Assai gewinnt Fleurop Interflora Europa

Assai, die in Zürich ansässige Agentur für digitale und dialogorientierte Kommunikation hat den Auftrag erhalten, die E-Businessplattform mit einem Redesign zu aktualisieren.

Assai, die in Zürich ansässige Agentur für digitale und dialogorientierte Kommunikation hat den Auftrag der Fleurop Interflora Europa erhalten, die E-Businessplattform mit einem Redesign zu aktualisieren. Die Blumenvermittlerin Fleurop Interflora bearbeitet über 10 Millionen Aufträge pro Jahr. Erste Arbeiten sind ab Sommer 2006 zu sehen.

Post übernimmt Media Data Services

Die Post will mit dem im Verlagsmanagement tätigen Unternehmen in- und ausländischen Verlagen umfassende Gesamtlösungen für den Zeitungs- und Zeitschriftenvertrieb anbieten.

Swiss Post International (SPI), der internationale Geschäftsbereich der Schweizerischen Post, übernimmt die Media Data Services AG (MDS). Der Kauf erfolgt rückwirkend per 1. Januar 2006, wie die Post mitteilt. Media Data Services ist im Verlagsmanagement für in- und ausländische Pressetitel tätig. Zu den Dienstleistungen des Unternehmens gehören die Neugewinnung von Abonnenten und Massnahmen zur Leserbindung mittels Dialogmarketing, Zu den Kunden zählen deutsche Grossverlage wie Gruner & Jahr, Spiegel oder Burda. In der Schweiz hat MDS Anfang 2006 die Abonnentenverwaltung für die Zeitschrift Saisonküche übernommen. Der Umsatz der Firma erreichte 2005 rund 7 Millionen Franken. Swiss Post International übernimmt das Management unter der Leitung von Geschäftsführerin Margrit Mannhart und die 40 Mitarbeitenden. MDS wird als Schweizer Konzerngesellschaft von SPI unter dem bisherigen Namen auftreten. Der Standort in Kriens werde ausgebaut, heisst es im Communiqué weiter. Die Post will mit dem Neukauf in- und ausländischen Verlagen umfassende Gesamtlösungen für den Zeitungs- und Zeitschriftenvertrieb anbieten.

Neuer Verwaltungsrats-Präsident der Vogt-Gruppe gewählt

René Rhinow tritt die Nachfolge von Fritz Schuhmacher an, der aus dem Rat austritt. Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurde Marco de Stoppani, der ehemalige Verlagsdirektor der Neuen Zürcher Zeitung.

René Rhinow ist an der Generalversammlung der Vogt-Schild Holding, die unter anderem die Solothurner Zeitung herausgibt, zum Verwaltungsratspräsidenten gewählt worden. Er tritt die Nachfolge von Fritz Schuhmacher an, der aus dem Rat austritt. Rhinow ist bereits seit 2003 Mitglied des Verwaltungsrates der Vogt-Gruppe. Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurde Marco de Stoppani, vormals Direktor Verlag und Druck der NZZ. Bestätigt wurden Vizepräsident Beat Lorétan und Françoise Marcuard-Hammer. Diese vier Mitglieder vertreten im VR den Mehrheitsaktionär, die Gottlieb und Hans Vogt-Stiftung. Ebenfalls bestätigt wurden Peter Wanner, VR-Delegierter und CEO der AZ Medien Gruppe, und Max Bühlmann, Direktor Beteiligungsmanagement der PubliGroupe in Lausanne. Die AZ Medien Gruppe und die PubliGroupe halten an der Vogt-Schild Holding je 17,5 Prozent.Das operative Geschäft sei im Geschäftsjahr 2005 branchenkonform nicht befriedigend verlaufen, hiess es weiter. Der Jahresabschluss der Gruppe sei wegen der neuen Konstellation des Unternehmens und anderen Sondereinflüssen nicht mit dem Abschluss der vergangenen Jahre vergleichbar und werde deshalb nicht im Detail publiziert.

Swisscom: Jahreszahlen, Sesselrücken und neue Strategie

Der Nettoumsatz der Swisscom sank im vergangenen Jahr um 3,2 Prozent auf CHF 9,7 Milliarden Franken, wie das Telekommunikationsunternehmen mitteilte.

