Scout24 setzt auf schlagkräftiges Marketing

Im laufenden Jahr erhöhten die Online-Marktplätze der Scout24-Gruppe das Inseratevolumen um einen Drittel.

Die Online-Marktplätze der Scout24-Gruppe
bauen im kommenden Jahr das Marketing personell aus. Unter der Leitung
von Frank Gerber will das neue Team mit einem aufgestockten Budget für
eine überdurchschnittliche Wahrnehmung im Markt sorgen, wie einem
Communiqué zu entnehmen ist. Die verschiedenen Plattformen werden
ausserdem kontinuierlich mit aktuellen und relevanten Inhalten ergänzt
und zu umfassenden Informationsportalen erweitert. Unter der Adresse
Motoscout24.ch wird zum Jahresbeginn ein neuer Marktplatz für
Motorräder lanciert. 2005 konnte die Gruppe das Inseratevolumen um
einen Drittel erhöhen und verzeichnete pro Monat rund 3,5 Millionen
Besucher, was einer Zunahme um 25 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Radio Emme organisiert sich neu

Verkaufsleiter Daniel Ruch ergänzt das bisherige Duo.

Der Lokalsender Radio Emme erweitert seine
Geschäftsleitung. Verkaufsleiter Daniel Ruch ergänzt das bisherige Duo
Stefan Kipfer (Finanzen) und Jüre Lehmann (Programm). Lehmann bleibt
Vorsitzender der Geschäftsleitung. Neben der Berufung Ruchs hat der
Verwaltungsrat ein Organisationsreglement und ein Funktionsdiagramm
verabschiedet, welche Aufgaben, Kompetenzen und Funktionen des
Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung klar regeln.Damit würden wichtige Weichen für die Zukunft gestellt, heisst es in einer Mitteilung.

Agefi-CEO verliert Klage und verringert Beteiligung

Das Bundesgericht hat einen Rekurs des Verlagshauses Agefi und dessen CEO Alain Fabarez abgewiesen. Sie hatten sich als Opfer einer Pressekampagne gesehen.

Das Bundesgericht hat einen Rekurs des Verlagshauses Agefi und dessen CEO
Alain Fabarez abgewiesen. Sie hatten sich als Opfer einer Pressekampagne in Le Temps, Bilan und Tribune de Genève gesehen und wegen unlauteren Wettbewerbs sowie Persönlichkeitsverletzung geklagt. Weil die beanstandeten Artikel, die zwischen Januar und April 2004 erschienen sind, zu einem Kurssturz der Agefi-Aktie geführt haben sollen, verlangten die Kläger mehrere Millionen Franken Schadenersatz. Im Mai hatte bereits das Genfer Kantonsgericht die Klage
abgelehnt. Mit welchen Argumenten das Bundesgericht dem nun gefolgt
ist, wird nicht ersichtlich aus einer Meldung in Le Temps vom Freitag.
Die selbst von der Klage betroffene Zeitung vermerkt hingegen, dass die
Unterlegenen 25’000 Franken Gerichtsgebühren und 30’000 Franken
Parteienentschädigung zahlen müssen. Unabhängig von diesem
Gerichtsurteil hat Agefi am Donnerstag zwei Pressemitteilungen
herausgegeben: Einerseits hat Alain Fabarez seine Beteiligung am
Unternehmen von 38,2 % auf unter 20 % verringert. Die Aktien werden von
mehreren Einzelanlegern übernommen. Anderseits warnte der
Verwaltungsrat, dass die Geschäftsziele, die an der Generalversammlung
im Mai vorgestellt worden waren, wegen der Werbeflaute nicht
eingehalten werden könnten.

Reisewerbung ohne Lockvogelangebote

Zuschläge für Kerosin, Flughafentaxen und Sicherheitsgebühren müssen ab nächsten Juni im Gesamtpreis enthalten sein.

Ab 1. Juni 2006 müssen Reiseangebote in
der Werbung mit dem effektiven Gesamtpreis versehen werden. Zuschläge
für Kerosin, Flughafentaxen, Sicherheitsgebühren und sonstige Abgaben
müssen im Preis enthalten sein. Dies hat das Staatssekretariat für
Wirtschaft (Seco) beschlossen. In den letzten Jahren habe sich die
Praxis verbreitet, in Lockvogelangeboten zusätzliche Kostenelemente wie
Abgaben, Zuschläge und Gebühren auszuklammern, teilt das Seco mit.
Letztlich hätten die Kunden oft ein Mehrfaches vom Preis bezahlen
müssen, der in der Werbung angepriesen wurde. Besonders störend seien
die Zuschläge für hohe Treibstoffkosten, erklärte Seco-Rechtschef Guido
Sutter auf Anfrage der SDA. Vor eineinhalb Jahren habe man deren
Einführung aufgrund des aussergewöhnlichen Anstiegs der Kerosinpreise
knapp hingenommen. Nun würden die Treibstoffkosten aber zum Geschäft
gehören. Es bestehe der Verdacht, dass mit den Zuschlägen Kosten
ausgelagert würden, um mit tiefen Basispreisen werben zu können.

