SwissregioTV.ch erhält Innovationspreis der Idee-Suisse

Die Gesellschaft für Ideen- und Innovationsforschung Idee-Suisse verleiht alljährlich den Schweizer Innovationspreis zur Förderung der wirtschaftlichen Zukunftschancen.

Die Gesellschaft für Ideen- und Innovationsforschung Idee-suisse verleiht alljährlich den Schweizer Innovationspreis zur Förderung der wirtschaftlichen Zukunftschancen. Am Donnerstag wurde der Preis SwissregioTV verliehen. In der Begründung heisst es, dass das im August 2005 gegründete Unternehmen als «schweizweit erstes internetgestütztes Regionalfernsehen regionale Bewegtbilder übers Internet» biete. Das Unternehmen verbinde auf innovative Weise neue Technologien und interaktive Kommunikation mit dem Bedürfnis nach regionaler Identität. Gleichzeitig biete es auch KMUs den Weg in die Bewegtbildkommunikation. SwissregioTV versteht die Ehrung als «Anreiz für hoffentlich viele andere, sich ebenfalls aktiv und unternehmerisch mit dem neuen Kommunikationsinstrument IPTV auseinanderzusetzen», wie es in der Mitteilung heisst. Gegründet wurde SwissregioTV von der Gossauer Decatron Media AG, der Swissregiobank und der Mediapolis AG für Wirtschafts- und Kommunikationsmanagement.

APG gründet neue Gesellschaft für Plakatforschung

Die allgemeine Plakat Gesellschaft APG gab am Donnerstag die Gründung einer neuen, neutralen Forschungsgesellschaft unter dem Namen «Swiss Poster Research Plus AG» bekannt.

Die allgemeine Plakat Gesellschaft APG gab am Donnerstag die Gründung einer neuen, neutralen Forschungsgesellschaft unter dem Namen «Swiss Poster Research Plus AG» bekannt. Damit setze die APG ihre Versprechen bei der Plakatforschung um, heisst es in der Mitteilung. Die Forschungsgesellschaft sei aus juristischen Gründen umbenannt worden, das «Plus» im Namen bedeute Neubeginn bei gleich bleibender Forschungsmethode. Geleitet wird die Swiss Poster Research Plus AG durch Felix Mende. Bis zur Lancierung im Oktober wird dieser seitens der Affichage durch den Projektleiter Florian Walz unterstützt. Parallel sei eine begleitende Forschungskommission am entstehen, der «anerkannte und kompetente Persönlichkeiten aus Werbemarkt und Forschung» angehören werden. Diese steht unter der Leitung von Dr. Martial Pasquier. Wie Christian Kauter, der CEO der APG im Communiqué mitteilt, seien durch die Gründung der Swiss Poster Research Plus AG und der marktnahen Kommission andererseits «optimale Voraussetzungen» geschaffen worden, « die neutralen Forschungsziele unter Einhaltung der versprochenen Termine zu erreichen». Ob der Konflikt um die Forschungsmethode, der mit der zweiten grossen Schweizer Plakatfirma Clear Channel Plakanda besteht, damit aus der Welt geschafft werden kann, muss sich erst weisen.

Jungfrau Zeitung steigert Werbeertrag erneut

Die Mikrozeitung legte beim Anzeigenertrag im ersten Quartal 2006 gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent zu.

Die Jungfrau Zeitung legte beim Anzeigenertrag im ersten Quartal 2006 gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent zu. Damit habe die Mikrozeitung zum fünften Mal in Folge den Nettomehrertrag von Januar bis März erhöhen können, wie die Herausgeberin Gossweiler Media bekannt gab. Die Gründe für das erneute Wachstum sieht die Jungfrau Zeitung in ihrem spezifischen Publizistikkonzept, dem Internet-Workflow sowie in der dualen Strategie Online und Print. Im Zentrum steht die Onlineausgabe, aus deren Newsfluss zweimal wöchentlich ein Printout hergestellt wird. 18’000 verschiedene User nutzen pro Monat gemäss Wemf Net-Audit von März 2006 die Onlineversion, wie Gossweiler Media mitteilte. 10’000 Haushalte haben die Print-Ausgabe der Jungfrau Zeitung abonniert, was wiederum 25’000 Leser generiert (GfK-Studie 2005). Rund zwei Drittel des Werbeaufkommens stammt laut Communiqué aus crossmedialen Angeboten.

