Glücklich ist, wer Luzern nicht vergisst

Jackpot Ottiger & Partner will zeigen, was Luzern neben vielen Bergen und einem See sonst noch zu bieten hat.

Jackpot Ottiger & Partner will zeigen, was Luzern neben vielen Bergen und einem See sonst noch zu bieten hat. Das Casino in Luzern ist 2006 zum «Casino des Jahres» gewählt worden. Bereits 2005 hat die Luzerner Agentur Ottiger & Partner den neuen Auftritt des Grand Casino Luzern mit einer Kampagne «Mein Spiel» bei den Dialoggruppen bekannt gemacht. Mit einer Folgekampagne soll jetzt das Spielen im Grand Casino Luzern als lustvolle Alternative zum gewohnten Nachtleben weiter populär gemacht und das Angebot mit Blick auf den Mitbewerb als «qualitativ anspruchsvoll und in hohem Masse eigenständig» positioniert werden, wie Peter W. Ottiger den Auftrag erklärt. Durch eine direkte Ansprache in Wort und Bild wird die neue Lust am Spiel unter Miteinbezug des Betrachters dynamisch in Szene gesetzt. Dabei soll die Identity des Casinos durch den erneuten Einsatz desselben Models als Sympathieträger weiter gefestigt werden. Es wirkt sehr emotional, wie der Audi TT – beziehungsweise einer von sieben – dem Betrachter der Plakate fast vor die Nase geschoben wird. «Wo Träume wahr werden», heisst dazu der Claim. Die Koppelung dieser Imagekampagne mit einer derart konkreten und attraktiven Promotion soll für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgen. Zu sehen sind Plakate, Inserate sowie flankierende Massnahmen wie Flyers, Traffic Board, Website. In Luzern kann das Glück auf 219 Slotmachines sowie mit vier Tischspiel-Arten herausgefordert werden.
Andreas Panzeri

Perfekte leben sicherer

Versicherungen Die Agentur mrg bringt mit einer Kampagne für Nationale Suisse das Tennis-Ass Roger Federer zum Aufschlag.

Versicherungen Die Agentur mrg bringt mit einer Kampagne für Nationale Suisse das Tennis-Ass Roger Federer zum Aufschlag.Die Namensänderung und Neupositionierung der ehemaligen National Versicherung zu Nationale Suisse verlangten nach einer Kampagne, die schnell grosse Aufmerksamkeit generiert. Die Idee, Roger Federer als Werbebotschafter für diesen Schweizer Versicherer zu gewinnen, ging aber weit über den Auftrag des Kunden hinaus. mrg entschied sich, die Idee trotzdem zu präsentieren, «weil sie einfach perfekt zur Positionierung von Nationale Suisse passt und einen echten Mehrwert verspricht», wie CD Michael Gerber von mrg meint. Dieser Mut, weiter zu gehen, wurde schliesslich mit dem Mandatsgewinn belohnt. Auch bei der Umsetzung der Idee engagierte sich mrg mehr als üblich und führte für den Kunden den grössten Teil der Verhandlungen mit Roger Federers Management.
Anders als in den meisten Kampagnen, die mit Stars werben, wird Federer nicht als zufriedener Kunde von Nationale Suisse dargestellt, sondern mit leichter Ironie als «Mr. Perfect», der wohl keine Versicherung braucht. Die Kampagne startet mit Anzeigen sowie einem TV-Spot aus der Produktion von Wirz & Fraefel.
Seit Anfang 2007 gehört mrg Communications in Basel zum BSW, leading swiss agencies. Die 1999 gegründete mrg beschäftigt mittlerweile 40 Festangestellte und ist die grösste Werbeagentur der Nordwestschweiz
   
Andreas Panzeri

Dicke Post am Sonntag

Distribution I Nicht nur in der Schweiz, auch in Deutschland öffnet die Post neue Kanäle für den Pressevertrieb.

