Goldbach legt dank Energy-Verkauf kräftig zu

Die Halbjahreszahlen der Goldbach Media zeigen den Werbevermarkter mit einem Gewinnsprung. Zum Nettogewinn von 12,1 Millionen Franken trug namentlich der Verkauf von Radio Energy an Ringier bei.

 Die Halbjahreszahlen der Goldbach Media zeigen den Werbevermarkter mit einem Gewinnsprung. Zum Nettogewinn von 12,1 Millionen Franken trug namentlich der Verkauf von Radio Energy an Ringier bei.Allein die Veräusserung der Radiostation spülte 11 Millionen Franken in die Kasse von Goldbach Media, heisst es bei der SDA. Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) verzeichnete einen Gewinnsprung von 58,9 Prozent auf 4,3 Millionen Franken. Aber auch sonst legte der Börsenneuling ein formidables Halbjahr hin, der Gesamtumsatz kletterte um 18,3 Prozent auf 104,4 Millionen Franken.
Stark angezogen haben die interaktiven und mobilen Medien, in diesen Bereichen erhöhte Goldbach den Umsatz um 46,6 Prozent auf 23 Millionen. Auch das klassische Geschäft der Werbevermarktung lief sehr gut, und zeigt sich um 12,2 Prozent im Plus bei einem Total von 81,8 Millionen Franken.
Bei den Aussichten für das Gesamtjahr 2007 prognostiziert Goldbach ein organisches Wachstum von über 10 Prozent und eine Steigerung des Betriebsgewinns zwischen 12 und 15 Prozent. Das vergangene Jahr beendete Goldbach Media mit einem Umsatz von 199,5 Millionen Franken und einem Gewinn (vor Zinsen und Steuern) von 15,2 Millionen.

Swisscom schickt Betty TV nach Deutschland

Ist es der Anfang vom Ende? Die Swisscom verlagert ab dem 30. November 2007 den Betrieb von Betty TV in der Schweiz and die Betty TV Deutschland. Weitere strategische Optionen für das schlecht laufende Geschäft werden geprüft.

 Ist es der Anfang vom Ende? Die Swisscom verlagert ab dem 30. November 2007 den Betrieb von Betty TV in der Schweiz and die Betty TV Deutschland. Weitere strategische Optionen für das schlecht laufende Geschäft werden geprüft. Die Betty TV Schweiz nahm ihren Betrieb am 1. Juli 2006 auf, jetzt drängen sich bereits einschneidende Massnahmen auf: Die Verlagerung nach Deutschland sei die erste konkrete Massnahme zur Optimierung des Geschäfts, das weit hinter den Erwartungen zurück liegt. Für die 35 betroffenen Mitarbeitenden in der Schweiz bestehe ein mit den Gewerkschaften vereinbarter Sozialplan, wie die Swisscom in einer Medienmitteilung versichert. Die Schweizer Kunden können die interaktive Fernbedienung weiterhin nutzen, denn sie können in die bestehende Organisation integriert werden. Für Betty TV Deutschland sucht die Swisscom nach weiteren Optimierungsmöglichkeiten, das übrige Fernsehgeschäft der Swisscom werde aber nicht tangiert, so die Swisscom weiter.

Grafische Industrie entwickelt sich positiv

Die grafische Branche hat nach einer Flaute zu Jahresbeginn in den letzten Monaten wieder an Schwung gewonnen. Daneben fordert der Branchenverband mehr Freiheit in Sachen Nachtarbeit.

