IGEM mit neuem Vorstand

Media Die Interessengemeinschaft elektronische Medien (Igem) hat an ihrer Mitgliederversammlung den Vorstand neu gewählt.

Media Die Interessengemeinschaft elektronische Medien (Igem) hat an ihrer Mitgliederversammlung den Vorstand neu gewählt.Bestätigt wurden Präsident Urs Renner sowie Andy Lehmann, Bruno Oetterli, Corinne Blaser, Ingrid Deltenre, Michi Frank und Marcel Bosshard. Letzterer vertritt nun die Fenstervermarkter, nachdem er von Publicitas Webservices als COO zu IP Multimedia gewechselt hat. Für die Internetvermarkter sitzt neu Ueli Weber (Publimedia Webadvertising) im Vorstand. Ebenfalls neu sind Tarkan Oezküp (TeleNewsCombi) an Stelle von Paul Grau als Vertreter der Privatfernsehen und die Mediaspezialisten Cosima Giannachi (Mindshare), Josi Bauer (Starcom Adplus) und Stefan Küng (Initiative MediaWestern).

«Wenn wir anfangen, dann machen wir es richtig»

Thomas Biedermann hat zusammen mit Remo Garbini eine Agentur «genau nach Wunsch» gegründet.

Thomas Biedermann hat zusammen mit Remo Garbini eine Agentur «genau nach Wunsch» gegründet.Im Treppenhaus stolpert man zunächst über Malerinnen und wird beim Interview von der Bohrmaschine des Elektrikers begleitet. Thomas Biedermann und Remo Garbini lassen an der Falkenstrasse im Zürcher Seefeld ein ehemaliges Hotel zu einer Werbeagentur umbauen. «Das war 1866 bei der Eröffnung ein Frühstücksraum», weiss Biedermann. Kaffee wird zwar immer noch serviert, doch aus der lichten Halle ist ein Sitzungszimmer geworden. «Ein geschichtsträchtiger Raum», den die beiden Werber jetzt wieder in den Urzustand zurückversetzt haben. Mit vielen modernen Details allerdings. «Wir haben uns gefragt: Wie muss die Ambiance sein, damit es uns wohl ist beim Arbeiten? Und genau so nach unseren Vorstellungen haben wir es gemacht, von den Böden bis zur IT-Infrastruktur», erklärt Biedermann.«Wenn wir anfangen, dann machen wir es richtig. Wir stellen zuerst physisch eine Agentur hin, und dann beginnen wir zu arbeiten», umschreibt er auch das inhaltliche Konzept. Eine «ganz klassische Werbeagentur» mit Fokus auf Markenführung wolle man sein. So wie sie sich damals eben eine Werbeagentur vorgestellt hätten, als Garbini und Biedermann bereits einmal sechs Jahre lang in Küsnacht bei DDB als Kreative und Berater im gleichen Team gearbeitet haben. Garbini zog es später nach Rüschlikon, Biedermann in das Zürcher Industriegebiet.
Dort wollte er eigentlich Karriere machen. Managing Director Biedermann war bei Wunderman als CEO vorgesehen. Vorher gönnte er sich zusammen mit Frau und Kind aber noch eine Auszeit in Australien. Unter der südlichen Sonne reifte eine neue Erkenntnis: «Ich habe die Nase voll vom grossen Management. Ich will wieder selber Kunden betreuen.» Markenführung, so wie er es früher bei DDB und bei Bosch & Butz gemacht habe.
Garbini und Biedermann kennen die klassische Werbung und die integrierte Kommunikation «aus dem Effeff». Aber in 80 Prozent der Fälle «steuert die klassische Werbeidee die anderen Massnahmen», sind sie überzeugt.
Fünf Leute haben sie zum Start ihres neuen Unternehmens angestellt. Raum gibt es auf dem ganzen Stockwerk für zehn, und eine zweite Etage könnte dazugemietet werden. Von Wachstum zu reden, sei
im Moment allerdings vermessen. «Aber wenn nicht jetzt – wann denn sonst? Wir waren persönlich in dem Stadium, in dem wir den Schritt einfach tun mussten», meinen sie zum Zeitpunkt ihrer Agenturgründung.
Bei Garbini, Biedermann zieht sich eine Fifty-Fifty-Situation durch – von der Beteiligung bis zur Organisation der Arbeit. Damit es keine Pattsituationen gibt, haben sie als Verwaltungsratspräsidenten Jörg Steiner, Vice Chairman von Interbrand Zintzmeyer & Lux, «der wichtigsten BrandingAgentur Europas», gewonnen. Das habe aber nichts mit einem beabsichtigten Netzwerk zu tun. «Wir haben mit unserer Gründung relativ viel Geld in die Hand genommen, da schien es uns sinnvoll, dass eine Art Coach uns berät.» Ein sympathisches Detail: Steiner war damals bei DDB ihr CEO. Als erstes Budget hat Garbini, Biedermann bereits Sony gewonnen. Weiter auf der Liste sind Gate Gourmet und das Zürifäscht. Das sei besser als erwartet, denn man wollte keine Kunden von früheren Freunden mitnehmen.
Diese Haltung hat vielleicht damit zu tun, dass Biedermann einmal als Gestalter für Kirchenfenster angefangen hat. Der altruistisch klingende Job sei aber nicht viel anders als Werbung gewesen. «Man muss mit Künstlern zusammenarbeiten, die ebenso zickig sind wie Leute in der Werbung. Dazu ist eine Kirchgemeinde als Kunde auch nicht einfacher als ein Produzent von Konsumprodukten.» Für Biedermann wäre Musiker ein anderer möglicher Beruf gewesen. Er spielte zuerst Punk und später mit vielen Berner Rockmusikern. Er hatte auch seine eigene Rocksendung in den Gründerzeiten von Radio Förderband. Heute ist die Musik aber fast verstummt – denn semiprofessionell wollte er nicht sein. «Musik mache ich nur schlechter, und im Job bringe ich es auch nicht» – da zog er es vor, in der Werbung alles richtig zu machen.
Noch hängen keine Bilder an den Wänden seiner neuen Agentur: Thomas Biedermann.