Distribution I Nicht nur in der Schweiz, auch in Deutschland öffnet die Post neue Kanäle für den Pressevertrieb.Die Deutsche Post startet – zunächst exklusiv mit dem Magazin Der Spiegel – ein dreimonatiges Pilotprojekt: Die Hefte werden ab 3. Juni in Düsseldorf und ab 19. August in Hamburg den Abonnenten bereits sonntags zugestellt; ausserdem ist das Magazin dann in den am Sonntag geöffneten Post-Verkaufsstellen erhältlich. Der Spiegel, der jeweils am Samstagmorgen gedruckt wird, kommt in der Regel montags in den Verkauf. Eine sonntägliche und damit aktuellere Zustellung kennt er erst seit wenigen Jahren, jedoch nur in Berlin, Frankfurt und Lübeck – jeweils über private Zustellorganisationen. Bisher war die Ausweitung des Sonntagsvertriebs stets an den hohen Kosten gescheitert.Dass sich jetzt die Post ins Spiel bringt, ist kein Zufall. Wegen des drohenden Wegfalls des Briefmonopols ist der Konzern auf der Suche nach neuen Umsatzquellen und erwägt, seine Infrastruktur auch sonntags zu nutzen. Man sei mit weiteren Kunden im Gespräch, sagte ein Post-Sprecher.
Auch in der Schweiz will die Post die Pressedistribution verstärken, bis dato zwar nicht sonntags, aber indem sie bestehende Kanäle ausbaut oder zusätzliche öffnet. Letzte Woche teilte sie mit, dass sie künftig in 450 der rund 2400 Poststellen ausgewählte Pressetitel verkaufen will. Ferner ist sie über ihre Tochterfirma Direct Mail Company daran, in Zürich, Basel und Bern einen Frühzustellservice für Zeitungen aufzubauen – ohne Verleger und nicht gerade zu deren Freude (siehe auch nebenstehenden Artikel). Hintergrund für diesen Ausbau dürften auch hierzulande der bevorstehende Wegfall des Briefmonopols, ferner die unsichere Zukunft der Presseförderung sowie die Postmarktliberalisierung sein.   
 
Markus Knöpfli

Vom Tiegel zum Grossformat

Print Das Werk Wiesloch-Walldorf der Heidelberger Druckmaschinen AG feiert ihr 50-Jahr-Jubiläum und den Einstieg ins neue Grossformat.