 Die grafische Branche hat nach einer Flaute zu Jahresbeginn in den letzten Monaten wieder an Schwung gewonnen: Der Index des Branchenverbandes Viscom zur Bruttowertschöpfung der grafischen Industrie ist im ersten Semester im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,2 Prozent gestiegen. Der Anstieg ist dem zweiten Quartal zu verdanken, das ein Plus von 2,3 Prozent erlebte, wie der Viscom am Donnerstag mitteilte. Im ersten Vierteljahr hatte der Index nur um 0,3 Prozent zugelegt. Vor allem die Nachfrage aus Werbung und Handel, die die beiden grössten Kunden der Druckindustrie sind, hat angezogen.
Die Veröffentlichung der Halbjahreszahlen nutzt der Viscom, um gleichzeitig wieder einmal freie Hand bei der Nachtarbeit zu fordern. Diese sei angesichts der Konkurrenz aus dem Ausland notwendig und dürfe nicht durch behördliche Massnahmen erschwert werden, heisst es im Communiqué. Die Bewilligungsverfahren für Nachtarbeit müssen vereinfacht werden.
Die grafische Industrie sei auf flexible Arbeitsbedingungen angewiesen, schreibt Viscom-Präsident Peter Edelmann in der Mitteilung. Die Marksituation und die hohen Investitionen würden nämlich eine optimale Auslastung der Produktionskapazitäten erfordern. «Die dauernde Nachtarbeit darf nicht weiter eingeschränkt werden», fordert Edelmann deshalb weiter. Der Viscom verlange deshalb sowohl für Zeitungs- als auch Akzidenzdruckereien die uneingeschränkte Bewilligung und plädiere für eine Revision der entsprechenden Verordnung zum Arbeitsgesetz.

Fisch.Meier wird noch kreativer

Dass Björn Brinkmann Ogilvy One den Rücken kehren wird, war bekannt. Jetzt ist klar, wohin es den Deutschen verschlägt: Die Dialogagentur Fisch.Meier.Direkt meldete am Donnetstag, dass er am 1. Oktober als Creative Director zum Branchenleader stösst.

 Dass Björn Brinkmann Ogilvy One den Rücken kehren wird, war bekannt. Jetzt ist klar, wohin es den Deutschen verschlägt: Die Dialogagentur Fisch.Meier.Direkt meldete am Donnetstag, dass er am 1. Oktober als Creative Director zum Branchenleader stösst. Mit Brinkmann habe man den Wunschkandidaten des Fisch.Meier-CEO Christian Hansen gewinnen können, schreibt die Agentur in einer Medienmitteilung. Die beiden bildeten schon bei Lowe Direct über Jahre ein erfolgreiches Team. Weiter Stationen Brinkmanns umfassen: Rapp Collins Direct Friends, Hamburg; Grey Complete Communication, Hamburg; Lowe Direct, Zürich und Ogilvy One/Interactive, Zürich. Zudem hat der gebürtige Deutsche schon zahlreiche nationale und internationale Preise eingeheimst, darunter welche in Berlin und Cannes. An seiner künftigen Stelle wird interessante Arbeit keine Mangelware sein: Kürzlich verteidigte Fisch.Meier den Etat von Laax und gewann Budgets von Vichy und Opel hinzu.

Neues PR-Mandat für Photopress

Die auf Media Relations ausgerichtete PR-Agentur Photopress wurde vom schwedischen Sport- und Fashionlabel Peak Performance mit dem PR-Mandat für die Schweiz betraut.

 
Die auf Media Relations ausgerichtete PR-Agentur Photopress wurde vom schwedischen Sport- und Fashionlabel Peak Performance mit dem PR-Mandat für die Schweiz betraut. Die Zürcher Photopress unterstützt Peak Performance in den Bereichen Event-, Produkte- und Brand-PR, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Peak Performance wurde 1986 gegründet und hat seither eine beachtliche Entwicklung hinter sich. Aus dem kleinen Label aus dem schwedischen Skiort Are ist ein florierendes Unternehmen mit 1’400 Verkaufsstellen (davon 165 in der Schweiz) und 24 General Stores geworden. Mit Photopress, einem Tochterunternehmen der Bildagentur Keystone, hat Peak Performance eine ideale Partnerin gefunden, denn deren Kernkompetenzen ist PR für Tourismus, Sport, Wirtschaft und Lifestyle.

