Achille Casanova zu Gast im Journitalk

Der Ex-Bundesratssprecher und Ombudsman für Radio und Fernsehen DRS ist Roland Jeannerets Gast im Oktober-Gespräch.

Ex-Bundesratssprecher und Ombudsman für
Radio und Fernsehen DRS Achille Casanova ist Roland Jeannerets Gast im
Oktober-Journitalk. Seit 1962 arbeitete Casanova im Bundeshaus als
Korrespondent für diverse Medien. Im Jahr 2000 übernahm er den
neugeschaffenen Posten des Bundesratssprechers. Insgesamt diente
Casanova 26 Bundesrätinnen und Bundesräten, nahm an 1180 Sitzungen der
Landesregierung teil, redigierte 213 Abstimmungserläuterungen und
leitete 1500 Medienkonferenzen. Anfang Jahr kündete er seinen Rücktritt
an und seit Sommer ist er Ombudsman für Radio und Fernsehen DRS. Bevor
er sein Amt antrat, gab seine Entlöhnung bereits heftig zu diskutieren.
Im Journitalk stellt sich der Ex-Bundesratssprecher den kritischen
Fragen von Roland Jeanneret. Das Gespräch findet am Montag, 17. Oktober
von 12 bis 13 Uhr im Politforum Käfigturm in Bern statt. Es sind keine
Anmeldungen erforderlich.

Schleichwerbung auf Sat. 1 bestätigt

ProSiebenSat.1 Media präsentiert erste Ergebnisse des Prüfberichts zu Schleichwerbung.

ProSiebenSat.1 Media präsentiert erste
Ergebnisse des Prüfberichts zu Schleichwerbung. Der Vorstand des
Unternehmens hatte diese Prüfung wegen Vorwürfen von Product Placement
auf Sat.1 in Auftrag gegeben. Sie wurde von einer unabhängigen
Kommission aus internen sowie externen Anwälten mit Unterstützung der
Geschäftsführung von Sat.1 durchgeführt.
Die Kommission kommt in einem ersten Zwischenbericht zu dem Ergebnis,
dass der weitaus grösste Teil der Beiträge nicht zu beanstanden sei.
Gemäss der Prüfungskommission gab es jedoch bei Zulieferungen der
Produktionsunternehmen Worldcom und Connect TV unzulässige
Platzierungen von Produkten. Sämtliche Geschäfte mit Worldcom wurden
Ende des Jahres 2004 durch das Management von Sat.1 beendet.
Verbindungen zu Connect TV wird Sat.1 ab sofort einstellen.
Guillaume de Posch, Vorstandsvorsitzender von ProSiebenSat.1
Media,  betont, dass Roger Schawinski als Geschäftsführer von
Sat.1 seit einiger Zeit gegen Product Placement vorgehe. Die
ProSiebenSat.1-Gruppe werde eigene Massnahmen ergreifen, um
Schleichwerbung vom Bildschirm zu verbannen. Gefordert sei jedoch auch
die Politik sowie die Europäische Kommission, die klare rechtliche
Rahmenbedingungen schaffen müsse, führt de Posch weiter aus. Personelle
Konsequenzen werde es aufgrund der derzeitigen Sachlage nicht geben,
heisst es in einer Pressemitteilung.

Neuer Anzeigenleiter bei Migros-Magazin und Saison-Küche

Reto Feurer übernimmt per 1. November die Leitung des Anzeigenteams für die beiden Kundenmagazine.

Reto Feurer wird per 1. November die
Leitung des Anzeigenteams für das Migros-Magazin sowie für die
monatliche Kochzeitschrift Saison-Küche übernehmen. Feurer war die
letzten zwei Jahre bei Cinecom als Berater tätig. Zuvor arbeitete er
mehrere Jahre in der Verlags- und Anzeigenbranche. So war Feurer zwei
Jahre bei Ringier tätig und wechselte danach zum Tages-Anzeiger und zum
Magazin. Nun tritt er die Nachfolge von Bernt Maulaz an, der die
Verlagsleitung des Migros-Magazins übernommen hat.