Print Das Werk Wiesloch-Walldorf der Heidelberger Druckmaschinen AG feiert ihr 50-Jahr-Jubiläum und den Einstieg ins neue Grossformat. Obwohl die Wurzeln der heutigen Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) auf das Giessen von Glocken zurückreichen, hat das Unternehmen immer in die Zukunft geblickt und sich schon früh global ausgerichtet. Bereits in den 1920er-Jahren wurden als Beispiel die Hoch- bzw. Buchdruckmaschinen «Original Heidelberger Tiegel» auf Bussen installiert und damit zur Vorführung durch Shanghai gefahren.Wie anlässlich eines Pressegesprächs zum 50-Jahr-Jubiläum des Werks Wiesloch-Walldorf vor Ort zu erfahren war, hat Heidelberg den wohl bedeutendsten Schritt in der Unternehmensgeschichte vor 50 Jahren unternommen. Damals hat unter der Führung des damaligen Direktors Hubert H. A. Sternberg das Unternehmen die Produktion aus der gleichnamigen Stadt hinaus ins 15 Kilometer südlich gelegene Wiesloch verlegt. Entstanden ist in den 50 Jahren auf dem 860 000 Quadratmeter grossen Areal die grösste und modernste Druckmaschinenfabrik der Welt. Heute passieren täglich rund 65 Druckwerke, aber auch CtP-Belichter die Werktore und werden in alle Welt verschickt.
Halle 11 für das GrossformatAm bisherigen, inzwischen Wiesloch-Walldorf genannten Standort kann Heidelberg flächenmässig kaum mehr wachsen. Die im Bau befindliche Halle 11 bedeckt die letzte grössere Lücke des Werksgeländes. In der gigantischen, 35 000 Quadratmeter grossen Montagehalle werden ab September erste Maschinen des Typs Heidelberg Speedmaster XL 142 und XL 162 gefertigt. Bis zur Fachmesse Drupa, die in etwas mehr als einem Jahr in Düsseldorf ihre Tore öffnet, will Heidelberg in Wiesloch-Walldorf bereit sein für die Serienfertigung dieser grossformatigen Bogenoffsetmaschinen. Von Standortleiter Stephan Plenz war zu erfahren, dass das Werk, die nach seiner Aussage «effizienteste Druckmaschinenfabrik der Welt», voll ausgelastet sei. Rund 240 zusätzliche Mitarbeitende müssten für die Fertigung der Grossformatmaschinen rekrutiert werden.
45 Millionen Euro investiert Heidelberg in die neue Halle. Jürgen Rautert, Vorstand Technik bei Heidelberg, erklärte den Wirtschafts- und Fachpressevertretern, dass es zur Fertigung der XL 142 und XL 162 derzeit keine Alternative zu «made in Germany» gebe; zu komplex sei die heutige moderne Druckmaschinentechnologie. Heidelberg profitiere in Deutschland von gut ausgebildeten Fachkräften und der Infrastruktur. Dennoch sei der Standort Deutschland ein grosse Herausforderung: «Wir müssen jedes Jahr mehr Eisen und Guss zu immer günstigeren Kosten herstellen und verarbeiten, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.» Wohl auch damit es bei Letzterem bleibt und um in Ländern wie China weiter wachsen zu können, hat Heidelberg in der jüngeren Vergangenheit in Qingpu mit der Montage von Falzmaschinen und kleinformatigen Druckmaschinen für den chinesischen Markt begonnen.
Dass Heidelberg erst jetzt und damit nach den Wettbewerbern MAN Roland und KBA in das Grossformat einsteigt, begründet der 49-jährige Manager damit, dass Heidelberg in der Regel erst dann Märkte bediene, wenn sich diese auch entsprechend etabliert hätten und Wachstum zeigen. Mit dieser Strategie ist Heidelberg schliesslich gross geworden.
Geschichte – und ein paar Zahlen1965 wurden in Wiesloch hauptsächlich Einfarbenmaschinen produziert. Die maximale Druckgeschwindigkeit der Maschinen betrug 3500 Bogen/Stunde. Legt man diese Bogen aus, entsteht eine 20 000 m2 grosse Fläche, die damit an einem Tag hätte bedruckt werden können. Heutige im inzwischen Wiesloch-Walldorf umbenannten Werk produzierte Maschinen des Typs Speedmaster XL 105 schaffen im Vergleich dazu 120 000 m2 – in acht Farben bedruckt.
Mehr als 400 000 Druckwerke haben die Druckmaschinenfabrik in den fünf Jahrzehnten verlassen.
Derzeit stellt Heidelberg die neue, 35 000 m2 grosse Halle 11 fertig. Hier wird ab Herbst mit der Produktion der neuen Grossformatmaschinen Speedmaster XL 142 und XL 162 begonnen.
Das Investitionsvolumen in die neue Halle beträgt 45 Millionen Euro.
 
Jürgen Franck

Die Seuche der Verrechtlichung

Kolumne Meyer vs. Mörgeli: Der Gang zum Kadi fördert kaum die Lust an der Auseinandersetzung. Wie sollten eigentlich zivilisierte Leute, die entgegengesetzter Meinung sind, miteinander in der Öffentlichkeit umgehen?

