Migros Bank mit neuem Leiter Marketing

Per 1. November trat Matthias Hunn (42) als Leiter Marketing in die erweiterte Geschäftsleitung der Migros Bank ein.

Per 1. November trat Matthias Hunn (42) als Leiter Marketing in die erweiterte Geschäftsleitung der Migros Bank ein. Damit trägt er die Verantwortung über die Bereiche Produktmanagement, E-Banking, Werbung und Public Relations sowie Marketingkoordination. Der Betriebswirtschafter war zuletzt beim Allgemeinen Wirtschaftsdienst (AWD) Schweiz als Leiter Partner- und Produktmanagement tätig. Davor hatte er verschiedene leitende Stellungen innerhalb einer Schweizer Grossbank in den Bereichen Retail und Marketing inne.

USA: Google startet Printanzeigendienst

Bei Google können ausgesuchte US-Werbekunden von dieser Woche an Anzeigen in mehr als 50 Zeitungen schalten – in Printzeitungen.

Bei Google können ausgesuchte US-Werbekunden von dieser Woche an Anzeigen in mehr als 50 Zeitungen schalten – in Printzeitungen. Das Ganze ist als dreimonatiger, kostenloser Testballon angelegt und auf eine Gruppe von gut 100 Kunden beschränkt. Diese können mit Googles automatisierter Lösung, die auf Adwords basiert, Print-Anzeigen unter anderem in den Titeln New York Times, Washington Post, Boston Globe, Chicago Tribune oder Philadelphia Inquirer schalten.
Der offizielle Start des Systems ist für Anfang kommenden Jahres angesetzt. 
Obwohl bei den Zeitungen damit bald einige Anzeigenverkäufer überflüssig werden dürften, sehen diese die Entwicklung positiv. So sagte Owen Youngman, der Entwicklungsleiter der Chicago Tribune gegenüber der New York Times, dass Google tausende Kleinanzeigen bringen könne, so dass der Platz nicht mehr mit Eigenanzeigen aufgefüllt werden müsse.
Das System funktioniert so, dass die Zeitungen für die Anzeigen zwar keinen Platz zusichern müssen, dass sie aber jederzeit soviel Anzeigen akzeptieren können, wie sie möchten. Damit würden sich die Zeitungen ein ganz neues Segment der Werbetreibenden erschliessen, sagte Denis F. Warren von The Times zur New York Times.
Für Anzeigen, die Google auf Internetseiten vermittelt, kassiert die Suchmaschine 20 Prozent der Einnahmen. Damit ist Google einen Schritt weiter beim erklärten Ziel, ein System zu schaffen, mittels dem Werbetreibende Werbung in jedem Medium schalten können. Google will sich mit der Strategie neue Umsatzströme erschliessen. Entsprechende Bestrebungen laufen bereits im Video- und Radio-Geschäft. Als nächstes will sich Google den Markt der Magazine erschliessen, berichtet die New York Times.

Aargauer Zeitung feiert zehnten Geburtstag

Die Aargauer Zeitung (AZ) hat am vergangenen Samstag mit einer Sonderbeilage ihr 10-jähriges Bestehen gefeiert. Die AZ war aus der Fusion der Erzrivalen Aargauer Tagblatt und Badener Tagblatt entstanden.