Der Nettoumsatz der Swisscom sank im
vergangenen Jahr um 3,2 Prozent auf CHF 9,7 Milliarden Franken, wie das
Telekommunikationsunternehmen mitteilte. Das Betriebsergebnis vor
Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) nahm um 4,9 Prozent auf
4,17 Milliarden Franken ab. Gestiegen ist hingegen der Reingewinn nach
Abzug der Minderheitsanteile: um 26,7 Prozent auf 2,02 Milliarden
Franken. 16 Franken pro Aktie bzw. insgesamt 907 Millionen Franken
sollen als Dividende ausgeschüttet werden. Das wird das Unternehmen der
Generalversammlung vorschlagen. Im Vorjahr betrug die Ausschüttung 14
Franken pro Aktie.
Im laufenden Jahr plant die Swisscom einen Aktienrückkauf im Umfang von
2,25 Milliarden Franken. Für das Geschäftsjahr 2006 wird ein Umsatz von
rund CHF 9,5 Milliarden Franken und ein Ebitda von 4,0 Milliarden
Franken erwartet. Als Hauptgrund für den prognostizierten Rückgang des
Ebitda werden die tieferen Mobilfunk-Terminierungsgebühren genannt, die
erstmals im ganzen Jahr das Ergebnis belasten.
Wachstum strebt die Swisscom im Bereich Konvergenz und Multimedia an,
dem sogenannten TIME-Markt: Dieser beinhaltet Anwendungen in der
Telekommunikation, IT, den Medien und der Unterhaltung. Ziel sei es,
mit neuen Aktivitäten ab 2008 resp. 2009 den Rückgang in den
herkömmlichen Aktivitäten zu kompensieren, heisst es im Communiqué.
Die neue Unternehmensstrategie setzt auf die Stärkung des Kerngeschäfts
mit konvergenten Angeboten, auf vermehrtes Wachstum mit Lösungen für
Geschäftskunden und auf gezielte Expansionsprojekte. Letztere sollen
einerseits in Ländern mit technologischem Nachholbedarf und
andererseits auch in Teilen des heutigen Geschäfts in der Schweiz
erfolgen. Ausserdem will die Swisscom den Kundenservice verbessern und
die Kontaktaufnahme vereinfachen.
Die neue Strategie resultiert in einem Sesselrücken auf
Managementebene: Adrian Bult, der bisherige CEO von Swisscom Fixnet,
übernimmt die Führung des Mobilfunkgeschäfts. Zum neuen
Verantwortlichen für das Festnetzgeschäft wurde der bisherige
Finanzchef Ueli Dietiker bestimmt. Mario Rossi, der bisherige
Finanzchef von Swisscom Fixnet, wurde zum neuen CFO der Swisscom AG
gewählt. Urs Schaeppi, der bisherige Verantwortliche Commercial
Business bei Swisscom Mobile, wird neuer CEO der für die
Telco-Geschäftskunden zuständigen Swisscom Solutions. René Fischer, der
bisherige CEO von Swisscom Solutions, verlässt das Unternehmen.

Generationenwechsel bei Amrein Pieren

Die 1961 gegründete Werbeagentur Amrein Pieren vollzieht den Generationenwechsel: Walter J. Amrein übergibt die operative Leitung an seinen Sohn Roman D. C. Amrein.

Die 1961 gegründete Werbeagentur Amrein-Pieren vollzieht den Generationenwechsel: Walter J. Amrein übergibt die operative Leitung an seinen Sohn Roman D. C. Amrein. Walter Amrein wird sich fortan um die Finanzen der Agentur kümmern. Roman D.C. Amrein profitierte von einer intensiven Ausbildung in Gestaltung und Ästhetik durch die Gründer der Agentur. Als diplomierter Marketingleiter baute er 1999 die Filiale Genf auf und kümmert sich speziell um das Wohl der westschweizer Kunden. Neues Mitglied der Geschäftsleitung wird Cédric O. Bussmann, Werbeleiter und Experte bei den Berufsprüfungen für Marketingplaner. Er betreut die Kunden aus der deutschen Schweiz in der Agentur Bern. Neu sind zudem die Partneragentur Bartel, Brömmel, Struck & Partner in Deutschland und der neue Internetauftritt: www.amrein-pieren.ch.

Ein perfekter Auftritt gehört zum guten Ton

Etiketten Ihre Funktion geht heute weit über die Inhaltskennzeichnung einer Packung hinaus. Werbewirksamkeit, Fälschungssicherheit und perfekte Information verlangen massgeschneiderte Druck- und Verarbeitungstechnologien.

Etiketten Ihre Funktion geht heute weit
über die Inhaltskennzeichnung einer Packung hinaus. Werbewirksamkeit,
Fälschungssicherheit und perfekte Information verlangen
massgeschneiderte Druck- und Verarbeitungstechnologien.Dort, wo sich die Faltschachtel als
Verpackung nicht lohnt oder wenn das einzelne Packgut zusätzlich
gestalterisch, informativ oder im Rahmen einer Sonderaktion – etwa
durch Aufkleben eines Rubbel-Gutscheins – dekoriert werden muss, sind
Etiketten ideal. Den grössten Zuwachs verzeichnen dabei die nicht
selten mit einem hohen Veredelungsgrad ausgestatteten Haftetiketten
(Selbstklebeetiketten). Sie lassen sich unkompliziert aufspenden und
sind in einem einheitlichen Design problemlos auf alle möglichen
Packmittel aufzubringen.