Neue Zeitschrift für Haushaltgerätebranche

Im Mai lanciert der CE Verlag die neuen Zeitschrift ELMAG Elektro Haushaltgeräte Magazin in der Deutschen Schweiz und in der Romandie.

Im Mai lanciert der CE Verlag die neuen Zeitschrift ELMAG Elektro Haushaltgeräte Magazin in der Deutschen Schweiz und in der Romandie. Das Magazin richtet sich an die Wiederverkäufer, also Fachgeschäfte, Fachmärkte, Warenhäuser und alle Verkaufspunkte von Elektro Haushaltgeräten. Das Magazin geht in der Deutschschweiz mit 6’000 Exemplaren und einer Erscheinungsfrequenz von 10 Mal jährlich, in der Romandie mit 2’700 Exemplaren und einem zweimonatlichen Rhythmus an den Start. Chefredaktor ist Marc Landis. Zur Lancierung werden die Wiederverkäufer kostenlos beliefert, geplant ist die Umwandlung in ein späteres Abonnement. Der CE Verlag gibt bisher die Consumer Electronics Zeitschriften CE Markt und CE Romand heraus sowie Fascinations, ein Special Interest Magazin für Audio, Video und Foto.

Obersee Nachrichten passen sich der Zeit an

Die Rapperswiler Gratis-Wochenzeitung wurde nach zwölf Jahren im alten Layout einem Facelifting unterzogen.

Die Rapperswiler Wochenzeitung Obersee Nachrichten wurde nach zwölf Jahren im alten Kleid einem Facelifting unterzogen. Das Layout wurde vereinfacht und luftiger gestaltet, die Leserführung verbessert. Der neue Auftritt wurde von Denon Publizistik AG in Rapperswil entworfen, wie Persoenlich.com berichtet. Auf grosse redaktionelle Veränderungen haben die Obersee Nachrichten jedoch bewusst verzichtet, damit sich die Leser nicht fremd fühlen, sagte Chefredaktor Andreas Knobel dem Branchendienst.Das Gratiswochenblatt ist laut Mediadaten die grösste Zeitung am Oberen Zürichsee. Es erscheint jeweils am Donnerstag mit einer Auflage von 61’314 Exemplaren (Wemf beglaubigt 2005) und wird in alle Haushaltungen verteilt. Damit weisen die Obersee Nachrichten 74’000 Leserinnen und Leser (Mach Basis 2005) und die breiteste Abdeckung im Wirtschaftsgebiet 27 aus.

Metzgerlehner kommuniziert Sponsoring-Engagement von Phonak

Phonak Hearing Systems hat Metzgerlehner Worldwide Partners mit der Kreation und Realisation zweier Anzeigen beauftragt.

Phonak Hearing Systems hat Metzgerlehner Worldwide Partners mit der Kreation und Realisation zweier Anzeigen beauftragt. Sie sollen das Engagement der Hörtechnikfirma in Sachen Sponsoring kommunizieren. Zum siebten Mal unterstützt Phonak dieses Jahr im Radrennsport ein eigenes Team in der ProTour, der höchsten Kategorie im Profi Radsport. Die Anzeige für das Phonak Cycling Team spiegelt die Botschaft „We race for better hearing“ wider. Phonak ist ausserdem Official Supplier von Alinghi, für welche derzeit ein drahtloses Hör- und Kommunikationssystem entwickelt wird. Perfekte Kommunikation an Bord sei ein entscheidender Erfolgsfaktor beim prestigeträchtigsten Segelrennen der Welt, teilt Metzgerlehner mit. Die beiden Anzeigen in vier Sprachen werden ab April weltweit in Zeitungen und Fachmagazinen erscheinen.

