Lucky Lack sorgt für Sicherheit bei Panalpina

Die Basler Agentur Lucky Lack Communications realisiert für Panalpina eine globale Kampagne.

Die Basler Agentur Lucky Lack Communications realisiert für Panalpina eine globale Kampagne.Sie propagiert das interne Programm «Health, Safety & Environment», das die Sicherheit am Arbeitsplatz und den verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und der Natur thematisiert. Lucky Lack erhielt den Auftrag des Panalpina Regional Centers AMEC (Africa, Middle East, Central Asia) nach einer Konkurrenzpräsentation.

Eine Frau für viele Messen

Vanessa Flack ist als Kommunikationsleiterin bei Messe Schweiz neu für Züspa, Swiss-Moto und Giardina zuständig.

Vanessa Flack ist als Kommunikationsleiterin bei Messe Schweiz neu für Züspa, Swiss-Moto und Giardina zuständig.Der Duft gebratener Würste steigt bis zu ihrem Büro hinauf. Es ist Züspa-Zeit in Zürich, und ihr Arbeitsplatz liegt direkt über dem Haupteingang des gläsernen Messepalastes. Die zahlreichen Besucher folgen indes noch nicht den von ihr umgesetzten Kommunikationsideen. Die PR-Frau arbeitet erst seit fünf Wochen als Kommunikationsleiterin bei Messe Schweiz. Auf Hochtouren laufen aber bereits ihre Arbeiten für die Garten- und Lifestyle-Messe Giardina, die jeweils jährlich im März in Zürich und im Zweijahresrhythmus zusätzlich in Genf stattfinden wird. In ihr Portfolio gehört zudem die 2-Rad-Messe Swiss-Moto im Februar. Auch wenn sie Zürcher Messen betreut, besitzt Vanessa Flack noch einen Arbeitsplatz in Basel. Sie findet diese «wechselnden Welten spannend», selbst wenn man dabei gelegentlich «die Unterlagen am falschen Ort hat».
Für ihren neuen Job wurde Vanessa Flack aus 160 Bewerbern ausgewählt. Sie ist zuständig für sämtliche Massnahmen im Kommunikationsbereich, also gleichzeitig für Werbung und Public Relations. Bei einer Messe müssen diese Kommunikationsdisziplinen zusätzlich zwei Seiten bedienen: Aussteller und Besucher. Für diese Kampagnen arbeitet die Kommunikationsleiterin mit verschiedensten Agenturen zusammen. Sie freut sich aber auch, wenn sie viele Ideen in ihre Strategien für die Messekommunikation einbringen kann.
Erfahrungen hat sie dazu genügend gesammelt. Nach der Matura in Wettingen erwarb Flack an der Dolmetscherschule Zürich das Übersetzerdiplom für die Sprachen Spanisch, Englisch und Französisch. Sie merkte aber schon kurze Zeit nach dem Studium, dass das einsame, im stillen Kämmerlein sich vollziehende Ringen um die ebenso korrekte wie elegante Wiedergabe einer Fremdsprache ihrem kommunikativen Wesen nicht ganz entsprach.
Ihren ersten Job in der Branche fand sie bei Trimedia. Dort hat sie als Direktionsassistentin von Aloys Hirzel «den besten Einblick in die
PR bekommen». Sie entwickelte sich zur PR-Assistentin und verfeinerte ihr Fachwissen beim Spri. Zum Schluss betreute sie bei Trimedia verschiedene Mandate im Konsumgüterbereich, zum Beispiel McDonald’s.
Nach fünf Jahren in Hirzels Diensten wechselte sie als Presseverantwortliche zum Filmverleiher Buena Vista. Die Promotion von «sehr vielen Actionfilmen» gehörte zu ihrem Programm. Spannend war auch der Betrieb hinter den Kulissen, wenn sie Schauspieler oder Regisseure in der Schweiz betreute. Wie geht man mit einem Star wie Götz George um? Die Premiere mit dem Raubein bekam sie schliesslich genauso spielend hin wie die Fahrten in der Limousine mit Til Schweiger oder den Fondue-Plausch mit Hollywood-Legende Sidney Pollak.
Vanessa Flack redet nach wie vor mit Begeisterung von der Filmbranche. Wieso hat sie ins Messefach gewechselt? In der Schweiz seien die grossen Promotionen eher zur Ausnahme geworden, Routine dominiere die Arbeit, denn die Stars konzentrierten sich nur noch auf wenige Metropolen. Und als am Ende «vieles angefangen hat, sich zu wiederholen», wollte die PR-Frau einen Schritt weiter gehen.
Im Herzen und in ihrer Freizeit ist sie leidenschaftliche Kinogängerin geblieben. Daneben spielt sie Tennis auf Interclub-Niveau und amtet regelmässig als Spielleiterin. Gelegentlich zieht sie im Zürcher Hallenbad City ihre Bahnen – auch weil ihr aus Tunesien stammender Mann dort als Bademeister arbeitet. Der volle Terminkalender von Vanessa Flack nährt den Traum, dass die beiden eines Tages ein bisschen mehr Zeit als nur gerade die Ferien in dem nordafrikanischen Land verbringen könnten. Der Umbau ihres Hauses in Tunesien schreitet jedenfalls voran.
Träumt von einem späteren Leben an den Stränden Tunesiens: Vanessa Flack, bei Messe Schweiz neu zuständig für die
Kommunikation von drei Publikumsmessen.
Andreas Panzeri

