Handy-TV startet in fünf deutschen Städten

Unter dem Namen „Watcha“ startet im Juni ein TV-Angebot, das mit einem DMB-Handy empfangen werden kann. Problem dabei: Derzeit gibt es in Deutschland nur ein DMB-fähiges Handy auf dem Markt.

Unter dem Namen „Watcha“ startet im Juni ein TV-Angebot, das mit einem DMB-Handy (Digital Multimedia Broadcasting) empfangen werden kann. Das Angebot kann in Stuttgart, Berlin, Köln, Frankfurt und München genutzt werden, bis Mitte Juni sollen weitere Städte und Landesteile dazu kommen. Hinter „Watcha“ steht der Düsseldorfer Plattformbetreiber Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH (MFD). Ihm ist es gelungen, für fast alle Bundesländer eine DMB-Lizenz zu erhalten. Auf den TV-Kanälen laufen ZDF, MTV und N24, sowie ein besonders fürs Handy produzierter Entertainment-Kanal von Pro Sieben und Sat.1. 2007 will der Mobilfunk-Provider Debitel das Angebot so weit ausweiten, dass drei Viertel der deutschen Bevölkerung Handy-Fernsehen mit DMB-Standard empfangen können. Auch sollen bald weitere Kanäle folgen. Derzeit ist in Deutschland nur ein Handy der Marke Samsung auf dem Markt, das DMB-fähig ist.
DMB-basiertes Handy-TV hat sich beispielsweise in Südkorea etabliert. Nokia und Sony Ericsson setzen allerdings auf den konkurrierenden Handy-TV-Standard DVB-H (Digital Video Broadcasting – Handheld). Die vier grossen deutschen Mobilfunkbetreiber, Vodafone, T-Mobile, E-Plus und O2 setzen jebenfalls auf DVB-H, weil der Standard eine grössere Anzahl von Fernsehprogrammen ermöglicht. Das gemeinsame Handy-TV Pilotprojekt ist am Montag denn auch mit 16 Fernsehkanälen gestartet. Wegen der Knappheit geeigneter Frequenzen werden DVB-H-Sendungen fast nur in Norddeutschland empfangen. Es gibt noch keine Ausschreibungen für die Frequenzen, DVB-H soll erst 2007 für den Kunden auf den Markt kommen. 

Cash daily startet im September

Die kostenlose Tageszeitung mit dem Namen Cash daily soll im September als Printversion und Online-E-Paper an den Start gehen, kündigte Verleger Michael Ringier auf dem Medienkongress Hamburger Dialog an.

Die kostenlose Tageszeitung der Cash-Plattform mit dem Namen Cash daily soll im September an den Start gehen, kündigte Verleger Michael ringier auf dem Medienkongress Hamburger Dialog an. Cash daily wird es als Printausgabe und Online-E-Paper geben. Auf dem Computerbildschirm würden die Inhalte wie eine dreidimensionale Zeitung erscheinen, deren Seiten man umblättern kann. Audio- und Videobeiträge würden die Artikel ergänzen. Wie die Fachzeitschrift Werben und Verkaufen in ihrer Online-Aufgabe weiter schreibt, denke Ringier mittelfristig auch an eine Veröffentlichung auf elektronischem Papier (Werbewoche berichtete). Zudem kündigte Ringier an, in Shanghai eine Frauenzeitschrift auf den Markt bringen zu wollen. Auf den 9. Juni 2006 hat Ringier mehr Informationen zum Cash daily-Projekt angekündigt.

RTL-Boss fordert flexiblere Fernsehwerbung

Gerhard Zeiler, Vorstandsvorsitzende der RTL Group, hat sich am Mittwoch vor Europaabgeordneten in Brüssel für flexiblere Werbebestimmungen im Fernsehen stark gemacht.

Gerhard Zeiler, Vorstandsvorsitzende der RTL Group, hat sich am Mittwoch vor Europaabgeordneten in Brüssel für flexiblere Werbebestimmungen im Fernsehen stark gemacht. Wie newsroom.de berichtet, forderte er kürzere, dafür aber häufigere Werbeunterbrechungen. Mit einer solchen Lösung wäre es beispielsweise möglich, technische Möglichkeiten zur automatischen Erkennung längerer Werbeblöcke zu umgehen. Die Werbeindustrie sei zudem Bedingung für ein kostenloses Fernsehprogramm, referierte Zeiler weiter. Und ausserdem schreibe niemand Zeitungen oder Zeitschriften vor, auf welchen Seiten sie Anzeigen platzieren sollen.

Publiconnect realisiert Marktplatzlösung für den Anzeiger Region Bern

Der Anzeiger Region Bern ist mit der Tochtergesellschaft der Publicitas, Publiconnect, eine Partnerschaft eingegangen und hat deren Marktplatzlösung in Betrieb genommen.

