«Zufrieden sollte man niemals sein»

Cannes Bilanz ziehen, bitte: Die Werbewoche wollte von Schweizer Werbern wissen, mit welchen Eindrücken sie aus Cannes zurückgekehrt sind.

Cannes Bilanz ziehen, bitte: Die Werbewoche wollte von Schweizer Werbern wissen, mit welchen Eindrücken sie aus Cannes zurückgekehrt sind.Fünf Löwen erbeutete die grosse Schweizer Delegation an der Côte
d’Azur in diesem Sommer. Kapitalere Beute durften wieder die
preis-verwöhnten Amerikaner und Engländer abschleppen, die sich nahezu
alle Grand Prix teilten und die meisten Goldlöwen erlegten. Ihr Image
konnten nicht nur sie zementieren; zum vierten Mal in Folge gewann
TBWA/Paris den Titel Agentur des Jahres, zum zweiten Mal erhielt die
US-Produktionsfirma MJZ die Palme d’Or für die eingeheimste Punktezahl.

Doch statt Statistiken zu wälzen, wollte die Werbewoche von einigen
Werbern und Produzenten erfahren, wie sie Cannes 2006 in Erinnerung
behalten werden.

Alexander Jaggy, Mitglied der GL und CD von JvM/Limmat, Jury-Mitglied am IAF Cannes 06
WW: Wie sind Sie mit der Schweizer Leistung in Cannes zufrieden?Alexander Jaggy: Ich bin kein Statistiker, aber die Schweiz hat sich
für meine Begriffe schon lange nicht mehr so gut geschlagen.
Enttäuschend ist die Ausbeute bei Press und Outdoor. Die Spitzen sind
da, offensichtlich zu Lasten der Breite.WW:
Mit wie vielen Löwen für die Schweiz haben Sie gerechnet, und welches waren Ihre Top-Favoriten?Jaggy:
Meine Top-Favoriten waren der Fahrradhelm-Spot für SUVA und die
Schadenskampagne für die National Versicherung. Mein Favorit für
nächstes Jahr ist die Amnesty-International-Kampagne von Walker.WW:
Welche Arbeiten haben Sie stark beeindruckt?Jaggy:
TBWA/Paris zeigt immer wieder, wohin die Reise visuell geht. Am
crossmedialsten arbeiten zurzeit vermutlich Crispin, Porter &
Bogusky. Strategisch brillant sind nach wie vor die Briten.WW:
Von welchen Seminaren oder Workshops haben Sie am meisten profitieren können?Jaggy:
Ich habe rund zwei Drittel der eingereichten Commercials gesichtet.
Vorträge habe ich nur einen besucht, den von Maurice Saatchi. Ich kam
leider 10 Minuten zu spät und die restlichen 10 Minuten habe ich nicht
kapiert.WW:
Hatte die WM einen Einfluss auf die allgemeine Atmosphäre des Festivals?Jaggy:
Die WM war allgegenwärtig. Praktisch jeder der Juroren repräsentierte
eine Fussballnation. Wenn wir nicht über Werbung gesprochen haben,
diskutierten wir über Fussball.WW:
Weshalb hat sich das Cannes-Festival auch dieses Jahr für Sie gelohnt?Jaggy:
Ich war  zum ersten Mal in Cannes. Nie hätte ich gedacht, dass
meine Teilnahme als Juror auf das Jahr fällt, in dem unsere Agentur den
ersten Goldlöwen gewinnt. Da ich schon mal vor Ort war, habe ich den
Preis entgegengenommen.WW:
Was sind die Dos & Donts der Werber in Cannes?Jaggy:
Komm bleicher zurück, als du hingefahren bist.

Hanspeter Schweizer, CD bei Wirz Werbung
WW: Welche Arbeiten haben Sie stark beeindruckt?Hanspeter Schweizer: Der Guinness-Film. Die Bangkok-Insurance-Filme.
Die Man-Man-Filme für Combos Pretzels. Die Plakate «Harley Bikes for
Women». Die Lego-Anzeige «Periskop». Der Toyota-Film «Human Touch»,
ganz vergessen.WW:
Wen und was haben Sie in Cannes dieses Jahr vermisst?Schweizer:
Die Tiger-Lillys. Und vor allem Mary Woodbridge.WW:
Was war das am intensivsten diskutierte Thema?Schweizer:
Eindeutig der Fussball, leider.WW:
Welches war die gelungenste Party?Schweizer:
Das Spiel Schweiz-Südkorea im Hinterraum des Irish Pub bei 37° C mit allen Schweizer Delegates.WW:
Weshalb hat sich das Cannes-Festival auch dieses Jahr für Sie gelohnt?Schweizer:
Wegen des multiplen Kicks, den die Arbeiten geben, für die eigene Arbeit und hoffentlich für die Kunden.

Jean-Marc Demeulemeester, CD
WW: Wie sind Sie mit der Schweizer Leistung an der Werbeolympiade zufrieden?Jean-Marc Demeulemeester: Zufrieden sollte man niemals sein. Fünf Löwen
sind für die Schweiz zwar ein stattliches Resultat. Der Totalausfall
bei Print und Outdoor (Kategorien, in denen die Schweiz traditionell
stark ist) schmerzt allerdings sehr.WW:
Mit wie vielen Löwen für die Schweiz haben Sie gerechnet, und welches waren Ihre Top-Favoriten?Demeulemeester: Bei
einem Festival wie Cannes mit irgendetwas fest zu rechnen, halte ich
für vermessen. Die grössten Chancen räumte ich ein: Ruf Lanz mit
der räuberischen Oma der Coop Bank, SFLB mit den sexy Naturburschen für
Schweiz Tourismus, JvM/Limmat mit Fritz und Fränzi, den ausserirdischen
Kindern, Wirz und seinem Hobbyfotograf für Mobiliar. Wenigstens da habe
ich Recht behalten.WW:
Welche Arbeiten haben Sie stark beeindruckt?Demeulemeester:
Big Ad für Carlton Draught. Weil ich selbstironische Kunden mit einem
Hang zum Risiko liebe. Bangkok Insurance. Weil in diesen Spots auf eine
für mich ganz neue Art für Versicherungen geworben wird. An Stelle unwahrscheinlicher Schadensfälle zeigt man die
Unwahrscheinlichkeit, dass nix passiert. Equipo von Adidas. Weil sich
trotz aller Superstars der Spot bis zum Schluss wirklich um zwei Buben
auf dem Balzplatz dreht.WW:
Welchen Ausgehtipp haben Sie nach Hause gebracht?Demeulemeester:
La Mandela – ein richtig cooler Strand, an dem man wunderbar chillen kann, nachdem man sich die Augen eckig geguckt hat.WW:
Weshalb hat sich das Cannes-Festival auch dieses Jahr für Sie gelohnt?Demeulemeester:
Weil man nirgends so ungezwungen mit so vielen Branchengrössen ins
Gespräch kommt. Weil man unendlich viele Anstösse bekommt, wie man es
noch besser machen könnte. Und vor allem: Weil man es hinterher kaum
erwarten kann, wieder vor einem leeren Blatt zu sitzen.