NZZ Online und FAZ.net vermarkten gemeinsam

Internet Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) kooperiert in Deutschland für die Vermarktung ihrer Website mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).

Internet Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) kooperiert in Deutschland für die Vermarktung ihrer Website mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).Ab sofort wird NZZ Online von der FAZ Electronic Media GmbH vermarktet. Geplant sind Paketangebote mit FAZ.net, um auch internationale Kampagnen zu gewinnen. Gemäss Kurt Busslinger, Leiter Marketing Neue Medien der NZZ, wird damit die gemeinsame Reichweite der beiden Sites «in der Zielgruppe qualitätsbewusster und kaufkräftiger Leser nahezu verdoppelt». Die Printausgabe der NZZ wird bereits seit 2001 von der FAZ-Tochter Leadermedia im deutschen Werbemarkt betreut.

Ringier reorganisiert Zeitschriftenmarketing

Verlage Ringier hat eine zentrale Abteilung Lesermarkt Zeitschriften Deutschschweiz gegründet. Leiter der Abteilung wird Markus Will,

Verlage Ringier hat eine zentrale Abteilung Lesermarkt Zeitschriften Deutschschweiz gegründet. Leiter der Abteilung wird Markus Will,der das Amt zusätzlich zur Leitung des Kundenkontaktcenters übernimmt. Ziel der Massnahme ist es, mit der Koordination der titelspezifischen und titelübergreifenden Lesermarkt-Aktionen die Auflage- und Leserzahlen zu optimieren. Ab 2004 werden Kunden, die mehrere Titel oder Sonderhefte aus dem Medienhaus belegen, neu von Key-Account-Managern betreut.