Hugo Schittenhelm verlässt UVEK

Schittenhelm ist seit 1994 im Informationsbereich des Bundes tätig und war unter anderem Pressesprecher für Otto Stich und Kaspar Villiger.

Kommunikationschef Hugo Schittenhelm
verlässt das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie
und Kommunikation (UVEK). Schittenhelm ist seit 1994 im
Informationsbereich des Bundes tätig und war unter anderem
Pressesprecher für Otto Stich und Kaspar Villiger. Zuvor arbeitete er
als innenpolitischer Redaktor bei der Nachrichtenagentur AP und der
Berner Tageszeitung Der Bund. Die Nachfolge übernimmt sein bisheriger
Stellvertreter André Simonazzi, der Bundesrat Moritz Leuenberger ab dem
Präsidialjahr als Kommunikationschef begleiten wird. Simonazzi war
zuvor mehrere Jahre Informationschef bei Caritas Schweiz und arbeitete
als Journalist bei der Walliser Tageszeitung Le Nouvelliste. Der genaue
Zeitpunkt der Amtsübergabe ist noch nicht bestimmt, wie das UVEK
mitteilt. Die Stelle des stellvertretenden Kommunikationschefs soll
demnächst ausgeschrieben werden.

Elevator TV soll noch dieses Jahr eine Sendelizenz erhalten

Dominik Kaiser, Initiant von Elevator-TV, will dem Bakom nächste Woche eine aktuelle Version des Konzessionsgesuches aus dem Jahre 2003 senden.

Der neue Schweizer Privatsender Elevator
TV soll noch dieses Jahr vom Bundesrat die Sendelizenz erhalten, wie
das Fernsehmagazin TV-Star berichtet. Das Konzessionsgesuch für den
neuen Privatsender sei beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom) zur
Übergabe an den Bundesrat bereit. Es fehle einzig die Bestätigung, dass
Cablecom das TV-Programm im Analognetz verbreitet, erklärt
Bakom-Sprecherin Caroline Sauser. Dominik Kaiser, Initiant von
Elevator-TV, plant, dem Bakom nächste Woche eine aktuelle Version des
Konzessionsgesuches aus dem Jahre 2003 zu senden. Falls der Bundesrat
das Gesuch rasch prüft, soll  Elevator TV noch dieses Jahr die
lang ersehnte Sendelizenz erhalten. TV-Star schreibt ferner, dass der
Sender tatsächlich Elevator TV heissen werde, was bis anhin noch unklar
war.

Frame Eleven für zwei Eyes & Ears Awards nominiert

Am 27. Oktober geht die Zürcher Produktions- und Designfirma mit zwei Arbeiten für SF 2 ins Finale.

An den 7. Internationalen Eyes & Ears
Awards vom 27. Oktober in Köln ist die Zürcher Produktions- und
Designfirma
Frame Eleven gleich für zwei Awards nominiert. Die beiden Projekte
«Werbetrenner und Serien-Labels» und «Musicnight Sendedesign», die
Frame Eleven
für SF2 realisiert hat, haben es auf die Shortlist geschafft. In
insgesamt 32 Kategorien des Media-Designs, der
On-Air-, Online- und Cross-Promotion sowie der Markenkommunikation für
die audiovisuellen Medien zeichnet eine internationale Fachjury die
herausragendsten Beiträge und Produktionen unter den Gesichtspunkten
Innovation & Effektivität aus. Eyes & Ears of Europe ist die
Vereinigung für Design, Promotion und Marketing der audiovisuellen
Medien.

BR-SPRG lädt zu Symposium über Interne Kommunikation

Experten vermitteln am 10. November, wie die Mitarbeiterkommunikation zum Wertschöpfungsfaktor wird.