Kolumne Meyer vs. Mörgeli: Der Gang zum Kadi fördert kaum die Lust an der Auseinandersetzung. Wie sollten eigentlich zivilisierte Leute, die entgegengesetzter Meinung sind, miteinander in der Öffentlichkeit umgehen?
Frank A. Meyer hat seine Klage gegen Christoph Mörgeli zurückgezogen, und er ist zu diesem Entschluss zu beglückwünschen. Auch mir hätte der Vorwurf, Nazi-Vokabular zu verwenden, zu schaffen gemacht, vor allem wenn er vom durchtriebenen Schandmaul Mörgeli stammt, der es natürlich lustvoll auf eine Provokation angelegt hat. Dennoch: zum Richter laufen? Ich muss schon sehr bitten! Wir sind doch in einem grundsätzlich anderen Geschäft als die Justiz. Es ist der Wettbewerb, meinetwegen der Kampf der Meinungen, und der soll mit aller Rücksichtslosigkeit geführt werden – aber bitte dort, wo er kraft unseres Berufs und unserer Mission hingehört, nämlich in der Öffentlichkeit. Das Publikum hat einen Anspruch darauf, die Argumente zu hören und zu bewerten. Keine Ordre eines Mufti wird uns je sagen, was in diesem Streit wirklich Sache gewesen ist. Hat Meyer, indem er Blocher als «Führer» bezeichnete, unzulässige Nazi-Vokabeln verwendet? Hat Mörgeli, indem er den untadeligen Linksbürgerlichen Meyer bewusst und boshaft in die schlimmste aller denkbaren ideologischen Ecken stellte, diesen unzulässig herabgewürdigt?
Früher hat man solche Differenzen im Morgengrauen auf dem Weg des Duells erledigt, vorausgesetzt, dass sich die Parteien gegenseitig für satisfaktionsfähig gehalten haben. Die Justiz, wie sie heute ist, eignet sich aus vielerlei Gründen nicht für die Klärung solcher inhaltlicher Differenzen. Erstens dauert alles viel zu lang. Unter Einschluss aller Rechtsmittelfristen hätten zwei, drei Jahre ins Land gehen können, ehe wir einen rechtskräftigen Spruch gehabt hätten. Dann hätte es bei der Hektik des real existierenden Medienbetriebs ausser den direkt Beteiligten kaum mehr jemanden interessiert; jedenfalls hätte man bei jedem Verfahrensschritt die Sache neu erklären (d. h. die Beleidigung wiederholen) müssen und damit das Geschäft des Provokateurs besorgt. Zweitens werden die wirklich wichtigen Fragen ohnehin nie juristisch geklärt: Wie gehen erbitterte publizistische Gegner miteinander um? Beziehungsweise: Wie sollten eigentlich zivilisierte Leute, die entgegengesetzter Meinung sind, miteinander in der Öffentlichkeit umgehen? Mit bewusst verletzender Anschwärzung? Mit beleidigtem Zurückkeilen? Oder am Ende mit schweigender Verachtung? Was bringt – drittens – der Streit um provozierende Worte für die politische (Debatten-)Kultur: Fördert der Gang zum Kadi die Lust an der Auseinandersetzung? Oder soll dieser kostspielige und nervende Weg als subtiles Gewaltmittel eingesetzt werden, um den verhassten Gegenspieler zum Schweigen zu bringen?
Journalisten, Kolumnisten, Teilnehmer am öffentlichen Dialog sollten nicht auch noch in die Falle der Verrechtlichung laufen. Andere tun das schon bis zum Abwinken. In jedem Medienunternehmen häufen sich derzeit die Rechtsfälle. Zivil- und strafrechtliche Persönlichkeitsverletzung, unlauterer Wettbewerb, Lizenz- und Urheberrechtsfragen, Geheimhaltungsklauseln – das Sortiment der Folterinstrumente wird immer vielfältiger. Wer es sich leisten kann, spielt seine Geldmacht aus. Martin Ebner klagt gegen «Bilanz»-Chefredaktor René Lüchinger wegen dessen Kritik an Ebners Rolle beim Converium-Handel. Die Motivation ist durchsichtig. So ein Handel hat – egal wie er herauskommt – für beide beteiligten Seiten ein fünf- bis sechsstelliges Preisschild. Peanuts für Ebner, aber belastend für ein Redaktionsbudget. Dass die Gerichte solche Händel gerne benützen, um ihre Ressentiments gegen die Medien diskret, aber kostenwirksam zum Ausdruck zu bringen, zeigt sich immer wieder an den Kostenentscheiden. So hat die Berner Justiz den Bundesstadtredaktor der Weltwoche Urs Paul Engeler zwar von der Anklage, ein angeblich geheimes Dokument der Bundesanwaltschaft veröffentlicht zu haben, freigesprochen. Aber das Gericht hat ihm eine Entschädigung von lächerlichen 700 Franken zugesprochen, was bestenfalls für zweieinhalb Arbeitsstunden von Engelers Anwalt ausreicht. Auch in anderen Händeln hat es sich immer wieder bestätigt: Selbst wenn Medien unbeschadet aus solchen Auseinandersetzungen hervorgehen, bleiben wegen der lächerlichen Kostenentscheide immer wieder fünfstellige Summen an ihnen hängen – ein gewollter und tückischer Belästigungseffekt, mit dem voraus eilende Gefügigkeit und Beisshemmung erreicht werden soll.
Pardon, es ist eine Verallgemeinerung, aber ich wage sie trotzdem: Die Justiz mag die Medien nicht besonders. Sie schikaniert sie, wo sie kann. Da sie am Ende des Tages mehr Macht besitzt, wird sie so oder so am längeren Hebel bleiben. Umso wichtiger ist es, dass wir Medienleute Distanz halten und eben nicht zum Kadi rennen, wenn wir etwas auszutragen haben. Unser Gerichtssaal ist die Öffentlichkeit. Ihre Urteile sind schneller und in der Regel verständlicher.
Karl Lüönd ist freier Publizist und Buchautor

