Wer frisiert in der Schweiz seine Wikipedia-Einträge?

Wenn jeder mitschreiben kann, wird eben auch schöngeschrieben. Nachdem vor zwei Wochen bekannt wurde, dass Firmen, Behörden, NGOs und Parteien gezielt Einträge der Internet-Enzyklopädie manipulieren, hat sich nun die Schweizer Sonntagspresse diesem Thema für die Schweiz angenommen.

Seit zwei Wochen ist eine Suchmaschine eines amerikanischen Informatikstudenten online, mit dem einfach nachgewiesen werden kann, welche Firmen, Behörden oder Parteien Wikipedia-Einträge ändern. So wurde zum Beispiel bekannt, dass Microsoft und der CIA zu den eifrigsten Verfassern in der Internet-Enzyklopädie gehören, dass aber auch Politiker die über sie bestehenden Einträge von unliebsamer Kritik säubern (siehe: ). An diesem Wochenende hat sich die Schweizer Sonntagspresse des Themas bezüglich der Schweiz angenommen. Laut NZZ am Sonntag wurden beispielsweise die Einträge über Die Schweizerische Post, Coop, Kuoni oder Schweizer Radio International aus den jeweiligen Büros heraus entweder in PR-Manier umgeschrieben, oder es wurden Passagen entfernt, die Kritik am Unternehmen äusserten. Auch Einträge von Privatpersonen wie Daniel Vasella, Swiss-Life-Chef Rolf Dörig, Marcel Ospel oder Roger Köppel wurden aus Büros in ihren Unternehmen heraus inhaltlich etwas geliftet. Vasella beispielsweise verdiente plötzlich nur noch 21 statt 44 Millionen Franken als Novartis-CEO und es stand nichts mehr von «Selbstdarstellungsdrang». Roger Köppel sagte auf Anfrage der Sonntagszeitung, ob er von den Änderungen wisse, ja, er selbst habe tendenziöse bis falsche Angaben korrigiert.

Keine Formel-1-Rennen mehr bei der SRG?

Gemäss Sonntagsblick will der SRG-Generaldirektor Armin Walpen die Übertragungen von Formel-1-Rennen nach der Saison 2007 aus dem Programm kippen, und zwar entgegen den Vorstellungen anderer TV-Chefs. Mit den Formel-1-Übertragungen schreibt die SRG jährlich rund zwei Millionen Franken Verlust.

 Gemäss Sonntagsblick will der SRG-Generaldirektor Armin Walpen die Übertragungen von Formel-1-Rennen nach der Saison 2007 aus dem Programm kippen, und dies entgegen den Vorstellungen anderer TV-Chefs. So sei etwa Ingrid Deltenre, Direktorin des Schweizer Fernsehens, und ihre Kollegen aus der französischen und italienischen Schweiz sowie SF-Sportchef Urs Leutert gegen eine Absetzung der Rennübertragungen, weiss die Zeitung zu berichten. Grund für die Absetzung sind offenbar Sparmassnahmen; so habe Walpen Anfangs Jahr verkündet: «Keine Formel-1-Übertragungen mehr auf den SRG-Kanälen. Die SRG muss sparen.». Die Rechte kosten die SRG jährlich 3,5 Millionen Franken, denen nur 1,5 Millionen an Werbe- und Sponsoringeinnahmen gegenüberstehen. Der Sonntagsblick meint hingegen, die Einnahmemöglichkeiten des von durchschnittlich 300’000 Zuschauern verfolgten Programms seien noch nicht ausgeschöpft.

Schwyz: Bundesrat bleibt hart bei TV-Versorgungsgebiet

Die vom Bundesrat festgelegten Versorgungsgebiete stossen im Kanton Schwyz nicht auf reine Gegenliebe. Weil die Ausserschwyzer befürchten, dass sie nach der Konzessionsverteilung nicht mehr Tele Züri schauen können, intervenierte die Schwyzer Regierung beim Bundesrat. Dieser bleibt aber bei seiner Entscheidung.