Das Berufsregister der Schweizerischen
Public Relations Gesellschaft (BR-SPRG) organisiert ein Symposium unter
dem Titel «Employees First – Wertschöpfung durch interne
Kommunikation». Diese Veranstaltung findet am 10. November im neuen
Stade de Suisse – Wankdorf Bern statt und wird dieses Jahr zum 12. Mal
durchgeführt. Referieren werden unter anderen Urs Berger (CEO der
Mobiliar), Rolf Hasler (HR-Verantwortlicher der Post) sowie Walter P.
von Wartburg (Kommunikationsberater und ehemaliger Leiter Global
Corporate Communications von Novartis). Das Symposium der BR-SPRG soll
aufzeigen, wie interne Kommunikation ein bedeutender Faktor im
Unternehmen werden kann und wie sich ihr Stellenwert im Verlaufe der
wirtschaftlichen, technologischen und gesellschaftlichen Entwicklung in
den letzten Jahren verändert hat. Anmelden kann man sich auf der
Website oder beim Sekretariat Berufsregisterkommission BR-SPRG (Tel.
031 380 81 11; Fax 031 380 81 12, E-Mail: [email protected]).

Metro lanciert Gratiszeitung in Irland

Associated Newspapers Limited und Metro International entwickeln in Zusammenarbeit mit den Irish Times eine Gratiszeitung für Irland.

Pendlerzeitungen fassen auch in Irland Fuss. Die Verlage Associated Newspapers und Metro International haben am
Montag in Zusammenarbeit mit den Irish Times unter dem Titel Metro
eine Gratiszeitung in Dublin lanciert. Metro
International hält zunächst 10 %, Associated Newspapers  90 % am
neuen Projekt. In Zukunft sollen jedoch alle drei
Unternehmen zu 33,3 % am Grundkapital beteiligt sein. Gedruckt wird
Metro im Hause der Irish Times. Metro International ist mit seiner
Gratiszeitung bereits in 18 Ländern weltweit vertreten. In
Grossbritannien kam Associated Newspapers
dem ursprünglich schwedischen Unternehmen zuvor und lancierte 1999
selbst eine Pendlerzeitung namens Metro. Nun verbünden sich die beiden
Verlage gegen den einheimischen Verlag Independent News and Media
(INM). Der Herausgeber der Dubliner Tageszeitung Evening Herald
lancierte am Montag ebenfalls ein Gratisblatt. Es habe eigentlich als
«Metro edition» des Herald erscheinen sollen, berichtet der britische
Guardian, doch Associated Newspapers habe diesen Namen gerichtlich
verbieten lassen. Deshalb heisst die Zeitung vorläufig Herald AM. INM
will aber gegen den Gerichtsentscheid rekurrieren. Der Verlag glaubt
sich im Recht, da der Herald bereits ein tägliches Ausgehmagazin namens
Metro enthalte.

Schweizer Journalist komplettiert Herausgeberteam

Margrit Sprecher und Karl Lüönd gehen bei der geplanten Branchenzeitschrift an Bord.

Am 25. November erscheint die neue
Branchenzeitschrift Schweizer Journalist zum ersten Mal, wie die
Werbewoche Ende August berichtete. Acht Wochen vor dem Start hat der
Medienfachverlag Oberaue das Herausgeberteam komplettiert. Zu den beiden
bereits bekannt gegebenen Mitgliedern, MAZ-Direktorin Sylvia Egli und Professor Stephan
Russ-Mohl, treten Margrit Sprecher und Karl Lüönd.
Sprecher ist freie Journalistin in Zürich. Sie schreibt unter anderem
für die Neue Zürcher Zeitung, die Weltwoche und Das Magazin des
Tages-Anzeigers. Sprecher hat zudem mehrere Bücher veröffentlicht,
zuletzt «Die Kunst der grossen Reportage» gemeinsam mit Kai Herrmann.
Karl Luönd leitet noch bis Ende Jahr das Medieninstitut des Verbands Schweizer
Presse. Bis 1998 war er Chefredaktor und Geschäftsführer der Züri Woche, davor unter anderem stellvertretender Chefredaktor beim Blick.

Talent Screen: Animationsfilm gewinnt

Sven Roehler wurde am Freitag im ausverkauften Zürcher Club Mascotte mit seinem Animationsfilm «Bobby» als «Film Talent 2005» ausgezeichnet.