Der Anzeiger Region Bern ist mit der Tochtergesellschaft der Publicitas, Publiconnect, eine Partnerschaft eingegangen und hat deren Marktplatzlösung in Betrieb genommen. Der neue Online-Marktplatz, bei dem auch Printanzeigen aufgegeben werden können, wurde parallel mit dem Redesign der Website des Anzeigers Region Bern implementiert und eingeführt.

Claudia Schiffer wirbt für ihr Heimatland

Das Model Claudia Schiffer hängt schon bald in drei U-Bahnstationen in London, New York und Tokio.

Das Model Claudia Schiffer hängt schon bald in drei U-Bahnstationen in London, New York und Tokio. Mit zig Plakaten soll sie im Juni und Juli die Lust auf Deutschland wecken. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur SDA wird ausser Schiffer während vier Wochen in den Stationen nichts anderes zu sehen sein. Weitere Informationen folgen am Pfingstmontag bei einer Pressekonferenz für die Standortkampagne „Land der Ideen“ in London. Dort sollen auch die Motive für die Fussball-Weltmeisterschaft-Kampagne „Station Domination“ gezeigt werden.

Einreichschluss für Europrix Top Talent Award läuft

Der Europrix Top Talent Award zeichnet junge Kreative im Bereich e-Content und Design aus.

Der Europrix Top Talent Award (TTA) zeichnet junge Kreative im Bereich e-Content und Design aus. Einreichschluss für den diesjährigen Wettbewerb ist der 30. Juni. Ziel des Awards ist es laut Medienmitteilung, junge Talente aus ganz Europa zu fördern und eine länderübergreifende Plattform zur Bewerbung der besten europäischen Multimediaprojekte zu schaffen. Verliehen werden Auszeichnungen in acht Kategorien sowie drei Sonderpreise – im Gesamtwert von 80’000 Euro.

Art-tv.ch verzeichnet monatlich 500’000 Zugriffe

Seit zwei Jahren verbreitet Art-tv.ch Videobeiträge zu Kulturthemen im Internet.

Seit zwei Jahren verbreitet Art-tv.ch Videobeiträge zu Kulturthemen im Internet. Unterdessen verzeichnet das Web-TV monatlich über eine halbe Million Zugriffe. Spezialisten verpacken Theaterpremieren, Filmkritiken oder Ausstellungsbesprechungen in Videobeiträge von drei bis vier Minuten – bisher wurden nur die Spesen der Mitarbeiter ersetzt. Durch einen Beitrag  von der Volkart Stiftung soll sich das nun aber ändern, heisst es in einem Communiqué.
Der Initiant Felix Schenker hatte bei der Lancierung der Internetseite vor zwei Jahren rund 50’000 Franken in das Projekt investiert. Art-tv.ch ist heute als Verein organisiert und wird von Mitgliedern und Gönnern unterstützt. Im Patronatskomitee sitzen Prominente wie Pipilotti Rist, Gilles Tschudi oder Ellen Ringier. Seit einem Jahr verteilt Art-tv.ch den Award „Schweizer Kulturperlen“. Auch soll die Regionalisierung fortgesetzt werden – ein Anfang wurde mit der Kulturregion Basel gemacht.

„NW1“ stellt aktuellen Sendebetrieb ein

Der Baselbieter Lokalsender „NW1“ sendet bis auf weiteres keine aktuellen Sendungen mehr.

Der Baselbieter Lokalsender „NW1“ sendet bis auf weiteres keine aktuellen Sendungen mehr. Der Nachrichten-Moderator bezeichnete am Donnerstagabend die Sendung als „vorläufig letzte aktuelle“, berichtet die Nachrichtenagentur SDA. Anstelle würden künftig bereits produzierte Sendinhalte über den Bildschirm flimmern. Weitere Angaben über das Schicksal von „NW1“ sind nicht bekannt. Wie Corinna Zigerli sagt, sei niemandem gekündigt worden. Verantwortlich für die Lage machte sie, dass man wegen der Umstände Schwierigkeiten habe, genügend Personal zur Produktion aktueller Sendungen zusammenzuhalten. Die Arbeitsgruppe, welche nach Ideen zum Sendererhalt suche, habe unterdessen einen Konzeptvorschlag fertig gestellt. Dieser soll nach Pfingsten mit der Hauptaktionärin, Elektra Birseck Müchenstein (EBM), diskutiert werden. Findet man keine Lösung, droht Ende Juni die Schliessung des Senders.

SF setzt im Sommer auf Bewährtes

Vom 3. Juli an stellt das Schweizer Fernsehen (SF) auf Sommerbetrieb um. Das „Sommerprogramm“ läuft bis am 20. August und wird neue Eigenproduktionen und Einkäufe, aber auch Wiederholungen und Sondersendungen zu aktuellen Veranstaltungen auf die Bildschirme bringen.