Interessenten für Springer & Jacoby erhalten mehr Zeit

Die Suche nach einem neuen Besitzer für die deutsche Grossagentur dürfte noch eine Weile dauern.

Die Suche nach einem neuen Besitzer für
die deutsche Werbeagentur Springer & Jacoby (vgl. Newsmail vom 12.
Dezember) dürfte noch eine Weile dauern. Laut Advertising Age wurde die
bisherige Deadline (15. Dezember) auf unbestimmte Zeit verlängert. «Es
gibt keine Deadline», zitiert das US-Branchenblatt den
S&J-Vorsitzenden Oliver Schwall. Offenbar haben Mehrheitseigner
Interpublic (51 %) und die Gründer Reinhard Springer und Konstantin
Jacoby (25 %) drei Firmen zu einer Offerte für den Interpublic-Anteil
eingeladen. Namentlich nennt Advertising Age nur den Konkurrenten
Scholz & Friends, dessen Interesse bereits bekannt wurde. Die
Fristverlängerung dient laut dem Bericht dazu, die Kunden und
Kreditgeber von Springer & Jacoby zu informieren und ihr
Einverständnis einzuholen. Besonders wichtig ist dabei DaimlerChrysler.
Springer & Jacoby ist seit 15 Jahren Stammagentur von
Mercedes-Benz; der Etat trägt laut Ad Age rund 30 % zum Bruttoumsatz
bei. Sollte dieser Kunde abspringen, dürfte die Übernahme der Agentur
deutlich an Reiz verlieren. Durch die Branche geistern schon seit
einiger Zeit Gerüchte, dass DaimlerChrysler das Mercedes-Budget zum
Pitch ausschreiben könnte.

SPRI ernennt neue Leiterin der Lehrgänge für PR-Fachleute

Carmen Wyss vertritt vorerst Christoph Ottinger und übernimmt im Sommer 2006 die Studienleitung ganz.

Carmen Wyss ist in die Studienleitung der
Lehrgänge für PR-Fachleute am Schweizer Public Relations Institut
(SPRI) berufen worden. Vorerst vertritt sie dort Studienleiter und
SPRI-Interimsdirektor Christoph
Ottinger. Mit Beginn der neuen Lehrgänge im Sommer 2006 geht die
Studienleitung vollends in ihre Hände über. Wyss war in der
Unternehmenskommunikation bei Alcon/Nestlé, ESEC und Hapimag tätig. Im
Herbst 2001 folgte mit Wyss Communications der Schritt in die
Selbstständigkeit. Die neue Studienleiterin absolvierte selbst die
Ausbildungen zur PR-Fachfrau (96/97) und PR-Beraterin (00/02).
Anschliessend dozierte sie im Basis-Kurs Einstieg in die PR und Events.
2004 übernahm sie die Leitung eines Zürcher Kurses für PR-Fachleute.

Gewerkschaften schalten Einigungsstelle ein

Comedia und Impressum wollen die «Eiszeit» zwischen den Sozialpartnern beenden und dazu in den nächsten Tagen die Eidgenössische Einigungsstelle zur Beilegung von kollektiven Arbeitsstreitigkeiten anrufen. Die Verleger bleiben auf Distanz.