 Als der Bundesrat Anfangs Juni die TV-Versorgungsgebiete definierte, wurde der ganze Kanton Schwyz dem Versorgungsgebiet Innerschweiz zugeteilt. Bundesbern stiess damit seine eigene erste Fassung um, in der die Ausserschwyzer Bezirke March, Höfe und Einsiedeln sowie das St. Galler Linthgebiet als Mischgebiet erklärt worden waren. In diesen Gebieten hätten somit mehrere konzessionsberechtigte Sender empfangen werden können. In einer zweiten Fassung wurden dann Ausserschwyz, das Linthgebiet und der Kanton Glarus aus dem Empfangsgebiet Zürich gestrichen. Das löste in manchen Gebieten, die sich eher gegen Zürich orientieren, Unmut aus. Im Kanton Schwyz reichten zwei Kantonsräte Anfragen bei der Regierung ein, da sich ein Grossteil der Bevölkerung aus den Bezirken March, Höfe und Einsiedeln nach Zürich ausrichte. Konkret geht es darum, dass die Bevölkerung nicht auf den Sender Tele Züri verzichten wolle, heisst es in der Anfrage von Othmar Büeler. Noch zugespitzter formuliert es Kantonsrat Marco Steiner: «Viele Fernsehkonsumenten der Region stellen sich darum die bange Frage, ob wir in Zukunft auf regionale Berichterstattung verzichten müssen».
Der Regierungsrat des Kantons Schwyz hat diese Anfragen offenbar ernst genommen. Sie intervenierte vor einigen Tagen beim Bund, wie die Schwyzer Staatskanzlei der Werbewoche bestätigte. Die Regierung stört sich daran, dass sie in einer zweiten Anhörungsrunde, die im vergangenen April zum umstrittenen Versorgungsgebiet stattgefunden hatte, nicht berücksichtigt wurde. In einem Schreiben an den Bundesrat verlangt die Regierung deshalb, dass die Gebietseinteilung nochmals angepasst wird.
Bundesrat Leuenberger habe den Brief der Schwyzer Regierung bereits beantwortet, sagte Bakom-Sprecher Bernhard Bürki der Werbewoche: Die Versorgungsgebiete werden so konzessioniert, wie sie bestimmt wurden. In absehbarer Zeit gebe es daran nichts mehr zu rütteln. Doppelbedeckungen wolle man grundsätzlich vermeiden.
Tele Züri bedauert diese Entscheidung, wie Andreas Meili, Leiter elektronische Medien bei der Sender-Besitzerin Tamedia, der Werbewoche sagte. Dass das Versorgungsgebiet Zürich-Nordostschweiz nicht auch die so genannten «Ausserschwyzer Bezirke» umfasse, sei nicht im Sinne des Zuschauers. In den Randzonen des Kanton Schwyz, aber auch von St. Gallen, dem Aargau oder Glarus gebe es starke Bezüge zu Zürich, so Meili. «Es wäre wünschenswert gewesen, die wechselseitigen Beziehungen zwischen Zürich und diesen Regionen bei der Festlegung der künftigen Versorgungsgebiete zu berücksichtigen. Dass der Bundesrat anders entschieden hat, ist ein Wermutstropfen, der aber nichts daran ändert, dass wir uns mit TeleZüri für die Konzession in der Region Zürich-Nordostschweiz bewerben», erklärte Meili.
Bakom-Sprecher Bürki wies darauf hin, dass es noch nicht sicher sei, ob Tele Züri das begehrte Gebiet Zürich-Nordostschweiz tatsächlich erhalte: «Die Ausschreibung läuft ja jetzt und erst im Rahmen dieses Prozesses werden die Konzessionen vergeben». Bis im nächsten Frühjahr sollte das Prozedere über die Bühne gegangen sein.
Geht Tele Züri dabei leer aus, darf es weiterhin in den umstrittenen Schwyzer Gebieten senden: Laut dem neuen Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) besteht für Sender, die keine Gebührengelder beanspruchen, nur eine Meldepflicht. Allerdings entgehen ihnen neben den Gebühren auch die Garantien, dass sie technisch verbreitet werden. Die so genannten «must carry»-Sender sind nämlich nur die konzessionierten. Diese dürfen aber laut RTVG nur innerhalb des ihnen bestimmten Gebietes senden. Sollte Tele Züri eine Konzession erhalten, ist es also für die Ausserschwyzer tatsächlich vorbei mit dem anscheinend gerne gemochten Sender.
Carole Scheidegger

Zu guter Letzt: Imagekampagne der besonderen Art

Waadtländer und Genfer Notare betreiben die vielleicht effektivste Art der Imagekampagne; sie lassen kein Idealbild ihres Berufsstandes kreieren, sondern sie handeln.

