Zwei Agenturen haben Goldene Ohren

Erstmals in der Geschichte des Radiospotwettbewerbs Das Goldene Ohr gibt es zwei Gewinner zu melden: Sowohl die Zürcher Agentur Wirz Werbung als auch RTS Rieger Team siegten. Wirz wurde für ihre Radiospot-Serie für den Verein Zürcher Brockenhaus mit dem Goldenen Ohr belohnt, das RTS Rieger Team wurde für den Hammer-Radiospot vergoldet.

Erstmals in der Geschichte des Radiospotwettbewerbs Das Goldene Ohr gibt es zwei Gewinner zu melden: Sowohl die Zürcher Agentur Wirz Werbung als auch RTS Rieger Team siegten. Wirz wurde für ihre Radiospot-Serie für den Verein Zürcher Brockenhaus mit dem Goldenen Ohr belohnt, das RTS Rieger Team wurde für den Hammer-Radiospot vergoldet.  
Insgesamt vergab die hochkarätige Jury vier bronzene, zwei silberne und zwei goldene Ohren. Im Ländervergleich siegte die Schweiz, die vier der acht Auszeichnungen holte. Dreimal wurden Spots aus Deutschland ausgezeichnet und ein Award ging nach Österreich. Erstmals waren dieses Jahr auch Spots aus Italien zugelassen, für eine Auszeichnung hat es jedoch noch nicht gereicht.
 
Die Preisverleihung ging im Theater an der Sihl in Zürich über die Bühne. An der Goldene Ohr Nacht tummelten sich 200 geladene Gäste, Meteo-Moderatorin Cécile Bähler führte durch den Abend. Besonders zu überzeugen vermochten Libsig.Lässer.Hildebrand, die im Unterhaltungsteil mit einem eigens für den Abend geschriebenen Song, dessen Text zu 100 Prozent aus Werbeclaims und Markennamen bestand, darboten.
 
Und hier die Sieger: Goldes Ohr
RTS Rieger Team für Metabowerke (Kategorie Sonstiges)
Wirz Werbung für Verein Zürcher Brockenhaus (Institutionelle Werbung)
 
Silbernes Ohr
Ruf Lanz für NZZ Folio (Medien/Eigenwerbung)
Ruf Lanz für Hyundai Suisse (Automobile)
 
Bronzenes Ohr
Serviceplan für Modehaus Konen (Bekleidung)
Jung von Matt/ Limmat für Swiss International (Tourismus)
Flemming-Pfuhl für Cohen + Dobbernig Buchhandel (Einzel –und Fachhandel)
Jung von Matt/ Donau für Reed Messe Wien (Sonstiges)

Scotti fährt sicher mit Winterthur

Der Schadenfall zeigt, ob eine Autoversicherung wirklich etwas taugt. Die Kreativen der Zürcher Werbeagentur Scotti zeigen, dass die Winterthur genau dann für ihre Kunden da ist, wenn sie am meisten gebraucht wird.

Erst im Schadenfall zeigt sich, ob eine Autoversicherung wirklich etwas taugt. Die Kreativen der Zürcher Werbeagentur Scotti zeigen, dass die Winterthur genau dann für ihre Kunden da ist, wenn sie am meisten gebraucht wird.  
Bei einem Unfall oder einer Panne genügt ein Anruf und der Schadenmanager regelt alles Weitere, damit der Kunde mobil bleibt und wichtige Termine trotzdem einhalten kann. Dieser  Kundenvorteil wird in der neuen Anzeigenkampagne dramatisiert. Die Kampagne weist auch auf den Internet Link hin, wo man sich über die umfassenden Leistungen der Winterthur im Schadenfall informieren und testen, ob die eigene Versicherung mit dem Schadenservice der Winterhur mithalten kann. 
 
Wie die Agentur mitteilt, kommen im Oktober und November drei Anteigensujets zum Einsatz. Unterstützend wird im Internet am POS und an Tankzapfsäulen geworben.
 

Die Marketing Trophy 2007 ist ausgeschrieben

In vier Kategorien bestimmt eine Fachjury die innovativsten Marketing-Projekte der Schweiz und Liechtenstein. Am 13. März ist Marketing-Tag und der Tag, an dem in jeder Kategorie je ein Gold-, Silber- und Bronze-Gewinner prämiert wird.

