Future Connection: Neue Website für Circus Knie

Zu guter Letzt: Sehen und gesehen werden

Volvo und die Agentur Grey sorgen sich um die Fahrradfahrer und bringen mit dem «Lifepaint»-Spray Sicherheit auf die Strasse.

Das Thema hatten wir an dieser Stelle bereits im Dezember: Die Agentur Abott Mead Vickers BBDO stellte die reflektierenden Kleidungsstücke der Marke Proviz ins rechte Licht. Das Prinzip: Bei Dunkelheit können Fahrradfahrer nicht reflektierend genug sein. Wer gesehen wird, fährt weniger Gefahr, in einen Unfall verwickelt zu werden.

Volvo und Grey bleiben in England diesem Prinzip treu, gehen aber noch einen Schritt weiter und lancieren «Lifepaint». Die Farbe macht bei Dunkelheit alles sichtbar, was eingesprüht wird. Mit Vorteil das ganze Fahrrad. Wobei «Farbe» etwas übertrieben ist: Lifepaint ist nicht nur tagsüber unsichtbar, sondern hat keinerlei negativen Einfluss auf die behandelten Materialien und Farben. Und verschwindet nach spätestens einer Woche wieder – sofern es nicht vorher geregnet hat. Das Produkt kann überall aufgetragen werden, wo etwas oder jemand sichtbarer gemacht werden soll – also auch auf Hundehalsbänder und Schul-Rucksäcke.

https://www.youtube.com/watch?v=CfWzeGlaFvI

Mit Lifepaint werde die Sicherheit von Volvo nach aussen gekehrt und an die am meisten gefährdeten Verkehrsteilnehmer weitergegeben, so Nils Leonard, CCO von Grey London gegenüber Adweek.com.

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Seit Freitag werden in London 2000 Spraydosen an Bike-Shops verteilt. Sollte sich das Produkt im Alltag bewähren und von den Menschen positiv aufgenommen werden, wird die Kampagne national und international ausgeweitet.

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Unterstützt wird die Lifepaint-Lancierung von Plakaten, deren Inhalt erst sichtbar wird, wenn man sie mit Blitz fotografiert. (hae)

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Kraftkom: Naming und Brand Design für Heer Druck

Die St. Galler Agentur Kraftkom hat für Heer Druck – neu Medienwerkstatt – den gesamten Rebranding-Prozess entwickelt und umgesetzt.

Heer Druck ist schon seit längerem mehr als nur eine klassische Druckerei. Nämlich ein Mediendienstleister für Crossmedia und Print. Um die weit über die Druckerkompetenz hinausgehenden Leistungen auch nach Aussen sichtbar zu machen, hat sich das Unternehmen für eine Neupositionierung entschieden. Kraftkom hat den gesamten Rebranding-Prozess entwickelt und umgesetzt. Die Inhaber der jetzt neu benannten «Medienwerkstatt» haben sich für ein sehr unkonventionelles, vielfältiges und äusserst dynamisches Corporate Design entschieden. In der ersten Phase wurden Name, Brand, Korrespondenz, Website, Newsletter, Image- und Leistungsbroschüren, Mailing, Give-Aways, Aussen-, Innen- und auch Autobeschriftungen umgesetzt.

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Verantwortlich bei Medienwerkstatt: Markus Bättig, Daniel Stierli, Sonja Bloch. Verantwortlich bei bei Kraftkom: Pascale Hoch (Beratung), Natalie De Cataldo (Projektmanagement), Simone Bonilla (Art Direction), Silvia Brander & Anja Brönnimann (Graphic Design) / Fotograf: Tobias Siebrecht (Ammann & Siebrecht).

Studie: Werbeausgaben für Mobile werden Desktop Ende 2015 überholen

Einst ein «Nice-to-have» wird doch demnächst mobile Werbung die Mehrheit der Online-Werbeausgaben auf sich vereinnahmen. Das zeigt die Studie «Mobile Advertising Around the Globe: 2015 Annual Report» von Marin Software.

Angetrieben dadurch, dass die Verbraucher mobile Endgeräte so schnell annehmen und gleichzeitig die Klicks und Conversions auf mobile Anzeigen rasant ansteigen, werden Werbetreibende Ende 2015 mehr für mobile Anzeigen als für Desktop-Anzeigen ausgeben, so der Report. Er zeigt ausserdem, dass die Verbraucher mobile Endgeräte für die Produktsuche nutzen, aber trotzdem die meisten Online-Käufe über den Desktop tätigen. Für Werbetreibende ist es daher essenziell, ihre Cross-Channel-Werbestrategien so anzupassen, dass sie die Konsumenten über Endgeräte und Plattformen hinweg erreichen.

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Die Benchmark-Studie «Mobile Advertising Around the Globe: 2015 Annual Report» beinhaltet Statistiken und Trends, die durch die Auswertung des Marin Global Online Advertising Index aufgedeckt wurden. Der Index basiert auf Werbedaten von führenden globalen Marken, die pro Jahr digitale Werbekampagnen im Gesamtwert von mehr als 7 Milliarden US-Dollar über die Marin-Plattform steuern und verwalten. Die Daten repräsentieren alle wichtigen Branchen sowie 13 Länder und Regionen, einschliesslich USA, UK, Eurozone, Japan und China.