Vom 3. Juli an stellt das Schweizer Fernsehen (SF) auf Sommerbetrieb um. Das „Sommerprogramm“ läuft bis am 20. August und wird neue Eigenproduktionen und Einkäufe, aber auch Wiederholungen und Sondersendungen zu aktuellen Veranstaltungen auf die Bildschirme bringen. Wie SF mitteilt, gehe das Programm auf die besonderen Bedürfnisse des Publikums während der Sommer- und Ferienzeit ein.
Als neue Eigenproduktionen werden eine Reihe „DOK“-Filme, „SF Spezial“- sowie „Kulturplatz“-Sendungen und ein „Junior Sommerquiz“ für Schulklassen sein. „Best of“- Sendungen sind geplant mit „Benissimo spezial“, „Fensterplatz Sommertour“ und „Reporter Sélection“. Ausgestrahlt werden aber beispielsweise auch Wiederholungen von „Sternstunde Philosophie“ und „Al dente“.
Spielfilme sind in sieben thematischen Reihen programmiert, die einen „bunten, abwechslungsreichen Spielfilmsommer“ garantieren sollen. Grosses verspricht sich SF auch von der Reihe „Sommerkomödien“, die ein Wiedersehen mit Stars wie Margrit Rainer und Ruedi Walter bescheren werden. Aber auch das Serien-Programm wurde aufgestockt und Wiederholungen von „Lüthi und Blanc“ sind ebenfalls im Programm.
Dabei ist SF bei aktuellen Anlässen mit Sondersendungen: am 1. August, am Grand Prix der Volksmusik, an der Eröffnung des Lucerne Festivals und an den Open-Airs St. Gallen und Gurten. Sportlich gibt es den Final der Fussball-WM, das Tennisturnier in Wimbledon und die Tour de France, die für Highlights sorgen.

Heidelberg Schweiz öffnet die Türen

Zwischen dem 14. und 17. Juni veranstaltet Heidelberg Schweiz, der Lösungsanbieter für die Printmedienindustrie, sein traditionelles Open House.

Zwischen dem 14. und 17. Juni veranstaltet Heidelberg Schweiz, der Lösungsanbieter für die Printmedienindustrie, sein traditionelles Open House. Unter dem Motto „Entdecken Sie mehr. Lösungen für Ihre Zukunft.“ zeigt das in Bern domizilierte Unternehmen sein Angebot und veranstaltet Präsentationen zur Vernetzung mit Prinect. Ausserdem stellen die Partner von Heidelberg ihre Produkte am Open House vor. Am Familientag können zudem die kleinen Gäste unter Betreuung viel entdecken. Weitere Infos zum Anlass sowie zur Anmeldung sind auf der Website von Heidelberg zu finden.

FreeTV im Wochenrhythmus

Das Gratismagazin von U1 TV, FreeTV, erscheint ab sofort wegen der kommenden Feiertage, der Fussball-WM und den Sommerferien nicht mehr täglich, sondern im Wochenrhythmus.

Das Gratismagazin von U1 TV, FreeTV, erscheint ab sofort wegen der kommenden Feiertage, der Fussball-WM und den Sommerferien nicht mehr täglich, sondern im Wochenrhythmus. Bis Ende August wird FreeTV jeweils montags frisch in den Boxen aufgelegt werden.

Verlage setzen auf Internet und Ausland

Neue Erlösquellen wie das Internet, Nebengeschäfte oder Auslandsaktivitäten werden für Zeitschriften- und Zeitungsverlage immer wichtiger.

Neue Erlösquellen wie das Internet, Nebengeschäfte oder Auslandsaktivitäten werden für Zeitschriften- und Zeitungsverlage immer wichtiger. Ihr Anteil am Gesamtumsatz soll sich in den kommenden drei Jahren von derzeit 12 auf 25 Prozent mehr als verdoppeln. Das geht aus der Studie „Wachstumsfelder für Verlage“ vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) hervor. Der Umsatzanteil des Internets soll bis 2009 von derzeit 4,6 Prozent auf 11,6 Prozent steigen, derjenige der mobilen Dienste von 0,2 auf 2,0 Prozent. Konkrete Pläne im Bereich Internet-TV hat heute schon ein Fünftel der Verlage. Doch auch der internationale Bereich birgt Wachstumspotential: Laut der Umfrage sind heute bereits über die Hälfte der Verlage international aktiv. Bezogen auf Nebengeschäft bieten heute zwei Drittel der Verlage Bücher, CDs oder DVDs an, sehen aber für die Zukunft im Bereich der so genannten verlagsnahen Zusatzprodukte und Dienstleistungen nur noch geringes Wachstumspotenzial.
Insgesamt wurden für die Studie vom VDZ in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen KPMG und Prof. Dr. Manfred Schweiger von der Ludwig-Maximilians-Universität München 60 Verlage (21 Publikumszeitschriften-, 33 Fachzeitschriften- und sechs Zeitungsverlage) nach Relevanz, Nachhaltigkeit und Erfolgsfaktoren von Wachstumsfeldern sowie deren Auswirkungen auf das Kerngeschäft befragt.
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