Cablecom bietet DVR

Neben Digital TV bietet das Schweizer Kabelunternehmen Cablecom ab dem 1. Januar zusätzlich eine digitale Aufnahmefunktion: Digital TV Recorder (DVR).

Neben Digital TV bietet das Schweizer
Kabelunternehmen Cablecom ab dem 1. Januar zusätzlich eine digitale
Aufnahmefunktion: Digital TV Recorder (DVR). Dank der eingebauten
Festplatte des DVR können Cablecom-KundInnen über 60 Stunden Video in
digitaler Qualität aufzeichnen. Augrund der zwei TV-Tuner kann der
Recorder parallel zwei Sendungen aufzeichnen. Serien können ausserdem
automatisch vorgemerkt und gespeichert werden. DVR kann somit auch als
Archiv genutzt werden. Einmal gespeicherte Daten werden zudem auf einer
persönlichen Seite aufgelistet. Das Unternehmen legt insbesondere auf
die einfache Bedienung Wert. Der DVR wird zusammen mit Cablecom Digital
TV angeboten. In Kombination mit bis zu 200 digitalen Fernseh- und
Audiokanälen und dem elektronischen Programmführer (EPG) will das
Unternehmen ein intelligentes und einzigartiges Fernseherlebnis
offerieren, wie es in einer Pressemitteilung heisst. Dieses Paket ist
ab Januar 2006 für 35 Franken pro Monat erhältlich.

Schweizer Corporate Websites glänzen nicht

Die beste Unternehmenswebsite der Schweiz betreibe die UBS, meinen Europas Wirtschaftskreise.

Die beste Unternehmenswebsite der Schweiz
betreibt die UBS. Dies ist das Resultat einer Befragung der
schwedischen Finanzkommunikationsagentur Hallvarsson & Halvarsson
unter 406 Analysten, Investoren und Wirtschaftsjournalisten in ganz
Europa. Das so genannte Webranking, das neben der Schweiz auch für
Italien, Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden sowie für die 150
grössten börsenkotierten Unternehmen Europas erstellt wurde, hat die
Financial Times veröffentlicht. Die UBS führt das Schweizer Feld an mit
68,25 Punkten vor Swisscom (67,75) und Nestlé (62,5). Alle drei
belegten schon 2004, als die Schweiz erstmals in die Umfrage
eingeschlossen wurde, dieselben Plätze. In die internationale Top Ten
reicht es der UBS knapp nicht: Platz 10 belegt die schwedische
Telekomfirma TeliaSonera mit 69,0 Punkten. Europa-Leader ist das
niederländische Logistikunternehmen TNT mit immerhin 83,75 von 100
möglichen Punkten. Über 50 Punkte gelte als akzeptabel, berichtet die
Neue Zürcher Zeitung zum Webranking. Die Schweizer Websites liegen im
Schnitt mit 56,2 Punkten nur knapp darüber, allerdings laut NZZ immer
noch über dem Durchschnitt der 150 Börsenriesen (51,6). Den
schlechtesten Wert des gesamten Webrankings erzielte die Schweizer
Finanzgruppe Valiant mit 6,75 Punkten.

Der Wolf ist umgezogen

Produktion Wolfensberger bündelt Standorte in Birmensdorf und optimiert zugleich den Produktionsablauf.

Produktion Wolfensberger bündelt Standorte in Birmensdorf und optimiert zugleich den Produktionsablauf. Das bringt dem Unternehmen eine ganze Reihe von Vorteilen – und nützt auch den Kunden.Die Graphische Anstalt J. E. Wolfensberger
AG (Wolfensberger) hat ihren Geschäftssitz von Zürich an ihren
bisherigen zweiten Standort nach Birmensdorf ZH verlagert. Das 1902
gegründete Unternehmen verlässt damit erstmals die Limmatstadt und
zieht in die Agglomeration. Schon einmal, 1917, ist das Unternehmen, zu
dem auch ein Verlag und ein Steindruckatelier mit Kunstsalon gehören,
innerhalb von Zürich umgezogen. Damals wie heute wurde der Umzug auch
künstlerisch begleitet – 1917 durch ein Plakat mit dem Titel «Der Wolf
zieht um» und dieses Mal durch eine wunderschöne, vom Künstler Robert
Honegger gestaltete Pop-up-Karte, die, wenn man sie öffnet, ein Modell
des Neubaus zum Vorschein bringt.