Mike Krüll, CD bei FCB Leutenegger Krüll
WW: Wie sind Sie mit der Schweizer Leistung in Cannes zufrieden?Mike Krüll: Man kann nie genug Lions gewinnen.WW:
Mit wie vielen Löwen für die Schweiz haben Sie gerechnet, und welches waren Ihre Top-Favoriten?Krüll:
Mehr beim Film. Und leider nichts für Leica-Plakate.WW:
Welche Arbeiten haben Sie stark beeindruckt?Krüll:
«Noitulove», verdienter Film- Grandprix für Guinness. Absolut irre.WW:
Welche Trends haben Sie entdeckt/erkannt?Krüll:
Den Trend zu guten Ideen.WW:
Wen und was haben Sie in Cannes dieses Jahr vermisst?Krüll:
Mich. Ich war woanders in den Ferien.WW:
Was sind die Dos & Donts der Werber in Cannes?Krüll:
Sich beschweren, nichts gewonnen zu haben.

Lukas Schmid, CD Text bei LangGysiKnoll
WW: Wen und was haben Sie dieses Jahr in Cannes vermisst?Lukas Schmid: Mein Team. Gerne hätte ich am Montag mit ihnen meinen
ersten Löwen gefeiert. Und den Norwegerpullover. Die Kinosäle waren wie
jedes Jahr erfrischend.WW:
Weshalb hat sich das Cannes-Festival auch dieses Jahr gelohnt?Lukas Schmid:
Weil es wohl kaum eine andere Werbeveranstaltung gibt, wo man in so kurzer Zeit so viel Inspiration tanken kann.WW:
Hatte die WM einen Einfluss auf die allgemeine Atmosphäre des Festivals?Lukas Schmid:
Erfreulicherweise kaum. In Erinnerung geblieben ist mir nur John
Cleese, der in Hermann Vaskes Film «The Art of Football» eine köstliche
Begründung lieferte, warum die Bezeichnung «American Football» für
ebendiese Sportart völlig absurd sei.WW:
Welche Trends haben Sie entdeckt?Lukas Schmid:
Man spürt die Angst der Unternehmen, im Zeitalter der Harddisc-Recorder
und des Internet den Kontakt zu ihren Kunden zu verlieren. Marken
versuchen sich auf verschiedensten Ebenen mit ihren Kunden zu
vernetzen. Und interessieren sich ernsthafter als auch schon dafür, was
diese denken.WW:
Von welchen Seminaren oder Workshops haben Sie am meisten profitiert?Lukas Schmid:
Die Agentur Africa aus Brasilien zeigte auf eindrückliche Art, wie es
sich auszahlen kann, eine Agentur wie eine Marke zu führen. Und die
AKQA Future Lions, an denen Studentenarbeiten gezeigt wurden –
www.futurelions.com.

Olivier Girard, Chief Creative Director Saatchi & Saatchi Simko
WW: Welche Arbeiten haben Sie in Cannes dieses Jahr stark beeindruckt?Olivier Girard: Toyota «Human Touch» (TV) sowie «Survival
International» für Tribal Peoples Rights (Press) und «To Do List» für
Lucozade Energy Drink wegen deren Body copy.WW:
Welche Trends haben Sie entdeckt?Girard:
Humor ist immer noch das stärkste Argument. In Press und TV: mehr Sagas
und Kurzgeschichten wie bei Amora, VW Fox, Vodafone, 42 Below Vodka.WW:
Was war das am intensivsten diskutierte Thema?Girard:
Ghosts! Fakes! Echt oder unecht? Das ist die Frage.WW:
Von welchen Seminaren oder Workshops haben Sie am meisten profitieren können?Girard:
Eindeutig «The Saatchi & Saatchi’s Show Cases» mit der festen Branchengrösse Bob Isherwood.WW:
Welches war die gelungenste Party?Girard:
Die Party der Australier war wirklich, wirklich, wirklich … der Hammer. Martinez’ Beach.

Frank Bodin, CEO Euro RSCG
WW: Wie sind Sie mit der Schweizer Leistung an der Werbeolympiade zufrieden?Frank Bodin: Mit fünf Löwen und 18 Shortlist-Platzierungen sieht die
Bilanz auf den ersten Blick besser denn je aus. Das darf aber nicht
über die Tatsache hinwegtäuschen, dass die Schweiz in den klassischen
Königsdisziplinen mit einem Bronze-Löwen und zwei
Shortlist-Platzierungen im Film und zwei glatten Nullern in Print sowie
Poster noch Verbesserungspotenzial hat.WW:
Mit wie vielen Löwen für die Schweiz haben Sie gerechnet?Bodin:
Auch wenn meine Voraussage im Film zwischen 0 und drei
Shortlist-Platzierungen mit einem Bronze-Löwen ziemlich exakt war, ist
eine wirkliche Voraussage je länger je mehr unmöglich. Man kennt zum
Teil ja nicht mal die eingereichten Arbeiten aus dem eigenen Land.WW:
Welche Arbeiten haben Sie stark beeindruckt?Bodin:
273 Arbeiten.WW:
Welche Trends haben Sie erkannt?Bodin:
Kein Trend ist Trend. Beeindruckend ist die Qualitätsverbesserung in der Art Direction, insbesondere beim Print.WW:
Was war das am intensivsten diskutierte Thema?Bodin:
Schweiz–Korea.WW:
Welches war die gelungenste Party?Bodin:
Die Cinecom-Party, die mit Deutschland und Österreich zusammen
durchgeführt wurde – eine multi-krea-laterale Idee, die einen Löwen
verdient.WW:
Welchen Ausgehtipp haben Sie nach Hause gebracht?Bodin:
Auto mieten und ein Hotel ausserhalb von Cannes buchen; Cannes und das Festival sind je länger je mehr ein Abriss.WW:
Was sind die Dos & Donts der Werber in Cannes?Bodin:
Dos: Arbeit mit Vergnügen. Donts: Vergnügen ohne Arbeit.