AY&R erhält Merit Award vom ADC NY

Ausgezeichnet wurden die Leica-Plakate, für die Advico Young & Rubicam bereits beim Schweizer ADC Bronze holte.

Advico Young & Rubicam wird vom ADC New York ausgezeichnet: Die Agentur in Zürich-Gockhausen gewinnt für ihre Leica-Plakate einen Merit Award. Die gleiche Kampagne hatte beim Schweizer ADC bereits Bronze geholt.

Hilda Design Matters gibt für BSI den Ton an

Die Zürcher Agentur entwickelte ein neues Markenzeichen und ein umfassendes Corporate Design Programm für die Tessiner Bank BSI.

Die Tessiner Bank BSI, vormals unter dem Namen Banca della Svizzera Italiana bekannt, will ihre Marke neu ausrichten und dynamisieren. Gleichzeitig konzentriert sie die Private-Banking-Aktivitäten auf Märkte mit hohem Wachstumspotenzial: Schweiz, Italien, Südamerika sowie Naher und Ferner Osten. Die Zürcher Agentur Hilda Design Matters entwickelte neben dem neuen Markenzeichen ein umfassendes Corporate Design Programm für die BSI. Das visuelle Herzstück des neuen Auftrittes ist laut Communiqué eine Violine aus dem im Jahr 1737, die Guarneri del Jesu. Dieses Sammlerstück ist in den Besitz der Bank übergegangen, wie die Agentur mitteilt. Das neue Erscheinungsbild der BSI soll damit zum visuellen und akustischen Leckerbissen für die Liebhaber der klassischen Musik werden.

NZZ mit neuem Bereich Werbemarkt und personellen Wechseln

Nach dem Stabswechsel an der Spitze der NZZ und der Übernahme der Chefredaktion durch Markus Spillmann wurde auch die Konsituierung der erneuerten Geschäftsleitung der Neuen Zürcher Zeitung AG abgeschlossen.

Nach dem Stabswechsel an der Spitze der NZZ und der Übernahme der Chefredaktion durch Markus Spillmann wurde auch die Konsituierung der erneuerten Geschäftsleitung der Neuen Zürcher Zeitung AG abgeschlossen. Diese besteht nun aus Markus Spillmann, der ihr vorsitzt und die Publizistik verantwortet, Dr. Daniel Hofer für Verlag und Produktion und Alfred Hümmerich für Finanzen, Informatik und Personal.Innerhalb des Bereiches Verlag und Produktion wurde neu ein Bereich Werbemarkt geschaffen. Dieser ist zusammen mit den internen und externen Verkaufs- und Marketingorganisationen (NZZ Media, Tourmedia, ausländische Vertretungen) für die Vermarktung der NZZ, NZZ am Sonntag, NZZexecutive, Magazinen und Beilagen und weiterer Produkte bei den Inserenten und Media-Agenturen zuständig. Leiter dieser neuen Einheit ist Dr. Christoph Bauer, der bisherige Marketingleiter der NZZ. Die Vermarktung der Monatszeitschrift Folio wird weiterhin Ulrich Oswald, Leiter Marketing Zeitschriften, mit einem eigenständigen Verkaufsteam wahrnehmen.
Die Leitung des Lesermarkts übernimmt neu Kurt Blum, bisher Leiter Projekt eim Verlag NZZ. Damit ersetzt er Vincenzo Vito, der die Leitung auf eigenen Wunsch abgibt und eine neue Herausforderung ausserhalb der NZZ Gruppe antritt. Vito wird er NZZ aber noch bis im Herbst erhalten bleiben und diverse strategische Projekte für die NZZ bearbeiten.