Viscom stellt sich gegen Dumping bei Staatsaufträgen

Die grafische Industrie wehrt sich gegen Dumping bei der Vergabe von Staatsaufträgen. Der Branchenverband Viscom fordert von Bund und Kantonen, die Einhaltung der Sozialstandards zu berücksichtigen.

 Die grafische Industrie wehrt sich gegen Dumping bei der Vergabe von Staatsaufträgen. Der Branchenverband Viscom fordert von Bund und Kantonen, die Einhaltung der Sozialstandards zu berücksichtigen. Zudem will die Branche freie Hand bei der Nachtarbeit. «Es darf nicht sein, dass Unternehmen der grafischen Industrie Wettbewerbsnachteile erleiden, nur weil sie sich an sozialpartnderschaftlich vereinbarte Lohn- und Arbeitsbedingungen halten», heisst es in einem Viscom-Communiqué vom Donnerstag.
Das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) habe am 23. Oktober 2006 den laufenden Kontrollvertrag gekündigt, den es drei Jahre zuvor mit Viscom sowie den Gewerkschaften Comedia und Syna unterzeichnet hatte.
Das BBL ist zentrale Beschaffungsstelle von Publikationen des Bundes. Gemäss dem Vertrag mit dem Verband und den Gewerkschaften durfte es Druckaufträge nur an Unternehmen vergeben, die die Einhaltung der Arbeitsbedingungen, des Arbeitsschutzes sowie der Lohngleichheit zwischen Mann und Frau gewährleisten. Das BBL war beauftragt, die Selbstverpflichtung der Unternehmen zur Einhaltung des Gesamtarbeitsvertrages (GAV) zu kontrollieren.
Der Branchenverband fordert nun, dem sogenannten Sozialdumping mit Hilfe öffentlicher Gelder müsse Einhalt geboten werden und begrüsst eine anlaufende Gesetzesrevision zum Vergabewesen, die einen fairen Wettbewerb bringen solle.

Zu guter Letzt: Ein Artikel zum Vergessen

Das Nachrichtenmagazin Facts, selig, hatte in einem Bericht über einen IV-Patienten unwahre Tatsachen verbreitet, überdies die Anhörungspflicht verletzt und sich dann geweigert erwiesenermassen falsche Fakten richtig zu stellen. Der Presserat fand für das Vorgehen klare Worte.

 
Das Nachrichtenmagazin Facts, selig, hatte in einem Bericht über einen IV-Patienten unwahre Tatsachen verbreitet, überdies die Anhörungspflicht verletzt und sich dann geweigert erwiesenermassen falsche Fakten richtig zu stellen. Der Presserat fand für das Vorgehen klare Worte. Im Januar 2007 berichtete das inzwischen eingestellte Magazin unter dem Titel «Schwindel nach dem Unfall» über einen Mann, der nach einem Schleudertrauma eine IV-Rente bezog. Der Schreiberling bog darin die Fakten so zurecht, dass daraus eine Beweisführung dafür wurde, dass nicht die Mediziner, sondern die Juristen das Leiden namens Schleudertrauma geschaffen hätten. Er ging gar soweit, zu behaupten, der Anwalt habe mit dem Klienten ein Honorar auf Erfolgsbasis vereinbart, was nicht den Tatsachen entsprach. Damit aber nicht genug, auch bei den Details vergriff sich der Journalist und schrieb dem IV-Rentner ein eigenes Computergeschäft herbei. Diese sowie weitere, in der SDA-Meldung nicht erwähnte Punkte, hätte Facts sofort richtig stellen müssen, befand der Presserat. Eine Gegendarstellung sei dafür indes nicht geeignet, zumal Fact bis zu seinem Ableben an seiner Darstellung festgehalten hatte.

«Faces TV» hat bereits einen Spin-off

Am Freitag flimmert die neue Sendung «Faces TV» im Schweizer Fenster von ProSieben erstmals über den Bildschirm. Ein zweites Format ist aber bereits in den Startlöchern: «Face of Faces» wird den Modelcontest der gleichnamigen Zeitschrift Faces als Docu Soap begleiten.