In vier Kategorien bestimmt eine Fachjury die innovativsten Marketing-Projekte der Schweiz und Liechtenstein. Am 13. März ist Marketing-Tag und der Tag, an dem in jeder Kategorie je ein Gold-, Silber- und Bronze-Gewinner prämiert wird.  
Alle Unternehmen, NPO’s und Institutionen sind eingeladen, ihre Projekte bis am 31. Dezember 2006 einzureichen. Die Jury wird die Marktleistungen in den Kategorien Klein-, Mittel- und Grossunternehmen sowie Non-Profit-Organisationen bewerten.
 
Zugelassen sind aktuell umgesetzte oder bereits beendete Marketing-Konzepte. Erfolg oder überzeugende Zukunftschancen sind Voraussetzung. Alle Unternehmen mit Sitz in der Schweiz oder in Liechtenstein können sich anmelden. Anhand der eingereichten Bewerbungsunterlagen entscheidet die Jury, welche Arbeiten für die Prämierung nominiert werden. Die Nominierungen werden im Februar bekannt gegeben, die Gewinner am Marketingtag, dem 13. März 2007.

Grosser Erfolg für eine kleine Agentur aus der Romandie

Nach einem Pitch hat die unabhängige Lausanner Agentur Angebaultportenier das europäische Gesamtbudget von R.J. Reynolds Global Products, eine Tochter der amerikanischen R.J. Reynold Gruppe gewonnen.

Nach einem Pitch hat die unabhängige Lausanner Agentur Angebaultportenier das europäische Gesamtbudget von R.J. Reynolds Global Products, eine Tochter der amerikanischen R.J. Reynold Gruppe gewonnen.  
Die in North Carolina ansässige R.J. Reynolds verwaltet Tabakprodukte auf globaler Ebene. Um die positive Entwicklung auf dem europäischen Markt sicherzustellen, begab man sich mittels Pitch auf die Suche nach einem passenden Partner. Mehrere internationale Grossagenturen sowie einige kleinere Büros bewarben sich um den Etat – Angebaultportenier stellte alle in den Schatten.
 
Das kleine Büro wird nun für die Markenstrategie wie –positionierung zuständig sein, sowie für Identitäts- und Verpackungsfragen, Kommunikation, POS und Internet und Virales Marketing. Angebaultportenier kann jetzt ihr innovatives strategisches Denken sowie den unkonventionellen Umgang mit traditionellen Medien unter Beweis stellen, wie die Agentur am Feitag mitteilte.

Trimedia auf der Überholspur

Die Trimedia Communications meldet ein äussert erfolgreiches drittes Quartal. In den vergangenen Wochen kamen die Neukundengewinne für die Kommunikationsagentur in Serie. Aufgrund des Auftragswachstums erfolgt ein personeller Ausbau sowie die Erweiterung der Geschäftsleitung.

Die Trimedia Communications meldet ein äussert erfolgreiches drittes Quartal. In den vergangenen Wochen kamen die Neukundengewinne für die Kommunikationsagentur in Serie. Aufgrund des Auftragswachstums erfolgt ein personeller Ausbau sowie die Erweiterung der Geschäftsleitung.  
Neu betreut Trimedia Zürich die Unternehmen Pricewaterhouse Coopers, PostLogistics, Mirabaud & Cie, Banquiers Privés, Ferro Capital, Jamba, Dettling & Marmot, EVE von Cardinal, eine Marke der Feldschlösschen sowie Zur Rose.
 
Die Basler Trimedia-Tochter Com.factory erhielt den Auftrag für die Geschäftsberichte der Basilea Pharmaceuticals, Bell, Die Schweizerische Post und Syngenta. Weiterhin erstellt die Com.factory die Geschäftsberichte für die Firmen ABB, Bachem, Ciba Specialty Chemicals, Novartis und Speedel.
 
