Autor: admin
Live on Stage
Adscreen Neu vermarktet IP Multimedia Screens an Konzerten. Darunter sind auch Big Screens.
Die sechs Openairs können nur als Gesamtpaket gebucht werden, ein 20-Sekunden-Spot kostet brutto 25000 Franken. Noch steht die Zahl der Ausstrahlungen nicht fest, Schlenker rechnet jedoch mit rund 30 bis 40 pro Anlass. Ausgehend von drei Kontakten pro Person (letztes Jahr zählte man insgesamt 170000 bis 180000 Besucher) ergibt dies einen TKP von knapp 50 Franken. Anders als bei den meisten anderen In- und Outdoor-Screens können in diesem Fall die Spots mit Ton abgespielt werden.
Möglich ist allerdings, dass sich der Paketpreis noch ändert, falls nämlich auch die Openairs St. Gallen und Hochybrig sowie der Energy-Event nach der Streetparade hinzukommen. Hier laufen die Verhandlungen noch. Schlenker, der neu auch ein Screen-Netz an Kiosken vermarktet (siehe S. 20), ist jedoch zuversichtlich.
(mk)
Ziegler Papier auf Kurs
Unsatz Trotz Währungsturbulenzen und hohen Energiepreisen hat Ziegler Papier ein relativ gutes Jahr hinter sich. Umsatz und Ertrag konnten gegenüber 2003 gehalten werden.
Skiathleten auf der Schippe
Nationalstolz Das alpine Schweizer Skiteam verpasste in Bormio sämtliche Chancen, um im Medaillenspiegel aufzutauchen. Erstmals seit 1966 im chilenischen Portillo stand kein Schweizer auf einem WM-Podest.
Schweizer Juroren für Cannes bestimmt
Wettbewerbe Vier Schweizer Werberinnen und Werber dürfen bei der Vergabe der Cannes-Lions 2005 mitmachen.
Zwei Teile statt wie bisher drei
Plakatdruck F12-Formate oder grössere können seit neuem mit weniger Bogenteilen produziert werden.
Weltweit sind erst drei Maschinen in Betrieb: Zwei in Deutschland und die dritte Roland 900 XXL verliess nun das MAN-Werk Offenbach in Richtung Bachenbülach. Der Erste zu sein, war nicht die Hauptmotivation. Marti freut sich über die Produktivität und über den Sachverhalt, dass die hier zu Lande beliebten dreiteiligen F12-Plakate nunmehr in zwei statt drei Bogenteilen gedruckt werden können.
Die Formatgrösste bei JCM
Die Fünffarben-Rapida-205 von KBA im Format 151 ¥ 205 cm – die einzige Maschine mit einer vollautomatischen Schneideinrichtung –, wird bei JCM ausschliesslich für die Produktion von Plakaten eingesetzt.
Dabei ist die grossformatige Offsetdruckanlage beim Schlieremer Unternehmen nichts Neues. Schon seit mehr als zehn Jahren werden auf einer von JCM selbst importierten und modifizierten Miehle-Bogenoffsetmaschine grossformatige Plakate im Offsetdruckverfahren hergestellt. Mit der Anschaffung der Rapida 205 hat sich JCM vor gut zwei Jahren für eine moderne Druckmaschine entschieden. Die Rapida 205, die derzeit grösste Bogenmaschine, produziert nun seit fünf Monaten. Marketing- und Verkaufsleiter Manfred Sollberger ist begeistert vom vollautomatischen Plattenwechsler, von der integrierten Schneideinrichtung und den kurzen Einrichtzeiten. Technisch ist die Maschine auf dem allerneusten Stand: In der Vorstufe generierte CIP3-PPF-Daten werden direkt übermittelt und steuern automatisch die Farbvoreinstellung. Insgesamt habe sich die Produktivität dank der neuen Maschine deutlich verbessert, ergänzt Sollberger.
Neben hauptsächlich F200-Plakaten werden damit auch GF-Plakate (Grossformat) produziert. Vor allem beim Druck von GF-Plakaten werden die Vorteile deutlich: Statt neun Teile werden nur vier produziert. Zu den Einsparungen von Platten, Einricht- und Druckzeit erzielt JCM einen erhöhten Qualitätsstandard. Die Bogenübergänge werden deshalb auf zwei reduziert.
JCM JCM Offsetdruck AG verfügt über 18 Druckwerke und ist damit die grösste Plakatdruckerei der Schweiz. Domiziliert ist das Unternehmen in Schlieren bei Zürich. JCM beschäftigt heute 47 Mitarbeitende. Das Unternehmen wurde 1895 von Jakob Clemens Müller gegründet.