Am Freitag flimmert die neue Sendung «Faces TV» im Schweizer Fenster von ProSieben erstmals über den Bildschirm. Ein zweites Format ist aber bereits in den Startlöchern: «Face of Faces» wird den Modelcontest der gleichnamigen Zeitschrift Faces als Docu Soap begleiten. Die Sendung läuft im Herbst während fünf Wochen am Donnerstag um 18 Uhr. Geplant ist laut Mike Gut, Geschäftsführer von Pro Sieben Schweiz, das Programmfenster nach und nach auszubauen. Er möchte das Themenspektrum erweitern, so schwebt ihm zum Beispiel eine Kochsendung vor, die am Mittwoch Platz haben könnte. Ziel ist, dass schliesslich an jedem Tag eine Schweizer Sendung läuft; das wolle man aber gemäss Gut «Schritt für Schritt» erreichen.
Als erstes startet nun «Faces TV» am Freitag, das sich als Format für People, Style und Stories positioniert. «Faces TV» sei ganz anders als das SF-Format «Glanz und Gloria», sagte Stefan Berger, Geschäftsführer der produzierenden Fairlane Consulting: «Wir werden nicht an Events gehen, sondern eigentliche Geschichten mit Promis machen». Geplant sind einige kürzere Rubriken, die in jeder Sendung ihren Platz haben werden, und alternierend längere Bestandteile. Dazu gehört beispielsweise das Element «Lets’ face it», in dem Prominente anhand der Gesichtszüge in ihren Charaktereigenschaften analysiert werden; in der ersten Sendung wird Melanie Winigers Gesicht untersucht. Bei «Meet and Eat» treffen zwei Promis zum Essen aufeinander. Daneben widmet sich die Sendung beispielsweise dem Reisen, der Mode und den neusten Trends. Ein weiterer Sendebestandteil ist die «Style Academy», in der nach bekanntem Rezept eine Zuschauerin oder ein Zuschauer umgestylt wird.
Berger und seine Truppe setzen auf crossmediale Elemente: Das Fernsehteam wird auch mal bei Fotoshootings für das Heft hinter die Kulissen schauen und während der Sendung auf die Website hinweisen, wo die Nutzer an einem Gewinnspiel teilnehmen können. Mit diesen Zusammenarbeiten kann die von Claudia Lässer moderierte und mitproduzierte Sendung Kosten sparen.
Die Finanzierung ergibt sich vor allem aus Sponsoring, da rund um die Sendung keine Scharnierblöcke laufen. Unterbrecherwerbung wäre zwar möglich, wird es aber laut Mike Gut nicht geben, da man eine 12-minütige Sendung als zu kurz dafür betrachtet.
Die crossmediale Verknüpfung helfe der Sendung gemäss Berger, bei den Sponsoren gut anzukommen. Das sei auch ein entscheidender Unterschied zur Sendung «People», die von Sat.1 Schweiz im Frühjahr 2006 wegen mangelnder Sponsorenbegeisterung aus dem Programm gekippt wurde. Daneben habe «Faces TV» ein ganz anderes Konzept, erklärte Berger.
Bis jetzt konnten mit Coca-Cola Light und Astor zwei Hauptsponsoren gewonnen werden. Damit die Sendung kostendeckend arbeiten könnte, wären drei Sponsoren notwendig. Fairlane Consulting trägt momentan die restlichen Kosten. Auch wenn kein dritter Sponsor gefunden werden könne, profitiere man mit der Sendung sehr an Bekanntheitsgrad für die Marke Faces, so Berger weiter. Er erhofft sich davon höhere Verkaufszahlen am Kiosk und mehr Abonnemente.
«Faces TV» hat den Sendeplatz, auf dem bis anhin deutsche Regionachrichten liefen. Daneben wird die Sendung zweimal wiederholt: kurz nach Mitternacht und nachmittags kurz vor 16 Uhr. Tagsüber werden Trailer für die Show, in denen auch die Sponsoren gezeigt werden, wie Mike Gut sagte. Mit den Wiederholungen könne die Sendung laut dem Schweizer ProSieben-Chef zusätzliche Zuschauer aus verschiedenen Zielgruppen erreichen.
Carole Scheidegger