Studie: Europa führend bei Luxusmarken  

Die mächtigsten Marken der Welt sind allerdings in den USA zu Hause. Das geht aus einer Studie des Marktforschers Millward Brown hervor.

Die mächtigsten Marken der Welt sind allerdings in den USA zu Hause – das geht aus einer Studie des Marktforschungsunternehmen Millward Brown hervor. Den ersten Rang der „Brandz Top 100“ belegt Microsoft mit einem Markenwert von 62 Milliarden Dollar, gefolgt von GE (56 Milliarden Dollar), Coca-Cola (41 Milliarden Dollar), China Mobile (39 Milliarden Dollar) und Marlboro (38 Milliarden Dollar). Die europäischen Marken haben in den Top Ten nichts zu melden. Millward Brown stellt aber fest, dass Europa bei den Luxusmarken den Ton angibt: Louis Vuitton steht auf Platz 24, Mercedes auf dem 28., Porsche auf dem 44., Chanel auf dem 75. und Cartier auf dem 82. Rang. Die Nachfrage nach Luxusgütern vergrössere sich angesichts des Wachstums an globalem Vermögen und neuer zahlungskräftiger Kunden in Entwicklungsländern ständig. Nicht weiter erstaunlich ist, dass chinesische Brands schnell mächtiger werden, beispielsweise China Mobile oder Lenovo. Millward Brown macht ausserdem ein gesteigertes Markenbewusstsein beim Einkaufen aus, was Unternehmen wie Wal-mart (Platz 6), eBay (38), Amazon (78) oder  Zara (87) zu Gute komme. Die Studie basierte auf Daten des Marktforschers, die rund 30’000 Marken erfassen. Analysiert wurden nicht nur Finanzdaten und Wachstumsraten, sondern auch Erkenntnisse aus Befragungen von 650’000 Konsumenten.

Creative Assets: Erste Entertainment Marketing Agentur in der Schweiz

Als erste Entertainment Marketing Agentur in der Schweiz berät die Zürcher Firma Creative Assets Unternehmen, Organisationen, Marken und Produkte in allen Belangen des Entertainments.

(pr) Als erste Entertainment Marketing Agentur in der Schweiz berät die Zürcher Firma Creative Assets (www.creative-assets.com ) Unternehmen, Organisationen, Marken und Produkte in allen Belangen des Entertainment Marketing an der Schnittstelle zwischen Industrie und Unterhaltung. Das in den USA bei Firmen längst etablierte professionelle Entertainment Marketing – Stichwort Filmsponsoring, Merchandising, Product Placements, Promotionen, etc. – gewinnt auch bei Europäischen und Schweizer Unternehmen zunehmend an Bedeutung, sind Experten wie der Schweizer Erfolgsproduzent PC Fueter überzeugt. Seit kurzem arbeitet auch cinecom ag, führende Schweizer Medienvermarkterin im Bereich Kino, mit Creative Assets zusammen.Immer mehr Unternehmen und Marken erkennen das Potenzial und den Wert des Mediums Kinofilm als guter Image-Förderer, gerade beim jüngeren Zielpublikum, und suchen nach geeigneten Inszenierungsmöglichkeiten ihrer Produkte zum Beispiel im Rahmen eines Unterhaltungsfilms. Exemplarisch ist die Win-Win-Situation von „Mein Name ist Eugen“ und der Mobiliar.
Marketing durch professionelles Product Placement auch bei Schweizer Firmen im Trend
Aktuelle Beispiele im Schweizer Filmschaffen zeigen, dass diese neue Form von Kooperationen eine gezielte und marketingorientierte Art und Weise darstellen, wie Unternehmen und ihre Produkte und Marken den Kunden erreichen können. Dies stellt auch der Schweizer Erfolgsproduzent PC Fueter („Mein Name ist Eugen“ und „Grounding“) fest: „Das professionelle Management und der Einsatz des Product Placements, in den USA seit langem sehr etabliert, gewinnt auch in der hiesigen Industrie verstärkt an Bedeutung. Für beide Seiten, Produzenten und Firmen, wird es immer wichtiger, dabei mit darauf spezialisierten Partnern zusammen zu arbeiten.“
 