Martin Spillmann, GL-Mitglied und CD Spillmann Felser Leo Burnett
WW: Wie sind Sie mit der Schweizer Leistung an der Werbeolympiade zufrieden?Martin Spillmann: Ich bin überrascht, wie gut wir im internationalen
Vergleich in den neuen Cannes-Disziplinen punkten. Ich bin aber ebenso
überrascht, wie schlecht wir im Print und Plakat dastehen. Disziplinen,
in welchen wir traditionsgemäss stark sein sollten. Vielleicht sollten
wir uns mehr mit den Arbeiten unseres Nachbarlandes Deutschland
auseinander setzen. Arbeiten, die in den letzten Jahren Dutzende von
Löwen geholt und das Land werbemässig zur Weltspitze gebracht haben. WW:
Welche Arbeiten haben Sie stark beeindruckt?Spillmann:
Der Film, den ich immer wieder anschauen könnte – und da bin ich sicher
nicht der Einzige – ist der Grand Prix. Der TV-Spot für Guinness-Bier
mit dem Titel «Noitulove» (Evolution), in dem der Gedanke «Good things
come to those who wait» wohl ultimativ dramatisiert wird. Wir sehen 50
Millionen Jahre Evolution der Menschheit rückwärts erzählt in 60
Sekunden. Vom perfekten Biergenuss im irischen Pub zurück über
Steinzeit, Neandertaler, Meteoriteneinschlag auf der Erde und dem
Aussterben der Saurier bis zum dampfenden Anfang der Geschichte, bei
der ein lurchartiges Ding einen Schluck sumpfiger Brühe trinkt und
diese mit einem lauten Rülps wieder ausspuckt. – Der Anfang der
Evolution des guten Geschmacks. An diesem Film gefällt mir besonders
der lehrreiche Aspekt. Seit Jahren lernen meine Töchter in der Schule
Teilstücke der Evolution. Einmal muss ich sie vor Prüfungen über die
Neandertaler, ein anderes Mal über das Miozän oder das Paleozän
abfragen. Die ganze Geschichte hat ihnen noch nie ein Lehrer am Stück
erklärt, auch über Jahre nicht. In Zukunft könnten die Lehrer den
Kindern den Guinness-Spot zeigen. Und wir Väter können dann statt
Prüfungen abfragen – Guinness sei Dank – ein Feldschlösschen geniessen.WW:
Welches war die gelungenste Party?Spillmann:
Die von Leo Burnett, die mit Sicherheit die begehrteste der Woche war.
Sehr gut fand ich, dass sich die Schweizer, Deutschen und Österreicher
zu einer gemeinsamen Party entschlossen haben. Statt wie seit 20 Jahren
jeder für sich. WW:
Welchen Ausgehtipp haben Sie nach Hause gebracht?Spillmann:
Stark erkältet kann ich dazu nur schreiben: Gehe nie ohne Pullover ins stark klimatisierte Kino, um Werbefilme zu schauen.WW:
Weshalb hat sich Cannes auch dieses Jahr für Sie gelohnt?Spillmann:
Ein Besuch in Cannes lohnt sich immer aus demselben Grund – den
Massstab zu justieren und somit den Bullshitdetektor, der zwischen
Gimmik und Relevanz unterscheidet, zu sensibilisieren. Da es wenig
echte neue Produktvorteile zu kommunizieren gibt, sind die Botschaften
immer dieselben. Weil das so ist, bin ich Jahr für Jahr verblüfft, wie
es trotzdem immer wieder jemandem auf der Welt gelingt, etwas schon
Gehörtes frisch und neu zu erzählen. Dies fällt in Cannes vor allem
dann auf, wenn man statt sich am Strand einen Sonnenbrand zu holen,
sich durch eine ganze Kategorie von Filmen quält. Die Stunden, die man
da verbringt, wirken wie eine Präventionskampagne. Eine
Präventionskampagne gegen Klischees, gegen Geschmacklosigkeit, gegen
banale Strategien und lieblose Umsetzungen. Es wird viel gezeigt, wie
mans nicht tun sollte. Aber ab und zu auch, wie grossartig Werbung sein
kann. Eben so, dass sie einen Löwen verdient.

Urs Schrepfer, Managing Partner Kreation Advico Young & Rubicam
WW: Wie sind Sie mit der Schweizer Leistung in Cannes zufrieden?Urs Schrepfer: Ich finde es sehr gut, dass die Schweiz nicht nur
Medaillen in den Kategorien Direct und Media gewonnen hat, sondern auch
in der Ursprungskategorie von Cannes, im Film. In diesem Sinne ist das
Jahr 06 erfolgreicher als das letzte und für die Schweiz sehr zufrieden
stellend.WW:
Welche internationalen Arbeiten haben Sie stark beeindruckt?Schrepfer:
Ich habe gefunden, dass vor allem die Kategorie Film dieses Jahr sehr
stark besetzt war. Angefangen bei Arbeiten wie Guinness über den
argentinischen Wahlspot für Public Awareness bis zu den
Bangkok-Insurance-Spots war das Level auf den vorderen Plätzen sehr
hoch (einmal abgesehen von Ausrutschern wie zum Beispiel «Knorr»).WW:
Welche Trends haben Sie entdeckt?Schrepfer:
Es werden immer weniger kleine Witzchen prämiert. Oder die Witzchen
werden weniger gemacht, weil man merkt, dass sie nicht mehr so oft
prämiert werden. Vielmehr kommen immer mehr Ideen in die Ränge, die im
Kopf Geschichten auslösen. Oder einen menschlichen Nerv treffen. Wie
zum Beispiel die Axe-Kampagne «Get a Girlfriend». Kampagnen, die einen
guten Ausgleich schaffen zu den doch manchmal ein bisschen zu grossen
Post-Orgien von TBWA/Paris. Ein weiterer Trend, der schon letztes Jahr
eingesetzt hat: Immer mehr Länder mischen sowohl beim Film als auch im
Print und Outdoor in den vorderen Rängen mit und brechen die
Vorherrschaft der grossen Werbeländer.WW:
Welches war die gelungenste Party?Schrepfer:
Das Spiel Schweiz – Südkorea im Hinterzimmer des O’Neil-Pubs mit der ganzen Schweizer Cannes-Delegation.WW:
Hatte die WM einen Einfluss auf die Atmosphäre des Festivals?Schrepfer:
Natürlich. Die französischen Taxifahrer waren nach dem Spiel Frankreich – Südkorea (1:1) noch etwas unfreundlicher als sonst.

Kristian Widmer, Produzent, Vorsitzender der Geschäftsleitung Condor Films
WW: Welche Trends haben Sie entdeckt?Kristian Widmer: Nicht alles, was stimmt, ist auch wahr.WW:
Wen und was haben Sie in Cannes dieses Jahr vermisst?Widmer:
Die Angst vor der Zukunft.WW:
Was war das am intensivsten diskutierte Thema?Widmer:
Die Hassliebe zur Festival-Akkreditierung.WW:
Welches war die gelungenste Party?Widmer:
Donnerstag-Nacht bei Bacon: The Big Easy.WW:
Weshalb hat sich das Cannes-Festival auch dieses Jahr für Sie gelohnt?Widmer:
Cannes zeigt das ganze Leben von A bis B.

Ernst Wirz, Director Wirz&Fraefel Productions AG
WW: Wie sind Sie mit der Schweizer Leistung an der Werbeolympiade zufrieden?Ernst Wirz: Für mich ists mit einem Film-Bronze-Löwe und einer
Shortlist-Nomination natürlich ein tolles Jahr. Gesamtschweizerisch
dürfte es noch etwas mehr sein.WW:
Mit wie vielen Löwen für die Schweiz haben Sie gerechnet, und welches waren Ihre Top-Favoriten?Wirz:
Mit Löwen rechnen kann man in Cannes nicht. Man kann nur hoffen.
Favoriten waren natürlich auch für mich die bereits international
bekannten Filme: Mobiliar-Fotograf und der WM-Film von Schweiz
Tourismus.WW:
Welche Arbeiten haben Sie stark beeindruckt?Wirz:
«Big-Ad» für Carlton-Bier. Der Chor für Honda. Guiness «For Those Who Can Wait» und noch 50 andere. Es war ein guter Jahrgang.WW:
Welches war die gelungenste Party?Wirz:
Schweiz–Korea im Hinterzimmer des O’Neil-Pubs. Weil gleichzeitig die
Partie Frankreich–Togo stattfand, gelang es nur mit grösster Mühe
(Ultra Images sei Dank),
einen Fernseher zu finden, auf dem die ganze Schweizer Delegation den Schweizer Match sehen konnte.
WW:
Was sind die Dos & Donts der Werber in Cannes?Wirz:
Die Dos sind jedem freigestellt. Zu den Donts: Man vermeide zu
schnelles und eifriges Klatschen bei der Vorführung des eigenen Filmes.
Enthusiastische Begeisterung von sechs Personen aus der gleichen Ecke,
in einem sonst totenstillen mit 1000 Leuten gefüllten Kino provoziert
unweigerlich die allzeit bereiten Kampfpfeiffer im Grand
Auditorium.   