Grosse Maschinen-Rochade
In Birmensdorf hat sich Wolfensberger nun eine neue Druckerei gebaut.
Das bestehende Gebäude wurde umfangreich erweitert, modernisiert und
hinsichtlich einer umweltverträglichen Produktion auch optimiert. So
erfüllt der neue Firmensitz den Minergiestandard, unter anderem wird
die Abwärme der Druckmaschinen zur Wärmegewinnung genutzt. Der Umzug
sämtlicher Produktionsmittel ist derzeit zwar noch nicht ganz
abgeschlossen; bis im Juni 2006 werden am alten Zürcher Standort
«Wolfsberg» noch die grossformatigen Plakate gedruckt. Diese
verbleibende Maschine wird nicht gezügelt, sondern verkauft; in
Birmensdorf übernimmt ab Juli 2006 dann eine noch zu installierende,
grossformatige Bogenoffsetmaschine MAN Roland R905 mit Lackwerk die
Produktion.
Auf die Gründe für den Umzug angesprochen, erklärt Geschäftsleiter
Benni Wolfensberger: «Wir versprechen uns von der Zusammenlegung der
Standorte eine Vereinfachung der Abläufe. Mitte nächsten Jahres
entfällt nach der Maschinen-Rochade zudem der Transport der
Druckplatten zwischen Birmensdorf und Zürich endgültig.»
Der Neubau soll vor allem den Kunden zugute kommen. Diesen biete man
neben Parkplätzen vor dem Haus und den bewährten Dienstleistungen einen
optimierten Produktionsablauf. Von einem neuen Auftritt sowie einer
Ausweitung der Marketingaktivitäten erhofft sich das Unternehmen, auch
in der Region um Birmensdorf neue Kunden gewinnen zu können. «Seit dem
Umzug sind die Abteilungen näher beieinander, wodurch wir unsere
Abläufe optimieren und unsere Qualitätsüberwachung vereinfachen
konnten. Für Letztere setzen wir nach wie vor auf das in der Branche
anerkannte Qualitätssicherungssystem InstrumentFlight von System
Brunner, das eine Bewertung der Druckqualität durch Sterne
kennzeichnet», erklärt Wolfensberger. Als weitere Gründe für den Umzug
führt er an, dass Birmensdorf ab Mitte 2006 durch die Umfahrung
Urdorf/Birmensdorf und ab 2008 durch den Uetlibergtunnel
verkehrstechnisch sehr bald optimal gelegen sei. Dadurch verbessere
sich auch die bereits gute Anbindung an Zürich nochmals deutlich.

Nischen als Erfolgskonzept
Eine Spezialität des Unternehmens ist die Veredelung von
Glückwunschkarten und Geschenkpapieren. Die Druckerei verfügt hierzu im
Bereich der Bronzierung über viel Know-how und entsprechende Maschinen:
«Es gibt nur noch in der Westschweiz eine weitere Druckerei, die
bronziert – und weltweit nicht sehr viele», weiss Wolfensberger. Diese
Tatsache erklärt dann auch die Exporterfolge des Unternehmens. So
werden mit Goldbronzierung versehene Glückwunschkarten und
Geschenkpapiere vor allem in die USA, nach Grossbritannien, Australien
und Japan geliefert. «Unser Know-how in diesem Bereich, unser
Qualitätsanspruch sowie sehr gute, langjährige internationale
Kundenbeziehungen sichern uns damit rund 50 Prozent unseres Umsatzes»,
erklärt Wolfensberger, der hauptsächlich den Plakatdruck und die
Herstellung von Kunstbüchern wie auch das Bedrucken von Kartonagen und
den Druck von Landkarten zu den weiteren wichtigen Standbeinen des
Birmensdorfer Unternehmens zählt.

Standort der Steindruckerei vorderhand noch offen
Das von Thomi Wolfensberger, dem Bruder von Benni Wolfensberger,
geführte Steindruckatelier verbleibt bis auf weiteres am Wolfsberg.
Benni Wolfensberger erklärt, dass in Birmensdorf Platzreserven
bestünden, der Entscheid jedoch, ob und wann auch das Steindruckatelier
an den neuen Standort transferiert wird, noch offen sei. Man prüfe
derzeit die weitere Nutzung des Gebäudes an der Zürcher Bederstrasse.
Dass das ehrwürdige Steindruckatelier, das in Künstlerkreisen ein gern
genutzter Treffpunkt darstellt, nicht aufgegeben wird, daran lässt
Wolfensberger hingegen keinen Zweifel. Auch das neue Birmensdorfer
Firmendomizil soll zu einem Anziehungspunkt werden – so wie der frühere
Wolfsberg.
Der «Wolf» ist damit in der Neuzeit angekommen, ohne mit seiner Tradition zu brechen.

Jürgen Franck

Viva zeigt Zürichs noble Seite

Am 18. Dezember 2005 startet Viva Schweiz mit der Pilotsendung «The Fabulous Life Of Zurich».

Am 18. Dezember 2005 startet Viva Schweiz
mit der Pilotsendung „The Fabulous Life Of Zurich“. Die Sendung zeigt,
wo und für was die Schweizer Promis und der internationale Jetset ihre
Millionen in der Zwingli-Stadt verpulvern – getreu dem Motto des
VH1-Formats „The Fabulous Life“. Die 30-minütige Produktion präsentiert
die teuersten Hotels, vom „Baur au Lac“ bis zum „Widder“, die
Luxuskarossen für deren spezielle Gäste, verrät, wo man sich eine
Flasche Wein für 22’000 Franken bestellen kann oder einen Whisky für
700 Franken geniesst. Unterstützt wurde die Produktion vom Chefredaktor
der Schweizer Illustrierten Marc Walder, Weltwoche-Kolumnist Mark van
Huisseling und dem „Glanz & Gloria“-Team. Die Pilotsendung „The
Fabulous Life Of Zurich“ wurde von FaroTV produziert. Für 2006 sind
weitere Schweizer Folgen geplant.