Mitlinks mobilisierte die Ron Orp Community

Die Spezialisten für Neue Medien von Mitlinks haben für das SBB-Label Railaway eine Kampagne konzipiert, die klassische Online-Werbung, virale Promotion und emotionales Reiseerlebnis verbindet. Mit der Kampagne sollte die Ron Orp Community in Zürich und Basel zu Kurzreisen mit RailAway bewegt werden.

 Die Spezialisten für Neue Medien von Mitlinks haben für das SBB-Label Railaway eine Kampagne konzipiert, die klassische Online-Werbung, virale Promotion und emotionales Reiseerlebnis verbindet. Mit der Kampagne sollte die Ron Orp Community in Zürich und Basel zu Kurzreisen mit RailAway bewegt werden.Begonnnen hatte die Promotion mit einer Banner-Kampagne in Ron Orp’s Mail, wie Mit Links bekannt gibt. Dabei wurde die aktuelle klassische Kampagne «Entdecken Sie die südliche Hemisphäre» angepriesen. In einem zweiten Schritt rief Ron Orp seine Leserschaft in seinem Newsletter zu einem «gemeinsamen Ausflug ins Tessin» auf. Auf Rückfrage der Werbewoche bestätigte Mitlinks, dass sich «zwanzig bis dreissig» Personen» haben verführen lassen und mit Ron Orp ins Tessin gereist sind.

Bakom schreibt TV- und Radiokonzessionen aus

Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) schreibt 41 Konzessionen für die Verbreitung von UKW-Radioprogrammen und 13 Konzessionen für regionale Fernsehprogrammen in der Schweiz aus. Eine Konzession benötigt nach dem neuen RTVG nur noch, wer Gebührengelder in Anspruch nimmt.

 Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) schreibt 41 Konzessionen für die Verbreitung von UKW-Radioprogrammen und 13 Konzessionen für regionale Fernsehprogrammen in der Schweiz aus. Die Ausschreibung startet am 4. September und geht auf den Bunderatsbeschluss von Anfang Juli zurück, mit dem die Versorgungsgebiete der UKW-Radios und der Regionalfernsehen definiert und die Anzahl der Konzessionen festgelegt. Eine Konzession benötigt nach dem neuen Radio- und Fernsehrecht nur noch, wer Gebührengelder in Anspruch nimmt oder zu bevorzugten Bedingungen knappe Frequenzen nutzen will. Für die übrigen Radio- und Fernsehstationen besteht eine einfache Meldepflicht.
Die Konzessionsbewerbungen können bis am 5. Dezember 2007 eingereicht werden. Die Konzessionen werden ab Frühling 2008 durch das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) erteilt. Sie werden verbindliche Leistungsaufträge festlegen, die in der Ausschreibung präzisiert werden. Die Konzessionen verleihen einen privilegierten Zugang zu den technischen Verbreitungsinfrastrukturen. Darüber hinaus profitieren 34 Konzessionäre vom Bezug von Gebührengeldern. Von den 4 Prozent der Einnahmen aus den Empfangsgebühren, was 49,8 Millionen Franken entspricht, die künftig den privaten Veranstaltern zustehen, gehen 31,4 Millionen Franken an die 13 regionalen TV-Veranstalter.

