Bereits zum zehnten Mal fand im World Trade Center am Leutschenbach vergangene Woche das Publimedia-Forum für Werbeauftraggeber und Kommunikationsspezialisten aus Verlagen und Agenturen statt.Publimedia-CEO Daniel Strobel durfte eine für eine Fachveranstaltung erstaunlich grosse Anzahl Gäste begrüssen. Rund 400 Fachleute liessen sich die Vorträge nicht entgehen, um beim anschliessenden Stehlunch angeregt Meinungen über das Gehörte auszutauschen. Eine besonders gute Kritik erhielt dabei der Vortrag von Urs Schneider, Inhaber von Mediaschneider, der über Anforderungen an Transport- und Kommunikationsleistung der Medien referierte sowie Vor- und Nachteile von Regional- und Lokalmarktstrategien aufzeigte. Das zentrale Thema der diesjährigen Veranstaltung, die Effizienz von Werbeausgaben, interessiert ja gerade zur heutigen Zeit brennend. Ganz im Gegensatz zur Dreikönigstagung, die zu Jahresbeginn am selben Ort stattgefunden hat, war die Stimmung heuer jedoch von einigem Optimismus geprägt – man scheint langsam, aber sicher wieder freudiger in die Zukunft zu blicken. Und wenn die Theorie stimmt, dass kleinere, inhabergeführte Unternehmen ein guter Konjunkturindikator sind, muss der Aufschwung schon vor der Bürotür stehen. Das meinte jedenfalls Thomas Rüttimann von Zip-Media, deren Geschäfte dem Vernehmen nach sehr zufrieden stellend verlaufen.
Ein Beispiel für Werbeeffizienz wiederum bot Radiotele-Verkaufsleiter Felix Kilchsperger, der bei möglichen Interessenten vorsorglich die Werbetrommel für den am 16. Oktober stattfindenden Radiospot-Event «Das Goldene Ohr» in Miller’s Studio rührte.
Für das Publimedia-Forum extra aus München angereist sind Thomas Sarnowski und Nicole Malitz-Jung von Redblue. Diese Agentur ist de facto die ausgelagerte Mediaabteilung des Elektronik-Retail-Giganten Media-Markt und besorgt zentral von München aus die gesamte europäische Mediaplanung samt Einkauf. Die sind halt nicht blöd! Auch nicht auf den Kopf gefallen sind die Verantwortlichen beim Tages-Anzeiger, Maili Wolf und Fridolin Holdener – sie gingen mit den Vertretern von Redblue zum Lunch im kleinen Kreise, statt sich unter die vielen Gäste des Forums zu mischen.
Eine ebenso grosse Gästeschar wie ans Forum dürfte jeweils an den traditionellen Bodega-Apéro der Berner Zeitung strömen. Viele Besucher versuchen seit neuestem sogar schon vor 18 Uhr – das ist die offizielle Startzeit der Fiesta –, Einlass in den Hof der Cantina zu erhalten. Denn mittlerweile weiss auch der letzte Werbeparty-Gänger: Bereits kurz nach sieben gelten für den Zugang zum mehr als üppigen Buffet erschwerte Bedingungen, die nur noch geübte Nahkampfspezialisten überwinden können. Der Bodega-Apéro ist ein absolutes Must für die Werbe- und Mediabranche – dass die Berner extra nach Zürich pilgern, um Kunden und Freunde zu bewirten, wird von der Branche enorm goutiert – wie auch die vielfach gereichten Spezialitäten vorab spanischer Provenienz. Der Event ist einer der am besten besuchten Anlässe des Jahres, weshalb jeweils die rechte Hand von BZ-Anzeigenleiter Michi Seiler arg strapaziert wird; schliesslich lässt er es sich nicht nehmen, jedermann persönlich zum spanischen Abend zu begrüssen.