Die Mediengewerkschaften Comedia und
Impressum wollen in den nächsten Tagen an die Eidgenössische
Einigungsstelle zur Beilegung von kollektiven Arbeitsstreitigkeiten
gelangen. Unter Vermittlung dieser Institution soll der konstruktive
Dialog zwischen den Sozialpartnern der Branche wieder aufgenommen
werden. «Konkret geht es darum, aus der Sackgassen-Situation bezüglich
eines neuen GAVs für die Deutschschweiz und das Tessin herauszukommen»,
erklärte Impressum-Zentralsekretär Urs Thalmann gegenüber der
Werbewoche. Die Gewerkschaften kämpfen weiterhin für einen
Gesamtarbeitsvertrag und halten die Tradition der Sozialpartnerschaft
hoch. Sie wollen sich nicht mit betriebsintern unterschriebenen
Reglementen zufrieden geben. Diese könnten die Verbindlichkeit eines
GAV nicht ersetzen, teilen die Gewerkschaften in einem Communiqué mit.
Wie schätzen Comedia und Impressum die Chancen ein, dass mit Hilfe der
Einigungsstelle ein GAV zustande kommt? «Schwierig zu sagen», meinte
Thalmann. Man wolle auf alle Fälle die «Eiszeit» zwischen
Gewerkschaften und Verlegern beenden. «Es ist möglich, dass in der
Vergangenheit Forderungen unsererseits falsch interpretiert wurden. Ein
Knackpunkt ist ja die neue Lohnordnung. Wir beharren nicht auf exakt
den gleichen Lohnreglementen, die der letzte GAV festschrieb – auch
wenn das vielleicht so verstanden wurde.» Die Verleger würden sich auf
den Standpunkt stellen, dass diese Lohnordnungen nicht mehr dem
heutigen Geschäftsgang entsprächen. «Wir wollen zwar eine verbindliche
Festschreibung für den Zahltag der Journalisten im neuen GAV», so
Thalmann. Wie die aber genau aussehe, wie Umfang, Abstufungen und Form
festgelegt werden, sei alles Verhandlungssache. «Wir sind nicht so
blauäugig, dass wir die Veränderungen in der Geschäftswelt nicht
erkennen», betonte Thalmann.
Der zeitliche Horizont der Gespräche vor der Eidgenössischen
Einigungsstelle ist laut Thalmann noch offen. Diese Bundesinstitution
ist nicht ständig in Funktion, sondern wird von Fall zu Fall für ein
bestimmtes Verfahren eingesetzt. Sie kann entweder als eigentliche
Einigungs- bzw. Schlichtungsstelle oder – nur im Einverständnis von
beiden Parteien – als Schiedsstelle eingesetzt werden. Laut dem
entsprechenden Bundesgesetz dürfen die Beteiligten während der Dauer
des Verfahrens keine Kampfmassnahmen anwenden.
Der Verband Schweizer Presse reagiert abwartend auf die Ankündigung der
Gewerkschaften. «Grundsätzlich wussten wir, dass es zu diesem Vorstoss
kommen wird», erklärte Hanspeter Kellermüller, Rechtskonsulent des
Verlegerverbands, gegenüber der Werbewoche. Wenn eine Vorladung der
Einigungsstelle eintreffe, werden man die Angelegenheit prüfen. Vorher
sei es zu früh für eine Stellungnahme. «Das Thema hat für uns keine
besondere Aktualität», so Kellermüller. Der Verband beharre auch
weiterhin darauf, dass die Löhne nicht im GAV, sondern auf
Betriebsebene festgelegt werden sollen.
Carole Scheidegger und Stefano Monachesi

Spotlight 2006 eröffnet Ausschreibung

Am 7. und 8. April 2006 wird das Internationale TV-Spot- und Werbefilmfestival der Euregio Bodensee zum 9. Mal durchgeführt.

Am 7. und 8. April 2006 wird das
Internationale TV-Spot- und Werbefilmfestival Spotlight zum 9. Mal
durchgeführt. Das Festival der «Euregio Bodensee» findet in
Friedrichshafen statt. Einsendeschluss für den Wettbewerb ist am 27.
Januar. Die eingereichten Arbeiten werden sowohl von einer
2000-köpfigen Publikums- als auch von einer Fachjury beurteilt.
Parallel dazu wird mit Spotlight for students ein separater Wettbewerb
für Filmhochschüler durchgeführt. Weitere Informationen finden sich auf
der Website des Festivals.

Verleger reichen Beschwerde ein gegen SF-Website

Der Verband Schweizer Presse verlangt die Trennung der SRG-Online-Aktivitäten vom Gebührentopf und will SRG-Inhalte gratis im Netz nutzen dürfen.