Innovativer Klassiker

Publishing Die Quark-Fangemeinde darf sich 2006 auf XPress 7 freuen. Mehr Features und neue Design-Workflows sind die Antwort auf InDesign CS2.

Publishing Die Quark-Fangemeinde darf sich
2006 auf XPress 7 freuen. Mehr Features und neue Design-Workflows sind
die Antwort auf InDesign CS2.«Kriegt Altmeister QuarkXPress noch die
Kurve?», fragten wir im Mai (WW 19). Noch immer steht keine
Beta-Anwendung zum Download bereit. Aber schon jetzt, da weitere
Features der Version 7 bekannt geworden sind, können wir die Frage von
einem technischen Gesichtspunkt mit «ja» beantworten. Denn gegenüber
Adobe InDesign werden mit den bislang umfangreichsten Neuerungen in der
Geschichte von QuarkXPress manche kreative Defizite ausgeglichen bzw.
eigene Alleinstellungsmerkmale ins Feld geführt. Und bei der
Organisation des Design-Workflows kommen völlig neue Ideen zum Tragen.

Kreative Highlights
Die neue XDraw-Engine ermöglicht die Darstellung sämtlicher Feinheiten
wie etwa Antialising (optimierte Schriftdarstellung) bei gedrehtem
Text, feine Kurvendarstellung und unterstützt einen schnelleren
Grafikaufbau. Die Programmerweiterung FullResPreviewXT ermöglicht als
weitere markante Funktion, dass platzierte Bilder jetzt in zoomfähiger
Feinauflösung erscheinen – ohne negative Auswirkungen auf
Geschwindigkeit oder Dateivolumen. Nützlich ist dies vor allem bei der
Bildbearbeitung im Quark-Dokument (ohne Antasten der Originaldaten)
über die aus der Version 6.5 bekannten Möglichkeiten der
QuarkVista-XTension hinaus. Als Zweites ist sie verantwortlich für die
Transparenzfunktionen, mit denen sich auf Farb- statt Objektebene die
Opazitätsstufen für jedes farbige Element eines Objekts einzeln
definieren lassen. Dadurch sind sie anwendbar auf Bilder, Texte,
Verläufe, Rahmen, Ränder, Linien und Tabellen; sogar Verläufe von opak
nach transparent sind kein Problem. Da auch Schlagschatten letztendlich
Transparenzelemente sind, werden sie über diese Funktionen dynamisch
generiert. Unter Verwendung von Alphakanälen oder nativer
Photoshop-Transparenz lassen sich Bilder sogar mit weichen Kanten
maskieren.
Lobenswert ist der Umgang mit Farbe. Definierte Graustufen sind nunmehr
bis in die Sonderfarbenpalette wirksam. Das ICC-Farbmanagement wird
durch Standard-einstellungen besser unterstützt, die Berücksichtigung
individueller Optionen – darunter erstmalig auch HiFi-Color-Profile,
unter anderem für Hexachrome – sowie die Dokumentvorschau in
Softproof-Qualität sind möglich.
Dank der Unterstützung von Unicode und OpenType sowie einer
weiterentwickelten Bedienoberfläche sind Sonderzeichen, Ligaturen und
fremdsprachige Zeichen unkompliziert aufzurufen, was der Arbeit an
mehrsprachigen Publikationen entgegenkommt. Grosse Aufmerksamkeit
widmeten die Entwickler der Tabellengestaltung mit neuen Funktionen zum
Gruppieren, Drehen, Einfärben und mehrseitigen Fortsetzen sowie zur
automatischen Grössenoptimierung der Zellen einschliesslich Kopf und
Fuss beim Import aus Microsoft Excel. Und dank der Programmerweiterung
MathsXT lassen sich mathematische Ausdrücke automatisch in Brüche und
andere Terme korrekt umwandeln.

Produktive Highlights
Ein Traum wird wahr: Das gleichzeitige Bearbeiten ein und desselben
Quark-Dokuments an verschiedenen Arbeitsplätzen unter identischen
Bedingungen – für die mehrsprachige Schweiz geradezu ideal! Möglich
wird diese Form
der Zusammenarbeit/Kollaboration vor allem dank zweier neuer Funktionen: «Shared Content» und «Job Jackets».
Die «Composition Zones» im Shared Content sind die Aktionsplattform.
Sie zeigen im Dokument des Layouters sämtliche vorgenommenen Änderungen
an, sobald die involvierten Mitarbeiter ihre Änderungen gesichert
haben. Beispielsweise können sich Layouter und Kreative mit der
Seitengestaltung beschäftigen, während interne oder auch externe
Redaktoren den Text in verschiedenen Sprachen ins Layout schreiben,
Text korrigieren, Bildunterschriften einfügen oder sich ein Mitarbeiter
um die Platzierung von Anzeigen kümmert. Unabhängig davon kann jeder
Benutzer das Dokument in beliebig vielen Fenstern öffnen und sich
individuelle Werkzeugpaletten zusammenstellen.
In den Job Jackets definiert die Arbeitsgruppe am Anfang eines Projekts
Spezifikationen, nach denen das Dokument aufgebaut werden muss (bzw.
darf) und die für dieses Dokument an allen Arbeitsplätzen gelten. In
Form einer Synchronisierungspalette wird neben Seitengrösse und -anzahl
das konsistente Design für alle Objekte gewahrt:
Textformatierung/Stilvorlagen, Bildeffekte, Farben, Schatten, Linien,
Pfade. Während der Sitzung kann jeder im Job Jacket Manager neue
Objekte der Synchronisierungspalette hinzufügen und dabei vorgeben, was
synchronisiert werden soll: Objekt- und Inhaltsattribute oder nur
Inhalte. Änderungen an einem synchronisierten Objekt werden in alle
Instanzen übernommen, auch auf Musterseiten.
Ein Job Jacket ist damit eine Kombination aus JDF-Jobticket und
Preflight-Werkzeug. Denn die Spezifikationen werden in JDF (Job
Definition Format der CIP4-Initiative) festgeschrieben. Jede
Regelverletzung wird bei einer «Layout Evaluation» gemeldet, so dass
Fehler sofort beseitigt werden können. Eingriffe sind bis in die
Distiller-Settings möglich, um auch PDF-X/3- und -X/1-konforme
Ausgabeparameter festzulegen.