Beträchtliche Risikoaversion

Samuel Helbling über gute Börsennews und die kriselnde Wirtschaftspresse

Samuel Helbling über gute Börsennews und die kriselnde Wirtschaftspresse Die Schweizer Anleger finden zurzeit nicht nur an Bär und Bulle, sondern auch an zahlreichen Begleiterscheinungen der Börsenwelt wenig Gefallen. Es sei ein langer, dunkler Tunnel, in dem die Wirtschaftstitel stecken, verlassen von Lesern und Anzeigenkunden, hört man die Branche klagen. Die Auflage der fünf Deutschschweizer Wirtschaftstitel Cash, HandelsZeitung, Bilanz, Stocks, Finanz und Wirtschaft verringerte sich 2002 um total 30000 Exemplare – mehr als zehn Prozent der Gesamtauflage (Wemf 2002). Und auch die Anzeigenerlöse sind überdurchschnittlich eingebrochen. Gelähmt von der Krise dampfen die Finanzinstitute ihre Werbebudgets ein und lassen ihre Kunden in der anhaltenden Wirtschaftsflaute allein. Laut Inseratestatistik der Schweizer Presse beträgt der Einbruch bei den Inseraten in den ersten acht Monaten
zwischen 16 (HandelsZeitung) und 40 Prozent (Stocks).
Es ist eine Binsenwahrheit, dass der Gesundheitszustand der Wirtschaftstitel und speziell der Anlegermagazine am Tropf der Börse hängt. Die Auflagenkurve korrespondiert in der Regel mit den Aktienkursen, das heisst die Käufer der Wirtschaftspresse reagieren prozyklisch. Dass
erste Lichtblicke am Ende des Tunnels auszumachen sind, wird die Branche daher mit Freude erfüllen: Die Kurse an den grossen Aktienbörsen haben wieder angezogen und auch der Schweizer Aktien-index SMI hat seit März um über 30 Prozent zugelegt. Doch drei Jahre Baisse haben ihre Spuren hinterlassen. Durchgeschüttelt vom längsten Bärenmarkt der
jüngeren Börsengeschichte wird das Spekulationsfieber der Anleger nicht mehr so rasch steigen. Die Risikoaversion ist beträchtlich.
Bis die Wirtschaftspresse mit heissen Börsennews wieder neue Abonnenten ködern kann, wird noch einige Zeit verstreichen. Ihre Leser und Anzeigenkunden werden erst dann zurückkehren, wenn die Konjunktur wieder in voller Fahrt ist. Denn der Anleger und damit die Börse kennt nur zwei emotionale Zustände: Angst oder Gier – je nachdem, ob Bären oder Bullen regieren.
> Samuel Helbling, Chefredaktor

Ringier managt Bauers Magazine in Ungarn

Verlage Der Schweizer Medienkonzern Ringier, bereits grösster Zeitungsverlag in Ungarn, ist ein Joint Venture mit dem deutschen Heinrich Bauer Verlag eingegangen, wie die Hauszeitschrift Domo schreibt. Am ungarischen Unternehmen namens Euromedia halt

Verlage Der Schweizer Medienkonzern Ringier, bereits grösster Zeitungsverlag in Ungarn, ist ein Joint Venture mit dem deutschen Heinrich Bauer Verlag eingegangen, wie die Hauszeitschrift Domo schreibt. Am ungarischen Unternehmen namens Euromedia halten beide Partner je 50 Prozent. Bauer stellt die Lizenzen der Titel Bravo, Bravo Girl, Tina und Buci Maci (Bussi Bär) her. Ringier ist für das operative Geschäft verantwortlich.

Freixenet bei Pucci Sulzer

Die Werbeagentur Pucci Sulzer hat den nordeuropäischen Werbeetat der Sektmarke Freixenet erfolgreich verteidigt.

Die Werbeagentur Pucci Sulzer hat den nordeuropäischen Werbeetat der Sektmarke Freixenet erfolgreich verteidigt.Agenturen Nach einem Pitch gegen Kolle Rebbe, Hamburg, entschied sich die deutsche Getränkefirma Eckes für die bisherigen Betreuer aus Zürich. Eckes vertreibt den spanischen Sekt in Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und in Skandinavien.

Zwei Tore mit einem Puck

Eishockey Polyconsult verleiht mit einem neuen Sponsoringkonzept dem SCB-Mehrheitsaktionär Valora ein klares Profil.