Der Verband Schweizer Presse hat beim
Bundesamt für Kommunikation (Bakom) Beschwerde gegen die
Internet-Projekte der SRG erhoben. Zugleich fordert er in einer Eingabe
an das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr und Kommunikation
(Uvek), dass der SRG so lange keine Gebührenerhöhung bewilligt werden
soll, wie sie «Millionen von Gebührenfranken für die unzulässige und
unnötige Konkurrenzierung der privaten Medienbetriebe missbraucht». Mit
dem Anfang Dezember aufgeschalteten Nachrichtenportal des Schweizer
Fernsehens (SF) mische sich die halbstaatliche SRG erneut ins
Kerngeschäft der privaten Medienunternehmen ein, heisst es in einer
Mitteilung des Verbands. Man begrüsse jede Form von lauterem
Wettbewerb, protestiere aber entschieden dagegen, dass die SRG die mit
solchen Projekten verbundenen Risiken ausschliesslich durch
«zwangsweise erhobene Gebührengelder» decke.
Vom Bakom fordern die Verleger, die SRG «in ihre konzessionsrechtlichen
Schranken zu weisen» und zu prüfen, wie deren Internet-Aktivitäten aus
dem gebührenfinanzierten Bereich ausgegliedert und dem normalen
unternehmerischen Wettbewerb ausgesetzt werden können. Beim Uvek regen
sie zudem an, die laufende Überprüfung der SRG-Finanzen auch auf die
Finanzierung neuer Unternehmungen, die nicht durch deren
Service-public-Auftrag gedeckt sind, auszudehnen. Die Aufsichtsbehörde
solle dafür Sorge tragen, dass die SRG nicht mit der kommerziellen
Auswertung von Produktionen und Rechten, die mit Konzessionsgeldern
entstanden sind, in den «freien Wettbewerb um geschützte Inhalte»
eingreifen kann. Als «Minimalforderung» stellen die Verleger die Idee
zur Diskussion, privaten Internetanbietern den unentgeltlichen Zugang
zu SRG-Inhalten für das Streamlining von Filmen, Original-Tönen usw. zu
ermöglichen, da die Herstellung dieser Inhalte ja schon durch Gebühren
und also durch die Allgemeinheit finanziert worden sei.

Anzeiger Region Bern: Stadt soll Gemeindeverband beitreten

Die Herausgeberschaft des Anzeigers sollte vereinfacht werden, meint die Stadtregierung.

Die Herausgeberschaft des Anzeigers Region
Bern soll vereinfacht werden. Bisher wird die Zeitung von der Stadt
Bern und einem Verband der umliegenden Gemeinden gemeinsam
herausgegeben. Sowohl Stadt wie Verband treten gegenüber den mit der
Produktion beauftragten Firmen als Vertragspartner auf und koordinieren
die Geschäfte im Rahmen einer gemeinsamen Geschäftsleitung. Diese
Lösung erfordere auf beiden Seiten jeweils gesonderte Beschlüsse der
zuständigen Organe, heisst es in einer Mitteilung. Nun beantragt die
Berner Stadtregierung beantragt dem Parlament den Beitritt zum
Gemeindeverband. Somit könnte eine einzige Organisation für alle
beteiligten Gemeinden verbindlich auftreten, Dritte beauftragen und
Verträge abschliessen, schreibt der städtische Informationsdienst. Die
Stadt gäbe mit dem Verbandsbeitritt zwar gewisse Entscheidbefugnisse
ab, weil nicht mehr sie, sondern der Verband die Entscheide in Bezug
auf die Herausgabe des Anzeigers fällt. Der Verband hat laut der
Mitteilung aber die besondere Situation der Stadt Bern berücksichtigt
und ein neues Reglement beschlossen, das der Stadt angemessene
Mitsprache- und Mitentscheidungsrechte einräume. Nach dem
Stadtparlament müssen der Vorlage auch die Stimmbürger zustimmen, bevor
sie umgesetzt werden kann.

MitLinks verstärkt Redaktionsteam

Seit Mitte Dezember 2005 zählt Fabian Zahner zum Redaktionsteam der Internetagentur.

Seit Mitte Dezember 2005 zählt Fabian
Zahner zum Redaktionsteam der Internetagentur MitLinks. Der 24-jährige
Ostschweizer schloss diesen Herbst erfolgreich sein Studium in
Journalismus und Organisationskommunikation an der Zürcher
Fachhochschule Winterthur ab. Praktische Erfahrungen sammelte er beim
Thurgauer Tagblatt in Arbon und beim Shortnews-Service BEXMedia in
Zürich.

Markus Schwab übernimmt SDA-Geschäftsleitung

Der Verwaltungsrat hat Markus Schwab zum neuen Vorsitzenden der dreiköpfigen Geschäftsleitung der Schweizerischen Depeschenagentur gewählt.

Der SDA-Verwaltungsrat hat am 14. Dezember
Markus Schwab zum neuen Vorsitzenden der dreiköpfigen Geschäftsleitung
der Schweizerischen
Depeschenagentur (SDA) gewählt. Seit 1. Juli 2003 leitet der
diplomierte Wirtschaftsprüfer und Betriebsökonom den Geschäftsbereich
Finanzen und
Administration. In dieser Funktion hat er laut einer Mitteilung der
Nachrichtenagentur massgeblich zur Gesundung des Unternehmens
beigetragen. Im Jahresverlauf 2005 übernahm Schwab in der SDA-Gruppe
auch die Funktion als Delegierter des Verwaltungsrates von
Sportinformation und News aktuell. Zusätzlich gehört er seit 2003 dem
Verwaltungsrat der Wirtschaftsagentur AWP an.
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