Es begann in der Schweiz

Imaging Canon Europa feierte kürzlich sein 50-Jahre-Jubiläum – und stellte gleich noch neue Produkte vor.

Imaging Canon Europa feierte kürzlich sein 50-Jahre-Jubiläum – und stellte gleich noch neue Produkte vor.Wer als Kunde oder Pressevertreter auf Einladung von Canon nach Monaco gekommen war, wurde nicht enttäuscht. Die Kulisse der Côte d’Azur hinter dem monegassischen Veranstaltungsort Grimaldi Forum war allein schon die Reise wert. Dort feierte Canon während zwei Tagen sein 50-Jahre-Jubiläum in Europa und stellte in einer aufwändigen Ausstellung seine Technologien für Büro- und Heimanwendungen vor. Von Hajime Tsuruoka, President und CEO Canon Europe, war zu erfahren, dass der Start des erfolgreichen und heute selbständigen Europageschäfts 1957 mit einer Niederlassung in Genf erfolgte. Canon hatte bis dahin 20 Jahre lang Erfahrung in der Entwicklung und im Bau von Fotokameras gesammelt und sich in Asien einen Namen gemacht. 1967 begann der Konzern nach und nach Produkte und Lösungen rund um das Bild zu führen, um sich erst als Spezialist im Ausdrucken von Bildern und später von Office-Dokumenten zu etablieren.
Um das Unternehmen noch breiter abzustützen, ist Canon in jüngerer Vergangenheit in die Bereiche «Medical Imaging» und «Intelligent Robotic» eingestiegen. In Monaco stellte Canon daher auch Lösungen aus diesen neuen Geschäftsfeldern vor.
Wichtigstes Standbein des Unternehmens sind jedoch nach wie vor die Aktivitäten rund um das Bild. Canon drückt dies in seinem neuen Slogan «We speak Image» aus und untermauert diese Tatsache mit neuen Produkten. Neben kleinen Updates bei seinen Foto- und Videokameras hat der Konzern auch seine Fotodrucker aktualisiert.
Die visuelle KulturDer von Canon eingeladene Zukunftsforscher James Bellini stellte in einem Vortrag anlässlich des 50-Jahre-Jubiläums fest, dass sich die Menschheit gerade im Bereich «Imaging» mitten in einem grossen Umwälzungsprozess befinde. Bellini stellte die These auf, dass die sich derzeit abzeichnenden Veränderungen mit einer zweiten, mit den Errungenschaften von Gutenberg vergleichbaren Revolution vergleichen lassen. Der Gastredner sprach weiter davon, dass wir uns von einer «Wortkultur» zu einer «visuellen Kultur» bewegen. Die Sprache der Zukunft sei, so Bellini, eine Sprache des Bildes. Schnell war der Bezug zu Canon hergestellt, das sich seit seiner Gründung mit dem Thema «Imaging», dem Umsetzen und Festhalten von sichtbaren Ereignissen, verschrieben hat. Nur fasst das Unternehmen den Bereich heute deutlich breiter. Imaging heisst bei Canon Bild, Video und  zunehmend auch Output («to image»).
Vom aus Japan angereisten Canon-CEO Tsuneji Uchida war an dessen Keynote-Speech zu erfahren, dass es Canons Strategie sei, spät in Märkte einzusteigen. Den Einstieg schafft das Unternehmen dann meist sehr erfolgreich. Es verwundert auf Grund dieser Strategie kaum, dass ein wirklich visionärer Ausblick von Uchida fehlte. Dafür zeigte Canon in Monaco seine umweltbewusste Seite. So habe Canon den Wandel von der Wegwerf- zur Recycling-Gesellschaft lange erkannt und will seine Verantwortung für die Umwelt weiterentwickeln. Wohl auch als ein Zeichen dieser Bemühungen hat Canon eine Zusammenarbeit mit dem WWF bekanntgegeben. So will Canon den WWF dabei unterstützen, mehr über die Wanderung der Eisbären zu erfahren, da sie als ein Schlüsselindikator für die globale Erwärmung gesehen werden. Auch das hat mit Image zu tun …   
 