Und wie jedes Mal legte sich auch Bodega-Wirt Eric Winistörfer mächtig ins Zeug und schleppte ständig neue riesige Platten und Behältnisse zu den Tischen, die unter der Last der mediterranen Köstlichkeiten beinahe zusammenbrachen. Kurzum: Die Stimmung war super und die Gäste genossen es. Und dass sich im Anschluss an die Bodega-Fiesta noch gut zwanzig Leute zum Weiterfeiern in den Bar-Club Herb im Seefeld begaben, ist dem Shortlistautor auch nicht entgangen.
Ebenfalls nicht mehr aus der Agenda wegzudenken ist der Prix Courage, den der Beobachter seit 1997 verleiht; heuer in der Zürcher Saalsporthalle. Der Preis ist innert kürzester Zeit zu einer Institution geworden. Die Berichterstattung, mit der die Medien der Konkurrenz dem Anlass ihre Reverenz erweisen, ist beispielhaft. Die Idee, Personen auszuzeichnen, die in nicht alltäglichen Situationen Mut und Zivilcourage beweisen, kommt an. Der Prix Courage ist deshalb nicht nur eine Auszeichnung für die Gewinner, sondern soll allen eine Motivation sein, die täglich einen selbstlosen Einsatz gegen Willkür und Ungerechtigkeit erbringen, wie es Jean-Frey-CEO und FDP-Nationalratskandidat Filippo Leutenegger in seiner Begrüssung ausdrückte. Die Jury unter Alt-Bundesrat
Otto Stich verlieh die von Celestino Piatti gestaltete Skulptur an den Krebs-spezialisten Christian Sauter, der an der Medizinischen Fakultät der Uni Zürich einen Titelschwindel aufdeckte und dafür mit Verweisen und, als Folge davon, einer Rentenkürzung belohnt wurde.
Der Publikumspreis, der von der Leserschaft des Beobachters vergeben wird, ging an die «Heli-Engel von Schlans», einen unerschrockenen Piloten und einen Postauto-Chauffeur. Marcus Levy und Albert Pfister befreiten unter Einsatz ihres Lebens drei Opfer aus den Schlammmassen, die im letzten November das Bündner Dorf verwüsteten. Unter tosendem Applaus des Publikums durften sie den mit 10000 Franken dotierten Preis entgegennehmen.
Ganz zum Schluss möchten wir uns noch entschuldigen, denn in der Werbewoche 33 wurde in einer Bildlegende Reto Mürner als zukünftiger Mitarbeiter von Publicitas Bern – statt Publimag Bern – bezeichnet. Mürner betreut bei Publimag seit dem 1. Oktober unter anderem die Titel Touring und Animan.
Beat Fritschmachts momentan wie die Rolling Stones – ständig «on tour». Letzte Woche gabs gleich drei Events mit Tradition, die man nicht auslassen durfte. In Zürich-Oerlikon bat die Publimedia zu ihrem alljährlichen Forum, in der Bodega im Niederdorf hauten die Berner von der BZ mit den Zürchern auf den Putz, und der Beobachter zeichnete an der Prix-Courage-Gala in der Saalsporthalle besonders mutige Menschen aus.
Wo sich die Kommunikations-, Media- und Verlagsbranche zu ihren Partys trifft, orten wir an den diversen Veranstaltungen der Szene. Haben Sie schon jetzt etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tasten (info@ werbe woche.ch). Veranstaltungstipps und weitere Shortlistbilder gibt es online unter www.werbewoche.ch.
Zufrieden: Jean-Pierre Mosimann, P Winterthur, Roland Steffen, P Aarau, mit Publimedia-CEO Daniel Strobel (v. l.).
Lunch-Diskussionsrunde: Thomas Passen, Cash-Verlagsleiter, Beat Lauber, NZZ, und Publimedia-Werbeleiter Markus Ehrle (v. l.).
Rührte die Werbetrommel: Radiotele-Verkaufsleiter Felix Kilchsperger mit Urs Rueb und Fridolin Holdener (v. l.).
Im Zürcher Seefeld ist der Aufschwung bereits zu spüren: Caroline Nünlist und Thomas Rüttimann von Zip-Media.