Markus Ruf, Mitinhaber Ruf Lanz und Goldlöwen-Gewinner:

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Die Cannes-Bilanz

Fünf Löwen und achtzehn Shortlist-Plätze, so haben die Schweizer in
Cannes abgeschnitten. Ein respektabler Jahrgang, auch wenn sich in den
klassischen Königsdisziplinen Film, Print und Poster erneut die grossen
Werbenationen Grossbritannien und USA über alle anderen hinwegsetzen
konnten. Im Verhältnis zur Anzahl Einsendungen konnten dieses Jahr aber
auch überdurchschnittlich viele Werber aus «Exotenländern» mit
Edelmetallen nach Hause fliegen.

Für eine positive Überraschung sorgte zum grossen Finale der bronzene
Löwe von Wirz in der Kategorie Film. Die Schweiz braucht sich also
nicht nur in Sachen Fussball, sondern auch in Sachen Kreativität nicht
zu verstecken. Gut 120 Schweizer Werbeleute hatten dieses Jahr mehrere
zehntausend Franken investiert, um am 53. Internationalen Werbefestival
dabei zu sein. Besonders ausgezahlt hat sich der Einsatz für Jung von
Matt/Limmat und Ruf Lanz, die beide einen goldenen Löwen nach Hause
bringen durften, Bronze gab es für Wirz, LangGysiKnoll und OgilvyOne.

Cannes Media Gold an Jung von Matt/Limmat mit der Kampagne «Size» für Mini.

Cannes Direct Gold an Ruf Lanz für Blindenwohnheim Mühlehalde «Featuring Worldhits».

Cannes Film Bronze an Wirz für Schweizerische Mobiliar mit «Photographer».

Cannes Direct Bronze an OgilvyOne für Volvo
mit «Volvo Inscription»

Cannes Direct Bronze an Lang Gysi Knoll mit «Emptying Postboxes», Schweizerische Post.

Interviews: Luca Aloisi

Summer in the City

Medien Ein Herz für alle Zuhausegebliebenen beweist die Freiburger Zeitung La Liberté und ihre Hausagentur, die Berner Burson-Marsteller.

Medien Ein Herz für alle
Zuhausegebliebenen beweist die Freiburger Zeitung La Liberté und ihre
Hausagentur, die Berner Burson-Marsteller. Allen, die ihre Sommerferien
in der trauten Umgebung, auf dem Balkon, im eigenen Garten oder im nahe
liegenden Freibad verbringen, haben sie ihre Sommerkampagne gewidmet,
die das Spiel mit dem Begriff «Liberté» mit neuen Motiven fortsetzt. Je
nach Sujets liessen die Werber eine Geranienkiste, einen Gartenzwerg
oder ein Badetuch an die APG-Stelle anbringen. Offenbar sind aber
bisher erst wenige Leute in die Ferien verreist, denn die Objekte
verschwanden innert weniger Stunden.

Schoggi gegen Penalty-Trauma

Aufgefallen So brutal kann nur eine WM sein: Kaum waren wir mittendrin, schon sind wir wieder ab durch die Mitte – und tschüss!

Handy So brutal kann nur eine WM
sein:
Kaum waren wir mittendrin, schon sind wir wieder ab durch die Mitte –
und tschüss! Nichts mehr mit analysieren, spekulieren und fantasieren,
keine Facts with balls, keine balls with Überraschungen mehr. So wie
Träume Träume bleiben, werden  jetzt unzählige Fragen für
immer offen bleiben: Wie will uns der lustige Gärtner des Schweizer
Sportstudios jetzt noch erheitern? Wo, lieber Signor Panini, liebe
Frölein Fifa, können wir all Ihre Fanartikel und Merchandise-Gadgets
hinschicken, nach Togo? Werter Master Shiva, wo bitte dürfen wir Ihre
Balla-Balla-Prognosen wieder reinschieben? Und wie sollte Captain
Johann Vogels entrückter Blick – identisch mit jenem in der
LG-Testimonial-Anzeige – gleich nach der Niederlage gedeutet werden?
Nun, wir werden es wohl nie erfahren. Trösten wir uns deshalb lieber
mit der Tafel Schokolade, sorry: Chocolate, die uns eine Wiener Agentur
schmackhaft machen will. Sie schmeckt vielleicht etwas synthetisch,
aber wie belehrt uns doch der Slogan am Ende der Copy: Life’s good when
you see things differently. Wussten wirs doch:  Vogels Recken
mögen von den Ukrainern aus dem Turnier gekickt worden sein. Für die
Werber bleiben sie die wahren Schokoladenhelden der WM 2006. (la)

QuarkXPress entwickelt sich zum cleveren Teamworker

Layout Highlights von QuarkXPress 7 sind neue Möglichkeiten bei der Zusammenarbeit an einem Dokument und bei dessen Aufbereitung.