 
 
Neue Produkte 
Canon stellte aus seinem Bereich Consumer Imaging neben der Kompaktkamera PowerShot S5 IS (mit u. a. neuem Bildstabilisator), der handlichen Pocketkamera Digital IXUS 950 IS (mit u. a. automatischer Gesichtserkennung) mit dem Modell Canon HR10 den derzeit kleinsten AVCHD DVD Camcorder vor (AVCHD ist ein verbesserter Codec für ein höherwertiges High-Definition-Videoformat) vor. Passend dazu wurden auch die Fotodrucker Selphy CP740 und 750 vorgestellt, die neu Rote-Augen-Korrekturen vornehmen können.
Der Bereich Business Solutions präsentierte Lösungen für das Office- und Professional-Print-Umfeld. Dazu zählt etwa die schnelle Scanner-Lösung ScanFront 220 oder 220P, die das direkte Scannen in ein Netzwerk ermöglicht. Canons Software PosterArtist 2007 vereinfacht und verbessert die Ausgabe von grossformatigen Digitaldruckaufträgen. Mit dem nun JDF-gestützten iW Prepress Manager soll sich die Produktivität im Umgang mit Office-Dokumenten verbessern lassen. Was den Ausdruck angeht, stellte Canon mit dem iR C5185i sein neues Topgerät für das Büroumfeld vor. Mit dem Zwölffarben-Grossformatdrucker imagePrograf iPF6100 will das Unternehmen seinen erfolgreichen Einstieg in dieses Wachstumssegment ausbauen. Canon unterstrich zudem, dass sein Digitaldrucksystem imagePress C7000VP nach erfolgreichen Tests bei Kunden nun ab Juli ausgeliefert wird.
Jürgen Franck

TBWA konzipiert Herzensangelegenheit

«Hand aufs Herz – kennen Sie Ihr Infarktrisiko?» Mit dieser Frage treten über 600 Fachapotheken ab dem 1. Mai an die Öffentlichkeit und bieten ihren Kunden einen Test an, um das individuelle Infarktrisiko zu ermitteln. TBWA\Health hat die Kampagne dazu gestaltet.

 «Hand aufs Herz – kennen Sie Ihr Infarktrisiko?» Mit dieser Fragestellung treten über 600 Fachapotheken, die Mitglied vom Schweizerischen Apothekerverband pharmaSuisse sind, ab dem 1. Mai 07 an die Öffentlichkeit und bieten ihren Kunden einen kostengünstigen Screening-Test an, um das individuelle Infarktrisiko zu ermitteln. TBWA\Health hat diese Herzensangelegenheit in einer Kampagne umgesetzt. Dabei hat sich die Zürcher Werbeagentur am Ermittlungswesen, wie man es aus der Kriminologie kennt, orientiert. Die kreative Umsetzung sei absichtlich nüchtern gestaltet, heisst es in einer Mitteilung. Denn schliesslich sollen klare Fakten kommuniziert und nicht Angstbilder dramatisiert werden.  
Auf den verschiedenen Sujets sind in Plastiktüten gesteckte Tatwaffen wie Pommes frites, Zigarettenkippe oder Fernbedienung als Beweisstücke zu sehen, die eine Mitschuld am ungesunden Lebenswandel tragen und somit eine der Ursachen darstellen. Für die Kampagne «Hand aufs Herz – kennen Sie Ihr Infarktrisiko?» wurde von TBWA\Health ein umfassendes Paket an Kommunikationsmassnahmen für pharmaSuisse geschnürt. Neben der klassischen Printkampagne beinhaltet die Kommunikationsstrategie Schulungs-Events sowie verschiedene Werbemittel für den POS-Auftritt wie Flyer, Gesundheitspass, Thekensteller, Schaufenstersteller, Floorsticker und A1-Plakate.