Der immer beliebtere No-Label-Look, bei dem das Glas oder Plastik des Packmittels ungetrübt durchscheint, aber auch bestimmte
Gebrauchseigenschaften fördern in diesem Segment den starken Einsatz
von Folie statt Papier. Neuartige, im Sieb- und Flexodruck verdruckbare
Haftklebstoffe geben den Haftetiketten zusätzliche Impulse.
Gleichzeitig büssen die Nassleimetiketten an Marktvolumen ein. Dafür
steigt allerdings ihr Veredelungsgrad beachtlich. Ihr Vorteil ist die
Papierauswahl, die keinem anderen Etikettendruckverfahren in dieser
Breite zur Verfügung steht. Kunststoffe sind gefragt, wenn Transparenz (z.B. im No-Label-Look oder
bei allen Konterdruckanwendungen sowie bei In-/Off-mould-Etiketten) und
Elastizität (bei Dehn- und Schrumpf-Sleeves) erforderlich sind. Das
Gros besteht aus PVC, Polyester (PET) und nimmt zu auf Kosten
gestreckter Polystyrenfolie (OPP). Polypropylen (OPP) wird bei
Off-mould-Etiketten gewählt und hat im asiatischen Markt Bedeutung.

Generell ersetzen Etiketten zunehmend das direkte Bedrucken von
Plastikflaschen, Bechern und auch Tuben. Für Etiketten sprechen die
höhere Druckqualität, die vielfältigeren Veredelungsmöglichkeiten und
die rasche Umstellung auf neue Drucksujets. Als
Etikettendesign-Software kommen dieselben Lösungen wie für den
Verpackungsdruck in Frage, also Produkte wie ArtPro (Artwork) oder
Scope/ PackEdge (Esko), denn in beiden Bereichen sind sowohl
Illustrations- und CAD-Anforderungen als auch Nutzenkopien (Abfall
minimierendes Platzieren mehrerer Etiketten auf einem Druckbogen bzw.
Bahnabschnitt) umzusetzen. Und wie beim direkten Bedrucken von
Hohlkörpern muss auch im Etikettendruck die jeweilige Wölbung der
Oberfläche berücksichtigt werden, wenn sie wie bei Flaschenkragen vom
Zylinder abweicht. Der Entwurf muss sich also in einer speziellen
CAD-Anwendung einer Anamorphose (Verzerrung) unterziehen lassen können.

Papieretiketten werden überwiegend im Bogen- und Schmalbahnoffsetdruck
produziert. Edle Wein- und Bierflaschenetiketten kommen aus dem
Bogenoffset. Für Schmalbahnverfahren sprechen die Inline-Kombination
mit anderen Druckverfahren und die einfache Herstellung von
Haftetiketten. Andere Verfahren zur Papierbedruckung sind der vom
Aussterben bedrohte Bogentiefdruck, der für Spezialitäten wie
Effektpigmentdruck (z.B. Iriodin) und Stiche geeignet ist, und der
Siebdruck. Haftetiketten werden auf Papier gedruckt, das mit Klebstoff
beschichtet wurde und auf einem silikonisierten Trägerpapier ruht. Eine
Inline-Rotationsstanze stanzt die Etikettenkonturen nur bis zum
Trägerpapier an, so dass das unbedruckte Papier um die Etiketten herum
als zusammenhängendes «Gitter» gleich in der Druckmaschine zur
Entsorgung abgezogen und aufgewickelt werden kann. Die Haftetiketten
verbleiben dann bis zum Aufspenden auf dem Trägerpapier, von dem sie
sich leicht ablösen lassen.

Folienetiketten sind eine Domäne des Flexodrucks. Wenngleich die
Druckqualität nicht mit dem Offsetdruck auf Papier mithalten kann,
können sie andere Vorteile ins Feld führen: Dehn- oder Schrumpfbarkeit
(Sleeves haften ohne Klebstoff und können vor der Neuabfüllung von
Pfandflaschen problemlos abgezogen werden), Abwaschbarkeit,
Transparenz, randlose Integrierbarkeit in Plastikoberflächen
(In-mould-Labels), optische und haptische Ähnlichkeit mit der
etikettierten Plastikoberfläche.

Führende Dienstleister
Der Schweizer Markt der Etikettendruckereien ist recht überschaubar.
Viele kleinere Akzidenz- und Faltschachtel-Bogenoffsetdruckereien sind
im Leimetikettenmarkt tätig, der Food-Gigant Nestlé in Vevey lässt zu
einem Grossteil vor der Haustür bei Säuberlin & Pfeiffer
produzieren. Den gewaltigen Rest teilen sich vor allem die Pago AG in
Grabs (SG) und die Tesa Bandfix AG in Bergdietikon (AG) – siehe Kästen
auf Seite 22 mit ihren Spezialitäten. Beide zeichnen sich durch eine
grosse Produktvielfalt aus und scheinen sich mit immer neuen Ideen
übertreffen zu wollen. Auch das Etikettieren der Packungen gehört bei
ihnen zum Full Service dazu. Beide Hersteller sind darüber hinaus
Anbieter von Maschinen und Geräten zum Etikettieren, die an Druck-,
Abfüll- und Abpackdienstleister in aller Welt verkauft
werden.    