Die Aargauer Zeitung (AZ) hat am vergangenen Samstag mit einer Sonderbeilage ihr 10-jähriges Bestehen gefeiert. Die AZ war aus der Fusion der Erzrivalen Aargauer Tagblatt und Badener Tagblatt entstanden. Am 4. November 1996 erschien die erste Ausgabe. ?Das Wagnis hat sich gelohnt?, stellt AZ-Verleger Peter Wanner im Editorial der Beilage fest. Die AZ habe sich in den letzten 10 Jahren als feste publizistische Grösse inner- und ausserhalb des Aargaus etabliert. Bei der Fusion wurden Bedenken geäussert, dass die Medienvielfalt leiden werde. Dem entgegnet Bundespräsident Moritz Leuenberger in einem Interview mit der AZ vom Samstag, dass Medienvielfalt nicht nur von der Zahl der Publikationen abhänge. Die Konzentration der Medien sei daher nicht nur schlecht. Je grösser die Zeitungsverlage seien, desto grössere Redaktionen könnten sie sich leisten. ?Ein Einheitsbrei entsteht ja oft durch Faulheit der Journalisten: wenn sie alle voneinander abschreiben?, meinte Leuenberger im Interview.
Die AZ hat eine Auflage von 104’235 Exemplaren. Sie erlebte in den letzten zehn Jahren einige konzeptionelle und gestalterische Reformen. Seit der Umstellung der Regionalbeilagen auf das Tabloid-Format im Jahr 2004 werden täglich acht Regionalausgaben produziert. Hauptsitz der AZ-Redaktion ist Baden.
Die AZ liefert seit 2002 unter dem Titel Mittelland Zeitung (MZ) den Mantelteil an die Solothurner Zeitung, das Oltner Tagblatt, Zofinger Tagblatt und Limmattaler Tagblatt. Als fünfter Partner ist seit dem 16. September die Basellandschaftliche Zeitung dabei. Mit einer Gesamtauflage von 210’275 Exemplaren belegt die MZ den 3. Platz bei den Kaufzeitungen in der Schweiz. Das Kooperationsmodell der MZ umfasst auch den Inseratenteil.

Südostschweiz-Verlagsdirektor ist Kommunikator des Monats 

Der Kommunikationsverband Schweizer Werbung hat Südostschweiz-Verlagsdirektor Bruno Ravaioli zum Kommunikator des Monats Oktobers gekürt. Mit der Auszeichnung wird der Einsatz des Verlagshauses gegen Werbeverbote gewürdigt.

Der Kommunikationsverband Schweizer Werbung hat Bruno Ravaioli zum Kommunikator des Monats Oktobers gekürt. Ravaioli ist Geschäftsleiter Verlage und Marketing des Medienunternehmens Südostschweiz. Der Verband begründet die Wahl mit dem Engagement der Südostschweiz gegen Werbeverbote. Laut Communiqué sieht es die Schweizer Werbung als Dachorganisation der kommerziellen Kommunikation als ihre Pflicht an, gegen Werbebeschränkungen wie das vor kurzem im Kanton Baselland von den Stimmberechtigten gutgeheissene Gesetz anzukämpfen. In diesem Bestreben sei der Verband auf die Unterstützung der Partner bei den Medien angewiesen. Die Südostschweiz habe sich dabei besonders engagiert gezeigt, heisst es in der Mitteilung weiter. Innerhalb des Monats Oktober haben die verschiedenen Blätter der Verlagsgruppe 18 Mal ein Sujet der Kampagne gegen die Werbeverbote abgedruckt. Diese Bemühungen würdigt die Schweizer Werbung nun mit der Auszeichnung «Kommunikator des Monats» an den Verlagsdirektor Bruno Ravaioli, der hinter dem Engagement steht.

Swisscable schliesst Swisscom Broadcast aus

Der Kabelnetzbetreiber-Verband Swisscable kündigt Swisscom Broadcast die Mitgliedschaft. Grund ist die Lancierung von Bluewin TV, Digitalfernsehen-Angebot von Swisscom.

Der Kabelnetzbetreiber-Verband Swisscable kündigt Swisscom Broadcast die Mitgliedschaft. Das berichtet der Sonntagsblick. Grund ist die Lancierung von Bluewin TV, einem Digitalfernsehen-Angebot von Swisscom (siehe ). «Wir wollen über Strategiefragen, die unsere Branche betreffen, nicht mit einer Telekomfirma diskutieren, die jetzt mit Bluewin TV ein Konkurrenzangebot lancierte», sagte Swisscable-Geschäftsführerin Claudia Bolla-Vincenz dem Sonntagblick. 261 Kabelnetzbetreiber gehören der Organisation an, damit sind 96 Prozent Marktanteil am Schweizer Fernsehgeschäft vertreten. Swisscom kann nun ihre Interessen bei Swisscable nicht mehr einbringen. Sie nimmt den Ausschluss anscheinend gelassen: «Offenbar ist Konkurrenz für Kabelnetzbetreiber etwas Neues, das Ängste auslöst», meinte Swisscom-Sprecher Sepp Huber gegenüber dem Sonntagblick. Für die Kabelfernsehenbetreiber entsteht mit Bluewin TV tatsächlich eine Konkurrenzsituation. Die Resonanz auf den Start des neuen Angebotes ist laut Huber sehr gut. Er musste jedoch auch Schwierigkeiten einräumen: Auf der Webseite von Bluewin TV kam es diese Woche bei Anmeldungen zu grossen Verzögerungen.