Eishockey Polyconsult verleiht mit einem neuen Sponsoringkonzept dem SCB-Mehrheitsaktionär Valora ein klares Profil.Kein anderer Eishockeyclub vermag in Europa seine Fans stärker zu begeistern als der Schlittschuh-Club Bern (SCB). Als grösster Schweizer Sportclub belegt der SCB mit durchschnittlich 12500 Fans pro Heimspiel in Europa einen Spitzenrang. Nur die amerikanische National Hockey League vermag mehr Zuschauer anzulocken. Jedes SCB-Heimspiel wird vor diesem Publikum in der Bern Arena zu einem gesellschaftlichen Ereignis. Auch das Gastronomiekonzept und der VIP-Bereich des Hockeystadions suchen in der Schweiz ihresgleichen. Kein Wunder, liest sich die Liste der SCB-Sponsoren wie ein «Who is Who» der Schweizer Wirtschaft. Alle konventionellen Werbemöglichkeiten für die Sponsorenpräsenz sind ausgeschöpft.Das freut natürlich die Valora-Gruppe, die Mehrheitsaktionärin des SCB – und schmerzt sie zugleich. Denn die wenigsten Zuschauer bringen die nationalen Marken Kiosk, Merkur, Roland, Kägifret, Café Spettacolo und Fotolabo Club mit dem Retailkonzern in Verbindung. Mitunter ein Grund, warum Polyconsult von Valora beauftragt wurde, ein Neukonzept für ihre SCB-Sponsoring-Präsenz in Bern zu entwickeln.
Kopfschutz als Keyvisual
Das neue Konzept «schiesst zwei Tore mit einem Puck», meint CD René Maeder von Polyconsult. Es ermöglicht dem Publikum, auf den ersten Blick die Verbindung zwischen Valora und ihren Marken herzustellen und so die Gruppe als SCB-Sponsor zu identifizieren. Und weil Valora bereits in der Vergangenheit als Helmsponsor des SCB auftrat, wurde der Kopfschutz konsequenterweise als Keyvisual für das neue Konzept eingesetzt. In sämtlichen Kommunikationsmassnahmen wird er zum Hingucker und Brandträger von jeweils einer Valora-Marke. Das Motto dazu: «Valora. Gewonnen.»
Der international tätige Konzern ist mit seinen sechs Retailmarken im Umfeld des SCB in der bereits angelaufenen Eishockeysaison nicht mehr zu übersehen. In Anzeigen vor den SCB-Heimspielen treten Valora-Marken als Presenting-Sponsoren auf. F12-Plakate begleiten die Fans ins Stadion. Dort erwarten sie Inserate im Matchprogramm und ein Megaposter im VIP-Bereich. Konsequente Below-the-line-Massnahmen runden das Konzept ab. Diese reichen von VIP-Einladungen über 3-D-Tischkarten im Gastronomiebereich bis zu den Sitzkissen.
Partner Espace Media
Mit diesem Auftrag hat Polyconsult gleichzeitig ein Konzept für neue Wege in der Eishockeypromotion umgesetzt und neue Plattformen für die Sponsorenpräsenz entwickelt. Das Motto «We will light the fire» zieht sich als roter Faden durch alle Massnahmen. Das dazugehörende Mediakonzept basiert auf einer Partnerschaft mit Telebärn und dem Berner Bär aus dem Hause Espace Media Groupe und funktioniert in zwei Phasen.
In der ersten Phase galt es, Eishockey auch während der Sommerhitze wieder ins Gespräch zu bringen. Dafür sorgte ein auf den Berner Bär abgestütztes PR-Konzept. Parallel dazu warben Inserate für den Abo-Vorverkauf.
Phase zwei hat zu Saisonbeginn im September eingesetzt. TV-Spots und Inserate kündigen mit starker Präsenz die einzelnen Heimspiele an. Die SCB-Sponsoren haben dabei die Möglichkeit, als Presenting-Sponsoren aufzutreten. Die Spots werden in Paketen für drei Spiele angeboten. Der Presenting-Sponsor weckt den Spieltrieb, der den Weg durch die Stadt in die Bern Arena findet. «Bevor der erste Puck gespielt wurde, standen die Gewinner bereits fest», freut sich Polyconsult. Der SCB steigerte den Verkauf von Saison-Abonnements im Vergleich zu den Vorjahren markant.
Erholung an der BörseDie ausgestandenen Turbulenzen rund um den Abgang von Ex-CEO Reto Hartmann und die Überprüfung des Portfolios haben der
Valora-Aktie neuen Aufschwung verliehen. Am 17. März notierte der Titel auf dem Tiefstand von 204 Franken, sechs Monate später und nach der Trennung von Hartmann, am 19. September, erreichte die Aktie den bisherigen Höchststand von 304 Franken, am 6. Oktober schloss der Kurs bei 293 Franken. (cb)
Dienen der Valora-Gruppe als Transportmittel für ihre Retailbrands: Helme der SCB-Eishockeyspieler.
Andreas Panzeri

Aargauer Zeitung ohne Wahlspecial

Verlage Proteste von Politikern zeigtenWirkung: die Aargauer Zeitung verzichtet auf ihr Wahlspecial.