Layout Highlights von QuarkXPress 7 sind neue Möglichkeiten bei der Zusammenarbeit an einem Dokument und bei dessen Aufbereitung.Wie bisher gibt es auch bei QuarkXPress 7 zwei Möglichkeiten, um mit der Software zu arbeiten. Man verwendet sie, wie man es bereits mit XPress 3 oder mit höheren Versionen getan hat: Formatieren von Texten, Layouten, Ausgeben – fertig. Für wenig Geld kann dazu jede beliebige XPress-Version in eine 7.0-Version aktualisiert werden. Doch damit verpasst man neben den in der Ausgabe 23 vorgestellten Neuerungen zwei bzw. drei weitere Highlights, die sich dem Anwender nicht direkt erschliessen: Zum einen die Composition Zones (plus die Mehrfachnutzung von Objekten) und zum anderen die Job Jackets. Teamwork am Dokument …Die so genannten Composition Zones ermöglichen, dass mehrere Personen an einem Projekt (ein XPress-Projekt fasst mehrere Layouts zusammen, die sinnvollerweise zu einem Auftrag/Kunden gehören) arbeiten können, ohne dass dazu in zusätzliche Software investiert werden muss. Dazu werden Seitenteile eines Layouts markiert und via den Befehl «Composition Zones anlegen» generiert. Die Composition Zones können nun intern, innerhalb des Layouts/Projekts, verwendet werden, lassen sich aber auch via Palette «Mehrfach genutzte Inhalte» exportieren. Eine Composition Zone ist dabei ein der Grösse des Seitenteils entsprechendes XPress-File, das damit nun im XPress-Projekt oder von einem anderen Mitarbeiter im Produktionsteam fertig erstellt oder bearbeitet werden kann. Das Seitenteil ist dabei mit dem Originalprojekt so lange verknüpft, bis im Hauptdokument die Verbindung gelöst wird.
Die verknüpften Composition Zones eignen sich damit auch, um etwa Freelancer zur Produktion oder Vervollständigung von Seitenteilen einzubinden. Sobald die Composition Zone zurück ist bzw. überschrieben wurde, zeigt das Hauptdokument die aktualisierte Composition Zone an. Zusammen mit Quarks neuer Lizenzpolitik (siehe Kasten) können auf diese Weise externe Mitarbeitende sehr einfach in Projekte einbezogen werden.
Externe Composition Zones lassen sich auch in andere Projekte einbinden. Die Composition Zone eines CD-Covers kann etwa für einen Katalog verwendet werden, worin das gleiche Cover nochmals abgebildet werden soll. Ein zentrales Ändern dieses CD-Covers sorgt dann für eine dynamische Aktualisierung in sämtlichen mit dieser Composition Zone verknüpften Projekten.
… Synchronisation im DokumentDie unter XPress 6.x zur Verfügung stehende Funktion «Synchronisierter Text» wurde in der neuen Version deutlich erweitert und ist ein weiteres praktisches Feature der neuen Programmversion. So können innerhalb eines Projekts nun neben reinem Text auch Modifizierungen des Rahmens wie auch seines Inhalts via die neu «Mehrfach genutzte Inhalte» bezeichnete Palette an anderer Stelle im Layout oder Projekt platziert werden. Gleiches gilt für importierte Bilder oder Grafiken. Änderungen an einem Element und/oder an dessen Inhalt, die aus der Palette heraus auf das Layout gezogen wurden, werden automatisch auf sämtliche anderen Elemente übertragen. 
Zwangsjacke für IndividualistenWas der Zwischentitel suggeriert, hat nichts mit der Beraubung der kreativen Freiheit am DTP-Arbeitsplatz zu tun. Vielmehr will Quark mit einer neuen Technologie – genannt Job Jackets – sicherstellen, dass sämtliche vom Zeitpunkt der Erstellung bis zur finalen Version festgelegten Anforderungen erfüllt werden. Der Ansatz ist trivial: Man stellt demjenigen, der ein Dokument erstellen soll, ein im Vorfeld erzeugtes Job Jacket zur Verfügung und lässt die Seite bzw. das Dokument innerhalb dieser Einstellungen produzieren und auf etwaige Fehler oder Abweichungen von darin definierten Regeln überprüfen.
Das Thema für den Erzeuger eines Job Jackets an sich ist dann allerdings alles andere als einfach. Die Job Jackets, auf dem Job Definition Format (JDF) basierende XML-Dateien (eXtended Markup Language), die die Regeln für die Erstellung von Layouts erhalten, werden an XPress-7-Projekte angehängt. Sie können nicht ausgeschaltet oder deren Funktion als solche deaktiviert werden (was man allerdings nicht bemerkt, wenn man nicht mit ihnen arbeitet). Die Basis für das eingebettete Job Jacket ist eine Standarddatei, die als «Default Job Jacket» im Präferenzenordner des Betriebssystems abgelegt ist.
Innerhalb des Job Jackets befinden sich Ressourcen auf Projekt- (Stilvorlagen, Farben, Ausgabestile, Farbmanagement) und Layout-Ebene (Layout-Spezifikationen wie Grösse usw., Regeln/Regelgruppen oder auch Auftragsbeschreibungen). Diese sind in einem oder mehreren Job Tickets festgelegt. Von diesen wiederum gibt es drei Arten: Die Job-Ticket-Vorlage, das aktive und das derzeit nicht mit dem Projekt verknüpfte Job Ticket. Die komplette Job-Jacket-Struktur kann neben der Einbettung ins Projekt auch exportiert werden. Dieser Export einer XML-Datei ermöglicht schliesslich dessen Weitergabe.
Je nach Job Ticket kann das Korsett für den Desktopper/Layouter so locker oder enger geschnürt werden. Und damit können bei der Ausgabe viele der üblichen und bekannten Probleme erst gar nicht auftreten. Es lässt sich beispielsweise verhindern, dass «Haarlinien» verwendet werden oder dass etwa via Symbol fett oder kursiv gestellt wird. Darüber hinaus können Seitenformate, Hausfarben und Farbräume festgelegt werden – oder es lässt sich ausschliessen, dass bei einem Vierfärber eine fünfte Platte produziert wird, weil ein Element versehentlich mit einer Sonderfarbe versehen wurde.
Die Liste an potenziellen Fehlmanipulationen bei der Herstellung von Layout-Dokumenten (das gilt auch bei InDesign) lässt sich bekanntlich beliebig verlängern. Job Jackets erweisen sich auch als besonders praktisch, wenn bei einem grossen Projekt nicht jeder interne oder externe Mitarbeiter vollkommen unterschiedliche Dokumente produzieren und das Projekt als Ganzes sich besser bearbeiten lassen soll. Denn ein Job Jacket kann praktisch als serverbasierende Projektpräferenz mit beliebig vielen Projekten verbunden werden.
Eine noch praktischere und das Konzept ergänzende Funktion ist das «Evaluieren». Damit lassen sich Dokumente nachträglich nach in Job Tickets definierten Parametern bewerten und überprüfen. Schritt für Schritt können nun dank Job-Jackets-Technologie Fehler in einem Dokument ausgeräumt und dieses ausgabegerecht aufbereitet werden.
Eine wichtige Rolle beim Evaluieren spielen dabei die Regeln. Mit diesen wird beispielsweise festgelegt, ob Überdrucken von schwarzem Text erlaubt ist. Wohl um hier eine möglichst grosse Flexibilität zu erreichen, lassen sich die einzelnen Regeln zu Regelgruppen zusammenfassen. Die Regelgruppen selbst werden, wie sämtliche bisher beschriebenen Einstellungen, mit dem in QuarkXPress integrierten Job Jacket Manager vorgenommen.
Das Festlegen dieser Parameter sollte dabei von Mitarbeitenden vorgenommen werden, die die Auswirkungen der Einstellungen auch beurteilen und fachgerecht vornehmen können. Die Prüfung jedoch, inwieweit ein Dokument den im Job Ticket hinterlegten Regeln entspricht, kann jeder XPress-7-Anwender dann selbst mit dem Menüpunkt «Layout evaluieren» vornehmen. Eine Dialogbox zeigt dann deutlich, welche Regeln eingehalten wurden oder wo genau Regeln verletzt wurden. Die Regelverletzungen können dann eine nach der anderen abgearbeitet werden. Auf Wunsch lässt sich XPress 7 bei den Grundeinstellungen derart konfigurieren, dass entweder beim Öffnen, Sichern oder Schliessen eines Dokuments die Evaluierung automatisch durchgeführt wird – damit wirklich nichts mehr schief geht.
Zu guter Letzt bleibt hier noch zu erwähnen, dass sich mittels Job Jackets auch PDF/X-kompatible Dokumente für die Ausgabe erzeugen lassen. Entweder via (PostScript)-Export und anschliessendem Distillieren (die Bezeichnung «Layout als PDF» ist auch bei XPress 7 nach wie vor irreführend, weil neben PDF auch PostScript ausgegeben werden kann) mit zum Beispiel Acrobat Distiller – oder aber mit der von Global Graphics entwickelten, integrierten PDF-Engine (Jaws Libaries) direkt aus XPress heraus.
Fazit Teil 2Die Composition Zones und die erweiterte Möglichkeit, Objekte zu synchronisieren, dürften von der Anwenderschaft schnell aufgenommen werden. Die Vorteile sind offensichtlich und die Anwendungen jeweils einfach in der Handhabung.
Die Job-Jacket-Technologie ist das herausragende Feature von XPress 7 – ganz einfach deshalb, weil sie zu qualitativ besseren und damit auch ausgabesicheren Dokumenten führt. Quark hat die zunehmende Bedeutung der Standards XML und JDF erkannt und konsequent in das neue Release integriert. Als einen weiteren Schritt will Quark zudem Job Jackets zur Verfügung stellen. Hier gibt es bereits eine erste strategische Partnerschaft in den Vereinigten Staaten mit SRDS (www.srds.com). SRDS will Anzeigenspezifikationen und -ressourcen als herunterladbare Job-Jacket-Dateien anbieten.
Ob das Potenzial der Job Jackets, das sich auch dem Autor dieses Beitrags während des Softwaretests noch nicht vollumfänglich erschlossen hat, bei Agenturen und/oder in der grafischen Branche erkannt wird, ist jedoch noch sehr schwer abzuschätzen.
 