Die wesentlichen Ergebnisse des «Mobile Advertising Around the Globe: 2015 Annual Report» von Marin Software:

Mobile SEA zeigt einen meteoritenhaften Aufstieg

Zwischen Januar und Dezember 2014 ist der Anteil der SEA-Klicks über mobile Endgeräte von 32 auf 44 Prozent angestiegen. Es wird erwartet, dass Mitte des vierten Quartals 2015 die Klicks aus der bezahlten Suche über mobile Endgeräte mehr als 50 Prozent des gesamten SEA-Marktes ausmachen werden. Als Antwort auf diesen Trend wird erwartet, dass Werbetreibende Ende 2015 mehr für mobile Suchanzeigen ausgeben werden als für Anzeigen in der Desktopsuche.

Mobil recherchieren, über Desktop kaufen

Obwohl Mobile wächst, zeigt der Report, dass die Konsumenten mobile Endgeräte eher für die Produktsuche nutzen und auf mobile Anzeigen klicken, den Kauf letztendlich aber am Desktop abschliessen. Die Click-Through-Raten (CTR) von mobilen Search-Anzeigen liegen bei durchschnittlich 2,7 Prozent, während die durchschnittliche CTR für Desktop-Anzeigen im Search bei 2,1 Prozent liegt. Dasselbe Muster trifft bei mobilen Social-Anzeigen (0,6 Prozent CTR) und bei mobilen Display-Anzeigen (0,4 Prozent CTR) zu. Wenn es dann aber um die Conversion geht, ist noch immer Desktop führend. Suchanzeigen auf dem Desktop hatten eine durchschnittliche Conversionrate von 10,3 Prozent, Social-Anzeigen auf dem Desktop 1,1 Prozent und Desktop-Display-Anzeigen 3,1 Prozent. Im Vergleich dazu erreichen die mobilen Conversionrates 7,1 Prozent (Search), 0,4 Prozent (Social), 2,6 Prozent (Display).

Der Aufstieg von Mobile Display

Die Klicks auf mobile Display-Anzeigen sind von Januar bis Dezember 2014 um 60 Prozent gewachsen. Zu Beginn lagen sie bei 32 Prozent, am Ende bei mehr als 50 Prozent. Am Ende des Jahres kam die Mehrzahl der Klicks auf Display-Anzeigen von Smartphones und Tablets. Wieder nahmen die Smartphones den Desktop-PCs die Klicks weg. Der Anteil an den Klicks hat sich zwischen Januar und Dezember 2014 nahezu verdoppelt. Wenn diese Trends anhalten, wird zu Beginn des vierten Quartals 2015 der Prozentsatz an Klicks auf Display-Anzeigen nur über Smartphones (Tablets nicht eingerechnet) die Mehrzahl der digitalen Display-Klicks ausmachen.

Mobile dominiert bereits bei Social

Mobile Endgeräte machen bereits die Mehrheit der Ausgaben für Social-Anzeigen aus. Mehr als 55 Prozent der Budgets für Social Advertising fliessen in Smartphone- und Tablet-Kampagnen. Es ist kein Wunder, dass Unternehmen reichlich in mobile Anzeigen investieren. Denn sie funktionieren. 62 Prozent aller Klicks auf Social-Anzeigen kommen von Smartphones und Tablets.

Mobile Video Advertising im Aufstieg

Während Verbraucher noch hauptsächlich am Desktop Videos anschauen, holen mobile Endgeräte schnell auf. Daten von eMarketer zeigen, dass Smartphones und Tablets 30 Prozent aller Online Video-Views im dritten Quartal 2014 auf sich vereinten. Dieser Prozentsatz ist steigend.

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«Der Aufstieg von Mobile ist erstaunlich. Aber es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass die meisten Menschen zwischen Desktop und mobilen Endgeräten mehrfach hin- und her springen, wenn sie recherchieren oder Produkte kaufen», sagt Matt Ackley, CMO of Marin Software (Bild). «Unsere neuen Daten zeigen, das Werbetreibende ihre Strategien anpassen müssen, um die Verbraucher über mehrere Kanäle zu erreichen. Dazu müssen sie Tools einsetzen, die es iIhnen ermöglichen, exakte Attribution für mobile Anzeigen vorzunehmen. Klicks auf mobile Anzeigen führen nicht immer direkt zur Conversion. Aber sie beeinflussen sehr oft Käufe, die über den Desktop oder im Ladengeschäft abgewickelt werden.»

Für zusätzliche Einblicke und Daten rund um Global Mobile Advertising können Sie den «Mobile Advertising weltweit: 2015 Annual Report» von Marin Software herunterladen: http://bit.ly/1GYbSq3
 

Die Klappe: Shortlist bekannt

Die Klappe, der wichtigste deutschsprachige Wettbewerb für Film, ist entschieden. 68 Werbefilme schafften es auf die Shortlist. Einreichungen von Schweizer Agenturen sind leider keine darunter.

