Nichts für Warmduscher
Sportartikelmarketing Der Bergsportspezialist Mammut zeigt Mut und lässt sich von Spillmann Felser Leo Burnett einen «verschneiten» Auftritt konzipieren.
Sportartikelmarketing Der Bergsportspezialist Mammut zeigt Mut und lässt sich von Spillmann Felser Leo Burnett einen «verschneiten» Auftritt konzipieren.Wildes Schneegestöber und undurchdringlicher Nebel – in solch bissig kalter Umgebung präsentiert der Bergsportausrüster Mammut seine neuen Produkte. Allerdings: Die Konsumenten bekommen das Equipement auf den Anzeigen nie zu sehen – zu schlecht sind die Sichtverhältnisse. Doch zum Glück gibts den Inseratetext. Er beschreibt, was zu bestaunen wäre, hätte der himmlische Wettermacher ein Herz für Alpinisten gehabt. «Die Konkurrenz arbeitet häufig mit schönen Bergbildchen», meint Jon Forrer, Head of Advertising der Mammut Sports Group. «Wir wollten etwas ganz anderes machen», begründet er den Entscheid zu Schnee und Nebel. Zudem würden die Inserate weltweit in Fachzeitschriften geschaltet, wo die Marke Mammut und ihre Produkte bereits bekannt seien. «Deshalb sind wir überzeugt, dass wir auf dem richtigen Weg sind», gibt sich der Werbeleiter optimistisch. Kreativer Sherpa auf der hochalpinen Werbetour war das Team der Zürcher Agentur Spillmann Felser Leo Burnett (SFLB). Sie holte das internationale Budget Anfang dieses Jahres an die Aemtlerstrasse.
Werben mit Yeti«Von Extremalpinisten unter widrigsten Umständen getestet», ist das Motto, das CD Martin Spillmann und Texter Peter Brönnimann konsequent in den Visuals umsetzen: Die Bilder zeigen hart gesottene Trekker, die in die bergige Wildnis aufgebrochen sind. Mit viel Fantasie könnten die verschwommenen Gestalten im nepalesischen Nebel glatt als Yeti durchgehen.
Trotz Wolken am Wirtschaftshimmel konnte die im aargauischen Seon domizilierte Mammut Sports Group 2002 ihren Vorjahresumsatz knapp halten und erreichte 106 Millionen Franken – 109 waren es 2001. Zudem ist es dem Unternehmen gelungen, mit der Akquisition des auf Skiwax und Pflegeprodukte spezialisierten Unternehmens Toko sowie der Bergschuhmarke Raichle ein komplettes Outdoor- und Bergsportsortiment anzubieten. Unter dem Markendach Mammut Sports Group sind neben Toko und Raichle auch der norwegische Schlafsackspezialist Ajungilak und der Namensgeber Mammut vereinigt.
Mit dem Bemühen, alles aus einer Hand anzubieten, steht der Ausrüster nicht allein. Forrer ergänzt: «Der Trend geht zurzeit in Richtung Gesamtanbieter, deshalb wird auch laufend gekauft und verkauft.» In den Exportmärkten, dort erzielt Mammut Sports Group rund 65 Prozent ihres Umsatzes, steht sie hauptsächlich mit den amerikanischen Herstellerfirmen North Face und Patagonia im wetterharten Wettbewerb, in der Schweiz heissen die Mitbewerber Salewa und Jack Wolfskin.
Die vier Sujets der «Sommerkampagne» erscheinen zurzeit weltweit in Fachzeitschriften. Für die zweite Jahreshälfte ist eine «Winterkampagne» geplant. Sicher ist, dass diese nach dem gleichen Konzept wei-terlaufen wird, genaueres wollen die Verantwortlichen aber noch nicht verraten.
SFLB-Anzeigen für Mammut: Nebel verhüllt die Produkte.
Simone Keller
Werben mit Yeti«Von Extremalpinisten unter widrigsten Umständen getestet», ist das Motto, das CD Martin Spillmann und Texter Peter Brönnimann konsequent in den Visuals umsetzen: Die Bilder zeigen hart gesottene Trekker, die in die bergige Wildnis aufgebrochen sind. Mit viel Fantasie könnten die verschwommenen Gestalten im nepalesischen Nebel glatt als Yeti durchgehen.
Trotz Wolken am Wirtschaftshimmel konnte die im aargauischen Seon domizilierte Mammut Sports Group 2002 ihren Vorjahresumsatz knapp halten und erreichte 106 Millionen Franken – 109 waren es 2001. Zudem ist es dem Unternehmen gelungen, mit der Akquisition des auf Skiwax und Pflegeprodukte spezialisierten Unternehmens Toko sowie der Bergschuhmarke Raichle ein komplettes Outdoor- und Bergsportsortiment anzubieten. Unter dem Markendach Mammut Sports Group sind neben Toko und Raichle auch der norwegische Schlafsackspezialist Ajungilak und der Namensgeber Mammut vereinigt.
Mit dem Bemühen, alles aus einer Hand anzubieten, steht der Ausrüster nicht allein. Forrer ergänzt: «Der Trend geht zurzeit in Richtung Gesamtanbieter, deshalb wird auch laufend gekauft und verkauft.» In den Exportmärkten, dort erzielt Mammut Sports Group rund 65 Prozent ihres Umsatzes, steht sie hauptsächlich mit den amerikanischen Herstellerfirmen North Face und Patagonia im wetterharten Wettbewerb, in der Schweiz heissen die Mitbewerber Salewa und Jack Wolfskin.
Die vier Sujets der «Sommerkampagne» erscheinen zurzeit weltweit in Fachzeitschriften. Für die zweite Jahreshälfte ist eine «Winterkampagne» geplant. Sicher ist, dass diese nach dem gleichen Konzept wei-terlaufen wird, genaueres wollen die Verantwortlichen aber noch nicht verraten.
SFLB-Anzeigen für Mammut: Nebel verhüllt die Produkte.
Simone Keller