SF im medialen Spotlight

Ein schwarzes Bild vom Zustand des Schweizer Fernsehens SF zeichnete der Blick am Samstag. Eine im Sonntagsblick veröffentlichte Umfrage zeigt aber, dass die Schweizer mit ihrem öffentlich-rechtlichen Fernsehen gar nicht so unzufrieden sind. Und in der der NZZ am Sonntag verteidigt Ingrid Deltenre das neue Leitbild.

Ein schwarzes Bild vom Zustand des Schweizer Fernsehens SF zeichnete der Blick am Samstag. Unter dem Titel «Deltenres Schicksalsjahr» prognostizierte er für 2007 allerlei Schwierigkeiten: Beim Geld, den Quoten, den Soaps und der Information gebe es Probleme zu vermelden. Zudem monierte das Ringier-Blatt, dass die Unterhaltungschefin Gabriela Amgarten als «schwache Figur» gelte und einen Zickzackkurs fahre. Information hoch im Kurs Eine im Sonntagsblick veröffentlichte Umfrage zeigt nun aber, dass die Schweizer und Schweizerinnen mit ihrem öffentlich-rechtlichen Fernsehen gar nicht so unzufrieden sind. 70 Prozent der befragten 604 Personen in der Deutschschweiz sind mit dem Programm insgesamt sehr oder eher zufrieden, überhaupt nicht zufrieden sind 3 Prozent. Besonders gut weg kommen die Informationssendungen: 93 Prozent halten die «Tagesschau» für sehr glaubwürdig, bei «10 vor 10» sind es 85 und bei der «Rundschau» und dem «Kassensturz» noch 77 Prozent.
Unterhaltung schwächelt Die Kritik an der Unterhaltung stösst aber auf Widerhall: 49 Prozent stimmen der Aussage zu, dass SF zu oft ausländische Sendungen wie «Deal or no Deal» oder «Music Star» kopiere. Daran soll aber festgehalten werden. Wie SF-Sprecher Urs Durrer dem Sonntagsblick sagte, seien diese Formate beliebt und erfolgreich. Der Soap «Lüthi und Blanc», deren bevorstehende Absetzung grosses mediales Echo hervorrief, trauern aber offenbar nicht alle hinterher: Nur 28 Prozent der Befragten finden es falsch, die Sendung zu kippen.
SF verliert aber an Zuschauern: 36 Prozent sagten in der Sonntagsblick-Umfrage, dass sie heute weniger SF schauen als vor zehn Jahren. Das begründet Durrer mit der stark gestiegenen Zahl an Sendern.
Nicht überraschend ist, dass die angedrohte Gebührenerhöhung nicht auf Gegenliebe stösst: 76 Prozent halten die Erhöhung nicht für gerechtfertigt.
Deltenre wehrt sich Ingrid Deltenre verteidigt in einem Interview mit der NZZ am Sonntag das neue Leitbild und wehrt sich gegen den Vorwurf, es sei ein Papiertiger (siehe
). Sie betonte ausserdem, dass die kommerziellen Einträge im Rahmen des Vorjahres liegen würden. «Die Werbeerträge sind leicht rückläufig, die Einnahmen aus dem Sponsoring steigen hingegen», so die SF-Chefin. Die Vermarkterin Publisuisse werde sich eine neue Preispolitik überlegen, um auf die Werbefenster der ausländischen Konkurrenzsender zu reagieren. Deltenre kündigte für das kommende Jahr grossen Änderungen in der Hauptsendezeit am Abend an. Auf den Sender kommen ein neues Familienquiz und eine neue Wirtschaftssendung am Montag, eine neue Wissenssendung am Donnerstag, das Unterhaltungsformat «SF bi de Lüt» am Freitag und am Samstagabend eine neue Show. Ausserdem soll SF 2 verstärkt auf ein jüngeres Publikum ausgerichtet werden.