Andreas Panzeri

Bonaparte für Asphaltsurfer

Die Werbeagentur Bonaparte ist vom Roll-Laden mit sämtlichen Kommunikationsmassnahmen betraut worden.

Die Werbeagentur Bonaparte ist vom Roll-Laden mit sämtlichen Kommunikationsmassnahmen betraut worden.Das Zürcher Fachgeschäft verkauft Slalom- und Longboards – spezielle Skateboards für den Einsatz auf abschüssigen Strassen. Mit dem neu eröffneten Online-Shop (realisiert von der Webagentur Screengang) will der Roll-Laden das Lebensgefühl Asphaltsurfen jetzt auch ausserhalb Zürichs verbreiten. Bonaparte hilft dabei mit diversen Werbemitteln wie Plakaten, Postkarten und Guerilla-Massnahmen.

Gegenpredigt

Kommentar Der Kommunikationstheoretiker Norbert Bolz verteidigt den Konsumismus als zentralen westlichen Wert. Und zeigt, dass sich Optimismus und kritische Vernunft nicht ausschliessen.

Kommentar Der Kommunikationstheoretiker Norbert Bolz verteidigt den Konsumismus als zentralen westlichen Wert. Und zeigt, dass sich Optimismus und kritische Vernunft nicht ausschliessen.Selbstbewusst verkündete Norbert Bolz kürzlich in der Zeitschrift Literaturen, dass nichts von dem, was Theodor W. Adorno geschrieben habe, in der heutigen Philosophie noch zähle. «Bolz stösst Adorno vom Sockel», entrüstete sich selbst die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung über diesen Vatermord und fragte genervt: «Wie kommt’s, dass Sie heute dies und morgen das wollen? Dass Sie in Essen für Zahnpflege werben und in Berlin fürs Konsumgut Kind? Mal firmieren Sie als Soziologe, dann als Kommunikationstheoretiker, dann als Medienwissenschafter, und nun suchen Sie sich im Handstreich auch das Mäntelchen des Philosophen umzuhängen.»Solche Häme vermag den Jetztzeitapologeten indes kaum anzufechten. Denn Bolz nutzt die Medien gezielt und hält wenig von jener Professorengeneration, die Weltfremdheit mit Vernunft gleichsetzt und Unverständlichkeit mit gedanklicher Tiefe (siehe Seite 21).
In seinen beiden Büchern, «Das konsumistische Manifest» und «Konformisten des Andersseins», entwirft Bolz einen lichten Gegenentwurf zum «Grand Hotel Abgrund» der Frankfurter Schule. Während sich Adornos Epigonen auf die destruktiven Tendenzen der Moderne fixieren und Busspredigten gegen die «Kulturindustrie» mit ihrer «inhumanen Verwertungslogik» halten, verteidigt Bolz Hedonismus und Konsumismus als Lifestyle, weil dieser das «Immunsystem der Weltgesellschaft gegen den Virus der fanatischen Religionen ist». All das, was seit den seligen Zeiten der Frankfurter Schule als «Bewusstseinsindustrie» kritisiert wird, erfüllt laut Bolz die wichtige Aufgabe, symbolisch Alternität zu erzeugen für Menschen, die der Gesellschaft egal geworden sind: «Die Mode schenkt den Massen eine wohltuende Selbstzufriedenheit mit der Form.»
Methodisch ist Bolz seinen Vordenkern verpflichtet. Im Gegensatz zum «schönen Traum einer schlechten Welt», wie ihn Untergangspropheten gebetsmühlenartig beschwören, fordert Optimist Bolz, die Welt als gelungen zu betrachten, frei nach Hegels Formel: Das Wirkliche ist vernünftig und das Vernünftige wirklich. Pessimismus sei letztlich Denkfaulheit, so Bolz, denn es sei leichter, nein zu sagen, als die Welt in ihrer Komplexität zu verstehen.
Nur konsequent, dass für Bolz Werbung nicht nur Verführung zum Genuss ist, sondern «permanente Gegenpredigt» zur gängigen Kulturkritik. Werbung sage dem Konsumenten, dass er sich nicht schuldig fühlen müsse. So verstanden ist das «konsumistische Manifest» ein valabler Gegenentwurf zur ziellosen Kapitalismuskritik, die aktuell in der Antiglobalisierungsbewegung einen breiten Nährboden findet.
Samuel Helbling, Chefredaktor