 Mit einer ungewöhnlichen Aktion haben Genfer und Waadtländer Notare am Samstag versucht, ihr manchenorts angekratztes Image aufzubessern. Sie gaben auf der Strasse kostenlos Rechtsauskunft. Im Kanton Waadt gingen die Notare in Lausanne, Yverdon-les-Bains, Morges und Vevey auf die Strasse. Anne Gaussen, Präsidentin des Waadtländer Notarsverbands, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur SDA von einem vollen Erfolg. Oft seien fünf oder sechs Personen vor einem Zelt Schlange gestanden, sagte Gaussen. Die Konsultationen hätten im Durchschnitt rund 20 Minuten gedauert und seien geschätzt worden. In Genf empfingen die Notare ihre Klienten in einem Tram und ebenfalls in einem Zelt. Hier fand die Aktion bereits zum dritten Mal statt. Ob diese Art von Kundennähe und von Zeichen guten Willens Schule machen kann?

Google News bezieht neu Agenturmeldungen

Google News will neu auch Agenturmeldungen auf seine Seite schalten. Bisher suchte sich das Nachrichtenportal die Meldungen im Netz zusammen. Zudem sollen die Nachrichten auf lange Sicht von Werbung begleitet werden.

 Der Internetkonzern Google hat am Freitag mit vier Nachrichtenagenturen vereinbart, deren Meldungen direkt auf seiner Nachrichtenseite zu veröffentlichen. Dies meldete die SDA am Samstag. Am Freitag hatte Google entsprechende Lizenz-Verträge mit AFP, AP, der britischen Press Association und der Canadian Press bekannt gegeben. Bislang suchte sich Google News die entsprechenden Meldungen von verschiedenen Webseiten selbst zusammen, insbesondere von Zeitungsseiten. Ein Sprecher der Google-Nachrichten-Sparte sagte zudem, auf lange Sicht sollten die Meldungen von Werbung begleitet werden. Die Vereinbarung bedeute jedoch nicht, dass die Berichte dieser Agenturen bevorzugt behandelt würden, sagte er. Google News nahm vor fünf Jahren den Betrieb auf.

Schweizer Edipresse-Chef ist Medienmanager des Jahres

Das ist wahrlich schlechtes Timing: Wenige Tage nach Bekanntgabe einer Reorganisation bei Le Matin, im Rahmen derer sechs Journalisten ihren Job verlieren, adelt das Branchenblatt Schweizer Journalist den Edipresse-Mann Theo Bouchat mit dem Titel «Schweizer Medienmanager des Jahres».

 Das ist wahrlich schlechtes Timing: Wenige Tage nach Bekanntgabe einer Reorganisation bei Le Matin, im Rahmen derer sechs Journalisten ihren Job verlieren, adelt das Branchenblatt Schweizer Journalist den Edipresse-Mann Theo Bouchat mit dem Titel «Schweizer Medienmanager des Jahres». In einer Pressemitteilung lobt Chefredaktor Markus Wiegand den Preisträger für sein feines Gespür für Themen und Entwicklungen in der Branche sowie seinen Mut zu neuen Ideen. Die Strategien des ehemaligen Journalisten Bouchat seien nie auf die Zerstörung der Konkurrenz ausgerichtet. Besonderes Geschick attestiert wird ihm beim Umgang mit der Konkurrenz der Gratisblätter. Seine Zwei-Marken-Strategie, wonach Kauf- und Gratistitel in gleichem Format, ähnlichem Layout und Titel erscheinen, habe sich als probates Mittel erwiesen, das Kaufblatt zu stützen, so der Schweizer Journalist.
Doch genau diese Strategie wird nun rückgänging gemacht. Wie Le Matin am vergangenen Montag bekannt gab, müssten sich die Produkte in Zukunft wieder stärker voneinander abheben (siehe
). Auf Anfrage der Werbewoche räumt Markus Wiegand vom Schweizer Journalist ein, dass das Timing etwas unglücklich sei. Dennoch stehe man nach wie vor voll und ganz hinter der Verleihung des Preises an Bouchat. Denn in diesem rauen Marktumfeld die richtige Strategie zu finden, sei schwierig, das zeige nicht zuletzt das Beispiel des Blicks. Im Hause Le Matin arbeiteten heute trotz des harten Wettbewerbes mehr Medienschaffende als vor der Lancierung der Gratisausgabe, so Wiegand weiter. Der Preis wird heuer zum zweiten Mal vergeben. Geehrt werden Verlegerpersönlichkeiten, die innovativ und zukunftssichernd für ihre Häuser arbeiten. In der Jury waren Josefa Haas (Leiterin Medieninstitut Schweizer Presse), Maili Wolf (Dr. Maili Wolf Consulting, Medien und Kommunikation, Karl Vögeli (Vögeli Medienconsulting), Peter Wanner (Verleger des Jahres 2006), Johann Oberauer und Markus Wiegand.