Anforderungen an Etiketten
Die Marke muss klar und unverwechselbar zu erkennen sein, das Design
innerhalb der Promotion bzw. Kampagne mit den anderen Medien
(Verpackung, Display, Plakat, TV-Spot, Anzeige, Warenprobe)
korrespondieren, um den Wiedererkennungseffekt auszulösen. Das gilt
auch für Cross-Marketing-Aktivitäten, bei denen auf der
(Zusatz)-Etikette für ein anderes Produkt des Unternehmens geworben
wird. Ausserdem kann die Etikette im Rahmen eines Imagetransfers oder
ergänzenden Fremdprodukts auch auf einem Produkt eines anderen
Herstellers kleben. Ein Beispiel wäre Werbung für einen Ferienort auf
einer Müeslipackung.

Für hohe Werbewirkung und das zu vermittelnde Markenimage sollte das
Design auffällig sein. Hier bieten sich trendige Veredelungseffekte
oder vom Rechteck abweichende Konturen an. Als Veredelungsverfahren
sind bei Etiketten Heiss- und Kaltfolienprägung, Spot- und
Effektlackierung sowie Konturstanzung besonders beliebt, Metallic- und
Kippeffektfarben sowie Reliefs sind im Kommen. Je nach Auswahl des
Bedruckstoffs sind unterschiedliche Veredelungsschritte möglich. Vor
allem bei Flaschen bieten sich zusätzliche Anhänger (auch mit
Abreisscoupon oder mehrlagiger Etikette ausführbar) an, die als
Beispiel die Teilnahme an einem Gewinnspiel ermöglichen.

Der Informationspflicht genügend, müssen alle gesetzlich geforderten
Daten (Produktname, Herstelleradresse, Produkt-EAN-Strichcode,
Zusammensetzung/Zutaten, wenn notwendig Umwelt-/Gesundheitsgefährdung,
Verfallsdatum, Lagerungshinweise, Recycelbarkeit) deutlich lesbar sein.
Auf dieser oder einer zusätzlichen Etikette sollten kurze, prägnante
Werbetexte auf die Exzellenz des Produkts hinweisen. Viel Platz zum
Bedrucken weisen Wickeletiketten und Sleeves auf. Bei wenig Platz und
viel Informationsbedarf bieten sich mehrlagige Etiketten an, die als
mehrseitiges Booklet, Leporello oder Ähnliches auf den Deckel oder eine
Trägeretikette aufgeklebt werden.

Gegen Markenpiraterie sollten Verpackungen und Etiketten hochwertiger
Packgüter authentische, fälschungssichere Merkmale tragen. Beispiele:
Guillochen (filigrane Muster wie auf Geldscheinen) erschweren den
Nachdruck, Prägehologramme fungieren als Siegel, Verborgenbilder (zum
Beispiel Interferenzsujets oder nur unter UV-Lampen sichtbare
Druckfarbe) sowie Taggants (markierende Substanzen, zum Beispiel
individuelle Muster bildendes Pulver oder synthetische DNA) sind nur
mit optischen oder chemischen Decodern visualisierbar.

Diebstahlsicherheit, Warenlogistik und Produktrückverfolgbarkeit
verbessern RFID-Transponder (Radio Frequency Identification), die, auf
die Rückseite aufgespendet, normale Haftetiketten in elektronisch
beschreib- und lesbare «Funketiketten» verwandeln. RFID könnte
langfristig die heute gebräuchlichen Strichcodes ersetzen, die nur
lesbar sind. Noch Zukunftsmusik sind komplett gedruckte Transponder;
zurzeit lassen sich nur die Antennen drucken, nicht aber die Chips.

Im Food-Bereich müssen die verwendeten Druckfarben und
Etikettenmaterialien lebensmittelecht sein, d. h. in Eigengeruch und
-geschmack zurückhaltend oder gänzlich neutral. Das gilt nicht nur für
Etiketten, die direkt auf Lebensmittel (Obst, Brotlaibe) geklebt werden.

Zusatznutzen bieten thermochrome Druckfarben, die bei Unterbrechung der
Kühlkette in eine irreversible Färbung umschlagen oder das Erreichen
der optimalen Trinktemperatur eines Weins oder Heissgetränks anzeigen.

Etikettenspezialitäten Pago AG …
Dekoration mit Bezug zum Produkt- und Packungsdesign:
• PAGOmetallex:
Metallic-Druckverfahren auf Haftetiketten als Alternative zu
Heissprägefolienveredelung oder Alubedampfung, in drei
Glanzausführungen, überdruckbar • No-Label-Look: hochtransparente
Haftetiketten • PAGO 3D Design: Lentikularbild-Haftetiketten mit
Tiefenwirkung • PAGOtouch: Relief-Haftetiketten • PAGOdome:
Kunstharzverguss-Haftetiketten • PAGOroll: Wickeletiketten • Endura:
Shrink-Sleeves.

Auszeichnung und Identifikation für Spedition und Versand, vorbedruckt
und blanko, für manuelles (am POS) und vollautomatisches Etikettieren,
Regalauszeichnungs- und Etikettierlösungen: • PAGOinforoll: mehrfach um
die Flasche wickelbare Etiketten, z. B. anstatt
Medikament-Beipackzettel.