Paolo Placa (l.), Anzeigenleiter Reader’s Digest, Corinna Scarpi, 20 Minuten, und Cumi Karagülle von der Zeitschrift Kochen.
Podiumsteilnehmer und Migros-Werbeleiter Beat Mühlemann (l.) mit Pepi Burch, selbstständiger Verlagsberater.
Markierten Präsenz während des Publimedia-Forums: Urs Kaufmann (l.) und Moreno Cavaliere, Publimedia.
Thomas Sarnowski und Nicole Malitz-Jung (r.) von Redblue mit Maili Wolf, Verlagsleiterin beim Tages-Anzeiger.
«P»-Spezialistinnen: Isabelle Kropf (l.) von Publicitas Swiss Press, mit Patricia Kaufmann, Publicitas Léman.
Franziska von Weissenfluh, BZ-Direktorin, Pietro Supino, Tamedia-Vize-VR-Präsident, und Daniel Kaczynski, GF Schweizer Presse.
Sandro Prezzi, GL-Mitglied bei Optimedia, Agi Babini, Publimedia, und BZ-Anzeigenleiter Michi Seiler (v. l.).
Kompetentes Team von der Mediaagentur Konnex: Ronny Schmid mit Monica Jäggi und Corinne Kelly (r.).
WoZ-Anzeigenleiter Kilian Gasser (l.) mit Viola Schnüriger, BG Media, und Philip Kramer, Leiter Events & Design bei Orange.
Für die BZ nach Zürich: LGK-Beraterinnen Annette Kupferschmied (l.) und Claudia Zechner (r.) mit Madeleine Bieri, Radiotele.
Sind schon lange gute Freunde: Gerry Stadler, MPG, Stephan Sutter, Adlink, und Roger Baur (v. l.), neu bei Cinecom.
Ernst Leuenberger (l.), Solothurner Ständerat, mit Ehefrau Doris, und Balz Hosang, Chefredaktor des Beobachters.
Wahlkampf à la Filippo? Der Jean-Frey-CEO mit Senka Stütz (l.), Strellson, und Regina Maréchal vom Swiss-Inflight-Magazin.
JF-Verlagsleiter: Uli Rubner (mit Partner Kurt W. Zimmermann) leitet Weltwoche und
Bilanz, Peter Kümmerli (r.) den Beobachter.
Beobachter-Anzeigenleiter Peter Menzato fand beim Apéro in Renate Kümmerli eine charmante Gesprächspartnerin.
Gemischtes Empfangskomitee: Jennifer Sprenger, Werner Affentranger, Romana Mazzco und Aline Prüfer (v. l.).
Pierre C. Meier, Chefredaktor des Media Trend Journal, mit Elvira Werro vom Anzeigenteam des Beobachters.
Hanspeter Lebrument, mit Myriam Engler, ehrte als Präsident der Schweizer Presse mit seinem Besuch den Prix Courage.
Stellvertretend für die anwesende Theater-, Show- und TV-Prominenz: Sängerin Sina und Kabarettist Franz Hohler.
Ein guter Anlass, die Partnerin auszuführen, sagte sich Otto Meier und kam zusammen mit Partnerin Irene Hafner.
Sandro Rüegger kam mit Ehefrau Monika; daneben Swisscom-Mobile-Werbeleiter Mike Weber (r.).
Sie werben für den Beobachter: Philipp Skrabal und Anita Haberthür von der Agentur Matter & Partner.
Fred Dietiker, Medialeiter der Schweizer Milchproduzenten, verzichtete nicht auf seine bessere Hälfte Margrit.
Claudia und Daniel Matter; er ist Inhaber der Beobachter-Werbeagentur Matter & Partner.
Halb privat, halb beruflich unterwegs: Corinna und Patrick Knecht – er ist Anzeigenleiter des Jean-Frey-Fernsehmagazins TR 7.
Genossen die Verleihung des Prix Courage in der Saalsporthalle gemeinsam: Therese und Heinz Bischof.
Der Prix Courage – eine abstrahierte Hellebarde als Symbol für den täglich gelebten Mut.