Seit 1995 druckt JCM grossformatige Plakate im Offsetdruck auf einer eigens importierten und umgebauten Miehle-Vierfarbenmaschine (Format 137 x 197 cm). Schon mit der Miehle konnte das Unternehmen Plakate in weniger Teilen drucken und hat den
Markt damit nachhaltig beeinflusst. Im Oktober 2004 hat bei JCM eine KBA Rapida 205 als grösste Bogenoffsetmaschine der Schweiz die Produktion von Plakaten aufgenommen. Diese Maschine wurde erst wenige Monate vor der Inbetriebnahme bei JCM auf der Fachmesse drupa in Düsseldorf als Weltneuheit vorgestellt.
Im Unternehmen produzieren neben der Rapida 205 noch zusätzliche Fünffarben- und Sechsfarben-Druckmaschinen bis zum Format 100 x 140 cm. (jf)
Setaprint Die Setaprint ist ein zur Pierre-Louis-Marti-Holding gehörendes Unternehmen im Industriegebiet von Bachenbülach, ca. 15 km nördlich von Zürich. Das 25 Mitarbeitende zählende Unternehmen setzt für den Druck von Plakaten drei Druckverfahren ein: grossformatigen Digitaldruck, Siebdruck und Offsetdruck.
Seit seiner Gründung 1986 (damals noch in Zürich-Altstetten ansässig) befindet sich der Maschinenpark technologisch immer an vorderster Front. So wurde 1986 die erste vollautomatische
Siebdruckmaschine der Schweiz installiert. Seither können Cityposter kostengünstig produziert werden. Dann installierte die Setaprint das Direktprojektionsverfahren, womit die Siebdruckformen mittels Mutterlitho direkt bebildert wurden. Ebenfalls als erstes Schweizer Unternehmen erwarb Setaprint 1999 eine Computer-to-Screen-Anlage für die Herstellung von Siebdruckformen auf Basis von digitalen Daten. Und schliesslich nahmen die Pioniere eine grossformatige Plakatdruckmaschine neuster Bauart in Betrieb. (jf)
JCM druckt mit einer KBA Rapida 205 – der formatgrössten Offsetmaschine der Schweiz – grossformatige Plakate in weniger Bogenteilen.
Statt dreiteilig (Bild oben) können F12-Plakate auch bei der Setaprint – hier auf einer MAN Roland 900 XXL – in nur zwei Teilen produziert werden.
Statt drei Bogenteile (rechts) für F12-Plakate müssen nur noch zwei Teile produziert werden. Voraussetzung ist, dass die Druckerei über eine entsprechende Maschine verfügt. Quelle: APG
Jürgen Franck
Branchentreffen
Messe Die Hunkeler Innovationdays 2005 in Luzern boten neuste Entwicklungen rund um Web Finishing und Print-on-Demand.
Integrierte Mailing-ProduktionEine weitere Weltpremiere war die integrierte Personalisierung und Veredelung von Direct Mailings auf einer Nipson VaryPress 400 und dem Universalmodul UM-PL 520-W von Hunkeler. Die ab Rolle beschickte vierfarbig bedruckte Papierbahn ohne Führungslochrand (Pinless) wurde bei Bahngeschwindigkeiten von 125 m/min im Printersystem mit variablen Daten bedruckt und anschliessend im Universalmodul gestanzt, perforiert und in Querrichtung (Rausschnitt für randabfallenden Druck) geschnitten. Das US-Unternehmen MAR Graphics wird als erster Anwender einer derartigen Konfiguration dank der Integration bisher getrennter Prozesse die Stückkosten in der Mailing-Herstellung erheblich senken können. Laut Nipson geht die Prozessintegration so weit, dass mit der Einbindung von Rollenoffsetmaschinen die durchgängige Direct-Mailing-Produktion von der unbedruckten Rolle bis zum fertigen Produkt realisiert werden kann.
Innovationdays Seit Hunkeler 1996 die Innovationdays zum ersten Mal durchführte, ist diese Messe stetig gewachsen. Die sechste Auflage des Branchentreffpunkts für das Print-on-Demand, die Formular- und Mailing-Herstellung und die Papierentsorgung fand im Februar in Luzern auf einer Fläche von 4500 m2 statt. Neben Hunkeler waren die bedeutendsten Anbieter von Digitaldrucksystemen und Weiterverarbeitungsanlagen sowie Softwareentwickler und Hersteller von Verbrauchsmaterialien vertreten. (jm)
Jürg Marti
Ammarkt relauncht Kompressionsstrümpfe
Gesundheit Die St. Galler Marketingagentur Ammarkt hat Salzmann Medico als neuen Kunden gewonnen.