Viktor Baumeler wird VR-Präsident von SR DRS und SF

Der Regionalrat der SRG Deutschschweiz hat am Freitag Viktor Baumeler zum Präsidenten der Gesellschaft gewählt. Er wird damit von Amtes wegen Vorsitzender des Verwaltungsrates von Schweizer Radio DRS und Schweizer Fernsehen. Baumeler übernimmt damit die Nachfolge von Hans Fünfschilling.

 Der Regionalrat der SRG Deutschschweiz hat am Freitag Viktor Baumeler zum Präsidenten der Gesellschaft gewählt. Er wird damit von Amtes wegen Vorsitzender des Verwaltungsrates von Schweizer Radio DRS und Schweizer Fernsehen. Baumeler, der Staatsschreiber des Kantons Luzern ist und schon bis anhin Vizepräsident der SRG Deutschschweiz war, tritt den Posten Anfang 2008 an. Er übernimmt damit die Nachfolge des basellandschaftlichen Ständerates Hans Fünfschilling, der wegen der statutarischen Amtszeitbeschränkung zurücktritt, wie es in einer Mitteilung der SRG heisst. Neu in den Verwaltungsrat der SRG Deutschschweiz gewählt wurden aus mehreren Kandidaturen die Regierungsrätinnen Esther Gassler-Leuenberger (Solothurn) und Karin Keller-Sutter (St.Gallen) sowie Niklaus Ullrich, Kulturbeauftragter des Kantons Baselland. Sie ersetzen Hans Fünfschilling sowie die beiden Nationalrätinnen Brigitta Gadient (Graubünden) und Doris Stump (Aargau), die den Verwaltungsrat wegen der im Parlamentsgesetz festgehaltenen Unvereinbarkeit ihres Parlamentsmandates mit Funktionen in SRG-Gremien verlassen.
Als Verwaltungsräte bestätigt wurden Heinz Karrer, CEO Axpo Holding AG, sowie Peter Bamert, CEO Ex Libris AG. Ex officio gehört dem Verwaltungsrat zudem SRG-Generaldirektor Armin Walpen an.

Feldschlösschen mit neuer Leiterin Unternehmenskommunikation

Sandra Kobelt-Walker übernimmt per 10. September 2007 die Leitung der Unternehmenskommunikation der Feldschlösschen Getränke.

 
Sandra Kobelt-Walker übernimmt per 10. September 2007 die Leitung der Unternehmenskommunikation der Feldschlösschen Getränke. Kobelt kann auf 15 Jahre Berufserfahrung zurückblicken und bringt einen grossen Leistungsausweis in diesem Berufsumfeld mit. Die im Aargau aufgewachsene Kobelt studierte an den Universitäten Basel, Oxford und Cambridge und war unter anderem als Kommunikationsspezialistin bei Kuoni und Shell Switzerland tätig. In den vergangenen acht Jahren leitete sie die Kommunikation und Public Affairs von Mars Schweiz in Zug, wie es in einer Medienmitteilung von Feldschlösschen heisst.

Amtsanzeiger plus Kulturagenda im Kanton Bern

Unter der Bedingung, dass sie im nichtamtlichen Teil erscheint, kann die Berner Kulturagenda dem Amtsanzeiger beigelegt werden. Zu diesem Schluss kam das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung.

 Unter der Bedingung, dass sie im nichtamtlichen Teil erscheint, kann die Berner Kulturagenda dem Amtsanzeiger beigelegt werden. Zu diesem Schluss kam das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung. Zudem dürfe sie als Beilage des Amtsanzeigers keinerlei politische Inhalte führen, wie das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung gemäss SDA mitteilte. Ebenso sei auf Gastkolumnen, persönliche Kommentare und Editorials zu verzichten. Die 2005 ins Leben gerufene Berner Kulturagenda sucht nach Verbreitungsmöglichkeiten, nachdem eine angestrebte Zusammenarbeit aufgrund fehlender finanzieller Mittel seitens der Agenda im Frühjahr gescheitert ist.