Promotion als Verkaufsförderungsinstrument auf dem Produkt oder als
Add-ins in Zeitschriften und Mailings (Produkteinführungen,
mehrsprachige/umfassende Beschreibungen, Gebrauchsanleitungen, Rezepte,
Wettbewerbe): • PAGOmedia: mehrlagige Etiketten als Abrolletiketten,
Leporellos, Booklets, Kreuzbruch-, Wickelfalz, ferner als
Flaschenstülpetiketten und Flaschenanhänger • PAGOmedia Magic:
wiederablösbare Haftetiketten • PAGOinfoform: dreiseitige, wieder
ablösbare Haftetiketten mit wiederverschliessbarem Deckblatt •
PAGOmagiccolours: Haftetiketten mit Spezialfarben • PAGOdigicolor:
digital bedruckte Haftetiketten, auch mit Fluoreszenzfarben •
PAGOpicture 3D: Lentikularbild-Haftetiketten mit Tiefenwirkung •
PAGOpicture Move: Lentikularbild-Haftetiketten mit mehrteiliger
Bildfolge • Screenlabel: wiederablösbare Folien, die auf dem
Computer-Bildschirm auf Internetseiten verborgene
Gewinnspiel-Lösungsworte sichtbar machen.

Funktion zur Unterstützung des Handlings, der Convenience und der
Sicherheit (Produkteversiegelung, Wiederverschliessbarkeit,
Diebstahlsicherung): • PAGOclose: Verschluss- und
Wiederverschlussetiketten • PAGOmultipack: Haftetiketten-
lösungen für Multipacks • PAGOsafe: Originalitätsverschluss-
sicherung • PAGOsecure & PAGOsmart: RFID-Haftetiketten
• PAGOtouch: Relief-Haftetiketten mit Braille-Schrift • PAGO-
sleeve: Sleeves für Erstöffnungsgarantie.

… und der Tesa Bandfix AG
Designetiketten mit Bezug zum Produkt- und Packungsdesign: • TwoFace:
beidseitig bis zu 8-farbig bedruckt plus Beleimung – für durchsichtige
Packmittel und Packgüter (Kosmetik, Getränke) • Mirror-Etiketten: für
hochqualitative Spiegeleffekte, auch für Metallic-Rasterverläufe.

Funktionsetiketten mit Zusatznutzen durch mechanische oder logistische
Funktionen: • Logistiketiketten: für Spedition und Versand, vorbedruckt
und blanko (auf einem Desktop-Drucker variabel bedruckbar), für
manuelles (am POS) und vollautomatisches Etikettieren,
Regalauszeichnungs- und Etikettierlösungen • Infoplus-Etiketten:
zweilagige, d. h. auf drei Seiten bedruckte Etiketten, die sich auch
wieder schliessend zuklappen lassen • wiederverschliessbare Etiketten:
für Beutel, wahlweise mit Lasche.

Promotionsetiketten mit Zusatzinformationen (max. 26 Seiten:
Produkteinführungen, mehrsprachige/umfassende Beschreibungen,
Gebrauchsanleitungen, Rezepte, Wettbewerbe) oder mit besonderen
Hinguckeffekten: • Labeltext und Booktext: mehrlagige Etiketten,
bestehend aus einem Grundetikett mit aufgeklebtem Faltprospekt
(Leporello- oder Buchfalz) • Plytext: dreiseitige, wieder ablösbare
Haftetiketten • Cleartext: wiederverschliessbar, damit der integrierte
Beipackzettel dauerhaft am Produkt bleibt • Collartext: mehrlagige
Etiketten für Flaschenhälse • Werbekleber: Kampagnen und Aktionen
begleitende Aufkleber • Selbstklebetattoos: für zielgruppenspezifische
Promotionen, Non-Profit-Kampagnen, Werbung am Sportler oder  als
beliebte Sammel- und Tauschobjekte bei Kindern.

Sicherheitsetiketten schützen wie ein Siegel die Produkte vor
Missbrauch und Manipulationen: • Security Rub-off Labels:
kundenindividuelle Lösungen (spezielle Formate, Sicherheitsstanzungen,
farbige Kundenlogos, Hologramme, Layouts) • vorperforierte Etiketten:
für Erstöffnungsgarantie, leicht einzureissen • Verschlussetikett: für
Erstöffnungsgarantie, wiederverschliessbar • Security Seal: Grundlage
des Tesa-Sicherheitskonzepts, wird so auf die Transportverpackung
geklebt, dass sie sich nur öffnen lässt, wenn das Siegel vorher
abgezogen oder zerstört wurde; bei jedem Öffnungsversuch verändert sich
irreversibel die Farbe und eine Aufschrift erscheint, die auf die
Manipulation hinweist.

Dieter Kleeberg

Adlink lanciert Online-Jugendpool

Mit dem Websites 20 Minuten, cineman, Energy Zürich und Usgang hat Adlink einen Online Werbepool mit Jugend affinen Internetauftritten geschaffen.