Creative Assets: Erste Entertainment Marketing Agentur in der Schweiz
Als erste Entertainment Marketing Agentur in der Schweiz entwickelt Creative Assets für Unternehmen, Organisationen, Marken ganzheitliche, zielgruppenspezifische Entertainment Marketing Konzepte. Creative Assets übernimmt als Schnittstelle zwischen Industrie und Unterhaltung die strategische Planung, Entwicklung und zielorientierter Durchführung von Entertainment Marketing Aktivitäten im Bereich Film.
Team von Creative Assets mit langjähriger Erfahrung in der Unterhaltungs- und Filmindustrie
Dazu gehören unter anderem die Platzierung von Marken und Produkten in Film, TV, Theater, Internet sowie allen anderen Unterhaltungsmedien (sogenannte Product Integration) sowie deren Begleitung und Unterstützung durch Celebrities und Opinion Leaders (Talent Support). Darüber hinaus bietet Creative Assets die professionelle Unterstützung und Beratung bei der Suche und Auswahl von innovativen und massgeschneiderten Sponsoring Möglichkeiten in der Unterhaltungsbranche an. Zudem kann Creative Assets auf speziell entwickelte Tools zur Evaluation und Auswertung von Filmprojekten zurückgreifen.
“Creative Assets bringt eine langjährige Erfahrung in den Bereichen Marketing und Unterhaltung in Sachen Filmproduktion, Sponsoring Abläufe, Requisiten Integration und Vermarktung sowie ausgezeichnete nationale Kontakte zu Firmen, Produzenten und Regisseuren mit“, sagt Manuel Nappo, Gründer und Partner von Creative Assets.
Zusammenarbeit mit cinecom im Bereich Filmsponsoring und Product Placement vereinbart
Die Schweizer Kinovermarkterin cinecom ag nimmt diesen Trend ebenfalls auf und ergänzt ihr bestehendes Kinoangebot um massgeschneiderte Lösungen in den Bereichen Filmsponsoring und Product Placement, welche sie in enger Zusammenarbeit mit Creative Assets anbietet und realisiert.
Über aktuelle und zukünftige Mandate und Projekte für Unternehmen und Produkte wird Creative Assets jeweils zum gegeben Zeitpunkt kommunizieren.

Océ mit Führungsanspruch

Digitaldruck Océ erweitert sein Sortiment an Drucksystemen und baut die Möglichkeiten zum Einsatz von Hausfarben aus.

Digitaldruck Océ erweitert sein Sortiment an Drucksystemen und baut die Möglichkeiten zum Einsatz von Hausfarben aus.Auf seiner dies- jährigen, tradi- tionellen
Open- House-Veranstaltung in seinem Werk in Poing bei München stellte
das Unternehmen Océ Ende März seine neusten Produkte vor. Doch stehen
beim KundenEvent Lösungsansätze für die im professionellen Printing
(Hausdruckereien, Digitaldruck- dienstleister etc.) tätigen Fachbesucher
im Vordergrund. So wurden auf der 6000 Quadratmeter grossen
Ausstellungsfläche konkrete Anwendungen aus der Praxis vorgeführt und
diverse Software-Lösungen sowie Anbindungen an die vielfältigen
Weiterverarbeitungssysteme live gezeigt. Der Bogen spannte sich vom
Dokumentenmanagement über Grossformatdruck, Farb- und
Schwarzweiss-Digitaldruck, Zeitungsdrucklösungen bis zu kompletten
Book-on-demand-Produktionsstrassen für die Herstellung von Büchern in
kleinen Auflagen.