Keine Print- und Cyber-Löwen für die Schweiz

Cannes Fehlanzeige in Cannes für die Schweizer Werbung: Weder bei den Cyber Lions noch im «Press & Outdoor»-Wettbewerb konnte ein Preis abgeholt werden.

Cannes Fehlanzeige in Cannes für die Schweizer Werbung: Weder bei den Cyber Lions noch im «Press & Outdoor»-Wettbewerb konnte ein Preis abgeholt werden.Drei Anzeigen und ein Plakat schafften es auf die Shortlist. Die Ausstellung der Finalisten zeigte das hohe Niveau der internationalen Konkurrenz und klare Tendenz zu frecherer Werbung. In diesem Umfeld war für die Schweiz beim besten Willen nichts zu holen.

Zahl der Woche: 99,5 Punkte

Werbeausgaben Im Vergleich zum Vorjahr sank der Publicitas-Index um 1,3 Punkte von 100,8 im April auf 99,5 Punkte im Mai. Dieser Tiefstwert der Werbeausgaben in der Tagespresse wurde seit der Einführung des Indexes 1993 noch nie erreicht. Ein kleiner

Werbeausgaben Im Vergleich zum Vorjahr sank der Publicitas-Index um 1,3 Punkte von 100,8 im April auf 99,5 Punkte im Mai. Dieser Tiefstwert der Werbeausgaben in der Tagespresse wurde seit der Einführung des Indexes 1993 noch nie erreicht. Ein kleiner Silberstreifen am Horizont zeichnet sich dagegen beim Nachbarn Deutschland ab. Hier hat sich die Erholung im Mai weiter fortgesetzt: Die deutschen Werbekunden gaben 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr aus. Schon im April lag der Werbemarkt im für die Schweiz wichtigsten Exportland mit 6,9 Prozent im Plus.

Jung von Matt lanciert neues Swisslos-Spiel

Die Zürcher Werbeagentur Jung von Matt/Limmat hat den Zuschlag für die Einführung eines neuen Spiels der interkantonalen Landeslotterie Swisslos erhalten.

Die Zürcher Werbeagentur Jung von Matt/Limmat hat den Zuschlag für die Einführung eines neuen Spiels der interkantonalen Landeslotterie Swisslos erhalten.Jung von Matt setzte sich im Pitch gegen drei Konkurrenten durch. Der Auftrag umfasst die Entwicklung eines Corporate Design, klassische Werbung und Point-of-Sale-Massnahmen. Name und Regeln des Spiels sind vorläufig noch geheim. Erste Arbeiten werden im Herbst
zu sehen sein.

JC Decaux muss auf Terminal Süd verzichten

Aussenwerbung Weil in den ersten fünf Monaten dieses Jahres die Passagierzahlen auf dem EuroAirport Basel-Mulhouse um 18 Prozent eingebrochen sind

Aussenwerbung Weil in den ersten fünf Monaten dieses Jahres die Passagierzahlen auf dem EuroAirport Basel-Mulhouse um 18 Prozent eingebrochen sind, wird der im Bau befindliche Terminal Süd zwar fertig gestellt, aber im Herbst nicht in Betrieb genommen. Damit kann auch der französische Aussenwerber JC Decaux, der dort die Plakatkonzession hat, seine Plakatstellen nicht vermarkten.