Mit dem Websites 20 Minuten, cineman, Energy Zürich und Usgang hat Adlink einen Online Werbepool mit Jugend affinen Internetauftritten geschaffen. Die Werbezielgruppe Kinder und Jugendliche sei für den Online Werbemarkt bereits seit langem eine äusserst attraktive Zielgruppe, heisst es im Communiqué von Adlink. Aufgrund der grossen Nachfrage aus dem Werbemarkt sei man dem Bedürfnis nachgekommen. Mit dem neuen grossformatigen „Skateboard Ad“ bietet Adlink in durchgehendes Kampagnenhandling im Bereich Jugendmarketing.

Gerüchte auch an der Cebit

Viral Was Mammut auf den Gipfel lockt, treiben auch Apple und Microsoft schon lange.

Viral Was Mammut auf den Gipfel lockt, treiben auch Apple und Microsoft schon lange.
Wie bringt man die Gerüchteküche so
richtig zum Kochen? Indem man die Verkündung einer Top-Nachricht
ankündigt – und nichts, aber auch gar nichts über die Nachricht selbst
sagt. Virales Marketing heisst dieses gezielte Streuen von
Informationshäppchen, mitunter auch von Gerüchten. Der kalifornische
Computerhersteller Apple praktiziert solches Viral Marketing schon seit
Jahren vor seiner Hausmesse Macworld. Regelmässig schiessen die
inszenierten Spekulationen ins Kraut. Selbst listig gestreute
Produktfotos mit Fälschungen kursieren vorab im Netz. Das Ganze
funktioniert aber nur, solange alle Beteiligten bei Apple dichthalten.

Im Vorfeld der am 9. März startenden Cebit in Hannover beschreitet nun
auch Microsoft den viralen Weg. Für Bill Gates darf es aber ein
bisschen mehr sein. Microsoft lässt von Anfang an so viele
Informationen durchsickern, dass die Gerüchteküche nur mit halber
Kraft brodelt. Aber das tut sie in der Regel mit doppelter
Wirkung. Über das Ergebnis freuen sich die Marketing-Strategen: Blogs,
Zeitungen und Newsseiten spekulieren fleissig über vermutete News.

Ominöse Projekte
Vor einigen Tagen startete das Unternehmen eine Website zum ominösen
Origami-Projekt. In zwei professionell produzierten Trailern wird das
Interesse für ein Ding geweckt, das überall sein soll, in der Stadt, im
Auto, in der Natur. «Wie kann ich dein Leben ändern?», wird der
Betrachter gefragt und mit der Antwort auf den 9. März vertröstet.
Genau an dem Tag lädt Microsoft in Hannover zur Pressekonferenz ein.
Ein perfekter Termin zum Verkünden der Neuigkeit.

Baut Microsoft ein eigenes Mobilgerät, wurde spekuliert. Einen
Handheld, eine Mobilkonsole oder gar ein omnipotentes Handy? Weil
es bei Microsoft aber offenbar kein Schweigegelübde wie bei Apple
gibt, sind diese Fragen längst beantwortet. So haben die
Programmierer im Quellcode der Origami-Website eine Woche
nach dem Launch folgenden Kommentar versteckt: «Origami Project: the
Mobile PC running Windows XP». Es geht also um einen tragbaren PC mit
Windows XP. Es ist auch von «ultramobile computing» oder «ultramobile
PC» die Rede. Ein Firmensprecher kündigte an, Origami werde auf der
Cebit-Pressekonferenz von Microsoft «nur für 30 Sekunden» Thema
sein. Die meisten Informationen würden die Partner Intel und Samsung
liefern, da Microsoft kein neues Hardware-Projekt in Angriff genommen
habe.
 
Etwas mehr weiss die Nachrichtenagentur AP. Sie zitiert einen
Microsoft-Mitarbeiter, der anonym bleiben will, weil er zur
Verschwiegenheit verpflichtet sei. Bei Origami handle es sich um einen
Windows-PC im Taschenbuchformat, erklärte er. Es gebe mehrere
Hersteller, die Geräte zu Preisen zwischen 500 und 1000 US-Dollar schon
kurz nach der Cebit anbieten würden. Auch ein spekulatives Werbevideo
solcher Modelle kursiert bereits im Netz.     

Viral Marketing
Der Erfolg einer Woodbridge-Idee hängt von der geweckten Neugier und Spielfreude der interessierten Communities ab.

Virales Marketing kommt von Virus und arbeitet mit dem
Schneeballprinzip der Verbreitung. Eine Werbebotschaft wird in einer
Kernzielgruppe so platziert, dass sie sich über das Internet – einem
Virus gleich – in die verschiedensten Richtungen ausbreitet.

Angefangen hat es bei der Mammut-Kampagne mit der Website von Mary
Woodbridge. In Kleinanzeigen und Rubrikinseraten in Fachzeitschriften
für Bergsteiger etwa wurde die Website gezielt in das Visier der
interessierten Communities gebracht. Diese haben das Vorhaben von Mary
Woodbridge einerseits belustigt kommentiert, den Gag sofort geahnt und
mit Freude an der Sache weiterverbreitet. Andere haben die
Ankündigungen todernst genommen und wollten Mary dringend von ihrem
Vorhaben abraten.