Im Hauptwettbewerb der Klappe für Werbeformate auf allen Kanälen votete die 27-köpfige Experten Jury unter Leitung von Thomas Strerath, zukünftig Jung von Matt, bei rund 320 eingereichten Arbeiten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz insgesamt 68 Filme auf die Shortlist. Nebst Andreas Panzeri, ehemaliger stv. Chefredaktor der Werbewoche, waren mit Martin Spillmann (Serviceplan Suisse) und Sonja Brand (Pumpkin Film) zwei weitere Jury-Mitglieder aus der Schweiz vertreten.

Mit Swisscom hat es zumindest ein Schweizer Kunde auf die Shortlist geschafft. In der Kategorie «Promi Spots» mit der von der Schweizer Firma Stories produzierte und Heimat Berlin kreierte Tina-Turner-Film; in der Kategorie «Craft – Kamera» mit dem Film «Baum», ebenfalls von Heimat kreiert und von CZAR / Feit Films produziert.

Die Medaillenvergabe erfolgt im Rahmen der Preisverleihung & Award Show moderiert von Thomas Strerath am 16. April 2015 im Theater Kehrwieder in Hamburg.

Shortlist (PDF)

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Zürich lanciert digitalen Concierge

Mit einer weltweit einzigartigen Dienstleistung soll in Zürich ein Mehrwert für alle Touristen geschaffen werden: In den über 10'000 Hotelzimmern der Region und Stadt Zürich wird noch dieses Jahr ein digitaler Concierge zur Verfügung stehen.

Die Highlights in Zürich erkunden, Informationen über das Hotel abrufen, im Restaurant einen Tisch reservieren, den Feedbackbogen zum Hotel ausfüllen – in Zukunft wird das alles dank digitalem Concierge in sämtlichen Zürcher Mitgliederhotels direkt vom Zimmer aus möglich sein. Der digitale Concierge ist ein Tablet, das mit jederzeit anpassbaren, digital aufbereiteten Inhalten die herkömmliche Hotelmappe ersetzt. Der digitale Concierge wartet direkt im Zimmer mit Informationen rund um die Destination Zürich und den jeweiligen Hotels auf. Langfristig soll das Tablet von Touristen auf Entdeckungstour durch die Destination als Stadtkarte, Informationsterminal oder Reiseführer mitgenommen werden können.

https://www.youtube.com/watch?v=R7WFlCGfeCY

Zürich Tourismus stiftet so für Hotelgäste genauso einen Nutzen wie für Gastgeber und andere touristische Anbieter in Zürich: Hotelgäste können bequem verschiedene Dienstleistungen vom Hotelzimmer aus oder unterwegs in Anspruch nehmen, während Hotelbetreiber Informationen über das Hotel oder News – etwa das aktuelle Tagesangebot im Restaurant oder den Fitnesszeitplan – ihren Gästen zeitnah und unkompliziert ins Zimmer senden können. Über integrierte Inhalte von Zürich Tourismus können Touristen ausserdem auf Events oder spezielle Angebote aufmerksam gemacht werden.

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Die Tablets werden von Zürich Tourismus, in Kooperation mit Swiss Casinos Zürich und dem Zürcher Hotelier-Verein, den Mitgliederhotels kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Umsetzung erfolgt durch das auf digitale Gästemappen spezialisierte Unternehmen SuitePad, die technische Projektleitung hat Denkplatz. Interessierten Hotels stehen dabei drei mit unterschiedlichem Design ausgestattete Angebote zur Auswahl: Basis, Executive und Superior.

Bei der abgebrochenen Kundenbestellung angesetzt

Ve Interactive reduziert mit Apps die Abbrecher-Rate bei Kunden von Online-Shops. Laut Case Studies hat diese Strategie bei Conrad Electronic und Deindeal.ch Wirkung gezeigt.

Verlassen potenzielle Kunden, die zum Beispiel durch eine Google-Suche auf dem Webshop gelandet sind, diesen gleich wieder, weil sie nicht das gesuchte auf einen Blick finden konnten, schlägt ihnen VeAssist alternative Produkte vor, die dem Suchwort entsprechen. Verlässt ein Nutzer den Webshop vor dem endgültigen Kauf, wird ihm durch VeContact ProActive angeboten, sich die Artikel aus seinem Warenkorb als Merkzettel per Mail zuzusenden. Dieses Mail ermöglicht dem Kunden, den Kauf zu einem späteren Zeitpunkt geräteübergreifend auf Laptop, Smartphone oder Tablet im selben Shop fortzuführen und abzuschliessen. Auch mit VeChat lässt sich die Conversion Rate optimieren. Will der potenzielle Kunde die Seite verlassen, wird er mittels eines Layers gezielt angesprochen und gegebenenfalls um Feedback gebeten. Völlig automatisiert kann VeChat Hilfe oder auch spezielle Rabatte anbieten, um den Kunden auf der Seite zu halten. Hat der Nutzer bereits seine E-Mail-Adresse hinterlassen, bricht aber dennoch den Kaufprozess ab, sendet VeContact ihm nach einer Stunde eine einmalige Servicemail, die über den Abbruch informiert, Produkte aus dem Warenkorb anzeigt und zum Zurückkehren zum Shop anregt.