Ganz schön selbstbewusst
Mode Die zweisprachige Agentur Numéro 10 aus Bern will urban orientierte Deutschschweizer Frauen mit La Redoute einkleiden.
Im Jahr 2002 war das französische Unternehmen in der welschen Schweiz mit einer Bekanntheit von 90 Prozent bereits Nummer zwei hinter Veillon. In der deutschen Schweiz gilt es nach wie vor, gegen die traditionellen und gut verankerten Marken wie Spengler, Jelmoli oder Ackermann zu kämpfen sowie gegen die Konkurrenz aus Deutschland mit Otto und KarstadtQuelle.
«Fashionista» wird angepeiltDie helvetische Kommunikation von La Redoute will Numéro 10 an die «Fashionista» adressieren. Diese Frau ist 20 bis 40 Jahre alt und empfänglich für das Neue, das Andere, den Wechsel. «Sie ist sehr aktiv und mobil», wie Gilles Aeby meint. Der Head of Strategic Planning bei Numéro 10 umschreibt die Kernattribute dieser Frau und ihrer Mode weiter als demokratisch, frei, frisch, leicht rebellisch, spontan, erfinderisch, leidenschaftlich, unterschiedlich und emanzipiert. Gezeigt wird deshalb in der Kampagne eine «Fashionista», die genau weiss, was sie will, «in Sachen Mode und überhaupt im Leben».
Umgesetzt ist diese Idee mit einer Frau, die im Auto sitzt, «weil das eigene Auto wie auch Kleider eine Art zweite Haut sind, eine Möglichkeit, seinen individuellen Ausdruck und seine persönlichen Vorlieben auszudrücken». Im Auto sitzend auch, weil diese Pose als Symbol gemeinhin für Männer reserviert ist. Numéro 10 will mit einer weiblichen Protagonistin am Steuer das Bild einer modernen und selbstbewussten Frau zeigen. «Die Frau, die weiss, wo es langgeht, beansprucht das Statussymbol Auto inzwischen für sich.»
Die Kampagne begleitet die Lancierung der Frühlings-/Sommerkollektion 05 und den neuen Modekatalog inklusive Internetportal. Gearbeitet wird mit F12- und F200-Plakaten in der Stadt und Agglomeration von Zürich, Basel, Bern. Die Inserate erscheinen in Modemagazinen.
Auffallen auch mit Model-EventsFür frühere Kampagnen hat La Redoute im Jahr 2003 bereits ein Fashion-Diner in Zürich organisiert. Aus 270 Amateurmodellen wurden 10 für einen Catwalk ausgewählt, trainiert und gestylt. Der Event wurde von «oops» auf SF 2 sowie Tele- Züri begleitet. Die Siegerin durfte
im neuen Katalog posieren. In einer ähnlichen Aktion im Jahr 2004
haben bei der «Experience: Bikini on Ice» 150 Freiwillige in Zürich und 300 in Lausanne mitten im Winter an einem Badekleiderhappening teilgenommen.
Mit solchen Events sind die Katalogbestellungen im Millionen-Zürich nach zwei Kampagnen um 33 Prozent gesteigert worden. Der Umsatz für La Redoute hat um 44 Prozent zugenommen.
Fashion-Diner in Zürich: Mit der Modelagentur Option organisierte La Redoute einen Catwalk.
La Redoute spricht mit seiner Werbung moderne Frauen zwischen 20 und 40 Jahren an.
Die Modebotschaft aus Paris soll über alle Sprachgrenzen hinweg bis nach Zürich zu hören sein.
Ungebremst ins Blumenmeer: Numéro 10 wendet sich für La Redoute an eher forsche Frauen.
Numéro 10 soll Conforama bekannter machen: Der Komiker Gerhard Tschan baut die Brücke zum Publikum.
Die Berner Agentur Numéro 10 drückt aufs Gaspedal: Für La Redoute will sie selbstbewusste Deutschschweizer Frauen anziehen. >> Seite 10
Andreas Panzeri
Cash-Online berichtet wieder kostenlos
Internet Die Nutzer von Cash-Online erhalten wieder mehr Gratisnachrichten. Die Nachfrage nach dem kostenpflichtigen Newsdienst «Secret Service» sei unter den Erwartungen geblieben, bedauert Ringier.