Ansichten

Neulancierung Die Zeitschrift Ansichten von Springer Sciene+Business Media Schweiz AG wagt den Spagat zwischen kompetent recherchierter Fachinformation, technologischen Belangen und dem neusten Stand der Life-Style-Szene im Bereich Architektur, Innenarchitektur, Design und Wohlgefühl.

Neulancierung Die Zeitschrift Ansichten von Springer Sciene+Business Media Schweiz AG wagt den Spagat zwischen kompetent recherchierter Fachinformation, technologischen Belangen und dem neusten Stand der Life-Style-Szene im Bereich Architektur, Innenarchitektur, Design und Wohngefühl. Die Sprache ist fundiert, die Gestaltung lustvoll. Noch wird das Magazin dem Zielpublikum gratis ins Haus geliefert.

Spiel mit Hamburgern

Food Das Feuerverbot ist aufgehoben, die Temperaturen steigen wieder. Es ist Zeit für eine Grillparty.

Food Das Feuerverbot ist aufgehoben, die Temperaturen steigen wieder. Es ist Zeit für eine Grillparty. Die Migros wirbt mit dem farbenfrohen Gewinnspiel «Grillburger Hero» für ihre tiefgekühlten Fleischprodukte «Steaks & more». Im Game müssen die Spieler virtuelle Hamburger grillieren und belegen. Dabei geht es um Geschick, vor allem aber um ein gutes Gedächtnis, denn der wachsame Mr. G.Rill passt genau auf, ob das Rezept befolgt wird. Das Spiel wurde durch die Berner Kommunikationsagentur nothing from outer space konzipiert, gestaltet und technisch in Flash realisiert. In den nächsten Wochen wird das Spiel von Exxta in vielen Online-Medien beworben.

«BaZ gehts besser, als Statistik zeigt»

Hanspeter Rohner, PubliGroupe-CEO, nimmt Stellung zum Trend zur Eigenregie bei den Zeitungen.

Hanspeter Rohner, PubliGroupe-CEO, nimmt Stellung zum Trend zur Eigenregie bei den Zeitungen.WW: Gemäss VSW-Statistik sind BaZ und Baslerstab dieses Jahr kräftig im Minus – anders als vergleichbare Titel. Es scheint, dass die P die Lust am Medienplatz Basel bereits verloren hat.Hanspeter Rohner: Die Statistik gibt auf Grund gewisser Koordinationsschwierigkeiten nicht die wirkliche Marktsituation wieder. Ich hoffe, dass sich das bald bessert. Die effektive Situation ist für die Titel in Basel besser, als es die Statistik zeigt.WW: Die VSW, also die P macht die Statistik. Hanspeter Rohner: Ja. Aber die Volumina, die nicht über uns laufen, sind nicht enthalten, und wir haben keine Möglichkeit, sie vollständig zu erfassen.WW: Kürzlich ging auch die Südostschweiz (SO) in die Eigenregie …Hanspeter Rohner: Das ist nicht richtig, bei der SO haben wir die Partnerschaft neu aufgegleist, wir kooperieren weiterhin über die SO-Publicitas.WW: Dort sagt man: Wir sind faktisch eine Eigenregie.Hanspeter Rohner: So? Das stimmt nicht. Die Zusammenarbeit wurde  neu gestaltet und wird langfristig so weitergeführt.WW: Seit dem Deal zwischen NZZ und P ist eine eigentliche «Los-von-Lausanne-Bewegung» festzustellen.Hanspeter Rohner: Die Eigenregien von Thurgauer Zeitung und dem Landboten sind direkte Folgen der neuen Konkurrenzsituation auf dem Platz Zürich, das ist klar. Von den andern kann man das aber nicht behaupten.WW: Auch die Direktbuchungsentschädigung oder die Vergabe der TV- und Radiopoolpachten an die SRG-Vermarkterin Publisuisse kann man wohl als Teil dieser Verleger-Abkehr interpretieren.Hanspeter Rohner: Das sehe ich nicht so. Insbesondere im Radio- und TV-Bereich spielen ganz andere Zusammenhänge.WW: Gemäss neuer Strategie will die P in die Mediaberatung einsteigen. Für eine glaubwürdige, neutrale Beratung ist aber jede Regie und jeder Medienbesitz hinderlich. Ist der Trend zur Eigenregie somit ganz im Sinn der P – oder gar von ihr gefördert?Hanspeter Rohner: Es ist zwar richtig, dass wir die Beteiligungen in den letzten Jahren reduzierten. Heute sind wir an weniger, dafür an erfolgreich positionierten Verlagsgruppen stark minderheitlich beteiligt. Und an Stelle der klassischen Regie treten zunehmend Vermarktungspartnerschaften, die nicht mehr nur ein Medium, sondern mehrere Medien umfassen. Dies aber direkt mit der Beratungstätigkeit in Verbindung zu bringen, wäre völlig falsch. Beratung – wie sie unsere Firma Namics erfolgreich praktiziert –findet im neuen Bereich Marketing und Digital Services statt, die Vermarktung im Bereich Media Sales – absolut getrennt. Namics hat mit der Publicitas nichts zu tun, das sind zwei ganz verschiedene Welten.WW: Steht schon fest, was dereinst mit dem BZM-Anteil geschieht?Hanspeter Rohner: Nein. Wir sind und bleiben BZM-Minderheitsaktionär. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.WW: Bleibt die P Basel unter dem BZM-Dach?Hanspeter Rohner: Das werden wir im Verlauf des nächsten Jahres entscheiden.WW: Die Assa, heute ein Teil der PubliGroupe, war einst eine Vermarktungsorganisation der Verleger. Unter Führung von Tamedia könnte nun eine ähnliche Organisation für Regionalzeitungen auferstehen, zusammen mit der Publisuisse crossmedial aufgestellt – und in Konkurrenz zur P.Hanspeter Rohner: Da sage ich nur: Konkurrenz belebt das Geschäft. Es macht mehr Spass, Erster zu werden, wenn sich mehrere Leute an einem Rennen beteiligen.Interview: Markus Knöpfli