Weltweit schnellstes Duplex-Digitaldrucksystem
Océ nutzte den Open-House-Event zudem, um das Fachpublikum über
Neuheiten zu informieren. Im Mittelpunkt einer eigens organisierten
Pressekonferenz stand dabei das weltweit schnellste Duplex-Drucksystem,
Océ VarioPrint 6250. Der neu entwickelte Drucker, der 125 beidseitig
bedruckte A4-Blätter pro Minute auszugeben vermag (Océ spricht dabei
von 250 A4-Prints), ist damit das schnellste digitale
Duplex-Bogendrucksystem. Realisiert wird der Geschwindigkeitssprung
durch eine «Océ Gemini Instant Duplex» genannte Technologie. «Mit
dieser bahnbrechenden Technologie unterstreichen wir unseren
Führungsanspruch im Digital-Production-Printing-Markt», erklärte Rokus
van Iperen, CEO bei Océ, selbstbewusst.
 
Beim Gemini- bzw. «Zwillingsdrucksystem» wird im Gegensatz zu anderen
Duplexsystemen der Papierbogen kontinuierlich via eines Transferbands
auf der Vorder- und Rückseite bedruckt. Neben der hohen Geschwindigkeit
brilliert das System dadurch gleichzeitig durch eine perfekte
Registerhaltigkeit. Um die Nachfrage nach dem Drucksystem macht sich
Océ offenbar keine Sorgen: Gemäss Michel Frequin, der für den Bereich
Océ Digital Document Systems verantwortlich zeichnet, würden mehr als
80 Prozent aller hochvolumigen Digitaldrucke (im Bogenbereich)
beidseitig bedruckt. Weil andere Duplexsysteme deutlich weniger
Ausstoss schaffen, sieht er deshalb sehr gute Chancen für eine auf das
vierte Quartal 2006 geplante erfolgreiche Markteinführung.
 

Dem Vordruck an den Kragen
Auch von seinen Endlosdrucksystemen hatte Océ Neues zu vermelden. So
wurde die Baureihe VarioStream, die vor allem im so genannten
Transaktionsdruck und damit zum Druck von Rechnungen, Kontoauszügen und
dergleichen eingesetzt wird, um das Modell 9230 ergänzt. Mit dem neuen
Drucker bietet der im Transaktionsdruck führende Konzern nun erstmals
ein 3/3-farbiges Schön- und Widerdrucksystem an. Für den Druck der zwei
neben Schwarz einsetzbaren Schmuck- bzw. Sonderfarben kann entweder auf
eine bestehende Farbpalette zurückgegriffen werden, oder die Kunden
können sich als eine Besonderheit von Océ spezielle Farben mischen
lassen. Die Rezeptur wird unter strengen Sicherheitsvorkehrungen
verwahrt, damit der Toner jederzeit nachgemischt werden kann.

Dieses von Océ als CustomTone bezeichnete Angebot soll sich neben der
farblichen Aufwertung der Dokumente ideal als Möglichkeit für Cross
Selling eignen: Das Rechnungsformular lässt sich damit für das so
genannte White Space Marketing einsetzen, worunter man das Platzieren
von werbenden Elementen auf Rechnungen versteht. Ob das White Space
Marketing allerdings in unseren Breiten Anklang findet, ist fraglich.
Ebenso bleibt abzuwarten, ob, wie am Pressegespräch beteuert,
Rechnungen wirklich schneller bezahlt werden, weil ein farbiges Logo
auf einem Rechnungsausdruck prangt.
 
Doch das Dreifarbendrucksystem bringt Inhouse-Druckereien noch einen
ganz anderen Vorteil.  Océ glaubt, dass im Bereich
Transaktionsdruck tätige Firmen künftig auf die Produktion von
Vordrucken verzichten könnten, weil sich nun auch Dokumente mit
Logos/Signeten in Hausfarben und in einem Durchgang produzieren lassen.
Der mit den Tonermischungen adressierbare Farbraum geht über den des
Offsetfarbraums hinaus, vor allem in den oft als Hausfarben
eingesetzten Blau- und Rottönen. 