Was den Wettbewerb mit anderen Anbietern angeht, darf sich Quark zumindest aus technologischer Sicht für eine Weile zurücklehnen. Nicht aber, was die Marktbearbeitung angeht: Auf die Frage, ob Quark bemerkt habe, dass in der Schweiz sehr viele Agenturen und Druckereien auf InDesign umgestellt hätten, antwortete Jürgen Kurz, verantwortlich für die Sparte Desktop Products, auf der Quark-Launch-Tour Ende Mai: «Ja, das ist uns nicht entgangen. Zum Glück ist die Schweiz hier eine Ausnahme. Adobe macht hier einen sehr guten Job. Wir sind aber zuversichtlich, hier wieder Boden gutmachen zu können.»    
XPress-7-LizenzenDer Kauf von QuarkXPress
berechtigt zur Aktivierung einer Einzellizenz; zudem kann vom Lizenznehmer eine zweite Installation plus Aktivierung auf dessen mobilem Rechner oder im Homeoffice durchgeführt werden. Daneben gibt es Mehrfach-Lizenzen, die in einem Lizenzvertrag geregelt sind. Via Quark Licence Administrator (Server in einem Unternehmen) lassen sich Lizenzen ab- und an einem anderen Rechner wieder anmelden. Die Lizenzen können damit auch auf beschränkte Zeit vergeben werden.
Jürgen Franck

Presse-GAV:  Eidgenössische Einigungsstelle wird nun eingeschaltet

Im Konflikt um einen Gesamtarbeitsvertrag für die Deutschschweizer Presse wird die eidgenössische Einigungsstelle nun eingeschaltet. Die Verleger bleiben aber weiterhin skeptisch.

Im Konflikt um einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für die Deutschschweizer Presse wird die eidgenössische Einigungsstelle nun eingeschaltet. Der Verband Schweizer Presse fügt sich zwar diesem Entscheid, bleibt aber weiterhin skeptisch, was den Nutzen dieser Institution betrifft.Die Einigungsstelle wurde auf Ersuchen der Mediengewerkschaften Comedia und Impressum vom Volkswirtschaftsdepartement (EVD) mit Verfügung vom 15. Juni 2006 eingesetzt. Somit sei ihrem Gesuch um Einsetzung der Einigungsstelle zur Beilegung von kollektiven Arbeitsstreitigkeiten entsprochen worden, erklärten Comedia und Impressum. Im Dezember 2005 waren die beiden Gewerkschaften an das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) gelangt, um die Verhandlungen mit dem Verband Schweizer Presse für einen neuen GAV (Deutschschweiz und Tessin) wieder in Bewegung zu bringen. Die Gewerkschaften strebten konstruktive Gespräche an und hofften auf dieselbe Einstellung von Seiten der Verleger, hiess es weiter.
Die Verleger hatten sich zuvor gegen die Einsetzung der Einigungsstelle ausgesprochen. Sie bezweifelten, dass der GAV-Konflikt ein Fall für das «Gesetz über die eidgenössische Einigungsstelle zur Beilegung von kollektiven Arbeitsstreitigkeiten» sei. Der Entscheid zur Einsetzung der Schlichtungsstelle sei für die Verleger jedoch nicht überraschend gekommen, erklärte Hanspeter Kellermüller, Rechtskonsulent des Verbandes Schweizer Presse. Der Verband wolle dennoch wie bis anhin an seiner Position festhalten, wonach der Lohn der Medienschaffenden nicht in einem GAV, sondern in den Unternehmen festgelegt werden soll, so Kellermüller.
Die Mediengewerkschaften streben dagegen einen GAV mit Mindestlöhnen an. Die Positionen seien unvereinbar, sagte Kellermüller. Daran werde auch das Einigungsverfahren nichts ändern. Die Einigungsstelle wird lediglich vermitteln. Als Schiedsstelle könnte sie nur dann auftreten, wenn sich beide Seiten über die Lohnregelung einig seien. Als erstes soll nun ein Termin für eine Verhandlung festgelegt werden, teilte das Seco, welches das Sekretariat der Einigungsstelle führt, mit.

Graffiti-Brückenschlag zum Mobile-Nulltarif

Telefonie Ulmann+ Partner zeigt für Anbieter Tele2 simple Wege, Mobile-Kosten zu sparen.

Telefonie Ulmann+ Partner zeigt für Anbieter Tele2 simple Wege, Mobile-Kosten zu sparen.Tele2-Mobile-Kunden haben es gut: Ob
untereinander telefonieren oder SMS versenden, beides ist für sie
gratis. Die Werbeagentur Ulmann+Partner freut dieses Angebot ebenfalls,
denn die Luzerner wurden von Tele2 Switzerland damit beauftragt, diesen
Nulltarif-Launch schweizweit publik zu machen.

Ulmann+Partner in Luzern betreut bereits seit Jahren Tele2 im Bereich
Dialog-Marketing. Mit dem Pitch-Gewinn für die nationale Kampagne hat
die Agentur bei Tele2 die Linie überschritten – diejenige nach
above-the-line. Die Kampagne macht für Jürg Ulmann dann auch eines
deutlich: «Die fliessenden Grenzen zwischen DM und Klassik.»

Das Ziel der Kampagne ist dementsprechend in einer konkreten Anzahl
Neukunden definiert. Die Kernbotschaft der Kampagne: «Es gibt
einfachere Wege, Mobile-Kosten zu sparen», hat Ulmann+ Partner im Print
und Plakaten mit Graffiti-Umsetzungen auf den Punkt gebracht.
Ordnungshüter einmal ausser Acht gelassen, wäre es tatsächlich einfach
und günstig, an Wänden persönliche Mitteilungen zu hinterlassen.

