzigrund zu bewerben, liess der FCZ seine Werbeagentur eine starke Idee entwickeln: Die Kreativen von Hesskiss setzen den Fight kurzerhand mit zwei bekannten Symbolen um, die für die beiden Städte stehen – dem Zürcher Böögg für das Sechseläuten und dem Basler Waggis für die Fasnacht. Das Matchplakat wird in den Formaten B12 und B200 produziert und hängt ab Woche 13 in und um Zürich. Es soll bei FCZ-Fans bereits Kultstatus geniessen. Wenn Bööggen gegen Waggis tschutten, ist der Fussballfrühling definitiv ausgebrochen.

FCBLK fährt Laster aus

Nach einer Agentur-Evaluation sicherte sich FCB Leutenegger Krüll AG (FCBLK) den Etatgewinn des in Kloten stationierten Importeurs der schwedischen Lastwagen-Marke Scania, Sancia Truck AG.

Nach einer Agentur-Evaluation sicherte sich FCB Leutenegger Krüll AG (FCBLK) den Etatgewinn des in Kloten stationierten Importeurs der schwedischen Lastwagen-Marke Scania, Sancia Truck AG.Die Agentur wurde beauftragt, die neue Motorenserie 420 HPI (High Pressure Injection) im Schweizer Markt bekannt zu machen. Neben Anzeigen – vorwiegend für die Fachpresse – sind auch Direct-Marketing-Massnahmen in der Pipeline.

Zahl der Woche

Fernsehen Die Antwort auf die Flut an Fernsehwerbung heisst häufig zappen: Fast jeder zweite Jugendliche zwischen 13 und 20 Jahren wechselt so gut wie immer den Kanal, wenn sich der Werbeblock ankündigt. Weitere 37 Prozent tun dies oft. Das belegt di

Fernsehen Die Antwort auf die Flut an Fernsehwerbung heisst häufig zappen: Fast jeder zweite Jugendliche zwischen 13 und 20 Jahren wechselt so gut wie immer den Kanal, wenn sich der Werbeblock ankündigt. Weitere 37 Prozent tun dies oft. Das belegt die Youngcom Jugendstudie 2003 aus Deutschland. Sehr klein ist auf der anderen Seite die Gemeinde derer, die Fernsehwerbung interessant findet und deshalb immer zuschaut: Nur 3,4 Prozent der Befragten schauen hin, wenn ein Spot läuft. Befragt wurden 500 repräsentativ ausgewählte deutsche Teenager.

Bund und BZ stellen Ausgehmagazin ein

Zeitungen Das gemeinsame Ausgehmagazin von Bund und Berner Zeitung (BZ), der Ansager, wird per Ende März eingestellt.

Zeitungen Das gemeinsame Ausgehmagazin von Bund und Berner Zeitung (BZ), der Ansager, wird per Ende März eingestellt.Gemäss der Nachrichtenagentur SDA sind acht Angestellte betroffen. Die Berner Tageszeitungen begründeten den Schritt mit den massiven Einbrüchen bei den Inseraten. Sie versprachen als Ersatz für den Ansager, das Angebot an Ausgehtipps im Blatt und auf den jeweiligen Websites auszubauen. Erst im April 2002 hatten die beiden Zeitungen ihre Veranstaltungsmagazine Berner Woche und Nonstopp zum Ansager zusammengelegt. Er lag jeweils den Freitagsausgaben in einer Auflage von 255000 Exemplaren bei.
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