Verlage Proteste von Politikern zeigtenWirkung: die Aargauer Zeitung verzichtet auf ihr Wahlspecial.Das Wahlspecial hätte eine ganz gute Sache werden können – davon war man bei der Aargauer Zeitung überzeugt. Geplant war, die Beilage Anfang nächster Woche als Vorschau auf die National- und Ständeratswahlen in der Aargauer Zeitung und im Zofinger Tagblatt erscheinen zu lassen. Nun kam von oberster Stelle ein Njet. Grund für die Kehrtwende der Geschäftsleitung waren die vielen negativen Reaktionen der Politiker. Sie wurden nämlich aufgefordert, ein Inserat zu schalten, um im Special porträtiert zu werden. Dass diese Anzeige statt der üblichen 6000 Franken nur 1500 Franken gekostet hätte, nützte nichts.
«Die Art und Weise, wie die Politiker von uns angeschrieben wurden, ist unglücklich. Ich kann mir vorstellen, dass sich die Politiker damit unter Druck gesetzt fühlten», sagt Ueli Eckstein, Verlagsleiter der Aargauer Zeitung gegenüber der Werbewoche, und ergänzt: «Schade, dass ich den Brief vorher nicht gesehen habe.» Laut dem Verlagsleiter hätten einige Politiker mitgemacht. Da es aber weniger als die Hälfte der Kandidaten war, «machte es», so Eckstein «keinen Sinn, das Special zu publizieren».
(af)

Edi-Jury hat entschieden

Filmpreise Am Wettbewerb um die besten Auftrags- und Werbefilme wurden zehn Prozent mehr Filme eingereicht.

Filmpreise Am Wettbewerb um die besten Auftrags- und Werbefilme wurden zehn Prozent mehr Filme eingereicht.Die Würfel sind gefallen, die Preisträger werden am 6. November bekannt gegeben: Der Wettbewerb um die besten Auftragsfilme fand regen Zuspruch. Die Zahl der eingereichten Filmbeiträge stieg auf 154, zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Neu wurden auch Videoclips, Kinotrailer und andere Verkaufstrailer sowie E-Boards beurteilt. Bei Trailern für Hollywoodstreifen oder internationalen Musikclips ist Bedingung, dass der Regisseur oder die Produktionsgesellschaft schweizerisch sein müssen.Vergangene Woche hat die Jury die Preise vergeben. Darin sitzen Fachleute aus der Welt des Films und der Werbung, darunter die CDs Bene Abegglen, Oliver Girard und Mathias Freuler sowie der PR-Berater Andreas Jäggi. Die Preisübergabe findet im glamourösen Rahmen im Zürcher Schiffbau statt. Die Shortlist wird demnächst auf www .edinet.ch zu lesen sein.
(pan)

Das zyklische Elend

Kolumne Mit der Konjunkturkrise wächst auch der Konformitätsdruck. Dabei leiden längst nicht alle in der Medienbranche. Viele KMU und Freelancer profitieren sogar ganz direkt vom rasant gestiegenen Kostenbewusstsein.