Mit diesen Re-Marketing- und Re-Engagement-Apps reduziert Ve Interactive die Absprungrate von Webshops und kann so für eine Umsatzsteigerung um zweistellige Prozentpunkte sorgen. Die einzelnen Apps und Kampagnen werden dabei über das Dashboard VePlatform verwaltet und gesteuert. Zudem liefert die VePlatform hilfreiche Analysen und Reportings, die wiederum Basis neuer Kampagnen sein können. Ve Interactive arbeitet mit einem rein erfolgsbasierten Provisionsmodell. Vertragslaufzeiten oder Einrichtungskosten kommen auf Shop-Betreiber nicht zu.

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Case Studies zum App-Einsatz für Conrad Electronic und Deindeal.ch

Der Elektronik-Händler Conrad Electronic sieht sich mit einer hohen Wettbewerbsintensität durch eine Vielzahl an Konkurrenzanbietern und verschiedenste Preisvergleichsportale konfrontiert. Die Konsequenz war eine hohe Abbruchrate im Bestellprozess und damit viele verlorene Online-Verkäufe. Daher sollte Ve Interactive dafür sorgen, dass die Serviceorientierung nach den Filialen auch auf allen anderen Vertriebswegen gesteigert werden kann. Diese persönliche Betreuung sollte den Kunden auch online geboten werden und so eine bessere Wahrnehmung des Kundenservices garantiert werden. Das Unternehmen hat daraufhin ein speziell auf die Schweizer Marktanforderung hin konzipiertes Gesamtkonzept aufgestellt. Zunächst wurden generische Emails mit personalisierter Anrede versendet. Der Produktfeed wurde als Hauptkampagne eingesetzt. Und zuletzt wurde eine personalisierte Anrede verwendet, um mit den Kunden nach abgebrochener Bestellung auf einem sehr persönlichen Level in Verbindung zu treten.

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Das Ergebnis: Die zurückgeholte Konvertierung konnte um 266 Prozent gesteigert werden, die Klick-Rate stieg um 19 Prozent an und mehr als 50 Prozent aller E-Mail-Empfänger klickten weiter auf den Online-Shop von Conrad, um dort den abgebrochenen Einkauf abzuschliessen. Diese Remarketing-Strategie scheint gut anzukommen: «Unsere Kunden sind sehr zufrieden mit den Lösungen von Ve Interactive», heisst es bei Conrad Electronic.

Deindeal.ch sah sich ebenfalls mit einer hohen Abbruch-Rate konfrontiert. Grund: die zeitlich begrenzten und oft wechselnden Angebote. Viele Dein Dealer sind Impulskäufer, die auf der Suche nach den besten Deals auf der Plattform surfen. Für den Bestellabbruch von Bestandskunden wurde zwar inhouse bereits eine Email-Lösung entwickelt. Diese konnte aber aus technischen Gründen nicht für Neukunden eingesetzt werden. Ve Interactive aktivierte Ve Contact. Durch die Kombination eines Product-Feeds und einer zweistufiger Cascade-Mail wurde ein spezifisch zugeschnittener Email-Zyklus entwickelt. Im zweiten Schritt wurde Ve Chat eingebunden – anfangs auf der Produktseite, später auch im Checkout von Dein Deal.

Das Ergebnis: Ve Contact erzielte eine Click-to-Conversion-Rate von 14 Prozent, die Integration des Product Feed in die E-Mail führte zu einer Steigerung der Conversion Rate um 33 Prozent und Ve Chat erzielte direkt nach der Aktivierung eine Conversion Rate von 30 Prozent. Durch Ausweitung der Ve Chat-Kampagne auf die Checkout-Seite wurde der zurückgewonnene Umsatz um weitere 25 Prozent gesteigert. «Die technische Integration unsererseits war sehr einfach und mit wenig Aufwand verbunden», heisst es auf Seiten von Dein Deal.

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Leo Burnett: Neuer Markenauftritt für Walder

Das traditionsreiche Familienunternehmen Schuhhaus Walder lancierte Mitte März ihren neuen, von Leo Burnett Schweiz konzipierten Markenauftritt mit Plakaten, Kunden­magazinen, diversen POS-Massnahmen und Events.

Der ebenfalls neue entwickelte Webauf­tritt wird in den kommenden Monaten online sein. Die neue Markenpositionierung steht unter dem Claim «Freude, die bleibt. Walder Schuhe» und verkörpert Werte, für die Walder Schuhe schon seit über 140 Jahren steht: erstklassige Qualität und Mode, persönliche Beratung und professionellen Service.

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Per August 2014 hat die sechste Generation Walder das Zepter im Schuhhaus Walder übernom­men. Die neue Geschäftsführung unter der Leitung von Daniel Walder setzt ein Zeichen für die Zukunft und beauftragte Leo Burnett Schweiz mit der Konzeption eines komplett neuen Markenauftritts. «Das tiefe Verständnis der Marke Walder, die Markenpositionierung sowie die frische, kreative Umsetzung haben uns überzeugt», sagt Daniel Walder.