Zu guter Letzt: Kommunikationsprobleme gefährden die Gesundheit

Die Kommunikationsbranche kann sich eine neue Mission auf die Fahne schreiben: Verhindern, dass die Jugend schon im zarten Alter an der Flasche hängt und schlotet wie die Schornsteine.

Das Internet, das böse Tier, ist ja schon für vieles verantwortlich gemacht worden: Spielsucht wegen all der Online-Casinos, Kaufrausch bei Ebay-Shoppern, zerfallende Moral wegen der zahllosen Sex-Sites. Nun äussert ein österreichischer Arzt den Verdacht, dass das Internet einen Einfluss auf die Abhängigkeit Jugendlicher von Nikotin und Alkohol habe. «Junge Menschen haben heute meines Erachtens ein Kommunikationsproblem», meint Reinhard Haller vom Suchtkrankenhaus Maria Ebene in Frastanz bei Feldkirch gemäss SDA. Jugendliche könnten über das Internet perfekt kommunizieren. Face to face aber hätten sie Probleme, anderen etwas mitzuteilen, Gefühle auszudrücken oder jemanden um etwas zu bitten. Das habe dazu geführt, dass an die Stelle der persönlichen Kommunikation Ersatz-Kommunikationsweisen treten. «Das Rauchen ist ein typisches Beispiel dafür», so Haller.
Da kann sich doch die Kommunikationsbranche mit all ihrem Kommunikations-Know-how eine neue Mission auf die Fahne schreiben: Verhindern, dass die Jugend schon im zarten Alter an der Flasche hängt und schlotet wie die Schornsteine.

Tagi-Splits erblicken das Licht der Welt

Am Montag erscheinen erstmals die vier neuen Regionalausgaben des Tages-Anzeigers. Zusammen mit dem bereits bestehenden Split für das linke Zürichseeufer ist der Tagi nun im Zürcher Unter- und Oberland, den Bezirken Meilen und Horgen und der Stadt Zürich mit eigenen Regionalteilen präsent.

Am Montag erscheinen erstmals die vier neuen Regionalausgaben des Tages-Anzeigers. Die Split-Ausgaben werden den sechsten Bund der Tageszeitung bilden. Sie beschäftigen sich auf bis zu sieben redaktionellen Seiten täglich mit dem Geschehen in der jeweiligen Gegend.  
Der Tages-Anzeiger hat dafür in den letzten Wochen in Uster, Bülach und Stäfa weitere Redaktions- und Verlagsbüros eröffnet. Die Redaktion an der Werdstrasse in Zürich wurde zudem ausgebaut, wie es in der Tagi-Ausgabe vom Samstag heisst. Das Verlagshaus Tamedia hat für die Splits 60 neue Stellen geschaffen. Es handelt sich dabei um die nach eigenen Angaben grösste Investition in der Geschichte des Blattes. Die Lancierung der Splitausgaben wird von einer Werbekampagne aus dem Hause Spillmann, Felser, Leo Burnett begleitet (siehe
). Einen ersten Schritt Richtung Regionalisierung hatte der Tages-Anzeiger vor eineinhalb Jahren getan, als er die erste Regionalausgabe am linken Zürichseeufer und im Sihltal lancierte. Die neuen Regionalteile decken das Zürcher Unter- und Oberland, die Bezirke Meilen und Horgen und die Stadt Zürich ab.
Mit den vier neuen Splits erwächst der Zürichseezeitung, dem Zürcher Oberländer und Zürcher Unterländer verstärkte Konkurrenz. Sie haben sich zusammengeschlossen und produzieren seit Anfang Oktober unter dem Titel Zürcher Landzeitung einen gemeinsamen überregionalen Mantel. Der 1000-Leser-Preis der meisten Tagi-Regionalausgaben ist pro ganze vierfarbige Seite deutlich tiefer als jener der Konkurrenz. Eine Ausnahme bildet der Bezirk Meilen, wo der Tages-Anzeiger seinen Tarif höher ansetzt als die dortige Zürichsee-Zeitung.