Kolumne Mit der Konjunkturkrise wächst auch der Konformitätsdruck. Dabei leiden längst nicht alle in der Medienbranche. Viele KMU und Freelancer profitieren sogar ganz direkt vom rasant gestiegenen Kostenbewusstsein.Wie gehts?» In unseren Kreisen hat die Begrüssungs- und Verlegenheitsfrage neuerdings etwas Lauerndes. Das Unausgesprochene schwingt mit: «Dir wohl auch nicht so gut, gibs ruhig zu!» Die eleganteste Antwort, die ich in Interlaken gehört habe, lautete: «Persönlich sehr gut». Sie kam von einem der nicht wenigen, die in diesen Zeiten jammern, ohne wirklich zu leiden, die es aber schon nicht mehr wagen, sich dem allgemeinen Pessimismus entgegenzustellen.Denn die Wahrheit ist: Es gibt noch immer gute Ergebnisse. Zeitungsverlage mit 12 oder 15 Prozent Cashflow, Zeitschriften in rentablen Nischen, Verlage, die ihre Hausaufgaben gemacht und die Kosten rechtzeitig heruntergefahren haben. Doch das will derzeit keiner hören.
Die Branche hat beschlossen, es gehe ihr schlecht; entsprechend hoch ist der Konformitätsdruck. Niemand spricht beispielsweise davon, dass viele gut vernetzte Freelancer und KMU heute an Mandate herankommen, die in besseren Zeiten bei den grossen Adressen mit den hohen Fixkosten gelandet wären.
Kurzum: Das Verlagswesen als extrem zyklische Branche neigt zu Verallgemeinerungen, mitunter auch zu Hektik und fast immer zur Übertreibung, in schlechten Zeiten und in guten sowieso. Wenn die Konjunktur hustet, haben wir Lungenentzündung. Das ist logisch – solange wir es zulassen, dass 70 und mehr Prozent der Erlöse von Tageszeitungen aus dem Inserategeschäft kommen. Denn viele Treiber der Anzeigenwirtschaft sind schlicht nicht beeinflussbar. Im Stellenmarkt etwa spiegeln sich unternehmerische Entscheide und damit die Konjunkturerwartungen von hunderten von Betrieben aller Branchen. Und wenn an der Börse Hungersnot herrscht, hat auch derjenige, der von Finanzanzeigen immer gut gelebt hat, kein Brot.
Aber etwas anderes kommt noch hinzu. Wer je ein Budget durchzukämmen hatte, kennt die Versuchung, nicht das Wichtige zu tun, sondern das Dringende. Folglich kürzt man nicht dort, wo es langfristig am meisten einschenkt, sondern dort, wo ich am schnellsten Wirkung zeigen kann. («Zeigen», nicht «erzielen»: Schliesslich soll ja vor allem der Verwaltungsrat davon überzeugt werden, was für ein tüchtiger Manager ich bin und wie schnell ich das Steuer herumreisse.) Folglich gilt die Jagd jenen Kostenpositionen, die nur kurzfristig gebunden sind. Stellen abbauen, Standorte schliessen oder Lieferanten austauschen verschlechtern nämlich das Zahlenbild noch, weil Verträge und Kündigungsfristen einzuhalten sind und andere ausserordentliche Kosten entstehen.
Wie viel bequemer ist es da, ad hoc widerrufbare Aufträge zu kürzen. Und dann passiert eben, was uns so weh tut: Spätestens in der zweiten Budgetrunde ist all das unter dem Messer, was man nach aussen immer als unverzichtbare, langfristige Investition dargestellt hat: Neue Projekte, Aus- und Weiterbildung, Kommunikation und Markenpflege.
Ach ja, die Kommunikation! Der Marketingdirektor entscheidet, das Budget diesen und nächsten Monat einfach nicht freizugeben. Der Schub der letzten Kampagne wird wohl noch reichen, und ausserdem ist bald Weihnachten… Der CEO nickts ab und freut sich über die Kostenersparnis. Agenturen und Verlage ärgern sich über den Bescheid, haben aber keine Gegenargumente. Verflucht sei dieser elende zyklische Herdentrieb! Aber was hilfts: Auch wir müssen noch einmal übers Budget.
Okay, aber erst zweite Hälfte des Nachmittags! Vorher gehts noch in den Efficiency-Club. An einen Vortrag zu einem spannenden, aktuellen Thema: «In der Krise Marktanteile gewinnen durch antizyklisches Verhalten.»
> Karl Lüönd ist Publizist, Buchautor und Leiter des Medieninstituts des Verbands Schweizer Presse.

Helvetic Tours bucht bei Ruf Lanz

Der Reiseanbieter Helvetic Tours hat sich nach einem Pitch für Ruf Lanz, Zürich, entschieden. Erste Resultate der Zusammenarbeit werden im Januar 2004 zu sehen sein. Helvetic Tours, eine Tochter der Kuoni-Gruppe, wurde bisher von Spillmann Felser Leo

Der Reiseanbieter Helvetic Tours hat sich nach einem Pitch für Ruf Lanz, Zürich, entschieden. Erste Resultate der Zusammenarbeit werden im Januar 2004 zu sehen sein. Helvetic Tours, eine Tochter der Kuoni-Gruppe, wurde bisher von Spillmann Felser Leo Burnett (SFLB) betreut. Kuoni hatte erst im vergangenen August sowohl den Etat seiner Stammmarke als auch den von Helvetic Tours von AY&R zu SFLB verlegt.
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