In der aktuellen Printausgabe: Interview mit Daniel Walder

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Neuer Claim

Erstklassige Qualität und Mode, persönliche Beratung und ein professioneller Service – Werte, für die das Schuhhaus Walder schon seit über 140 Jahren steht und nun auch in der neuen Markenpositionierung unter dem Claim «Freude, die bleibt. Walder Schuhe» verkörpert wer­den. So inszeniert Leo Burnett kurze, vergängliche Momente der Freude und stellt diesen Mo­menten Freude gegenüber, die viel länger anhält: Schuhe von Walder.

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Walder Filialen in neuem, modernen Look

Der neue Markenauftritt ist aber nicht nur in der Werbung sichtbar: Die 29 Walder Filialen bekommen einen komplett neuen, frischen und modernen Look. Die Umsetzung der neuen Markenpositionierung am POS wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Produktionsteam und den technologischen Möglichkeiten der Leo Burnett Factory gemacht. So konnte sehr effizient eine zugleich attraktive wie auch effektive Lösung entwickelt werden, welche nun fortlaufend in den Walder Filialen umgesetzt wird.

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Damit «Freude, die bleibt.» auch firmenintern gelebt wird, hat Daniel Walder mit seinen Mitar­beitenden diverse Workshops durchgeführt und sie mit einem eigens für sie entwickelten Mit­arbeitergeschenk inklusive Informationspacket vorab informiert. So sagt Daniel Walder: «Die neue Positionierung muss von allen gelebt werden und im täglichen Kundenkontakt spürbar zum Ausdruck kommen.» Die Kampagne läuft seit Mitte März mit Plakaten, Kundenmagazinen, diversen POS-Massnah­men und Events. Der ebenfalls von Leo Burnett entwickelte und in enger Zusammenarbeit mit Update realisierte Webauftritt wird in den kommenden Monaten online sein.

Verantwortlich bei Walder Schuhe: Daniel Walder (Geschäftsführer, Leiter Marketing & Verkauf), Suena Jäger (Werbe- und Kom­munikationsleiterin), Sabrina Wagner (Marketingassistentin). Verantwortlich bei Leo Burnett: Axel Eckstein (ECD), Patrik Suter/Mark Stahel (Text), Reto Clement/Daniele Barbiero (Art Di­rection), Alba Rau (Grafik), Rolf Zimmermann (Strategie), Dominik Mätzener (Beratung), Eras­mo Palomba (Art Buying), Roger Weber (Fotografie), Daniel Strickler (Produktion), Martin Ottinger (Bildbearbeitung), Hannes Kälin (DTP), Oliver Arnoczky, Tanja Sahli (Update).

Kundenzuwachs und Pitch-Gewinne

PR-KFS, Statement, Jenni Kommunikation, PRtools, Infel Corporate Media und Reflection Marketing vermelden Zuwachs im Kundenportfolio.

Karl F. Schneider kommuniziert für «Omega-life»

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Das im Bereich Personal und Health Care tätige Unternehmen Doetsch Grether wird bei der Kommunikationsarbeit für «Omega-life Classic 500» von PR-KFS, Karl F. Schneider, unterstützt. Für das Nahrungsergänzungsmittel realisiert PR-KFS zahlreiche Massnahmen; unter anderem einen Wettbewerb, bei dem man ein ausgewogenes Viergangmenü für sechs Personen gewinnen kann. Ernährungstrainerin und Störköchin Dara Conti kocht beim Gewinner zu Hause.

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Statement lebt den Moment mit Gauloises

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Die Zürcher Agentur Statement gewinnt einen weiteren Grosskunden: die von British American Tobacco (BAT) Switzerland lizenzierte Marke Gauloises. Gemäss Mitteilung der Agentur zeichnet sie sich ab sofort verantwortlich für die Aktivierungskampagne 2015. Unter dem Motto «Vive le moment», kreiert, konzipiert und koordiniert Statement für die Marke Gauloises schweizweit sämtliche Massnahmen für die Bereiche HoReCa, Festivals und Events. «Wir haben uns für die Zusammenarbeit mit Statement entschieden, weil uns die Agentur mit ihren Ideen und Ansätzen überzeugen konnte und uns in Sachen Aktivierung, Engagement und Involvement unserer Zielgruppen neue Wege aufgezeigt hat», so Frédéric Addor, Brand Executive Licensed Brands, British American Tobacco Switzerland.

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Jenni Kommunikation mit Kundenzuwachs

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Die Zürcher PR-Agentur Jenni Kommunikation hat mit Safe Swiss Cloud und Starmind International zwei neue Mandate gewonnen.

Ab sofort übernimmt Jenni Kommunikation das Mandat für die Öffentlichkeitsarbeit in der Schweiz von Safe Swiss Cloud. Safe Swiss Cloud ist ein sicherer und innovativer Schweizer Infrastructure-as-a-Service (IaaS) Provider. Mit den Services von Safe Swiss Cloud können mittlere und grössere Unternehmen auf einfache Art und Weise komplexe virtuelle Datacenter in der Cloud aufbauen. Die Datenbestände der Kunden von Safe Swiss Cloud stehen unter strengstem Datenschutz gemäss Schweizer- und EU-Recht.