Dieter Kleeberg

Audienz beim CP-Papst

Corporate Publishing Infel lud kürzlich Kunden ein. Als Gastredner sprach CP-Vordenker Manfred Hasenbeck über Qualitätsaspekte.

Corporate Publishing Infel lud kürzlich Kunden ein. Als Gastredner sprach CP-Vordenker Manfred Hasenbeck über Qualitätsaspekte.In seinem Eröffnungsreferat anlässlich
eines Kunden-Events verwies Beat Schaller, Geschäftsführer der Infel,
auf unseren Bauch: Dieser verhalte sich wie ein zweites Gehirn; die
Bedeutung der Bauchentscheide sei nicht zu unterschätzen. Diese aus der
Werbung bekannten Aspekte können ebenso beim Corporate Publishing (CP)
angewendet werden. Mit «Emotional Publishing» stechen CP-Produkte aus
den auf uns einströmenden Werbebotschaften heraus. Doch Kundenmagazin
ist nicht gleich Kundenmagazin. Wirksame Magazine decken die
Bedürfnisse der Kunden nach Balance (eine Orientierung gebend),
Dominanz (intelligenter, «schlauer» als andere sein) und Stimulanz
(stimmungsvoll, anregend) ab.  

Break the rules
«Corporate-Publishing-Papst» Manfred Hasenbeck, Geschäftsführer von
BurdaYukom Medien in München und Präsident des Forum Corporate
Publishing, frischte in lockerer Art und mit viel Sprachwitz Bekanntes
auf – etwa dass der Kunde Top-Qualität zu einem günstigen Preis sucht
und dass es «den Kunden» nicht mehr gibt.
Doch müssen Unternehmen aus diesen bekannten Tatsachen auch ihre
Schlüsse ziehen. So kritisierte Hasenbeck das Kundenmagazin eines
renommierten Fahrzeugherstellers, der damit sowohl die betuchte
Klientel der Luxuskarossen wie auch die Käufer der in Gross-Serie
hergestellten Mittelklasse-Fahrzeuge zu erreichen versucht. Vor allem
vor dem Hintergrund, dass die Unternehmen mit den kaufkräftigen 20
Prozent ungefähr 80 Prozent der Umsätze erzielten, müsse man für diese
Kundschaft auch deutlich mehr tun. Hasenbeck forderte die Unternehmen
deshalb auf, ihre Kommunikation zu diversifizieren: Zum Gebiet des
Corporate Publishing gehört eine Vielzahl von Medien(-kanälen),
darunter Specials, Fallstudien, Händler-Magazine, Online-Newsletter,
Magaloge, Posternews und so weiter.
Der Journalist erklärte, dass es vielen klassischen Verlagen an
Innovation fehle, weil diese den Mainstream, also die breite Masse,
bedienen müssten. Mit dem Werkzeug des Corporate Publishing könnten die
Zielgruppen hingegen besser erreicht werden.

Auf «Uniqueness» setzen
Unternehmen müssen heute eine Einzigartigkeit anstreben. Diese
Uniqueness ist umso wichtiger, als auf Menschen in unseren Regionen
täglich rund 5000 Markenkontakte einwirken. Hier für genügend
Aufmerksamkeit zu sorgen, ist jedoch ein äusserst schwieriges
Unterfangen. Hasenbeck verweist auf eine Studie, wonach die Bürger in
Deutschland im Schnitt täglich nur noch rund zwanzig Minuten lesen.
Seine Schlussfolgerung: Wer in gedruckten Medien auffallen will, kommt
um das Herausarbeiten und Vorstellen einzigartiger Merkmale nicht
herum.
Uniqueness im Corporate Publishing kann erreichen, wer Regeln bricht.
Themen müssten dazu vielleicht auch einmal anders aufbereitet werden,
als es alle anderen Titel und Wettbewerber machten – vieleicht aus
einer anderen Perspektive heraus, erklärte Hasenbeck. Regelbruch im
Kommunikationsumfeld heisst Aufmerksamkeit erregen – dies kann nur
schon durch ein anderes Papierformat oder ein Querformat erreicht
werden.  
Es ist zunehmend auch notwendig, Kommunikation über die klassischen
Kanäle hinaus und über mehrere Kanäle zu betreiben (Multi Channel
Communication). Ansätze sind die Verknüpfung eines Magazins mit dem
Internet samt Anbindung an eine Customer-Relation-Management-Lösung
(CRM). Das  CRM kann dazu eingesetzt werden, um Response zu
messen, damit darüber hinaus auch Aktivitäten (Verkaufsaktionen)
gestartet werden können.