Swiss Printers investiert in Rollenoffset

Nachdem Swiss Printers im Juli einen Abbau von 74 und die Auslagerung von 65 Stellen bekannt gegeben hatte, kommt nun eine bessere Nachricht: Das gemeinsame Unternehmen der Ringier-, NZZ- und Edipresse-Gruppen investiert insgesamt 30 Millionen Franken in neue Rollenoffset-Anlagen.

 Nachdem Swiss Printers im Juli einen Abbau von 74 und die Auslagerung von 65 Stellen bekannt gegeben hatte, kommt nun eine bessere Nachricht: Das gemeinsame Unternehmen der Ringier-, NZZ- und Edipresse-Gruppen investiert an ihren Druckstandorten Renens, St. Gallen und Zofingen insgesamt 30 Millionen Franken in neue Rollenoffset-Anlagen Dafür werden in den Jahren 2008 und 2009 an den drei Rollenoffset-Standorten mehrere bestehende Anlagen und Nebenbetriebe erneuert. Die Gesamtinvestitions-Summe beträgt rund 30 Millionen Franken. In St. Gallen werden eine 32-Seiten- und in Zofingen eine 16-Seiten-Anlage jeweils durch moderne Maschinen der gleichen Grösse ersetzt, in Renens wird eine 16-Seiten-Anlage modernisiert und auf den neuesten Stand gebracht. Mit diesem zukunftsweisenden Entscheid will sich Swiss Printers zum Produktionsplatz Schweiz bekennen, wie es in einer Mitteilung heisst.

Erneut schwelt ost-westlicher Karikaturenstreit

Just vor einem Jahr provozierte eine Mohammed-Karikatur in einer dänischen Zeitung wütende Reaktionen in der Muslimischen Welt. Nun droht eine Neuauflage des Zwists: Die schwedische Zeitung Nerikes Allehanda veröffentliche eine Zeichung, die den Kopf des Propheten auf einem Hundekörper zeigt. Derzeit beschränkt sich die Aufruhr noch auf diplomatische Kreise.

 Just vor einem Jahr provozierte eine Mohammed-Karikatur in einer dänischen Zeitung wütende Reaktionen in der Muslimischen Welt. Nun droht eine Neuauflage des Zwists: Die schwedische Zeitung Nerikes Allehanda veröffentliche eine Zeichung, die den Kopf des Propheten auf einem Hundekörper zeigt. Derzeit beschränkt sich die Aufruhr noch auf diplomatische Kreise. Bereits wurden in Pakistan und Iran die Landesvertreter Schwedens in die jeweiligen Aussenministerien zitiert. Dem Diplomaten in Islamabad sei mitgeteilt worden, dass die Publikation der Karikatur die religiösen Empfindungen der Muslime verletzt habe. Wie die SDA berichtet, versuchte der Diplomat die Wogen zu glätten: «Bedauerlicherweise nimmt unter manchen Europäern die Tendenz zu, Meinungsfreiheit mit der unverblümten und wohlüberlegten Beleidigungen der 1,3 Milliarden Muslime in der Welt zu vermischen.»
Seine Worte scheinen ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben: Die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) wird nun über das künftige Vorgehen «gegen die Wiederholung derart provokanter Publikationen» beraten. Zuvor hatte die OIC Entschuldigungen und Strafen für die Künstler und Verleger gefordert, stattdessen forderte die Organisation die Muslime zur Zurückhaltung und Ruhe auf.

Maddies Eltern wehren sich gerichtlich gegen Medienspekulationen

Die Eltern der seit vier Monaten vermissten Madeleine verklagen das portugiesisch Blatt Tal e Qual wegen Verleumdung. Diese hatte berichtet, die Polizei glaube, die Eltern selbst hätten das Mädchen versehentlich getötet.

 
Die Eltern der seit vier Monaten vermissten Madeleine verklagen das portugiesisch Blatt Tal e Qual wegen Verleumdung. Diese hatte berichtet, die Polizei glaube, die Eltern selbst hätten das Mädchen versehentlich getötet. Weiter wurde in der Zeitung behauptet, möglicherweise habe eine irrtümliche Überdosis eines Medikamentes den Tod des Mädchens herbeigeführt. Gegenüber der BBC nannte der Vater der verschwunden Maddie die Anschuldigungen «empörend». Die Redaktion habe sich nicht um die Fakten geschert, so der Vater laut SDA weiter. Hätte die Polizei der Zeitung Glauben geschenkt, dann wären die Eltern zu Verdächtigen geworden. Doch die Ermittler beteuerten bisher stets, die Familie stünde nicht unter Verdacht.

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