Auch Starmind International vertraut in Sachen Medienarbeit auf Jenni Kommunikation. Das Jungunternehmen mit Wurzeln an der ETH ist ein Pionier auf dem Gebiet Brain Technology. Es ermöglicht Unternehmen, das gesamte interne Know-how über organisatorische Grenzen hinweg allen Mitarbeitenden überall und in Echtzeit zugänglich zu machen. Starmind setzt dazu selbstlernende Algorithmen ein, die auf den Prinzipien der Hirn- und künstlichen, neuronalen Netzwerkforschung basieren. Starmind blickt auf ein solides Wachstum zurück. Aufgrund der deutlich gestiegenen Mitarbeiteranzahl wurde der Hauptsitz unlängst in ein grösseres Büro nach Küsnacht verlegt. Mit Niederlassungen in den USA und Deutschland wird die Expansion weiter vorangetrieben.

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PRtools entscheidet Tertianum-Pitch für sich

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Das Unternehmen Tertianum will seine Marken klarer positionieren und das Online Marketing unter anderem mit drei neuen Webauftritten stärken. Die Zentralschweizer Kommunikationsagentur PRtools hat den Pitch um die neuen Webauftritte für sich entschieden. «PRtools lieferte uns ein kreatives und gut durchdachtes Konzept und überzeugte mit einem umfassenden Angebot», begründet Marianne Häuptli, Mitglied der Geschäftsleitung von Tertianum, den Entscheid. Tertianum ist mit den Marken Tertianum Residenzen, Perlavita und Vitadomo ein Schweizer Markt- und Meinungsführer im Bereich «Leben und Wohnen im Alter». Zurzeit umfasst die Gruppe 23 Betriebe in der Schweiz.

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Postmail entscheidet sich für Infel Corporate Media

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Postmail, ein Konzernbereich der Schweizerischen Post, lässt das Mitarbeitermagazin PM-Magazin künftig von Infel Corporate Media realisieren. Erfahrung, Analyse und überzeugende Ideen der Agentur haben zum Entscheid geführt. Die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen startet im April. Die Publikation erscheint sechs Mal pro Jahr mit einer Auflage von rund 18'000 Exemplaren. Die dritte Ausgabe in diesem Jahr wird die erste, die Infel umsetzt. 
«Infel Corporate Media weist viel Erfahrung mit Mitarbeiterpublikationen vor. Zugleich hat die Agentur unser Magazin treffend analysiert und überzeugende Ideen präsentiert», begründet Maja Guldenfels, Leiterin Publikationen bei PostMail, die Entscheidung.

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Reflection Marketing erhält Auftrag von Expo Milano

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Prestige-Mandat aus Italien für Reflection Marketing: Die Zürcher Agentur, spezialisiert auf strategische Beratung im Bereich Marketing und Sponsoring, wurde von der Weltausstellung in Mailand mit der Entwicklung der Vermarktungsstruktur beauftragt.
Das Projekt umfasst die Wertberechnung der verschiedenen Partnerleistungen, die Gestaltung der Sponsorenhierarchie-und Pakete sowie die Definition des konkreten Pricings. Expo Milano konnte namhafte Partner wie Accenture, Samsung, die Fiat-Gruppe oder Eenel mit an Board holen. Die Weltausstellung 2015 widmet sich dem Thema Ernährung und öffnet ihre Tore von Anfang Mai bis Ende Oktober.

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Fashion-Hattrick für The House Agency

Zum dritten Mal in Folge hat The House Agency das integrierte Kommunikationskonzept für die «Lange Nacht der Mode», eine Initiative von AMEO, umgesetzt.

Der seit 2013 stattfindende Event verwandelt Zürich jährlich in eine Fashion-Metropole und bietet zahlreichen Modehäusern die Gelegenheit, ihre aktuellen Frühlings- und Sommerkollektionen zu präsentieren.

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Models machen den Rennweg zum Laufsteg

The House Agency lancierte im Vorfeld des Events eine transmediale Aktivierungskampagne, die insbesondere auf Plakate, Inserate, Taxi-Branding, POS- und Display-Werbemittel setzte. Die digitalen Präsenzen (Web / Mobile) informierten ausführlich über das attraktive Programm. Neben der Umsetzung im Bereich Kreation war The House auch für die Entwicklung der Mediastrategie und dem dazugehörigen Mediaeinkauf verantwortlich. Erstmals fand auch eine Live-Berichterstattung über Social-Media-Kanäle statt. Dafür hat die Content-Unit von The House eigens einen Community-Manager gestellt, der regelmässig über alle Besonderheiten und Ereignisse berichtete.