Magazin auf Memory Stick
Hinter eine rein auf Online abgestützte Kommunikation machte Hasenbeck
jedoch gleich mehrere Fragezeichen: Damit könnten die Top-Entscheider
nicht oder nur sehr schwer erreicht werden. Aus dieser Erkenntnis
heraus wurde in seinem Unternehmen als Ergänzung ein «Stick-Magazin»
entwickelt.
Die heute sehr verbreiteten und beliebten Memory Sticks, die als Basis
dieses Kommunikationsmittels verwendet werden, sieht Hasenbeck als
einen idealen Informationsträger. Neben primär für das Lesen
aufbereiteten Informationen können darauf vor allem auch multimediale
Inhalte übertragen werden. Vom Kunden-interview bis zur medialen
Animation ermöglichen Stick-Magazine einen anderen, weiteren Zugang zur
Zielgruppe.   

Jürgen Franck

Unglaubwürdig empört

Gastkommentar «Wenn Verleger Gebühren-finanziertes Crossmedia machen, wie dann dem Schweizer Fernsehen ein Newsportal verbieten?», fragt Urs Gossweiler.

Gastkommentar «Wenn Verleger Gebühren-finanziertes Crossmedia machen, wie dann dem Schweizer Fernsehen ein Newsportal verbieten?», fragt Urs Gossweiler.Als Unternehmer befürworte ich eine
Reduktion der Staatsquote wie zum Beispiel den Verkauf der
Aktienmehrheit an Swisscom durch die Eidgenossenschaft. Beim Radio und
Fernsehen bin ich jedoch dagegen. Warum? Grossbritannien ist der
Schrittmacher Europas in Sachen Liberalisierung und Deregulierung. Und
dennoch steht eine Privatisierung der BBC nicht zur Debatte. Zu Recht.

Wie ich aus der Presse entnehme, sind wir Zeitungsverleger empört über
den neuen News-basierten Online-Auftritt des Schweizer Fernsehens. Da
meine Verlegerkollegen ohne mich zu fragen empört sind, bin ich,
ebenfalls ohne Nachfrage, nicht empört. Und dafür gibt es zwei Gründe:
Seit Erfindung des World Wide Web ist klar, dass sich die
Mediengattungen Radio, TV und Zeitungen im Internet überschneiden.
Dafür kann SF nichts und darf deswegen nicht auf die Möglichkeiten
dieser Konvergenz verzichten. Zweitens holt SF nun endlich nach, was SF
DRS über Jahre verschlafen hat. Die ARD beispielsweise betreibt seit
Jahren ein solches Portal.

Der eigentliche Skandal ist nicht das SF-Newsportal, sondern die
Politik unseres Verbandes und dessen Präsidiumsmitglieder. Da lassen
sich die Grossverlage vom Schweizer Fernsehen via Presse-TV Millionen
Gebührengelder pro Jahr bezahlen und feilschen darüber hinaus Paragraph
um Paragraph im neuen RTVG für noch viel mehr Millionen für die
hauseigenen, freiwillig gegründeten Regional-TV-Stationen. Das Lobbying
war so erfolgreich, dass die staatlich verordneten Zwangsgebühren nicht
nur die Regionalfernsehdefizite decken, sondern auch jene für Online,
Teletext und in Zukunft gar noch die Verluste der Tageszeitungen. Wenn
Verleger Gebühren-finanziertes Crossmedia machen dürfen, wie will man
der SRG verbieten, eine Online-Ausgabe der Tagesschau zu realisieren?
Mit dem neuen RTVG müsste SF gar eine Printausgabe der Tagesschau
erlaubt sein, was vielleicht schon in Planung ist.

Bis vor fünf Jahren hätte unser Verband glaubwürdig empört sein können,
denn er setzte sich für ein duales System ein. Damit hätte die SRG
keine Werbe- und Sponsoringgelder akquirieren dürfen und wir Verleger
im Gegenzug keine Gebühren. Seit 2001 jedoch misstrauen die Verleger
dem Markt und setzen auf staatlich verordnete Einnahmen. Dieser
ordnungspolitische Sündenfall führt zu Vermischungen zwischen privaten
und staatlichen Anbietern. Dies ist unglaubwürdig und langfristig
schädlich. Für den Konsumenten, dem diese Zusammenhänge sowohl von der
Politik, dem Fernsehen und natürlich auch der Presse bewusst
vorenthalten werden, wäre die Tatsache, dass er mit Zwangsgebühren
nebst der SRG auch seine abonnierte Zeitung quersubventioniert, mehr
als ärgerlich. Umgekehrt erwartet er vom Schweizer Fernsehen – trotz
des sehr gelungenen Neuauftrittes – endlich ein Medium für die ganze
Schweiz, statt nur für Zürich. Service public bedingte einen etwas
breiteren Horizont.