So oder so ist das Experiment von Berlin bis Bahrain und von Israel bis
Italien seit Wochen in verschiedensten Medien diskutiert worden. Jetzt
bleibt der Werbeagentur und Mammut nur noch, die neugierig gewordenen
potenziellen Kunden mit den richtigen Folgeinformationen zu beliefern.
    

Andreas Panzeri

Neuer Studiengang Design-Manager lanciert

Die Hochschule für Gestaltung und Kunst in Luzern und die Hochschule für Wirtschaft Luzern haben mit dem Design-Manager einen neuen Studiengang geschaffen, um die Kompetenz in Gestaltung und Management zu födern.

Die Hochschule für Gestaltung und Kunst in Luzern und die Hochschule für Wirtschaft Luzern haben mit dem Design-Manager einen neuen Studiengang geschaffen, um die Kompetenz in Gestaltung und Management zu födern. Der Studiengang sei im Ausland bereits etabliert und wird nun erstmals in der Schweiz angeboten, heisst es in einer Mitteilung. Der neue Studiengang will voe allem interessante Perspektiven für Personen bieten, die ihre Liebe zum Design mit dem Berich des Managements verbinden möchten. Der Studiengang Design-Manager ist international ausgerichtet, der Unterricht findet in Englisch statt.

Who’s who des Autokaufes

Marktforschung Publisuisse bietet den Schweizer Autoimporteuren seit zwei Jahren die Sinus-Milieu-Studie, damit diese den Markt effizienter bearbeiten können. Mit welchen Resultaten?

Marktforschung Publisuisse bietet den
Schweizer Autoimporteuren seit zwei Jahren die Sinus-Milieu-Studie,
damit diese den Markt effizienter bearbeiten können. Mit welchen
Resultaten?
Der 76. Genfer Automobilsalon schliesst in
wenigen Tagen seine Tore und wird auch heuer Hunderttausende von
begeisterten Autofans angelockt haben. Nur heisst schauen immer weniger
auch kaufen. Der Schweizer Automarkt scheint seit Jahren den
Vorwärtsgang nicht mehr zu finden. Wie in den Vorjahren krebste auch
2005 der Absatz zurück. Nur noch 259426 neue Personenwagen wurden im
vergangenen Jahr immatrikuliert – 3,6 Prozent weniger als 2004.
 
Gemäss der Statistik der Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure
brach der Neumarkt in sechs Jahren um nahezu 25 Prozent ein. Unbeirrt
widerspiegeln die Werbeausgaben der Autobranche seit Jahren eher
optimistische Prognosen und schwanken laut Media Focus um 270 Millionen
Franken. Dieser Betrag stellt zwar nur einen Bruchteil des
Branchenumsatzes dar (gut 10 Milliarden CHF), und die Werbespendings im
Investitionsgüterbereich reagieren eher moderat auf Absatzschwankungen,
trotzdem sei die Zahl mit Vorsicht zu geniessen, heisst es von Seiten
der Mediaagenturen.
 
Die Baisse sei für viele von ihnen sehr wohl zu spüren gewesen, denn
die meisten Importeure hätten sich pro-zyklisch verhalten und die
Werbeausgaben pro Einheit nicht erhöht. Durchaus denkbar, dass deshalb
die Händler wie der Occasionsmarkt auch aktiver geworden sind. Zudem
könnten einzelne Markteintritte neuer Marken grössere Dellen in der
Werbestatistik ausnivelliert haben, wird spekuliert.

Erneuerungsrate ist gesunken
Tatsache ist, dass die Effizienzkontrollen der Werbeetats rigoros sind
und diese auf Marktanteilgewinne gerichtet werden. Denn die
Erneuerungsrate des Schweizer Wagenparks ist – von der Wirtschaftskrise
und den unsicheren Arbeitsplatzperspektiven geprägt – dem Sparverhalten
entgegengesetzt wieder gesunken. Man kann deshalb davon ausgehen, dass
die Importeure auf neue Tools, die einen anderen Ansatz der
Zielgruppendefinition als der klassisch-soziodemografische positiv
reagieren würden. Der Branchen-Media-Schlüssel lässt noch keine
Rückschlüsse auf einen Paradigmenwechsel zu, auch wenn Autospots leicht
zugenommen haben.
 
Das Interesse für die Konsumententypologie sei gross, erklärt Markus
Hollenstein, Leiter Marketing bei Publisuisse. Unter anderem, weil sie
im Ausland bereits bestens etabliert ist. «Über zehn individuelle
Präsentationen wurden bei Autofirmen durchgeführt, und regelmässige
 Rückfragen seitens Agenturen, welche die Autokunden betreuen,
belegen das Interesse», sagt Hollenstein.
 