Radio-Partner

Verkehrsfunk TCS lässt Staus von 5 Radios melden.

Verkehrsfunk TCS lässt Staus von 5 Radios melden.Nun steht fest, dass der Touring Club der Schweiz (TCS) am 1. Juli seine neue, schweizweite Verkehrsinfozentrale (siehe WW 19/03) mit 25 Privatradio-Partnern aufbaut. Es sind dies die Radiosender 32, 3iii, Aktuell, Argovia, BE1, BeO, Canal 3, Central, Chablais, Edelweiss, Fiume Ticino, Fréquence Jura, Fribourg, Grischa, Jura Bernois, Lausanne FM, Munot, One FM, Rhône FM, Ri, Rottu, RTN, Sunshine, Tropic und Zürisee. Für Zürich ist noch ein weiterer Sendepartner im Gespräch. (mk)

Sympathische Stille

Aufgefallen Für seriöse Wirtschaftsjournalisten sollten öffentlichkeitsscheue Unternehmer eine Herausforderung sein. Home Storys über CEOs und rhetorisches PR-Pathos gibt es nämlich schon mehr als genug.

Kolumne Für seriöse Wirtschaftsjournalisten sollten öffentlichkeitsscheue Unternehmer eine Herausforderung sein. Home Storys über CEOs und rhetorisches PR-Pathos gibt es nämlich schon mehr als genug.Die schlimmste Sünde in der Mediengesellschaft ist die Weigerung, sich an der unablässigen Geräuscherzeugung auf dem Marktplatz von Presse und PR zu be-teiligen. Vor allem Unternehmer, die sich der Neugier journalistischer Enthüller verweigern, geraten rasch in Verdacht, Böses im Schilde zu führen. Wer schweigt, hat etwas zu verbergen, lautet die Grundüberzeugung der Medienaufklärer, die sich in solchen Fällen flugs daran machen, diese Leerstelle mit allerlei Vermutungen zu füllen.Das «Netzwerk Recherche», ein Journalistenclub, der sich der Erhellung der Dunkelzonen im öffentlichen Leben besonders verpflichtet fühlt, verleiht sogar einen Preis an «Infoblocker des Jahres»: Die «verschlossene Auster» ist ein Stein gewordener Vorwurf an Politiker und Unternehmer, die aus ihrem Tun und Lassen kein Aufhebens machen wollen.
2001 fiel das ungefüge Ding dem deutschen Innenminister Otto Schily auf die Füsse, in diesem Jahr traf es die Brüder Albrecht, die den Lebensmittel-Discounter Aldi zum Blühen gebracht haben. Sie veröffentlichen keine Geschäftsberichte, sie stellen sich kaum je zum Interview, beantworten in der Regel keine Journalistenanfragen, ja – gütiger Gott – sie unterhalten nicht einmal eine Presseabteilung. Kein Wunder, dass sie im April auch nicht nach Hamburg kamen, um aus den Händen des «Netzwerk Recherche»-Laudators ihre Auster entgegenzunehmen.
Ich gestehe, dass mir diese Verweigerung gefallen hat, obwohl ich natürlich die scharfe Beobachtung von Wirtschaftsunternehmen für selbstverständlich halte. Denn über solche Aldi-Aktivitäten, die von
öffentlichem Interesse sind, können sich Journalisten ja durchaus unterrichten, auch wenn das manchmal mühsam sein mag. Die Produktqualität, welche gerade wieder einmal in Zweifel gezogen wird, kann man von unabhängigen Instituten prüfen lassen; die Unternehmensstrategie dürfte für Branchenkenner kein Geheimnis sein; gegen die unzulässige Ausnutzung von Marktmacht gibt es staatliche Kontrollinstanzen, deren Ergebnisse öffentlich verfügbar sind; und wie mit Mitarbeitern umgegangen wird, erfährt man am besten aus Gesprächen mit diesen. Auch einen Skandal mit unklaren Hintergründen gibt es um und in dem Unternehmen zurzeit nicht. Was also will man von den beiden alten Herren dann eigentlich wissen?
Es ist das Schweigen selbst,
das provoziert. Unternehmen und Unternehmer, die sich am grossen Kanalrauschen nicht beteiligen, sind Störenfriede der Medien-
gesellschaft. Denn diese hält das Modell Bertelsmann längst für den Normalfall: schwülstige Rhetorik von sozialer Verantwortung, visionäres Geschwätz vom Unternehmen der Zukunft und die Unterrichtung des Publikums über das Bürodesign und den Lieblingssport des CEO. Es ist die Verwandlung von Wirtschaftsinformationen in Home Storys, auf welche die Medien ihr Anrecht so lautstark geltend machen. Bedeutsames kommt dabei fast nie heraus. So konnte man gerade in einem Porträt von Edda Fels, der Sprecherin des Axel-Springer-Verlags, darüber lesen, wie sehr diese Dame bei Journalisten geschätzt wird, obwohl sie ausschliesslich Nullinforma-tionen verbreitet. Kein Reporter weiss anschliessend mehr, aber schön, dass er mit ihr sprechen durfte.
Anstatt also die Albrecht-Brüder zu schelten, sollten Jour-
nalisten darüber nachdenken, was sich denn wirklich über diese Unternehmer zu wissen lohnt. Dann werden sie möglicherweise feststellen, dass ihre Neugier gewiss nicht in Interviews oder über Pressestellen und PR-Abteilungen zu befriedigen ist. Nur wer zu bequem ist, das Schweigen von Aldi als Herausforderung ernst
zu nehmen, wird Spass an Mätzchen haben, wie sie das «Netzwerk Recherche» offensichtlich für notwendig hält.
Heribert Seifert ist Medien- und Kulturkorrespondent der Neuen Zürcher Zeitung in Deutschland.