Schweizer Verpackungsaward Swiss Star neun Mal vergeben

Das Schweizerische Verpackungsinstitut SVI ehrt seit 37 Jahren die innovativsten Verpackungsentwicklungen mit dem Swiss Star. Dieses Jahr wurden acht Verpackungen ausgezeichnet, eine davon doppelt.

Das Schweizerische Verpackungsinstitut SVI ehrt seit 37 Jahren die innovativsten Verpackungsentwicklungen mit dem Swiss Star. Dieses Jahr wurden acht Verpackungen ausgezeichnet, eine davon doppelt.  
Der Wettbewerb ist zur wichtigsten Plattform für die Präsentation von neuen Verpackungen geworden. Mit dem Swiss Star werden Innovationskraft, technisches Know-how, Kreativität und Design ausgezeichnet, Qualität sicht- und greifbar gemacht. Die prämierten Projekte erhalten zudem die Möglichkeit, sich um den renommierten internatinalen Verpackungspreis World Star zu bewerben.
 
Dieses Jahr bewarben sich insgesamt 36 Verpacker aus allen wichtigen Zielmärkten, neun Preise wurden vergeben. Die Preisverleihung fand im Salon Rouge des Landesmuseums in Zürich statt, diese Verpackungen wurden ausgezeichnet:
 
Kategorie Verkaufsverpackungen Aqua Flex Can (Portionenpackung für Trinkwasser) der Amcor Flexibles
Naldo (Aluminiumdowse für Sicherheitsbrennpasten) der Firestar
3-Kammer-Menuschale Mobil der Bachman Forming
 
Kategorie Versandverpackungen/technische Verpackungen Backformen-Traysystem für Minicakes der Pawi Verpackungen Oktant-5-Liter-Kunststoffkanister für Gefahrengüter der Crown Vogel
 
Kategorie Displayverpackungen/Verkaufshilfen Toblerone-Display der Model
 
Sonderauszeichnungen Design Lacto Tab Performance Drinkflasche von Emmi Frischprodukte
ZetKlik SL Taschenverpackung für Pfefferminzbonbons der Limmatdruck/Zeiler
 
Publikumspreis Aqua Flex Can (Portionenpackung für Trinkwasser) der Amcor Flexibles

Studie: Starke Marken sind die Ausnahme

Wie eine internationale Studie der österreichischen AC Nielsen belegt, gelten nur 18 Prozent als tatsächlich erfolgreich und einzigartig. Voraussetzungen dafür sind Bekanntheit und emotionale Kundenbindung. Welche Namen zu den erfolgreichsten Brands zählen, will AC Nielsen nicht bekannt geben, dennoch fördert die Studie einige interessante Fakten zu Tage.

Wie eine internationale Studie der österreichischen AC Nielsen belegt, gelten nur 18 Prozent als tatsächlich erfolgreich und einzigartig. Voraussetzungen dafür sind Bekanntheit und emotionale Kundenbindung. Welche Namen zu den erfolgreichsten Brands zählen, will Nielsen nicht bekannt geben, dennoch fördert die Studie einige interessante Fakten zu Tage.  
Im regionalen Vergleich ergab die Studie, dass es generell in den USA und im asiatischen Raum einen höheren Anteil an dominanten Marken gibt als in Europa, mittlere Marken vorherrschen. Den Konsumenten in den USA und Asien attestiert die Studie denn auch höheres Markenbewusstsein.
 
Im Branchenvergleich weist die Automobilindustrie die meisten starken Brands auf. Als erste Regel gilt laut Studie, dass starke Marken Ausnahmen sind, nicht die Regel. Das bedeutet, dass weltweit 37 Prozent als schwache Brands einzustufen sind. Starke Marken haben im Schnitt eine gestützte Bekanntheit von 95 Prozent in ihren Zielgruppen.
 
Erfolgreiche Produkte sind mehr als doppelt so präsent in den Köpfen der Konsumenten als andere. Starke Marken werden bewusst und wiederholt gekauft. Zwei Drittel der Kunden lassen sich an eine Marke langfristig binden. «Wichtig für die Kundenbindung ist eine klare Markenlinie», meinte Irene Salzmann von Nielsen gegenüber Pressetext. Starke Marken werden drei Mal häufiger weiterempfohlen als mittlere. Im Idealfall verwandeln besonders erfolgreiche Marken die Konsumenten gar in Fans – auch jene, die das Produkt gar nicht selbst kaufen.