Neue Kunden – neue Köpfe Wie das Unternehmen am Freitag in einer Medienmitteilung mitteilt, bringt der positive Geschäftsgang auch personelles Wachstum mit sich. So wurde in Zürich Thomas Balmer ins Boot geholt, der als Senior Consultant den Bereich Finanzkommunikation ausbauen wird. Der 38-jährige ehemalige Finanzanalyst wird auch in der Geschäftsleitung Einsitz nehmen. Zuletzt war Balmer selbständiger Kommunikationsberater.
Die auf Corporate Publishing spezialisierte Com.factory in Basel wird neu von Dr. Axel Rienitz geleitet, auch er ist neues Mitglied der Geschäftsleitung. Der 48-jährige Biochemiker und Journalist verfügt über langjährige Erfahrung. Vor seinem Wechsel zur Com.factory im Jahr 2000 war er Leiter der Kommunikationsabteilung von Novartis Crop Protection. Er übernimmt die leitende Position von Dr. Henner Lappe, der als Mitglied des Verwaltungsrats dem Unternehmen verbunden bleibt.
Bei der Trimedia St. Gallen steht neu die 33-jährige Sabine Bianchi an der Spitze. Seit drei Jahren ist die vormalige TV-Produzentin und Moderatorin bei der Trimedia tätig und auch sie stösst nun zur Geschäftsleitung. Sie ist Nachfolgerin von Marc Reinhard, der das Unternehmen verlässt, um sich neuen Herausforderungen zu stellen.

Swiss Poster Research lanciert neues Planungstool

Jetzt hat auch die Aussenwerbung ein neutrales und anbieterübergreifendes Planungs- und Bewertungsinstrument erhalten. Am 26. Oktober 2006 wurde der Branche das neue Planungstool SPR+ Expert präsentiert.

Jetzt hat auch die Aussenwerbung ein neutrales und anbieterübergreifendes Planungs- und Bewertungsinstrument erhalten. Am 26. Oktober 2006 wurde der Branche das neue Planungstool SPR+ Expert präsentiert.  
Der Schritt sei vergleichbar mit der damaligen Einführung von Telecontrol, meinten Brancheninsider nach der Präsentation von SPR+ Expert. Vor sechs Jahren hatten APG und Clear Channel Plakanda (CCOP) versprochen, gemeinsam eine neutrale, anbieterübergreifende Plakatforschung aufzubauen und auf dieser Basis eine harte Währung für die Aussenwerbung zu schaffen, die sowohl Einzelstellen wie auch ganze Plakatkampagnen objektiv bewerten kann. Jetzt hat die Swiss Poster Research dieses Versprechen eingelöst, wie die Organisation in ihrer Pressemitteilung vom Freitag schreibt.
 
Mit dem Planungsinstrument SPR+ Expert kann anbieterübergreifend geplant werden. Offerten können damit sowohl von der APG, von CCOP und bald auch von weitern Plakatanbietern digital eingelesen und bearbeitet werden. Das Instrument vernetzt wichtige Planungsparameter zu einem kohärenten System und vereinfacht die Planung verschiedener Varianten. Es berechnet für jede Variante die branchenüblichen Leistungswerte, stellt in Diagrammen relevante Komponenten dar und liefert auf Knopfdruck die fertige Dokumentation einer optimierten Plakatkampagne.
 
Mit SPR+ Expert verfügt die Aussenwerbung als letztes Basismedium nun auch über ein modernes Planungsinstrument. Basierend auf Forschung, die bezüglich Konzept, Methodik und Genauigkeit das Niveau der Grundlagenforschungen anderer Medien erreicht, schafft das Tool Transparenz über die Aussenwerbung der Schweiz. Das Planungsinstrument erlaubt den direkten Vergleich der Leistungen und Kosten einer Plakatkampagne gegenüber anderen Medien und macht so das Plakatmedium im Intermediawettbewerb beurteilbar.

Xerox wird zur Marketing-Dienstleisterin

Mit der Übernahme von XMPie verstärkt Xerox die Verbindung zwischen personalisierten Publikationen, Digitaldruck und Internet-Marketing.

Mit der Übernahme von XMPie verstärkt Xerox die Verbindung zwischen personalisierten Publikationen, Digitaldruck und Internet-Marketing.Für 54 Millionen US-Dollar erwarb Xerox das Software-Entwicklungsunternehmen XMPie, wie Xerox in einer Medienmitteilung vom Donnerstag mitteilt. XMPie entwickelt Spezial-Software für crossmediale, personalisierte Marketing-Kampagnen, die Kommunikationsmittel wie digital gedruckte Mailings, E-Mails oder Internet kombiniert, um Kunden mit Marketing-Materialien zu erreichen, die persönlich für sie relevant sind.  