Kaffee gegen Reklame

Trend Den Kaffee oder die Cola gibt es an Getränkeautomaten in Japan bald umsonst oder zu einem Spottpreis: Bezahlen für die Erfrischung werden Firmen, die an den Automaten für sich werben.

Trend Den Kaffee oder die Cola gibt es an Getränkeautomaten in Japan bald umsonst oder zu einem Spottpreis: Bezahlen für die Erfrischung werden Firmen, die an den Automaten für sich werben. Die Firma Apex stattet ihre rund 35 000 Automaten im Land ab Juni mit Bildschirmen aus, auf denen kurze Reklamespots laufen werden, wie sie am Mittwoch in Tokio mitteilte. Während der Kunde auf sein Getränk wartet, wird das 30 Sekunden lange Video abgespielt. Auch die Pappbecher werden mit Reklame bedruckt sein. Der Preis für ein Getränk wird nach Angaben von Apex gegen null sinken. Die Anzeigenkunden können damit rechnen, dass ihre Werbung am geeigneten Standort läuft: Apex-Automaten stehen in Supermärkten, Freizeitparks, Bürogebäuden und Schulen, wie das Unternehmen warb.

Claudia Köhler vermittelt neu unter dem Namen Personalconnections

Claudia Köhler, ehemals Freelanceconnaction, steigt nun unter dem Namen Personalconnections wieder ins Business und in die Branche ein.

 Claudia Köhler, ehemals Freelanceconnaction, steigt nun unter dem Namen Personalconnections wieder ins Business und in die Branche ein. Ab Mai 2007 vermittelt sie wie früher Freelancer, zeitlich befristete Einsätze und Feststellen in allen Bereichen der Kommunikationsbranche. Köhler greift dazu auf ihr langjähriges, dichtes Beziehungsnetz zurück und ist dabei, ihre Kartei weiter auszubauen. Wichtig sei ihr unter dem neuen Namen, nicht einfach irgendwelche möglichen Kandidaten zu vermitteln, sondern in einem persönlichen Gespräch mit Bewerber wie Auftraggeber den für den jeweiligen Job geeignetsten Kandidaten zu finden, so Köhler.  
Personalconnections bietet Personalberatung für die Kommunikationsbranche an, von der Assistentin bis zum Creative Director, für Beratung und Media wie für Administration oder Kreation. Kunden sind sowohl Agenturen wie auch Firmen, die für ihre interne Marketing- oder Werbeabteilung Mitarbeiter suchen.
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