JobChange

Anfang August übernimmt Ivan Schultheiss, bisheriger Anzeigenleiter der Weltwoche, die Leitung des Key Account Managements der Allgemeinen Plakatgesellschaft (APG). Roger Möschler, der diese Abteilung während eines Jahres interimistisch geleitet hat,

Anfang August übernimmt Ivan Schultheiss, bisheriger Anzeigenleiter der Weltwoche, die Leitung des Key Account Managements der Allgemeinen Plakatgesellschaft (APG). Roger Möschler, der diese Abteilung während eines Jahres interimistisch geleitet hat, wendet sich künftig wieder seinem Aufgabenbereich als designierter Leiter Marketing zu….
Die Baarer Marketingagentur Linaxis hat sich mit Sandra Bizzarri verstärkt. Sie ist zuständig für die Beratung, Konzeption und Umsetzung im Bereich Marketingstrategie, Marketingkommunikation und Public Relations.
…
Mitte Juni übernimmt Andreas Jäggi die Geschäftsführung bei der Zürcher Niederlassung der PR-Agentur Mediapolis. Er löst Kenneth Angst ab, der sich selbstständig gemacht hat.
…
Beat Hodel ist designierter Leiter des Lehrgangs Polycom Zürich. Er ist seit über 20 Jahren als Kursleiter und Dozent am Schweizerischen Ausbildungszentrum für Marketing, Werbung und Kommunikation tätig.
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Per 1. Juni ist Jost Wirz als CEO bei der Wirz-Gruppe zurückgetreten. Den Vorsitz der neu dreiköpfigen Gruppenleitung übernimmt CFO
Peter Strub, seine Stellvertretung Geri Aebi, CEO der Tochteragentur Wirz Werbung. Drittes Mitglied ist Urs Binggeli, CEO von Wirz Identity. An der GV der Wirz Holding AG Ende Juni wird Wirz zudem das VR-Präsidium (wie bereits im April angekündigt) an Christian Steinmann übergeben. Im Gegenzug übernimmt er von ihm das Amt des Vizepräsidenten, das er vollamtlich ausführen wird.
…
Die Corporate-Publishing-Agentur Yesway in Zürich verliert ihren Mitgründer und Teilhaber Renato Turri, der sich per Ende August beruflich neu orientieren will. Linus Fuchs und Reto Bärlocher, die beiden verbleibenden Mitinhaber von Yesway, wollen das Unternehmen im gewohnten Stil weiterführen.

20 Minuten-Fusion wird genauer geprüft

Pendlerzeitung Die geplante schrittweise Übernahme der Pendlerzeitung 20 Minuten durch Tamedia und Berner Zeitung (BZ) bleibt eine Zitterpartie.

Pendlerzeitung Die geplante schrittweise Übernahme der Pendlerzeitung 20 Minuten durch Tamedia und Berner Zeitung (BZ) bleibt eine Zitterpartie.Die Wettbewerbskommission (Weko) unterzieht das Vorhaben einer vertieften Prüfung, weil sie Anhaltspunkte für marktbeherrschende Stellungen auf den regionalen Werbemärkten Bern und Zürich sowie im nationalen Lesermarkt für Pendlerzeitungen sieht. Tamedia und BZ verfügten in ihren Heimmärkten über die auflagenstärksten Tageszeitungen und eine breite Palette von Multimedia-Angeboten. Die vertiefte Prüfung dauert maximal vier Monate (bis Anfang Oktober).
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