Urs Gossweiler-Abegglen ist Verleger und u. a. Herausgeber der Jungfrau-Zeitung.

Giuseppe Scaglione startet Sender für ältere Semester

Am 26. September geht Radio Monte Carlo Swiss via Kabel in der Deutschschweiz auf Sendung.

Am 26. September lanciert Giuseppe
Scaglione, Gründer und Geschäftsführer von Radio 105, einen neuen
Sender. Richtet sich 105 in erster Linie an Jugendliche, so peilt
Scaglione mit dem neuen Radio Monte Carlo Swiss ein Publikum zwischen
25 und 45 Jahren an, das laut Mitteilung «einen gehobenen und
gleichzeitig kosmopolitischen Lebensstil pflegt und hohe Ansprüche an
die Qualität stellt». Radio Monte Carlo soll via Kabelnetz in der
ganzen Deutschschweiz verbreitet werden und auch als
Breitband-Livestream im Internet zu empfangen sein. Der musikalische
Schwerpunkt liegt bei Lounge, Nu-Jazz, Chill Out, Nu-Soul und
anspruchsvoller Popmusik. Gegenüber dem Newsdienst Klein Report sagte
Scaglione, er besitze für das Projekt eine Lizenz des originalen Radio
Monte Carlo in Monaco. Radio Monte Carlo wurde als
französischsprachiger Sender nach dem Krieg von den Alliierten
eingerichtet. 1966 wurde ein italienischsprachiges Programm lanciert.
Seit 1987 wird es unter Lizenz vom Mailänder Sender Rete 105
produziert. Dieser ist am Schweizer Radio 105 mit einer Minderheit
beteiligt.

Das Broad Sheet muss ganz schmal durch

US-Zeitungsbranche Die zweitgrösste amerikanische Zeitungskette Knight Ridder steht zum Verkauf.

US-Zeitungsbranche Das amerikanische
Zeitungsbusiness steckt in der Krise. Die zweitgrösste Zeitungskette
Knight Ridder steht zum Verkauf.Mit jeder halbjährlichen Veröffentlichung
der Auflagenzahlen des Industrieverbands Audit Bureau of Circulations
fährt der Branche jeweils ein Schock durch die Glieder. Ist die Auflage
für die Werktagsausgaben in der ersten Jahreshälfte im Durchschnitt um
1,9 Prozent gefallen, waren es in der Folgeperiode noch einmal 2,6
Prozent – die schlimmsten Zahlen der letzten zehn Jahre. «Ich erwarte
nicht, dass sich das bald ändern wird», sagt der Zeitungsanalyst John
Morton. «Zeitungsabonnenten sterben schneller, als sie ersetzt werden
können.»
Die Gründe für den Einbruch sind vielfältig: Häufig genannt wird die
Konkurrenz von Internetdiensten und Special-Interest-Magazinen sowie
generell der Einbruch im Anzeigenmarkt. Weiter wirkt sich das jüngste
Verbot von Telefonmarketern negativ aus. Dadurch hatte die Branche in
der Vergangenheit bis zu zwei Drittel ihrer Neuabonnenten gewonnen.
Auch die Konkurrenz der kostenlosen Tabloidtitel wird als Stolperstein
für die traditionellen Zeitungen gesehen.

Zeitungsunternehmen in Europa kämpfen mit ähnlichen Problemen. Doch in
den USA kommt darüber hinaus ein enormer Erwartungsdruck hinzu, was die
Profitmargen angeht. US-Zeitungen wiesen in den 90er-Jahren nicht
selten Gewinnspannen von 30 Prozent auf. Mit der Konkurrenz der
digitalen Medien sind diese um gut 10 Prozent gesunken. «Es ist doch
absurd, dass unter anderen ökonomischen Bedingungen noch immer die
gleiche Erwartungshaltung besteht», sagt Thomas Kunkel, Verleger der
American Journalism Review.  
Besonders schlimm hat es jetzt den Konzern Knight Ridder getroffen,
nach Gannett die zweitgrösste Zeitungskette der USA. Auf Druck der
Investorengruppe Private Capital Management (PVM) hin, die 19 Prozent
an dem Unternehmen hält, bot Knight Ridder sich vor einigen Wochen
selbst zum Kauf an, in der Hoffnung, ein anderer Nachrichtenkonzern
würde die 33 Regionalzeitungen umfassende Kette schonend in seinen
Betrieb integrieren. Zwar hatte der Konzern unter seinem Chef, Tony
Ridder, den Onlinebereich massiv ausgebaut, um fehlende Einnahmen
ausgleichen zu können.
Doch zeigen Investoren in den USA oft nicht die nötige Geduld, um neuen
Strategien eine Chance zu geben, deshalb soll das Unternehmen verkauft
werden. Doch potenzielle Käufer wie die New York Times Company oder
Gannett kämpfen selbst mit ähnlichen Problemen und äusserten bislang
kein Interesse. «Das schlimmste Szenario wäre, wenn eine reine
Investorengruppe Knight Ridder übernehmen würde», glaubt Kunkel, der
selbst eine Zeit lang als Redakteur bei dem Unternehmen tätig war.
Kunkel befürchtet, dass dies weitere Personalkürzungen und
Büroschliessungen zur Folge haben würde. «Es wäre eine Tragödie.»