Theoretisch. Wäre da nicht die Unsicherheit, ob die Botschaft auch
wirklich ankommt. Aber eben: Zum Glück gibt es jetzt das unschlagbare
Tele2-Mobile-Angebot. Die Umsetzungen im Radio lassen ebenfalls
aufhorchen. Wie das gelungen ist, hört man im Moment im Äther. Nicht
von den Luzernern ist allerdings der TV-Spot. Dieser musste aus der
internationalen Kampagne übernommen werden.

Andreas Panzeri

Agfa und Stämpfli präsentieren Best Practice

Vernetzung Auf dem 2. Automatisierungskongress der Druckindustrie haben Agfa Graphics und Stämpfli Publikationen gemeinsam ein Best-Practice-Beispiel für eine durchgängig automatisierte Druckvorstufe präsentiert.

Vernetzung Auf dem 2. Automatisierungskongress der Druckindustrie Mitte Mai in D-Hanau haben Agfa Graphics und die Stämpfli Publikationen AG aus Bern gemeinsam ein Best-Practice-Beispiel für eine durchgängig automatisierte Druckvorstufe präsentiert, die auf der Basis des Job Definition Format (JDF) abteilungsübergreifend vernetzt ist. Dabei waren auch Systemkomponenten anderer Hersteller eingebunden. Im Rahmen der Live-Präsentation sahen die Teilnehmer des IRD-Kongresses, wie ein Auftrag automatisch abgewickelt wurde – angefangen bei der Datenanlieferung des Kunden via das Web-Portal Delano über die Planung des Auftrags im Management Information System (MIS) und die Verarbeitung der Job-Daten im Workflow-System ApogeeX bis hin zur Vorbereitung für die Weitergabe an den Leitstand der Druckmaschine und in die Weiterverarbeitung. Abschliessend wurden die Ist-Auftragsdaten in das MIS zurückgemeldet.

Bosch lässt die Hüllen fallen

Verpackungstechnik Business-to-Business-Kampagnen gelten oft als willkommenes Asset für die Agenturbilanz, das kreativ keine hohen Massstäbe zu setzen braucht. Mach Baden macht für BoschPackaging Technology eine Ausnahme.

Verpackungstechnik
Business-to-Business-Kampagnen gelten oft als willkommenes Asset für
die Agenturbilanz, das kreativ keine hohen Massstäbe zu setzen braucht.
Mach Baden macht für BoschPackaging Technology eine Ausnahme. In der Stuttgarter Technikgruppe Bosch
nimmt der Geschäftsbereich Verpackung in Sachen Markom eine für die
Schweiz besondere Stellung ein. Als eines der wenigen international
tätigen Unternehmen steuert Bosch nämlich die kommerzielle
Kommunikation für diesen Bereich zentral von der Schweiz aus. Für den
globalen Werbeauftritt des Konzerns zeichnet die Neuhausener
Niederlassung am Rheinfall verantwortlich. Hier werden die Konzepte und
Ideen zusammen mit der Badener Werbeagentur Mach entwickelt und
umgesetzt.

Die Bosch-Gruppe, ein 42-Milliarden-Euro-Unternehmen, beschäftigt
weltweit 250000 Mitarbeiter. Unter der Dachmarke vereinen sich Marken
wie Blaupunkt, Buderus und Rexroth, aber auch Kooperationen wie Bosch
und Siemens Haushaltgeräte (BSH). Der Geschäftsbereich Packaging
Technology verfolgte in der Vergangenheit eine eher passive
Kommunikationspolitik. Auf Grund der Expansionsstrategie der letzten
Jahre ist er zum weltweiten Branchenleader avanciert und hat 2005 einen
Umsatz von 927 Millionen Euro erwirtschaftet.

Selbst wenn die wichtigsten Markom-Kanäle – persönlicher Verkauf,
Messen und Anzeigen – sowie das Kundenportfolio (unter anderem Global
Players wie Nestlé, Kraft oder Pfizer) jenen eines typischen
B-to-B-Marktplatzes entsprechen, spielt in dieser Branche die Optik des
Endkonsumenten eine immer grössere Rolle bei der engeren Auswahl des
Technik- und Systemlieferanten. Da Awareness und Familiarity selbst bei
Unternehmenskunden nur mehr mit einem eigenständigen CI aufzubauen
sind, muss auch eine B-to-B-Anzeigenkampagne in ihrem Umfeld auffallen
und Selbstbewusstsein ausstrahlen, ist Mach-CD Rolf Kälin überzeugt.

Weg von der Austauschbarkeit
Solchen Anforderungen entsprechen die meisten Markom-Strategien der
Branche mit ihren technisch-rationalen Umsetzungen für die klassischen
Werbemedien bei weitem nicht, wie ein Blick in die Fachpresse beweist.
Abbildungen von imposanten, glänzenden High-end-Maschinen und viel Copy
sind hier die Regel. Präzision, Leistung, Sicherheit und
Wirtschaftlichkeit der Produkte werden in den Vordergrund gestellt.
Nach übergeordneten Werten sieht man sich vergeblich um. Als nahezu
einziges Image-Element kann man noch das Logo der Hersteller deuten,
ansonsten herrscht Einheitlichkeit. Diese Formel wurde auch von den
Werken der Bosch Packaging Technology Gruppe angewandt – bis vor ein
paar Monaten.

Für den neuen Auftritt änderte nämlich die Zentrale in Neuhausen die
Vorgaben: weg von der Austauschbarkeit hin zur Alleinstellung der
Dachmarke Bosch Packaging Technology (BPT). Das Ziel der weltweiten
Kampagne: mit einem einheitlichen Werbeauftritt alle regional gut
verankerten Unternehmen mit ihren heterogenen Produktportfolios
bedienen und die gemeinsame strategische Stossrichtung vermitteln.

Dazu gingen Patrick Farinato, Manager Communication bei Bosch, und die
Agentur Mach vom USP «breites Kompetenzspektrum» des Konzerns aus: Die
BPT-Unternehmen bieten gemeinsam Verpackungslösungen für alle Branchen
an – von Pharma über Food bis zu Confectionery und Kosmetik –, alles
aus einer Hand. Deshalb sollten die Vielfalt der weltweit 26 Hersteller
und deren Produkte unter einer Dachmarke als innovative Anbieter im
Markt etabliert und bekannt gemacht werden. Als Challenge galt auch,
eine gemeinsame Plattform zu entwickeln, die bei allen Firmen
akzeptiert würde. Dank der einfachen Werbeidee, die alle
Verpackungsformen integriert, wurde die Hürde problemlos genommen.

 Das Kampagnenkonzept dramatisiert bereichsübergreifend den Nutzen
von Bosch Packaging Technology, indem die nicht darstellbaren
Qualitäten ebenso wenig gezeigt werden wie die Verpackung selbst. «Wir
zeigen nur die durch Bosch sicher und gut aufgehobenen Inhalte mit der
Aussage ‹Verpackungen, die Sie noch nie gesehen haben›», so Rolf Kälin.
Auch Aspekte wie Hygiene oder Genauigkeit lassen sich so viel direkter
transportieren. Mit dem für die Branche ungewöhnlich kognitiven
Konflikt der Illustrationen hofft er, bei den Entscheidungsträgern die
Markenerinnerung positiv zu beeinflussen.