Virus und Canal 3 sind die Radios des Jahres

Am achten Schweizer Radio Day gewannen die beiden Radiostationen Virus und Canal 3 die Auszeichnung «Radio of the Year». Virus ist in der deutschen und Canal 3 in der lateinischen die Station, welche ihre Hörerschaft prozentual am stärksten steigern konnten. Der Radioday verlief nach Angaben der Veranstalter erfolgreich

 Am achten Schweizer Radio Day gewannen die beiden Radiostationen Virus und Canal 3 die Auszeichnung «Radio of the Year». Virus ist in der deutschen und Canal 3 in der lateinischen die Station, welche ihre Hörerschaft prozentual am stärksten steigern konnte. Espace Media, die Besitzerin von Canal 3, freut sich in einem Communiqué über den Erfolg. Gleichzeitig bedauert es Marc Friedli, Leiter elektronische Medien beim Verlagshaus, dass der Sender verkauft werden muss: «Jedoch lässt das geltende Gesetz nichts anderes zu», sagt Friedli. Canal 3 muss in der Folge der Fusion zwischen der Berner Espace Media Groupe und der Zürcher Tamedia in der nächsten Zeit einen neuen Hauptaktionär finden.
Der Radioday verlief nach Angaben der Veranstalter erfolgreich: Über 400 Teilnehmende aus dem In- und Ausland besuchten den Anlass im World Trade Center in Zürich. Neben der Verleihung des «Radio of the Year» war laut Mitteilung die Bekanntgabe der Gebührenanteile der privaten Radio- und TV-Gebiete gemäss dem neuen RTVG durch Bakom-Vizedirektor Matthias Ramsauer ein Höhepunkt (
). Der Schwerpunkt des diesjährigen RadioDay wurde von den Organisatoren ganz klar auf die Themen Neuorganisation der Radioforschung und die «Renaissance des Wortes» gelegt. Letzterem war der Mittagstalk gewidmet. Die Workshops behandelten aktuelle Themen aus der Radioszene, wie zum Beispiel Digitales Radio, Euro 2008, «Warum ist Radio unersetzlich» oder Werbeverbote im Radio. Als Überraschung wurde Bruno Oetterli, ein jahrelanger Kämpfer in der Radioszene, von den anwesenden Verbänden für sein grosses Engagement geehrt.

Presserat besteht auf Transparenz im Journalismus

Wenn ein Journalist selbst die Strafverfolgungsbehörden informiert und so ein Verfahren auslöst, muss er das der Leserschaft mitteilen. Dies hält der Presserat in einer Stellungnahme im Zusammenhang mit einem entsprechenden Fall eines Mitarbeiters der Sonntagszeitung fest.

 
Wenn ein Journalist selbst die Strafverfolgungsbehörden informiert und so ein Verfahren auslöst, muss er das der Leserschaft mitteilen. Dies hält der Presserat in einer Stellungnahme im Zusammenhang mit einem entsprechenden Fall eines Mitarbeiters der Sonntagszeitung fest.Im Frühling berichtete Reto Gerber, Journalist der Sonntagszeitung, wiederholt über den Industriekonzern OC Oerlikon (damals noch Unaxis) und dessen Grossaktionäre, wobei er auch einige Unregelmässigkeiten aufdeckte. Wie einer Meldung der SDA zu entnehmen ist, schrieb Gerber im Juli 2006, das die Zürcher Staatsanwaltschaft gegen die beiden Grossaktionäre wegen Falschbeurkundung ermittle. Was er in seiner Berichterstattung nicht erwähnte, war, dass er selbst der Justiz den Verdacht mitgeteilt und so den Fall ins Rollen gebracht hatte.
Daraufhin reichten die beiden Grossaktionäre Beschwerde beim Presserat ein, wonach wichtige Elemente der Informationen unterschlagen worden seien. Der Presserat gibt ihnen nun Recht: Er hätte die Anzeige an die Strafuntersuchungsbehörde gegenüber der Leserschaft offen legen müssen. Der Journalist habe zwar nicht seine Unabhängigkeit kompromittiert oder aus Eigeninteresse gehandelt, aber gegen die «Erklärungen der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten» verstossen, so der Presserat weiter.

get_footer();