Doch genau das könnte gemäss den neuesten Entwicklungen eintreten: Eine
Investorengruppe, bestehend aus drei Unternehmen, Blackstone Group,
Providence Equity Partners Inc. und Kohlberg Kravis Roberts & Co.,
bereiten laut Berichten des Wall Street Journal ein Übernahmeangebot
vor.
Dabei sind die amerikanischen Zeitungsmacher schon seit Jahren auf der
fieberhaften Suche nach neuen Geschäftsideen. Neben diversen
Onlinestrategien wird auch der inhaltliche Aspekt verstärkt unter die
Lupe genommen. So empfiehlt beispielsweise das Readership Institute an
der Northwestern University in Chicago das Konzept der «Experience
Newspaper», um junge Leser anzuziehen. «Wir können nicht mehr nur
Nachrichten anbieten», sagt Institutsdirektorin Mary Nesbitt. «Wir
müssen auch berücksichtigen, welche Art von Berichterstattung ihnen
zusagt und welche Art von Präsentation sie bei der Stange hält.»
Einige Zeitungsunternehmen wie Gannett, die Chicago Tribune, die New
York Times und die Washington Post haben als Antwort auf das Problem
zusätzlich zum normalen Format kostenlose Tabloidausgaben mit
reduziertem Inhalt auf den Markt gebracht. Handliche Formate sind in
den USA ebenso beliebt wie in Europa, sind sie doch in der U-Bahn
einfacher zu lesen als das grossformatige Broad Sheet.
Zeitungskonsultant Vin Crosbie glaubt deshalb: «Das Broad Sheet wird in
20 Jahren tot sein.»

Gerti Schön

Schnelle Pisten

Pflegeprodukte SFLB mahnt in einer weltweiten Toko-Kampagne zu vorsichtigem Skifahren. Und bereitet die Marke für neue Produktlinien vor.

Pflegeprodukte SFLB mahnt in einer weltweiten Toko-Kampagne zu vorsichtigem Skifahren. Und bereitet die Marke für neue Produktlinien vor.Toko wurde 1916 gegründet, hiess damals
noch Tobler & Co und stellte Pflegemittel für Schuhe und Lederwaren
her. Mittlerweile gehört die Wachs- und Pflegemittelmarke zur Mammut
Sports Group, für die Spillmann Felser Leo Burnett (SFLB) schon andere
Brands aufgefrischt hat. Zwar zählt Toko zu den führenden Herstellern
von Ski-, Textil- und Schuhpflege. Ihr Image aber hat in den letzten
Jahren trotz hoher Bekanntheit und starkem Profil Staub gefangen. Im
Sportartikelmarkt kann das selbst für Cashcow-Produkte zu einem Problem
werden, wenn sich die Konkurrenz bei den Zielgruppen stärker profiliert.

Diversifikation als neues Ziel
Bevor sich ein solches Szenario einstellen könnte, wird Michael
Gyssler, Verantwortlicher bei Mammut aktiv. «Wir wollen den
Toko-Auftritt nicht mehr Produkt-, sondern Nutzen-bezogen umsetzen»,
sagt er. Damit spricht er auch die Media-technischen Veränderungen an.
Setzte man bisher vor allem auf die POS-Präsenz und PR, soll die Marke
künftig vermehrt über die klassische Werbung gestärkt werden. Und das
mit einem mittelfristigen Ziel: Die Marke steht vor einer
Diversifikation. Ab kommendem Frühjahr will der Hersteller wieder an
seine Tradition knüpfen und eine Sportbekleidungslinie auf den Markt
bringen. Doch vorerst geht es noch um die Kernkompetenz.

Nach einem Pitch entschied sich die Mammut Sports Group, künftig auch
für Toko die Werbemassnahmen durch SFLB realisieren zu lassen. Als
erstes Ergebnis startet jetzt eine internationale Print- und
Posterkampagne. Mit Bremsfallschirmen, Spoilern und mehrfachen Stoppern
getunten Skiern warnen die plakativen Sujets vor den Folgen: «Vorsicht.
Toko macht die Piste schneller.»

Luca Aloisi

CCO verbessert Online-Auftritt

Die CCO-Plakanda hat ihr Online-Angebot ausgebaut.

Die CCO-Plakanda hat ihr Online-Angebot
ausgebaut. So bietet die überarbeitete Website neben Informationen über
das Unternehmen neu auch einen Überblick über das gesamte Angebot an
Einzelstellen und Plakatnetzen. Dies beinhaltet die aktuellen
Wochenaushang-Offerten, Preise, Formate sowie Aushangdaten. Ferner
sollen praktische Tools für Mediaplaner und Kreative angeboten werden.
ClearView stellt Ausschnitte der Schweiz inklusive Plakatstellen
kartografisch dar. Dank dem Creative Simulator können eigene F200-,
F12- sowie Grossformat-Plakatsujets oder andere Bilder in ein
realistisches Umfeld gesetzt werden. Somit kann die Wirkung vor der
Produktion getestet werden. Eine weitere Rubrik gibt einen Überblick
über die Sujets, die sich derzeit im Aushang befinden.