Mehrere Autofirmen würden anhand der Sinus-Milieus planen und buchen
lassen. Auch wenn derzeit noch keine Erhebungen vorliegen, geht er
davon aus, dass nun Auto-spots zielgenauer platziert werden, auch in
bisher weniger berücksichtigten, aber sehr affinen Programmumfeldern.
Gregor Doser von Mediaedge CIA sieht bei der Kundschaft erste Ansätze
zu einem Umdenken, stellt aber auch fest, dass noch viel
Überzeugungsarbeit nötig ist.

Dass die Skepsis daher rührt, die Sinus-Milieu-Daten, die mittlerweile
drei Jahre alt sind, könnten nicht mehr aktuell sein, glaubt er nicht.
Die abgefragten Werte wie Markenimage, Besitz und Präferenz von
Autotypen, Marken oder Finanzierung eines neuen Autos würden sich nicht
so rasch grundlegend verändern. Um diesen Verdacht auszuräumen, müsste
die Studie wiederholt werden, meint auch Hollenstein von Publisuisse.
Doch das sei momentan nicht geplant.

Und so wird man weiterhin die Anschaffungsabsichten der verschiedenen
Zielgruppen zu Rate ziehen, die 2004 erstmals präsentiert wurden.
Gemäss diesen ziehen Arrivierte und Statusorientierte den Kauf eines
Neuwagens jenem einer Occasion vor, ist das Interesse für Fahrzeuge mit
Dieselantrieb besonders bei den Modernen Performern gross und sind
deutsche Fabrikate vor allem in den gesellschaftlichen Leitmilieus sehr
beliebt.

Kommen japanische PWs vor allem im Milieu der bürgerlichen Mitte in
Frage, so stehen die schwedischen Fahrzeuge besonders bei den
Arrivierten und sogar bei den Eskapisten hoch im Kurs. Laut
Kundenzufriedenheitsumfrage von Publisuisse werden die Sinus-Studien
bereits nach wenigen Jahren nicht nur in Mediaagenturen ebenso stark
eingesetzt wie zum Beispiel das Market Radar Tool.    

Luca Aloisi

Schnell informiert

Dass Corporate Publishing höchst aktuell sein kann, beweist die Kommunikationsagentur Infel.

Dass Corporate Publishing höchst aktuell
sein kann, beweist die Kommunikationsagentur Infel. Zum wiederholten
Mal hat sie anlässlich des «Gesprächskreises Energie und Umwelt», den
die Nordwestschweizer Energiedienstleister Atel, IWB, EBM und EBL
dieses Jahr zum 15. Mal veranstalteten, eine Event-Zeitung produziert.
Noch in der Nacht nach dem Anlass wurde die Zeitung gedruckt und am
Folgetag den Besuchern des Gesprächskreises sowie den Mitarbeitenden
und Kunden der veranstaltenden Unternehmen zugestellt.

Flatscreen, ja bitte – Logos, nein danke

Eric Lindblom, Forschungsdirektor der Campaign for Tobacco Free Kids, über die neuen Marketing-Tools der Tabakindustrie.

Eric Lindblom, Forschungsdirektor der Campaign for Tobacco Free Kids, über die neuen Marketing-Tools der Tabakindustrie. WW: Wie haben sich die Werbepraktiken der Tabakunternehmen in den USA in den letzten Jahren verändert?
Eric Lindblom: Sie setzen
wesentlich mehr Direct Mail ein, die an die massiv angewachsene
Datenbank von Rauchern geschickt wird. Auch das Internet wird verstärkt
dazu genutzt. RJ Reynolds etwa hatte vor kurzem eine Internetpromotion,
da wurde ein grosser Flachbildschirmfernseher vergeben. Sehr viel
Marketing wird mit Hilfe von Preisangeboten betrieben, nach dem Muster,
kaufen Sie zwei Schachteln Zigaretten und Sie bekommen eine umsonst.
Oder man bekommt ein Radio oder einen Pullover geschenkt. Solange da
kein Zigarettenlogo drauf ist, ist das nicht verboten.

WW: Wird eigentlich Magazinwerbung noch angewandt?
Lindblom: Ja,
es gibt keine speziellen Verbote in Sachen Magazinwerbung, ausser
jenem, dass keine Jugendlichen angesprochen werden dürfen. Ein Gericht
urteilte, dass Magazine, die eine grosse Anzahl von jugendlichen Lesern
haben, keine Tabakwerbung schalten dürfen, aber es kommt trotzdem immer
wieder vor. Ich habe erst vor kurzem Anzeigen im People Magazine oder
Rolling Stone gesehen.

WW: Halten sich die Unternehmen an das generelle Marketingverbot für
Jugendliche?
Lindblom: Nicht
unbedingt, weil die Tabak-Promotions in den Läden selbst ja auch von
Kindern gesehen werden. Eine Zeit lang war es verboten, Werbung im
Umkreis von 1000 Metern einer Schule zu platzieren, aber diese
regionalen Regeln werden durch nationale Gesetze oft wieder rückgängig
gemacht.

Interview: Gerti Schön

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