Swisslogpress: Let’s blog together

Unabhängige Schweizer Weblogs wollen sich bei der Professionalisierung ihrer Dienste gegenseitig unterstützen. Zu diesem Zweck vereinigten sich ein gutes Dutzend davon im Netzwerk Swisslogpress.

Unabhängige Schweizer Weblogs wollen sich bei der Professionalisierung ihrer Dienste gegenseitig unterstützen. Zu diesem Zweck vereinigten sich ein gutes Dutzend davon im Netzwerk Swisslogpress.Am Donnerstagmorgen wurde die Site Swissblogpress.ch online geschaltet. Das Blog-Netzwerk ist derzeit ein Verbund von 13 unabhängigen Schweizer Weblogs, die untereinander Wissen und Erfahrungen austauschen wollen. Zudem bietet das Netzwerk den Mitgliedern Dienstleistungen wie beglaubigte Leserzahlen, Unterstützung in Rechtsfragen und gemeinsame Vermarktung. Die 13 nun vereinten Blogs erreichen zusammen pro Tag rund 10’000 Leser, wie die SDA am Donnerstag mitteilt.
Die als Verein organisierte Swissblogpress ist offen für neue Mitglieder, welche gewisse qualitative Anforderungen erfüllen. So muss der Inhalt der Blogs beispielsweise einen Bezug zur Schweiz aufweisen, seit mindestens einem Jahr online sein und regelmässig aktualisiert werden. Schon bald will sich Swissblogpress mit verschiedenen Aktivitäten und Kooperationen in der realen wie der virtuellen Welt dafür einsetzen, dass diese alternative Publikationsform breitere Bekanntheit erlangt.

Die grossen Namen dominieren bei den OnlineStars 2006

Zum achten Mal wurden am Mittwochabend die Internet-Publikumspreise OnlineStars verliehen. In München übergab die RTL-Moderatorin Katja Burkhard die von der Verlagsgruppe Ebner Ulm initiierten Preise.

Zum achten Mal wurden am Mittwochabend die Internet-Publikumspreise OnlineStars verliehen. In München übergab die RTL-Moderatorin Katja Burkhard die von der Verlagsgruppe Ebner Ulm initiierten Preise. Über 2.6 Millionen Internetnutzer aus dem ganzen deutschsprachigen Raum hatten aus 20’000 vorgeschlagenen Seiten ihre Favoriten in 14 Kategorien gewählt, wie Werben & Verkaufen am Donnerstag meldete. Unter den Gewinnern waren vor allem allerseits bestens bekannte Namen, überraschende Onlinestars gab es hingegen nur wenige:
Google.de (Kategorie: Portal)
Adac.de (Auto, Motor, Sprot)
Wikipedia.org (Wissen, News und Informationen)
Amazon.de (Shipping-Portal)
Otto.de (Mode und Lifestyle)
Sparkasse.de (Geld und Karriere)
Chip.de (Computer und Technik)
Youtube.com (Weblogs, Videoblogs und Podcasts)
Expedia.de (Reise und Freizeit)
Studivz.net (Soziale Netze und Chat-Communities)
Sport1.de (Sport)
Musicload.de (Entertainment)
Lotto.de (Games)
Gesundheit.de (Gesundheit und Wellness)   
Sonderpreise gingen an Lukasz Gadowski, Gründer und CEO von Spreadshirt, der als Internet-Unternehmer des Jahres ausgezeichnet wurde sowie an Sternstunden e.V., das Kinderhilfswerk des Bayerischen Rundfunks für besonderes soziales Engagement.

Bundesrat Merz eröffnet die 5. Bieler Kommunikationstage

Bundesrat Hans Rudolf Merz eröffnete mit einer Rede die 5. Bieler Kommunikationstage, in deren Zentrum die Frage nach der Entwicklung des Informations- und Kommunikationsmarktes Schweiz stand.