Heidelberg mit Vorwärtsstrategie

Print Heidelberg baut die XL-Plattform aus. Erste Maschinen sind zur Drupa 2008 da.

Print Heidelberg baut die XL-Plattform aus. Erste Maschinen sind zur Drupa 2008 da.«Die Krise von Heidelberg ist überwunden.
Der Entscheid, 2004 die Bereiche Rollenoffset und Digitaldruck zu
veräussern, war auch aus heutiger Sicht der richtige», sagte Bernhard
Schreier, CEO der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) Ende
letzter Woche vor Journalisten. Unter anderem war Heidelberg durch
Übernahmen und Joint Ventures in die Bereiche Akzidenzrollendruck,
Zeitungsdruck und Digitaldruck eingestiegen. Nachdem sich diese
Bereiche nicht erwartungsgemäss entwickelten, war die von Schreier
eingeleitete Redimensionierung schliesslich zu einer Notwendigkeit
geworden. Heidelberg hat damit einen Turnaround abgeschlossen, der wohl
manch anderem Unternehmen Kopf und Kragen gekostet hätte. Einhergehend
mit der Reduktion und dem Fokus auf das Kerngeschäft Bogenoffsetdruck
hat der weltgrösste Lösungsanbieter der Printmedienindustrie vor allem
die Bereiche Druckvorstufe, Druckweiterverarbeitung und Integration
ausgebaut. «Denn», so Schreier, «die Zukunft der Printmedien-Industrie
liegt in der Automatisierung und Prozessoptimierung».

Neue XL-Maschinen zur Drupa
Den Part der Produktankündigungen überliess Bernhard Schreier
Vorstandsmitglied Jürgen Rautert, der bei Heidelberg den Bereich
Technik verantwortet. Rautert konnte damit den oft diskutierten und in
letzter Zeit seitens Heidelberg zumindest nicht mehr ausgeschlossenen
Einstieg in grössere Bogenformate nun offiziell bestätigen.
Derzeit entwickelt Heidelberg weitere Modelle, die auf der erst vor
einem Jahr vorgestellten, neuen XL-Maschinenplattform basieren. Konkret
will Heidelberg ab der Fachmesse Drupa im Sommer 2008 unter der
Bezeichnung Speedmaster XL 142 und XL 162 von Heidelberg zwei neue
Maschinen für die Formatklassen 6 (102 ¥ 142cm) und 7b (120 ¥ 162cm)
anbieten. Rautert erklärte, dass vor allem im Verpackungsmarkt ein
grosser Bedarf für diese grossformatigen Druckmaschinen bestehe.
Im Verpackungssegment ist Heidelberg inzwischen zu einem führenden
Lösungsanbieter geworden. Vom Plattenbelichter über Druckmaschinen bis
vor allem zu Weiterverarbeitungslösungen wie Stanzmaschinen (Dymatrix,
Varimatrix), Faltschachtelklebemaschinen (Diana X) samt
Workflow-Lösungen können Druckereien von Heidelberg alles aus einer
Hand erhalten.
Besonders in der Weiterverarbeitung schreitet hier die Automatisierung
bzw. die damit einhergehende Industrialisierung der Produktion fort.
Dank Servomotoren lassen sich neue Maschinen wie die Diana X deutlich
schneller einrichten.

Schutz vor Fälschung
Rautert informierte zudem über eine Kooperation mit Saueressig Security
International GmbH (SSI), die gemeinsam von den Firmen Saueressig + Co.
GmbH (D-Vreden) und StarBoard Technologies Ltd. (Israel) gegründet
worden ist. Heidelberg und SSI wollen hier Verfahren entwickeln, die es
primär Verpackungsdruckereien ermöglichen, Sicherheitsmerkmale
aufzubringen. Damit erhalten Markenartikler, Softwareanbieter etc.
einen wirksamen Schutz gegen Markenpiraterie.

Näher beim Kunden
Schliesslich stellte Heidelberg noch das kürzlich eröffnete und neu
gestaltete Kundenvorführzentrum vor. Das Print Media Center am
Stammsitz des Unternehmens in (hauptsächlich) Heidelberg und Wiesloch
präsentiert von der Vorstufe über den Druck bis zur Weiterverarbeitung
das komplette Lösungsangebot der Unternehmensgruppe.
Auch auf der im kommenden April in Birmingham stattfindenden Fachmesse
Ipex wird sich das Unternehmen dem Fachpublikum präsentieren. Als ein
Highlight werden dort zahlreiche Neuerungen im Bereich Prinect zu sehen
sein. Ganz gemäss dem Messemotto «Connect to Success» wird auch der
vollständig in den Prinect Workflow integrierte neue Klebebinder
Eurobind 4000 gezeigt werden. Doch für die Ipex, so die
Verantwortlichen bei Heidelberg, hat man sich noch ein paar weitere
Überraschungen aufgespart.

Jürgen Franck

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