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Grosse Modenschau im Globus

Stilettolauf, Fashion und mehr

Für eine Fashion-Parade, produziert und choreografiert von Lichtkünstler Gerry Hofstetter, wurde der Rennweg zum Runway. Danach luden Modehäuser sowie Fashion Stores an Bahnhofstrasse und Rennweg mit exklusiven Shows, Attraktionen und viel Prominenz in ihre Geschäfte. Das diesjährige Highlight war der Stilettolauf für den guten Zweck. Dieser wurde von glowbalact organisiert, um Aufmerksamkeit für den Kampf gegen Menschenhandel zu generieren. Auch wenn der Weltrekord leider verpasst wurde, die Solidarität der Teilnehmenden war überwältigend. Zum traditionsgemässen Abschluss des Events wurde im Hiltl-Club bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

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Bachelor Rafael Beutl macht ein Selfie mit Fans

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Didier Cuche gibt Autogramme

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SRF Moderator Rainer Maria Salzgeber überzeugt sich von den Bauchmuskeln der Leichtathletik-Legende Dave Dollé

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Glanz und Gloria Moderatorin Annina Frey sorgt als DJane für Stimmung

Der Motz von Butz: Der Scheiss am Papierverschleiss

Vor 50 Jahren verbrauchte eine Person 100 kg Papier pro Jahr. Heute liegt diese Zahl über dem Doppelten. Und das in einer totalen digitalen Welt.

Um was es hier geht: Wir verbrauchen zu viel Papier. Dadurch holzen wir die Wälder ab. Greenpeace spricht im Jahr 2003 von 5,5 Bäumen pro Person. Welche Umweltschäden bei der Papierherstellung entstehen, ist auch bei Greenpeace unter «Chlor» nachzulesen. Seit 2008 verbrauchen wir in der Schweiz weniger grafische Papiere, aber das sind immer noch mehr als 500 000 Tonnen. Mehr Papier für Drucksachen als im 2008 verbrauchen wir heute jedoch mit importiertem gedrucktem Papier, also im Ausland produzierten Drucksachen. Das ergibt mehr als die Hälfte der gesamten Anzahl Drucksachen (258 322 Tonnen). Als Vorstellung: 6458 Lastwagen à 40 Tonnen.

Bis hier argumentieren die meisten Befragten: «Ja, das ist ein Problem. Wir sollten weniger Papier verschleudern und vor allem weniger im Ausland produzieren lassen.»

Und jetzt beginnt mein echter Motz: Wir verdrucken 80 Prozent unserer Flyer, Prospekte, Kataloge, Direct Mails usw. nicht nur zu 50 Prozent im Ausland, sondern zudem zu 100 Prozent widersinnig. Meine Theorie: Ich glaube nicht, dass 10 Prozent der Adressaten solchen Drucksachen ihre Aufmerksamkeit schenken. Sandro Galli von der Firma Propaganda Zürich sagte selbst, dass mindestens 90 Prozent der Empfänger von Werbung diese ungelesen in den Müll werfen. In Zürich sollen an jedem zweiten Briefkasten «Stopp Werbung»-Kleber davor abraten, ein solch schwachsinnig bedrucktes Papier einzustecken.

In einem früheren Motz habe ich schon über diesen Sammelhefter «In» gesprochen und dessen grossen Vorteile erwähnt, den ganzen Papierhaufen schon vorgebündelt wegschmeissen zu können. Einige ganz Schlaue schleichen sich mittels Beihefter via Zeitschrift über den Briefkasten auf meinen Tisch. So gesehen in der Weltwoche Nr. 9, ab Seite 35. Das Ding heisst «Fokus Wohnen», und es ist sofort ersichtlich, dass es sich dabei um Einschleichwerbung handelt. Ganz so übel, wie die mir vorliegende 28-seitige Aldi-Woche, ist sie aber nicht.

Es bereitet mir immer wieder Mühe zu glauben, dass diese Art Werbung den gewünschten Effekt hat. Wenn ich das richtig verstanden habe, erscheint jede Woche ein solcher 28-seitiger Aldi-Schleuderprospekt, der in einer geschätzten Auflage von 1 Million in drei Sprachen produziert wird. Rechnen wir für ein Exemplar 50 Rappen Druck, Distribution etc., dann ergibt dies für ein halbes Jahr 12,5 Millionen Franken. Dabei werden für die 28-seitige Aldi-Woche mal 1 Million Auflage mal 25 Wochen mal 40 g = 1000 Tonnen hässlich bedrucktes und unbeachtetes Papier verschleudert. Ich bin der Meinung, dass man mit so viel Geld Werbung generieren könnte, welche vom Publikum beachtet und sogar mich mit Sympathie und Geschmack in eine Aldi-Filiale locken könnte.

Schauen Sie sich mal einen solchen Wochenangebots- Prospekt an: Typografie: Note null. Texte: null. Logistik: null. Emotionalität: null und Fotografie: unternull. Das einzig Akzeptable ist, dass geschrieben steht «Gedruckt in der Schweiz». Mein Aufsteller der Woche: die von den grossen Uhrenherstellern kreativ bemalten und dekorierten Trämli während der BaselWorld.

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Dieser 21,2 kg schwere und 51 cm hohe Altpapierstapel hat sich bei uns in nur 14 Tagen angesammelt. Zum grossen Teil unbeachtet, vor allem die Werbeprospekte.

Theophil Butz, Grafiker, Werbeagentur-Inhaber, Inspirator und seit mehr als vier Jahren auch noch Motzer für die Werbewoche-Leser. Sachdienliche Hinweise bitte an [email protected].
 