Italien/Deutschland: Berlusconis Mediaset will ProSiebenSat.1 kaufen

Das Unternehmen des früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, Mediaset, erwägt ein Kaufangebot für die deutsche Sendergruppe ProSiebenSat.1. Der Entscheid wird am kommenden Dienstag erwartet.

Das Unternehmen des früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, Mediaset, erwägt ein Kaufangebot für die deutsche Sendergruppe ProSiebenSat.1. Der Entscheid wird am kommenden Dienstag erwartet.  
Wie die SDA am Freitag meldete, werde der Verwaltungsrat die Möglichkeit eines Angebots für 50.5 Prozent an der Münchener Sendergruppe prüfen. Ein Sprecher des italienischen Medienunternehmens bestätigte dies am Freitag, nachdem die Zeitung Il Messaggero die Pläne publik gemacht hatte. Bei ProSiebenSat.1 wollte man sich dazu nicht äussern.
 
Im Bericht hiess es, dass Mediaset bereits mit Beratern des deutschen Senders in Kontakt seien – nicht zum ersten Mal allerdings. In der Vergangenheit sind solche Übernahmepläne von Mediaset geplatzt. Der Prosieben-Mehrheitseigentümer, eine Investorengruppe rund um US-Milliardär Haim Saban, die 88 Prozent der der Stamm- und 13 Prozent der Vorzugsaktien an ProSiebenSat.1 hält, plant derzeit erneut den Verkauf der deutschen Sendergruppe. Die Investmentbank Morgan Standley hat gemäss Angaben von Reuters den Auftrag zu einer Auktion erhalten. Bereits wollte der Axel Springer Verlag die Sendergruppe ProSiebenSat.1 übernehmen, was jedoch am Widerstand des Bundeskartellamts scheiterte.

Deutschland: Die Süddeutsche Zeitung begeht den Jurassic Park der Spots

Die Süddeutsche ehrt den Beginn der Fernsehwerbung in Deutschland vor 50 Jahren. Sie bezeichnet den Werdegang des Fernsehspot als Erfolgsgeschichte und nennt sie eine Abbildung der Gesellschaft im Kleinformat.

Die Süddeutsche ehrt den Beginn der Fernsehwerbung in Deutschland vor 50 Jahren. Sie bezeichnet den Werdegang des Fernsehspot als Erfolgsgeschichte und nennt sie eine Abbildung der Gesellschaft im Kleinformat.  
«Wenn man wollte, könnte man mit dem, was Fernsehwerbung war und ist, die ganze Kulturgeschichte der neuzeitlichen Deutschen kleinformatig erklären», schreibt Christopher Keil. Man würde herausfinden, dass Fernsehwerbung Konsumwellen darstellte, beginnend mit der Fresswelle in den 50ern, nachfolgend die Bekleidungs-, Reise-, die Autowelle, die Gesundheits-, Ernährungs- und die globalisierte Lifestylewelle.
 
Keil erinnert daran, wie 1984 zu den öffentlich-rechtlichen Sendern die Privaten dazu kamen und so auch die Fernsehwerbung zu neuen Höhen aufschwang. Für 2006 vermeldet der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft, dass 120 bundesweite, regionale und lokale Programmanbieter vier Milliarden Euro einnehmen werden, zwischen 3,6 und 3,7 Milliarden fallen dabei den Privaten zu.
 
Vor 50 Jahren, am 3. November 1956, war der erste Werbespot im Fernsehen, beim Bayerischen Rundfunk, zu sehen. Es ging, gespielt von den Volksschauspielern Beppo Brem und Liesl Karlstadt, um Persil, um, huch, Hausfraulichkeit und Familie. Beim Minikanal History Channel präsentiert der Schauspieler Axel Milberg jetzt die Anfänge des Produktmarketings. Das Manipulative hat in diesem Jurassic Park der Werbung einen rührend ehrlichen Charme. Aber damals ging es auch noch ums Produkt, nicht ums: Image.
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