Bundesrat Hans Rudolf Merz eröffnete mit einer Rede die 5. Bieler Kommunikationstage, in deren Zentrum die Frage nach der Entwicklung des Informations- und Kommunikationsmarktes Schweiz stand. Wie Merz in seiner Rede ausführte. Habe der Informations- und Kommunikationsmarkt seine Grenzen längst nicht erreicht. Er werde weiterhin rasant wachsen – mit phantastischen Aussichten. Doch stünden den Chancen auch Gefahren gegenüber. Deshalb brauche es den Staat, der Sicherheit ermöglichen müsse. Doch er müsse sich auch vor sich selbst schützen und verhindern, dass er zum Irrläufer und willenlosen Monstrum werde. Im Bereich Datenschutz sei dies bereits gut gelungen. Merz sieht keine Gefahr darin, dass der Staat der Entwicklung stets einen Schritt hinterherhinke – solange er für die Rahmenbedingungen dieser Entwicklung sorge.
In Biel werden während zweier Tage Fachleute aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Journalismus und Werbung über die politischen und wirtschaftlichen Zukunftssaussichten der Informations- und Kommunikationsbranche diskutieren. Gegen 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden erwartet.

LeShop ist auf Einkauf bei Exxtra Kommunikation

Die Zürcher Werbe Agentur Exxtra erhielt von LeShop den Auftrag, eine Kampagne zur Markenprofilierung zu entwickeln. Erste Arbeiten werden in wenigen Wochen zu sehen sein.

Die Zürcher Werbe Agentur Exxtra erhielt von LeShop den Auftrag, eine Kampagne zur Markenprofilierung zu entwickeln. Erste Arbeiten werden in wenigen Wochen zu sehen sein. Der Online-Shopping-Markt entwickelt sich rasant. LeShop ist in der Schweiz der klare Marktleader beim Online-Lebensmittel-Shopping: seit fast drei Jahren befindet sich LeShop in einer ungebremsten Wachstumsphase von knapp 40 Prozent und hat zur Kapazitätsausweitung vor einer Woche ein neues Logistik-Zentrum eröffnet.

Zu guter Letzt: Linsen vor Gericht

Im bildlichen Sinne sind Prominente vogelfrei, zum «Abschuss» frei gegeben. So heisst das tatsächlich im Fachjargon, Abschuss. Während sich C-Promis freudig vor jede sich bietende Linse werfen, sind es die A-Promis Leid, fotografisch erlegt zu werden.

Im bildlichen Sinne sind Prominente vogelfrei, zum «Abschuss» frei gegeben. So heisst das tatsächlich im Fachjargon, Abschuss. Während sich C-Promis freudig vor jede sich bietende Linse werfen, sind es die A-Promis Leid, fotografisch erlegt zu werden. Welch groteske Ausmasse die Jagd nach den wohl einträglichsten Bilder der Welt wirklich ist, zeigte sich beim tragischen Unfalltod von Lady Di und ihrem Liebhaber. Für eine Anstandsweile hielten sich die Paparazzi zurück, aber daran erinnert sich keiner mehr. Verlage weltweit blasen tagtäglich das Halali, die Apparate sind gezückt, die Teleobjektive werden besser und wenn das nicht reicht, steigt man halt mal kurz in ein Anwesen ein. So geschehen bei Brangelina, in deren Villa zwei US-Fernsehjournalisten kurzerhand einbrachen, um im Haus zu filmen. Hollywoods Königspaar war dann zwar nicht anwesend, ihre Angestellten schon, und die ertappten die netten Medienvertreter, petzten und nun sind die beiden Journalisten ihren Job los.
Das Klima wird für die Papparazzi allgemein rauer. Deutschlands bekanntestes Gesicht, Günther Jauch, hat mit seiner Klage wegen der Paparazzi-Bilder seiner Hochzeit mit 300’000 Euro nicht nur die höchste Entschädigungsklage der deutschen Rechtsgeschichte eingereicht, sondern auch eine interessante Diskussion neu entfacht. Der Inhalt der Klage ist brisant: Jauch verklagt nämlich nicht nur die Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte, sondern begehrt den Ersatz des Marktwerts der Fotos – der in jedem Fall um ein vielfaches höher zu bewerten ist als die Persönlichkeitsrechte – aber das ist eine andere Geschichte.
 
Der Fall zeigt auf, dass sich der systematische Rechtsbruch für die Verlage lohnt. Unerlaubte Fotos steigern die Auflage und bringen mehr Geld ein, als ein Verlag später an Schmerzensgeld zahlen muss. Hätte Jauch Erfolg, könnte dies das Kräfteverhältnis zwischen dem Grundrecht der Pressefreiheit und dem Recht auf Schutz der Privatsphäre zu Gunsten der Privatsphäre verändern. Sehr zu Ungunsten der Klatschpresse-Leserschaft – die müssten sich fortan mit den C-Promis zufrieden geben.

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