Sven Roehler wurde am Freitag, 7. Oktober,
im ausverkauften Zürcher Club Mascotte mit seinem Animationsfilm
«Bobby» als «Film Talent 2005» ausgezeichnet. Der Filmwettbewerb Talent
Screen fand dieses Jahr zum ersten Mal statt und wurde vom Kollektiv
für audiovisuelle Werke organisiert (die Werbewoche berichtete).Am vergangenen Dienstag um 12 Uhr konnten
die Wettbewerbsteilnehmer die vorgegebene Thematik von der
künstlerischen Leiterin Anna Luif entgegennehmen. Zum Thema «Lächeln +
Putzen» hatten die Teilnehmer des Movie-Marathons 48 Stunden Zeit, um
einen fünfminütigen Film zu realisieren. 102 Teams gingen an den Start. 95 Filme wurden abgegeben. Insgesamt 476
Mitarbeitende hätten in den 95 Filmteams mitgewirkt, heisst es in
einer Pressemitteilung.

Die besten zehn Filme des Movie-Marathons wurden dem Publikum am
Freitag vorgeführt. Die Zuschauer haben den Animationsfilm «Bobby» als
Siegerfilm gewählt. Das Gewinnerteam um Sven Roehler (Eva Rust, Jordie
Doubt, Gaby Schuler, Stefan Holaus) erhält als Preis eine Summe von
5000 Franken. Sie seien nicht völlig überrascht über ihren Triumph,
erklärten die Sieger am vergangenen Freitag gegenüber der Werbewoche.
Die Gewinnsumme würden sie untereinander aufteilen, teilten sie weiter
mit.

Im nachfolgenden Pitch Battle konnte sich Luc Walpoth gegen seine
sieben Konkurrenten durchsetzen und wurde zum «Pitch Talent 2005»
gekürt. Die zehn besten Filme des Movie-Marathons sind ab sofort auf
Talentscreen.ch abrufbar.

Bleibt der Filmwettbewerb Talent Screen eine einmalige Veranstaltung oder
ist mit einer Fortsetzung zu rechnen? Philip Delaquis vom Kollektiv für
audiovisuelle Werke: «Durch das positive Echo bestärkt,
planen wir bereits Talent Screen 2006.»

Rona Grünenfelder

Bild: Sonja Levy
(v.l.n.r.: Stefan Holaus, Jordi Doubt, Sven Roehler, Eva Rust, Gaby Schuler)

Tages-Anzeiger ersetzt Radio durch mehr TV

Die Radiosender verschwinden von den Programmseiten der Zürcher Tageszeitung.

Die Radiosender verschwinden von den
Programmseiten des Tages-Anzeigers (TA). Die knapp anderthalb Spalten
werden seit Montag mit zusätzlichen Hinweisen zum Fernsehprogramm
gefüllt. Lediglich einige «Radio-Tipps» bleiben erhalten. Für die
Programme von DRS 1 und DRS 2 verweist die Zürcher Tageszeitung auf
ihre Mittwochsbeilage TVtäglich. Für die bisher ebenfalls enthaltenen
Sender DRS 3, SWR 2, Bayern 4, Radio 24, Energy Zürich, Radio Zürisee
und Radio Top müssen sich die TA-Leser nach anderen Quellen umsehen.

Le Temps bringt Sudoku aufs Handy

Ein Zehner-Set der trendigen japanischen Zahlenrätsel kostet 9 Franken.

Die Genfer Tageszeitung Le Temps startet
einen neuen Leserservice. Rätselfreunde können sich ab sofort Sudoku
via SMS aufs Mobiltelefon laden. Ein Zehner-Set der trendigen
japanischen Zahlenrätsel kostet 9 Franken, die direkt über die
Telefonrechnung abgebucht werden. Vier Schwierigkeitstufen und ein Mix
stehen zur Auswahl. Laut Le Temps funktionieren die Rätsel auf den
meisten modernen Handys, eine Liste mit rund 50 kompatiblen Modellen
lässt sich online abrufen. In der Printausgabe bietet die Zeitung
Sudoku schon seit Juli. Die SMS-Variante habe die Times als erste
eingeführt, heisst es. Der Mobilfunkanbieter O2 werde in England
demnächst nachziehen, und NTT Docomo plane den Start in Japan.
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