Die Kampagne läuft seit dem Frühjahr in allen relevanten
Fachzeitschriften. Im Sinne einer integrierten Kommunikation wird sie
Schritt für Schritt über zusätzliche Kommunikationskanäle ausgeweitet.
Trotz der breiten thematischen Assoziationsklammer werden angepasste
Motive auch für Direct Mails, Posters, Offertmappen bis hin zu
Messeauftritten verwendet und dank des Mediadrucks und des
eigenständigen Stils wiedererkannt. Patrick Farinato bei BPT gibt sich
denn auch selbstbewusst: «Wir sind überzeugt, dass wir mit dieser
erfrischenden Kampagne einen neuen Massstab in der Industrie setzen und
positive Signale im Markt auslösen.»   

Luca Aloisi

Goldbach Media bietet künftig Teletextwerbung

Die Goldbach-Media-Gruppe mit Sitz in Küsnacht bietet künftig auch Teletextwerbung an und wird die Schweizer Fenster von RTL und VOX vermarkten.

Die Goldbach-Media-Gruppe baut ihr Werbe-Geschäft mit Teletext aus. So bietet das Unternehmen mit Sitz in Küsnacht künftig auch Teletextwerbung an und wird die Schweizer Fenster von RTL und VOX vermarkten. Durch den Ausbau der Vermarktungsaktivitäten mit Teletext könne die Gruppe nun den ganzen TV-Bereich abdecken, heisst es in einer Pressemitteilung. Die beiden deutschen Privatsender RTL und VOX starten am 1. Juli mit je einem speziell produzierten Teletextprogramm für Schweizer Zuschauer.

MPM-Schweiz holt Christian Müller an Board

Der Sponsoring-Consulter MPM-Schweiz verstärkt sein Team mit dem neuen Sponsoringberater Christian Müller.


Der Sponsoring-Consulter MPM-Schweiz verstärkt sein Team mit dem neuen Sponsoringberater Christian Müller. Er war selbst jahrelang als Profisportler aktiv und entspricht somit dem Gründungsgeist des Unternehmens, heisst es in einer Medienmitteilung. Müller war Schweizer Meister im Snowboarden und nahm 1991 bis 1993 an den Windsurf-Weltmeisterschaften teil. Nach Abschluss seines Sportstudiums sammelte er als Produktmanager bei Boards & More International sowie als Tour Manager der International Snowboard Federation Erfahrung. Zwei Jahre später gründete er eine Eventfirma. Christian Müller ist zudem Gründer und CEO der European Freestyle Pro Tour und Präsident von Swiss Windsurfing. Als OK-Präsident dieser Events ist er nach wie vor mit dem Gesamtkonzept sowie den Bereichen Sponsoring, Media und Strategie betraut.

Grey betreut Pfizer bei Exubera-Einführung

Der Pharmakonzern Pfizer beauftragt die Zürcher Werbeagentur Grey für die Exubera-Markteinführung in der Schweiz.

Der Pharmakonzern Pfizer beauftragt die Grey Global Group weltweit mit der Einführung von Exubera, dem ersten Insulin, das zur Behandlung von Diabetes inhaliert wird. Für die Markteinführung in der Schweiz wird Pfizer von der Zürcher Werbeagentur Grey betreut. Während Exubera in Deutschland seit einigen Wochen auf dem Markt ist und in Amerika Patienten im Juli zugänglich sein wird, wird das Medikament in der Schweiz derzeit noch von Swissmedic geprüft.

Die Cannes-Bilanz

Das 53. Internationalen Werbefestival ging mit dem Galaabend am Samstag zuende. Die Werbewoche zeigt Ihnen online neben der Übersicht die Bilder und Impressionen.

Das 53. Internationalen Werbefestival ging mit dem Galaabend am Samstag zuende. Die Werbewoche zeigt Ihnen online neben der Übersicht die Bilder und Impressionen. Übrigens: In der aktuellen Werbewoche Nr. 25 erfahren Sie, mit welchen Eindrücken die Werber aus Cannes zurückgekehrt sind.
 
Sonntag:
Die Cannes-Bilanz:http://www.werbewoche.ch/newsmail060626_cannesbilanz.werbewoche
Samstag:

Die letzten Impressionen aus Canneshttp://www.werbewoche.ch/cannes06_lastimpr.werbewoche
Die Abschlussgala. Aus Cannes: Beat Fritsch>http://www.werbewoche.ch/cannes06_sagala.werbewoche
Cannes: Bonzener Film Löwe geht an Wirzhttp://www.werbewoche.ch/newmsail060626_cannesfilm.werbewoche
Die berühmteste Treppe der Welt. Direkt aus Cannes von Beat Fritsch>http://www.werbewoche.ch/cannes06_satreppe.werbewoche
Freitag:

Cannes: Kein Titanium für die Schweizhttp://www.werbewoche.ch/newsmail060626_cannestitan.werbewoche
Donnerstag:
Der D-A-CH-Event am Donnerstagabend: Direkt aus Cannes von Beat Fritschhttp://www.werbewoche.ch/cannes06_doabend.werbewoche
Der Wasserskievent. Direkt aus Cannes von Beat Fritschhttp://www.werbewoche.ch/cannes06_domorgen.werbewoche
Cannes: Drei Schweizer Shortlist-Plätze für Filmhttp://www.werbewoche.ch/newsmail060622_cannesfilm.werbewoche
Mittwoch:
Der Absolutabend. Direkt aus Cannes von Beat Fritsch http://www.werbewoche.ch/Cannes06_Mi_reini.werbewoche
Viel Brainfood. Bericht über die Mittwoch-Seminare. Aus Cannes: Beat Fritschhttp://www.werbewoche.ch/cannes06_mi.werbewoche
Cannes: Schweiz glücklos bei Young Creativeshttp://www.werbewoche.ch/newsmail060621_cannes_young_creatives.werbewoche
Cannes: Sieben Agenturen treten Kampf gegen AIDS anhttp://www.werbewoche.ch/newsmail060621_cannes_aids.werbewoche
 
Dienstag:
Cannes Media: Jung von Matt/Limmat mit Goldlöwen geehrthttp://www.werbewoche.ch/newsmail060620_cannesmedia.werbewoche
Cannes: Keine Cyber-Lions für die Schweiz http://www.werbewoche.ch/newsmail060620_cyberlions.werbewoche
Die Spiele sind eröffnet. Direkt aus Cannes von Beat Fritschhttp://www.werbewoche.ch/Cannes06_Di.werbewoche
Montag:
Hier steppt der Bär! Direkt aus Cannes von Beat Fritschhttp://www.werbewoche.ch/cannes06_somo.werbewoche
Cannes Media Lions: Sechs Mal Shortlist für die Schweiz http://www.werbewoche.ch/newmsail060619_cannesmedia.werbewoche
Cannes: Drei Direct Löwen für die Schweiz http://www.werbewoche.ch/newsmail060619_cannes_direct_lions.werbewoche
Sonntag:
Hier wird gearbeitet! Direkt aus Cannes von Beat Fritschhttp://www.werbewoche.ch/Cannes_06_Sonntag.werbewoche
Neun Schweizer Platzierungen für Lions Direct http://www.werbewoche.ch/newsmail060618_cannes.werbewoche

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