TPC verdreifacht Gewinn
Umsatz Die TV Productioncenter Zürich AG (TPC) hat im vergangenen Geschäftsjahr den Gewinn nach Steuern von 1,5 Millionen auf 4,7 Millionen Franken verdreifacht.
«Print+Cut»: eine zündende Idee
Aussenwerbung Die Kombination aus Formenschneiden und Digitaldruck schafft neue Möglichkeiten für Werbemittel.
Da mit neuen Digitaldrucksystemen sowohl starre als auch flexible Materialien, Bogen- oder Rollenware bedruckt und zudem UV-trocknende Farben verwendet werden können, brechen Systeme wie das grossformatige Digitaldrucksystem UVjet 250-Combi in ein lange vom Siebdruck beherrschtes Segment ein. Vom Vorteil, dass wie bei allen Digitaldruckverfahren keine Druckform im eigentlichen Sinne benötigt wird und damit auch keine Herstellungs- und Materialkosten anfallen, profitiert auch der UVjet und prädestiniert ihn für den Druck von Kleinauflagen.
Die Kombination machtsDoch der bei Christinger installierte UVjet alleine ist keine Besonderheit (mehr) im Schweizer Markt. Erst die Kombination mit dem Schneidsystem Zünd Cutter macht die Installation beim Schlieremer Unternehmen besonders interessant. Der Cutter kann mittels Schneid- und Fräswerkzeugen sowie mitgedruckten Orientierungshilfen und den Schneiddaten daraus Figuren oder Formen aus unterschiedlichsten Materialien wie Schaumplatten, Karton, Plexiglas, Folien, Aluminium, Holz herauszuschneiden. Auch grafische Textilien können mit dem Cutter in Form gebracht werden.
Karlheinz Kaiser, CEO bei Christinger, erwähnte, dass sich die Grenzen zwischen Digital- und Analogdrucksystemen durch den zunehmenden Konkurrenzkampf verschoben hätten. Er ist begeistert von den Möglichkeiten und glaubt, dass seine Kunden mit auf Form geschnittenen Sujets auffallen. «Steller können, da digital gedruckt, individuell und in deutlich kleineren Auflagen gefertigt werden als bisher – Werbematerialien für Verkaufspunkte lassen sich in Klein(st)serien kostengünstig realisieren und Messestände können kurzfristig neu gestaltet werden. Und das sind nur die klassischen Einsatzmöglichkeiten …»
Geschäftsleiter Toni Fricker kommt ins Schwärmen ob der weiteren Möglichkeiten, die sich mit der neuen Kombination aus Digitaldrucker und Cutter realisieren lassen. Vor allem für die Herstellung von Einzelstücken oder Prototypen in sehr vielen Bereichen, für die Ausgestaltung von Räumen bis zum Bereich Corporate Decoration, werden «Print+Cut»-Anlagen eingesetzt. «Die Herstellung eines individuellen Bistrotischs ist möglich – aber dies ist nur eines von vielen Beispielen», sagte Fricker. Verglichen mit der konventionellen Produktion liegt der Vorteil der Anlage bei der kostengünstigeren Realisierung: «Es gibt keine andere Möglichkeit, digital gedruckte Aufträge nachträglich auf eine bestimmte Form zu schneiden. Eine Alternative wäre die Herstellung einer Stanzform, was aber für Kleinauflagen nicht rentabel ist und zudem viel Zeit braucht.»
Drucken und formen Die «Print+Cut»-Installation bei Christinger Partner in Schlieren
besteht aus einem Grossformat drucksystem UVjet 250-Combi und
einem Zünd Cutter. Der erst letzten Mai an der Fachmesse drupa vorgestellte Sechsfarbendrucker kann für Rollen- und Bogenmaterialien eingesetzt werden. Mit einer maximalen Auflösung von 400 dpi kann der Printer bis zu 100 mm dicke, sowohl flexible als auch starre Materialien
bedrucken.
Von den Sujets werden nach dem Druck anhand von speziellen, mitgedruckten Markierungen und mit Hilfe einer Kamera sowie der geladenen digitalen Schneidform (umgewandelte Freisteller-Daten aus Photoshop) ein oder mehrere Nutzen herausgeschnitten. Mit dem Cutter ist tiefengenaues Schneiden («kiss-cutting»), Durchschneiden, Rillen oder Fräsen möglich. Für die verschiedenen Materialien müssen beim Cutter die richtigen Schneid- oder Fräswerkzeuge eingesetzt werden. (jf)
Drucken, schneiden – fertig: Mit Digitaldrucksystem (oben) und Cutter lassen sich Werbemittel produzieren und auf Form bringen.
Jürgen Franck
