Seit Wochen, Monaten, ja gar Jahren hält Vera Dillier die Schweiz mit ihrem aufregenden Privatleben in Atem. Ihr engster Verbündeter und mediales Sprachrohr, die Blick-Familie, informiert das Land über jeden Schritt.
Alles begann, als Jetsetterin Dillier ein Sex-SMS auf dem Handy ihres Lebenspartners Felix Guyer – gerade im künstlichen Koma liegend – entdeckte. Der «Liebes-Bschiss» blieb nicht ohne Folgen. Die Trennung war hart. Wie Hundepsychologin und Playboy-Model Andrea Vetsch wusste, halfen Dillier besonders ihre zwei Nackthunde über die Sex-SMS hinweg. Sie warnte aber auch: «Ein Tier kann menschliche Liebe nicht ersetzen».
Den Rat nahm sich Dillier zu Herzen: Bereits im November 2014 präsentierte sie Blick nach Pferdetrainer Fabio (26) und CVP-Politiker Daniele (21) mit Sonnencreme-Spezialist Küttel (46) «den Dritten in zwei Wochen». Keine Überraschung: Im April – noch nicht offiziell vom angeschlagenen Partner getrennt – verkündete sie bereits: «Die Männer stehen Schlange – Ich bin begehrt wie nie.»
Sex-Ferien bei den Gauchos
Irgendwann nach den Paris-Ferien ihrer Nackthunde – die Reise in der 1. Klasse des TGV war sehr anstrengend für die Vierbeiner – folgten Anfang Januar die «Sex-Ferien bei den Gauchos». Mit Juan (40) habe es in Buenos Aires einfach «Tingting» gemacht.
Das war bereits sehr interessant. Noch interessanter Dilliers Fazit des Gaucho-Trips: «Südamerikaner sind viel heisser im Bett als Europäer». Und weil man im Blick schliesslich unter sich ist, noch ein Zückerli von öffentlichem Interesse: «Was mit Felix am Ende noch lief, kann man nicht wirklich als Sex bezeichnen.»
Fast einen Monat lang wars danach ruhig um Frau Dillier. Man machte sich schon langsam Sorgen. Dann die Entwarnung: «Im Januar hats bums gemacht!», so die frohe Botschaft Ende Februar. Der Glückliche diesmal: Josef (29), Versace-Model und Immobilienmakler aus Tschechien. «Als er mich zum ersten Mal nackt sah, sagte er, ich hätte den Körper einer 20-Jährigen», erläuterte die Zürcherin ihr ebenso junges Glück. Nicht schlecht, denn bis auf die Nase soll angeblich alles echt sein. Ob – und falls ja, wie weit – seine Schätzung von der Realität abweicht, sollte Josef jedoch ein Rätsel bleiben: «Mein Alter wird er nie erfahren!», so Dillier im Sonntagsblick.
Wie alt sie wirklich ist, interessierte die Schweiz brennend. Das vermutete zumindest die Zeitung Schweiz am Sonntag und enthüllte in investigativer Manier das letzte kleine Dillier-Detail, das der Öffentlichkeit noch nicht unter die Nase gerieben wurde.
Wirklich geheim sei ihr Alter nicht, verrät die Zeitung. Wieso bisher trotzdem noch niemand die Mühe auf sich genommen hatte, auf dem Zürcher Handelsregisteramt nachzuschauen, bleibt zumindest dem Autor des feinsäuberlich recherchierten Artikels ein Rätsel.
Lösungsansätze: Vielleicht interessierte Dilliers Alter schlichtweg niemanden genug, um Nachforschungen anzustellen. Oder: Vielleicht gönnte man der Frau – bei allem Kopfschütteln – ganz einfach eine Art Restwürde. Gross genug scheint das Problem mit dem eigenen Alter ja zu sein.
Zu überraschen vermochte die Enthüllung dann aber nicht: Vera Dillier ist ungefähr so alt, wie man sie schätzen würde, wenn man ihren nackten «Körper einer 20-Jährigen» nicht im Detail kennt. Wie alt genau, wird an dieser Stelle nicht verraten. Denn wenn Josef kein Schweiz-am-Sonntag-Leser ist und die Blick-Medien weiterhin dichthalten, bleibt das süsse Geheimnis des jungen Pärchens gewahrt.
Ok, vielleicht war es auch naiv von Vera Dillier, den Medien von der Geheimniskrämerei zu erzählen und zu erwarten, dass alle Ringier-like mitmachen. Aber das hat wohl mit ihrem jugendlichen Alter zu tun. Waren wir mit 20 nicht alle noch etwas grün hinter den Ohren? Ist sie einmal im AHV-Alter, wird sie mit Sicherheit wesentlich überlegter vorgehen.
Thomas Häusermann