Finsternis im Newsfeed

Schlechte Werbung wirft ihre Schatten voraus.

Grosse Pop-ups und Promoted Posts verdecken oder verdrängen, was wir auf unseren kleinen Bildschirmen eigentlich sehen wollen. In der Stadt Zürich behielten besorgte Lehrer ihre Schüler während der Sonnenfinsternis sicherheitshalber in den Klassenzimmern, weil Blicke in die verdeckte Sonne schädlich fürs Auge sind. Ähnlich viel Fürsorge wünschte man sich von Werbern, weil Blicke auf Bildschirme, die von belanglosen Markenbotschaften verdeckt sind, schädlich für deren Absender und ärgerlich für deren Betrachter sind. Auf Facebook ist es für Userinnen und User ein Leichtes, Urheber störender Botschaften für immer aus dem Newsfeed zu verbannen: «Alle Werbeanzeigen dieser Marke verbergen.»

Das Gros der Werbe- und Mediaspezialisten scheint dies bislang wenig zu kümmern. Im Gegenteil. Statt Klasse gibt’s Raffinesse. Felder zum «Skippen » von Pop-ups werden immer kleiner und besser versteckt. Genau so gut versteckt wie die allwissenden Cookies und Algorithmen, die jedes erdenkliche Bedürfnis, egal, ob real, erraten oder erfunden, weit im Voraus mit einer entsprechenden Werbebotschaft antizipieren. Bleibt das Clickbaiting als vermeintlich kreativste Form von Raffinesse, welches mit Teaser-Botschaften wie «Was danach geschah, hat die Welt zu Tränen gerührt …» Erwartungen ins Uneinlösbare hochschraubt.

Raffinesse ist gut und gehört in seriöser Form mit zum Geschäft. Aber ohne Kreativität und Passion als starke Gegenüber verkommt Werbung in Web und Social Media zum Störfaktor. Uli Wiesendanger, TBWA-Mitbegründer im Persönlich-Interview: «Werbung ist heute langweiliger als früher.» Eine Ursache ortet der 80-Jährige im «Heranwanzen» von Marken an Käufer. Man müsse die Konsumenten nicht im Detail kennen. Ihn störe das, genauso, wie der feste Glaube, man müsse via Facebook, das er selber «beiseite schiebt», Käufer auch als Freunde gewinnen. In den Kommentaren wird Wiesendanger als Held gefeiert …

Wiesendanger, der sich für die Werbung ein bisschen Skandal, gescheite Argumentation und Humor wünscht, bringt die wachsende Bedeutung des regionalen Aspekts von Werbung ins Spiel. Er baut uns eine gedankliche Brücke zwischen Raffinesse und Kreativität. Es geht um Nähe als Ziel und ums Targeting als Instrument. Targeting im Sinne von Raffinesse mit klugem Datenmanagement: Wo, wann und mit welchen materiellen Bedürfnissen ist eine Zielperson eben gerade unterwegs? So was ist in unserer fragmentierten Medienlandschaft ohne die Hilfe intelligenter Analysetools nicht mehr rauszukriegen. Der Schweizer Maler und Grafiker Hans Erni ist am 21. März im Alter von 106 Jahren verstorben. Targeting im Sinne von Kreativität erfordert Hingabe und Zuwendung. Erni hat sich ganz mit der Schweiz identifiziert. In Abstimmungsplakaten für die Anbauschlacht (1942), für das Frauenstimmrecht (47) oder für die Einführung der AHV (54) hat er, wie die NZZ in einem Nachruf schreibt «seinen bürgerlichen Realismus für erreichbare Ziele eingesetzt ».

Unvergessen sein 500-Quadratmeter-Bild «Die Schweiz das Ferienland der Völker» zur Landesausstellung von 1939. Mit einer Collagetechnik verband er Tradition und Technik und traf damit die Schweizer Volksseele in einer schwierigen Zeit. Er war Held der «Landi», weil er «den Leuten nach den Augen zeichnete», schreibt die NZZ weiter. «Er schaffte eine Kunst, die man verstehen kann, ohne etwas von Kunst zu verstehen», schrieb ein Hans-Jörg Heusser 1983.

Was man jetzt über Erni liest, sollte man über Werber schreiben können. Man muss nicht nach den Augen eines ganzen Volkes konzipieren können. Aber nach jenen vieler kleiner Gruppen schon. Targeting ist Hinführung via raffinierte Tools und Ausführung mit Hingabe, Zuwendung und Geschick. Das Targeting ist für uns Werber ein Challenge. Tools helfen und Wirkungstechniken maximieren die Wahrscheinlichkeit der positiven Rezeption. Bleiben die Inhalte, deren oberste Maxime die Relevanz ist. Für Ordnung in Dynamik und Vielfalt sorgt die richtige Strategie und ein Team aus Enthusiasten. In den kommenden Beiträgen werde ich genannte Themenbereiche beleuchten. Mit Sonnenlicht, frei von Finsternis;) – hoffentlich.

Beat Hürlimann
 

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