Doch nicht nur für den farbigen Transaktionsdruck ist das Drucksystem
prädestiniert. Es könnte sich auch im digitalen Zeitungsdruck
etablieren. So wurde die vor Ort mit dem Drucksystem VarioStream 9230
produzierte Open-House-Zeitung mit den Spotfarben Blau, Rot und Schwarz
produziert. Durch die farbigen Elemente hebt sie sich deutlich von der
nur in Schwarz gehaltenen, ebenfalls digital gedruckten NZZ-Ausgabe ab,
die am Océ Open-House ebenfalls auflag.
 
Nachdem Océ seit der Einführung des Duplexsystems VarioStream 9210 (10
= einfarbig) vor zwei Jahren, mit dem Modell 9220 letztes Jahr eine
Zweifarbenmaschine und nun mit der VarioStream 9230 ein dreifarbiges
System vorgestellt hatte, lag die Frage in der Luft, wann wohl ein
Vierfarbensystem auf den Markt komme. Océ liess sich hier nur so weit
in die Karten blicken, als dass man an einem solchen System arbeite,
aber man derzeit noch keine Ankündigung machen könne.
 

Océ gibt im Grossformat Gas
Mehr Gas geben will Océ im Grossformatdruck. Nachdem das Unternehmen
letztes Jahr die Partnerschaft mit MacDermid ColorSpan, dem
amerikanischen Anbieter von Grossformatsystemen, bekannt gegeben hat,
verkündete der für den Grossformatdruck verantwortliche Tom Egelund
eine weitere Partnerschaft mit dem japanischen Unternehmen Mutoh. Als
erstes Produkt dieser neuen Verbindung wird ein Grossformatdrucker
unter der Bezeichnung Océ CS9065 in das Portfolio aufgenommen. Egelund
zeigt sich ambitiös: «Wir wollen im Display-Graphics-Markt wachsen. In
den nächsten zwölf Monaten wird kein Anbieter eine in gleichem Masse
wettbewerbsfähige und mit Océ vergleichbare Produktpalette anbieten
können.»

Um dieses Engagement zu verdeutlichen, wurden neben Produkten für den
CAD-Markt auch solche vorgestellt, mit denen sich Beschilderungen,
Fahrzeug- oder Bodenbeschriftungen und Poster herstellen lassen. Arnd
M. Hungerberg, Direktor der Business Group Corporate Digital Document
Systems bei Océ Schweiz, freut sich, dass man für den hiesigen Markt
nun auch in diesem Segment mit dem Océ CS9065 über ein Produkt verfüge,
«um richtig durchstarten zu können».
 

Von der Butterfarbe bis zum digitalen Farbdruck samt Dokumentenmanagement
Die Gründung des 128 Jahre alten Unternehmens Océ geht auf den
niederländischen Apotheker Lodewijk van der Grinten zurück. Er hatte
einen Farbstoff für Butter entwickelt. Das aus der Apotheke gewachsene
Familienunternehmen profitiert vom Know-how im Bereich von Farbstoffen
und nutzt dieses Wissen zum Einstieg in die Reprografie. In den
1920er-Jahren steigt das Unternehmen in die Produktion von
lichtempfindlichen Blaudruckpapier («Blaupause») ein. Die Söhne des
Firmengründers perfektionieren das Papierbeschichtungsverfahren und
nennen es «O. C. Papier», was sich auf «ohne Componente» zurückführen
lässt. Damit erhält das Unternehmen seinen Namen Océ. Océ gilt heute als Mitgestalter des Kopier- und Druckmarkts und
entwickelt seit dem Durchbruch des xerografischen Druck- bzw.
Übertragungsverfahrens Normalpapier-Kopiersysteme für den Büromarkt
sowie Grossformatkopiersysteme für Konstruktionsbüros. Heute bietet die
in Venlo, Niederlande, ansässige Firmengruppe neben Schwarzweiss- und
Farbdrucksystemen Produkte und Dienstleistungen für das professionelle
Dokumentenmanagement an.

Jürgen Franck

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